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Die Stimme · 1937-01-29 · Heft 615 (29.1.1937) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 615 (29.1.1937)
Date
1937-01-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Wien, Freitag, 29. Jänner 1937. — Nr. 615. Olt STIMMI Seit« 7 Juden gesucht — Jaden hinaus! Ä. Meiseis’ neues Stück „Kol Nldrei im Galuth“ An eine jüdische Volkslegende knüpft das neue Stück von A. Meisels an, an eine Legende, die ebenso alt wie neu ist, an eine jener Legenden, die das immer gleichbleibende, trostlose, widerspruchsvolle Leben des Gahith- Juden behandeln. So war es vor Jahrhunderten, so ist es heute noch... Im Dorf de« Ostens fängt es an. Ein Dorf ohne Juden. Die Bauern ©ind unzufrieden. Das Dorfleben ist kein Leben, es fehlt — der Jude. Ja, er fehlt, das hat es wirklich gegeben: Es gibt kein Geschäft, wo man den täglichen Bedarf an Petroleum und Salz, den wichtigsten, gesuchtesten Artikeln, decken könnte, es ist aber auch niemand da, der Schnaps besorgt, und niemand, bei dem man sich ein paar Gulden leihen könnte. Ein Jude muß her! Er muß, und wenn er nicht will, wird Gewalt angewendet. Die Bauern beschließen, ins nächste Städtl zum Rebben zu schicken... Gibt er ihnen keinen Juden, so machen sie Pogrom. Sie bekommen ihren Juden. Das Dorf ist glücklich. Man veieteht sich gut mit dem neuen Bürger. * Zwischen dem Sohn des neuen Dorfjuden und der Tochter de« Ortsvorstehers entspinnt sich ein Liebesverhältnis. Der junge Jude läßt sich taufen, heiratet die Christin. Es werden einige Jahre übersprungen. An einem KoLNidrei-Abend knüpft die Handlung wieder an. Es sind genau zehn Männer (aus drei Dörfern) beisammen. Einer muß fort, wegen eines Todesfalls. Woher schnell Ersatz nehmen? In der Nähe wohnt ein Gutsbesitzer — getaufter Jude, aber die Gemeinde beschließt, ihn zu rufen. Er iet erstaunt und lehnt natürlich zunächst ab. Lebhafte Diskussion. In dem Getauften regt sich sichtlich Altes, Anerzogenes, Ererbte«, das gegen das Angenommene kämpft. Kol Nidrei — heiligste jüdische Tradition — Jiskor — auch «eine Eltern sind tot (seinetwegen, weil er «ich taufen ließ!), für sie sagt keiner Kaddisch... Wer sollte auch... Und hier entscheidet sich der Kampf: er wird Kaddisch sagen, er geht zum Kol Nidrei... * Inzwischen hat sich im Dorf etwa« entwickelt, was — was sich immer wieder von neuem entwickelt. Wir hören es in einer Versammlung der Bauern, derselben Bauern, die wir am Anfang stürmisch nach Juden rufen gehört haben. Jetzt schreien sie: Hinaus mit den Juden! Tod den Juden! — Warum? Weil — ja weil —, warum also? Weil sie Juden sind. Man hat sie gerufen, weil man Salz und Petroleum , Schnap« und ein paar geborgte Gulden haben wollte, und jetzt — hinaus, weil sie Salz und Petroleum und Schnaps verkaufen und Geld herborgen! * Mei'sels wäre nicht Meisel«, w'enn er aus den tragischen Konflikten, in die Juden verstrickt werden, nicht hartnäckig den einen Ausweg wiese: Palästina! Freie Juden auf freiem jüdischem Boden stehen in den letzten Bildern vor uns. Freie, erlöste Menschen auf erlöstem Boden des Keren Kajemeth. * Die Generalprobo hat die Erwartungen gerechtfertigt, die man an dieses Thema knüpfen konnte. Die viorzohn revueartig ineinandergreifenden Bilder sind voll Leben und die Dramatik des Geschehens ist versöhnlich gemildert durch eine Fülle humorvoller Einfälle und prachtvoller Melodien (die Bearbeitung lobt wieder da« Können M. Lubetzkys auf diesem Gebiet). Neben alten jiddischen und neuen hebräischen Volksliedern hört man in den letzten Bildern jemenitische Weisen, zu denen eine Jemenitin Tänze ihres Stammos tanzt. * „Kol Nidrei im Galuth“ wird heute in den Jüdischen Künstlerspielen (Praterstraße 84) zum erstonmal aufgeführt. Man wird es täglich, außer Montag, auch Sonntag nachmittags, spielen. Montag goht Meisels’ „Chassene im Städtl“ zum 50. Male m Szene. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, I., Marc-Aurel Straße 5, Tel. U 29-1-29* Postsparkassen-Konto A 100.208. Ausweis Nr. 7 vom 1. bi« 15. Jänner 1937: Spezifikation der Bezirks-Sektion und Gruppen. Zentrale S 1397.05; Akiba 219.37; Arbeitskomitee für Erez Israel (Zwischenbrücken) 73.52; Bnai Brith: „Wien“ 25.—, „Wahrheit“ 13.50, Sehwesternvoreinigung „Wahrheit“ 21.—; Brith Zion Stadtkibuz 31.62; Brith Zion Happel 9.38; Brith Zion Gdud Chajcs 2.41; Brith Zion XVI/XVII 2.30; Brith Zion XVIH 10.44; Gdud Zirim 224.44; Habachruth 137.75; Arbeitsgemeinschaft de« arbeitenden Palästina: Haowed 297.15, Haschomer Hazair 149.78, Nachmania 18.83, Nezach 237.92; Judenstaatsjugend 7.35; Judenslaatepartei 118.—; Jüd. Künstlerspiele 349.04; Jung-WlZO-Mirjam 139.27; Klub „Adolf Stand“ 3.33; Klub „Erez Israel“ 151.65; Makkabi IX 11.01; Makkabi XV 15.—; Marchegg 11.10; Sektion II 48.91; Sektion Prater 75.74; Sektion III 210.35; Sektion IV/V 10.—; Sektion VI/VII 38.—; Sektion VIII/IX 14.41; Sektion X 40.99; Sektion XIII 8.44; Sektion XIV/XV 5.70; Sektion XVI/XVII 23.84; Sektion XVIII 46.02; Sektion XIX 58.94; Sektion XX 38.45; Sektion Zwischenbrücken 52.20; Verband radik. Zionisten 357.04; „WIZO“ 1026.95; einzelne Gruppen: Zentrale 103.82, I 223.40, II 15.71, Prater 110.68. III 12.61, VI/VII 178.96, VIII 50.49, XIII 5.59, XIV/XV 5.70, XVI/XVII 3.24, XIX 137.01, XX 179.74. Spender und Selbstkontingentler (alphabetisch geordnet). A. Spender: Adlersbcrg Viktor 10.—; Akiba: Sammlung im Jüd. Theater 38.46; Altkorn Neder 5.—; Selbstkontingentier: Adler Mania 8.60; Adler Helene 10.—. B. Spender: Bnai Brith „Wien“ für Prof. Braun-Hain 25.—; Bar Mizwa.h Mamber 10.—; Bing & Schüß für Felix-Pollak-Gan 10.50; Bundesrealgymnasium XX. Bezirk: Ergebnis der Filmaufführung 6.30; Brith Zion Stadtkibuz, Sammlung im Jüd. Theater 22.45; Brith Bilu: Sammlung im Jüd. Theater 31.54; Baneth Max für Goldbuch Dr. Klaber 5.—; Bar Miwah Silbermann: Brüder Kessler 5.—; Brith Zion Sapoel: Sammlung im Jüd. Theater 9.38; Brith Zion Stadtkibuz: Sammlung i,m Jüd. Theater 4.78; Bar Mizwah Mehl 8.—; Berger Dr. Paul auf Namen Arnold David 5.—; Batscha, Prof. Albert 110.—; Batscha Adolf 20.—; Mag. Friedmann 3.—: Bnai Brith Schwesternvereinigung „Wahrheit“ 1 Baum a. N. Dr. Friedrich Schick s. A. 10.50, 1 Baum a. N. Dr. Hugo Arnstein 8. A. 10,50; Bnai Brith „Wahrheit“ 13.50; Selsbstkontingentler: Berger Elia« 17.74. C. Spender: Chaluz Leumi f. Goldbuch Ing. Stricker 20.—. D. Spender: Dj-ucker Rudolf 20.—; Deutsch, Ing. Kurt 20.—; Drillmann Selig 5.—. E. Selbstkontingentler: Ebner, Dr. Hermann 26.02. F. Spender: Frey, Dr. N. Wette Dr. Leopold Plaschkes 10.—; Frau Friedmann 5.—; Fiecher, Oberkantor David für Goldbuch Dr. Klaber 10.—; Selbstkontingentler: Feuerstein Isak 10.—; Fried Klara 7.93; Freilich Georg 5.53. G. Spender: Glasberg Kassie! für Goldbuch Stricker 5.—; GniwiSch 10.—^ Selbstkontingentler: Gästhaltsr Hirsch 63.82; Getreu 10.83; Glaser Regine 179.74; Gewitsoh, Frau Dr. 11.90. H. Spender: Hasch. Hazair, Sammlung im Jüd. Theater 116.64; Haber Hermann 18.—; Haber Simon bei Schachspiel Ettinger—Haber 10.—; Herzberg Isak für Goldbuch Dr. Klaber 5.—; Haowed: Sammlung bei Neschef 14.96; Hochzeit Dr. Feder—Rabinowitz 5.—; Haschachar für Hugo Reiskin-Garten 6.84; Hacker Siegfried, Oskar u. Renee 1 Baum auf Namen Sal. u. Zcmach Brandweiner anl. Goldener Hochzeit 10.50; H. S. 10.—; Hochzeit Fischer- Frietlmann (Sammlung durch Frau Krieger, Frau Gasthalter, Frau Gröbel) 14.50; Hasch. Hazair: Sammlung im Jüd. Theater 13.40; Haowed Haloumi für Goldbuch Stricker 6.—; Iloohzeit Hawenka-Dörfler, Sammlung durch Beruh. Kotier 9.—; Holitscher Neder 50.—. J. Spender: Jungermann Sara. 9.—; Jüd. Künstlerspiele 349.04; Judenstaatsjugend: Sammlung im Jüd. Theater 6.55; Jüd. Kultur- Eltornbund anl. Chanukkahfeler für Goldbuch Rel.-Lehrer Rudolf Müller 20.—: Selbstkontingentler: Jonas 5.60; Insler Ernst 8.—. K. Spender: Krasny, Ing. Otto 10.—; Kornfeld Ernst 50.—; Krupnik Neder 10.—; iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiimiiiiiiiuiiiiiiiiiiiuiiiiiuui Du USüb £eez Istael hat mit seiner großen Purim-Veranstaltung im vorigen Jahr gezeigt, daß er imstande ist, repräsentative Feste zu veranstalten. Ermutigt durch den Erfolg des Vorjahres, bereitet der Klub auch heuer eine Purim- Feier vor. Sie findet am 20. Februar statt. Wer sich gut unterhalten, -wer eine wirklich schöne Purim-Feier erleben ‘will, kommt zum KU& iwz Iscaet! Kiewe, Dr. Neder 50.—; Karplus, Ing. Neder 30.—; Selbstkontingentler: Kanarek Elimelech 21.20; Kalinhof Oskar f. Sefer Hajeled 5.04; Kofler David 25.86; Katz Lotte 8.29; Krieger Lotte 43.05; Katz L. 23.90. L. Spender: Laster Neder 25.—; Langer Rudolf anl. Dienstantrittes für Felix Poilak- Garten 10.50; Lessin» Dr. Paul anl. des Todes Leon Hirsch 10.50, Leasing, Dr. Paul anl. de« Todes Grete Lessing 10.50; Selbstkontingentler: Rudolf Langer 14.26; Lebensohn Isidor f. Goldbuch Dr. Klaber 8.50; Löbl Viktoria 5.59; Lustmann Irma 39.31 Lewin, Dr. Otto Imi 8.44; Locker 9.86; Lampel Bettina 242.50. M. Spender: Makkabi XV für „Kfar Makkabi“ 15.—; Fam. Arnold u. Alice Marer auf Namen Emil Silberstern «. A. im Felix Pollak-Garten 21.—; Marchegg: Jenny Piek 5.—; Makkabi IX für „Kfar Makkabi“ 11.01; Medak Johanna f. Selma-I.-Medak-Garten 12.—; Selbstkontingentler: Mantel 5.—; Meisels Abisch 349.04; Mosberg Esther 15.22; Menzel 5.82. N. Spender: Nachmania Kwuzah Reuth 1 Baum auf Namen Michael Paßweg 10.50; O. Selbstkontingentler: Okin 19.91. P. Spender: Dr. P. 120.—; Pick Neder 10.—; Selbstkontingentler: Pollak Trude 28.35. R. Sp e n d e r: Reich Hermann für Goldbuch Dr. Klaber 10.—; Rosenthal, Dr. Curt 10.—; Reik, Dr. Kurt anl. de« Ablebens des Herrn Prof. Dr. Winternitz, Prag 20.—; Rosenbaum, Kom.-Rat Ferd. 20.—; Reiss Bernhard Neder 5.—; Selbstkontingentler: Rosenrauch 9.75. S. Spender: Sektion XX für Vortrag Dr. Finkeistein 10.—; Singer Moses für Goldbuch Dr. Klaber 4.94; Sektion X: Sammlung im Jüd. Theater 30.65; Singer 5.—; Selbstkontingentler: Singer Moses für Goldbuch M. Gelband 10.—; Segal Mauryce 32.35; Seinfeld Dora 19. —; Seiler Wolf 15.73. Sch. Spender: Schwoner, Gen.-Dir. Dr. Benno 15.—; Schiff<?sa.mmlungen 398.75; Schwarzwald Heinrich 20.—; Schauer, Dr. Josef 10.—; Selbstkontingentler: Schwarz Esther für Gon Dow u. Perl Schwarz 6.41; Schreier Amalie 9.18; Schickler Minna 48.65; Schor 13.16. St. Selbstkontingentler: Stockknopf 10.—; Storch Regine 44.09. T. Spender: Tempel III Erdbergerstraße 20. —; Tempel „Schewet Achim“ 9.—; Tempel Obere Landstraße 32.35 (darunter 5% vom Maskirbueh 24.35, Nedarim 8.—); Tempel „Bene Berith“ 72.60; Tempel HI Eitelberggasse 47.70; Tempel „Beth Jizchak“ 10.—; Tempel Schönlaterngasse 10.—; Tempel „Emuna« Aves“ 20.50; Tempel „Beth Hachnesetb“ 8.—; Tempel „Binjan Chadasch“ 5.—; Selbstkontingentler: Tartakower Ajalah 24.60. W.. S p e n d er: Windholz NedeT 10.—; Wette Markus' Pfeffer 5Ö.—; WIZO u. Sektion XIV/XV: Sammlung beim Theaterabend am 5. Jänner 11.40; WIZO VII für Silberbuch Trief 36.—; Werner, Hofrat Dr. L. 10.—; Wiener Mathilde 74.72; WIZO Prater für Sefer Hajeled Stambach 40.—; WIZO-Zentrale 99.—; WIZO VII: Sammlung bei Veranstaltung für Keren Bizzaron 6.25; Selbstkontingentler: Weintraub Samuel 5.—; Werner, Hofrat Dr. L. 25.—; Wolken 7.54; Weinberg, Dr. Abraham Meier 8.3Ö; Werner, Dr. Walter 13.50. Kinder als Selbstkontingentler: Thea Geller 19.54; Friedl Lipper 2.61. Richtigstellung: In Ausweis Nr. 5 haben wir ausgewiesen: Selbstkontingentler Frau Helene Adler S 40.42, richtig sollte es heißen S 44.42. Herr Nathan Brodetzky, Eigentümer der Schmidl-Mazzoth-Fabrik, Leopoldsgasse 43, stellt uns folgendes Schreiben zur Verfügung,, das er vom Kommerzialrat Benedikt Schwager, Ehrenpräsidenten der jüdischen Kultusgemeinde Linz, Besitzer des Ritterkreuzes des österreichischen Verdienstordens, erhalten hat: Linz, 23. Jänner 1937. Herrn Nathan Brodetzky. Wien. Im angenehmen Besätze Ihre« Geehrten von gestern teile ich Ihnen mit, daß ich noch immer unter dem günstigen Eindruck «tehe, den ich von Ihrem Unternehmen gewonnen habe. Ich kann Ihnen nur wiederholen, was ich Ihnen gelegentlich der Besichtigung Ihrer Mazzothfabrik gesagt habe. Sowohl die Großartigkeit Ihrer maschinellen und manuellen Einrichtungen, ganz besonders aber die Hygiene und peinliche Reinlichkeit haben mir imponiert. Da ich gewohnt bin, sowohl für das gesprochene als auch geschriebene Wort mit meiner ganzen Persönlichkeit einzustehen, habe ich nichts dagegen, mein Urteil in Ihnen geeignet erscheinender Weise zu veröffentlichen, falls Sie glauben, daß meine bescheidene Person geeignet ist, für Ihre Erzeugnisse zu sprechen. Alles zusammenfassend, kann ich nur wiederholen, daß es mir ein besonderes Vergnügen war, Sie und Ihre Fabrik kennenzulernen. Mit besonderer Hochachtung Ergebenst Benedikt Schwager. Im Ronacher findet die Veranstaltung des Jüdischen Klube der Jungen am Samstag, den 30. Jänner statt. Es wirken die besten Kunetkräfte mit. Beginn 23 Uhr. Der Reinertrag fließt restlos der Winterhilfe der Kiütuegemeinde zu. Jüdische Bühne, Wien, H„ Praterstraße 60, Telephon R 42-7-31. Die sensationelle musikalische Schlagerkomödie „Die zerrissene Tnuim“ (Der zerrissene Verlobungspakt) von Markus Wittlin, der »ich in uneigennütziger Weise der Jüdischen Bühne zur Verfügung gestellt hat, gelangt Freitag, den 29. Jänner 1937, in der Jüdischen Bühne. II., Praterstraße 60, zur Uraufführung. Das Stück ist eine Komödie, d*:e im russischen Milieu der zweiten Hälfte de« vorigen Jahrhunderts spielt und schildert _ in packender, lebenswahrer Weise das damalige Leben der russischen Juden. Es ist das Erstlingswerk des Autors, dem man mit berechtigter Spannung entgegensieht. PElßlOil ECKSTEIN-SniHiil neu renoviert Der heutigen Auflage für Österreich liegt ein Prospekt des Lloyd Triestino, I., Kärntnerring, und Reisebureau „City“ (Dr. J. H. Körner), I., Kohlmarkt 8, bei, den wir der Beachtung unserer geschätzten Leser besonders empfohlen. FILME __ maammmMmmmmmmmmmmmmmmmmmummmmmmarn Filme ohne Arier-Paragraph Romeo und Julia. — Erbfeind der Menschheit. — Die Matrosen kommen. — Der letzte Gangster. — Meuterei auf der Bounty. — Ein schwerer Junge. — Die Wüstenlegion. — Wenn 'du nur kochen könntest. — Blutiges Geld. — Eifersucht. — Sie und der Kammerdiener. — Der letzte Mohikaner- — Gehetzt. — Karriere. — Revolver oder Roulette. — Hasard. — Der Dickschädel. — Rembrandt. — Herr Sherlok und Frau Holmes. — Der wandernde Tod. — Ehe ohne Hochzeit — Gefährliche Liebe. — Skandal in der Oper. — Lustig ist das Zigeunerleben. — Das Dreieck. — Dodsworth. — Shirley ahoi. - Mordkommission. — San Franzisko — Menschenjagd. — Der Garten Allahs. — Anthony Adverse. — Vornehm und gefährlich. — Ein amerikanisches Duell. — Der Bajazzo. — 1000 und 1 Affäre. — Die Kronoff- Juwelen. •— Zwischen Abend und Morgen. — Amigo. — Der lustige Desperado. So gut wie verheiratet. — Fünflinge geboren. — Fury. — Die Herrin der Dschungel. Heute: „Herrin der Dschungel.“ Heute erscheint im Kreuz- und Luxpalast- Kino in Erstaufführung der große amerikanische Sensation«- und' Abenteuerfilm der Paramount „Herrin der Dschungel“. Der Film spielt zum größten Teil im malaiischen Dschungel und zeigt die seltsame Freundschaft der wilden Bestien des Dschungels mit einem schönen jungen Mädchen, eine Freundschaft, die sieh in den Augenblicken der Gefahr besonders bewährt. Die Titelrolle dieses Films wird von dem neuen amerikanischen Star Dorothy Lamour gespielt. Heute: „Fury.“ Heute findet im Elite und Opern-Kino die Premiere des seit langem mit Spannung erwarteten ersten amerikanischen Fritz-Lange-1 Filmes ,,Fury“ statt. Die Hauptrollen dieses eigenartigen Werkes, das im Thema und in der Regie etwas absolut Neuartiges darstellt, spielen Sylvia Sidney. Morgen: „Fünflinge geboren.“ Morgen gelangt im Burg-, Imperial-, Stafar und Votivpark-Kino der ersto abendfüllende Film mit den kanadischen Fünflingen, „Fünflinge geboren!“ (Das große Weltwunder), eine Produktion der 20th Century-Fox, zur Erstaufführung. Auch der Lebensroman des Doktor Allan Roy Dafoe, des Geburtshelfers der Wunderbabie«, der als unbekannter Landarzt einen zermürbenden Kampf um seine Existenz zu führen hatte, wird uns vorgeführt. Kampfszenen in „Romeo und Julia(c. Der neue, große Spitzenfilm der Metro-Goldwyn- Mayer „Romeo und Julia“ enthält eine ganze Reihe von großen Kampfszenen, deren Vorbereitung in Hollywood sehr viel Zeit in Anspruch nahmen. Denn nicht nur die Hauptdarsteller Leslie Howard, Basil Rathbone und John Barrymore mußten sich für diese Szenen mit der Fecbtkunst im Stil des 15. Jahrhunderts vertraut machen, sondern eine bedeutende Anzahl von Statisten, welche an den großen Kampfszenen zwischen den beiden streitender Parteien in Verona beteiligt sind, mußten für diese Aufnahmen fechten lernen. Die weibliche Titelrolle des Films spielt Norma Shearer. Gefährliche Fracht. Zehntausend Ausländer werden monatlich ohne Paß nach USA geschmuggelt. Dieser Menschenschmuggel wird von den gefährlichsten Gangsters Amerikas organisiert. In ihrer neuen Kriminalseneation „Gefährliche Fracht“ zeigt die 20th Century Fox den Kampf der G-meu gegen diese neueste Gangsterplage. Die Uraufführung findet am 5. Februar im Kreuzkino statt. Die Winterhilfe der Isr. Kultusgemeinde Wien 10 Ausspeisestellen zirka 170.000 Mittagessen, über 250.000 kg KOhle und Koks, zirka 2700 Lebensmittelpakeie, ferner verschiedene Bekleidungsgegenstiinde, eine Tages« helmst&tte für Kinder und Tee« und Würmestiiben wurden errichtet. Spendet reichlich! Postsparkassenkonto B 29.659

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