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Die Stimme · 1936-11-17 · Heft 597 (17.11.1936) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 597 (17.11.1936)
Date
1936-11-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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0» STIMME Seite 3 Nr. 597. — Wien, Dienstag, 17. November 1936 . Handelsvertrag Palästina—Aegypten London, 13. November. (JTA.) Im Unterhaus fragte der Abgeordnete David Adams den Koloniepminister, ob bereits ein Handelsabkommen zwischen Ägypten und Palästina geschlossen worden sei, wenn ja, unter,welchen Bedingungen und für welche Dauer. Der Kol oni enminiis ter bejahte die Frage. Das Abkommen sbhe Ermäßigungen der Zölle und Eisenbahn tarife in 'diesen Ländern vor und bezwecke die allgemeine .Hebung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ägypten und Palästina mit Hilfe der genannten und anderer Mittel. Das Abkommen ist bis August 1D37 gültig und wird dann auf unbestimmte Zeit erneuert, wobei jedem der vertragschließenden Teile ein dreimonatiges Kündigungsreoht zusteht. WasmacflaiSiejedeitMetid? »Jch lasse mich mit Diana-Franzbranntwein massieren!'4 -—„Warum gerade mit Diana-Franz branntwein?“ — Weil ich mich überzeugt habe, daß nur Massage mit Diana solche Schmerzen lindert, welche von Ueberanstrengung und schwerer Arbeit herrühren. Eben darum kaufe ich nur ana FRANZBRANNTWEIN mUMENTHOl «4—-__- ‘ „ Kartelle in Palästina Tel-Aviv, 13. November. (JTA.) Der palästinensische Industriellenverband hat die Verhandlungen über die Bildung von Kartellen abgeschlossen; die Kartelle sollen eich auf jdie einzelnen Industriezweige Palästinas .beziehen.. Bisher ist ein Kartell der Textilfabriken und der Nahrungsmittelbetriebeerrichtet worden; in Vorbereitung befindet 'sich ein 'Kartell der Erzeuger pharmazeutischer Produkte. Die Kartelle werden ihren Mitgliedern feste Preise und aibgegrenzite , Absatzgebiete bestimmen. In den oben erwähnten Industriegebieten gibt es keine Outsider, sämtliche in Frage kommenden palästinensischen Fabriken' sind kartelliert. Glasfabrik in Haifa Haifa,. 13. November. (JTA.) In der Haifa Bay wurde ,die neue Fenster- und Spiegelglasfabrik der Pälestine Plate G-lass & Paint Works (Shepherd Tobias & Co.) Ltd. durch den Mitinhaber P. V. Tobias, der zu diesem Zweck aus London gekommen war, feierlich-eröffnet. Die Fabrik wurde mit den modernsten Maschinenanlagen ausgestattet. Sie rechnet mit dem Absatz ihrer Produkte nicht nur in Palästina, sondern auch in Syrien und anderen Ländern des Nahen .Ostens. , ‘aDie Balibewegung Jerusalem, 13. November. (JTA.) Laut den Angaben, die daß Statistische Regierungebureaai in seinem Bulletin veröffentlicht, sind in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres in Jerusalem, Tel- Aviv, Haifa und Jaffa Baubewilligungen für eine Fläche von 571.000 Quadratmetern, erteilt worden. In demselben Zeitraum des vergangenen Jahres betrafen die Baubewilligungen eine Fläche von 002.000 Quadratmetern. In Tel-Aviv betrug die bewilligte Baufläche 121.000 Quadratmeter (im vergangenen Jahr 327.000), in Jaffa 55.000 (im vergangenen Jahr 66.000), in Jerusalem 100.000 (im vergangenen Jahr 124.000) und in Haifa 126.000 , (im vergangenen Jahr 285.000) Quadratmeter. 8166 Telephonanschlüsse in Palästina Jerusalem, 13. November. (JTA.) Die Zahl der Tolephomanschlüsee in Palästina ist* yom 1. Jänner bis zum 1. September 1936 von 7530 auf 8166 gestiegen. Davon entfielen auf Jerusalem 2132, auf Haifa 1873, auf Tel-Aviv und Jaffa 2903 und au! die übrigen Städte 1258 Anschlüsse. ismiiunniiiTiininmtiffliiimiiniMiniaimiiitiiimnnMiininntiiiiiHiiiuiiiiniiimiinuiitr iuiuimiiuraiinnmmn> Vortrag Max Graf Dienstag, den 17. November, um Uhr abends, findet im Chajes-Saal des Zentralkeimes, IX., Alserstraße 26, ein Vortrag des Professors der Staatsakademte für Musik und darstellende Kunst, Professor Dr. Max Graf, übpr das Thema: „Die Judon im Musikleben der Gegenwart“ statt. Gästo herzlich willkommen! An das Jüdische Volk! Fast ein halbes Jahr bereits steht der Jischuw Palästinas unaufhörlichen wirtschaftlichen Angriffen und blutigen Überfällen gegenüber. Durch abscheuliche Verbrechen, Brandstiftungen auf Feldern und Entwurzelung von Bäumen, durch wilde barbarische feige Terrorakte, Mord aus dem Hinterhalt ah Kindern, Frauen und Greisen versuchen arabische Streikkomitees und Mörderbanden, das friedliche Erlösungswerk der Pioniere des jüdischen Volkes in seiner wiedererstehenden Heimat zum Stillstand zu bringen. Der Vernichtungskampf richtet sich nicht nur gegen den Bestand und die Lebensarbeit der 400.000 Juden, die bereits im Heimatlande Wurzeln gefaßt haben, sondern gegen die Hoffnungen des ganzen jüdischen Volkes, gegen seine zweitausendjährige Hoffnung auf Rückkehr in die verwüstete Heimat, auf ihren Wiederaufbau und seine Wiederauferstehung in ihr. Der Terror hat den Jischuw nicht in Schrecken versetzt. Die blutigen Zerstörungsakte der arabischen Verbrecher sind auf eine lebendige Stahlmauer derer, die das Heimatland wieder aufbauen, geprallt. Ohne sich von den abscheulichen Provokationen hinreißen zu lassen, ohne die Hand zu einem Bürgerkrieg zu bieten, steht der Jischuw tapfer, verantwortungsbewußt, klug und wachen Auges auf dem Posten, unermüdlich, unerschrocken und unerschüttert. Eine Hand führt das Aufbauwerk weiter, während die andere die Waffe hält. Der arabische Streik, der mit dem Blute unschuldiger Juden, Araber und Engländer besu.delt ist, hat die jüdische Wirtschaft nicht zum Stillstand gebracht, die schöpferische Leistung der Juden nicht unterbunden. Trotz der Gefahren auf den Straßen ist der jüdische Autoverkehr nicht eingestellt, die Verbindung Zwischen den Siedlungspunkten in Stadt und Land nicht unterbrochen worden. Die Pioniere des Volkes in Palästina haben sich jedoch nicht damit begnügt, die vorhandenen Positionen zu verteidigen und ihr bisheriges Werk fortzusetzen. Gerade in diesen Monaten der Unruhen, die noch nicht vorüber sind, da das Schwert der Vernichtung über dem Haupt des Jischuw schwebt und die Hoffnung des jüdischen Volkes von furchtbarer Gefahr bedroht ist, hat sich der Jischuw grundlegende neue, aussichtsreiche Positionen erworben und seine Wurzeln tiefer in den Boden der Heimat gesenkt. Die erste jüdische Stadt hat sich einen Weg zum Meere gebahnt: in Tel-Aviv entsteht ein jüdischer Hafen. Im jüdischen Dorfe ist die jüdische Arbeit fester geworden. Tausende von neuen jüdischen Arbeitern sind in die Kolonien eingedrungen. Die landwirtschaftlichen Produkte des jüdischen Dorfes haben sich den Markt erobert, die Arbeitersiedlungen Hunderte von neuen Siedlern aufgenommen. In der entscheidenden Industrie des Bauwesens und Straßenbaues, im Steinbruch hat der jüdische Arbeiter seinen Platz befestigt. Die jüdischen Verteidigungskräfte sind gewachsen wie nie zuvor: Tausende unserer jungen Leute wurden für die Schutzpolizei. mobilisiert und . schützen Leben und Eigentum unseres Volkes in seinem Land. Und nicht zuletzt: in diesen Monaten der Bedrohung, der Unruhen und Gewalttaten sind Tausende von neuen Einwanderern aller Kategorien und Lebensalter, Arbeiter und Kapitalisten, Männer und Frauen, Greise und Kinder, ins Land geströmt und von ihm absorbietrt worden. Diese Tausende von Einwanderern haben die wunderbare Aufnahmsfähigkeit des wieder auferstehenden Heimatlandes allen blutigen Unruhen zum Trotz gezeigt und offenbart, daß ein Bund auf Leben und Tod und für alle Zeiten zwischen dem jüdischen Volk und dem Land seiner Vergangenheit und Zukunft beschlossen ist. Fast ein halbes Jahr lang dauert bereits der schwere furchtbare Kampf an, und die ganze Last dieses Kampfes ruhte bisher ausschließlich auf den Schultern des Jischuws Palästinas. Mit der Frucht seiner Hände und seines Vermögens sowie mit dem Leben seiner Söhne und Töchter hat der Jischuw für seine Entschlossenheit und Treue zu dem Werke der Erlösung und Wiederauferstehung des jüdischen Volkes in seinem Lande bezahlt. Der Jischuw wird auch in Zukunft vor keinem Opfer zurückschrecken, fest und gerüstet auf der Wacht stehen, wie unser Schicksal es von ihm fordert. Es geht jedoch nicht um einen Kampf des Jischuw allein. Der Jischuw verteidigt nicht Leben und Recht der 400.000 Juden Palästinas, sondern das Recht des ganzen jüdischen Volkes, das Recht des jüdischen Volkes auf Rückkehr in sein Land und Erneuerung seiner nationalen Selbständigkeit in seiner Heimat. Das ganze jüdische Volk hat die Pflicht, an dem Verteidigungs- und Aufbaukampf teilzunehmen, der die Voraussetzung unserer ganzen nationalen Zukunft ist. Die Jewish Agency als die völkerrechtlich anerkannte Vertretung des jüdischen Volkes wendet sich an das ganze jüdische Volk in allen Teilen der Welt mit dem Appell, sich sofort und in vollem Umfang zu mobilisieren für die Aktion „Bittachon uwizzaron“, die dazu bestimmt ist, die Sicherheit des Lebens derer, die in den Schützengräben stehen, zu erhöhen, die neuen Erfolge zu erweitern, die Wirtschaftspositionen in Stadt und Land zu festigen und diese Wirtschaft aufnabmsfähig zu machen für eine größere und stärkere Einwanderung. Die Aktion „Bittachon uwizzaron“ soll nicht der Hilfe für die dienen, die durch die Unruhen geschädigt sind und Not leiden. Der Jischuw Palästinas hat seine schweren Verluste, Verluste an Leben und Eigentum, getragen im Vertrauen auf seine eigene Kraf t und in Hingabe an seine historische Sendung, wie ein Heer, das ^gleichzeitig aufbaut und sich verteidigt, wie ein Heer, das vom ganzen jüdischen Volk und für dieses Volk nach Palästina gesandt worden ist. Die Aktion „Bittachon uwizzaron“ soll den Aufgaben dieser Sendung dienen. Durch die] rasche, hingebungsvolle Mobilisierung für diese Aktion wird das jüdische Volk zeigen, daß es mit dem Schicksal der Pioniere unserer Erlösung und Wiederauferstehung verbunden ist. Die Aktion „Bittachon uwizzaron“ wird den Beweis erbringen, daß der ehrenvolle heldenmütige Kampf des Jischuw und seine unschätzbare, segensreiche Leistung ein Kampf des ganzen jüdischen Volkes und seine Leistung ist, daß hinter den 400.000 Pionieren in Palästina das gesamte geeinte jüdische Volk steht, das treu und unerschrocken ist wie seine Pioniere. Jerusalem, Tischri 5697. Exekutive der Jewish Agency• 4 SA QfvndenS&ckenf POWEUf LOMBARD 1 rv «( 1&EGIE*. IöMöORV JlA CAVA im, * „WMßk Kmumwmfa AB HEUTE (MY MAN CODFREY) E: BÜRO-1. I M PERIAL I. ST AFA-VH. VOTIV PARK» iiminiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiRiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiimiii.mwiiiiiia Künstliche Minderheit Der Londoner Korrespondent der „New York Times“ macht. Enthüllungen über einen von britischen Zivübeamten in London und Jerusalem ausgearbedteten Plan zur Verhinderung des Entstehens einer jüdischen Mehrheit 1 in Palästina. Der Plan geht in der Hauptsache darauf hinaus, daß natürlicher Zuwachs und Zuwanderung bei den Juden Palästinas zusammen, nicht den natürlichen Zuwachs der arabischen Bevölkerung des Landes . übersteigen sollen. Wenn zum Beispiel der natürliche Zuwachs der arabischen Bevölkerung im Jahre 25.000, der der Juden 7000 ausmacht, so darf die ' jüdische , Einwanderung in dem gleichen - Jahr nicht 18.000 Seelen übersteigen. Die englischen' Experten in Bevölkerungsfragen schätzen, .daß im nächsten Jahr der arabische Zuwachs gegenüber dem 'jüdischen ein Plus von 18.500, im Jahre 1941 ein Plus von 17.000, im Jahre 1946 ein Plus von rund 16.000 Seelen ergeben wird.' Sollte der-Plan der britischen Beamten verwirklicht werden, so werde die jüdische Bevölkerung Palästinas inzehn Jahren etwa 36 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, während heute die Juden 28 Prozent der Gesamtbevölkerung bilden. Die Angst der Araber vor Majorisierung werde — so meinen diese Beamten — bei Annahme des Planes schwinden. Der Korrespondent der „New York Times“ weist darauf hin, daß das Colonial Office in London wiederholt erklärt hat, daß es sich auf keine Politik gegenüber Palästina festlegt, solange, der Bericht der Königlichen Kommission nicht vorliegt. Immerhin, so meint der Korrespondent, beziehe sich die Regierung zu dem erwähnten Plan mit Respekt, doch verschließe sie sich nicht, der Erkenntnis, daß jede, politischen Motiven entspringende Einschränkung der jüdischen Einwanderung von den Zionisten als ein Bruch des Mandates mit äußerster Konsequenz bekämpft werden, und daß jedes internationale Forum ihnen hierin recht geben werde. fiiiuiininuiiiiiiiiiiiinnniiinuiniiiiiiiiiniiiiiiiiintinimimninonfliiiiiiiiiiuianoiuinmuiiHnnn WIZO I. Die Generalversammlung der WIZO I, findet am Mittivoch, dm 18. November, um 5 XJhr nachmittags, in den Klubräwmen der WIZO, h, Schottenring 25, statt. Die Mitglieder 'werden gebeten, unbedingt zu scheinen. — Nach der Generalversammlung spricht Professor Julian Silberbusch, Bevollmächtigter des K. K. L.- Eauptbüros ln Jerusalem. Durch den Terror der Araber ist die judisdie Siedlung in Palästina gefährdet. Sorget für Ihre gesicherte Zukunft! Gebet für den Mifal bizaron!

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