Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 576 (28.8.1936)
- Date
- 1936-08-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3053752-3054243-3054332--6107-3061921- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 2× ep/1046078
- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
OCR text
Seite Z DIB STIMMB Nt. 576 — Wien, Freitag, 28. August 1996 unterzeichnet haben, es sind auch noch die Vereinigten Staaten da., die das Mandat durch gemeinsamen Beschluß von Kongreß und Repräsentantenhaus anerkannt Indien, und es sind auch noch die Juden da. Gewiß, auch die Araber und sie haben ihre Anwesenheit deutlich genug zur Kenntnis gebracht. Die Juden haben sich in defensiver Reserve gehalten. Diese Haltung ist mißverstanden worden und die hochnäsigen englischen Kolonialofliziere, die ihre Lehrzeit in Natal oder Betschuana verbracht haben, leben weiter in der Einbildung, es mit Natives zu tun zu haben. Aber die 400.000 Juden in Palästina, aus deren Tätigkeit England so schöne Kassentiberschtisse zieht, wollen in dieser Rolle sich nicht wohlfühlen und pochen auf ihr Recht. Die Kooperation mit England bildet einen sehr bedeutsamen und gewichtigen Bestandteil ihrer Position. Aber auch dies darf nicht mißverstanden werden. Die Juden Palästinas sind der Weizmanns Haus in Rechowotangeiündet Zwei Jüdische Verwundete gestorben Von den Schwerverletzten der letzten Kämpfe ist der 17jährige Schoschanah Glasnitzky im Hadassa-Hospital in Tel-Aviv und Reuben Strauß gestorben. Damit hat sich die Zahl der jüdischen Todesopfer auf 81 erhöht. Seither ist es zu keinen schwereren Zusammenstößen oder Überfällen mit tödlichem Ausgang gekommen. Das bedeutet aber natürlich noch nicht, daß der Terror aufgehört hätte. Sabotageakte sind wieder vorgekommen, es gab auch neue Kämpfe zwischen Arabern und Abteilungen der englischen bewaffneten Macht, wobei es auf arabischer Seite erhebliche Verluste gab. Auf Dr. Chaim Weizmanns Haus in Rechowoth haben arabische Terroristen einen Anschlag verübt. Sie versuchten das Haus niederzubrennen. Das Feuer wurde aber noch im Entstehen bemerkt und gelöscht. Der angerfchtete Schaden ist gering. Weitere Anschläge wurden in Jaffa verübte, wo aus einem arabischen Haus auf einen mit jüdischen Arbeitern besetzten Autobus eine Bombe geschleudert wurde, die aber nur zwei Araber, die in der Nähe standen, verletzte, ferner auf der Straße zwischen Jaffa und Tel-Aviv, wo jüdische Passanten beschossen wurden, ohne daß jemand getroffen worden wäre. Arabische Verluste Zu Gefechten zwischen Arabern und Engländern kam es bei Kerkur, wo elf Araber fielen, bei Bajit Wagan, wo ein arabischer Hilfspolizist und ein Jude verwundet wmrdön, in der Jerusalemer Vorstadt Sanhedria und in der Nähe von Hebron, wo ein englischer Offizier leicht verwundet wurde. Die deutsche Kolonie Sarona Exponent des jüdischen Volkes, das in Palästina kein Ghetto und kein East End entstehen lassen will. . Der prächtige und entschlossene „offene Brief“ Dizengoffs reißt eine Mauer nieder. Er zerstört falsche Anschauungen. Es gibt heute unter der’ Herrschaft der Mandatsverwaltung kein Gesetz, keine Ordnung und keine innere Disziplin. Die englische Regierung, die über diesen Zustand unterrichtet ist, .wünscht ihn durch die Royal Commission zu sanktionieren. Sie will aber auch sc&on vor der Absendung der Kommission die jüdische Einwanderung mit dem 23. September suspendieren und für eine spätere Frist auf einen niedrigen Stand festlegen. Wenn dies das Arabische Komitee, das heute in Palästina die Oberhand hat, zugesteht. Wir können diesem Spiel nicht zusehen. Wenn die Einwanderung ein rasches Tempo angenommen hat, so Iivegt der Anlaß in der Unterstützung, die England „our german cousinsi hat zuteil werden lassen. Würde England ein Hundertstel der Energie, die es gegen die Juden anwendet, dem Nationalsozialismus entgegenstellen, würde es auf Grund seiner politischen Macht sich in Polen, in Rumänien und den sonstigen Kerkerländern um die Einhaltung der menschlichen Rechte einsetzen, dann würde wohl auch die jüdische Wanderung sich verlangsamen. Palästina ist das einzige Land, wohin heute sich das Vertrauen und die Arbeitsfreude der jüdischen Massen hinlenkt. Eine Verstopfung des Weges oder eine Versperrung würde für uns, aber auch für idie ganze Welt furchtbare soziale Folgen nach sich ziehen und die Schuld läge ausschließlich auf der Seite Englands, dessen politisches Konto weiß Gott genügend belastet ist. Neues Wiener Konservatorium Mutilcverelnagebäude / 27. Schuljahr / Tel. 46-4-37 Unterricht in nfasikfheorfe, Gesang, Klavier and allen Orctaeslerlnstramenten durch erstklassige Lehrkräfte. Von den ersten Anfängen bia zur Staatsprüfung und letzten künstlerischen Ausbildung. Opern, Schauspiel und Operettenschule Staatspriifungskurs, Kammermusik. Klndcrabtellnng (für 6 bis 12)ähr. Schüler) mit eigenen], auch rhythm. Gymnastik, Kinderkammermusik, Gehörbildung und eine lebende Sprache umfassenden Lehrplan. Auskünfte und Prospekte ausschlleOlich i. Musikvereinsgebäude, I.Bösendorferstraße 12. Daselbst at> 1. September Anmeldungen und Aufnahmsprüfungen. Die Exzesse in Polen Warschau, 25. August. (JTA.) Die antisemitischen Exzesse in Polen dauern ununterbrochen an. In W11 n a wurde der Führer der dortigen Äguda Szub überfallen und mißhandelt. Als sie gerade dabei waren, ihm den Bart abzuschneiden, wurden sie von Passanten vertrieben. In Plawa bei Stry wurde Abraham Tamsol, während er mit seiner Familie' bei Tisch saß, durch drei Schüsse, die durch das Fenster abgegeben wurden, getötet. In Lemberg wurde der Jude Dr. Eduard Miller schwer verletzt. In Wilna wurde der 16jährige Abraham Gord o n furchtbar zugerichtet. Antijüdiscbe Unruhen fanden auch in der Sommerfrische Niemenczira bei Wilna statt. In der Nacht auf Samstag Ist auf das jüdische Städtchen Wiszonki-Wipichy bei Clechonowice ein planmäßiger Überfall durch eine militärisch organisierte nationaldemokratische Bande verübt worden. Etwa 150 Bauern nahmen unter der Führung eines Gutsbesitzers an dieser „Aktion“ teil. Es wurde das gesamte Eigentum der jüdischen Einwohner systematisch vernichtet. Die 36 jüdischen Familien des Städtchens erhielten den Befehl, Hi re Häuser sofort zu räumen. Die Juden brachten Frauen und Kinder in den benachbarten Städtchen Bronsk und Ciechan o w i c e unter. Ein Überfall auf eine Polizeipatrouille wurde aus einer deutschen Plantage in Sarona, der deutschen Kolonie am Napoleonberg, verübt. Die Polizei erwiderte das Feuer. Ein Araber wurde getötet, mehrere andere erlitten Verletzungen. Sarona liegt nahe bei Jaffa und ist eine Kolonie der deutschen Guttempler. Diese Kolonie ist rein nationalsozialistisch. Sie hat jüngst Hitler fünftausend Pfund zur Stärkung der deutschen Heeresmacht geschickt, und hat soeben aus Berlin ein Dankschreiben erhalten, worin Hitler mitteilt, der überwiesene Betrag werde zumBau eines Unterseebootes verwendet werden. Jüdische Siedlung verweigert Koüektivstrafe Die jüdische Siedlung Herbert Samuel sollte eine Kollektivstrafe von 250 Pfund bezahlen, weil auf ihrem Gebiet vor kurzem eine Araberin erschossen aufgefunden wurde. Die Siedlung verweigert die Zahlung der KPRHflüSER HflLTEHLEüTGEBEH A. G. CHEFARZT PROF. DR. ALOIS 8TRASSER „ Sämtliche Kuren und Diäten, idealer Aulenthalt für Kranke und Erholungsbedürftige. Auskünfte Kaltenleutgeben, Tel. Nr. 3, nachmittags: Stadtbüro. Tel. Nr- U 45-4-34 Hellenismus kennt keinen Antisemitismus Athen, 24. August. (JTA) Die jüdische Presse veröffentlicht Erklärungen, die .zwei Regierungsmitglieder, der Unterstaatssekretär beim Ministerratspräsidiiun, P a p a c h i- 1 as, und der Ernährungsminister Mayacos, ihr übergeben haben. Dem hellenischen Geist, erklärte ÜQterstaatssekretär Papachilas, widerstrebt jede Art von Antisemitismus. Die gegenwärtige Regierung ist getreu diesem Geist mit der festen Absicht zur Macht gelangt, die unzerstörbaren Traditionen des Hellenismus wiederherzustellen, und kann daher den Juden gegenüber nur von den herzlichsten Gefühlen beseelt sein. Die Juden sollen sich als allen übrigen völlig gleichgestellte Bürger betrachten. Sie können auf die aufrichtige Freundschaft der Regierung zählen. Minister Mayacos erklärte: Die neue Regierung macht keinerlei Unterschied zwischen den Bürgern. Auch die Juden werden an dieser Gleichheit teilhaben. Wenn Persönlichkeiten eine Gewähr bilden, dann können die Juden nur das größte Zutrauen zu der nationalen Regierung haben, der unter anderem drei der aufrichtigsten Freunde der Juden angehöron: Ministerpräsident M etaxas, der keine Gelegenheit versäumt, um seine Sympathie für das Judentum zu bekunden, Vizekanzler Zavitsanos, der als ein Vater für die Juden von Korfu gilt, und ich. Meine Gefühle für die Juden sind wohl bekannt. Ich habe die Verteidigung des jüdischen Bevölkerungselemonts in Zeiten übernommen, die für die Juden sehr schwierig waren, und in denen diejenigen, die sich als Vertreter humanitärer Ideen ausgeben, ihnen den Rücken kehrten. Die Falaschas Genf, 25. August. (Palcor.) Wie aus Abessinien gemeldet wird, hat der Gouverneur von Gondar den Führern dor F a 1 a s c h a- J u d e n, die ihm eine Loyalitätsadresso überreichten, erklärt, or verfolge mit dem größten Interesse die Entwicklung dieser f 1 o i ß i g c n und f r i e dl i e b e n d e ii M in o r i t ä t, die auf dem amliarisclum Boden ansässig ist. Er versichere sio namens der Regierung, daß ihnen vollo Freiheit zu religiöser und kultureller Beifügung zu- Strafe. Es steht fest, daß die Araberin von Arabern erschossen worden ist. Sie hatte nämlich MUch an Juden verkauft. Juden erzwingen Genugtuung Die Juden von Safed haben in einem Ultimatum der Regierung angekündigt, sie würden die Stadt verlassen, wenn nicht der jüdische Distriktsoffizier Jakob Bergmann, der nach Haifa versetzt worden war, in sein Amt wieder eingesetzt werde. Das Ultimatum hatte Erfolg. Gleichzeitig wurde der Vizekommissär des Kreises Safed, der Engländer Stafford, nach Nazareth versetzt. Er hatte am Tage des Überfalles auf Safed die Polizeiwache aus dem jüdischen Viertel abgezogen und sich erst nach längeren Verhandlungen mit der jüdischen Gemeinde zur Wiederentsendung einer Wache bewegen lassen. In der Zwischenzeit war die Ermordung der Familie Alter Ungers geschehen. Streik in Haifa beendet In Haifa wurde der Streik der Lastträger und Hafenarbeiter beendet. Die Streikenden hatten an die Hafendirektion ein Gesuch um Wiedereinstellung gerichtet, das die Hafendirektion am 23. August genehmigte. Daraufhin wurde am 24. August die Arbeit im Hafen wieder aufgenommen. gesichert sei, und überreichte ihnen eine große Summe zur Unterstützung der notleidenden eingeborenen Juden. (Der etwa 200.000 Seelen zählende Stamm der Falaschas wohnt nördlich und östlich vom Tana-See.) Heilanstalt Dr. Hauser für Rheumatismus, Gicht, Gelenks- und Nervenkrankheiten Isthias-Schnellkur Wien, I., Schottenring 17, Tel. A17-0-66 _ * Fliichtlingsstatut in Frankreich verwirklicht Paris, 24. August. (JTA.) Die französische Regierung hat als erste das von der interstaatlichen Konferenz in Genf beschlossene Fliichtlingsstatut in Kraft gesetzt. Das Statut sieht u. a. die Schaffung einer Identitätskarte und eines Reisezertifikats für deutsche Flüchtlinge vor. Bestellen Sie rechtzeitig Ihre schwanen und waiRcn Teslare und Bürette zu den hohen Feiertagen ln der weltbekannten Unlformlerungs- und Maßschneiderei Rudolf Goldstein, Schneidermeister Wien, II., Taborstraße 64. Gegründet 1866. Tel. R 49-0-48 Alle Militäruniformen und Ausrüstungen. 111.T*—— 1 ■■■—I Überführung Jüdischer Geschäfte in arische Hände Auf dem Kreistag der NSDAP. O s n abrtiok-Stadt erwähnte Kreisleiter Münzer bei Erstattung »eines Jahresberichtes auch „die Aktion, welche die Überführung jüdischer Geschäfte in, arische Hände zum Ergebnis hatte. Es gehe langsam vorwärts, ein jüdisches Geschäft nach dom andern soi verschwunden, und dio OsnabrUcker hätten sich allmählich daran gewöhnt, daß os an der Großen Straße kein jüdisches Geschäft mehr gebe. Dor Kampf müsse aber noch fortgesetzt werden. Man dürfo stolz darauf sein, daß man die größten jüdischen Geschäfte jn Osnabrück in arische Händo habe überführen können, und es sei eine schöne Zeit gewesen, einmal wieder; etwaß revolutionär handeln zu könn e n.“ Die Nürnberger Gesetze Frankfurt am Main, 26. August. (JTA.) Nach der „Frankfurter Zeitung“ ist in E rf u r t. ein 48jähriger Judo wegen unerlaubter Beschäftigung einer arischen Hausangestellten zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte zwei Zimmer aeamer Wohnung an ein arisches Ehepaar vermietet. An Stelle einer Mietzahlung besorgte die arische Untermieterin den Haushalt für den geschiedenen Wobnungsinbaber mit. Der Angeklagte erklärte in der Hauptverhandlung, er habe seine Mieterin für mindestens 45 Jahre alt gehalten, da sie vollständig ergraut sei. Er habe das Miet- und Dienstverhältnis sofort gelöst, als er ihr wahres Alter erfahren habe. Die Große Strafkammer hielt diese Angaben für unglaubwürdig; zum mindesten hätte der l Angeklagte das Alter aus den polizeilichen Meldezetteln ersehen müssen. Es handle sich jedoch um einen weniger schweren Fall. Der Staatsanwalt hatte drei Monate Gefängnis beantragt. ®f ttjiflc Siibtfdje $anbelsfdmfe für Äitabcn unb ©läbdjot. Unterridjt laut 9IonnaHeljt:f)Ian für $aubeI4; ßlfumflftttOa« für faufm. gädjer, ©braefiett dr. fdjulen. Zioenoinrie: Sie«, II. $al)0«Me39, Selepßott A 45*6*57« Ißroffiefie gratis. Isidor Hellenberg gestorben Am ^littwoch mittags haben wir einen unserer besten Mitkämpfer zu Grabe tragen müssen. Isidor Hellenberg, der jüdische Journalist und zionistische Arbeiter, ist mitten aus seinem Schaffen heraus vom Tod weggerissen worden. All 'sein reiches Wissen und Können, seine bedingungslose Liebe zur Wahrheit, hat er der jüdischen Sache gegeben, und er war nicht müde vom Kampf, als er von jäher Krankheit gefällt wurde. Hellenberg war 1879 in Sadagora geboren, verbrachte lange Jahre auf Wanderungen und Studien in Rußland, Deutschland und in der Schweiz. 1909 kam er nach Wien und trat in den Betrieb der Hammerbrotwerke ein, wo er sehr bald in leitende Funktion kam. Nach dem. Kriege lenkte er die Aufmerksamkeit -weiter jüdischer Kreise auf eich, als er in einer Artikelreihe in der „Wiener Morgenzeitung“ sioh mit der Haltung der österreichischen Sozialdemokratie zu den jüdischen und zionistischen Problemen kritisch auseinandersetzte. Später trat er. als volkswirtschaftlicher Sachverständiger in die Redaktion der „Wiener Allgemeinen Zeitung“ ein, arbeitete auch in der „Wiener Mittagszeitung“, ging aber dann wieder auf das jüdische Gebiet zurück, wohin ihn sein Herz zog. Er übernahm zu Beginn des Jahres 1984 die Berichterstattung für die Jüdische Telegraphen-Agentur. Seine Meldungen un<I Referate zeichneten sich durch einwandfreie Gewissenhaftigkeit und Sachkenntnis aus und haben in kritischen Tagen viel zur objektiven und genauen Information dor jüdischen Öffentlichkeit beigetragen. Heilenberg war sich in seiner hohen Auffassung des journalistischen Berufes stets der Verantwortung vor dem Gewissen bewußt, und er hat diesen Rahmen niemals verlassen. In der letzten Zeit weilte er mehrere Wochen in Palästina und hat dort einen Teil der Unruhen miterlebt. Seine Erfahrungen und Eindrücke wollte er jetzt siebton und verarbeiten, als ihn ein tückisches Leiden erfaßte und zur ewigen Ruhe zwang... Alle, die den kräftigen, von Natur aus heiteren und hilfsbereiten Mann gekannt haben, werden ihm stets ein dankbares Andenken bewahren. An der Bahre des Toten trauert seine Frau und getreue Mitarbeiterin, Schwester des gewesenen Bundesrates Brandeisz, und zwei minderjährige Söhne, die das Chajes-Gymnasium besuchen. Ihnen wendet sieh die tiefe Teilnahme aller zu. Das Begräbnis fand aim Mittwoch Mittag unter sehr starker Anteilnahme der Wiener jüdischen und zionistischen Kreise statt. Der Kultusvorsta/nd, der zionistische Landesverband, der Verband der jüdischen Korrespondenten, waren vertreten. Rabbiner Dr. Murmelstein hielt in deutscher und hebräischer Sprache dem Verstorbenen einen herzlichen Nachruf. Traurige Lage einer Erzieherin. Eine ältere, ganz alleinstehende, verlassene Erzieherin, die viele Jahre tätig gowesen ist, Ist infolgo langjähriger, schwerer Krankheit aller Mittel entblößt und arbeitsunfähig. Sie bittet um rasche Hilfe. Spenden nimmt »Die GtinUDd'* ßdtgegefl und weist ßle aut, f l "•*"