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Die Stimme · 1936-09-16 · Heft 581 (16.9.1936) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 581 (16.9.1936)
Date
1936-09-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seile 2 OIE STIMME Nr. 581. —- 'Wien, Mitt-woch. 1t> .September I93H SHIRLBY TEMPLB fn Der kleine Rebell John Boies und Bill Robinson ab Heute: BÜRO«, IMPERIAL-, STAM*, VOTIVPARK-KINO Trauer im Hause Lotuenherz Die Familie de? Amtsdirekto« Doktor Löwenherz ist wieder von einem schweren Schlag des Unglück« heimgeetieht worden. Frait Dr. Löwen-hetz, die Fräeklentin der WIZO, die int Vorjahr ihre Mtttter verloren hat, beklagt den am gelben Tag erfolgten Verfugt ihre« Vaters, des Herrn Ssfiönfslcf, und ihres Schwagers, des Herrn Dr. Adolf SegaL Herr Sehönfeld, der daß 86. Lebensjahr erreicht hat, war durch längere Zeit ans Krankenlager gefesselt. Herr Dr. Segal ist im Älter von 67 Jahren gestorben. Der große Kreiß von Freunden, tmd Gesinmiflgsgenoötfön der Familie Dr. Lowenherz vereinigt sich mit ihr in herzlichster Teilnahme und hofft, daß sie darin einen wenn auch geringen Trost in ihrem großen Schmerz finden wird. Inhaber des Johann Strauß und Sohn Cafes Johann Strauß i,r Morzinp'atz 5 wünschen affen ihren werten Gästen ein glückliches Neues Jehr 5697: Arbeit für Erez Israel Von Sophie Löwenherz, Präsident!» dtr WJ20 Österreich# Konditor Karl Neumann l!., GrecfierstraS« 2 wBnScftt Kunden/ Freunden and Verwandten «in glückliches Neues iahr Was Rann der einzelne Zionist an den hohen Feiertagen im Tempel für den Keren Kafemeth tunf 1. Er spende seihst für den Keren Kajemeth! 2. ß r h e e i n f l u s s e d e n V o r- Stand, daß er die zur Thora Aufgerufenen zu Keren-KajemethSpenden veranlasse. 3. Er erinnere die Aufgerufenen an ihre Keren-Kajemeth-P flicht, 4. Er sorge für Anbringung des Keren-Kajemefh-P la hat s an sicht* barer Stehe. 5. Er sorge für eine kurze, aber eindringliche Au s sp r ac he an die Gemeinde über Erez Israel. Zionisten! Durch unsere Aktivität, Aur c h unser en Glauben können unr die Lethargie des Volkes bekämpfen! pmmmmmmmmmw 1 OPTIKER I (KARL SEIDNERl Bei der lernen Counciltagung der WIZO in Züricfi erschienen unsere Frauen aus Erez Israel und berichteten über ihre Arbeit und ihr Leben in den letzten Monaten. Unter dem schweren Eindruck der Nachrichten, die sie und da» gleichzeitig tagende Aktionskomitee trns vermittelten, hat der ouncil Beschlüsse gefaßt, die uns WIZO- Frauert in diesem neuen Jahr zu einer besonders ernsten, zielbewußten Arbeit verpflichten. Die Zeit des Schreckens tmd der Zerstörung, die seit vier Monaten über . das Land hingehr, muß auf unsere Arbeit in der Galuth ihre Rückwirkung haben; wir haben begriffen, daß wir unsere Anstrengungen verdoppeln müssen, um neue Menschen und mit ihnen neue Energie unserer Bewegung zuzuführen. In Erez Israel vereinigten sich, der Forderung der Stunde entsprechend, verschiedene Gruppen zu gemeinsamen Aktionen, um als einheitliche Körperschaft mit stärkerer Stoßkraft als bisher ihre Arbeit leisten zu können. Aus dieser Ursache konstituierte sich in Jerusalem im letzten Monat der Council of Jewish Women in Palestine, dem die wichtigsten Frauenorganisationen des Landes angehören; daß die WIZO unter diesen sich befindet, ist eine Selbstverständlichkeit. Vom ersten Tag der Unruhen an hat die WIZO einen Teil der Fürsorge für die plötzlich zu Tausenden nach Tel-Aviv, später nach Jerusalem und Haifa entströmenden Flüchtlinge übernommen. Einen Teil der Gesamtorganisierung führten unsere Sekretärinnen aus; viele unserer besten Arbeiterinnen halfen mit. ,, Franzdojefs-Kai 33 II., Hollandstraße 7 Fachmännischer Rat Reiche Auswahl Beste Qualität Preiswert Fauzi Bey Kidnapper! Die Londoner Blätter veröffentlichen Einzelheiten filier Fauzi Bey, ans denen hervorgeht, daß Fauzi eine abenteuerliche Vergangenheit und Verbreeberlaufbahn hinter »ich hat. Er ist in Tripolis geboren, ln Konstantinopel aurgewaebsen, war ini Weltkrieg Offizier der türkischen Armee, in Jahre 1925 Führer der syrischen Rebellen, dann in Damaskus das Haupt einer Verbrecherbande, die sich auf die Entführung von Kindern reicher Eitern spezialisierte, beteiligte sich später an dem Aufstand im Hedschas, wurde dort gefangengenommen und zum Tode verurteilt, doch gelang es ihm abermals, zu fliehen. Endlich wurde er Instruktor der Armee im Irak. Nun befindet er sich in Palästina. Das altbekannte streng -W3 Restaurant A. Barschak II., Große Schiffgasse 3 Tel. A 46-4-39 Neu renoviert I Reichhaltige Menus von S t‘80 aufw. Hiezu kam eine, zwar nicht offizielle, 'aber spontan durchgeführte Geldsammlung 1 zur Beschaffung der ersten wichtigsten Dinge, wie Kleider, Betten, Decken usw. für 9000 Menschen. Eine andere, national ungemein wichtige Arbeit, an der die WIZO führenden Anteil nahm, war die Aktion „Lemaan Tozereth Haare z“. Der Gedanke, daß der Verbrauch der im Lande hergestellten Erzeugnisse der Landwirtschaft, Industrie und des Handwerkes die jüdische Wirtschaft bewahren und fördern muß, wurde von unseren Frauen aufgegriffen. Noch stehen wir inmitten dieser Aktion und dauernd erfordert sie unsere angespannten Kräfte, aber immer mehr Frauen stellen sich als Werberinnen zur Verfügung und unterstützen dieses Werk. Weiters haben unsere Frauen mit richtigem Verständnis für die Forderungen des Tages sich der verlassenen Kinder angenommen; sie gründeten Kinderklubs und Ferientagesheime, um die nicht sicher untergebrachten Kinder vor den Gefahren der Straße zu behüten. Bei all dem wurde das alte Arbeitsgebiet nicht vernachlässigt: unsere landwirtschaftlichen Mädchenschulen und Lehrfarmen wurden erneuert und vergrößert; unsere Haushaltung »schule in ein neues, eigenes, ganz modern eingerichtetes Gebäude nach Nacblath Jizchak bei Tel-Aviv verlegt. In diesen Institutionen wurde ununterbrochen vorbildliche Erziehungsarbeit geleistet,, die Mädchen und Frauen für das produktive ZtouCsiiscUcc £cu*dcsi/u&to*d fuc fostuceuU wünscht seinen HUtgtbedecn und fceünden nsia HD’rm na’ns Leben ausgebildet. Die Frauenarbeit in Erez Israel geht vorwärts! Angesichts dieser Tatsachen müssen wir erkennen und beweisen, daß ein Netz von Gemeinschaft über die ganze jüdische Frauenwelt gespannt ist, welches unsere schwer arbeitenden, sich aufopfernden Pionierinnen in Nahalal, Ness-Zionah, Tel-Aviv ebenso einbezieht, wie uns Frauen der Galuthländer. Wir dürfen nicht ruhig der Berichte aus Erez Israel harren, denn diese werden von einer Frage übertönt, die unser Gewissen aufrührt und unsere Kräfte zu neuer Tat mahnt. Die Frage des Jischuw, die ein markantes Mitglied der Zionistischen Exekutive aus Erez Israel uns in Zürich übermittelt hat, lautet: „Wo bist du, jüdisches Volk, in diesem A u g e n b 1 i c k?“ Der Eindruck war erschütternd; wir alle fühlten uns schuldbeladen. Diese Unzufriedenheit mit uns selbst, die uns gepackt hat, kann nur gemildert werden, indem wir die bei der Counciltagung gefaßten Beschlüsse in die Tatumsetzen. Als bei ihrer Schlußrede die Vorsitzende der Londoner WIZO-Exekutive, Rebekka S i e f f, die Mitteilung machte, daß sie und ihre Schwestern eine Summe von 15.000 Pfund zum Bau eines eigenen Säuglingsheimes der WIZO in Erez Israel spenden, haben wir es als sichtbares Zeichen dafür genommen, daß die WJZO- Frauen auf Zeitereignisse nicht mit Worten, sondern mit Taten reagieren. Unserer Londoner Ftihrerin gleich wollen auch wir Frauen in allen Galuthländern handeln und eine Konzentration der Kräfte in unseren Reihen zielbewußt durchführen. Erez Israel steht im Kampf. Unsere Menschen stehen im Verteidigungskampf. Zur Führung eines Kampfes braucht man Geld. Wir brauchen Geld, jetzt mehr denn je; denn s geht ums Ganze! Wir stehen an der Schwelle eines neuen Jahres, welches wir WIZO-Frauen durch wohlverstandene übernommene Pflichten zu einem Arbeits jahr machen wollen. Jede jüdische Frau ist zu dieser großen Arbeit aufgerufen in der Hoffnung, daß keine dabei fehlen wollen-wird, ihre Ver-s bundenheit mit Volk und Land sichtbar zu machen. Die WIZO hofft, daß ihr Appell einen großer Widerhall in den Reihen aller jüdisch empfindenden Frauen finden wird und die jüdische Frau auch in dem gegenwärtigen Abschnitt der Geschichte ihres Volkes einen Platz einnehmen wird, der sie ihren Vorgängerinnen in früheren Epochen ebenbürtig zeigt. Mit diesem Glauben an die jüdische Frau treten wir in das neue Jahr! Amerikanische Staatsmänner zum jüdischen Neujahrsfest Die Jüdische Telegraphen*Agentur veröffentlieht eine Reihe von Enunziationen führender Staatsmänner der Vereinigten Staaten, die dem jüdischen Volk die Glückwünsche zum kommenden Neujahrsfest aussprechen. Diese Kundgebungen stellen in Anbetracht der gesamten Lage des Judentums eine Demonstration gegen den in Europa gepredigten und auch nach USA. hinüber getragenen Haß dar. Wir lassen Mer die markantesten Äußerungen folgen: Präsident Roosevelt: Eingedenk des bedeutsamen Anteils der jüdischen Bevölkerung Amerikas an der Aufrechterhaltung von Überlieferung und Zielen unseres Landes entbiete ich mit besonderer Freude allen Angehörigen des jüdischen Glaubens meine herzlichen Grüße zu diesem Rosch-Hasebana. Ich hoffe zuversichtlich, daß das Neue Jahr unseren jüdischen Mitbürgern hohes Gedeihen und Glück bringen wird. Fräulein mit Mittelschulnachhilfe, Englisch, Latein, wird sofort ganz Ins Haus r£U zwei Mädchen, 14 und 8 Jahre, anfgenommen. Vorzustellen bei J, Knis* bacher, II, Untere Augartenstraße 1/8 Cordei! Hüll, Außenministers An diesem Tage, an dem der Beginn des jüdischen Neuen Jahres 9697 gefeiert wird, freue ich mich, unseren Bürgern jüdischen Glaubens eine Botschaft herzlicher Beglückwünschungen tmd guter Wünsche zu entbieten. Ich bin glücklich darüber, mich gemeinsam mit euch erneut unseren Bemühungen. um internationalen Frieden und gute Beziehungen in der ganzen Welt widmen zu können. Klara Ciniewski - Benjamin Wulfowkz Wien Brüssel ietty Ginlewski - Charles Wulfowicz Wien Brüssel empfehlen sich als Verlobte Brüssel, im September T93Ö Claude S. Swanson, Marineminister: Die amerikanische Judenheit hat ebenso wie Angehörige ihres Stammes überall in der Welt viel bleibende und bedeutsame Beiträge zu dom Fortschritt der Menschheit geleistet. Ihr Genie hat die Welt der Wissenschaft, der Industrie und der Kunst befruchtet. Um ihr völkisches Erbe sind sie zu beneiden; es iot ein Vermächtnis, an dem sie mit Stolz teilhaben dürfen. Hinter S. Ctimming», General- Staatsanwalt: Der Beitrag der Juden zur modernen Zivilisation ist wahrlich groß gowesen. Im Öffentlichen Dienet, in der Wissenschaft, Kunst, Musik und Literatur, sowie auch auf anderen wichtigen Gebieten unternehmender Arbeit und Äußerung eigenen Wosona haben Juden sich ausgezeichnet. Floyd B. Olson, Gouverneur des Staates Minnesota: ... Daß Juden in vielen Ländern zurückgesetzt werden, ist eine schwere Anklage, gegen unsere ganze Zivilisation. Kugh White, Gouverneur des Staates Mississippi: Es gibt keine wertvolleren Bürger von Stadt, Staat und Nation, keine fleißigeren, gesetzestreueren und von Freunden und Nachbarn geachteteren als die Jaden. loh möchte meine Stimme mit derjenigen von Millionen anderer vereinigen, indem ich den Judenhelten der Welt nicht mehr wünsche, als daß sie in die Fußatapfen ihrer Ahnen treten mögen. Heilanstalt Dr. Hauser für Rheumatismus, Gicht Gelenks- und Nervenkrankheiten Ischias-Schnellkur Wien, h, Schottenring 17, Tel. A17-0-66 Benjamin B. Moeur, Gouverneur des Staates Arizona: Ich begrüße die Gelegenheit, den Juden der Welt im eigenen Namen und in dem der Bevölkerung meines Staates durch die weltumspannende Vermittlung Ihres Nachrichtendienstes eine Botschaft zu übermitteln. Ihr Volk hat eine Reibe dev glanzvollsten historischen Leistungen, die der Menschheit bekannt sind, aufzuweisen. Auf jedem Tätigkeitsgebiet hat es »ich ausgezeichnet.

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