Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 625 (5.3.1937)
- Date
- 1937-03-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 625. Wien, Fr et tag, 5. März 1937. Dil ITIMMI Seit« 5 Bcffl desftlakUaU ix 6. März 1937 in den Sälen des Ingenieur- und Ardiitektenvereins, I., Eschenbachgasse Nr. 9 Beginn 7>9 Uhr »Elite Kiddies« Künstlerische Einlagen Südafrika weist Einwanderer aus Johannisburg, 3. März. Die Jüdische Telegraph en-Agentur erfährt, daß die Einwanderer, die nach dem 1. Februar 1937, dem Tage des Inkrafttretens des neuen ßüdafrikanischen Emwaodenmgsgesetzes, im Land gekommen sind und eine vorläufige Landungserlaubnis erhalten haben, in der Gefahr schweben, biß Ende April ausgewiesen, zu werden. Jedenfalls ißt über den 30. April hinaus keine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung erteilt worden. Der Einwanderungsausschuß hat Weisung! erhalten, die B'Stimmungen des neuen EinwanderungsgßSetzes mit äußerster Strenge durch zu führen. Der Ausschuß hat über 93 Prozent der Anträge auf dauernden Aufenthalt ab gelehnt. Wie es heißt, handelt es sich um etwa 200 bis 300 Einwanderer, die bei der Handhabung der neuen Bestimmungen das Land verlassen müssen. Der größte Teil von ihnen ißt jüdisch. große, besteingeführte l’Jli Reichhaltiges Sortimentslager, 16.000 Leihbände moderner Literatur, 450 Abonnenten, 2 Konzessionen, sehr großes, mietergeschütztes Lokal, 2 große Schaufenster, langjähr., grundbücherlich einverleibter Bestandvertrag, in bester Lage der Hauptstraße eines inneren Bezirkes, Stadtnahe. Eventuell mittätige Beteiligung. Zuschriften unter „Aus persönlichen Gründen“ an die Expedition des Blattes. - Die „Union österreichischer Juden“ hat in ihrer sattsam bekannten Beschwerde an den Bürgermeister von Wien und dann im Wahlkampf behauptet, sie habe infolge des Umstandes, daß auch die ausländischen Juden das Wahlrecht besitzen, dio Majorität im Vorstand der Kultusgemeinde verloren. Nach der Wahl hieß es, die Zionisten hätten ähren Wahlerfolg’ den Stimmen der ausländischen Juden zu verdanken. Und in einem Artikel der „Wahrheit“ vom 18. Dezember 1936 bezeichnet« sich die Union als die ' jüdisch-österreichische Minorität in der Wiener Kultusgemeinde. Das Steueramt der Kultusgemeinde hat nun auf Gnmd amtlicher Erhebungen eine Statistik über die Staatsangehörigkeit der 31.710 Kultusgemeinde-Wähler ausgearbeitet, die das Wahlrecht ausgeiibt haben. Diese Statistik ergibt, daß die österreichische Staatsbürgerschaft 26.430 Wähler (83%) besitzen, die polnische Staatsbürgerschaft 2343 Wähler (7.3%), die tschechische Staatsbürgerschaft 1234 Wähler (3.8%), die ungarische Staatsbürgerschaft 607 Wähler (1.9%), die rumänische Staatsbürgerschaft 324 Wähler (1%), die reichsdeutsche Staatsbürgerschaft 84 Wähler, die jugoslawische Staatsbürgerschaft 47 Wähler, dio russische Staatsbürgerschaft 46 Wähler, Amerikaner sind 16 Wähler, diverse 71 Wähler, staatenlos sind 167 Wähler, dio Staatsbürgerschaft ist nicht ersichtlich bei 30 t Wählern. Diese amtliche Statistik ist ein vernichtendes Urteil über die Wahlmanöver der Union. PERM ECKSTEIN-Mnt neu renoviert Kohzert Sarah Goldstern Sarah Goldstein sang im Ehrbahrsaal Volkslieder in sieben Sprachen. Ihr Vortrag ist hochmusikalisch und hat solche rhythmische Spannung, daß dev Zuhörer sofort ffftfansen genommen, wird. Die Interpretation ist absolut realistisch und, und so kommt es, daß die Sängevin sogar das Portamonto des Laien anwendot, was zum Beispiel bei einem russischen Wiegenlied von berückendem Heiz Ißt. Außer hebräischen und spaniolischen Liedern waren noch russische, rumänische, spanische, italienische, französische und englische Volkslieder zu hören. Es war ein wunderbarer Abend und man würde sieh freuen, diese .Meißlerin dos Volksliedes recht bald wieder zu hören. s. h, Redner Dozent Dr. K. J. Grau aus Jeru- ' . salem, der im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für die Hebräische Universität Jerusalem in Wien eine Reihe von Palästina-Vorträgen gehalten hat, übersendet uns den nachstehenden Artikel, der zugleich als ein A bechiedsgruß an seine Freunde gedacht ist. Ich habe während meines Aufenthaltes in Wien vielerlei Reden angehört und, wie ich sagen muß, selbst viel gesprochen. Mir will scheinen, daß wir im Grunde alle dazu neigen, viel zu reden, aber wenig über Sinn und Zweck des Redens nachdenken. Gerade darum seien mir hier einige Bemerkungen dazu erlaubt, die vielleicht trotz ihrer Kürze als Anregung dienen können: Wie in seiner Handschrift, tu) enthüllt der Mensch sein Inneres auch durch die Form seiner Rede. Der geübte Analysator vermag den Charaktertyp des Menschen sowohl aus den Zügen seiner Schrift wie aus der Form seiner Rede zu erkennen. Aber unabhängig vom Charaktertyp — rein in Bezug auf die Rede selbst, das heißt auf äußere und innere Formung und Gestaltung des Ausdrucks, gilt es, grundsätzliche Typen zu unterscheiden. Da ißt der Typus des akademischen Redners, dem der Zweck, in möglichst klarer und geordneter Form Wissen zu vermitteln, allem andern voransteht und der darum bewußt auf jeden äußeren Schmuck der Rede, als die Erreichung des Zweckes störend, verzichtet. Er gibt den Inhalt, belehrend, erklärend, zur Weiterarbeit auffordernd — nur das. Er stellt das Objekt über sein Subjekt. Reden ist ihm gleich Belehren. Daneben stellt scharf umriseen der Typus des Propaganda-Redners, in seinen beiden Schattierungen des mehr d e m a g ogisch-verführenden oder des mehr ideologisch-erzieherischen Typus. Ihm steht die Wirkung — das, was nach seinem Willen auf Gnmd der Rede im Innern des Hörers sich formen oder umformen soll — obenan. Rede ist ihm Mittel zum Zweck; Zweck ist die Wirkung, vor allem auf das Ge-' fühl. Und mag er die Zweckgerichtetheit auch mehr oder minder geschickt verhüllen — sie ist es doch, die seinem Reden das Gepräge gibt. Er stellt mithin sein Subjekt in den Dienst eines außerhalb seiner selbst liegenden objektiven Zweckes. Reden ist ihm Werben. Der dritte Typus ist der literarischästhetische Redner in seinen beiden Formen des intellektualistischen oder des romantisierenden Typs. Seine Rede ist gleichsam gesprochene, wortgewordene Schrift. Ihm zuzuhören ist, als läsen wir einen -Typen Essay, ein Feuilleton, feingesohliffen, mit lauter Tongebung. Er selbst will im Tiefsten durch seine Rede auch nichtß anderes geben, als er es etwa schriftlich täte, durch ein Essay über eben diesen Gegenstand, nur daß ihm das volle Auditorium gleich die Gewähr der tausend Leser (Leser Hörer) mitbringt. Jeder Satz ist hier vorher durchdacht, jedes Wort im voraus geprägt, und es bleibt am Ende etwa derselbe Eindruck im Hörer zurück wie nach der Lektüre eines ästhetisch angenehm geschriebenen oder gar künstlerisch geformten und dabei doch mehr oder minder gedanklich reichen Buches. Formung eines literarisch-ästhetischen Objekts nach den Intentionen des künstlerisch begehrenden Subjekts ist hier das Ziel; Reden: ein literarisches Schaffen. Man muß aber noch einen vierten Rednertypus hinzufügen, den man wohl zweckmäßig als „Erlebnis- Redner“ bezeichnen darf. Ihm ißt eß sauer, sich auf belehrende oder werbende oder ästhetisch-literarische Zwecke einzustellen. Ihm ist es sauer, Wortwahl und Satzfolge vorher zu formen, weil das seine Ursprünglichkeit aufhöbe. Er gibt in seinen Reden, da wo ein Auditorium ist, das ihm gleichsam die Zunge löst, sich selbst, sein inneres Erleben, nicht mehr und nicht weniger, und er gibt es mit allem ihm innewohnenden Licht und Schatten. Und er ist nur dann in seinen Reden groß, wenn er von einem großen Erleben erfüllt ist, das aber bedeutet: wenn ihm die Fähigkeit großen Erlebens überhaupt gegeben ist. In ihm bleiben Subjekt und Objekt una/ufhebbare Einheit. Reden ist ihm nichts als Ventü gefühlter Spannung, natürlicher Ausdruck persönlichen Erlebens und innerer Erfülltheit, die nach Mitteilung verlangt. Es sei hinzugefügt, daß in der Realität die Typen nicht oft rein in Erscheinung treten, sondern meist als M i ß c h f o r m e n mit mehr oder minder deutlichem Hervortreten des Grundtyps. Es sei ferner hinzugefügt: Wir, die wir in stärkstem Maße Reden als Mittel zionistischer Erziehung gebrauchen, haben allen Grund, Über das Problem des Redens nachzudenken und zu erwägen, welchen Rednertyp wir vor allem für unsere Arbeit brauchen und welchen Typ wir vor allem in der kommenden Generation durch unser Vorbild heranbilden wollen. SEDERSCHUSSEL echt Silber, fabelhaftes Stück, preiswert zu verkaufen. LipschitZi I., Brandstätte 5 Auslese Man sollte glauben, daß wenigstens ein Liberaler, wenn er zu der Streitfrage „Auswahl der Leistungsfähigkeit oder der Rasse?“ Stellung nimmt, eich für die erstere entscheiden muß. Dem Altpräsidenten Dr. Michael Harnisch ist es Vorbehalten geblieben, durch ein ausgerechnet in den „Wiener Neuesten Nachrichten“ publiziertes Bekenntnis zum entgegengesetzten Standpunkt Sensation zu erregen. Er begründet dies mit der gewagten Behauptung, „daß schärfere Auslese in der Mittelschule sich direkt gegen die Jugend der arischen Bevölkerung, die sich relativ spät entwickelt, aus wirken würde“. Dr. Hainiech spricht da keineswegs pro domo. Denn er war vorsichtig genug, zur Vorbeugung einer allzu späten Entwicklung seiner Kinder diesen eine jüdische Mutter zu geben, ein Mittel, das bekanntlich Bismarck den preußischen Junkern empfohlen hat. Die minder Vorsichtigen erinnert Harnisch an die Lohro Platos, daß die Männer erst im 5Ü. Lebensjahre ihre Reife für dio Zulassung zur Staatsregierung erweisen. Das ist für die österreichischen und deutschen Staatsmänner, die gerade jetzt streng rassisch gesiebte Arier sind, aber sämtlich noch lange nicht das 50. Lebensjahr erreicht haben, wenig schmeichelhaft. Wer aber daraus etwa die Ilofluung schöpfen wollte, daß Hitler, sobald er das platonische Maturitätsalter erreicht haben wird, seinen Rassonstandpunkt mildem würde, wird durch das Beispiel Dr. Harnischs, der schon viel älter ist und enst jetzt Verständnis für die Rassenauslese zu zeigen beginnt, eines Besseren belehrt. Dr. Harnisch tritt deT Anwendung des Leistungsprinzips in der Mittelschule von dem Standpunkt aus entgegen, daß die Menschen erst in einem Alter, ln dem sie längst der Schule entwachsen sind, zu zeigen ver*| mögen, was sie wert sind. Es sei also ungerecht, einem Schuljungen durch schlechte Noten den Weg zu einer Karriere 2?u erschweren, für die er erst viel später bemerkbare Qualifikationen erhält. Aber auch der im Dritten Reiche eingeführten Rassenauslese spricht er nur in sehr modifiziertem Sinne das Wort: „Ohne besondere Genehmigung der Unterrichtsbehörden sollen nur solche Kinder in die Mittelschulen aufgenommen werden oder jung« Leute als Hörer an den Hochschulen immatrikuliert werden, deren Großeltern bereits in Österreich oder in den abgetrennten Gebieten der Monarchie zu Hause waren. Während es Dr. Hainisch einerseits als Unrecht bekämpft, daß der erwachsene Mann die Unzulänglichkeiten seiner eigenen Kindheit durch Zurücksetzung im Berufsleben büßen soll, tritt er anderseits dafür ein, daß die Entscheidung über die akademische Karriere eines Menschen noch in die Zeit vor seiner Kindheit, ja vor seiner Geburt verlegt und von der Frage abhängig gemacht wird, wo seine Großeltern gewohnt haben. Immerhin verlangt Dr. Hainisoh von den Großeltern im Gegensatz zu Hitler nicht den Taufschein, sondern bloß den Heimatschean. Auf diese Art bekämen paradoxerweise jüdische Studenten, deren Großeltern in Galizien lebten, an den österreichischen Hochschulen den Vorzug vor den Enkeln reichsdeutscher Emigranten. Ob das im Sinne der österreichischen Unterrichtsbehörden ist, muß bezweifelt werden, es sei denn, daß man die Abtrennungszeit der Gebiete, die als altösterreichisch qualifiziert werden sollen, nicht mit dem Frieden von St. Germain, sondern mit dem Westfälischen Frieden fixiert... Außerhalb der Hochschulen begännt sich aber die Forderung Dr. Harnischs schon jetzt durchzusetzen. Unsere Leser kenuen bereits die Tragödie des Schauspielers Reuß- Bramdhofer, der als junger Mann in AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA+. : Vortrefflidi-Mazzoth werden unter Aufsicht des ehrw. ortn. Rabbinates der Israel. Kultusgemeinde, Wien, Oberrab. Babad, erzeugt V3K3!)DV WIJPT3 DP3 DnVW Vortrefflidi-Mazzoth brauchen keine Reklamemärchen, um populär zu werden. Durch ihre Qualität allein führend vor allem andern, weil sie aus feinstem 0 gr. Weizenmehl auf echten Spezial-Lehmöfen gebacken sind. Billigkeit trotz prima Qualität, weil keine großen Ausgaben für Reklame und Aufmachung^ das Prinzip ist: täglich frische . Vortrefflich ’Mazzoth, Grieß, Mehl, Farwel und Patent (Reibadh). Verkaufsstellen in allen Bezirken Wiens. In der Fabrik kein Detail-Verkauf. ► Kosten Sie und Sie sagen: £ Vortrefflich nur Vortrefflich- E Mazzothprodukte zu Pessach! i •tTTTfTfTTTmTTmfTTVTTmm Deutschland eine sehr ehrenvolle Karriere gemacht hat, aber jetzt im reifen Mannesalter, obwohl noch keineswegs in dem von Plato als kritisch erkannten 50. Lebensjahre, dio schmerzliche Erkenntnis machen mußte, daß man ihn nirgends mehr engagieren wollte. Darauf begann er, da er nicht im Theater spielen durfte, im Privatleben zu mimen, nämlich einen Tiroler Naturburschen, und zwar so gut, daß ihn seine intimsten Freunde, darunter sogar Max Reinhardt, nicht erkannten. Das zeigt immerhin, daß der Mann gut spielen kann. Er erhielt auch ein Engagement im Josefstädter-Theater. Da glaubte er sich geborgen und — demaskierte sich. Aber er machte seine Rechnung ohne die Erbärmlichkeit von Kreaturen, die keinen Spaß, er mag noch so gelungen sein, verstehen, wenn es sieh um die Vernichtung einer jüdischen Existenz •handelt. Diese Stützen der Gesellschaft entdeckten, daß er auch seinen Meldezettel mit dem falschen Namen, des gemimten Tirolers Brandhofer ausgefüllt hatte, und daß übrigens auch sein früherer Künstlername Reuß nur einen armseligen Reis deckte. Zwar hat ihn das mit dieser aus wahrlich unwiderstehlichem Zwange begangenen „Dokumentenfälschung“ behelligte Gericht selbstverständlich nur bedingt zu einer geringfügigen Strafe verurteilt. Trotzdem verlor •der Mann deshalb seinen mit 60.viel Mühe eroberten Posten. Denn eine gewisse Meute gönnte diesem Reuß, ein Reis, aus dem Stamme David,- keine Stätte, wo er sein Haupt zur Ruhe legen könnte. Der Künstler wehrt sich seiner- Haut. Er will leben. Er stiehlt aber nicht.und-, gerät auch sonst nicht auf Abwege, sondern Solo und Regine GoMTO laden alle Freunde und Gesinnungsgenossen zur Bar-Mixwah ihres Sohnes Heinrich ein, die S a m s t a g, 6. M ä r z, 9 Uhr vorm., im polnischen Tempel, II., Leopoldsgasse, stattfindet nur auf die Idee, im Kleinen Mozart-Saal einen Rezitationsabend zu Veranstaltern. Daraufhin stürzt sich das „Wiener Montagblatt“ auf den Unglücklichen wie ein wütender Kettenhund auf einen Verbrecher. Es erzählt, seinen Lesern, daß Reuß „aus naheliegenden Gründen“ seine Bühnentütigkeit m Deutschland hatte aufgeben müssen. Dabei sind diese „naheliegenden Gründe“ nur der Mangel einer arischen Großmutter und nicht etwa, wie der naive Leser glauben muß, kriminelle Ausschweifungen, wie sie vor etlichen Monaten einen arischen Wiener Schauspieler in den Kerker brachten. Den Versuch des jüdischen Künstlers, sich im Rahmen seines Metiers eine bescheidene Verdienstlnög’liühkeit zu schaffen nennt das katholische Blatt eine „Unverfrorenheit des dickhäutigen und anspruchsvollen Herrn“ lind wirft die groteske Frage auf, ob so etwas von einer Kulturstadt wie Wien wirklich ruhig hingenommen werden muß. Das Publikum,. das sich zu der künstlerisch höchst anregend verlaufenen Vorlesung eingefunden haitte, wird als ,gewisse Adabeis“ angepöbeit. Das Blatt ahnt nicht, daß es diese Adabeis sind, denen Wien die Geltung als Kulturstadt verdankt und nicht solchen Pressoexzessen, die sicherlich zu den jüngst von der Pressekammer gerügten „unzulässigen Eingriffen in die Sphäre des Privatlebens“ gehören, die in Hinkunft das Sta/ndesehrengericht beschäftigen sollen,