Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 587 (16.10.1936)
- Date
- 1936-10-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 587 — Wien, Freitag, 16. Oktober 1936 018 STIMM! fette 7 Pelx verbrämte Mäntel Man, braun oder grau, ganz K.-Sel de gefüttert« und watt. S Boucle-Mantel mit Alaskalamm-Schalkragen, K.-Seide 10‘— gefuttert . . . S JO Mode-Mantel Doppelkragen m.LjncoIn verbr., g. K.-S. Mongol geftttt. S Blaue Mantel zweireihige Herren fasaon mit 4 fi’90 Sattelfulter . S J 0 Flschgrät-Mäntel ganz K.-S. gef., Ofl*— 9 Schultern watt.8 Eleganter Bouclä- Mantel Neuartige Cape-Mäntel aus gutem Bouclö, mit Silberfuchslatnin - Verbrämung, ganz K.-S. Mongol gefuttert und watt.S rani K.-Seiden-Mongol ge ttert u. wattiert, M mit echt. Skunks- 70 Schalkragen ntis gutem Boucle, ganz K.-S.Mongol gefuttert, das geteilte Cape mit Edellamm zweifach verbrämt (auch abnehmbar) laut Bild . S mit echtem Fuchs-Cape. . . S 79* — aus feinem Bouclö oder Schafwolltuch, ganz Crepe Mongol gefüttert, mit echter Wlthecoat- oder Skunks- Verbrämuna.S Tweed-Flanell-Kleider oder geblümte Flanell-Schlafröcke S Wollstoff-Kleider neue Fasson, in Modefarben S und blau.. S Für den Herrn: Für das Kind: Winter-Mäntel, Fischgrät oder_ IQ - glatt, mit Samtkragen . . . . S Sport-Anzüge aus mod. WoIIstoffen, neuart. Rückenpartie S J3 Boxoalf-Schuhe 190a mit Crouponsoble S 1«J S 9*90, 28—30 S 8‘90, 26 und Wollstoffe: i“ Seiden K.-Seiden-Broohö für Futter, 80 cm K.-S.-Crepe-Satin für Blusen und Kleider. Relnwoll-Shetland für Mäntel, 140 cm breit Aparte Kasak-Kleider aus Modewollst. m. Samtaufputz S Kinder-Mäntel, f. Mädchen od. Knaben, ganz gefüttert, Größe 65 S Samt-Impsinte-Kleld mit K.-Selden-Garnttur, Größe 60 S Schulstieffel Größe 31—33 V*90 3-27 S J Wasch- und Wollstoffe: Mode-Schott.-Noppe -f-so fUr Kleider und Blusen. . . S i Wlnterdlrndl-Stoffe w-gs die neuesten Imprimds . . S i Crepe Travers reine Wolle /-so mod. Kleidergewebe, 130 cm S 7 Heimeröffnung des Rings der Alte-Herren-Verbände Der Ring der Altc-Horrcn-Vcrbändc hat am 11. Oktober im Rahmen einer wirkungsvollen Feier sein neues Ileim am Kohlmarkt eröffnet. Der Vortrags&aal war dicht gefüllt; auf dem rot-weiß-rot verkleideten Podium, über dem sich blau-weiße Drapcrion zogen, stand vor einem Hintergrund von Blumen eine große Baroek-Menorah. Der Vorsitzende Dr. II arn i k gab in seiner Eröffnungsansprache eine Darstellung dos Programmes der Vereinigung und betonte insbesondere ihren überparteilichen Charakter. Der Landesrabbiner von Tirol, Dr. Ri malt, der Mitglied des Ringes ist, hielt eine Festansprache, in der er die Bedeutung der zionistischen Ideo zeichnete. Der Zionismus — führte er unter anderem aus — ist keine Partei, sondern das Gewissen und das Herz des jüdischen Volkes. Es darf sich nicht verkleinern, sondern muß an der Größe des Befroiungsgedankens festhalten. Der Redner gedachte der Kämpfe in Palästina, die die Treue und das Pflichtgefühl des Jischuw im hellsten Licht zeigen. Die Gegner der jüdischen Erneuerung sind eigentlich bemitleidenswert; eie haben nichts Positives zu geben, sondern versuchen sich noch mit letzter Anstrengung an den Trümmern der zusammengebrochenen Welt der Assimilation festauklammem. Ihnen gegenüber steht dio Entschlossenheit der zionistischen Arbeit, die nur die Uneinigkeit und den Parteigeiet zu überwinden hat. Dr. Rimalt nahm sodann die Befestigung der Mesusah vor, die or mit dem „Schehechejanu“ begleitete. Staatsrat Dr. Friedmann dankte in einer kurzen Rede dem Ring für seine Bemühungen, eine überparteiliche Stätte zionistischer Konzentration zu schaffen und schloß mit den besten Wünschen für das neue Heim. Der gewesene Präsident des Ringes, Doktor Felix, sprach die Mahnung aus, daß sich die Angehörigen des Ringes stets als Kämpfer für das jüdische Gemeinwohl fühlen mögen. Mit der Hatikwahwurde die Feier geschlossen. AI Jonson-Schlacfer in den Jüdischen Künstlerspielen In den Jüdischen Künstlerspielen, H., Praterstraße 34, Tel. R 45-4-94, geht Freitag, den 16. d., täglich *49 Uhr abends, die berühmte Operette „Der Radiosänger“ als Premiere in Szene. Das Stück gehört zum Reportoire Al Jolsons, der der im jüdischen Milieu spielenden Handlung zu einem Serienersolg auf der amerikanischen Bühne verhalf. Es ist die Geschichte eines Jeschiwabochers, der in die weite Welt zieht und au« eigener Kraft zum Weltstar wird. Die Handlung ist reich an Situationskomik, da zwei Mädchen und ihre Familien um das Herz des berühmten Sängers kämpfen. David Seidermann spielt die Titelrolle, wozu er schon dadurch prädestiniert erscheint, weil die Rolle eine ganz große Gesangßpartie beinhaltet. Chana Lerner spielt eine heitere Männerrolle. David Seidermann wird die schönsten jüdischen Volkslieder zum Vortrag bringein. „Der Radiosänger'4 wird auch Sonntag den 18. d., *44 Uhr nachmittags, bei ermäßigten Preisen gegeben. Die Direktion bat für die Kinder, die diese Vorstellung besuchen, eine besondere Überraschung vorbereitot: jedes Kind eihält ein Geschenk. Sektion III und WIZO III. Oneg Sabbat h, Freitag, den 16. d., 8 Uhr abends, im Beth&use, IH., Steingasse 18. An die Wähler des III. Bezirkes! Es ist unbedingte Pflicht aller Zioniston, sich für die Wahlarbeit zur Vorfügung zu stellon. Täglich ab 5 Uhr nachmittags im Cafö Radetzkyplatz, III., Radetzkyplatz 5. WIZO XVIII. iiimra lädt alle Freunde und Bekannten für Mittwoch, 21. Oktober, */t9 Uhr abends, in die Jüdischen Künstlerspiele II., Praterstraße 34. — Gegeben wird iiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiuil) „Radiosänger fllflllllllllllllllllllilllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllliliwillllllllllllllllllllli mit Channah Lerner und Seidemann Die Arbeit des Keren Kaiemeth Verschiebung der Landeskonferenz des Keren Kajemeth. Die für den 15. Oktober angesetzto Landeskonferenz wurde auf den Monat November verschoben. Der Termin wird noch bekanntgegeben werden. Abführung der Thoraspenden an den Keren Kajemeth. Dio Vertrauensmänner des Koren Kajemeth in den Tompein und Bothäusern werden dringendst gebeten, onergisch die Abführung des Nedarim an den KKL. zu überwachen. Der KK. wird dann in einer spezifizierten Aufstellung' die Spenden bestätigen. Die Vertrauensmänner werden gebeten werden, diese Bestätigungen in den Bethäusern zu affiebieren. Zusammenkunft der KKL.-Kommissärinnen der WIZO. Letzten Montag fand eine vom KKL.-Referat der WIZO einberufene Besprechung der KKL.- Referentinnen statt. Dr. Tartakower entwickelte den Arbeitsplan des neuen Jahres. Es wurde beschlossen, zwecks weitester Verbreitung des Sofer Hajeled eine spezielle S. H.- Referentin zu wählen. Frau Ottilio Gröbel wurde Sefer Bajeled-Referentin. Bethaus Mikdasch meat. An den hohen Feiertagen spendeten nach eiuor Ansprache des Gg. Dr. Josof Seiler alle zur Thora Aufgerufoneu für den Keren Kajemeth. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Holla Saß für dio Pflege dor KKL.-Büchso durch den Keren Kajemeth (Nr. 511); Gisela So i dm an n durch dio WIZO VI/VH (Nr. 512); Siegfried Stiaßny durch die Zion. Bezirkssektion und Arbeitskomitee für Erez Israel, Zwischenbrücken, (Nr. 513); Siegfried Reiß durch seine Eltern Bernhard und Charlotte Reiß (Nr. 514); Ida Rosen geh. Brettler durch Familie Siegmund Storch und alle Angehörigen (Nr. 515). Überreichung des Goldbuch« dlploras an Rabbiner Dr. Weiner Am Sonntag, den 11. Oktober, wuixle in einer feierlichen, von der zionistischen Bezirkssektion Favoriten einberufenen Versammlung Rabbiner Dr. Albert Weiner das Diplom seiner Eintragung in das Goldene Buch des Keren Kajemeth überreicht. Jüdische Jugendbünde bildeten Spalier. Der Saal war voll, die Sympathie für den Gelehrten allgemein. Als erster würdigte den Rabbiner und dessen Gattin, Frau Sabine Weiner, die KKL.- Komraissärin dos 10. Bezirkes, Gg. Dr. Jakob Ehrlich, der die große Ehrung hervorhob, die in der Eintragung in das Goldene Buch des KKL. liege. Er gab einen Überblick über die Stellung des Rabbiners zu den Lebensfragen des Judentums. Gg. Jollinek, Obmann der Sektion, überreichte dem Rabbiner nach einer von tiefer Überzeugung* getragenen Ansprache das Diplom. Dr. Tartakower streifte die Stellung dos Rabbiners in der vorliiberalen, der liberalen und der zionistischen Periode und stellte als leuchtendes Muster Oberrabbiner Chajes hin. Dor Geehrte liebe die Jugend, daher vergelte diese ihm mit Liebe. Rabbiner Dr. Weiner dankte gerührt für die Ehrung. An den offiziellen Teil schlossen sich künstlerische jüdische Darbietungen der Frau Dnlitzkaja und anderer an. Moderner jüdischer Liederabend, veranstaltet von den Herren Sascha Fiderer, Bariton, Leo Schmorak, Tenor, und Max Realer, Pianist, am Samstag, den 17. > Oktober, um 8 Uhr abends in den Kunstspieleu „Pan“, Wien, I., Riemergasso 11. Zum Vortrage gelangen Werke älterer und moderner Komponisten, bisher unbekannte jüdische Volks- und Kunstlieder, humoristische Volkslieder, FoLklor-Gesänge usw. Karten in der Jüdischen KiilturstcUe, I„ Franz- Joeefs-Kai 3. Tel. R 28-2-36, Buchhandlung M. Rath, II., Taborstraße 20a, Tel. R 45-305, sowie ab 6 Uhr an der Abendkassa. Mitteilungen der Isr. Kultus* gemeinde Religions- und Hebräischunterricht an der Volksschule der Israel. Kultusgemeinde. Das Bundesministerium für Unterricht hat mit Erlaß vom 11. Oktober 1936, ZI. 20.665/H-9, über Ersuchen des Vorstände.? der Israel. Kultusgemeinde Wien die Einführung einer 3. Hebräischstunde in der 2. Klasse der Volksschule der Israel. Kultusgemeinde, sowie, die Erhöhung der Religionsstunden in dieser Klasse auf zwei Stunden pro Woche bewilligt. Somit werden in der 1. Klasse wöchentlich auf den Religionsunterricht zwei Stunden und auf den Hebräischunterricht zwei Stunden entfallen, während in der 2. Klasse die Zahl der Religionsstunden pro Woche zwei und die der Hebräischstunden drei betragen wird. An den öffentlichen Volksschulen wird sowohl in der 1. als auch in der 2. Klasse bloß eine Religionsetunde erteilt; in der Volksschule der Kultusgemeinde sind in der 1. Klasse der jüdischen Erziehung um drei Stunden mehr und in der 2. Klasse um vier Stunden mehr als in den übrigen Volksschulen gewidmet. Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 16. Oktober 1936, werden bei den um 4 Uhr 55 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde-* und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: HI., Untere Viadukteasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer. — V., Siebenbrunnengasse la: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer. — IX„ Müllnergasse 21: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. — X., Humboldtgasse 27: Rabbiner Dr.A. Weiner. — XVL, Hubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach. — XIX., Dollineigasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter. — XX., Kluokygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. — Samstag, den 17. Oktober 1936, beim Vormittagsgottesdienste Schrifterklärungen: XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Jüdische Kulturstelle I., Franz-Josefs-Kai 3, R 28-2-36 Kunststelle. Neuanmeldungen für die diesjährige Spiel-* saison werden ganztägig entgegengenommen. Die Mitglieder erhalten ermäßigte Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Führung. Sonntag, 18. Oktober, 10 Uhr 30: Internationale Theaterauestellung „Das barocke Theater“. Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt: I., Hofburg, Schweizerhof. Kunsthalle (I., Kai 3). Helmar-Lerski-Ausstellung, „Der palästinensische Mensch“, ganztägig geöffnet und frei zugänglich. Rezitationsabend Martin Miller. Sonntag, 18. Oktober, 18 Uhr, rezitiert Martin Miller (Jüdisches Kulturtüeater) iin Vortragssaal der Kulturstelle Scholem Alejchem, Altenberg, Polgar, Meyrink, Schnitzler u. a. Jüdisches Kulturtheater. Sonntag, 18. Oktober, 15 Uhr 30: „Dio Grenze“, jüdisches Gegenwartsdrama von Cederlund und Dahlberg, bei kleinen Preisen. Abends, 20 Uhr, wird das Volksstilck von Ossip Dymow „Sänger seiner Trauer“ aufgeführt. Jüdische Volksbibliothek „Zion" Für 80 Groschen monatlich (Jugendliche 50 Groschen) können Sie die schönsten Bücher in hebräischer, jiddischer und deutscher Sprache entlehnen. Keine Bandgebühr. Bibliotheksstunden Montag bis Donnerstag von halb 7 bis halb 9 Uhr abends, Sonntags von halb 11 bis halb 1 Uhr vormittags. JÜDISCHER KAIENPER 16. bis 22. Oktober 1936j 30. TIsdirl—5. Chesdiwan 5697 Freitag (16.) Sabbath-Elngang 4K>, 1. Rosdi Chodesdi Samstag (17.) Sabbath-Ausgang 559, 2. Rosdi Chodesdi Wodienabsdinltt: N o a < h. „Di« jüdisch-national« Majoritlt bildet für di« Antisemiten In uns«r«m Staate d«n erwünschten Vorwand für jene Absonderungspolitik,' in der sidh Jüdisch-Nationale und Rassanantls«mlt«n begegnen/' Aus einem Flugblatt der „Union": Jüdischer Wähler! Gib die Antwort auf diese unerhörte Unterstellung! Wähle die zionistische Liste!