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Die Stimme · 1937-04-09 · Heft 634 (9.4.1937) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 634 (9.4.1937)
Date
1937-04-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seit® 2 Dil IT1MMI Nt. 694. — Wien, Freitag, 9. April 1937. berücksichtigen sind. Durch die Einführung ] fähigkeit abgeschafft werden oder zumindest eines solchen Eimvandcrungssystems würde I aufhören, der entscheid ende Faktor bei der das Prinzip der wirtschaftlichen Aufnahme-1 Regelung der Einwanderung zu «ein. Schertok: Heftigster Widerstand! Mosche Schertok gab dem Vertreter der «JTA. eine Erklärung, in der er ausführt: Er wisse nicht, was an den Gerüchten über eine geplante Teilung Palästinas wahr sei. Er könne nur sein Erstaunen über die Annahme äußern, daß ein Plan, der darauf hinausgehe, den Juden als ihren endgültigen Anteil an Palästina das zu geben, was sie bereits haben, die Zustimmung oder Einwilligung der Juden finden werde. Ein solcher Plan würde zweifellos noch heftiger bekämpft werden, als jede Gefahr, die bisher das Jfidische Nationalheim bedroht bat. Garnison Palästinas soll verringert werden Jerusalem, 5. April. (JTA.) Der Voranschlag für das kommende Jahr rechnet mit der Erhaltung einer gegenüber der jetzigen bedeutend verringerten Garnison in Palästina. Insgesamt sollen bei allen Waffengattungen nur 2879 Soldaten in Palästina dienen. Es wird somit vorausgesetzt, daß völlig normale Verhältnisse in Palästina wiederhergestellt werden können. Die palästinensische Garnison soll umfassen 2634 Mann Infanterie (3 Bataillone anstatt der jetzigen 8); 5 Offiziere und 128 Mann des Royal Arrny Service Corps, 2 Offiziere lind 12 Mann des Royal Arrny Medical Corps und verschiedene Mannschaften sonstiger Abteilungen. Für das jüdische Volk gefallen Jerusalem, 5. April. (JTA.) Seit dem 12. Oktober des Vorjahres, dem Datum des offiziellen Abbruchs des arabischen Generalstreiks in Palästina, haben ihr Leben für den jüdischen Aufbau hing eg eben: 1. Jebuda Spiwak, Ghedera; 2. David Malachi, Rechowot; 3. Secharja Awadar, Rechowot; 4. Elieser Turgeman (Kind), Tiberias; 5. Jakob L. Köpperman, Jerusalem; 6. öhaja Dell an, Tiberias; 7. Viktor Emanuel D v aik, Jerusalem; 8. Mordechai Feldmann, Dechida; 9. Jizchak Kascher, bei Kfar Witkin; 10. David Chamami, bei Chedera; 11. Ghaim Brock, Emek Bet Sohean; 12. Dr. L e hre, Bet Scihean; 13. Henoch Metz, Kfar Hacihoresch; 14. Schlomo Gafni, Kfar Haohoresoh; 15. Gedalja Geller, Jawniel; 16. Sahnan Ben Sasson, Jawniel; 17. Jebuda Elyowitsch, Jawniel; 18. Sdhmnel Gottfried, Rosch Pina. Ferner ist in Ness Ziona der aus Polen eingewanderte christliche Arbeiter Stanislaw S 1 u g a getötet worden, weil man ihn für einen Juden hielt. Mißlungener Angriff Drei Araber gaben heute nachmittags mehrere Schüsse auf die Siedlung Mdsbmar Haemek ab. Jüdische Wächter schlugen sie in Flucht. Junger selbständiger Textil-Engrossist sucht Ehe mit hübschem, jungem Mädchen aus gutem Haus mit entsprechendem Vermögen. Eventuelle Einheirat unter „Strebsamer Mensch“ an die Administration Der Oberkommissär in Haifaer Technikum Haifa, 5. April. (Palcor.) Sir Arthur W auchope wohnte einer stark besuchten Feier im Haifaer Technikum bei, bei der 19 Absolventen des Institutes das I n g enieurdiplom überreicht wurde; die Feier galt zugleich dem 25. Jahrestage der Gründling des Technikums. S. Kaplans k y, der Leiter des Institutes, hielt eine Ansprache, im Laufe derer er feststellte, daß das Technikum gegenwärtig 425 Schüler gegenüber 250 im Jahre 1925 zählt. Die schnelle Entwicklung des Technikums mache die Errichtung neuer Bauten und die Anschaffung neuer Maschinen er- Wir empfehlen I l'^^'^runsereLespr' huri ■’ .< Neudegger Fahrschulen Wieiii Viil;, Netideggerg. 18 Tjel. B 46-5r72 ' Ünd Inzersdorf ^Nie^cie^Österreich):7 1 ' P^ffung^prleicHtörung^ durch: / Ti Laufendes Autoim Lehrsaal!! forderlich; für diesen Zweck werde der Betrag von 15.000 bis 20.000 Pfund benötigt. Das Institut beschäftige 45 Wissenschaftler, darunter 24 Lehrkräfte, von denen 9 aus Deutschland stammen. Der Oberkommissär widmete seine Rede einer Würdigung seines „verstorbenen Freundes“, Schmarjahu Levin. Er forderte die Schüler des Technikums auf, dem Beispiel dieses großen Mannes zu folgen. Palästina biete ein weites Feld der Betätigung. B e n - G u r i o n wies in seiner Rede auf die Bedeutung der Arbeit hin und erklärte, daß der Begriff der Scbiwat Zion den Begriff der Arbeit einschließe. # Nach der Feier stattete der High Commiseioner der jüdischen Textilfabrik in Kfar Atta einen Besuch ab. Vom Tel-Avitrer Hafen Tel-Aviv, 5. April. (Palcor.) Im Laufe des Monats März liefen 30 Schiffe den Tel-Aviver Hafen an, während 12.500 Tonnen Waren gelöscht, beziehungsweise verladen wurden. Neuerwerbungen des KKL Tel-Aviv, 7. April. In seinen Mitteilungen an die Vertreter der Presse teilte Ussischkin mit, daß die Einnahmen des Keren Kajemeth im letzten Halbjahr um 24 Prozent gestiegen sind. Er erwähnte den Erwerb eines bedeutenden Bodenkomplexes im Jordan- Tale bei Beisan, wo sechs neue Siedlungen geschaffen werden sollen, von denen je eine nach Nahum Sokolow und nach Wolffsohn benannt werden, während eine dritte für Einwanderer aus Deutschland bestimmt ist; diese letzte ist vom •amerikanischen Bned Brith zu Ehren des 75. Geburtstages von Ussischkin gespendet worden. Ferner hat der Keren Kajemeth in den letzten Monaten einen großen Bodenstrich von einem bekannten arabischen Führer erworben. 1. fytseJUsckctftswisz de* „SUmhc": Hack Hikotsbucfy Diese Reise findet an einem Sonntag Ende April oder Anfang Mai statt. Das genaue Datum wird noch bekanntgegeben. Der Fahrpreis beträgt S 9.50, mit Mittagessen S 11.75. Das Mittagessen wird selbstverständlich in einem Koscher-Restaurant eingenommen. Anmeldungen nehmen entgegen: Die Administration der „Stimme“, das Büro des Zionistischen Landesverbandes und alle Sektionen. In Nikolsburg wird das neue jüdische Zentralmuseum und das alte Ghetto besichtigt. Für sachkundige Führung ist gesorgt. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. 11. PraterstraBe 13 Mittwoch, den 14. April 1937, halb 9Uhr«bends Dr. OSKAR GRUNBAUM, Präsident des Zionistischen Landesverbendei für Österreichs „DER 20. ZIONISTENKONQRESSM .. . .. JOSEF LEITMANN VORM. PAUL PLANER A. G., WIEN, II., PRATERSTR. 17 TELEPHON R 47-5-10 Elektromaterial / Radio-Apparate / Beleuchtungskörper / Dauerbrandöfen / Gas-Apparate Spreohmaschinen / Elektro-Kosmetik / Elektro-Apparate / Glühbirnen ln allen Stärken stets lagernd Befugte Radio-Reparaturwerkstätte ★ Günstige Tauschgelegenheiten * Bequemes Teilzahlungssystem England wehrt sich gegen Antisemitismus London, 7. April (JTA.). Der National Council for Cdvic Liberties hat gemeinsam mit dean Jewißh People’s Council für den 25. April eine Konferenz nach London einbemfen, auf der die Judenhetze in London East End, sowie das Thema Faschismus und Antisemitismus überhaupt behandelt werden sollen. Unter den Rednern auf der Konferenz wird auch Chacham Dr. Moses Gaster sein. Im Zusammenhang mit der Einberufung der Konferenz gab der Sekretär des London Tradee Council, Wall, eine Erklärung an die Presse, in der er u. a. ausführt: „Wir wollen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die besondere häßliche Art lenken, in der die antijüdische Propaganda durchgeführt wird. Wenn wir diesen Dingen ein Ende machen wollen, müssen wir das jetzt tun und nicht warten, bis sie so schlimm werden, wie in anderen europäischen Ländern. Ich halte die Unterbindung der Judenhetze für einen wesentlichen Teil des Kampfes zur Wahrung der Freiheit in diesem Lande. Wir möchten betonen, daß diese Konferenz in jedem Sinne alle Parteien angeht. Wir erwarten Unterstützung von jedem rechtlich gesinnten Bürger, dem die Freiheit seines Landes am Herzen liegt.“ Zu der Konferenz werden Delegierte aller fortschrittlichen Vereinigungen geladen werden. Es sollen praktische Schritte zur Bekämpfung der Propaganda unternommen werden, "die auf Rassenvorurteil basiert und die Ruhe und Ordnung im Lande stört. iiiiiiniimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim B A DWHALL Oberösterrelch Oberösfierreich Stärkstes Jodbad Europas Orth. RESTAURANT Orth. S. MAYERSOHN Herrlicher Garten Volle Pension, Vosalson SB’— / Referenz: Rabbiner S. Fürst, Wien, II. Taborstraße 24a, Tel. U-33-6-96 Eröffnet am II. Mal! iiiiiimiitiiiiiitiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiiimimmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiinr. Die Hakenkreuz-Propadanda in USA Washington, 5. April. (JTA.) Die Geschäftsordnungskommission des Repräsentantenhauses hat eine vom Präsidenten der Einwanderungskommission Samuel D i c k 8 t e i n eingebrachte Resolution angenommen, ein Sonderkomitee zur Untersuchung i e g ie r un g s feindlicher Umtriebe in den Vereinigten Staaten einzusetzen. Dickstein erklärte, in der Lage zu sein, 125 Spione namentlich zu nennen, die den Versuch machen, für ein faschistisches Regime in Amerika zu werben. Es wird erwartet, daß das Repräsentantenhaus die Resolution in Kürze annehmen und ein Kongreßkomitee mit der Vollmacht, Zeugen zu vernehmen, bilden wird. Die Erlösung des Hule? Gebiets und des Galil Die Pessach-Aktlon des Keren Kajemeth Zeit: Die behördlich bewilligte Haussammlung findet am Sonntag, den 11., und Montag, den 12. April 1937, statt. Ort: Sie findet in ganz Wien statt. Zweck: Sie ißt ein Teil der vom Keren Kajemeth in der ganzen Welt durchgeführten Aktion zur Erlösung dos«-Gebietes um Hule und der Hochebene von Obergaliläa. Bedeutung der Sammlung: Durch die Erlöeung dieses Gebietes wird a) der Norden des Landes für daß jüdische Volk erschlossen, b) neue landwirtschaftliche Kolonisation für die jüdische Jugend ermöglicht, c) die Unsicherheit in dieser schwächsten Position des jüdischen Jisohuw aufgehoben, d) die alten Siedlungen: Safed und. die wenigen landwirtschaftlichen Punkte (darunter Tel-Ohaj — die Verteidigungs- und Todesstätte Trumpeldors) erhalten und neu belebt, e) dem Zuzug unerwünschter Elemente ein Riegel vorgeschoben. A r t: Die Sammlung erfolgt mit Hilfe der behördlich genehmigten Sammelbogen, die zugleich die Legitimation des Sammlers sind. Quittungsmarken: Jeder Spender erhält als Bestätigung Quittungsmarken und zwar für Spenden bis S 1.— . . blaue Marke für Spenden von S 1 bis S 5 weiße Marke für Spenden ab S 5.— . . . rote Marke Außerdem bestätigt der Spender seine Spende durch seine eigene Unterschrift auf dem Sammelbogen. Aktionssprengel: In jedem Bezirk gibt es einen oder mehrere Aktionssprengel. Jeder Sammler untersteht dem für ihn, respektive ßeime Gruppe zuständigen Sprengel. Nicht aufgeßuehte Personen werden ersucht, ihre Spende dem Keren Kajemeth direkt abzuführen. Die Selbßtkontingentler des Keren Kajemeth haben die Möglichkeit, bei dieser Aktion ihre Keren Kajeoneth-Pflioht zum Teile zu erfüllen. PEIISIOn ECKSTEIN-Snmnng neu renovier! Alt die Pessach'Saratnler des 10. Bezirkes Sämtliche Mitarbeiter für die Pessach-Sammlung versammeln »ich am Samstag, den 10. April, um 8 Uhr abends, im Heime der Sektion Brigittenau, XX., Jägerstraße SO, wo ihnen das Sammetaterjal ausgefolgt wird. Die Juden in Amerika Die in Buenos Aires enscheinende Zeitung „La Duz“ veröffentlicht folgende Statistik über die Juden in Amerika: Argentinien . < 4 0 300.000 Barbados . . , 0 0 4 . 20 Bolivien . « ‘ k 0 200 Brasilien . . . 0 1 1 * 50.000 Canaxla . . . . 9 f > 9 ’ 156.000 Chile 0 1 e 12.000 Columbien . , . 0 I 4 * 2.500 Costa Rica . . * k i , 150 Cuiba ...» 9 « 4 8.000 CuraQao . . . V i '9. 2.000 San Domingo . . . 1 * 40 Ecuador . . . « i « ¥ 100 Guatemala . . . e 100 Guyana (Britisch) . e' e 1.780 Guyana (Holland.) . . . e 800 Guyana (Franz.) . . ' #• 10 Haiti .... 4 150 Honduras . . . 4 9 60 Honduras (Bnit.) . i 9 10 Jamaica . . . e I 9 8,000 Martinique . . . e e - . 10 Mexiko . . . . V * 35.000 Nikaragua ... 0 50 Panama ... k * 1.000 Paraguay . . . 0 4 V 1.500 Peru . . . . ■ . « * 1.500 Puerto Rico (USA.) S 0 200 San Salvador 1 4 10 Uruguay . . . « V 25.000 Venezuela . . . ’ 4 1.500 Vereinigte Staaten 0 4,500.000 Virginia Island . . e 0 . 80 Summe ... 5,103.720 Diese Statistik zeigt, daß von den' 5.103.720 Juden, die auf dem amerikanischen Kontinent leben, 4,656.000 in den Vereinigten Staaten und in Kanada leben. Der Rest von 447.720 verteilt sich auf alle übrigen Länder Amerikas, wobei in Argentinien allein 300.000 Juden leben. Ein Dollfuß-Wald in Nazareth Laut Mitteilung des offiziellen Organes der Vaterländischen Front ist auf dem Boden des österreichischen Hospizes in Nazareth ein Wald gepflanzt worden, welcher zum Andenken an den Kanzler Dollfuß nach diesem benannt wurde. Der Waid umfaßt die stattliche Anzahl von 6000 Bäumen, von denen ein Teil von der Baumschule der britischen Mandatsregierung beigestellt wurde. Anläßlich der Einweihung des Dollfuß- Waldes wurden Tafeln mit dem Österreich!- sehen Kruckenkreuz an einer „Dollfuß-Eiche“ angebracht. An der Feier beteiligten sich außer dem österreichischen Generalkonsul Doktor J o r d a ln Palästina ansässige österreichische Juden. Dasäelbe Blatt berichtet über die Gründung einer österreichischen Vaterländischen Front in Palästina mit dem Sitze la Jerusalem.

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