Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 575 (25.8.1936)
- Date
- 1936-08-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 575 — Wien, Dienstag, 35. August 1996. Dil STIMMI Sötte 5 ’die noch vor ganz kurzer Zeit, die oben zitierte Auffassung des „Blitz“ teilten, daß das Alte Testament eine Gefahrenquelle für die Sittlichkeit der deutschen Kinder bildet? Man stellt sich vielleicht vor, daß einer der Führer in einer Nacht, in der staatspolitische Sorgen den Schlaf von seinem Lager bannten, nach einem Buche greifend zufällig die Bibel in die Hand bekam und darin blätternd jene heroischen Stellen im Alten Testament entdeckte, die den Goten Wulfila erschreckten, ihn aber mit, solchem Entzücken erfüllten, daß seine feindselige Einstellung zum Judentum den entgegengesetzten Impulsen wichen. Aber eine so grundlegende Bekehrung eines maßgebenden Führers müßte sich doch sensationeller und auf viel breiterer Basis auswirken als bloß in Form einer theologischen Verlautbarung, die'weder in der Presse noch im Publipum irgend eine Resonanz auslöste. Man geht daher nicht fehl, wenn man die fragliche Stellungsändernng der „Deutschen Christen“ überhaupt nicht auf innere Gründe zurückftlhrt, sondern bloß auf ä u ß e r e, mit der Olympiade zusammenhängende Bestrebungen zur Hebung des Fremdenverkehrs. Wahrscheinlich war die Zustimmung irgend eines bibelfrommen Landes zur Entsendung seiner Sportler nach Berlin nur um diesen Preis zu erzielen, und so bat man sich beeilt, einen der im Dritten Reiche so beliebten Friedenspakte auch mit dem Gott der Juden zu schließen, obwohl man in diesem Falle von der Entsendung diplomatischer Sonderbeauftragter zum Vertragspartner absehen mußte, da die nationalsozialistischen Diplomaten nicht wissen, wo Gott wohnt. Es ist dies für sic auch ganz irrelevant, denn einer, der im nationalsozialistischen Katechismus genau Bescheid weiß: der Reichsführer der Arbeitsfront Dr. L e y, hat erst, vor einigen Tagen verkündet: „Unser alleinseligmachender Glaube ist der Nationalsozialismus und dieser religiöse Glaube duldet keinen änderen Glauben neben sich.“ Die Wiener „Reichspost“ stellt dem entgegen: „Ein Totalitätsanspruch einer politischen Macht auf die Seelen und auf die religiösen Überzeugungen widerspricht dem Menschenrecht und den sittlichen Begriffen aller gesitteten Völker.“ Das stimmt. Es ist aber paradox, diese Äußerung just von einem politischen Kampforgan jener Weltanschauung zu vernehmen, deren religiöser Totalitätsanspruch eich seit zwei Jahrtausenden für das Judentum tragisch auswirkt. Das Christentum bekennt sich — ebenso wie der Islam — zum jüdischen Gotte und ist seit jeher offiziell zum Alten Testament positiv eingestellt. Unsere geschichtlichen und tagespolitischen Erfahrungen mit dieser Tatsache bewahren uns jetzt vor der naiven Hoffnung, daß die Bekehrung der „Deutschen Christen“ das Schicksal der deutschen Juden mildern könnte. Dr. Hugo Spiegler. Felix-Pollak*Garten Die Verwandten und Freunde des am 18. August 1936 verstox-benen Felix Pollak haben beschlossen, den Namen des Verewigten durch Stiftung eines Gartens auf dem Boden des KKZ. zu ehren. Dieser Garten wird im Chajes-Wald gepflanzt werden. Bisher wurden 60 Bäume gestiftet, und zwar jo zehn von Malvine Pollak, Rosa Ehrenwald, Emst und Franzi Pollak, Arnold und Alice Marer, Ing. Siegfried und Margit Elek und Dr. ALadar und Friedl Sternberg. Der Ausbau der Hebräischen Universität Zürich, 24. August. Im Saale des Hotels Savoy begann am 23. August die Tagung des Kuratoriums der Hebräischen Universität Jerusalem. Das Kuratorium besteht aus den bedeutendsten Männern des Judentums; ihm gehören an, um nur einige zu nennen, Prof. Albert Einstoin, Prof. Sigmund Freud, Felix Warb u r g, Sir Herbert Samuel, Baron James de Rothschild, Dr. Stephen W i s e, selbstverständlich die Leiter der Universität wie Prof. Dr. M a g n e s als. Präsident, Professor Dr. Welzmann als Vorsitzender des Kuratoriums, Salman Schocken, Vorsitzender der Exekutive Prof. Dr. Hugo Bergmann als Rektor, Martin B u b e r, Mrs. R. Jacobs, die Vorsitzende der amerikanischen zionistischen Frauenorganisation Hadassah usw. Die Züricher Tagung ist die zehnte seit Bestehen der Universität. Den Verwaltungsbericht wird S. Schocken, der bekannte deutsche Großkaufmann und Gründer des Sc-hocken- Veriages, der vor einigen Jahren seinen Wohnsitz nach Jerusalem verlegte, erstatten. Aus dom Bericht geht hervor, daß die Zahl der Studenten zur Zeit 700 beträgt, während es im Vorjahre nur etwa 400 waren. Der Dozentenstab hat sich bis auf 108 vergrößert. Von den Hörern sind 57 Prozent Werkstudenten, die ihren Unterhalt durch eigene Arbeit neben dem Studium verdienen. Zahlreiche Studenten, auch zwei Dozenten (Doktor Reiffenberg und Dr. Bodenheimer) haben sich für die Dauer der Sommerferien als freiwillige Hilfspolizisten gemeldet. Im vergangenen Jahre hat die Universität drei nue Institute eröffnet: die Abteilung für physikalische Chemie, das Laboratorium für Krebsforschung, dessen Errichtung durch eine große anonyme Spende ermöglicht wurde und die Installation eines Laboratoriums für Meteorologie. Drei geisteswissenschaftliche Abteilungen wurden in diesem Jahre geschaffen: eine judaistische, eine orientalische und eine für allgemeine Geistes Wissenschaften. Die judaistische Abteilung ist die bedeutendste Foreohungs- und Lohrstätte der Welt auf diesem Gebiete. Bereits werden die Vorbereitungen für die Schaffung der medizinischen Fakultät getroffen. Auf der diesjährigen Tagung steht wieder die Errichtung einer landwirtschaftlichen Hochschule zur Diskussion, weil die kolonisatorische Aufbauarbeit ohne die wissenschaftliche Pionierarbeit durch die Universität undenkbar ist. Ein wichtiger Teil der Beratungen wird dem finanziellen Problem gewidmet sein. Die Hebräische Universität wird ohne jeden Staatszuschuß geführt. Die Einkünfte bestehen lediglich aus den Beiträgen der Universitätsfreunde. Die Institutionen sind zum großen Teile noch nicht genügend fundiert und es wird sich darum handeln, die jüdische Welt darauf aufmerksam zu machen, daß die Hebräische Universität nur bestehen und ihre Aufgaben erfüllen kann, wenn die Beiträge viel stärker und vermehrt eingehen. JÜDISCHER SPORT FILME Filme ohne Arier-Paragraph Singing Kid. — Rosemarie. — Metropolitan. — Bankräuber lnfU. S. A. — Sie heiratet Ihren Chef. •— Kaiser Jones. — Die Insel der Haifische. — Das Haus in der 56. Straße. — Romeo und Julia. — Liebe vor dem Frühstück. — Desperados. — Das Rätsel um eine Frau. —• Der König der Frauen. — Under two Flags. — Schulter an Schulter. — Schuldige Hände. — Das Gericht der Goldgräber. — Ihre letzte Nacht. — Bett Nr. 5. —- Rex, der König von Arizona. — Gift. — Caf6 Moskau. Eddie Cantor als Direktor des Luna-Parks. Es ist ©in echt amerikanischer Vergnügungsplatz, dem Eddie Cantor in seinem Lustspiel „Luna-Park“ vorsteht. Eine Gangs terbando will in diesem Luna-Park Spielautomaten einführen, die das Publikum betrügen. Aber Eddie verwandelt sich aus dem schüchternen Jüngling in einen energischen Draufgänger, der den Luna-Park rettet... Es ist eine endlose Kette von lustigen Ereignissen, die ihm dabei passieren. „Endlich eine Frau.“ Die Metro-Goldwyn- Mayer bringt demnächst ein neues Lustspiel unter dem Titel „Endlich eine Frau“, in welchem Robert'Montgomery wieder vor das Publikum tritt. Seine Partnei'in ist zum erstenmal Myrna Loy. Moutgomerys Gegenspieler ist Reginald Owen. Premiere Donnerstag, 3. Septauber. Doppelsieg der Hakoah bei den Strommeisterschaften Sonntag nachmittags fand auf der 9*2 Kilometer langen Strecke Ottensheim—Linz die S ta a t s m e i s t e r sc h a f t i m Strom- ’schwimmen von Österreich statt. Die Hakoah hatte in der Jugendklasse die Schwimmerin Renee Mittler und die. Schwimmer Blutstein, Kulka und Feingold gebannt, die die Erwartungen, die in sie gesetzt wurden, voll erfüllten. Bei den Herrenjugend siegte Julius Blut.stein in 44:22.4, der damit gleichzeitig die b e s t e Zeit des Tag erzielte vor seinem Klubkameraden Kurt Kulka, dessen Zeit von 44:25.4 auch noch um eine halbe Minute besser ist als die Zeit des besten Seniorenschwimmers. Auch in der Damenjugend war die Hakoah siegreich. Renee Mittler wurde mit 45:12 Erste und erzielte damit die beste Zeit aller S o h w i m m e r i n h e n. Diese Erfolge sind um so höher zu werten, wenn man in Betracht zieht, daß die Hakoah auf ihre disqualifizierten Mitglieder Deutsch und Langer verzichten mußte, die im Vorjahr den Sieg errungen hatten; bei den Herren fehlte Paul Vago, der beste Langetreokenschwimmer der Hakoah, der nicht mehr in Österreich weilt. Daß die Hakoah trotzdem die schnellsten StromschwimMer Österreichs stellen konnte, ist ein neuer Beweis für die große Anzahl von Klasseschwimmerti in ihren Reihen. Selbst ihre „zweite Besetzung“ ist besser als die besten Stromschwimmer der anderen österreichischen Vereine! Jüdischer Schwimmer besiegt Olympioniken Boi dem in Budapest ausgetragenen Schwimmländerkarapf Japan—Ungarn besiegte der jüdische Schwimmer Engel, ein bisher vollkommen unbekannter 14jähriger Junge aus aus Szegedin, im Brustschwimmen über 100 Meter den japanischen Olympioniken Hammo in der Zeit von 1:14.6. Hakoah-SIege in Klagenfurt! Anläßlich der Wörthersee Sportwoche fanden Samstag und Sonntag in Klagenfurt leichtathletische» Wettkämpfe statt, bei denen die' Hakoalmer Arpad Blödy, Walter Beck und Willy Kaiser an den Start gingen. Samstag siegte Blödy über 3000 Meter in 8:58 vor Beck, der die Strecke in 9:12.5 zurücklegte. Über 800 Meter wurde Kaiser in der sehr guten Zeit von 1:59.2 Zweiter; auch die Sohweden-Staffel, in der er die 300-Meter- Strecke für die Wiener Mannschaft lief, brachte ihm einen zweiten Preis. Sonntag siegte über 1500 Meter Blödy in 4:06.4 vor K a i 's e r 4:12.2. Der Hakoahner Book wurde im Laufen über 10.000 Meter in der Zeit von 34:48.6 Zweiter hinter dem Orioketer Wöber, Abschied von Paul Vago Ein halbes Hundert Hakoahner mit der Klubleitung an der Spihzo haben Dienstag Abend Paul Vago zur Bahn, begleitet, um voit einem ihrer Besten Abschied zu nehmen. Schon einige Tage vorher war im Klubhoim eine kleino Feier veranstaltet worden, bei der Dr. Rosenfeld und der Präsident des Makkabikruises Dr, Lii'ozis die .Verdienste Vagos für die Hakoah und den jüdischen Sport hervorhoben. Namens der Klubleitung überreichte Präsident Morberger dem Palästina-Fahrer eine prachtvolle Plakette, während der Kapitän der Wasserballmannschaft, Oscharoff, für die Aktiven Worte des Dankes an Vago richtete und ihm ein Geschenk seiner Klubkameraden überreichte. Als Paul Vago dann für die Ehrungen dankte, da waren ihm die Tränen* nahe und er versprach auch in Erez Jisrael immer sein Bestes für den jüdischen Sport zu geben. Auf dem Stidbahnhof hatten sich viele Freunde Vagos und der Hakoah zum Abschied eingefunden und die knappen Minuten bis zur Abfahrt des Zuges waren mit Gesprächen über vergangene Sportereignisse bald vorüber. Und als der Zug unter den Hedad-Rufen der Zurückbleibenden die Halle verließ, da sah man in vielen Augen Tränen: ein guter Freund und Sportkamerad war gegangen, in ein neues Land, in ein neues Leben. Spitzenleistungen Jüdischer Athleten in U. S. A. Im Laufe der Ausscheidungen für die Olympischen Spiele und bei den Meisterschaften der einzelnen Staaten der Union wurden von jüdischen Athleten Leistungen vollbracht, wie sie bisher noch nie zu verzeichnen waren. Über 100 Meter wurde Martin Gückmann Sn 10.5 Sek. Meister von New York vor Sam Steiler, der die Strecke in 10.6 Sek. zurücklegte. Eddie Siegel wurde in 10.8 Sek. Siebenter. Über 100 Yards wurde Eugene Schwarz Vierter in der Zeit von 10.1 Sek., während Milton Green die 200 Meter Hürden in 23.9 Sek. gewann. Derselbe Athlet konnte eich auch noch mit 7.60 Meter als Dritter im Weitsprung placieren. Der Mittelstreckler Abe Rosenkrantz schlug im Laufen über 800 Meter den Weltrekoidmann Ben Eastman in der Zeit von 1.51.8, und der Langstreckenläufer William Steiner legte die Marathonstrecke in 2 Stunden 51.86 Min, zurück und lief die 10.000 Meter in der ausgezeichneten Zeit von 82.56 Min. Walter Stone wurde in Richmond (Virginia) bei den Meisterschaften im Laufen über 5000 Meter Dritter in der Zeit von 15.87:6 Min. Allererste Klasse ist der Hürdler Sam Klopstock, der bei den amerikanischen Meisterschaften die 1.10 Moter in 145 Sek. zurüoklegte, während bei den Damen Sybil Koffer im Laufen über 80 Meter Hürden in 12.3 Sek. Dritte wurde. Auch die jüdischen Werfer in USA haben ausgezeichnete Erfolge zu verzeichnen. Hier ist vor allem Phil Levy zw nennen, der im Diskuswerfen mit 52.15 Meter die zweitbeste Leistung des Jahres schuf. Irving Resnik kam auf 48.29 Meter. Im Kugelstoßen placierte sich Hörschel Neil mit 14.77 Meter als Vierter, Maxwell Green kam auf 13.95 Meter. Der beste jüdische Speerwerfer der U. S. A. ist Lawrence Minsky (Yova), der mit seiner Leistung von 59.82 etwas gegen die Meister der anderen Wurfdisziplinen zurückfällt. Im Springen ist vor allem der Stabhochspringer David Weichert zu nennen, der die Ilöhe von 4,23 Motor bezwang. Der beste Hochspringer ist Lewis Liftschitz mit 1.88 Meter, während dor schon erwähnte Milton Green an der Spitze dor jüdischen Woitspringei: steht. Uü&ectnOM Vetl&diM* (heUestu Im Dezember wird des von. BronMaw Huberman gegründete indische Orchester unter Toscaninl als Dirigent in Jerusalem sein erstes Konzert geben. Mit der Grün> düng dieses Orchesters hat sich Huberman ein großes Verdienst um die Förderung der Musikpflege ln Palästim erworben. Das von Ihm, gegründete Orchester, des am erstklassigen, hauptsächlich aus Deutschland vertriebenen Musikern besteht, ist dazu berufen, die Musikpflege in Palästina auf eine hohe Stufe zu heben. ln der ersten Nachkriegszeit gab es in Palästina, abgesehen von gelegentlichen Produktionen englischer Militärmusik kaum Konzerte. Später wagten sich einzelne Künstler nach Palästina, so Sascha Helfet# und Godowsky. Aber schon in der Saison 1933134 gab es ein reicheres Konzertleben. Huberman, Rubinstein, Thibmd und Schnabel konzertierten mit großem Erfolg. Gute Erfolge hatte auch das Jerusalemer Streichquartett, bei dem Emil Hauser (früher Budapest) die erste Violine spielt, trotz anfänglicher finanzieller Schwierigkeiten, ln Jerusalem gibt es zwei Musikschulen, in denen guter Unterricht erteilt wird, Auch das von Huberman gegründete Orchester wird nicht sorgenfrei arbeiten können. Huberman hat zwar 10.000 Pfund aufgebracht. Man darf aber nicht daran vergessen, daß das Konzertpublikum in Palästina nicht übermäßig groß ist, wenn auch der Musikenthusiasmus der Juden sehr groß ist. Es müssen Mittel mul Wege gefunden werden, um das Orchester finanziell zu sichern. Das Huberman-Orehester wird auch im Ausland konzertieren und hoffentlich auch durch die Radiostation in Ramallah beschäftigt werden. Es wäre auch Bache der englischen Mandatsverwaltung, das Orchester zu subventionieren. Huberman hat in seiner Begeisterung für dm zionistische Aufbauwerk den kühnen Plan zur. Gründung des Palästina-Orchesters gefaßt. Er hat damit für immer seinen Namen mit dem Aufbauwerk verknüpft. Sein Orchester besteht aus erstklassigen Künstlern, die der Antisemitismus nationalsozialistischer und anderer Couleur ums tägliche Brot gebracht und vertrieben hat. Es wird die Ehrenpflicht des indischen Volkes sein, das von Huberman in so selbstloser Weise begonnene kulturschöpferische Werk zu fördern und für seine materielle Sicherung zu sorgen. Minjan der zionistischen Bezirks- Sektion Leopoldstadt Wie alljährlich veranstaltet die zionistische Rezirkssektion Leopoldstadt auch in diesem Jahre in den Räumen, des Hotel Central, II., Taborstraße 8a, anläßlich der hohen Feiertage einen feierlichen Gottesdienst mit Predigt. — Kartenverkauf ab Sonntag, den 30. August 1936, täglich von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr Minjan der hebräischen Schule, II«* Praterstraße 13 Die hebräische Schule der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt veranstaltet auch in diesem Jahre anläßlich der hohen Feiertage ein Minjan. — Kartenverkauf beginnt Sonntag, den 30. August 1936, täglich von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. Zionistische Sektion Zwischenbrücken Am Donnerstag fährt der Vizeobmann I. Tennenbaum nach Erez Israel; aus diesem Anlaß veranstaltet die Sektion am Mittwoch, den 26. d. M., 8 Uhr abends, im Heime XX., Universumstraße 62, eine Abschiedsfeier, zu welchem alte Gesinnungsgenossen höflichst eingeladen werden. Todesfälle: Schindler Sara (64), Karpfen Sofie (82), Deutsch Eleonore (67), Reif Fannv (75,. Weiß Eifa (88), Glück Sofie (78), Weiß Leni (68), Hauser Egon (23), Klein Katharina (78), Fuchs Ludwig (75), Eisinger Jakob (31), Winkler Stella (29), Hussar teidor (66), Winter Max (64), Derter Ettel (80), Eihart Rosa (82), Klausner Rosa (59), Holdengräber Moses (79), Schwarzbart Aron (68), Glück Marie (77), Löwy Julie (76), Lermann Therese (75), Mocsari Anna (74), Hermann Jakob (75), Stern Susan na (70), Feiner Sali (76), Graupen Maximilian (30), Zimmer Anna (74), Neumann Franziska (62), Eisinger Artur (59), Gutheil Regine (64), Pollak Julie (62), Löibl Berta (47), Pichler Helene (72), Eichen Gertrude (35), Lichtschein Elek (82), Engelberg Sara (60), D<wid Reisel (76), Pollak Felix (87), Liß Katharina (74), Sußmann Heinrich (55), Bachrach Heinrich (66), Hirschensohu Beile (86), Berger Johanna (74), Fuchs Herz (68), Frisch Fldor (79), Justiz Gisela (57), Gold»sohmied Marie (55), Eisen Cypre (55), Schlesinger Laura (72).