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Die Stimme · 1936-08-18 · Heft 573 (18.8.1936) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 573 (18.8.1936)
Date
1936-08-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Sfr. 513 — Wien, Dien«tag, IS. 'August 1936 DIC STIMM! Seit* 3 Fuv 4en jucUscken Vom Sportklub Hakoah halben wir folgende Zuschrift erhalten: DeT Sportklub Hakoah erhielt vor 14 Tagen den strengen Auftrag der Baubehörde, den Platz, der für Wettspiele und Veranetaltungen, bei denen Publikum anwesend lat, benützt wird, verschiedene Umänderungen durohzuführen. Var allen Dingen wurde uns vorgeschrieben, eine Barriere in der Länge von 200 Metern aus Betonbaokstahl und mit Eisoarothren versehen, aufzustellen, und außerdem ißt das Umkleid ehaus für fremde Gäste umzubauen. Die Hakoah, die im letzten Jahre wieder außerordentliche Mittel für' die Pflege und Verbesserung des Püatees aufwenden mußte, steht augenblicklich vollständig ohne Barmittel. Wir wenden uns daher an die jüdische Öffentlichkeit und an die Gönner der Hakoah, sie mögen uns 200 Meter 30 mm breite Rohre, 200 Meter 20 mm breite Rohre, zirka 60 kg Ölfarbe, Beton und Holz spenden. Bei dieser Gelegenheit verweisen wir auf die Hütte der Hakoah auf dem Semmering, die in der letzten Zeit sehr stark frequentiert wird; es sind auch für den Ausbau dieser Hütte noch große Geldmittel notwendig. Wir wollen in der nächsten Saison wieder verschiedene Sektionen wie Fechten, Boxen, Stemmen usw. neu aktivieren und außerdem der Hakoah eine Motor- und Automobilsektion angliedcrn. Wir hoffen auch hiefür die Unterstützung der jüdischen Öffentlichkeit zu bekommen. Wir bitten, Spenden von Material oder in anderer Form telephonisch im Sekretariat der Hakoah unter Telephon-Nummer R 26-0-10 aufzugeben, oder den geschäftsführenden Vizepräsidenten, Herrn Robert Glücksmann, unter Telephon-Nummer A 26-308 und A 29-009 m verständigen. liof%t, ßiatiks- Hund Jakob Fischmaim erzählt anläßlich des zweiten Todestages Von Bialik, daß der Dichter in den letzten Lebensjahren einen Bund, besaß. Der Dichter liebte diesen Hund sehr. Aber dieser Liebling war dumm, ohne Temperament und Individualität. Mit jedem lebte er gut, nie hörte man ihn bellen. Oft schloß er sich Besuchern an und begleitete sie bei ihren Weggang, so daß hr zuweilen tagelang nicht m Bause war. Einmal begleitete er Bialik zu einem Vortrag im »Okel Schemt,3 jenes Gebäude, das ein 'Amerikaner zu Ehren Bialiks errichtet hatte, um ihm die Möglichkeit eines geeigneten Böhmens für seinen „Onegg Schabbath" zu verschaffen. Bialik referierte und auf seinem Sessel —- hinter dem Dichter — postierte sich der Bund, starr in die große Versammlung stierend. Er verblieb in dieser Stellung während des ganzen Vortrags. Das Publikum amüsierte sich dabei ausgezeichnet. Seit damals wurde „Kapi“ — so hieß der Hund — stadtbekannt. Der Dichter ärgerte sich nicht einmal über die Dummheit seines Kapi. Einmal sagte er ihm: „Deine Dummheit wird einmal dein Ende bcscMeunigen.‘*- Seine Prophezeiung ging auch m Erfüllung. Eines Tages verschwand Kapi, einen ganzen Tag war er nicht zu sehen. Der Dichter wartete vergebens, er erstattete die Anzeige bei der Polizei, suchte den Tierschutzverein auf, veranstaltete eine Rundfrage bei seinen Bekannten. Umsonst, Kapi war für immer, verschwunden. ' Bialik nahm in seinem Schmerz keinen zweiten Hund mehr in sein Heim auf. T. Todesfälle. Friedmann. Nuchem (fi8), Schimmorl Sidonie (66), Witz Johanna (67), Rosner Jecheskiol -""" ‘ (66), Jollechan Rosa (53), Hofhauer Götz (55), Haas Leopold (ß0), Weiß Ernestine (78), Faust Dr. Leon, Rechtsanwalt (55), Deutsch Salamon (81), Eisinger Leo (44), Fried Johanna (71), Lohn Samuel (88), Luka Berta (82), Breitner Armin (68), Marko Johanna (68), Wälder Josef (66), Gesund Rudolf (56), Kliener Ernst (24), Prof. Menkes Wolf (58), WottFtzky Hermine (61), Dr. ßchapira Alexander, Rechtsanwalt (53), Dr. Rosenthal Max, Arzt (78), Lukaos Stephan (47), Reder Israel Leib (50), Feldmann Rosa (77). Reichsfeld Gustav (64), Singer Karolme (82), Flußmann Hermann (75), Einöhrl . Gisela (54), Weil Anna (76), Mannaberg Fanni (78), Weiß Charlotte, Scheuer Franziska (9), Spielmann Georgine (63), Sohnitzer Adolf, Kurzmann Amalie (Melke) (67), Eisenmann Julius (63), Kammer Fanny (79), Wieselthier Dr. Wilhelm (78), Steiner Elsa (54), Zwicker Morit* (76), Grosner Hermann, Die Palästina-Regierung in der Aufruhrzeit Auf dem Weltkongreß in Genf hat der Chef der politischen Informationsabteilung der zionistischen Exekutive, Herr M. L. P e r 1 z w e i g, einen Bericht über die Lage in Palästina erstattet, dem wir das folgende entnehmen: Seit dem tragischen Margen des 9. April in «Jaffa, sind über fünfzig Juden in Palästina kaltblütig hingemordet worden. Kein einziger Jude bat auch nur versucht, zur Vergeltung einen Araber zu töten. Dies sind die unwiderlegbaren Tatsachen, und es bedarf keiner königlichen Kommission, um über sie zu richten. Die Geschichte hat bereits gerichtet. Wir haben die königliche Kommission nicht gefordert. Die Entwicklung und der Fortschritt des Landes liegen uns viel zu sehr am Herzen, als das wir wünschen würden, daß Palästina in regelmäßigen Abständen bis in »eine Grundlagen aufgewühlt würde, damit man dann diese Grundlagen genau untersuchen kann. Aber, wenn schon eine Untersuchung stattflndet, dann sind wir berechtigt zu verlangen, daß die Vorfälle seit April auf das genaueste untersucht werden. Es hat keinen Sinn, zu verheimlichen, daß die geradezu auffällige Vernachlässigung in der Untersuchung einen höchst unglücklichen Eindruck auf zahlreiche Freunde Palästinas gemacht hat, auf Juden sowohl als auch auf Nichtjuden. Wir hoffen, daß wir in dieser Beziehung von der Regierung Unterstützung erhalten werden. Es muß offen gesagt werden, daß in der Verwaltung Palästinas Elemente sind, die eine schwere Verantwortung für den Verlauf der Ereignisse tragen. Die Behörden wurden vom Ausbruch der Unruhen in Jaffa völlig unvorbereitet getroffen, obgleich diese Unruhen das Ergebnis der organisierten Verbreitung sorgfältig vorbereiteter, aufreizender Verleumdungen waren. Und was noch schlimmer war, die lokalen Behörden ließen nahezu zwei Tage verstreichen, bevor sie sich entschlossen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Überdies wurde am Abend der Jaffa-Morde ein i r r eführendes Communiquö offiziellen Ursprungs ausgegeben, in dem von einer „Prügelei“ zwischen Juden und Arabern die Rede war. Der Hochkommissär anerkannte später, daß es sich Um einen mörderischen Überfall auf Juden gehandelt hatte. Wenn ich noch ein Beispiel hinzufügen darf zur Kennzeichnung einer politischen Unfähigkeit, die tatsächlich unglaublich ist» so möchte ich berichten, daß arabische Streikende als Führer britischer Truppen verwendet worden sind. Es ist erstaunlich, daß ein Aufstand durch derartige außerordentliche Fehlgriffe von einer Regierungsstelle unterstützt wird; weniger erstaunlich ist es allerdings, daß unter diesen Umständen die arabischen Aufständischen vollkommen orientiert waren über die Bewegungen der zur Wiederherstellung der Ordnung nach Palästina gesandten Truppen. Es wurde der Versuch gemacht, den Aufruhr als spontane Bewegung primitiver Bauern gegen die Gefahr jüdischer Unterdrückung zu rechtfertigen, oder wenigstens zu erklären. Zwei klare Tatsachen geben eine unmißverständliche Antwort auf diese Ansicht. Erstens hat die arabische Einwanderung aus rein arabischen Gebieten nach Palästina ständig und bedeutend zugenommen. Zweitens begann der Aufruhr, als die arabischen Führer über die Zusammensetzung der arabischen Delegation berieten, die nach London eingeladen war und die die beste Gelegenheit gehabt hätte, die arabischen Beschwerden vor das britische Parlament und das britische Volk zu bringen. In wessen Interesse lag es, die arabische Delegation zu verhindern und damit alle Möglichkeiten des Verständnisses zu zerstören? In wessen Interesse lag es in diesem Augenblick, der britischen Regierung im Nahen Osten neue Schwierigkeiten zu machen, wo ist das Geld hergekommen, um die Aufständischen mit Waffen zu versehen und den Aufruhr zu finanzieren? Will die Regierung einen Aufruhr 'dieser Art auch noch belohnen? Denn dies wäre die Bedeutung einer Einwanderungssperre im jetzigen Augenblick. Während wir hier sitzen, wird auf alle Weise versucht, durch Bestechung und Einschüchterung die arabischen Hafenarbeiter von Haifa, die bis jetzt der aufrührerischen Propaganda widerstanden haben, gegen uns aufzuhetzen. Ist dies der Augenblick, um eine Einwanderungssperro ins Auge zu fassen? Lassen wir darüber keine Zweifel bestehen: Die Einwanderungssperre würde bedeuten, daß. Gewalt und Verrat belohnt, Selbstdisziplin und Loyalität bestraft werden. Es wäre ein entscheidender Schlag gegen die gesamto Rechtsauffassung in Palästina. Außerdem wäre die Einwandorungssperro, im Moment, in dem die königliche Kommission im Begriff ist, sich nach Palästina zu begeben, ein doppelter Fehler. Es würde heißen, zuerstdenGeriehtsspruch zu fällen und dann das Gericht e i n 1 a d e n, die Tatsachen zu betrachten. Eine Beschränkung des Zuflusses an Kapital und Arbeitskraft, auf dem die gesamte Wirtschaft Palästinas aufgebaut ist, würde eine abnormale Lage schaffen. Gerechtigkeitverlangt aber, daß die Kommission das Funktionieren und die Folgen einer normalen Einwanderung beobachtet und untersucht. Die Juden der Länder der Unterdrückung und des Leidens haben nur eine Hoffnung und diese Hoffnung ist Zion. Der Eindruck einer Einwanderungssperre auf sie wäre furchtbar. England ißt verpflichtet, dem Geiste und dem Buchstaben nach seine Mandatsverpflichtungen einzuhalten. Wir glauben an England, wir glauben an Englands Loyalität und seinen Versprechungen. * Eingeleitet wurde die Palästina-Debatte mit der Verlesung der folgenden Botschaft Ben Gurions: „Feinde ohne Erbarmen haben sich gegen die Juden in den Ländern der Galuth erhoben. In Erez Jisrael bringen Räuberbanden die jüdische Befreiungsarbeit in Gefahr. Es steht zu befürchten, daß die Tore unseres Heimatlandes unseren Brüdern verschlossen werden. In dieser Stunde müssen wir dringender denn je alle unsere Kräfte zur Verteidigung mobilisieren. Laßt uns nicht schwach werden gegenüber jenen, die uns unsere Rechte zu berauben trachten. Wir wollen unseren Anspruch auf volle politische und bürgerliche Gleichberechtigung in den Ländern der Galuth nicht aufgeben und auch nicht einen Augenblick lang in der Arbeit zur Verwirklichung unseres Zieles auf Errettung in der Heimat Erez Jisrael innehalten.“ Rabbi Stephen Wie e hob hervor, daß das Mandat an Großbritannien weder um seinetwillen, noch um der Araber willen vergeben worden sei. Es sei an Großbritannien nur zu dem einen Zweck gegeben worden, die Entwicklung des Jüdischen N a t i o n. a 1 h e i m s zu überwachen und zu fördern. Die Juden in der Welt seien über das Verhalten der Juden in Palästina sehr stolz. Der Jüdische Weltkongreß grüße sie mit Achtung. Er hoffe, daß die Zeit nicht fern sei, in der die Welt zu der Einsicht komme, unser Jisehuw habe große, denkwürdige und unsterbliche Dinge im Naanen und im Dienste des jüdischen Volkes vollbracht. Louis Lipsky(New York) sagte, daß die Sitzung nicht eine Protestversammlung darstelle, sondern daß sie das Problem der jüdischen Rechte betrachten lind sich . darüber klar werden wolle, welche Schritte in dieser Hinsicht exgriffen werden könnten. Protest müsse gegen die wachsende Indifferenz unter den Nationen erhoben werden. Die Dichter Schalom Asch und David P i n s k i, die vor kurzem in Palästina geweilt haben, hielten ebenfalls Ansprachen an den Kongreß, Schalom Asch führte in einer sehr eindrucksvollen Rede aus, keine Macht in der Welt werde der jüdischen Arbeit in Palästina Einhalt gebieten können. Was die Juden in Palästina jetzt vollbringen, sei der Ausdruck all dessen, was das jüdische Volk durch viele Jahrhunderte in seinem Herzen getragen hat; es wird von einem Impuls getrieben, der stärker äst als wir selbst. Asch forderte den Kongreß auf, den jüdischen Ruf nach Frieden an die Welt ergehen zu lassen. Ein Schopenhauer-Buch von Kurt Sonnenfeld „Schopenhauer — heute“, das neuo Buch von Dr. Kurt Sonnenfeld, — der Versuch einer Zeitkritilk, in der Gegenwartsprobleme, wie Individuum und Masse, die moderne Frau, Deutung der Geschichte, Naturwissenschaft, Technik, Volkswirtschaft, Kunstrichtungen, Psychoanalyse, mit Schopenhauers Weltbild konfrontiert werden, — erscheint im Europäischen Verlag, Wien-Leipzig. Zelre w’Hechaluz Hamisrachi ln Wien Wir veranstalten am Sonntag, den 23. August eine eintägige Autobusfahrt nach Sauerbrunn. Der Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt beträgt S 4.—. «Jeder Teilnehmer erhält von der Reiseleitung ein Geschonk. Anmeldungen worden bis Mittwoch, den 18. d. im Vereins hoim, Wien, II., Pratorstraßo 60, zwischen *49 und 10 Uhr abondis, bei gleichzeitigem Erlag des Fahrpreises entgegengenommen. Hie Teilnohmerzahl ist beschränkt, Alte Weisheit Von Alfred Werner Spruch der Väter grabt sich mir eint .Fällt der Stein auf den Krug, weh' detA Krug; wehe dem Krug, fällt der Krug auf dett Stein — immer wehe dem Krug! Ein Kind war ich, unschuldig, rein, als der Pöbel uns Juden schlug — das Warum, das ging mir nicht ein, so oft ich mein Herz auch befrug. denn wie selbstlos man mochte sein und wie immer sich einer betrug, nichts konnte davon ihn befrei'n, daß der Pöbel ihn hetzte, ihn schlug. Da sagte ich trotzig: Nein! ,und hallte die Fäuste: Genug!' Wollte schlagen, geschlagen nicht sein — und wurde erst wieder klug, als der Väter Spruch mir ging ein: Fällt der Stein auf den Krug, weh5 dem Krug; wehe dem Krug, fällt der Krug auf den Stein — immer wehe dem Krugl (Aus dam neuen ’Gediohtbaad „Gebet aius der Tiefe“. — Verlag Fritz Sußmann, Wien.) FILME Filme ohne Arier-Paragraph Kaiser Jonas. — Die Insel der Haifische. — Das Haus in der 56. Straße. — Romeo und Julia. — Liebe vor dem Frühstück. — Desperados. — Das Rätsel um eine Frau. — Der König der Frauen. •— Under two Flags. — Schulter an Schulter. — Schuldige Hände. — Das Gericht der Goldgräber. — Ihre letzte Nacht. — Bett Nr. 5. — Rex, der König von Arizona. — Gift. — Cafö Moskau. Welturaufführung in Salzburg Am vergangenen Sonntag fand in Salzburg die Welturaufführung des Metro-Goldwyn- Mayer Films „Romeo und Julia“ mit Nonma Shearer und Leslie Howard in den Titelrollen statt; Dieser Veranstaltung, welche ein künstlerisches und gesellschaftliches Ereignis darstellt, wohnten unter anderen bei: der amerikanische Gesandte in Wien Mr. Messersmith, der rumänische Gesandte in Wien Mr. Bradiceanu, Prof. Max Reinhardt, Helene Thimig, Jarmila Nowotna, Max Hansen, Dr. Ralph Benatzky, Lotte Schöne, Ernst Deutsch, Graf und Gräfin Schaffgotsch, Baron und Baronin Schoy, Alfred Polgar, Felix Salten, Eugen Holtai, Bruno Frank, Siegfried Trebitsch, Leonhard Frank, Adrienne Geßner, Erika Mann, Daisy Hatban-Kurz, Margarete Wallmann, Maria Ley, Prof. Burghauser und Marina Schaljapin. „Luna-Park“ eröffnet United Artists-Saison. Es ist in Wien schon fast Tradition geworden, daß die United Artists hier die Saison mit einem Eddie Cantor-Film eröffnet. Auch heuer ist „Luna-Park“, der erste United Artists-Film der neuen Saison, ein Eddie Cantor-Film. Jeanette MacDonald als Julia. In der neuen musikalischen Komödie „Rosemarie“ spielt Jeanette MacDonald die Rolle einer Opern-* Sängerin. Sie singt moderne Lieder und Opernarien. Darunter die Arie der Julia aus „Romeo und Julia“. Ihr Partner ist Allan Jones. Die Regie der Opernszenen führt Wilhelm von Wymetal, die gesamte Regie des Films führt W. D. S. Van Dyke. Metro-Goldwyn-Mayer bei der Biennale in Venedig. Bei der diesjährigen Filmbiennale in Venedig ist Metro-Goldwyn-Mayer, wie auch in den vergangenen Jahren, mit zwei Filmen vertreten, und zwar mit dem soeben in Salzburg zur europäischen Uraufführung gelangten Großfilm „Der König der Frauen“ (The Great Ziegfeld) und dem neuesten Operettenfilm „San Francisco“, mit Jeanette MacDonald und Clark Gable in den Hauptrollen. Al Jolson und ein neues Wunderkind. Die kleine Sybil Jason, ein schwarzhaariges sechsjähriges Mädchen, spielt, singt und tanzt mit dem berühmten Jazzsänger der Welt in „Singing Kid“. In einem reich ausgesatteten Rahmen spielt die teils amüsante, teils auch tragische Handlung, die im Milieu des Broadway liegt. _ Ein Abenteurerfilm von Roy de! Ruth. Der amerikanische Filmregisseur Roy del Ruth, der sich mit dem Film Broadway-Melodie an die Spitze der berühmtesten Filmkünstler gestellt hat, hat soeben seinen ersten großen Abenteurerfilm vollendet. Diesmal ist es das spannende Milieu der amerikanischen Unterwelt, in das er uns führt. Der neue Twentieth Centurry Fox Film: „Bankräuber in U. S. A.“ mit George Raft und Rosalind Russell erscheint in der nächsten Woche im Kreuz- und Heimat- Kino. Lawrence Tibbett in „Metropolitan“. Am 21. d._ M. gelangt im Schottenring- und Lustspielkino der große Twentioth Century Fox Film: „Metropolitan“ zur Uraufführung. In diesem Film zeigt sieh Lawrence Ti'bbett neben Virginia Bruce nicht nur als ein Sänger ganz großen Formats, sondern auch als Schauspieler von Kraft und Können. Vor der Wiener Premiere findet eim F.WtvotrsbeUuag in Salzburg statt.

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