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Die Stimme · 1937-02-23 · Heft 622 (23.2.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 622 (23.2.1937)
Date
1937-02-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sehe 4 OIC STIMMI Wien, Dienstag, 28. Februar 1937. — Nr. 622. Nationalisierung der rumänischen Advokatur Von unserem Korrespondenten I. Die Union der Barreaals in Bukarest hat an alle Advokat,enkammern Rumäniens die Frage gestellt, wie sie sich zur Nationalisie rung des Advokatenberufes stellen. Den Nationalisten ist es nicht genug, daß 70 Pro zent aller Advokaten Rumäniens Rumänen von Geburt sind, sie wollen volle 100 Pro zent. Den Anstoß zu dieser Bewegung gab der Nationalismus hitlerischer Prägung: Nation und Staat sind identisch. Die Mehrheits nation hat die Macht und mit der Macht das Recht, und Recht ist, was der Nation nützt. Alles gehört und gebührt der herr sehenden Nation — auf allen Gebieten, also auch auf dem der Rechtsanwaltschaft, und erworbene Rechte werden nur geduldet, so weit man sie gerade noch ertragen will Insbesondere richtet sich diese Mentalität deutscher Provenienz gegen die Juden. Zu dieser Frage der Nationalisierung gibt es vier Standpunkte: Erstens einen evo lutiven Standpunkt, dem auch die Juden sich anbequemen. Man braucht keine besonderen Gesetze, um den Advokatenberuf zu nationalisieren. Das kommt von selbst Schon haben die Rumänen die Mehrheit in den allermeisten Barreaus, die von Jahr zu Jahr immer mehr rumänisch werden Selbst in der jüdischesten Kammer von Czernowitz haben sich die Verhältnisse sehr stark zugunsten der Rumänen geändert. 1919 gab es im Barreau von Czernowitz 220 definitive Advokaten, davon waren 20 Rumänen (9 Prozent) und 186 Juden (84.8 Prozent), der Rest verteilte sich auf Ukrainer und Deutsche. Am 1. Dezember 1936 gab es 826 definitive Advokaten, davon schon 208 Rumänen. Die Zahl der jüdischen Advokaten ist um 22.5 Prozent gefal len. Das rumänische Element in der Advokatenkammer wächst von Jahr zu Jahr. Die Juden ziehen sich vom Jusstudkwn zurück. Im ersten Jahrgang der juridischen Fakultät von Czernowitz gibt es im ganzen nur sechs eingeschriebene jüdische Hörer und — keiner von ihnen wagt es, an den Vorlesungen teilzunehmen. Das nur neben bei. Die zweite Gruppe will das Ende dieser Entwicklung nicht abwarten. Sie verlangt den Numerus nullus für alle ethnischen Minoritäten. Die dritte Gruppe verlangt den Nu anerus nullus nur für die Juden und die vierte Gruppe wünscht einen Numerus proportionale, das heißt etwa 80 Prozent für die Rumänen und 20 Prozent für alle übrigen Minoritäten. Nach diesem Schlüssel kämen auf die Juden etwa 4 Prozent. Wohl ist eine Änderung des Advokatengesetzes ohne Änderung der Konstitution nicht möglich. Sie aber will von Glaubens¬ und Rassenunterschieden nichts wissen. In nationalistischen Kreisen rechnet man nun mit einer Änderung der Konstitution, für alle Fälle aber damit, daß sich auch legale Möglichkeiten finden werden, um dem Prinzip der Nationalisierung vollauf Rechnung tragen zu können. So liegt ein Vorschlag vor, daß die Union der Advokatenkammern in Bukarest das Recht haben soll, die Leitungen aller Advokatenkammern im ganzen La/ude zu ernennen, und da in der Union nur ein einziger Jude sitzt, die anderen bis auf wenige Ausnahmen extreme Nationalisten sind, ist leicht zu erkennen, nach welchen Gesichtspunkten man bei der Einschreibung neuer Advokaten vorgehen wird. In manchen Barreaus, zum Beispiel in Jassy, ist schon seit Jahren kein Jude eingetragen worden. In den letzten Tagen haben in den Barreaus der meisten Bezirke des Reiches Plenarversammlungen stattgefunden. An mehreren Orten hat man durch Gewaltmaßnahmen die Teilnahme von Juden ganz oder teilweise verhindert Im allgemeinen sind die Ergebnisse dieser Plenarversammlungen offen oder versteckt nationalistisch und für die Juden ungünstig. II. Mit ganz besonderem Interesse hat man auf die am 7. Februar stattgefundene Plenarversammlung der Bukowinaer Advokatenkammer als der „verjudetesten“ ganz Rumäniens geschaut. Sie nahm einen interessanten Verlauf. Im Hinblick auf die große Anzahl von Juden und die persönlich guten Beziehungen der wenigen zur Versammlung erschienenen rumänischen Advokaten zu ihren jüdischen Kollegen verlief die. Versammlung ruhig, und selbst jene, die für den Numerus proportionale ein traten — Numerus nullus hat keiner verlangt —, befleißigten sich einer maßvollen Sprache. Interessant ist, was der radikalste unter diesen Nationalisten, ein Advokat Dr. Octavian S c a 1 a t, Mitglied der extremantisemitisohen, christlichnationalen Partei, gegen die Zulassung der Juden zur Advokatur gesagt bat: „Es gibt kein Leben ohne Gott. Auch zur Ausübung der Advokatur muß man Gott im Herzen tragen — ohne Rück tig, dann dürfte kein Jude zur Advokatur zugelassen werden — also Numerus nullus. Sein Numerus proportionalis trägt einen Widerspruch in sich. Die große Versammlung nahm diese Rede mit Heiterkeit auf. Viel hätte man ihm erwidern können, und einer rief ihm zu, daß der Stifter der Kirche selbst die jüdische Bibel für unabänderlich erklärt hat und für sicht, welcher Religionsgesellschaft man anso ewig wie Himmel und Erde. Man hätto gehört. Atheisten können und dürfen also ihm auch sagen können, daß die jüdische nicht Advokaten sein. Nun gibt es ,klassij Bibel die Sklavenbefreiung oimgeleiitet hat sehe' und moderne Juden. Die klassischen4 j und daß das kirchliche „mutuum dato sed Juden halten fest an den fünf Büchern nihil inde sperantes“ — gebt Darlehen ohne Moses und an dem Talmud. Nun enthalten; Zinsen — von dieser jüdischen Bibel stammt, beide eine Reihe von Vorschriften sehr har-; Man hätte ihm, dem Rumänen, der von den ter Natur, und zwar das Prinzip der Talion! Römern abstammt, sagen können, wie un- (Aug' um Aug* usw.), ferner das Recht, mehrecht es wäre, die Rumänen für die rötnirere Weiber zu heiraten, das Recht, Wucher zu nehmen, Sklaven zu halten und Schuldner in Sklaverei zu verkaufen. Alle diese harten Vorschriften hat das Christentum beseitigt und alle jüdischen Advokaten haben als moderne Juden — im Gegensatz zu den klassischen Juden — dies anerkannt und halten Bibel und Talmud für überwunden, haben sich von ihrer Religion entfernt, haben also den Glauben an ihren Gott aufgegeben, ohne einen anderen Glauben angenommen zu haben. Also sind diese jüdischen Advokaten Atheisten, und Atheisten dürfen zur Advokatur nicht zugelassen werden.“ Dies war der langen, wohlüberlegten, aus dem Manuskript verlesenen Rede kurzer Sinn. Und nun seine Konklusion: Er ist für Numerus proportionalis. Sein Schluß entsprach nicht der Prämisse. Wäre sie richschen zwölf Tafeln mit deren Prinzipien der Talion (Vergeltung) und der Schul dknechtschaft verantwortlich zu machen. Aber die Versammlung — Nichtjuden und Juden — strafte seine Versündigung gegen den heiligen Geist der Bibel, indem sie sich auf eine Widerlegung dieser Diskrimination der Bibel gar nicht einließ, und er mußte es erleben, daß die anderen Vorkämpfer des Numerus proportionalis seinen Antrag akzeptierten, aber nicht seine Begründung. Am Schlüsse der Versammlung wurde der Antrag auf den Numerus proportionalis mit 399 Stimmen gegen 13 Stimmen ab gelehnt. Diese Entscheidung der Bukowinaer Advokatenkammer hat aber nur den Wert eines Gutachtens, dem das Gutachten wohl der Mehrzahl der rumänischen Barreaus entgegensteht Das letzte Wort wird das Parlament haben, dem der diesbezügliche Gesetzentwurf vorgelegt werden wird. Ein Träumer der Tat Zur 125. Wiederkehr des Geburtstages von Moses Heß. Von Dr. Alfred Werner „Jeder Jude hat den Stoff zu einem Messias in sieh.“ Wenn einmal die Uaheilsmacht der Schlagwörter zurückgedrängt sein wird, dann wird man wohl auch beherzter und ohne die Furcht vor Verdrehungen und Mißdeutungen die Aufgabe Israels in dieser Welt bezeichnen dürfen: als die Durchsetzung der biblischen Gebote sozialer Gerechtigkeit innerhalb der Völker! Mit dem Rinderhirten Amo6, der plötzlich zu Bet El erschien, mit dem Knotenstook auf die Stufen des Altars schlug, daß die Gesimse bebten, der sich auf die Stufen des Altans setzte und eine Totenklage erhob über das noch bestehende, aber seiner Gott- und Rechtlosigkeit wegen zum Untergang verurteilte Israel — mit ihm beginnt die unzerreißbare Kette der eifervollen Warner und Mahner, die noch in ihrer verweltliobtsten Form unser Stolz, unser Trost sein müßten. Denn jedes Volk hat seine Eigenheit und seinen speziellen Beruf.- Dringt diese Erkenntnis durch, dann ist der Friede in der Menschheit gewährleistet. Denn dazu muß es kommen: „Je mehr ein Volk in seinem speziellen Berufsfache leistet, desto neidloser erkennt es die speziellen Leistungen anderer Völker an — desto unbefangener nimmt es von anderen auf, was ihm fehlt, und was doch zum modernen Leben unentbehrlich ist.“ Diese Erkenntnis ist niedergelegt in der 1862 erschienenen Schrift „Rom und Jerusalem“ von Moses Heß. Aber dem „Vater des Sozialismus“ und Vorläufer des Zionismus ist das Schicksal so mancher Wegbereiter widerfahren: der moderne Sozialist kennt den „Komm unistenrabbi“, der den Sozialismus noch vor dem „Kommunistischen Manifest“ verkündet batte, bestenfalls flüchtig aus einer Marx-Biographie oder aus Marxens Briefwechsel; der Zionist aber, weit entfernt, „Rom und Jerusalem“ und die kleineren jüdischen Schriften von Heß gelesen zu haben, weiß von diesem Vorahner des Judenstaates vielleicht einzig aus einer Anmerkung Herzls, die den Dank des Verwirklichen an den Visionär, den einsamen Rufer in der Wüste, enthält. Freilich ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß Heß die geistfeindliohe Fortentwicklung des Sozialismus im zwanzigsten Jahrhundert ebenso schaudernd abgelehnt hätte, wie er selbst ein Gegner der Herabwürdigung des Sozialismus zur bloßen „Magen- 'rage“ gewesen ist, daß er ebenso in gewissen Strömungen innerhalb des modernen Zionismus schwerlich die Verwirklichung seiner human-großen Zionsidee erkannt hätte .. Jedenfalls war Heß, der Westjude, in jenem Zeitalter der geringsten Lebensintensität des Judentums, das in Stahl und Neander wie m Marx und Lassalle seltsame Blüten seiner uralten Mensohhedtsbeglückungsideen trieb, der einzige, dor wissend seine Schöpferkraft aus der Quelle seines Judentums ernährte. Zwar ging auch er vorerst durch den Kosmopolitismus seiner Geburtsepoche hindurch, die Westdeutschland die Judenemanzipation gebracht und die Differenzierungen der Völker, Rassen, Kulturen auf legislativem Wege verwischen zu können geglaubt hatte. Auch Heß meinte in seinen Anfängen, das Judenproblem durch die Mischehe lösen zu können, er geriet zeitweilig in den Bann des christlichen Schwärmers Schleiermacher, und er machte einmal den Deuteohtumstaumel seiner Stammesgenos6en soweit mit, daß er sich als „nationalen Rheinländer“ bezeichnet© Noch 1840 war er sich über die Stellung der Juden nioht im klaren; einmal erkennt er ihre Dasoinsnotwendigkeit an: „Das Bibelvolk ragt mit seinem Bewußtsein am weitesten in die Vergangenheit, am weitesten in die Zukunft hinein“, dann wieder nennt er, vom Christentum angekränkelt, die Juden, weil sie „sich ihrer Zukunftsidee begeben, Christus ausgestoßen“ hätten, „entseelte Mumien“. Schließlich findet er in seiner bedeutenden Schrift „Die europäische Triarchie“ (die Völkerbund- und Paneuropagedanken vorwegnahm) eine vorläufige Formel- „Das Judentum ist am Ende als das Grundprinzip der geschichtlichen Bewegung aufzufassen. Juden müssen da sein als Stachel im Leibe der westlichen Menschheit. Wie der Osten einer chinesischen Mauer bedurfte, um in seinem un beweglichen Dasein nioht gestört zu werden, so sind die Juden das Ferment der westlichen Menschheit, von Anfang an dazu berufen, ihr den Typus der Bewegung aufzudrüokien.“ Da kam 1840 die innere Wandlung — durch die schändliche, die emanzipations- Bolige Judenheit aus ihren Himmeln vertreibende Ritualmordaffäre von Damaskus, die auf den achtundzwanzigjährigen Heß ähnlich läuternd wirkte wie später der Dreyfus-Prozeß auf Horzl. 1862 gibt er dies in „Rom und Jerusalem“ offen zu: „Vor zwanzig Jahren, als von Damaskus aus eine absurde Anklage gegen Juden zu uns Europäern herübergetragen und ein ebenso bitteres wie gerechtfertigtes Schmerzgefühl in allen jüdischen Herzen rege wurde ob der Roheit und Leichtgläubigkeit des asiatischen und europäischen Pöbels, der heute wie seit zweitausend Jahren jeder Verleumdung ein geneigtes Ohr leiht, sobald sie gegen Juden gerichtet ist, damals, als es mir mitten in meinen sozialistischen Bestrebungen zum ersten Male wieder recht schmerzlich ins Gedächtnis zurückgemfen wurde, daß ich einem unglücklichen, verleumdeten, von aller Welt verlassenen, in allen Ländern zerstreuten, aber nioht getöteten Volke angehöre, damals schon hatte ich, obgleich ich dem Judentum bereits fern stand, Die Zionistisch e Bezirkssektion und Wizo Prater> gratulieren ihrem Vorstands• mitgliede Herrn Leo Morgenstern zur Vermahlung seiner Schwester Jetti und wünschen ihm herzlihit 2*112 blÖ meinen jüdisch-patriotischen Gefühlen Ausdruck geben wollen in einem Schmerzensschrei, der jedoch bald in der Brust erstickt worden ist durch den größeren Schmerz, den das europäische Proletariat in mir erweckte.“ Aber auch diese revolutionäre Tätigkeit ist letzten Endes aus der ihm angeborenen jüdischen Ethik, die nach ausgleichender Gerechtigkeit schreit, zu erklären. Sie war nach dem Wort des Heß-Biographen Zlocisti „unbewußtes Juden tum. Aus seinen Rassenstudien war ihm wieder die Judenheit entstanden.“ Aus dem Studium deT Verschiedenheit des deutschen und französischen Nationalcharakters, aus der Beschäftigung mit der neuen Wissenschaft Anthropologie, nioht zuletzt aber aus seinem persönlichen Erlebnis erwuchs ihm die Gewißheit, daß wir Juden ein Volk seien, nicht bloß mit eigener Religion, sondern auch von besonderer Wesensart, und daß die Emanzipation, unfähig, den Makel im Namen „Jude“ fortwischen zu können, uns das nationale Rückgrat gebrochen, das Ehrgefühl gemordet habe: „Nicht der alte fromme Jude, der sich eher die Zunge ausroißen ließe, als sie zur Verleugnung seiner Nationalität zu mißbrauchen: der moderne Jude ist der verächtliche, er, der . . . seine Nationalität verleugnet, weil die schwere Not des Schicksals auf seiner Nation lastet.“ Wer „Rom und Jerusalem“ liest, staunt über die Richtigkeit der furchtlosen D i a^ gnose des Judenhasses, die sich mit jener Herzls fast völlig deckt, bewundert den prophetischen Blick des Verfassers, der die Auseinandersetzungen der jüngsten Zeit um siebzig Jahre vorausgesehen hat: „Der letzte Rassenkampf scheint eist durohgefoohten werden zu müssen, bevor den Deutschen die soziale, die humane Bildung ebenso in Fleiseh und Blut übergegangen sein wird, wie den romanischen Völkern, die durch einen langen historischen Prozeß den Rassenantagonismus überwunden haben.“ Die Judenfrage als letzte Nationali-, täten frage müsse daher gelöst werden, damit dieses Volk im Plane des Weltganzen seine humanisierende Mission erfüllen könne — für Heß existieren nicht wie für die Rassenfanatiker seit Gobineau boch- und minderwertige Völker, jedes Volk hat nach ihm auf der Weltbühne die ihm bestimmte Rolle zu spielen! Aber während der junge Heß Israels Zerstreuung unter den Völkern als Ferment der sozialen Umwandlung begrüßt hatte, erkennt der Gereifte, daß es für die Judenheit des Staatsgebildes, der eigenen Heimat, bedürfe: „Bei den Juden noch mehr als bei Nationen, die auf ihrem eigenen Boden unterdrückt sind, muß die nationale Selbständigkeit jedem politisch-sozialen Fortschritte vorangehen. Ein gemeinsamer heimatlicher Boden ist für sie die erste Bedingung gesünderer Arbeitsverhältnisse. Der gesellige Mensch bedarf zu meinem Gedeihen und Fortkommen eines weiten, freien Bodens, ohne welchen er zum Schmarotzer herabsinkt, der sich nur auf Kosten fremder Produktionen ernähren kann.“ Heß träumt von Palästina, dem Lande, mit dem wir historisch verbunden sind, von einer Art Völkerbundsmandat, von jüdischen Ackerbauern, von einem vorbildlich gerechten jüdischen Staatswesen. Seine Zeit war wohl für all diese Träume nicht reif, wenngleich mancherlei von seinen Gedanken über die „Alliance Israelit© Universelle“, zu der er in Beziehungen trat, und auf anderen Wegen seine Gedanken in die Chowewe-Zion-Bewegung oingesiokert sein mögen, und schon wenige Jahre nach seinem Tode die ersten Pioniere der „Rilu“ nach Palästina aufbrachen. Er war der Träumer der menschheitbefreienden Tat. Sie wurde durch einen gesetzt, der in jenem Zeitraum geboren wurde, als Hoß seine Judenstaatswüneclie spann. Aus soinen Schriften spricht das Judentum der Propheten zu uns; Zionismus, der auf Irrwege geraten ist, mag aus „Rom und Jerusalem“ seine wahre Mission wieder erlernen; die zionistische Jugend soll sein Andenken ehren durch Studium seiner Bücher, denn Heß hat stets seine Pläne auf die jüdische Jugend gesetzt: „Die junge Generation, die für alles Erhabene und Heilige empfänglich ist, wird sich den na* tionalen Bestrebungen mit Begeisterung an« schließen.“ c J:

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