Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 627 (12.3.1937)
- Date
- 1937-03-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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Salle Z Ml STIMME Nr. G27. — Wien, Freilag, 12. März 1937. Transjordanien bleibt weite: verschlossen London, 10. März. (JTA.) ln Beantwor tun.gr einer Anfrage dee Abgeordneten Com niander Oliver Lockcr-Lampson er klärte der Kolonienminister Ormsby Gore im Unterhaus, was die Ansiedlun von Juden in Transjordanien betreffe, so bleibe die Lage weiterhin so, wie sie vom früheren Kolonienminister geschildert wurde Das Palästinamandat finde auch auf Trans Jordanien Anwendung und habe stets darauf Anwendung gefunden, mit Ausnahme ge wisser Bestimmungen, darunter de über die Errichtung eines jtidi sehen N a t i o n a 1 h e i m ß. Die Zahl der Einwohner Transjordaniens gab der Mini ster schätzungsweise mit 300.000 bis 320.000 an. Für daß laufende Jahr seien folgende Ausgaben aus Mitteln des Vereinigten Königreiches vorgesehen: 55.000 Pfund al Zuschuß für die Zivilverwaltung. 7000 Pfund für die Gehälter und Ausgaben des briti sehen Residenten und seines Stabes und 147.000 Pfund als Beitrag für das tranß jordanische Grenzkorps. In derselben Sitzung beantwortete der Unterstaatssekretär im Außenamt, Lord Cranborne, eine Frage von Sir Nicholaß Grattan-Doyle über arabische Rundfunksendungen aus Ägypten dahin, daß nach seiner Kenntnis von keinem' ägyptischen Sender unerwünschte für Palästina bestimmte Sendungen in arabischer Sprache verbreitet -wurden. Fahrräder 1937 Nähmaschinen auch segen Teilzahlung XX., LiechtcnstrlnstraBe 27 SV.. Wiedner ffaunJurfraBe R Nurok nach Uganda versetzt Jerusalem, 11. März. Der stellvertretende Chefsekretär bei der Palästinaregierung M. Nurok, der bekanntlich Jude ist, wurde in der gleichen Eigenschaft nach Uganda versetzt n Haarez" verboten Die hebräfeehe Tageszeitung „Haarez“ wurde wegen Veröffentlichung eines Artikels. in dem von den Jerusalemer Zwischenfällen am. Samstag die Rede war, für eine Woche verboten. Restaurant Rillet Bestrenommierte Küche Reichhaltige Menüs a 5 1"90 u.2"6C ll.fHammerpurgstal'gasse3 (nächst Sa’ztorbrüdte' Aufruf des Offiziersverbandes Jerusalem, 6. März. Der über 300 Mitglieder zählende Verband ehemaliger jüdischer Offiziere in Palästina veröffentlicht einen Aufruf, in welchem im Hinblick auf die Erneuerung der arabischen Terrorwello das elementare Recht der Juden in Palästina, ihr Leben und ihre Ehre zu schätzen, unterstrichen wird. In dem Aufruf heißt es weiter: „Ebenso wie wir auf den Schlachtfeldern des Weltkriege« unser Blut vergießen durften, werden wir ehemalige jüdische Offiziere unser Leben auch für unser Vaterland und unser Volk ln Erez Israel zu opfern wissen.“ «mimiiiimiimiiinmmnmmnimmmnmmnimtmflmnnttimmnmitmnimmiiimmimnimi Den Abschluß der Ballsaison wirst auch du morgen im Sophiensaal milmachcn wollen.1 Unter hunderten schonen Masken wirst mich du die richtige nach deinem Geschmack finden. Die zahlreichen prominenten jüdischen iinstier He beim Non-stop-Kabarett werden auch dir gef(dlen mit wirken, unä in den Zellen, die unsere Bühnenlieblinge bedienen, wirst du sicherlich manches nach deinem Geschmack entdecken! Karten bekommst du zum Preise von S 5.— bei allen Mitgliedern des JKJ. und der Jung-Wizo-Mlnam, in der KuUurstelle, im Komiteelokal, Bauernmarkt 8, und in allen Kartenbüros. Studentenkarten zum Preise von S 3.50 nur /., Bauernmarkt 8. Monat März; 1$//OlC' ${%4AA44i’€' Die Landeskonferenz hat bekanntlich die Intensivierung der Werbung für den Landeßverband und seine Zeitung, „Die Stimmo“, beschlossen. Öementsprrclieud haben wir den Monat März als besonderen Werbe monat für unser Blatt ausersehen. Es ißt jedem Zionißten klar, wie notwendig und wichtig die Verbreitung der zionistischen Zeitung für die zionistische Idee ist. Wir zweifeln nicht, daß dieee Einsicht allein genügen würde, alle Zionisten zur Arbeit für unser Blatt anzuepomen. Aber wir haben uns entschlossen, erfolgreiche Arbeit mit wezluoMetv Preisen anzuerkennen. Es erhält der, der uns einen neuen Jahresabonnenten oder zwei neue Halbjahresabonnenten bringt, Theodor Herzls Buch „Alt- Neuland“ in Leinen (Ladenpreis S 7*80. vier neue Halberhält als Preis Wer zwei Jahres- oder jahresabonnenten bringt, nach Wahl einen Band JoseS Kasteln: „Herodes“, „Urtel da Costa“ •der „Jerusalem, die Geschichte eines Landes“ (Ladenpreis S 12.60). Wer schließlich vier Jahres- oder acht Halbjahresabonnenten bringt, bekommt^ ate Preis Adolf Böhms „Geschichte des Zionismus (Neuauflage, Ladenpreis S 22.60). oder Heines Werke in zehn Bänden (Ganzleinen, Tempel- Verlag, Ladenpreis S 35.—). Wir betonen: Diese Preise gelten nur für Werbungen von Abonnenten, die spätestens bis 31. März 1937 in unserer Administration angemeldet und nachgewiesen werden. skkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkk^ Vort re f f I i di -Mazzoth Orientbund und Panarabismus Auf Initiative der Türkei wurden in der jüngsten Zeit lebhafte Verhandlungen über die Schaffung eines Bundes der orientalischen Länder geführt Diesem Bunde sollen beitreten: die Türkei, Iran (Persien), Afghanistan, Irak und möglicherweiße auch das Königreich Ibn Sauds. Die panarabische Presse Syriens und des Irak sieht in dieser türkischen Initiative eine sehr ernste Gefahr für den panarabischen Gedanken. Die arabischnationalistischen Zeitungen in Syrien weisen darauf hin, daß die türkische Gefahr nicht nur die syrischen Gebiete von Alexandrette und Aleppo, sondern auch alle arabischen Staaten bedroht, und appellieren an dio arabischen Länder, dem Orientbunde nicht beizutreten, sondern sich zu vereinigen und sich gegenseitig bei der Abwehr der türkischen Rüstungspläne zu helfen. „Die türkische Regierung“, so schreibt die syrische Presse, „hat vor *d e r arabischen Einheit Angst und beeilt sich infolgedessen, den Orientbund zu schließen und in ihm außer Iran und Afghanistan auch die arabischen Länder Irak und Saudia hineinzuziehen. Dieser Bund wird ein schwerer Schlag für Syrien wie für Irak sein.“ werden unter Aulsicht des ehrw. ortn. Rabbinates der Israel. Ku tu«;- gemehde, Wien, Oberrab. Babad, erzeugt Y3K3 P)DV KWV3 CPD DDinn Vortrefflich-Mazzoth brauchen keine Reklamemärdien, um populär zu werden. Durch ihre QuallMt allein führend vor allem andern, weil sie aus feinstem 0 gr. Weizenmehl, auf echten Spezial-Lehmöfen gebacken sind. Billigkeit trotz prima Qualität, weil keine großen Ausgaben für Reklame und Aufmachung, das Prinzip ist: täglich frisdie Vortrefflich “Mazzoth, Grieß, Mehl, Farwel F und Patent (Reibach). Verkaufsstellen in allen Bezirken p Wiens. In der Fabrik kein Detail-Verkauf. Kosten Sie und Sie sagen: Vortrefflich nur Vortreffiich- Mazzothprodukte zu Pessach! JOSEF LEITMANN VORM. PAUL PLANER A. G„ WIEN, II, PRATERSTR. 17 TELEPHON R 47-6-10 Elektromaterial / Radio-Apparate / Beleuchtungskörper / Dauerbrandöfen / Gas-Apparate Sprechmaschinen / Elektro Kosmetik / Elektro-Apparate / Glühbirnen in allen Stärken stets lagernd Befugte Radio-Reparaturwerkstätte ★ Günstige , Tausc.hgelegenheiten * Bequem es Teil- Zahlungssystem Die „armen“ Araber In der Zeitschrift „Palestine and the Middle East“ („Palästina und der mittlere Osten“) schreibt Z. Abramovitsc-h über die industriellen Fortschritte der Araber seit dem Beginn der zionistischen Kolonisation: „Die Industriezählung dt« Jahres 1928 registrierte 10.000 Personen, die in arabichen Fabriken und Werkstätten arbeiten.. Das investierte Kapital betrug 1,100.000 Pfund. Mehr als die Hälfte der Industriestätten war nach dem Weltkrieg entstanden. Die Zählung des Jahres 1931 ergab schon 20.000 Personen in Industrie und Handwerk (ausgenommen Bauunternehmen) und das investierte Kapital hatte ßioh auf 2,500.000 Pfund, also mehr als verdoppelt. Einige dieser arabischen Industrien haben eine gewisse Wichtigkeit erreicht, eo die Bau-, Zigarettenindustrie und andere. Alle diese Unternehmungen sind typische Beispiele eines primitiven, kolonialen Kapitalismus und basieren auf niedrigen Arbeitslöhnen und langer Arbeitszeit. Den Hauptaufschwung zeigt aber dio Pflanzungsindustrie. Die arabischen Zitruskulturen haben sich in der Zelt von 1921 biß 1935 von 20.000 Dunam auf 135.000 Dunam fast versiebenfacht und repräsentieren heute einen Wert von 6,500.000 Pfund. Dio arabischen Bananenpflanzungen betrugen gegen 60 Dunam im Jahre 1921 heute zirka 3000 Dunam, die Aprikosenpflanzungen im Jahre 1930 — 5000 Dunam, heute 16.000 Dunam. Durch die arabische Bautätigkeit wurden in den Jahren 1924 bis 1927 jährlich 200.000 Pfund investiert, in den Jahren 1932 bis 1935 jährlich 1,000.000 Pfund. Die arabischen Bankdepositen steigen ständig, zum Beispiel: 1933 — 2,000.000 Pfund, derzeit betragen sie 4,000 000 Pfund. Die arabischen Banken hatten im Jahre 1930 ein Eigenkapital von 15.000 Pfund, heute von 105.000 Pfund. Vor dem Weltkrieg erhielt ein arabischer landwirtschaftlicher Arbeiter einen Tageslohn von 1 Bishlik (6 Pence). Im Jahre 1927 betrug der durchschnittliche Tageslohn, im reinarahischen Distrikt von Hebron, also abseits der jüdischen Einflußsphäre, 30 bis 40 Mills (8 bis 10 Pence), in der Gegend zum Beispiel von Jaffa und Ramleh, die jüdischem Siedlungsgebiet näherliegt, 80 biß 100 Mills (1 Shilling 6 Pence bis 2 Shilling) täglich. Der Araber aber, der in jüdischen Plantagen arbeitet erhält 100 bis 120 Mills (2 Shilling bis 2 Shilling 6 Pence täglich.“ Diese aufschlußreichen Ziffern dokumentieren am besten, wie sehr das zionistische Aufbauwerk die arabischen Interessen fördert. Rechtsgleichheit aller Bürger in Jugoslawien Belgrad, 9. März. (JTA.) Während der Budgetdebatte im jugoslawischen Parlament hielt der antieemitische Abgeordnete Doktor Milan B a n i c eine Rede, in der or behauptete, der jüdische Einfluß wirke sich schädlich auf dio jugoslawische Kultur aus. Insbesondere beanstandete es der Abgeordnete, daß eine der bedeutendsten jugoslawischen Verlaganstalten, die die Werke der führenden jugoelawischen Schriftsteller hermsgibt, unter jüdischer Leitung steht. Die Angriffe des Abgeordneten wurden von dem Kultusminister S v e t k o v i c in seinem Schlußwort zurückgewiesen. Die königliche Regierung, erklärte der Minister, kann und wird es nicht zulassen, daß unser Leben von der Straße beherrscht wird. Es wird der Presse, die der Straße dient, nicht gelingen, das Hauptlundament zu erschüttern, auf dem Jugoslawien steht: volle Gleichberechtigung für alle anerkannten Religionen und Rassegruppen, die mit uns auf diesem Boden leben. Der Vorstoß des Abgeordneten Banic wird auch in den maßgebenden Zeitungen Jugoslawiens verurteilt. Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß die Gruppe des Abgeordneten Banic insgesamt alte drei Mitgliedern besteht, die ironisch als die „Drei Musketiere“ bezeichnet werden. ► fr» -tTTVVTTVyWTVVTVVVVVVVVVYTVWV Iraks Aufbauprogramm Der neue Ministerpräsident Iraks, Sayid Hikmet Suleimnn, will hinter den Reformen der Türkei und Iran« nicht zurückstehen und er will daß einst eo fruchtbare Land zwischen Euphrat und Tigris wieder fruchtbar machen.- Der Boden ist kultivierbar. Daß Land aber ist regenlos und durch acht Monate der brennenden Sonne ausgesetzt. Nomaden und Halbnomadcn wirtschaften dort patriarchalisch. Der Plan Hikmet Süleimans geht daher vor. allem darauf aue, ein Bewässerungssystem einzurichten und die Bevölkerung seßhaft za machen. Auch Industrien sollen begonnen werden, zunächst Spinnerei und Weberei,-und die projektierte Eisenbahn von Bagdad nach' Mossul und Tel Kutschuk 6oll in zwei Jahren fertiggestellt werden. Straßen sollen gebaut und de? Flußverkehr entwickelt wer--; den. Ein Schulwesen ßoll das ganze Land überziehen, und ein Institut für die Heranbildung von Lehrern wurde bereits eröffnet. Die Armee, dio zwei Divisionen zählt, soll nicht vermehrt, aber ihre Ausrüstung soll verbessert und insbesondere die Luftwaffe vermehrt werden. Dieses Programm wird viel Geld verschlingen und der neue Ministerpräsident hat auch diesbezüglich seine Pläne. Die durchschnittlichen Staatseinnahmen in den letzten drei Jahren betrugen 3,700.000 Pfund, die Ausgaben 3,600.000 Pfund. Der Import in derselben Periode betrug durchschnittlich 6,100.000 Pfund, der Export 3,400.000 Pfund. Die Haupteinnahmen der Regierung fließen aus den ölkonZessionen. Sie bewegen sich in aufsteigender Linie und betragen ungefähr 500.000 Pfund im Jahr. Wenn Irak unter Zuhilfenahme einer Anleihe sein Aufbauprogramm durchführt, kann das Land in absehbarer Zeit europäisiert werden. Es ist wichtig, zu wissen, daß die neue Regierung des Irak nicht antijüdisch eingestellt ißt. Mitteilungen des Baaleh Mikm zoah Der Ilebräischkurs beginnt Montag, den 15. Mürz, pünktlich um 8 Uhr, in der Novaragasse 29 im Hofe rechts. Die für diesen Kurs gemeldeten Mitglieder werden aufgefordert, pünktlich zu erscheinen. Letzter Antneldungstermin für diesen Kurs Freitag, den 12, ds., in Unserem Sekretariat, Marc-Aurcl-Straße 5. Wir beginnen in Kürze einen neuen Kurs über Zionistische Geschichte. Interessenten hiefür melden sich in unserem Sekretariat. Die Mitglieder werden aufgefordert, sich unserem Sekretariat für die Pessachaktion des Jüdischen Nationalfonds zu melden. Die Schekelaktion hat bereits begonnen. Die Mitglieder werden aufgefordert, sich zioecks Entgegennahme von Schekelheften in unserem Sekretariat einzufinden. Sprechstunden des Vorstandes jeden Freitag von 12 bis 1 Uhr, Marc-Aurel- Straße 5, beim Referenten Ing. Kende. Sliemen Olivenöl, Spciso-Ole und Toilottoseifon haben, dank dor güten Qualität, den Weltmarkt erobert, und zu Ostern darf es kein jüdisches Ilaus ohne S h c m o n - P r o d u k t P geben, denn diese erhalten dio Gesundheit der Familie. Die Näizleerung der KerenKaiemeth Büchsen 14.-21. März