Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 595 (10.11.1936)
- Date
- 1936-11-10
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 595 —Wien, Dienstag, 10. November 1986 0IB STIMME Seite 5 Mitteilungen des Keren Kajemefh Wion, I., Maro Aurelstraße B, Tel. U 29-1*29, Postsparkassen-Konto A 100.208. Ausweis Nr. 2. vom 15. bis 31. Oktober 1936. Spezifikation der Bezirkssektionen u. Gruppen Zentrale S 1686.92; Akiba 114.56; Arbeitskomitee für Erez Ißrael-Zwischenbrücken 25.62 Bnai Brith: „Eintracht“ 8.47, „Wahrheit“ 14.50 Arbeitsgemeinschaft des arbeitenden Palästina Brith Biiu 169.14; Haowed 66,63, Haschomer Hazair 90.23; Nachmania 184.02; Tcheleth La wan 37.62; Brith Herzl 47.08; Ohajes-Gymnasioim 28.—; Drösing 5.40; Gdud Zirim 53.13; Haboaieh 42.—; Hakoah Schwimmklub 5.11; Haschaohar 23.40; Haschosmer Hadati 183.61; Z. T. V Jordania 52.50; Judenstaats jugend 157.58 Jiid. Klub d. Jungen 16.59; Jüd. Pfadfinderbund Österreichs 6.36; Jung WIZO-Mirjam 15.72; Klosterneuburg 41.—; Klub junger Zion VI/VII 4.70; Klub junger Zion. XVI/XVII 3.35. Lasaee 5.28; Makkabi Hazair 466.46; Oberwarth 6.—; Prein 5.—; Sekt. H 56.—; Sekt. HI 10.— Sekt. IV/V 5.-5 Sekt. VI/VII 5.—; Sekt. Xllt 100.—; Sekt. XVI/XVn 3.—; Sekt. XIX 70.50 Verband radik. Zion. 23.72; Völkermarkt 40.— Weiten 10.—; WIZO insgesamt: 265.20. Einzel ne Gruppen: Zentrale 100.—, I 104.61, VI/VII 55.59, VII 5.—; Wr.-Neustadt 41.—; Zirej Mis raohi 89.14 Spender und Selbstkontingentler (alphabetisch geordnet). A. Spender: Adlersberg Vikt. 5.—; Aliina Kom.-Rat M. Neder 20.—; Allerhand Dr. Karl Ludwig f. Sefer Hajeled Ernst Otto Allerhand 80.—. — Selbstkontingentler: Adler- Winter Trude f. Goldbuch Marie Pollak 16.50 B. Spender: Bnai Brith „Eintracht“ 8.47; Berger 20.—; Bnai Brith „Wahrheit“ f. Braun Hain 14:50; Babat Heinrich Neder 50.—; Berger Ing. Wilhelm Neder 10.—; Beamt Dr. Walter anl.' Bar Mizwah Kurt Beamt 10.50; Bauer Israel für Goldhuch Dr. Nissan Goldstern 10, Balog- Jaques Neder- 20.—; Brückner Dr. Ernst f. Felix-Pollak-Garten 5.—; Bartmann Alfred 30.—. — Selbstkontingentler; Bannet für Goldbuoh Gelband 6.—. E. Spender: Eichgraben: S. Lewiant 6.56; Engel Kom.-Rat Engel Neder 200.—; Eckstein Dr. Leonhard Neder 10.—. F. Spender: Fleißohimann S. Neder 50.- Fellner. Gyula NedeT 20.—; Fried Gotthold Efraim 5.—; Fuchs Josef 20.—; Feuerstein Alfred 10.—; Fuchs Hofrat Dr. S. Neder 5. Selbstkontingentler: Fleischmann Moritz 50.—. G. Spender: Griffel Beno Neder 5.—; Gottesmaun Oh. Neder 15.—; Grün S. Neder 5.- Gruber Dr. Neder 10.—; Gourary Ria 50.— H. Spender; Hochzeit Pauker-Pikler 19.14; Hartl -S.-Neder 25.- J. Spende r: Jedlin ,20;—; Z. T. V. Jordania 5 Bäume für Arbur-Glogau-Garten durch Paul Gutfreund 62.50; Jüd. Klub d. Jungen: Smlg. im.Opern-Kino 16.59. K. Spender: Korn Dr. Nathan Neder 5.—; Klosterneuburg durch Walter Fisohl Nederim Nathan Zallik 5.—, Hoffmann Leo 10.—, Hoffrnann Fritz 10.—, Rezek Ing. Max 5.—, Schwarz Alexander. 5.—; Weiß Fanny 10.—; Kimmei Siegmund Neder 5.—; Kalwil Hermann Neder 25.—; Kleiner Dr. Neder 25.—; Knisbacher Jakoo Neder 8.—; Kreisheim A. Neder 5.—; Knisbacher Josef Neder 10.—. — Selbstkontingentler: Kirsohenbaum Ing. Hermann 8.—; Klarmann Dr. E. M. 70.50. L. Spender: Löwenthal Bruno f. Goldhuch Dr. Ernst Brunner 20.—; Leser Dr. Adolf Neder 10.—; Löwy Julius Neder 10.—; Lang Johann 50.—. — Selbstkontingentler: Larapel Bettina 278.61. M. Spender: Menasche Dr. Paul Neder 10.—; Morer Abraham Neder 5.—; Marmorstein Alexander Neder 20.—; Morgenstern Dr. Hugo 5.—. N. Spender: Neufeld Dr. Hugo 1 Baum 10.50; Nüchtern Karl 21.55; Neubrunn Dr. Viktor Neder 50.—; Neumann Ing Artur Neder 50.—; Neumann Dir. Oskar Neder 20.—; N. N. Baumspende 2l.—. — Selbstkontingentler: Niedermayer Rachel 23.92. P. Spender: Paßweg Sabine 100.—; Prein: J. Friedmann 5.—; Proßnitz Isidor u. Ernsz Neder 10.—; Pais Neder 20.—. R. Spender: Reiser M. Neder 5.—; Retter Israel Neder 20.—; Reiß Salomon 100.—. — Selbstkontingentler: Rosenkranz Emil 19,14. S. Spender: Safler Josef Neder 10.—; Seiler Wolf Neder 10.—; Prof. J. Silberbusoh 2 Bäume für Felix-Pollak-Garten 21.—; Seiler, Dr. Josef, für Prof.-Braun-Hain 5.—. — Selbstkontingentler: Segal Mauryoe 10.-; Seiler Wolf 32.26. Sch. Spender: Sohäohter Isidor Neder 28.—; Schulgemeinde des Chajes-Realgymnaslums 28.—; Söhutzman, Dr. 15.—; Schwoner, Dir. Dr. Benno, Neder BO.—; Sohneldermarni Pinkas 5.—. — Selbstkontingent- 1 e r: Schor David 16.01: Sohiokler Minna 55.59. St. S p e n d e r: Strauß, Dr. Hugo 10.—; Stern, Ob,-Ing. Eugen, Neder 100.—; Steinhardt Neder 20.—; Steiner, Dir. Dr. Friedrich 20.—, — Selbstkontingentler: Stern Erwin 12.—; Strauß Leo 20.—. T. Spender: Tempel „Tefllath Jeschurun“ 86.—; Tempel „Scbomer Israel“ 10.—; Tempel Mariahllf-Neubau 10.—; Tempel „Beizer Klaus“ X 6.—; Tempel Telemanngasse 82.—; Tempel „Ohel Abraham“ 4.—; Tempel „Aha* wath Chessed“ 15.58; Talmud Thora IV/V 5.—; Tempel „N’wej Schalom“ 28.—; Tempel „Beth Jakob“ 88.—; Neudegger-Tempel 6.—; Talmud „Esras Jisruel“ Jessitu übet PscdäsUtofä TkeaUc Von Alfred Joachim Fischer Jessner, der einstige Intendant der Berliner Staatstheater, linszeniert jetzt in Tel-Aviv. Er hat in dieser rein jüdi sehen Stadt als Erstlingswerk Shake speares „Kaufmann von Venedig“ ge bracht. Ein Sturm in der Presse war die Folge. Vielleicht werden die Erklä rungen in unserem Interview diesen Sturm glätten. Professor Jessnor gehörte als Intendant der Berliner Staatstheater zu den hervorragendsten Persönlichkeiten de« deutschen Bühnenleben«, das er neben Max Reinhardt beherrschte. Er gehörte zu denen, die der deutschen Bühne zu europäischer Geltung verhalten. loh kenne ihn noch aus Berlin. Jessner ist ein Sohn des jüdischen Vol kes, das aus seinem Assimilationstraum erwacht, zu sich selbst, auch geistig zu sich selbst, zurüokfindet. Alle guten Kräfte arbeiten an dem Aufbau einer Nation. Max Reinhardt inszeniert den Theodor-Herzl Film. Jessner, von internationalen Bühnen mit großen Angeboten gelockt, verläßt London auf mehrere Monate, um in den ge gebenen kleinen Verhältnissen Tel-Avivs seinen Platz außzufüllön. Professor Jessner spricht genau so klar und überzeugend wie wir es von ihm ge wohnt sind. Zum besseren Verständnis wählt er den Weg über die Geschichte der Juden im Theaterleben: „Ehe Palästina unsere jüdische Heimstätte wurde, haben die Juden in der Theaterkultur ihrer Geburtsländer führend mitgearbeitet. Sie sind aus allen Bestrebungen, speziell Mitteleuropas, nicht mehr wegzuleugnen. Entscheidend wirkten Juden auch am deutschen Theater. Aber auch im englischen Theater hat noch zu Beginn des Jahrhunderts Berbhomtree, der berühmte Regisseur und Akteur, die Geschicke der Bühne maßgebend gestaltet.“ Auch im Film war und ist die Bedeutung der Juden nicht gering, nicht nur auif kommerziellem Gebiet, wo sie besondere in Amerika tonangebend gewesen sind, sondern genau so stark in künstlerischer Beziehung. Wir brauchen unter den eehr vielen, die Großartiges geleistet haben, nur einen Namen zu nennen: Emst Lutoitseh.“ Jessners Stimme wird erregt. Aus ihrem Klang spricht vieles mit: innere Kämpfe, Einsicht, Wandlung, die neuen schöpferische Kraft waohriefen: ,Es wäre doch höchst merkwürdig, wenn Thora MaUgasse ß.—; Tempel „Esras Jisruel“ 89,—; Tempel „Machslke Thora“ B.—; Tempel „Chewra Kadisoha“ XV 25.—; Tempel Schön* lntemgasse 10.—; Doliner-Teropel 460.—; Tempel „Auhawe Israel“ 25.—; Tempel „Joschuas Achim“ 81.81; Tempel „Ausche dafc wu’Zedek“ 15.—; Trietsoh, Dr., Neder 10.—j die Juden, die draußen auf dem Gebiet des Theaters fördernd, ja bahnbrechend waren, im Lande ihrer Heimstätte auf diesem Gebiet untätig sein wollteni“ Kann bereits von einer eigenen zukunftsversprechenden Theaterkultur die Rede sein? „Eine solche Theaterkultur ist vorhanden und wird besonders von zwei Gruppen, der Habima und dem Ohel, vorwärtsgetrieben, wobei die Habima als das repräsentativste Theater Palästinas angesprochen werden kann. An einem neuen, großen Theater wird bereits gebaut: die Bausteine sind Spendon der Judenhoit aus der ganzen Welt. Die Habima hat neben der Darstellung höchst reizvoller Werke, welche das Leben der Ostjudehheit erschließen, durch Propagierung der hebräischen Sprache verdienstvoll gewirkt. Unzweifelhaft ist die Aufgabe der Habima wie Überhaupt des palästinensischen Theaters verantwortungsreich und groß geworden. Durch die Einwanderung während der letzten Jahre hat sich neben dem Kontingent der polnischen das Kontingent der deutschen Juden wesentlich vergrößert. Ganz besonders das deutsche Kontingent, das auan beträchtlichen Teil nicht durch systematische Erziehung für das Land hiehergekommen ist, wächst schwer in die Mentalität Palästinas. So leben hier verschiedene Landsmannschaften: Polen, Russen, Rumänen, Ungarn, Deutsche usw. Der Antisemitismus, der sich in diesen und jenen Ländern immer fühlbarer auswirkt, wird Palästina trotz Araberpolitik als jüdische Heimstätte noch mehr entwickeln. Die verschiedenen Landsmannschaften werden weiter wachsen und mit diesem Wachstum wächst die Aufgabe des Theaters.“ — Können Sie, Herr Professor Jessner, mir genauer sagen, wie Sie »ich den Aufgabenkreis der palästinensischen Bühne denken? „Sie darf heute nicht mehr den Haupt- Ein Palästina-Singspiel Idealismus und Begeisterung haben die Anhänger der zionistischen Bewegung zu schöpferischen Taten angespornt, die die Bewunderung der zivilisierten Welt erregen, Die Schwungkraft der jüdischen Benaissancc hat zur Zeit der BiJuim studierte Stubenhocker zu manuellen Arbeitern umgefonmt, hat Jahrzehnte hernach die Ohaiuzim geschaffen, die im glühenden Wüstensand als todesmutige Pioniere arbeiteten und ihr Lehen hingaben. Bei andern wiederum setzt sich dieser Idealismus in künstlerische Werte um: so hat er einen jugendlichen Wiener Komponisten zu einigen jüdischen Liedern entflammt, die sicherlich sehr bald den Weg’ zum Herzen der jüdischen Massen finden und lauten Widerhall wecken werden. Es sind die Kompositionen des erst 15jährigen Walter Stein, der ein wert auf die Propagierung der Sprache und v°ri 0 rrf ° .r verfaßtes Singspiel, ® i -- „Dort, wo die Zeder...“ in Musik gedie Bevorzugung der ostjüdisehen Literatur legen. Das palästinensische Theater muß eich nunmehr im palästinensischen Geiste zeigen. Der Jude, der in den Geburtsländern auf literarischem Gebiet sehr tätig gewesen ist, wird in seiner Heimstätte nicht unproduktiv sein. Eine hohe Mission des Theaters ist es, Dichter heranzuziehen, die Werke im palästinensischen Geiste für die Bühne 111 TnGiuiLlJ °1' setzt und damit einen glänzenden Beweis für seine ganz außerordentliche musikalische Begabung abgelegt hat. Zwei Lieder aus diesem Singspiel („D a s ist das Land...“ und „J.ü d i s c h e s W a n d e r 1 i o d“) wurden jüngst im Rahmen einer Akademie, veranstaltet von der Bezirksgrtippc Mariahilf des Bundes Jüdischer Frontsoldaten, von Konzerter e r zum Vortrag ge- , -« „ .. . , ri i bracht. In ihrer vortrefflichen Interpretation schaffen. Palästinensische Probleme smd in erntoten die Lieder stürmischen Beifall Wio politischer und geistiger Beziehung über-! reich vorhanden. Aber über die eigene Literatur hinaus wird das palästinensische Theater auch Weltliteratur treiben müssen, wenn es die Landsmannschaften vereinigen — und sich nicht als In sei abschließen will. In diesem Sinne ist ein vielversprechender Anfang gemacht worden, zuletzt von der Habima mit der Wiedergabe des ,Kaufmanns von Venedig4.“ Jessner spricht nun auch in eigener Sache, denn seine palästinensische Shakespeare-Inszenierung hat erregten Diskussionsstoff geboten. wir erfahren, dürfte das Singspiel bald zur Aufführung kommen und hoffentlich eine Ära der Pflego der bis jetzt so vornaclilässigfcen Gattung der künstlerischen zionistischen Tendenzdichtung einleiten. FILME Filme ohne Arier-Paragraph Romeo und Julia. — Liebe vor dem Frühstück. — Der König der Frauen. — Under two Flags. — Der Liebling der Frauen. — Die Botschaft an Garcia. — Amateur-Gentleman. T-i, 'e ,;— Mr. Deeds geht in die Stadt. — Ein Schrei „Ich darf saeen, daß man sich bemühte, | }H der Nacht. — Show-Boat. — Erbfeind der Weltliteratur zu gestalten und doch im. Menschheit. — Fräulein Lilli. —. Küß nicht im palästinensischen Geiste zu wirken.“ I Kino. — Der chinesische Spürhund. — Tarafi- Er formt jetzt die Sätze ganz langsam, Bulba. — H61ene. — Der Kampf um die manchmal stoßweise, jeder Gedanke wird Barbee-Farm. — Der Mann, der Wunder wirkte. genau abgewogen: „Nichte wurde beschönigt. Der Genius Shakespeares ist nirgends verfälscht worden, so daß di! Handlungsweise des ,Wucherers4 in einer sonst nicht gewohnten Belichtung erschien. Im palästinensischen Geiste heißt nun nicht etwa, alles zugunsten der Juden sehen zu wollen. Beileibe nicht! Aber darin liegt ja eben?4 — jetzt betont er. erregt Wort für Wort — „die Unsterblichkeit der Weltliteratur, daß sie jeder Zeit — und jedem Lande gemäß wirkt. Man spielt Shakespeare in Deutschland schon anders als in England und heute wiederum anders als vor dem Kriege. Das als Vergleich dafür, was ich darunter verstehe, palästinensische Weltliteratur in Palästina in palästinensischem Geiste zu spielen.“ Glauben Sie auch an Möglichkeiten für eine palästinensische Filmproduktion? „Hoffnungsvolle Anfänge sind gemacht worden. Aber der Film setzt so große kommerzielle Vorbereitungen voraus, daß nur von Frühansätzen gesprochen werden kann. Gute Voraussetzungen in klimatischer, landschaftlicher und künstlerischer Beziehung sind vorhanden. Wenn auch die finanzielle Basis — beispielsweise durch amerikanische Gruppen — geschaffen werden sollte, dann bestehen hier durchaus die Möglichkeiten einer ebenso wertvollen Filmproduktion wie einst in Skandinavien.“ Als nächstes künstlerisches Ziel hat sich Jessner die Inszenierung des „Wilhelm Teil44 j in Tel-Aviv gesteckt, des großen dramati-j sehen Gedichtes von Freiheit und Menschenwürde. 11111!»]» Von Theodor Zfocisti Der Abend sinkt... Du bist allein. Nun zündest du die Sabbatfeierkerzen Und flehst den Frieden in dein stilles Heini... Ich hab* den Frieden nicht. — Mutterl.., Zünde mch mir ein Sabbatlicht. Tennebaum Leo Neder 5.—. — Selbstkont i n g e n 11 e r: Thune Mariae B.-—. V. Spender: Verständig Neder B.—. W. Spender: Wr.-Neustadt: Josef Fruchter B.—, Emil Bartfeld 5.—; Wasserbrenner, Dr. Klemens, Neder 5.—; Weiten: Dr, S. Singer 10.—; Wr.-Neustadt: Dr. Leopold Bauer Neder 5.—; Walltuoh Josef H. 10.—. Z. Spender; Zwirn Salo Neder ß.—. ’ JÜDISCHE KULTURSTELLE, I., Franz-Josefs-Kai 3» Tel, R 28-2-36. Neuanmeldungen für die diesjährige Spielsaison werden in der Kunststelle ganztägig entgegengenomraen. Die Mitglieder erhalten ermäßigte Karten für eämtlieho Privat-, Bundestheator und Konzerte. Mitglieder der Kunststello und der Volkshochschule können Neuerscheinungen der sohöueu Literatur und Judaica gegen geringe Leihgebühr in der Leihbücherei der Jüdischen Volkshochschule entlöhnen. Jüdische Volkshochschule. Montag: F. Jonas: Englisch für wenig Vorgeschrittene, 7 brs 9 Uhr. Dr. H. Weinstein: Hebräisch für wenig Vorgeschrittene, 7 bis 9 Uhr. — Dienstag: Dr. L. Brüll: Hebräisch für Anfänger, 7 bis Yi9 Uhr. Dr, L. Brüll: Hebräisch für Vorgeschrittene, HO bis 10 Uhr. E. Feldmann: Englisch für Vorgeschrittene, 7 bis 9 Uhr. — Donnerstag: Prof. Dr. K. Kupfer: Alltags- und Festtagsbräuche im Judentum, 7 bis 8 Uhr. Prof. Dr. M. Papo: Jüdische Kulturgeschichte in Zeit- und Charakterbildern, 8 bis 9 Uhr Jüdisches Kulturtheater. Tägiioh, 20 Uhr, das jüdische Volkastttck „Der Säniger seiner Trauer44 von Ossip Dymow; Sonntag, 15.80 Uhr „Die Grenze“ bei kleinen Preisen. — Der kleine Lord. — Silhouetten. — Die Matrosen kommen. — Der letzte Gangster. —. China-Gold. —- Die Wunderbar. — Wir drei. — Wie es euch gefällt. — Mein Leben gehört dir. — Meuterei auf der Bounty. — Ein schwerer Junge. — Die Wüstenlegion. — Wenn du nur kochen könntest. — Blutiges Geld. Heute: „Blutiges Geld.“ Heute erscheint im Kreuz-Kino der sensationelle Gangsterfilm der Columbia „Blutiges Geld“. Die Hauptrollen haben Chester Morris, der berühmte Held aus „Staatefeind Nr. 1“, Marion Marsh und andere namhafte Darsteller inne. Sollen Sekretärinnen hübsch sein? Die Männer stehen meist auf dem Standpunkt, daß es kein Fehler sei, wenn eine Sekretärin auch hübsch ist, vorausgesetzt, daß sie auch als Sekretärin zu brauchen ißt. Die Frauen sind meist der Ansicht, daß es besser sei, wenn die Sekretärin nicht allzu hübsch ist. Clark Gable, der in dem neuen Gesellsohaftslustspiel der Metro-Goldwyn-Mayer-Gala-Saison „Eifersucht44, welches kommenden Donnere tag im Elite- und Opern-Kino erscheint, den Mann spielt, und Myma Loy, welche die Gattin verkörpert, lösen das Problem der Sekretärin Jean Harlow auf ihre eigene Weise. Wir geben allen Bekannten, Freunden und Bb. Bb. bekannt, daß unser lieber A. H. Dr. Josef Schornstein (Schlot) Advokat in Moravskd Ostrava, am 1. November 1936 einem tragischen Spor!Unfälle zum Opfer fiel. Das Andenken dieses-von uns allen geliebten und geachteten Bundesbruders wird uns unvergeßlich bleiben. Für die Aktivität der J. A. V. „Ivria“ Dr. Wilhelm Katz. Für den A. H. Verband der J. A. V. „Ivria, Dr. Leopold Friedmann. '•nsa Todesfälle vom 29. Oktober bis 4. November: Taclmuer Leopold (93), Mittler Gisela (61), Löw Elsa (81), Hoffmann Perl (82), Fischmann Abraham (72), Weisz Ingeborg (4), Meiselmanu Taube Antonie (62), Braun Theodor (59), Taussig Regine (83), Nirenstoin Cäzilie (68), Löwy Bertha (70), Winterstein Friedrich (72), ICraus, Dr. Eduard (42), Klein Friederike (22), Stößler Heinrich (86), Kolaßky Anna (86), Spiegler, Dr. Alexander, Arzt (45), Nossig Moriz (65), Haberfeld Charlotte (67), Grinspan David (56), Hornik Bertha (50), Raab Julius (70), Goidstein Hermann, Kantor (56), Guttmann Adele (88), Gerstl Frieda (61), Reich Malvino (51), Mand Osraol Hersch (73), Friedländcr Julie (76), Stranskv Elisabeth (21), Kock Leo (75), Fuchs Moriz (o7), Bär Karline (56), Heller Goda (42), BeigeImann Moses (30), Feingold Cypre (52), Linschütz Jonas (67), Steiner Anna (74), Barber Regine (65), Faust Martin (77), Moizes Heinrich (78), Stökel Helene (80), Spielmann Anna (68), Wien Josefino, Inapektorswitwe (87), Lunzer Hormino (78), Herzog Samuel (73), Nasch .Juiselino (42), Schablin Lucio (77),“ Pollak Thereso (68), Wedele® Ernst (74), Segall Jakob (68). *