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Die Stimme · 1936-11-13 · Heft 596 (13.11.1936) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 596 (13.11.1936)
Date
1936-11-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 596. — Wien, Freitag, 13. November 1936 Ml STIMM! S«itt 7 Hofrat Frankfurter - Komtur des Verdienstordens Bundeekulturrat Hofrat Dr. Frankfurter war aus Anlaß «eines 80. Geburtstages Gegenstand großer Ehrungen. Minister Dr. Pemter überreichte ihm Dienstag in Anwesenheit des ersten Sektionscbefs Dr. Baron Löwenstein dem langjährigen Konsulenten des Ministeriums und ehemaligen Direktor der Universitätsbibliothek das ihm vom Bundeepräsidenten verliehene Komturkreuz des österreichischen Verdienstordens mit dem Bande. In einer herzlichen Ansprache beglückwünschte der Minister den Jubilar im Namen des Ressorts und im eigenen Namen und würdigte ln warmen Worten die verdienstvolle Tätigkeit des „Seniors des Hauses“ auf dem Gebiete des Bibliothekswesens, des humanistischen Gymnasiums und mannigfacher anderer Gebiete im Unterrichtsressort, wobei er auch seiner Tätigkeit im Bundeekulturrat gedachte. Im Hause des Jubilars fanden sich eine große Anzahl von Deputationen wissenschaftlicher Körperschaften ein. Die erste war eine Abordnung, an deren Spitze der Präsident der Akademie der Wissenschaften, Hofrat Professor Dr. Oswald Redlich als Obmann des Vereins der Freunde des Humanistischen Gymnasiums stand. Mit ihm kamen die Vorstandsmitglieder Hofräte Prof. Oberbummer, Hauler, Meister und Gaar. Hofrat Redlich überreichte eine Adresse mit einem Rückblick auf die Leistungen Frankfurters im Dienste der Altertumswissenschaft, des österreichischen Schulwesens und namentlich des humanistischen Gymnasium«. Bürgermeister Schmitz gedenkt in einer Zuschrift der vielfachen Verdienste, die sich der Jubilar um das geistige und kulturelle Leben der Stadt Wien erworben hat. Namens des Bundeskulturrates gratulierte dessen Präsident Generaldirektor Dr. Pick, der gleichzeitig als Vorstand der Nationalbibliothek der Verdienste Frankfurters um das österreichische Bibliothekswesen und die humanistischen Studien gedachte. Namens der israelitischen Kulfcusgemeinde überreichten Präsident Doktor Friedmann und Amtsdirektor Doktor Löwenherz eine Adresse, die der großen Verdienste Frankfurters für jüdische kulturelle und wissenschaftliche Angelegenheiten gedenkt. Namens der evangelisch-theologischen Fakultät gratulierte besonders Warm Dekan Professor Dt. W i 1 k e. Eine Adresse der Beamten der Universitätsbibliothek bezeichnet den Jubilar als „Diener am Buch und Diener am Lieht“. In gleicher Weise hebt in einer besonderen Zuschrift der gegenwärtige Direktor der Bibliothek, Dr. Gans, hervor, daß Frankfurter in der schwierigen Zeit im und nach dem Kriege beigetragen hat, das Institut in das Kulturleben des jungen Staates überzu leiten. In warmen Worten gratulierten dio verschiedenen Würdenträger der Universität, an ihrer Spitze Rektor Professor Arzt und Kanzleidirektor Regierangsrat Dr. Wagner. Auch von auswärtigen Hochschulen kamen Glückwünsche. Von großer Wärme ist dio telegraphische Beglückwünschung1 des Vereins deutscher Bibliothekare“ (Berlin-Tübingen) für „den verdienstvollen Förderer der modernen wissenschaftlichen Bibliotheken“. Das Akademische Gymnasium '(Direktor Hofrat Marcus) „zählt Hofrat Frankfurter mit Stolz zu seinen Schülern, der das geistige Leben des Vaterlandes vielfach befruchtete“. Der Wiener Goethe-Verein feiert „den um Wissenschaft und Bildung hochverdienten Österreicher, deeson Tätigkeit und dessen ruhiges Alter an den Namenspatron des Vereines erinnere“. Die Wiener „Concordia“ gratulierte ,,dom verclionstvollon Freund alles Guten“, und die Völkerbundliga — Präsident Botschafter a. D. Dr. Dumba — gedenkt in wannen Worten der Mitwirkung ihres langjährigen Vorstandsmitgliedes für die Sache des Friedens. Festversammlung des Jüdischen Museums Der Verein „Jüdisches Museum“, dessen Präsident Hofrat Frankfurter ist, veranstaltete Montag eine Feier unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Dr, Sti&önjy Oberm«di«lnalrat Dr. Laub würdigte dio unermüdliche Tätigkeit des Präsidenten für die bedeutsamen Sammlungen, der Direktor des jüdischen Realgymnasium«, i Professor Dr. lK e 11 n e r, sprach dem Jubilar den Dank der Anstalt für seine Tätigkeit als Präsident aus. Der ehemalige Gemeinderat Dr. Plaschkes teilte mit, daß der Vorstand der Kultusgemeihde die Übernahme des Museums in die Verwaltung der GerneIndo beschlossen und Zu Ehren des'80. Geburtstages des Präsidenten 1000 Schilling gespendet habe. Prof. Dr. K u r r e i n (Linz) rühmte die Tätigkeit Hofrat Frankfurters als Konsulenten des Unterrichtsministeriums, Dir. Dr. Pollak seine Verdienste um den traditionellen jüdischen Unterricht. Nach einer Reihe weiterer Redner sprach Hof rat Dr. Frankfurter selbst und stellte fest, daß ihn die Vereinigungen, denen er angehörte, insgesamt um die Fortsetzung seiner Tätigkeit gebeten habe, von der er sich mit Erreichung des 80. Lebensjahres zurückziehen wollte. Seinem Versprechen, weiter zu arbeiten, folgte stürmischer Beifall. Die Arbeit des Keren Kajemeth Die Landeskonferenz des Keren Kajemeth findet am Sonntag, den 22. d. M., um 9 Uhr vormittags, im Sitzungssaale der Zion. Büros, I., Marc-Aurel-Straße 5, statt. Tagesordnung: Adolf Böhm: „Bodenerwerbsmöglichkeiten in dieser Zeit“. Prof. Julian Silberbusch, Delegierter des Hauptbüros des Keren Kajeroeth Jerusalem: „Die nächsten Aufgaben de« Keren Kajemeth in Erez Israel und seine Möglichkeiten in der Galuth.“ Dr. Chaim Tartak o w e r: „Bericht über das Jahr 5696 und die Richtlinien der neuen Arbeit im Jahre 5697.“ Aussprache, Resolutionen, Wahlen, Verlesung der in den „Pinkas“ eingetragenen Selbstkonfcingentler und Gruppen. Tischri-Aktion. Aus folgenden Tempeln, resp. Bethäusern sind Thoraspenden eingegangen: Bethaus Eitelberggasse S 178.20; „Beth Israel“, Leopoldsgasse 135.-—; „Emunas Aves“, Storchengasse 133.—; Schmal-zhof-Tempel 130.—; Belli aus Obere Landstraße 121.—; „Beth Aharöii“, Wieden-Margareten 118.—; „Mikdosch meat“, Fran z-Hoche dl i nger-G asse 58.—; „Sebeweth Achim“ 13.—, Provinz: Bruckneudorf durch M. Weinstein S 46.—; Innsbruck durch Ing. Adler S 55.—; St. Pölten S 13.—. Die Vertrauensmänner des Keren Kajemeth werden gebeten, ihrerseits auf die Verwaltungen der Bethäuser und Tempel einzuwirken, daß die Thoraspenden des Keren Kajemeth ehebaldigst übersandt werden. Ferner daß dem Keren Kajemeth Spezifikationen der Spender übersandt werden, damit die vom Keren Kajemeth herausgegebenen offiziellen künstlerischen Bestätigungen den Tempeln und. Bethäusern zur A f f ichierung im Bethausgebäude übergeben -worden. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Salomon P a ß w e g s. A. durch (lie Leitung der WIZO (Nr. 524). Jüdische Volksbibliothek »Zion« Wien, II., Kl. Mohrengasse 3 Für 80 Groschen monatlich (Jugendliche 50 Groschen) können Sie die schönsten Bücher in jüdischer, hebräischer und deutscher Sprache be i uns entlehnen. Keine Band gebühr. Bibliotheksstunden: Montag bis Donnerstag von Y/l bis 349 Uhr abends, Sonntags von 3411 bis 341 Uhr mittags Lesehalle geöffnet täglich von 5 bis 3410 Uhr abends, Sonntags von 3441 bis 341 Uhr mittags. Jüdische Kultwrstelle, I., Kai 3, R 28-2-36. Jüdisches Kulturtheater: Sonntag, 15.30 Uhr, „Die Grenze“ bei kleinen Preisen.' Führung: Sonntag, den 15. November: „Das Legat des Grafen Laoiberg“ (Akademie der bildenden Künste). Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt: 10.30' Uhi’, I., SehiDorplatz .3, Austritte aus dem Judentum Herberth Köllmann, 18. VH. 1920, Wien, Bimdes-Erziebungsanstalt Kaiser-Ebersdorf; Marie Fried, 24. VIII 1911, Wien, Handelßangogtellte, V., Schönbrunnerstraße Ul; Grete Lamberger, 30. VI, 1907, Vöslau, N.-ö., Krankenpflegerin, IX., Grundigasse 3; Sigmund Menkes r. Lew, 27. II. 1903, Brody, Polen, Student, IX., Glasergasse 14; Pepj Rubinstein, 4, III. 1914, Wien, XXI., An der Oberen alten Donau 155; Walter Kolnnhofer, 80. XI. 1921, Wien, Lehrling, II., Kleine Zufahrtsstraße 175; Robert Weisz, 7. X. 1916, Wien, Realschüler, VI., HofmUhlgasse 7; Ignaz Schwartz, 28. X. 1907, Wien, Xllt., Breitenseerstraße 13; Margit Münch geb. Moser, 9. IX. 1897, Karlsbad, III., Am Modooapark 10; Eduard Herling, 8. II. 1913, Wien, .Privatbeamter, XXL, Josef-Bgumann-Gasse 65: Marianne Adler, 3. IV. 1922, JVien, Haußtschüler, XVII,, Röntgesgasse 58. Mitteilungen der I«r. Kultus* gemeinde : Predigten iit den .Gemeinde'- Und . Bezirks- Synagogen. Freitag, den 13. November, werden bei den um 4.20 Uhr beginnenden Abendgottesdiensten in naobbenännten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: HI., Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr, K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse 1 a, Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; IX., Müllnergasse Nri 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XIII., Eitelbergergasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewin; XVI., Hubergasse 8, Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinorgasse 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmclstein. Samstag, den 14. November, beim Vormittagegottesdienst Schirifterklärungen: I., Seitenstettengasse 4, Oberrabbiner Dr. I. Taglioht; XX„ Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rasenmann. Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugend gottes dienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen): Samstag, den 14. November, um 3 Uhr nacnmitfcags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienete für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II., IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 14. November, um 345 Uhr nachmittags im Leopoldstädter-Tempel, II., Tempelgasse 5, and in den Bezirkssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. Mitteilungen der Israelitischen Kultusgemelnde Wien. Aus einem von dem Arzt Dr. Julius Schwarz der Israelitischen Kultusgemeinde Wien testierten Betrage gelangen zwei Ausstattungsbeiträge von je zirka S 450.— einmalig zur Verleihung. Bewerbungsberechtigt sind:. Arme, würdige, im Brautstände befindliche jüdische Mädchen, deren Verehelichung in Kürze erfolgen soll. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Brautstandsnachweis, Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1936. E i n r e i c h s t e 1 1 e: Fürsorgezentrale # der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 2, L Stock, Tür 16. Bewerberinnen, welche sieh, vor der Verleihung dos Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewerbungsberechtiguhg. Zur Bewerbung sind Gesuahebögen zu verwenden, welche in der Einreiohstelle (Fürsorgezentrale), Wien, L, Seitenstettengasse 2, i. Stock, Tür 16,. unentgeltlich ausgefolgt werden. Die Gesuehsbögen enthalten auch nähere, für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. . ■ Sektion Zwischenbrücken, XX., Universumstraße 62. Freitag, den 13. de., 8 Uhr abends, im Heime, XX., Universumstraße 62, Onegg Scbabbatih, Referent: Mordchei Gottfried; Gesang: Herr Mühlstock. Zion. Bezirkssektion, XX„ Jägerstraße 30. Freitag, den 13. ds., 8. Uhr abends, Onegg iSchabbath. Vortrag: Elias Rubin; Gesang: Aron- Sigal. — Montag*, den 16. ds„ 8 Uhr abends, Hebräischkurs für Erwachsene (Anfänger). Anmeldungen werden allabendlich in der Zeit von 7 bis 10 Uhr im Sektiönsheim entgegengehommen. Zion. Bezirkssektion IV/V, WIZO und Jugendgruppe. Freitag, den 13. ds., 8 Uhr abends, Onegg Schnbbath. Samstag, den 14. ds., 8 Uhr abends, großer Gesellschaftsabeud in allen Sälen des Frontsoklatenkeime®, Wien, IV., Hauslabgasee 2, unter dem Protektorate des Kulfcu-spräsidenten Staatsrates Dr. Deskler Friedmann. Ansprache: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zion. Landesverbandes über: „Die Bedeutung des Ausganges der Wahlen in die Kultusgemeinde. Künstlerischer Teil: Kurt Bry, Chansons; Dok- •tor Max Hönig, jüdische Lieder; Alice Koch, Jüdisches Kulturtheater; Gina Lederer, Konzertsängerin; Martin Miller, Heiteres; Gretl Seiler, Simplizissimus; J. Segal-Ro&enbacli, ueuhebr. u. palästin. Lieder; Conference: Martin Borossi. — Eintritt S 1.—. Montag, den 16. ds., 348 Uhr: Zusammenkunft der Mitglieder der WIZO. Aussprache über die weitere Tätigkeit. — 349 Uhr, Vortrag Dr. Michael Steinberg: „Die Lage im Zionismus.“ -— Die Mitglieder werden aufmerksam gemacht, daß die normale Tätigkeit der Sektion wieder aufgenommen wurde und daß jedem Montag* Vorträge stattfinden. Dienstag, den 17. ds., 348 Uhr abends, Zusammenkunft der Jugendgruppe, Hebräischkurse der Sektion VIII/IX Zu den unter bewährter Leitung stattfindenden Kursen werden noch Neuanmeldungen täglich, außer Freitag, von 7 bis 9 Uhr ün Sektiönsheim, IX.. Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2), Telephon R 52-0-12, angenommen. Unterrichtszeit: für Anfänger Dienstag uud Donnerstag von 348 bis 349 Uhr, für Vorgeschrittene Montag und Mittwoch von 348 bis 3410 Uhr. Chug-Iwri: Loitung Prof, Kestenbaum, IX„ Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2). Eröffnung Dienstag, 17. November, 8 Uhr abends, Zionistische Sektion Prater, Stuwerstraße 1 Freitag, 18. November, 348 Uhr abend», Onegg Schabath. Vortrag Rabbiner Chiel Bahrer. Thema: Weltgeschichte und Judentum, Prof. Weinstein: Rezitation über Bialik. Gesänge: Ari Feldmänn Scherz. Gäste herzr liehet willkommen. Zionistische Sektion and WIZO Prater, Wien, II., Stuwerstraße 1. Anläßlich des Wahlsieges vom 8. November 1936 findet im Heime der Sektion und WIZO Prater ein« Versammlung statt. Programm: Ansprachen und künstlerische Darbietungen. WIZO Prater veranstaltet in (ihrem Heime, H„ Stuwerstraße 1, jeden Samstag, 4 Uhr nachmittags, einen Onegg Schabbath für Kinder unter Leitung von Frau Doktor Aechkenasy. _ Todesfall Am 11. November starb im Alter von 72 Jab* ren nach langem Leiden Frau Taube Lea Steinberg. In der Dablngesdhicdenen bef trauert Kultusvorsteher Dr. Michael Steinberg seine Mutter. Das Begräbnis fand unter starker Anteilnahme am 12. November statt. Erschienen waren unter andern das Präsidium der Kultusgemeinde mit Amtsdirektor Dr. Löwenherz und sämtliche Kultusvorsteher. Der Familie der Dahingeschiedenen wendet eich allgemeine Anteilnahme zu. Die Mutter Primarius Goldschmidts gestorben. In Wien ist Montag Frau Goldsohmidt, die Mutter Dr. Waldemar Goldsohmidts, Primararztes am Jüdischen Spital, gestorben. Frau Goldschmidt wurde Mittwoch unter großer Beteiligung begraben. Dem trauernden Sohn wendet sich die Teilnahme der Wiener JUdensohaft zu, Amalie Markus gestorben. Aus Baden wird uns gemeldet: Die Gattin des Präsidenten deT Badener Israelitischen Kultusgemeinde, Frau Ida Lackenbacher, bat durch das Ableben ihrer Mutter Frau Amalie Markus einen schweren Verlust erlitten. Die Verstorbene war die Witwe des angesehenen Rechtsanwaltes Dr, Heinrich Markus in Strjrj. Frau Markus ist nach längerem Leiden in Lemberg verschieden und wurde in Stryj beigesetzt. Franziska Gaal kat sielt taufen lassen Budapest, 9. November. (JTÄ.) Die Filmechauspielerin Franziska Gaal, die im Jahre 1933 emphatisch erklärte, sie werde dem jetzt eo geschmähten Judentum die Treue bewahren, iet vor kurzem aus „geschäftlichen“ Rücksichten zum Christen-' tum übergetreten. Dies hatte den Effekt, daß die Budapeeter Premiere ihres neuen Film* „Fräulein Lili“ wegen der Wirkung ihres Schrittes auf die Budapesfcer Judenschaft für einige Zeitverechobenwurde. Es wird der ehemaligen Lieblingeschülerin Fanny, Silberepitz des Oberrabbinere Doktor Arnold Kise sehr verübelt, daß sie nun doch fahnenflüchtig geworden ist. FILME Filme ohne Arler-Paragr*ph Romeo und Julia. — Liebe vor dem Frühstück. -— Der König der Frauen. — Under two Flags. — Der Liebling der Frauen. — Die Botschaft an Garem. — Amateur-Gentleman. — Mr. Deeds geht in die Stadt —- Ein Schrei in der Nacht. — Show-Boat — Erbfeind der Menschheit. — Fräulein Lilli. — Küß nicht Im Kino. — Der chinesische Spürhund. — Taraß- Bulbä. — HeRne. — Der Kampf nm die Barbee-Farm. — Der Mann, der Wunder wirkte. —* * Der kleine Lord. — Silhouetten. — Die Matrosen kommen. —- Der letzte Gangster. — China-Gold. — Die Wunderbar. — Wir drei. — Wie es euch gefällt — Mein Leben gehört dir. — Meuterei auf der Bkmnty. — Ein schwerer Junge. — Die Wüstenlegion. — Wenn du nur kochen könntest —« Blutiges Geld. — Eifersucht. Heute — Premiere „Wife versus secretary“ („Eifersucht“). Im Elite- und Oporn-Kino erscheint heute der neue Metro-Goldwyn-Mayer-Film „Wife versus seeretary“ („Eifersucht“), eine mondäne Geselieehaftskomödie um eine hübsche Sekretärin, deren Hauptrollen unter der Regie von Claronoe Brown von Clark Gable, Jean Harlow, Myrna Loy, James Stewart und May Robson verkörpert werden. „Der letzte Gangster“ von der Zensur freigegeben. Der große Kriminalfilm der Metro- Goldwyh-Mayer-OaJa-Saison „Der letzte Gangster“, welcher demnächst in Wien erscheint wurde von der österreichischen Zensur ohne, jede Kürzung freigegeben. Joseph Calleia, der bei unserem Publikum seit seiner grandiosen I^eißtung als „Staatsfeind Nr. 1“ bekannt und beliebt ist spielt auch in diesem Film. JÜDISCHER KAIEWD1R 13.-19. NovemVr 1136,!8,<hesdiw<n S.Khlcw$69? Freitag (13.) SabbeMtageng 4*> Senstei (14.) Sabbat'AoifMg 5<£ Wodienibsdinltt: T o I d © t h

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