Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 596 (13.11.1936)
- Date
- 1936-11-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Saft«* 0 Oll STIMM» Nr. 896 — Wien, Freitag, 13. November 1986 Von den Schulen der WIZO in Erez Israel Hauswirtschaftspnüfungen Zum erstenmal fanden Ende Oktober die Abschlußprüfungen der Hauswirtschaftsschute im j Neubau in Nachlat Jizobak statt. Entsprechend dem höheren Standard, den der ganze Unterricht seit dem Ausbau der Schule angenommen hat, wurde auch bei den Prüfungen erheblich mehr verlangt. Die zwölf Absolventinnen hatten sich vor einer viergliedrigen Prüfungskommis sion Über ihre theoretischen Kenntnisse auf den Gebieten der Ernährung»-, Hauswirtschafts-, Gesundheitslehre und Diätetik, des Gartenbaues, der Gemüsezucht und der Bienenzucht auszuweisen An den wurde die praktische Anwendung des gewon neuen Wissens verlangt. Jedes Mädchen bekam I bringen soll. Das gegenseitig« eine Aufgabe aus der Hauswirtschaftslehre, | nimmt zuviel Zeit weg. zum Beispiel Reinigen und Färben aller Arten von Schuh- und Lederwaren, oder Reinigen und Schwärzen verschiedener Öfen und Herde, oder Waschen vierzebntägiger Hanswäsche von drei Personen in vier Stunden u. a. m. ü Imt-STiaAE Vergangenen Sonntag haben wir so fleißig gearbeitet, daß wir gar nioht mehr zum Spielen gekommen sind. Noch einmal ... . . , . , mache ich darauf aufmerksam, daß jeder beiden fogenden Prüfnngetngen lseine ScA«-o, weißes Zeichenpapier, einen Anwendung d«« orftwnn. Bleistift und eine große Pappschachtel mit* l'": „ii!jl!- Ausleihen A n k i e r Leo, Auswachs Ruth, B i c k Alma und Paul, Deutsch Fritz und Selma, E11 b o g e n Theodor, F r ä c h t e r Dita, Geißler Siegfried, G o 1 d- „ . , . , ,r , . b e r g Hilde, G r ü n w a 1 d Helene, Groß Weiters hatte jedes Mädchen eine vielseitige Else, Heller Sylvia, Hüttmann Klara, Kochaufgabe zu lösen. Kant Egon, Klaus Hanne, Körner Zur Mahlzeit an den beiden Tagen wurden Grete und Hedwig, Leider Fritz und Else, Gäste aus dem Aufsichtsrat der Schule und der|m*n £ e a m.a n n Hanne, Medina Igo, Exekutive geladen. Ttochdeoken und Servieren T 8 ° h?1? .? Eva, W e c h s 1 e r Dornt . , . .. .. . m Als freiwillige Helferinnen standen uns bildeten gleichfalls einen Teil des Prüfung»- die Damen Ankier, Biok, Blau und Programms. Hübsche Menükarten wurden von Finaly in aufopfernder Weise zur Seite, den Schülerinnen gezeichnet und nicht weniger I * An Spenden erhielten wir Plakatfarben von der Firma Robert Stern, III., Radetzkystraße 4. * Treffpunkt am nächsten Sonntag nicht als vierzig verschiedene Gerichte serviert. WIZO-Abendschule in Tel-Aviv Die WIZO-Abendschule in Tel-Aviv hat] gleich nach Sukkoth in diesem Herbst ihren in der'WIZO, sondern: 1, Marc-Aurel Betrieb wieder ausgenommen. Sie hatte in S t r a ß e 5, Landeskomitee, 3 Uhr. diesem Jahr die bisherige Höchstzahl an An meldungen zu.verzeichnen. Die neunzig verfüg-. _ _ . baren Plätze waren sofort besetzt, viele Kan-I Ui» KiCntcrin didatinnen mußten abgewiesen werden. Alle jüdische Sage Mädchen, die im Vorjahr die Schule besucht I •hatten, kamen wieder, und, da viele infolge | . ^or a^en Zeiten lebte im Heiligen Land der Unruhen ..ein halbes Schuljahr v€rioren em Richter mit Namen ZidkijaJiu, und die- 'hatfcen meldeten sie sich zur Wiederholung Saß unter emer alten Dattelpalme inhatten, meldeten sie sich zur Wiederholung. der Ansiedlung. Er schlichtete weise iN eu ist neben den Analphabetinnen und den j ajje Streitigkeiten, die man vor ihn brachte, •Mädchen mit sehr geringer Schulbildung die 1 und war ein gerechter Richter 'und sein 'Anmeldung von Mädchen, die fünf Volksschul-1 Spruch war geehrt im ganzen Lande. klassen absolvierten und schon arbeiten, da- Seines Alters Freude war seine kleine neben sich aber fortbilden wolle®, Für solche I Tochter. Deborah. Immer spielte sie . zu ■Mädchen gibt es kaum eine andere Möglichkeit I Füßen ihres Vaters, und so nannten ihre als die WIZO-Abendschule, Aber euch sie ist Sp*Igeffthrtmnen sie „Dvorak unter der , ■ . , . , . t,.,, . , Dattelpalme“. Wenn sie so zu Füßen ihres ■mehr auf das niedrige Bildungsniveau der Mäd-1 ’chen aus den orientalischen Judengemeinden zugeechnitten Der kleine Gabriel (viereinhalb Jahre alt), Kwuzah Beth Alpha, sieht zum erstenmal den Kinereth-See. „Du, Mama, was ist das“, ruft er, „da ist jä der Himmel auf die Erde gefallen!“ Text I naen by Die Gewerbeschule der Histadruth Nasdiim Zionioth in Haifa Vaters saß, hörte sie Klage und Gegenklage, die man vor ihn brachte, und wenn einer log, so mußte er vor ihren reinen und durchdringenden Augen erzittern Da kamen eines Tages Männer aus einem weitentfernten Dorf und klagten einander vor dem Richter an. Und jeder von ihnen Di«? im Vorjahr ins Leben gerufene Gewerbej hatte seine Zeugen mitgebracht. Je mehr Bchule der HNZ in Haifa bat am 1. September I sie rechteten, desto verwickelter erschien dieses Jahres ihre zweite Klasse eröffnet und der Rechtefall. Denn auch die beiderseitigst in eine neue, bessere Mietswohnung ein-1 £ePbeugen beschworen ihre. Aussagen. Es ra„A«- sah nus, als ob die Wahrheit vollkommen f«0*“, (Hadar Ha^rmel Reobow Aohad I nduri!llärin€li(.h geworde„ w!tr0) und der Haam, 8V Der zum Haue gehörige Garten er-1 Ritter flehte in seinem Herzen zu Gott, laubt der Schule die Einführung von Garten-1 ihn zu erleuchten. bauunterrioht. Die Anzahl der Schülerinnen ist! Lange Zeit saß er in seine Gedanken vernun auf dreißig gestiegen, alles Mädchen über sunken, und das versammelte Volk harrte 14 Jahre, die entweder die Volksschule im I mit Ehrfurcht seines Urteils. In diese Stille Lande absolviert haben oder mit lückenhafter I hinein erhob Deborah. ihre Stimme. „Vater, Schulbildung infolge mehrjährigen Wander-1warum schickst du diesem sohlechten Men* . . , 1„ T . a rt?» sehen nicht von deinem Angesicht?“ Und lebon» der Eltenr.ua Land gekommen «md. Dm wie9 m,t arem zJteefingCT junge Schule hat sich einen guten Ruf errun-1 ^en der Kläger. In diesem Augenblick fiel gen. Eine tüchtige Leiterin, die gleichzeitig I einer der Zeugen des Klägers dem Richter Kochen und Haushalt unterrichtet, und fünl I zu Füßen und rief: „Verzeih mir, gerechter weitere Fachlehrkräfte Bind vorhanden. Der I Richter — falsches Zeugnis habe idh ab Stundenplan sieht acht bis zehn Stunden He-1 gelegt!“ bräisch in der Woche vor, Rechnen, Anfänge* wur(^e ^ie Wahrheit offenbar und der der Haushaltsbuchführung, Kochen und Hauswirtschaft, Näbern, Gartenbau, Turnen und Englisch. Neue Berufsschule der Jerusalemer WIZO Die Jerusalemer Ortsgruppe der HNZ hat zu Beginn des neuen Schuljahres eine Berufsschule für Mädchen unter Leitung von Frau Cessie Rosenblüth gegründet (Jerusalem, King George Avenue). Sie wird Berufsausbildung in folgenden Fächern bieten: Nähen, Waschen, Bügeln, Richter konnte dem Gerechten zum Recht verhelfen; der Bösewicht ging mit Schande bedeckt von dannen. Am Abend desselben Tages ging die [kleine Deboraih Blumen pflücken Ins Feld* und plötzlich sprang der verleumderische Kläger, der ihr aufgelauert hatte, auf sie zu, ein gezücktes Messer in der Hand. (Fortsetzung folgt.) Nachdruck verboten! (die sputen und lernen dabei etwas Hebräisch 8. Spiel: Wir spielen Dichter Wir dichten aus dem Wortschatz der bisher in der „Kinder-Stimme“ erschienenen Spiele die nachfolgende Geschichte, welcher das Ende fehlt. Wer von euch hat Lust, auch ein Dichter zu sein und ein Ende zu erfinden, welches rechtzeitig (bis Mittwoch, den 18. November) in die Redaktion der „Kinder-Stimme“, I., Marc-Aurel-Str. 5, geschickt werden muß. Und wer von euch hat Lust, selbst eine eigene kleine Geschichte zusammenzus teilen? Text H Ich liege auf dem Sofa, bin ich denn faul? Nein, ich bin krank, kalt ist mir, ich zittere. Die Mutter sagt: schlafe! Ich schreie: Wasser, bitte l“ Wer klopft? Das ist Jakob. Er schreit: „Kranker Heidi Auf dem Sofa“, leb sage ihm: „Ein Dummkopf bist du Weise bin ich denn morgen . . . eine Art Bier, das der Baum, wenn er so erkrankt ist, hervorbringt. Auch Pappeln und Birken können von dieser Erkrankung befallen werden und locken durch ihr Gebräu zahlreiche Gäste aus der Tierwelt herbei. Die häufigsten Besucher dieser pflanzlichen Bierballe sind Schmetterlinge, Hornisse und Hirschkäfer, die sich Lm wahrsten Sinne des Wortes an diesem Bier berauschen. Allerdings bekämpft der Landwirt diese bierproduzierende Krankheit, denn die Insekten verschleppen die Pilzkeime auf Risse und Astbrüche gesunder Bäume, die auf diese Weise von der Krankheit angesteckt werden. ♦njm ’3R *6 ♦*:r DRH ijg; tpglM ^R Jfltf j|33 'D'ö ♦3(5?! M tpjjiac wn ♦"fiBDrj bj? ib 1Ö1R *JR nriR tfst? •oJk asn Privater Schfllerhort Zentral TABORSTRASSE 8B I. STIEGE Individuelle Schulnachhilfe, Sprachen, Sport, Spiel TELEPHON: U14-908 lammwmwwumnumuiwmmmwimiwimiimmmuimimmmia Rätselecke Das große Preisrätsel: Dies ist das neunte Bild des großen Preis-?’33R bXV DRH Schreibt darunter den Namen der t *r Person, die dargestellt ißt, und zwar links mit deutschen, rechts mit hebräischen Lettern und sendet dann alle 15 an die „Kinder- Stimme“, I., Marc-Aurel-Straße 5. In jeder weiteren Nummer der „Kinder-Stimme“ erscheint ein weiteres Bild. Wer die richtigen Lösungen von allen (15) Bildern einschickt,. kann einen schönen Preis gewinnen: 1. Preis: Ein Photoapparat. 2. Preis: Ein Buch. 3. Preis: Schallplatte mit dem Emek-Lied. 4. Preis: Ein Quartettspiel: Große Männer des jüdischen Volkes und noch viele Trostpreise. *1JI£ *) Im Hebräischen erhalten Zeitwörter wie: 'Tüte 'lyh <1£1R die Endung in der Einzahl, wenn eine weibliche Person Bpricht. Also: Wovon sprachen die Kinder In Erez Israel? Ein siebenjähriger Bub aus Haifa kommt am Irisierein, Buchbinden, Putzmacherei, und will j Bialiks in ein Lebensmittelgeschäft: nach dem Muster der Letteschule in Berlin arbeiten, das beißt, eine spezialisierte Ausbildung von einem halben bis zweieinhalb Jahren in den einzelnen Fächern bieten. Es sind täglich vier Stunden für den Fachunterricht vorgesehen und ergänzende Fortbildung ln allgemeinen BiidtingHfäcfiern. (WlZO-Preseedienst.) „Weißt du —• Bialik ist gestorben!“ „Und wer ist denn dieser Bialik?“ fragt ihn der Kaufmann. „Und wenn er auch keine einzige Sache in dednem Geschäft gekauft bat“, entgegnet ihm der Bub voll Verachtung, „könntest du doch wissen, wer der Bialik warl“ I weiblich: Einzahl n*^R » AK : - » R*t! weiblich: Mehrzahl Endung nmR ynjR 2 i *t » K?» »?!7 Ihr seht, daß auch das Fürwort in der zweiten Person Einzahl und zweite und dritte Person Mehrzahl anders ist als bei der männlichen Person. Das ist edn wenig schwierig und nicht so wie im Deutschen, aber ihr werdet e« euch sicher merken, wenn ihr dtie angeführten Zeitwörter nach dem Muster schriftlich abwandelt! männlich: Einzahl *)ÖiR ^R » npE » HTI männlich: Mehrzahl Endung □'•R o"Tp* m* » » Baume als Bierbrauer Wohl nur wenige wiesen, daß es einen Baum gibt, der Bier braut; und zwar muß man, um ihn zu sehen, nicht einmal in exotische Länder gehen: er findet sich in unserer engBten Heimat. Eine Krankheit unserer Eiche, eine Art Schleimfluß, der öfters vorkommt und Rinde und Holz vernichtet, hat nämlich die Eigenschaft, einen schleimig aussehenden und nach Bier schmeckenden Schaum abzusondern, der daß Ergebnis einer durch eine Anzahl raikrospoklscher Pilze hervoTgerufenen Gärung bildet. Eine nähere Untersuchung hat ergeben, daß sich unter diesen Pilzen auch nahe Verwandte der allgemein bekannten Bierhefe befinden. Es Ist also wirklich nicht, — Ein verstanden. Gruß, Biblisches Rätsel Etwas für unsere bibelfesten Kinder zum Nachdenken Welchem Menschen ist die Sonne gehorsam gewesen? * Rätsel Es hat einen Kamim und kämmt sich nicht, Es hat eine Sichel und ist kein Schnitter, Es hat zwei Sporen und ist doch kein Ritter. « Auflösung des biblischen Rätsels und des Buchstabenrätsels aus der vorigen Nummer: Saul. Turnunterricht. Briefkasten Lydia Infeld: Vergiß nicht den Sammelbogen und deine Handarbeit! Heinrich Racker: Die Sterne lügeh