Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1936-10-30 · Heft 592 (30.10.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 592 (30.10.1936)
Date
1936-10-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3053752-3054338-3054348--6241-3062069
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

$•!»• z Oll IT1MMI Nr.- 592 — Wien, Freitag, 80. Oktober 1986 I OPTIKER I (KARL SEIDNER| i., Franz-iotefS'Kai 33 (I., Hollantitraßs 7 0 Fachmännische' Rat Reiche Auswahl 0 g Best« Qualität 0 Preiswert ^\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\^^^^^^ D.c Mandatskommission Genf, 27. Oktober (Palcor). Auf der Tagesordnung der Mandatskommission stehen u. a. auch lo teils von arabischer, teils von jüdischer Seite ausgehende Petitionen Im Zusammenhang mit Palästina, Sie sind in der Zeit vom März bis Juni 1936 eingereicht worden. Die jüdischen Petitionen stammen zumeist von revisionistischer Seite. Angesichts der bekannten ablehnenden Haltung der Mandatarmacht gegen eine Prüfung des Palästinaproblems durch die Mandatskommission vor dem Bericht der Untersuchungskommission ist eine eingehende Behandlung der eingereichten Petitionen im Laufe der jetzigen Tagung unwahrscheinlich. In der am 27. Oktober abgchaltenen Sitzung teilte der englische Vertreter die Abreise der Untersuchungskommission mit. Weitere Erklärungen wurden nicht gegeben. Sonntag, l. November, 8 llhr abends Balfour-Feier HOTEL CONTIMENTAL llnlelfende Wortes Oberbaurat Ing. 0. STRICKER, Vizepräsident der Israel. Kultusgemein de — Fes redners Staatsrat Dr. Desider FRIEDMAN Präsident c«r Israel. Kultusgemefnde - Mltwlruend i Cftor dar Mekka al Hasa'r Austausch Oute Familie in Genf nimmt junges Mädchen als Austausch gegen 20j Übriges Mädchen für drei- bis viermonatigen Aufenthalt. Steinberg, Genf, 3 Chemin Dumas Deutsche und arabische Mordhetzer im Irak London, 26. Oktober (JTA.). Ein Sonderkorrespondent des „Daily Herald“ teilt mit: Die 120.000 im Irak lebenden Juden leben in Panik angesichts der* ununterbrochen vor sich gehenden antijüdischen Agitation im ganzen Lande, die von Emissären des Jerusalemer Obersten arabischen Ausschusses geleitet wird. Die Volksstimmung ist dermaßen erregt, daß es jetzt fast jeden Tag zu Blutvergießen kommt; allein in Bagdad wurden im letzten Monat neun Juden kaltblütig abgeschlachtet. In jüdische Klubs und Synagogen in Bagdad und Basra wurden Bomben geworlen. Eine Bagdader moslemitische Gesellschaft fordert in Flugblättern offen zu Juden-Massakers aut. Eines dieser Flugblätter enthielt den Satz: „Das Para- China und die Zionisten China feierte kürzlich das fünfundzwanzig. jährige Best&nJjubiläum der Republik. Aue diesem Anlaß erschien die in Schanghai in englischer Sprache erscheinende zionistische Zeitung „Israel’s flies s enger“ als Festnummer, die interessantes Material bringt. So erfahren wir, daß die chinesische Regierung schon am 14. Dezember 1918 durch den damaligen Minister de« Äußern Tscheng Loh der Zionistischen Organisation in Schanghai gegenüber die schriftliche Erklärung abgab, daß sie sich ihrerseits auf den Boden der Balfour-Deklara-tion stelle und die zionistischen Bestrebungen mit Sympathie vorfolge. Am 24. April 1920 schrieb der damalige Präsident der chinesichen Republik Sun- Y a t - S e n an N. E. B. Ezra, den Herausgeber von „Israeli Messenger“: „Ich versichere Sie meiner grüßten kIng an die Zionistische Organisation ln Schanghai: „Die Regierung steht der zionistischen Bewegung, die In Palästina eine nationale Heimstätte für das jüdische Volk errichten will, mit größter Sympathie gegenüber und hört mit Genugtuung, daß die zionistische Arbeit ln Palästina erfolgreich vorwärts geht.“ Unter vielen Sympathieerklärungen chinesischer Staatsmänner sei noch die folgende des Ministers Dr. Wang erwähnt, die aus dem Juli dieses Jahres stammt. Dr. Wang schreibt: „Die Nationale Regierung betrachtet mit voller Sympathie die Bestrebungen des. jüdischen Volkes, sein Land aufzubauen. Ich zweifle nicht daran, daß die zionistische Bewegung Erfolg haben wird.“ * So äußern sich führende Männer eines Sympathie für die zionistische Bewegung, f™*« u?L?f!t?nn SSlÄ.tlJ!! die eine der größten Bewegungen unserer S°Ä?An Zeit ist. Jedermann muß diese groß- ^6S.rt ^?erne* China, # Sunjrateen, dessen herzige Bewegung mit Enthusiasmus wiU-a«.801DfIi,il!Ufc0v«r0 kommen heißen und . sie darin unterstützen, die wundervolle Jüdische Nation wieder herzusteiien, die so viel für die Zivilisation der Welt geleistet und vollen 6 Anspruch darauf hat in der Familie der £®r. hervorragende Völkerrechtslehrer und Nationen einen ehrenvollen Platz einzu-1 DlPlam^t »P™*4 some Sympathien für die «Ahmen« nationale Aufbauarbeit aus. Es sind oben * Männer von Bildung und Verständnis, wäh- Zum zehnten Jahrestag der Balfour-De- ’ . klaration, (2. November 1927) schrieb die chinesische Zentralregieiung in Pe- Di« allgemeine Mobilisierung der Zionisten wurde angeordnet. Jeder Zionist und jede Zionlstln hat sich sofort im Agitatlonsiokal der Zionistischen Liste zu melden und mitzuarbeiten. Bis ins letzte jüdische Haus muß unsere Agitation Vordringen. Gebt euch nicht damit zufrieden, wenn euch ehemalige Utiionisten sagen, daß sie nicht zur Wahl gehen, well sie von dem schändlichen Treiben der „Union“ an^eekelt sind. Sagt ihnen, daß ihr Abscheu vor dem Denunziantentum berechtigt ist und daß sie moralisch verpflichtet sind, bei der Ausmerzung des Denunziantentums mitzuhelfen, indem sie alle wählen: Zionistische Liste UstenlOhrer: Staatsrat Dr. Desider friedmann rend die kleinen "Wiener Ghettomoäsohen der Union das Werk ihres Volkes in den Kot zerren und beschimpfen, Die Wiener Presse Ober die Leistungen der Kultus? emehde Am 22. Oktober veranstaltete das Präsidium der Wiener Kultusgemeinde einen Presseempfang, bei welchem Präsident Dr. Friedmann einen Bericht über die Leistungen der Kultusgemeinde erstattete. Die [esamte Wiener Presse hat sich am folgenlen Tag mit den Mitteilungen des Präsidenten beschäftigt, wobei insbesondere die amtliche „Wiener Zeitung“ hervorhebt, daß diese respektablen Leistungen eine Stärkung des jüdischen Gemeinschaftslebens bedeuten. DEN BESTEN KAFFEE IM Alle in- und aosländisdien Zeitungen 6 moderne Seifert Stahl Billards Separate Spielzimmer, Bridgestube tl!cJiweclen-(jcd& AM SCHWEDENPLATZ § Erfolgreiche Aktion des K. K. L. London, 27. Oktober. Wie die JTA. meldet, wurde der Jahreskönferenz des jüdischen Nationalfonds in England ein Bericht vorg^legt, in dem festgestellt wird, dies erwartet jeden Moslem, der seiir Schwert I daß die vom XIX. Zionistenkongreß in Luzern beschlossene Aktion zur Aufbringung «e MolJemVaSjÄÄi dtTilMscheS I v0° “‘f MiltarPh.mtertolgv er heißend verläuft Man erwrte, dajrln die- - p‘“ - ■ -- Sem Jahre in allen Landern zu sara men über 400.000 Pfund für den Nationalfonds werden aufgebracht werden. Dies wäre die höchste jemals von dem Fonds erreichte JahfesSumme. Für England war eine Jahresquote von 50.000 Pfund festgesetzt worden. Die tatsächlichen Sammlungen haben in diesem Jahre 61.738 Pfund gegen 48.398 Pfund im vergangenen Jahr ergeben. Im Zusammenhang mit der Aktion des Rates für die deutschen Juden, durch die in England und anderen europäischen Ländern eine Million Pfung für die Hilfsaktion zugunsten von Juden aus Deutschland aufgebracht werden soll, sind auch 90.000 Pfund für den Ankauf von Grund und Boden in Palästina, auf dem Juden aus Deutschland angesiedelt werden Sollen, gezeichnet worden. Vorläufig hat der Nationalfonds ln England insgesamt in diesem Jahre 30.000 Pfund für diesen Sonderzweck erhalten- Mit diesen Geldern konnte der Keren Kajemetb die Talbe-Böden im Emek erwerben. Die Jahresqnote für Großbritannien und Irland wurde auf 75.000 Pfund erhöht. Besitzes zu bemächtigen. „Daily Herald“ raeldet weiter, daß deutsche Agenten' hinter der Pogromag.ltation stehen. Die: hebräischen Blätter erinnern England an die. Verpflichtung, gemäß dem Vertrag mit dem König von Irak für die Sicherheit der Nichtaraber zu sorgen. Die Morde zeigen, welches Schicksal die Juden erwartet, die unter die Herrschaft der Araber kommen. Intensives Lernen... beifit Freizeit gewinnen für die kflrnerllobe ErtUobtigune, die «nedell dem Stadtktnde noUuU ladtvtduetle SchuUaachhtlte (Bail., Frenz., Hebr., MutUo «owie Qymn-titik. Schwimmen, Sport ira Sehftlerljort; I „Fidel“, zwischen Urania und Oianabad felegen. Ana1'. Tel« 014-908, nur von bl*» M Uhr früh. Italien Und die Palästina-Unruhen Jerusalem, 27 Oktober (JTA.). Der hebräischen Presse Palästinas ist ein offenbar vom italienischen Konsulat Inspiriertes Cqmmunlqu6 zugegangen, in dem erklärt wird, daß die vor. kurzem erfolgte Veröffentlichung antizionistischer Artikel In der Zeitung „Regime Fasclste“ einen unrichtigen Eindruck über die Haltung der italienischen Presse zu den Ereignissen in Palästina erwecken könnte. Die öffentliche Meinung Italiens werde durch die großen Tageszeitungen, wie „Giornale d’Italla“, „Corrlere de la Sera“ „La Stampa“ usw. zum Ausdruck gebracht and diese Zeilun-en hätten während der ganzen Dauer der Unruhen objektive Berichte un’ Artikel gebracht, die keinerlei politische Ste lungnahme für die eine oder andere Seite verc.efen. ZIONISTISCHE SEKTION! UNO WIZO PRATER Warum wurde Dr. Friedmann in den Staatsrat, und Dr. Ehrlich in den Rat der Stadt Wien berufen? Weil sie uneigennützige, bewährte, langjährige und verdiente Vertreter jüdischer Rechte sind, und well sich . ail die Makellosigkeit ihres Rufes bisher niemand, außer der Union, herangewagt hat. Sonntag dent.Nov.,10 Uhr vorm.,Im Kino Lustspieltheater Palästina-Tonfilm ff Das ist das Land" Die N« iHrsjc >.Mn >ngon diezea Jahre* und Judaioa bietet Ih'iea die leihbDcberei. Jüdische Volkshochschule-. Jüdische Kulturstelle Nur S!*•> monaillob I Einziger Rezitationsabend. Jebuda Eh renkranz: „Tod und Liebe“. Dienstag, 24. November. Mittlerer Konzerthaussoal, 8 Uhr abends. Karten ab 1 Schilling bei Lanyi, Groaner und Jüdische Kulturelle, ■ Einleitende Worte: Rat der Stadt Wien Dr. Jakob Ehrlich Weizmann an das Judentum Polens Warschau, 26, Oktober (JTA.). Ingenieur A. Reiß, der Leiter de« „Mifal Hablzzaron“ in Polen, erhielt vom Präsidenten der Je* wisb Agency Prof. Cbalm Weizmann die folgende Bogrüßungskundgebung: „Ich begrüße und segne da« polnische Judentum., welches angesichts der Bedürfnisse der schweren Stunde ein so fciefee Verständnis dem Mifal Hablzzaron entgegenbringt. Mit Würde und Salbet aufopfer ung hat der Jlecbuw seine Positionen bewacht und verteidigt; an diesem historischen Heroismue haben die polnischen Chaluzim keinen geringen Anteil gehabt. Das polnische Judentum iat sich aaok xia xp* Mwen -Milowdea! Pflicht bewußt; der Mifal Hablzzaron wird ln Polen gewiß vollen Erfolg haben.“ Hafen von Tel-Avlv wird weitergebaut Nach einer Meldung des JTA. hat der Oberkommissär erklärt, die Erlaubnis zum Bau eines Hafens in fcl-Aviv könne nicht zurückgezogen werden. Der Klub junger Zionisten, Wien, VI., übermittelt seinem Mitglied Chawer Jakob Scbmnckler ans Anlaß des Ablebens seiner Mutter, Begine Söhmnokler, den Ausdruck seiner innigsten Anteilnahme. Moses Hersch Landau gestorben Am' 28. Oktober, 2 Uhr nachts,' starb in Wien nach kurzer Krankheit knapp vor Vollendung des 88. Lebensjahres Moses Hersoh Landau, der Vater des Generaldirektors der. Jüdischen Telegraphenagentur Jakob Landau in New York. Der Verstorbene, der bis zur letzten Minute siob durch eine erstaunliche Geistesfrisobe auszelohnete, gehörte zu den bekanntesten jüdischen Persönlichkeiten Wiens. Er entstammte einer bekannten alten Rabbinerfamllfe und kam jung verwaist au den „Hof“ des ihm verwandten, ln der russiech-obaesidisohen Welt unter dem Namen Reb Aron Karliner berühmten Rabbi, der seine Erziehung persönlioh leitete. In Wien, wo der Verstorbene seit mehreren Dezennien wohnte, erfreute er sloh dank seiner geistigen Regsamkeit und seiner hervorragenden philanthropischen und sozialen Tätigkeit großer Sympathien. Zu Ehren seines 80. Geburtstages hat ein Kreis von Freunden und Verehrern eine jüdische Stiftung im jüdischen Waisenhaus in Baden bei Wien Ins Leben gerufen, die den Namen des Verstorbenen trägt. Das Leichenbegängnis fand Donnerstag, den 29. d., statt Die Generalversammlung der WIZO findet Montag, den 2. November, um 4 Uhr 30 nachmittags, im Heim, I., Schottenring 25 statt ERSCHEINEN IST PFLICHT! Vortrag Max Brod Der Prager indische Schriftsteller Maat Brod eröffnet die vom Fing der Alt-Herren-Verbände für die Saison 1933137 in Aussicht genommene Vortragsreihe mit einer Ansprache über das Thema „Der jüdische Dichter in dieser Zeit Der Vortrag findet am Donnerstag, dm 5. November, um S Uhr im Klub heim des Ringes, K£4en, l, KoMmarht 10t statt»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.