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Die Stimme · 1936-09-16 · Heft 581 (16.9.1936) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 581 (16.9.1936)
Date
1936-09-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Kr. 581 —- Wien, Mittwoch, 10. September 1936 DIE STIMME Seit« 7 Ufa meldet sich dec Pianist eüc HUlacbeil bei dee liloki? Zionistische Bezirkssektio« Innere Stadt, I., Marc-Aurel-Straße 5. Zionistische Bezirkssektion Prater, II., StuwerstraBe 1. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13. Zionistische Bezirkssektion Landstraße, I., Stubenring 18, Wiener Ring-CaW. Zionistische Bezirkssektion Wieden- Margareten, IV., Hauslabgasse 2. Zionistische Bezirkssektion Mariahilf- Neubau, VI., Loquaiplatz 11. Zionistische Bezirkssektion Josefstadt- Alsergrund, IX., Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2). Zionistische Bezirkssektion Favoriten, X., Pernerstorfergasse 25. Zionistische Bezirkssektion Meidling, XIV., Sechshauserstraße 52, Caf6 Mariensäle. Zionistische Bezirkssektion Hietzing, XIII., Hietzinger Hauptstraße 22, Caf6 Hietzingerhof. Zionistische Bezirkssektion Rudolfsheim-Fünfbaus, XV., Herklotzgasse 21. Zionistische Bezirkssektion Hernals- Ottakring, XVII., Frauengasse 9. Zionistische Bezirkssektion Währing, XVIII., Weimarerstraße 7. Zionistische Bezirkssektion Döbling, I., Marc-Aurel-Straße 5. Zionistische Bezirkssektion Brigittenau, XX. , Jägerstraße 30. Zionistische Bezirkssektion Zwischenbrücken, XX., Universumstraße 62. Floridsdorf: Direktor Josef Glaser, XXI. , .Schlingerstraße 6. 9tid)art> Cattpi, 93ucbfmttbluttg Söiett, 1. toetlättg. flätntttcrfttnfcc 41 (id. 8 25*6*75) gibt bcMnitt: 53albaft: „S8lett." ©tit $ül)ret burd) bie Stabt, ifjre flunft ctc. SDlit $Iäncit unb Silbern. 9lcucft. Stuft. 1931 ©. 2.50. ©tifa SWamt: „Stoffel fliegt überä SHeer." ftffit* ftriert, für .ftlnbet bon 9—12 Qahten. Orig.* Seilten ®. 2.25. „?Ubred)t Dürer." ©emälbc, Ätupferfticbe, #otj* fdjnüte, ^ottbieitfinungett. 331 Silber (jum DetF farbig!). Crig.*2enteit ©. 7.85. Scrbinanb JHaimunb’ö 2iebc8briefe. #erau§g. bon ®r. 33rufncr. gjftt 23tlbent. ©. 1.30, gebunben: ®. 2.70. Sobeboufe: „(Sin X filt ein tt". Staricmfoanö: S. 4.32. Söobefjoufc: „heften Sattf, 3eetoe§!" Karton» battb: ©. 4.32. ©rnno SBeil: „$<»nama." 579 Beiteit. Orig.* Seinen ©. 3.24. Diebe: „Die fterbenbe Slepubtif." 9Icmtan. Orig.» Seinen ©. 3.24. Stabern „3nfel ber £eibenfd)aft." ©in Dtberiug* 3tont.nn. Seinen ©. 3.24. •fjidjens: „Der ©arten SIKaljS." 2>üttnbrucf* 2tu§g. Seinen 0. 4.85. Ducholflb: „©äjlo& ©ttysljolm." Drig.-Seinen ©. 3.24. 2Öell8: „Die 9Mt be§ Main Cliffolb." 2 33be. £>rig.=Setnett ©. 7.50. ©ottgetreu: „Dag Sanb ber ©ohne." ißaläftina nahegeriieft. kartoniert: ®. 1.85, Orig,*£ct* tten: ©. 3.24. ©alten: „33ob unb Sabtj." ^Iluftr. güt kittber bon 8—11 fahren. ©. 2.85. Sortfd): „ßiit Deuifdjer." 236 Seiten. Orig.* Seinen SIntigu. 6. 3.50. ©agetn: „©elfter * ©anger * Öeftdfte * ©etoalten." 5 Söüdjer in einem Sanbe. 440 ©eiten;'Orig.* Seinen. Slittiqu. ©. 7.50. ©trobl: „OD." Die ©ntbedmtg b. mag. 9Jteit* fd)en. Orig.*Seinen. Stntiqu ©. 3.50. ©djretitoogl: „Siebe lomrnt jur 3Radp." 404 ©ei* ten. Seinen. Slntigu ®. 3.50. Saflet: „Sßribge als 6piel nnb Stunft." Seinen: 90 ©tofdjen. #aa§: „Die ©lener Oper." 9)lit 59 ©ilbtafcln. Seinen @. 3.24. ©oüan: „Do§ Söurgtheoter." 3Jlit 36 SJilbtofeln. Seinen. ®. 2.16. ,,©eib*Siebe*Seben bei beit 9lotntb8Ilcrn." HJlit über 200 Jlbbtlbttngen nad) Orig.*^h0togro* Pbicn unb bielcit £ejrt3eid)imngen. 386 ©eiten. Sejitoif^ormat. Orig.*2etiten. ®. 5.85. 9loftrabomu§: Slftrolog. Äalenb« 1936. £aI6* leinen. ©. 1.08. Xffeobov Scffittß: „Dämonen." 155 ©eiten. Orig.*£einen 0. 2.16. „93Inmen." 225 Beiten. Ortg.=8ettteit @. 2.16. „kleine Dicre." 161 ©eiten. Orig.*^appbb. ©. 1.45. (Stoctficä Söct fc Dünnbrudouggabe. SeraiiSg. bon ©erkort ^aupt* mattn. $n $toei Orig.*©anjteinenbänben (1878 ©eiten!), nur 0. 5.70. SJjeöbor Gtotntä fämtlidjc Söcrle Dünnbrudauggabe. $eraugg. bon Dfjomog »Jatttt. $tt jtoei Orig.*©anäteinenbänben (1819 ©ei* ten!), nur 0. 5.70. (£ontab fflletjetä lämtltrfjc f&ttft DUnnbrudanggobe. .^eraugg. bon Stöbert gaeft. 3n Jtoei Orig;*©anäteinenbänben (1562 ©ei* ten!), nur ©. 5.70. Odcat mibeä fämtU Söctfc Dünnbrudouggabe. (1392 ©eiten!) $etaugg. bon ätnolb Btociß. •S« stoei Drig.*Suju§haI&Ieber* bänbeit, mit ecfjtem ©o!b;d)nitt. ©. 9.70. $it 3>n>ei örig.*Suju§ganjleberbänbeu, mit echtem ©olbftfptitt. ©. 11.70. ©ttttlc (Die beften nngelürsten beutf^ett Sluggaben!) „Sonrbeg." 568 ©eiten. Orig.*Seiiten ©. 185. „Otorn." 728 ©eiten. Drig.*Seineit ©. 1.85. „hJarig." 532 ©eiten. .£>rtg.»£einen ®. 1.85. „^ruthtborleit." 092 ©eiten. Orig. * Seinen ©. 1.85. „Arbeit." 600 ©eiten. Otig.*Setneit ©. 1.85. „tßatjrljeit." 736 ©eitett. Otig.*Scineu ©. 1.85. „Dag SBetl." 528 ©eiten. Orig...§albIeber mit ©albfdptitt ©. 2.16. „Der Iramn." 264 ©eiten. Orig.*^afbIebcr mit ©otbfchnitt @. 2.16. 9tat)mottb ^atttcrttcf „9)leutoiren." 3 S&üube geb. Orig.*Scineit. 1512, ©eiten! ©elegenf>citgfauf! ©tatt ©. 105.— nnt ©. 11.85. Sljctf&orc Steifet t „Da§ «u* über mith felbft": S«6«nb. Orig.* Seinen 0. 4.85. „Dag öudj Uber mith felbft": ^ahre b. Stomp* feg. Oria.=Seinen ©. 4.85. „Die Drogtl 2lmerilag" Ortg.*Settteit ©. 4.85. „©ine anterif. Dragobic." 3 33änbe cplt. Orig.* Seinen ©. 6.48. „Der Diton " 3 SSänbe cplt Orig.*Se?nen ©. 12.96. „Die fttau." 2 Sänbc cplt. Otig.*Seiiten ©. 8.64. „Dog ©enic." Dünnbrudauggabe iit einem Orig.* Seinenbb. ©. 8.10. ^Dfef SöBel: „Sion ber ©he &ig jut Siebe." Or?g.*2etnen @. 4.10. „$abeit ©ie feine Slngft!" 40 kapitel optim. SRebijin. Seinen. ®. 4.10. ... Danfc —gut!" 50 neue kapitel optim. SJtebiäiit. Seinen ©. 4.10. Der 9. katatog (52 ©eiten!) ift erfthienen. ©tätig unb franfo. Der 10. katalog (24 ©eiten!) ift erfdpenen. ©tätig unb franfo. Der 11. katalog (32 ©eiten!) ift etfdhienen. ©tätig unb franfo. Der 12. katoiog (jixfa 24 ©eiten!) erfd)eint in 2—3 SBodjen. E ü riiwr-smuiE JUe&e fändet! Also, da habt Ihr nun die „Kinder- Stimme“ — das Kind der großen „Stimme“. Diese „Kinder-Stimme“ soll Euch ganz allein gehören, für Euch ist sie erdacht und gemacht worden und auch Eure eigene Stimme soll darin vernommen werden. — „Ja, wieso denn? Du kannst uns ja gar nicht hören und kennst uns noch gar nicht!“ — Na, da nehmt Ihr eben Papier und Feder, und wenn Ihr etwas wissen wollt oder etwas mitteilen — ich heiße Dodah Lilli — so schreibt Ihr schnell einen Brief an mich: An die „Kinder-Stimme“, Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. Die „Kinder-Stimme“ wird jeden Freitag zu Euch kommen und wird Euch jedesmal etwas Neues bringen: Rätsel, Scherzfragen, Denkaufgaben, Gesellschaftsspiele in deutscher und auch hebräischer Sprache, die Ihr dann in den freien Stunden mit Euren Geschwistern und Kameraden spielen könnt, daß es eine rechte Hetz wird, und auch viele Geschichten von Abenteuern, Gespenstern, Tieren, von unseren jüdischen Sagen, Märchen, von unseren Festen und unserer Geschichte. Und Ihr könnt auch Mitarbeiter werden! Viele Fragen werden wir an Euch richten und Eure Antworten, soweit sie wichtig und richtig sind, dann auch abdrucken. Wenn Ihr etwas recht Lustiges oder Merkwürdiges wißt oder erlebt habt, entweder in den Ferien oder noch früher — wenn es nur wahr ist — schreibt es mir lind es wird in Eurer „Kinder-Stimme“ abgedruckt werden. Ich freue mich schon auf meine neuen Mitarbeiter und hoffe, daß wir bald gute Freunde sein werden, daß Ihr auch um Rat und Auskunft zu mir (in die Briefkastenecke) kommen werdet, daß wir Lustiges und Trauriges als rochte Freunde miteinander besprechen und teilen werden. Dann wird die „Kinder-Stimme“ Euch Freude und Spaß machen, aber auch Eure jüdischen und sonstigen Kenntnisso vergrößern helfen. Ich begrlißo Euch herzlich und Svünscho Euch fQlEO fiwt#! Eure Dodah Lilli. Brief aus Erez Israel ' 1 Kfär Saba, T)’ EIül 5696. Liebe Dodah LlUi! Ich danke Dir für Deinen lieben Brief, in dem Du mir so viel Interessantes erzählt hast. — Jetzt will ich Dir auch etwas recht Interessantes erzählen, das bei uns passiert ist. Da ist zuerst die Geschichte mit Josef, der in meine Klasse geht. Du weißt doch, daß wir jetzt in Erez Israel Krieghabendurch die Araber? Und Josef ist eigentlich ein Heid, obwohl er heimlich weggelaufen ist, aber es war ja für uns, damit wir weniger Durst haben sollen. Es war nämlich so: Zuerst war eine Schießerei auf einen Autotrain, der mit Ziegeln vollbeladen, zu unserem Dorfe flüchtete, und die Araber schmissen ihm, dem Train, noch eine Bombe nach (in unser Dorf trauten sie sich aber doch nicht herein)! Da waren ja unsere Wächter und unsere Eltern mit ihren starken Armen! Dio Bombe traf den letzten Wagen und zerriß ihn in 100.000 Trümmer, es war ein furchtbarer Krach, und die Trümmer platzten gerade in unseren Brunnen hinein, der am Anfang der Dorfstraße steht, und verstopften ihn ganz. — Als die Araber nicht-mehr zu sehen waren, halfen wir alle den Brunnen zu befreien. Wir größeren Kinder sammelten die zerbrochenen Ziegelsteine auf einen Haufen. Es war ein sehr heißer Tag und unsere Wasservorräte gering. Vor allem mußte für die kleinsten Kinder Wasser da sein und für unsere Tiere. Wir aus der 5. Klasse hatten beschlossen, den uns zngetedten Wasservorrat nicht oder fast nicht anzugreifen, damit' für die Allerkleinsten kein Mangel eintretc. Denn wer weiß, ob der Brunnen noch an diesem Tage gereinigt und instand gesetzt werden konnte, lind die Wege waren zu unsicher, um von anderswo Wasser ’ holen zu können. Die Hitze wurde immer drückender, unsere Zungen waren wie aüsgedörrt, so daß wir die Lust zum Sprechen verloren. Da sagte Josef: „Ich gehe jetzt für eine Stunde nach Hause, um ein wenig auszuruhen, denn ich bin schon zu müde.“ Er ging aber nur in den Keller seines Vaters und holte dort einen großen Korb, in dem Das erste große Preisrätsel der »Kinder-Stimme« Dieses Bild, liebe Kinder, seht euch gut an, schneidet es aus und schreibt auf den freien Baum neben die Figur den Namen der Person, die es darstellt, und zwar links in deutschen, rechts in hebräischen Buchstaben. ln jeder neuen Nummer der „Kinder- Stimme“ erscheint ein 'weiteres Bild, und jedesmal füllt ihr den leeren Baum mit dem entsprechenden Namen aus. Es werden noch 14 Bilder von Gestalten der jüdischen Geschichte erscheinen. Die schickt ihr dann mit den richtig geratenen Namen uni ausgeschnitten an. die „Kinder-StimmeMarc-Aurel-Straße 5. Die richtigen Lösungen (es müssen alle 15 Bilder richtig bezeichnet sein) werden dann verlost. 1. Preis: Ein Photoapparat. 2. Preis: Eiii Buch. 3. Preis: Schallplatte mit dem Emek* Lied. 4. Preis: Ein Spiel * und noch viele Trostpreise. Betrachtet genau die Rüstung und den Schild, da -werdet ‘ ihr gleich wissen, welcher vonunseren Helden das ist. Zum Rosch Haschanah Die Wangen gerötet, den Körper erstarkt, Von Ferienlust und Freiheit und Licht', ihr Kinder, herbei! Denn die Stimme der Pflicht, Die Schulglocke ruft... Die Herzen voll Andacht, in frommer Scheu, Ihr Kinder, herbei! Die dröhnende Stimme des Schofars spricht; Bekehrt euch zum Guten, Denn Gott hält Gericht! Seid treu und wahr Im neuen Jahr ... vielleicht 12 Kilo Frucht Platz haben. Auf einem Feldweg schlich er dann zu unserem Pardeß, der eine halbe Stunde von unserem Dorf entfernt ist. Der Sehomer dort bemerkte ihn gleich und schalt: „Was suchst du denn hier draußen an solch einem Tage!?“ — Josef erzählte: - „Da du mm schon hier bist, füll’ deinen Korb, und schau, daß du nach Hause kommst, ich kann dich leider nicht begleiten, ich muß hier aufpassen.“ Und Josef pflückte den Korb voll Orangen. Auf dem Heimweg, er hatte schon mehr als die Hälfte des Weges hinter ßioh, wurden ihm aus einem Gebüsch Steine - nachgeworfen. Sie sausten um seinen Kopf. Josef stellte den Korb auf die Schulter, um seinen Kopf zu schützen, und begann zu laufen. Ein spitzer Stein traf seine Hand. Er lief so rasch er kennte. Dos Blut rann von seiner Hand. Beim Haupteingang unserer Mosehawah stand auch ein Wächter, dem übergab er den Korb, weil er schon nicht mehr weiter konnte. Mau brachte ihn zu unserer Frau Doktor, sie verband ihm dio Hand, da wurde er ohnmächtig-. Wir schalten ihn alio, aber dabei waren wir doch stolz auf ihn! Ich habe Dir noch viel zu ‘ erzählen, aber heute' inuß ich meinen'Brief schließen, denn sonst bekommt Du ihn nicht rechtzeitig mm „Neujahr“, und ich möchte doch, daß Du und alle Kinder inder Galuth (die meinen Brief ■ lesen), mein L’schanah towah empfangen, und in Gedanken mit uns gemeinsam das Neujahrsfest feiern. Deine Ahuwali, Liebes Kind! Du bist doch so brav und fleißig, häufe deine Schulsachen bei Drimer, Schottenring 33

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