Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 603 (10.12.1936)
- Date
- 1936-12-10
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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••!«• II 011 ItlMMI Nr. 603. — Wien, Donnerstag, 10. Do*. 1996 mehr innerlich durch die Wirkung seines eigenartigen Wesens und Geistes. Trotz dem Verlust seiner Selbständigkeit ist das jüdische Volk ein Faktor in der Weltgeschichte wie sonst kein geknechtetes Volk je gewesen ist, es hat unter dem Drucke seine Eigenart nicht eingebüßt, sondern gestärkt. Makkabäer von heute: Unsere Chaluzim und unsere Chaluzoth, alle unsere Kämpfer für die Wiedergeburt der jüdischen Nation. Damals Verteidigung des Bestandes der nationalen Werte, heute Kampf um die neue jüdische Nation! Kampf gegen fremde und Kampf gegen eigene Feinde, heute wie damals. Heute — noch schwerer und noch gefährlicher als damals. Damals war es ein Land, das das Judentum vernichten wollte, heute ist es eine Welt. Damals kämpfte Juda auf eigenem Boden, heute hat es erst um den eigenen Boden zu kämpfen. Damals, eine Nation im nationalen Land, durfte es kämpfen wie jede Nation, heute muß erst das Recht zum Kämpfen erkämpft werden! Makkabäer von heute: Tagsüber Kampf um den Boden mit der Natur, härteste Arbeit, nachts mit der Waffe verteidigen, was man mit blutigem Schweiß geschaffen. Makkabäer hinter dem Pflug, Makkabäer hinter dem Maschinengewehr! * Die Makkabäer ge schichte ist Gegenwartsgeschichte, die Makkabäerkämpfe sind Gegenwartskämpfe. Der Makkabäersieg gibt uns die Zuversicht auf den Sieg unserer jetzigen chaluzischen Generationl Der Sohn des Schammes Von Alfred Stettiner Das ist eine Geschichte, wie man sie zum Chämikkahfest, in feierlich gehobener Stimmung, nicht erzählen sollte. Und wer die Gefiihlsaeligkelt, die der Lichterglanz der Menorah vermittelt, wer (Verzeihung!) romantischen Selbstbetrug und jene unwirkliche Süße, die die Tränendrüsen in Bewegung setzt, der harten Wirklichkeit vorzieht: der nehme, bitte, davon Abstand, diese Aufzeichnungen zu lesen. Er stimme in den Sang des leicht eentlmentalen Moaus Zur ein, den meine Mitreisenden gerade jetzt, wie ich verschwommen höre, drei oder vier Räume weiter angestimmt haben. Ich für meine Person... Ich vermag mich der Obanukkahstraunung, deren Freund auch ich sonst bin, diesmal nicht hinzügeben. Ich sitze in meiner Kabine vor dem »hin- und her* wippenden kleinen Schreibtisch; nicht ohne Schwierigkeiten (denn auf dem Mittelmeer ißt Sturm) schreibe ich daß Folgende nieder, einem Unwiderstehlichen Zwang lohend, erschüttert bis ins Mark unter der Nachwirkung der Unterhaltung, die ich vor einer halben Stunde mit einem der Passagiere des Schiffes führte, das uns gestern in Haifa auf* nahm, um uns — gerade während der Chanukkahwoche — nach Triest, nach Europa zurückzuführen. .Ich kann nicht anders; es zwingt mir die Feder in die Hand. Wer den Mut hat, das Leben zu schauen, wie das Leben ist — er, aber nur er lese: I. Mit einem Telemark begann’»... Ja, das ist schon lange her. Damals, ebenfalls in der Zeit des Chanukkahfestes, hielt ich mich, einige Zeit noch vor dem Kriege, in "Wengen, zum Wintersport auf. Und wie es so geht: wir Juden hatten uns in dem Luxushotel bald gefunden. Wir waren eine kleine, unter uns verhältnismäßig abgeschlossene Gesellschaft: Männer und Frauen, jüdische Menschen aus Deutschland, England, der Schweiz, und auch einige Gäst« aus der gutsituierten jüdischen Oberschicht der polnischen Städte. Morgens, nach reichlichem Frühstück, gaben wir uns dem Skitraining hin — jeder für sich. Mit geröteten Gesichtern, fidel und aufgeräumt, kamen wir erst am späten Nachmittag ing Hotel zurück, wärmten uns auf, zogen uns um — die Männer wählten den Smoking, die Damen große Abendtoilette —, und verplauderten die Abende, bis tief in die Nacht, im Foyer, Im Rauchzimmer oder in den Damensalons de« Hotelfi. Mit einem Telemark also begann es. Ich war, ein Freund einsamer Skifahrten, weit hinaus gefahren, bis hoch in die Gegend des Jungfraumaseive. Ich liebte es, in äußerstem Tempo über den stäubenden Pulverschnee durch die winterliche Landschaft zu rasen, sozusagen — obwohl dieser Vergleich hier in jedem Betracht hinkt — über Stock und Stein, Über Hügel und durch Schluchten. Plötzlich fand ich mich, allzu unvermutet, einer abschüssigen Senke gegenüber. Der Kenner weiß, daß in solchen Fällen der Telemark üblich ist, jene abrupte Wendung, die den Skiläufer mit einem Schlage zum Stillstand bringt. Ich hatte ihn schon dutzendemal mit Erfolg und Selbstverständlichkeit angewandt, den Telemark; dieses Mal aber wollte es mein Unglück, daß ich in die Knie brach und mir den rechten Fuß schmerzhaft verstauchte. Ziemlich hilflos lag ich im Schnee. Nach einer Viertelstunde vergeblicher Bemühungen begann ich, erst gemäßigt, dann immer verzweifelter, zu rufen. Wer weiß, was au« mhr geworden wäre, wenn nicht ein von uns vorher kaum je bemerkter anderer Gast des Hotels, offenbar gleichfalls ein Jude, ein Mensch, den wir seines scheuen, zurückhaltenden Wesens halber den „Einzelgänger“ zu nennen pflegten, meine Rufe gehört, zu mir geeilt und mich aus der schwierigen Situation befreit hätte. Damals schien es, daß ich einen Freund S «wonnen hätte. An manchen Abenden tonerten wfr uns ab. Wir sprachen über dies und das; ich berichtete von meinen Berufs« plinen (leb wag damals noch ein junger Fuchs, kurz vor (lern Ingenieur-Examen) — und er... ... Schließlich erzählte er mir, seinerseits einiges von «einem Schicksal. Er war, wie soll ich es atwdrücken; mm, er war der Sohn eines Schammes. Nicht mehr, und nicht weniger —- der Sohn des Schammes in dem südpölnischen Städtchen Kamionka. Einige Dutzend Werst im Norden Lembergs. Ein bc gabter Bursche; ein Mensch, der durch erstaunliche Kenntnisse im Talmud reichen, frommen Juden als Kind aufgefallen war. Als er, mit fünfzehn Jahren, zu kränkeln begann, alß es sich mehr und mehr herausstellte, daß ihn ein gefährliches Lungenleiden befallen hatte, sandten seine Wohltäter ihn in die Schweiz, in der er sich nun, mit einer kleinen Rente, die ihm regelmäßig aus Lemberg überwiesen wurde, schon im zweiten Jahre aufhielt. Einen großen Teil des Jahres lebte er in. einer der Jeschiwoth in Montreux; im Winter aber trieb er, auf den strengen Wunsch des Arztes, Sport im Hochgebirge. Ein eigentümlicher Mensch' wenn man ihn mit den angesohnallten Skiern oder im Bobsleigh, um echarfe Kurven steuernd, sah, wäre niemand auf die Idee gekommen, einen „Jeechiwa-Booher“ vor sich zu haben. Nichts von körperlichen Hemmungen, nichts von den physischen Unsohönheiten, in denen sieh die Jahrhunderte des Ghettolebens auch und gerade bei polnischen Juden allzu häufig ausgeprägt haben! Ein schlanker, von der Sonne des Berner Oberlandes gebräunten gut ausgehender Junge, der das achtzehnte öder neunzehnte Lebensjahr damals kaum Überschritten hatte ... Immerhin: daß er der Solln eines Schammes war, bedrückte ihn maßlo«, inmitten einer Gesellschaft gut ungezogener, mit Geld reichlich versehener, großbürgerlicher Win tersportler. Daher (so bekannte er mir) ging er seine Wege für sich, zurückhaltend, scheu, mit dem Wunsch, niemanden kennenzulernen und nie in die Verlegenheit zu kommen, seine Armut offenbaren zu müssen. Ich versuchte, meinen neuen jungen Freund ungeachtet dessen in unseren Kreis hineinzuziehen; und fast schien es, daß es mir gelingen werde. Er wurde zugänglicher, umgänglicher; bald war er, durch die Kraft seines Wissens und die Schärfe seines Ver Standes, in unseren Abendunterhaltungen zu einem der Mittelpunkte. Darüber hinaus, wie soll ich es sagen: zwischen ihm und einem jungen Mädchen unserer Gesellschaft, einer bildschönen, verwöhnten, in Gesellschaft einer steinreichen Erbtante nach Wengen gekommenen Jüdin aus Mitteldeutschland, spannen sich zarte Fäden der Sympathie an. Alles schien sich, mit einem Wort, aufs beete zu entwickeln. Aber man muß wissen, daß mich, als ich den raschen gesellschaftlichen Aufstieg meines Schützlings sah, unversehens der Teufel des Neides ritt. Heute, nach so vielen Jahren, darf ich offen bekennen: ja, ich neidete ihm seine Erfolge, und ich neidete ih/m vor allem seine Erfolge bei jenem Mädchen. Wae tut man nicht, wenn man, in solcher Situation, von allen guten Geistern verlassen wird? Einmal hatte ich Gelegenheit, sie unter vier Augen zu sprechen. „Wissen Sie, woher David St. (so hieß mein Freund) stammt? Aus Kamionka! Und wiesen Sie, was «ein Vater dort tut? Er ißt Schammee in der Gemeinde; ja, er geht morgen# um vier Uhr mit dem Klopfer durch die Gass’, um die polnischen Juden des Städtchens ,zur Schul arain4 zu rufen; er verrichtet die niedrigsten Dienste in dem vermutlich winzigen, wenn nicht schmutzigen Bethaus ... kurz: ein Schammes!“ Jene Dame war, ich sagte eg schon, verwöhnt, preziös und — das freilich wußte ich damals noch nicht — oberflächlich und herzlos. Daß er, der eich ihr schon halb und halb erklärt hatte, nichts als der Sohn eine« Schammes eei, empfand sie wohl als Zumutung. Sie fühlte eich, vor den Hotelgästen, gewissermaßen bloßgestellt. Und eie beschloß, sich, echt nach der Art „törichter I Jungfrauen“, zu rächen«*« 1 Kurz danach sollt« ein Cbanukkabfeet vonstatten gehen, das wir vorbereitet hatten. Ich hatte dazu eine Art Revue gedichtet; es war vorgesehen, daß jene junge Jüdin als „Schammee“ anftreten und, mH einem großen Stab in der Hand, hinter einer Portiere die acht Mitwirkenden des Stücke# gewissermaßen „heraueklopfen“ sollte. Man versteht: diese acht Hauptspieler repräsentierten die acht Lichter der Menorah — und wie der Schammee die Lichter entzündet, so sollte sie, die Angebetete meines und seines Herzen», mit ihrem Zauberstab die acht Schauspieler auf die Bühne bringen. Einer von ihnen war David. ...Wir waren, die jüdischen Gäste, gespannt und erwartungsvoll im großen Saal de« Hotels, der uns für diesen Abend zur Verfügung gestellt worden war, versammelt. Sie trat als erste auf; reizvoll ln einem eng anliegenden, entzückenden Samtkostüm, in der Hand den großen, vergoldeten Stab. Die acht Schauspieler hockten, zunächst noch versteckt, hinter einer spanißohen Wand. Der erste, der programmgemäß „herau»- geklopft“ werden sollte, war David. Sie begann, wie verabredet, mit den einleitenden Versen: „Chanukkah, das Fest der Lichte, ist das Fest auch der Gedichte. Aber bildet euch nicht ein, daß ich, hochverehrte Hörer, eurer Feierfreude Störer bin; ich trete nur zum Schein auf; denn ich bin nur der Schammes.. Und nun sollte eß, nach dem bescheidenen Textbuch, weitergehen: „Wisset denn, ich unternahm es, diese Lichter, die noch dunkeln, anzuzünden, daß sie funkeln ...“ Bei dem Worte „Schammes“ (so war es verabredet) hatte das Klopfzeichen zu erfolgen una, als erste# „Licht“, hatte sich, hinter der Portiere, David «o zu erheben, daß sein Kopf und sein Oberkörper dem Publikum sichtbar wurde. Er tat es auch; wer aber beschreibt da« Erstaunen der Hörer, mein Befremden, sein Entsetzen, als unsere Freundin, statt ihren Spruch ordnungsgemäß weiterzuführen, hinter dem Wort „Schammes“ fortfuhr: „Doch du bist der Sohn des Schammes! Besser stehn dir, wie ich finde, Paies als die Smokingbinde. Was du tust, ist ein Gefiunka; geh zurück nach Kamiunkal4* Unmöglich, zu beschreiben, was nun folgte. David riß die Portiere herunter, eiürzte auf den „Schammes“ zu, schien da« junge Mädchen, da# mit einem Schlage erbleichto, für diese frechen Verse züchtigen zu wollen, wurde von mär, der den Zusammenhang durchschaute und nach vorne stürzte, zurückgeriesen, brach in hysterische« Schluchzen aus und lief schreiend aus dem Saal. Die Veranstaltung mußte abgebrochen werden. Noch in derselben Nacht verließ er, mit unbekanntem Ziel, Wengen. II. ... und jetzt, nach einem Vierteljahrhundert, saß ich (e# ist, wie gesagt, kaum eine knappe Stunde her) auf dem Promenadendeck dieses Schaffes, mit einem alten Herrn au« Lemberg, einem seit langem schon in Paläetina lebenden jüdischen Kaufmann, der Erez Israel für kurze Zeit verlassen hatte, da ihn unaufschiebiiche Geschäft« noch einmal in seine Heimat zurückführten. Die Rede war auf Lemberg, auf die Flecken und Ortschaften in der engeren Umgebung dieser Stadt gekommen. Ich weiß nicht, wie ee kam; in Irgend einem Zusammenhang fiel der Name: Kamionka. Der Alte erzählte mir: „An diese Stadt knüpft eich eine meiner entsetzlichsten Erinnerungen. Es war in den wirren Zeiten unmittelbar nach dem Kriege. Die Bolichewiki, Sie werden sich erinnern, kämpften mit den Polen; Pogrome waren an der Tagesordnung. Die Verhältnisse in unserer Gegend ... völlig ungeklärt. Damals, ebenfalls um di« Chanukkahzelt, tauchte in Lemberg ,ein Mensch auf, den niemand kannte. Es war unklar, wa« er trieb; ober ein Spitzel der Bolschewik!, der Weißrussen, oder ein Spion Petljuras war. Klar war: er war in undurchsichtigen, dunklen politischen Geschäften nach Lemberg gekommen. Niemand kannte seinen Namen. AU ich ihm, durch Zufall, auf der Straße begegnete, zog durch mein Hirn eine unklare EtKennung. War das nicht ein Jeechiwabocher, namens David St....?“ Da« Rauschen de« Meeres, da« mein Ohr bis dabin erfüllt hatte, wurde mir imhörbar. Wie ein Scblag ging es durch mich: David SU Der Alte aber berichtete weiter: „Ob er e« war, er, den ich vor dem Kriege auf meine Kosten nach der Schweiz ge- «chJckt hatte, nachdem die Ärzte ein schweres Lungenleiden entdeckt hatten... e« war nicht festzuetellen. Ich sprach ihn an; er antwortete befremdet, mit kaltem Blick. Vielleicht hatte ich mich getäuscht? Einige Tage danach, unmittelbar vor Chanukkah, wurde ich durch einen Boten mitten in der Nacht herausgetrommelt; ich sollte möglichst sofort nach Kamionka kommen. Ein Wagen stehe vor der Tür meines Hauses, um mich zum Bahnhof zu bringen. Sie müssen wissen (schaltete der alte Mann ein) —• damals genoß ich überall ln der Leroberger Gegend großes Ansehen. Wo in den Kehillaua etwa« nicht in Ordnung war, wo ein ,Beth Din‘ stattfinden mußte, ein Schlichtungsverfahren: nirgends ging es i ohne mich. I In der Gaststube des jüdischen Schanki wlrtes in Kamionka drängten sich, als ich elnfcrat, die Menschen. In der Mitte stand er, mit flammendem Blick, an Händen und Füßen gefesselt. Wa« war geschehen? Man war einem entsetzlichen Attentat rechtzeitig, Gott sei Dank, au! die Spur gekommen. Durch den Verrat eines Mitläufers hatten die Juden Kamionkas Kenntnis davon bekommen, daß in den acht Tagen des Chanukkah die acht größten, jüdischen Gutsbesitzern gehörenden Bauernhöfe ange-_ ztindet werden sollten — an jedem Abend ein Gutshof. Und er, er wollte mit eigener Hand das Feuer in die Gehöfte legen... Ich sandte die aufgeregten, lärmenden Juden, die da» Gastzimmer füllten, aus dem Raum. Ich wollte allein mit ihm eprechen. Und ich erfuhr: Ja, er war es, David St. Er wollte sich rächen; aber wofür, es war dies nicht festzustellen. Ich bemerkte sehr bald: ein Irrsinniger stand vor mir, ein Mensch, der für seine Handlungen und Pläne nicht verantwortlich zu machen war. Er stammelte etwas davon, daß er, als Sohn eines Schammee, verpflichtet sei, an den Chanukkahtagen die acht Lichter der Menorah ,herauszuklopfen4; er stammelte etwas von einem geliebten Mädchen, das ihn vor Jahren verraten habe, und das er nicht vergessen könne; er stammelte etwas von der Welt der Reichen, der Sorglosen, der Unbekümmerten, der in Luxushotels Wohnenden, an denen er Rache nehmen müsse! Schaum stand ihm vor dem Munde, al« er mir entgegenschrie: Jahre um Jahre habe «r auf diesen Moment gewartet; und nun müsse es sein! Die acht jüdischen Bauernhöfe wolle er, der Sohn des Schammes, entzünden, wie der ,Schammes4 die acht Kerzen der Menorah in der Woche des Lichtfestes entzündel Nun sei es eo weit, daß er ein weithin leuchtende«, flammende« Zeichen ihr schicke, damit «de sehe... Hier verlor er sich in völlig unverständliche, unzusammenhängend© Reden. Plötzlich fiel er, in einem unverkennbaren Anfall von Epilepsie, nieder. Ich schrie entsetzt auf; die Tür des Gastzimmers wurde aufgerissen, man stürzte herein. Ich rief nach einem Arzt (denn nicht die Polizei, sondern ein Arzt tat hier vonnöten...) E« war zu spät. Ale der Arzt kam, war David St. gewesen.“ Festliche Lieder klingen aus dem Schiffssalon, in dem Chanukkah gefeiert wird, an mein Ohr. Ich aber eitze vor den nun mit meinen Aufzeichnungen bedeckten Blättern, in meiner schaukelnden Kabine, hinter dem schmalen Schreibtisch. Bitter ist’e, alte Schuld zu bereuen; bitter, bitter... Jüdin, fn ollon Bilanz« und Büroarbeiten bewandert, sucht Stellung• Beste Beferemen.