Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 587 (16.10.1936)
- Date
- 1936-10-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite S Off STTMMI Nr. 587 — Wien, Freitag, 16. Oktober 1988 FU* DIE JÜDISCHE EINHEIT I FUN DIS JÜDISCHE EHRE! FUN DIS GESUNDUNG DES JÜDISCHEN VOLKES! FÜR DIE JÜDISCHE ZUKUNFT! Wählet die zionistische Liste! mmmmmmmam Wien, i., Seitensfettengasse Nr. 2 Zentralfrledhot, neben dem l. Tor. Samstag geschlossen Vorzüglicher Gesundheitszustand der palästinensischen Kinder Kopenhagen, 14. Oktober. Tn einem Vortrag berichteten der Gymnastikinspektor Kninlsen und die Ärztin Dr. Kristiansen Uber ihre Reise nach Palästina, deren Zweck die Ermittlung von Daten über den Gesundheitszustand der jüdischen Kinder war. Inspektor Knndsen, der sich besonders für die Struktur der Rückenform der Ju gern! liehen interessiert, berichtete, in den europäischen Ländern hätten nur durchschnittlich "0 Prozent der Jugendlichen einen völlig normal entwickelten Rücken, wogegen in Palästina nur 25 Prozent von der normal gesunden Struktur abweichen. Frau Dr. Kristiansen sagte, von den jüdischen Kindern Palästinas hätten 30 Prozent vollkommen gesunde Zähne. Dieses Ergebnis Ihrer Untersuchung habe sie geradezu frappiert, denn zum Beispiel in Dänemark seien in den Schulen mir bei einem halben Prozent der Kinder ganz fehlerfreie Zähne festgestellt worden. Frau Kristiansen findet auch den allgemeinen Gesundheitszustand der palästinensischen Kinder ausgezeichnet. Sie schloß ihren Vortrag mit folgender Erklärung: Vielleicht spricht man in Europa mit einem gewissen Recht von der körperlichen Degeneration der Juden; in Palästina Ist, davon.konnte ich mich bei allen meinen Untersuchungen überzeugen, dagegen eine starke und auffallende Regeneration der Juden im Gange. Eröffnung der „Jüdischen Bühne" Oktober, Samstag, den 17. Oktober, eröffnet die Jüdische Bühne, TT., Praterstraße Nr. 60 (Astor), unter der Leitung des Schauspielers Leopold Jungwirth seine Spielzeit. Es spielen: Jakob Fischer als Charakterkomiker, Menasche Oppenheim als jugendlicher Komiker, die Nadiu Karen ia und der dramatische Schauspieler und Sänger Leo Kaswincr. zusammen mit einem auserwählten Ensemble der Wiener jüdischen Schauspieler ihr Gastspiel. Zur Aufführung gelangt die Operette „Broadway Boys“, die bis inklusive Donnerstag, den 22. d. M., auf dem Spielplan bleibt. — Sonntag, nachmittags um 3 Uhr 30, in Originalbesetzung bei ermäßigten Preisen „Broadway Boys“. oiiiiiiiiiiiiiiiiiiim.'iiiiimiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiniiiiiiiinmiimiiinnnmniD 13jähriger jüdischer Künstler gewinnt Kreisler-Preis Die Staatsakadernie für IVIusik und darstellende Kunst hat dem 13jährigen Schüler des Chajes- Gymnasiums Oskar W e i z n e r den Kreisler-Preis zugesprochen. Oskar Weizner ist an der Musikakademie Schüler des Professors Ernst M o r aw e t z. Er war der jiingsto unter den Preisbewerbern. Der .hinge jüdische Künstler hat auch früher schon in Konzerten mit 'seiner Kunst großes Aufsehen erregt. Die Fach- und Zeitungspresse sprach sich ii!>er seine Leistungen außerordentlich lobend aus. Oskar Weizner besitzt übrigens nicht nur grobes musikalisches Talent. Er gehört mich zu den begabtesten Schülern des OüajeihGymfiäßäua^ Die Siedlung der Legionäre In dem vom Keren Kajemeth erschlösse nen Emek Ghefer (Wadi Chawarith) gibt cs eine Siedlung, deren Existenz beweist, wie der Jüdische Nationalfonds die Möglichkeit gibt, historisches Unrecht an jüdischen Menschen wieder gntzumaehen. Es ist dies die Siedlung Achiwajil, wo ehemalige Soldaten der „Jüdischen Legion“ angesiedelt worden sind, die während des Weltkrieges im Verband des britischen Heeres in Erez Israel gefochte haben. Wie allen englischen Soldaten, so hatte man auch ihnen versprochen, sie nach dam Kriege anzusiedeln. Es war damals ein beliebtes Schlagwort der Staatsmänner aller kriegsfiihrenden Mächte, daß die „Helden, die den Boden des Vaterlandes mit ihrem Leben verteidigt hatten auch besonderen Anspruch darauf hätten, auf diesem Boden seßhaft gemacht zu werden“. In England wurde dieses Versprechen in der Form eingelöst, daß die nach weißer Einwanderung begierigen Kolonien, wie Südafrika, nicht nur guten Boden zur Verfügung stellten, sondern völlig eingerichtete Farmen, die der zum Siedler umgewandelte Soldat nur zu übernehmen brauchte. Trotzdem wurde aus der ganzen Aktion ein Fiasko: die britischen Tommies aus London, Liverpool und Manchester hatten keine Lust, auf eine noch so schöne Farm in Südafrika, Kanada oder Kenya zu gehen. Im neuerworbenen britischen Mandatsgebiet Palästina hätte eine derartige Aktion zu einem vollen Erfolg führen können. Die demobilisierten Mitglieder der „Jüdischen Legion“ warteten nur darauf, Land von der Regierung zugeteilt zu erhalten. Sie verlangten keine fertigen und eingerichteten Farmen, wie sie in Südafrika zu Dutzenden leer standen, ihnen genügte ein Stück nackter, unbearbeiteter palästinensischer Erde. Aber dieses Stückchen Land bekamen sie nicht. Endlich bot ihnen die Regierung ein Stück Wüste, tief unten im Süden des Landes an, Beduinenland, weitab von allen jüdischen Siedlungen. Endlose Verhand- Dic Wiener Handelsvertreter-Gilde In unserer letzten Nummer war eine Mel düng enthalten, wonach im Vorstand der Gilde der Wiener Handelsvertreter kein einziger Jude sei. Wir hatten diese Meldung der Jüdischen Telegraphenagentur entnommen. Wie wir nun feststellen konnten, trifft die Behauptung nicht zu. Der Vorstand der Gilde der Wiener Handelsvertreter besteht aus 26 Personen, von denen genau die Hälfte Christen und die Hälfte Juden sind. Im Präsidium allerdings ist kein Jude. Wir bedauern unsere irrige Veröffentlichung. Damit entfallen selbstverständlich auch alle von uns an unsere Meldung geknüpften Schlußfolgerungen. hingen führten zu keinem befriedigenden Ergebnis. Die Legionäre, die als junge Freiwillige in den Krieg gegangen waren, mußten als reife Männer endlich einsehen, daß es für sie nichts mehr zu hoffen gab. Da übernahm der Keren Kajemeth die Aufgabe, die eigentlich die britische Regierung hätte durchführen sollen: er gab den Legionären Land im Emek Chefer. Und so siedeln sie zum Schluß doch noch friedlich auf dem Boden, den zu befreien sie mitgekämpft haben. y Flinte ohne Arier-Paragraph Chikago-Gangsler. — Kein Weg zurück. — Singing Kid. — Rosemarie. — Metropolitan. Kaiser Jones. — Die Insel der Haifische. Romeo und Julia. — Liebe vor dem Frühstück. — Der König der Frauen. — Under two Flags. — Der Liebling der Frauen. — Die Botschaft an Garcia. — Amateur-Gentleman. — Mr. Deeds geht in die Stadt. — Ein Schrei in der Nacht. — Der kleine Rebell. — Peter Ibbetson. — Schwester Florence. — Fräulein Lilli. — Küß nicht im Kino. — Der chinesische Spürhund. — Taraß-Bulba. — Heiöne. — Der Kampf um die Barbee-Farm. Der Mann, der Wunder wirkte. — Der kleine Lord. — Silhouetten. — Die Matrosen kommen. — Der letzte Gangster. — China- Gold. — Die Wunderbar. — Wir drei. — Wie es euch gefällt. KINOPROGRAMMi Vom 16. bis 19. Oktober Studentin wird in vollo Pension bei guter jüdischer Familie aufgenommen. Unter „Fremd* sprachige KonversaHonsmöglichkeit“ an die Adm. Die chaluzlsche Jugend des Brith-Zion veranstaltet Sonntag, den 25. Oktober 1936, um 8 Uhr abends, im Marmorsaalo des Hotels National eine Akademie mit anschließendem Tanz, zu dem alle herzlichet eingeladen sind. Preis der Karte S 1.20; erstklassiges Programm! Karten erhältlich bei Cbawerah Trost im Zion. Landeskomitee, I., Marc-Aurel-Straßc Nr. 5, und jeden Abend zwischen 7 und 8 Uhr im Jugendheim, II., Novaragasse 29. Eröffnung des Wintersemesters der Histadruth Ivrith. Samstag, den 21. Oktober, 8 Uhr abends, eröffnet der Rektor des Rabbinerseminars, Herr Prof. Dr. S. Krauß, im Heimo der Histadruth. II., Kleine Mohrengasse 3, das Wintersemester der Histadruth Ivrith. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah“, II., Prateretraße H. Samstag, den 17. d. M., 20 Uhr, Vortrag des Oberbaurats Ing. Ludwig Fischer: „Umlernen, uinschiehten oder untergehen.“ Gäste willkommen! — Sonntag, den 18. d. M., 18 Uhr, Heimabend. — ß i b I i o t h e k s t u n d e n Dienstag und Donnerstag von R-8 bis 9 Uhr abends. — II e b r ä i s c h k u r s e für A uf ä u g e r und Vorgeschrittene: Montag und Mittwoch von 7 biß 9 Uhr abends. Mäßige Kurs- und Mitgliedsbeiträge. — Offene Stellen- An meid ungen erbeten. Tel. R 40-1-56 U (von 3 bis 7 Uhr). Hebräische Schule und Kindergarten der Sektion und WIZO Prater Die Hebräische Schule für Kinder und der Hebräische Kindergarten der Sektion und WrZO Prater wurden bereits eröffnet. Die Hebräische Schule steht unter der Leitung des bewährten Pädagogen Prof. Weinstein, und der Hebräische Kindergarten wird von der bewährten Pädagogin ‘Frau Dr. Aschkenasy geleitet. Einschreibungen täglich im Sektionsheim, II., Stuwerstraße 1, von 2 bis 4 Uhr nachm. Nähere Auskünfte erteilt Prof. Weinstein, LLj Stuwerstraße 30, Tel. R 48-7-83. Außer den Kinderkursen werden auch Anmeldungen für Erwachsene (Anfänger und Fortgeschrittene) eutgegengenommen. BURG-KINO Uraufführung Elisabeth Bergner in Wie es Eucß gefallt (As you like it) Beginn: %4, 7*6, %8. 7*10 Uhr. 00 ELITE-KINO Uraufführung GARY COOPER in CHINA-GOLD" Beginn: 7,4, 7,6, 7*8, 7*10 Uhr. 99 IMPERIAL- KINO I., Rotenturm8traße 19 Telephon : U 22-1-12 Uraufführung Elisabeth Bergner in „Wie es Euc& gefallt (As you like it) Beginn : 744, 7»6. 7*8, 7410Uhr 00 KRYSTALL-KINO Um Prater, StraBe des t. Mai Nr. 40 Telephon R 48-2-75 Uraufführung für den Prater Der große Korda-Film nach dem Roman v. H. G. Wells „Der Mann, der Wunder wirkte" «oenentags: o, /, U Uhr, Sonnu.Feiertage; */«4, ‘/.,b, ‘/,8, '/«1U Uhi LEOPOLDSTÄDTER¬ VOLKSKINO yTs Telephon R 49-0-23 Wochentags: 7.6, 7*8, 7*10 Uhr Sonntags und Feiertage ab 7*4 Uhr KREUZ-KINO URAUFFÜHRUNG Preston Foster I., Wollxalle 17 Tel. R 24-2.16 in „Keine Gnade“ Beginn: 4, %6. l/a8, ‘>»10 Uhr ROTEiiTURH Uraufführung Freddie Bartholomew in Der kleine Lord" Beginn: 4, a/*6. 1 *8. G*10 ff KINO KERN im Prater Dfr. Kern & Porlmann — Telephon K 40-0-49 Erstu. Alleinaufführung für Prater u. Leopoldstadt i6. Oktober „Captain Blood“ 17. Oktober €2 ■ MlC II iS. Oktober „Unter der Peitsche“ 10. Oktober „Staatsfeind Nr. t“ Wochentags: 6, 7,0 Uhr Sonntags: Z.V,4, l/j6, */,8, */410 Uhr KINO TEGETTHOFF im Planetarium am Praterstern Tel. R 41-0-26 Erstu. Alleinaufiührung für Prater u. Leopoldstadt I>er Spitzenfilm der itlefro-ftoIdwyn-GalaBalson Louise Rainer, William I'mvcll, Myrna Loy in „Der König der Frauen“ Dauer Jeder Vorstellung 3 Stunden Wochentags: •->, 7,0 Uhr. Sonntags;'',3, ‘/,ö, “/»OUlu VI., Mariahilterstraße 37 Telephon B 20-203 STAFA-KINO 00 VII., Marlah Uferstraße 12C Telephon B 33-0-68 Uraufführung Elisabeth Bergner in Wie es EucQ gefüllt (Ae you like it) fiegtoö! 7*4, 7*6, ll\ JP iSw 00 SCHAFFER-KINO Louise Rainer, William Powell, Myrna Loy in „Der König der Frauen" Beginn bei diesem Film: 'A3, 7*6, 9 Uhr Votiiprk-Klno ^Telephon0^ r818-a^96 Uraufführung Elisabeth Bergner in „Wie es Euch gefällt“ (As you like it) Beginn! Va** 7*6* 7*8» 8“ Bezirkssektion IV/V, Wien, IV., Hauslabgasse 2. Die Vereinsmitglieder werden in Kenntnis gesetzt, daß ab heute das Heim täglich ab 6 Uhr geöffnet ißt und, daß dort die Wahllisten aufliogen und Informationen für die Kultuswahlen erteilt werden. Die Mitarbeiter habe sich möglichst täglich wegen Berichterstattung eiuzußnden. Freitag, den 16. Oktober 1936, um 8 Uhr abends, Onegg Sabbath. Ansprachen: Rabbiner Dr. Mehrer und Kultusrat Dr. Leopold Plaschkes. Samstag, den 17. Oktober 1936, um 8 Uhr abends, gesellige Zusammenkunft bei Bridge, Rummy, Schach und anderen Gesellschaftsspielen. Montag, den 19. Oktober 1936, Uhr abends, Zusammenkunft der WlZO-Mitglieder zwecks Besprechung des weiteren Arbeitsplanes. — Um Y>9 Uhr Zusammenkunft der Mitglieder der Sektion. Sonntag, den 18. Oktober 1936, um 11 Uhr vormittags, wird der Film „Das ist das Land“ im Wiedner Grandkino, Wien, IV., Mittersteig, vorgeführt. Eintritt gegen .Regiebeitrag in der Höhe von 30 und 50 Groschen gegen Vorweisung der erhaltenen Einladung-, nach Maßgabe der noch vorhandenen Plätze. Berichtigung. Iu <ler Einleitung zu dem Artikel „Galut“ in unserer letzten Nummer heißt es irrtümlich, daß die Veröffentlichung dieser Rode des verewigten Oberrabbiuom Ghajeis aus Anlaß seines 60. Todestages geschehe. Eß soll selbstverständlich heißen: anläßlich seines 60. Geburtstaffes. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.--, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50, Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500,230, Jugoslawien Nr. 40.879. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc- Aurei-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redaktionsschluß Montag und Mittwoch vormittags. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I., Rlarc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Alfred Oswald Rosegg, Wien, I., Marc-Aurei-Sfcraße 5. — Druck: Vernay A. G., Wien» IX., Canisiusgasse 8—10,