Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 629 (19.3.1937)
- Date
- 1937-03-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit# Z Otl STIMM! Wien, Freitag, 19. März 1987. — Nr. 629. Der dreiste Diebstahl, der seinesgleichen bisher sogar in Palästina nicht hat, hat in Militärkreisen große Erregung hervorgerufen. Es wurde festgestellt, daß die Bomben noch vor etwa zwei Wochen entwendet wurden, der Abgang wurde erst am letzten Samstag entdeckt. Die Spuren der Diebe führen in eine arabische Terrorzentrale. Die Untersuchung wird von Militär und Polizei gemeinsam geführt. Ein Araber wurde verhaftet. Die Meldung wirft ein sonderbares Licht auf die militärische Organisation in Palästina. Was ist das für ein Militärmagazin, in dem der Abgang von 1000 Handgranaten zwei Wochen lang unentdeckt bleibt! ATEMR Al/BENP / Qeßotetu I AUE RSTÄfcKm'lV/eRVEW VCREUZtff/s/o Bombenanschläge in Tiberias Auf ein jüdisches Haus in der Altstadt von Tiberlas wurde nachts eine Bombe geschleudert, wodurch einer der Bewohner leicht verletzt und das Haus teilweise zerstört wurde. Außerdem wurden in der Nacht Schüsse auf die Badeanstalt ln Tiberias abgegeben. Heute abend gelangten im jüdischen Viertel der Stadt wiederum zwei Bomben zur Explosion, die unbedeutenden Sachschaden verursachten. Verletzt wurde niemand. Auf das jüdische Viertel in Safed sowie auf die Siedlungen M i z p a h und R o s c h P i n a h wurden mehrere Schüsse abgefeuert, die jedoch niemand trafen. Viele wissen es nicht..! daß auch heuer zu Pessach die vorzüglichen Eisen Feinwurst und Selchwaren HDD StP *1IP 3 in allen Filialen und Verkaufsstellen zu haben sind Engros-Versand: II., Rotensterng. 12 Tel. R 47-0-80 Brandstiftung An der Grenze zwischen Jaffa und Tel-Aviv wurde eine große jüdische Tischlerwerkstätte niedergebrannt, der entstandene Schaden wird an! über 10.000 Pfund geschätzt. Die Polizei verhaftete den arabischen Wächter der Tischlerei, der verdächtig ist, mit den arabischen Brandstiftern gemeinsame Sache gemacht zu haben. Das beste österreichische frseugnlst in Geschmack und Bekömmlichkeit unerreicht I Strum*Mazzoth Strum-Mazzoth Strum-Mazzoth eine von vielen Tausenden anerkannte Spezialität — eine besonders wohlschmeckende Delikatesse Strums runde Mazzoth eine Delikatesse Verlangen Sie überall nur STRUM-MAZZOTH Grieß und Farvel Erzeugung: Wien, ll.9 Rotensterngassel 1 Telephon R 46-5-08 Weiset auslBnd. Masxoth-Erzeugnlsse zurück Garantiert frische Ware — Erzeugung 1987’ Die vorzüglichen „Strum-Mazzoth" werden unter ständiger Aufsicht des ehrw. Rabbinats der Israel. Kuitusgemeindo erzeugt. Die genaue Einhaltung streng orthodoxer Kaschruth-Vorschriften wird von deiner BhrwUraen Herrn Rabbiner B «bad überwacht. Die Erzeugung erfolgt mit eigens konstruierten, patentamtlich beschützten Maschinen (Öfen) auf elektrischem Wege mit fachmännisch geschulten jüdischen Arbeitern jewish Agency an die Regierung Jerusalem, 14. März. (Palcor.) Das Mitglied der Exekutive Ben-Gurdon, begleitet von Bemard Joseph vom Politischen Departement der Jewish Agency, hatte heute eine längere Besprechung mit dem Stellvertreter des High Commissioner Hatihoroe Hall über Fragen der Sicherheit. Er fordete eine grundlegende Änderung des Sicherheitswesens inn Norden des Landes im Sinne einer sofort durohzufilhrendetn Stärkung der Polized und der Schaffung größerer Selbstverteidigungsmögliohkeiten für die jüdische Bevölkerung, ferner strengere Maßnahmen gegen Verbrecher sowie eine Reform der Gerichtshöfe, die die schnellere Abwicklung der Prozesse und die wirksamere Bestrafung der Mörder, Räuber und Agitatoren gewährleisten würde. Die Exekutive der Jewish Agency in London bat der Regierung gleichlautende Forderungen unterbreitet. JOSEF LEITMANN VORM. PAUL PLANER A. G., WIEN, II., PRATERSTR. 17 TELEPHON R 47-5-10 Elekfromaterial / Radio-Apparate / Beleuchtungskörper / Dauerbrandöfen / Gas-Apparate Sprechmaschinen / Elektro Kosmetik / Elektro-Apparate / Glühbirnen in allen Stärken stets lagernd Befugte Radio-Reparaturwerkstätte -k Günstige Tauschgelegenheiten u Bequemes Teilzahlungssystem Das Mandat gilt nicht in Palästina! Jerusalem, 14. März. (Palcor.) In einem Prozeß gegen einen arabischen Mohammedaner, der stich gegen die mohammedanischen Religionsgesetze vergangen hatte, entschied das Berufungsgericht, daß die palästinensischen Gerichtshöfe lediglich durch die Regierungsverordnungen und die am 1. November 1914 geltenden türkischen Gesetze gebunden seien, nicht aber durch die Bestimmungen des Mandates. In juristischen Kreisen ist man der Ansicht, daß auf Grund dieser Entscheidung die britische Regierung Gesetze erlassen kann, die im Widerspruch zum Mandat stehen, jedoch in den Gerichtshöfen nicht angefochten werden können. Wauchope bricht den Urlaub ab London, 15. März (JTA.). Der High Coramissioner für Palästina, General Sir Arthur Wauchope, der jetzt seinen Urlaub in London verbringt, hatte vor wenigen Tagen angekündigt, daß er mit Rücksicht auf die andauernde Unruhe in Palästina seine Rückkehr in sein Amt beschleunigen wolle und am 19. März mit Aeroplan aus London abfliegen werde. Infolge der erneuten Terrorfälle am letzten Wochenende hat der High Commissioner seinen Urlaub sofort abgebrochen und sich nach Palästina eingeschifft. Was wird die Kommission berichten? GRABSTEINE in würdige* (OAM AUS 0 E N WERKSTÄTTEN WULKAN u NEUBRUNN «.RENNWEG 110- ST. MARX * SEIT tt(fl ■BBBmKaamMMBEBBMB■■■■■ Garnison nach Tiberias Jerusalem, 15. März (JTA.). Im Hinblick auf den erneuten blutigen Terror in Nordpalästina wurden in diesem Teil des Landes militärische Verstärkungen, darunter eine Jagdflugzeugstaffel, abkommandiert. Insbesondere erhält die Stadt Tiberias eine größere Militärbesatzung. Der Sekretär des arabischen nationalen Ausschusses in S a f e d, der wegen terroristischer Umtriebe verhaftet werden sollte, ist im letzten Augenblick geflüchtet. Es wurde gegen ihn ein Steckbrief erlassen. Die infolge der letzten Unruhen in Haifa verhafteten und in die Zitadelle von Akko gebrachten Araber sandten Protest telegramme gegen ihre Verhaftung an die arabischen Könige, den Obersten Arabischen Ausschuß und an den stellvertretenden High Commissioner. PENSION ECKSTEIN-SiMiM neu renoviert Das Herz- und Frauenheilbad Bad Tatzmannsdorf (Burgenland) eröffnet die diesjährige Kursaison am 11. April. Neu errichtetes Elektro- Kardiographisches Institut und Röntgeninstitut. Volle Pension in der Vorsaison einschl. aller KurbädeT. auch Moorvollbäder S 75.— und S 80.— wöchentlich. Prospekte und Auskünfte: Kurkommiesion, Kurbad A. G., Gemeinde, Verschönerungsverein und einzelne Privatzimmer- Vermieter in Bad Tatzmannsdorf. Für die Kurbad A. G. auch Heilbäderverband, Wien, I., Nibelungengasse 1, und Reisebüro „City“, Wien, L, Kohl markt 8, Von arabischer Seite wird nach Informationen eines „großen guten Freundes“ in London ein Bericht über den Inhalt des Exposes verbreitet, das die Königliche Kommission angeblich bereits ausgearbeitet hat. Der Bericht läuft darauf hinaus, daß die Kommission eine Einschränkung der Einwanderung vorschlägt. Es wird abzuwarten sein, inwieweit diese Mitteilung auf Wahrheit beruht. Wir glauben aber trotzdem einiges daraus mitteilen zu sollen: Die Landeskonferenz hat bekanntlich die Intensivierung der Werbung für den Landesverband und seine Zeitung, „Die Stimme“, beschlossen. Dementsprechend haben wir den Monat März als besonderen Werbemonat für unser Blatt ausersehen. Es ist jedem Zionisten klar, wie notwendig und wichtig die Verbreitung der zionistischen Zeitung für die zionistische Idee ist. Wir zweifeln nicht, daß diese Einsicht allein genügen würde, alle Zionisten zur Arbeit für unser Blatt anzuspornen. Aber wir haben uns entschlossen, erfolgreiche Arbeit mit weetuolt&t hsüs&t anzuerkennen. Es erhält der, der uns einen neuein Jahresabonnenten oder zwei neue Halbjahresabonnenten bringt, Theodor Herzls Buch „Alt* Neuland*1 In Leinen (Ladenpreis 8 7*80* Die Kgl. Kommission werde, so heißt es in der arabischen Information, die Schuld an dem Ausbruch der Unruhen weder den Judennoch den Arabern zusohieben. Auch sei eie der Ansicht, daß Versäumnisse der Regierung nicht direkt die Unruhen verschuldet hätten. Die Unruhen seien durch die Agitation der arabischen und jüdischen Extremisten, durch Gerichte über einen großen jüdischen Waffensohmuggel, durch die Furcht der Araber Wer zwei Jahres- oder vier neue Halbjahresabonnenten bringt, erhält als Preis nach Wahl einen Band Josef Kastein: „Herodes“, „Uriel da Costa*1 oder „Jerusalem, die Geschichte eines Landes** (Ladenpreis S 12*60). Wer schließlich vier Jahres- oder acht Halbjahresabonnenten bringt, bekommt als Preis Adolf Böhms „Geschichte der zionistischen Bewegung“ (Neuauftage, Ladenpreis S 22.60) oder Heines Werke in zehn Bänden (Ganzleinen, Tempel- Verlag, Ladenpreis S 3S«—)• Wir betonen: Diese Preis» gelten nur für Werbungen von Abonnenten, die spätestens bis 31 März 1937 in unserer Administration angemeldet und nachgewieeen werden. Monat März: füt „Die SUmm" vor einer großen jüdischen Einwanderung und dem Verkauf von Boden an Juden und der Ansicht, die Regierung sei nicht willens, all dem entgegenzutreten, horbeigeführt worden. Die Kgl. Kommission werde zu folgenden Schlußfolgerungen kommen. Eine vollständige Einstellung der jüdischen Einwanderung komme nicht in Betracht, weil dies gegen das Mandat und die Balfour-Deklaration verstoßen würde. Anderseits habe England die Verpflichtung, die Interessen der Araber ausreichend zu berücksichtigen und ihre bürgerlichen Rechte zu schützen. Falls die Araber im Lande eine Minderheit werden würden, würden diese Rechte beeinträchtigt werden. Das Mandat selbst spreche nicht davon, daß eine arabische Mehrheit dauernd im Lande bestehen solle. Das sei aber eine Selbstverständlichkeit, die das Mandat nicht habe besonders hervorzuheben brauchen. In wirtschaftlicher Hinsicht komme der Bericht zu der Schlußfolgerung, daß die Wirtschaft Palästinas auf der Zitru&kultur und der Bauindustrie beruhe. Die Entwicklung der Zitruswirtschaft habe die Hoffnungen, die man gehegt habe, enttäuscht. Auch die Bauindustrie könne unter der allgemeinen Finanzkrisi« leiden. Man könne sich auf diese beiden Grundlagen der Palästinawirtschaft nicht mehr verlassen, insoweit die Jewish Agency daraus einen Einfluß auf die Größe der Einwanderungs-Schedule ableite. Es sei notwendig, die jüdische Einwanderung zu begrenzen, Generalversammlung der Mercurbank Am 16. d. M. hat die 49. ordentliche Generalversammlung der Mercurbank stattgefunden. Der vorgelegte Rechnungsabßchl”ß pro 1936 wurde genehmigt. Von dem ausgewiesenen Gewinne per S 634.120-32 wird ein Betrag von S 450.000-— zur Dotierung des Reservefonds II verwendet und der Rest auf neue Rechnung vorgetragen. Die Generalversammlung hat die Neuwahl der Herren Bergrat Dr. Ing. Otto Böhler, Kommerzialrat Dr. Ludwig Eerberth und Alfred Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst, sowie die Wiederwahl des Herrn Dr. Ing. e. h. Dr. jur. Otto Kclmper in den Verwaltungsrat vorgenommen. E Zum siebzigsten Geburtstage von Professor Samuel Krauss ist soeben in Jerusalem eine hebräische Festschrift erschienen: D'np fwöP iiDönof? nao herausgegeben von seinen Freunden, Mitarbeitern und Schülern. Das 352 Seiten starke Werk enthält Arbeiten von Elbogen, Albcck, Aptowitzer, BOchler, Brody, Bergmann, Gutmann, Torczyner, Jellin, Patai, Zimmels, Klausner, Klein, Kristianpoller, Murmelstein usw. Diverse Illustrationen und Tafeln sind dem Werke beigegeben. Einleitend eine Biographie des Jubilars von Professor Klausner. Preis, broschiert ö. S 15*— In Leinen-Band „ „ 18-— Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Verlag Rubin Mass, Jerusalem, Palästina, P. O B. 887. Oberrabbiner Dr* Israel Taglicht 75 Jahre alt Oberrabbiner Dr. T a g l i c h t war anläßlich seines 75. Geburtstages Gegenstand vieler Ehrungen. Die Israelitische Kuitusgemeindo richtete an Dr. Taglioht ein Glückwunschschreiben. Dr. Taglicht genießt als Kanzelredner und Gelehrter einen bedeutenden Ruf. Wir gratulieren Herrn Hermann Neumann u. Frau zur Vermählung ihrer Tochter jDipl. Kfm. Dr. Amalie und wünschen herzlichen DUD Verein „Ohel Mosche“ Rabbiner M. Zlmmermann-Fläscher, Berlin, Bprioht am Sabbath-Hagadol, Samstag, den 20. ds., um 4 Uhr nachmittags in der Synagoge Beth-Israel, II., Leopoldsgasee 29, über dos Thema „Minjauäh-Diumah“. Richtigstellung. In unserer letzten Nummer war eine Nachricht über den Tod des Juweliers Rabinowitsch enthalten. Irrtümlicherweise war der Vornamo des Toten mit Benno angegeben. Wir stellen fest, daß Herr Jakob Rabinowitsch gestorben ist. Benno heißt sein Sohn, der sich der besten Gesundheit erfreu*.