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Die Stimme · 1936-08-18 · Heft 573 (18.8.1936) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 573 (18.8.1936)
Date
1936-08-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seit® 4 DIB STIMMI Nr. 573 — Wien, Dienstag, 18. August 1936 Weltkongreß und Mlnderheltsredit Von Dr. Erwin Samstag (Znaim) Oubnow an den Kongreß Der jüdische Historiker Simon D u bn o w hat an den Genfer Kongreß ein Schreiben gerichtet, Ln welchem er sagt: Als ic-h vor vier Jahren die erste Genfer Vorkonferenz begrüßte, habe ich voraußgesagt, daß wir einer Epoche neuer Kreuzzüge und aller mittelalterlichen Schrecken entgegengehen. Kaum ein Jahr später erklärte uns das zur Macht gelangte Hakenkreuz den Ausrottungskrieg. Eine halbe Million unserer Brüder in Deutschland sind dem fürchterlichsten Terror ausgesetzt, ihrer elementarsten Menschenrechte beraubt und in eine Kaste von ausgestoßenen Parias verwandelt worden. Unter dem Einfluß dieser Geschehnisse haben auch die Antisemiten anderer Länder ihre Aktivität verstärkt, und der Antisemitismus ist teilweise bis in die Regierungskreise edngedrungen. Millionen Juden werden, sei es durch Gesetz, sei es durch Massenterror, ihrer bürgerlichen Rechte beraubt. Die verfassungsmäßige Gleichberechtigung wird systematisch durch ökonomischen Antisemitismus und durch Boykott des jüdischen Handels vernichtet. Oft arten diese Methoden zu wüsten Verfolgungen und Pogromen aus. In vieler Hinsicht ist die Lage in Europa heute viel schlimmer, als es vor dem Weltkriege war. Und heute können wir die Prognose durch die Diagnose ersetzen. Nach hundert Jahren des Befreiungskampfes und der Emanzipation treten wir in eine Periode der Gegenemanzipation ein. 50 Jahre antisemitischer Bewegung haben jetzt zum Ausbruch des antisemitischen Terrors geführt. 16 Jahre sind seit dem Augenblick vergangen, da die Friedensverträge und der Völkerbundpakt, so wie allen nationalen Minoritäten, auch den Juden in allen Ländern Gleichberechtigung und kulturelle Autonomie verbürgt haben. Und heute sind wir nicht nur unserer bürgerlichen Rechte beraubt. sondern auch unseres Lebens nicht mehr sicher. In zahlreichen Ländern sind wir schutzlos, jeder Ausschreitung preisgegeben. Die ganze Welt kennt die Unterdrücker der jüdischen Minoritäten, aber die Garanten des verfassungsmäßigen Rechts — oder die Regierungen — und der Garant der Minderheitenrecht8 — der Völkerbund — kommen uns nicht zu Hilfe. Wir sind verlassen und, wie bereits gesagt, in gewissen Ländern jeglichen Schutzes beraubt. Die jüdische Frage ist eine Weltfrage, denn das jüdische Volk ist ein Weltvolk. Seit dem Weltkriege ist die Judenfrage auch im juristischen Sinne ein internationales Problem geworden, weil der Völkerbund als höchste internationale Instanz die Verpflichtung zum Schutze der Minderheiten übernommen hat. Jüdische Minderheiten aber existieren in der ganzen Welt seit mehr als zweitausend Jahren. Sicher ist unser eigener Mangel an Organisation und Einigkeit daran schuld, wenn Millionen Juden beute ohne jeden Schutz sind. Es fehlt uns an einer interterritorialen Vertretung, die berufen wäre, unsere gerechten Forderungen vor das Forum der Welt zu bringen. Wir kämpfen für unsere Rechte in den jeweiligen Ländern mit den uns von der betreffenden Verfassung gestatteten Mitteln. Wenn aber unser Kampf auf Ungesetzlichkeit stößt, auf öffentliche Hetze und auf Terror, dann müssen wir uns an die internationalen Instanzen wenden. Dazu aber brauchen wir eine Weltorganisation. Es ist höchste Zeit! Gelingt es nicht, auf unserem I. Weltkongreß, unserer allweltlichen Gründungsversammlung, innerliche Zerrissenheit und Parteistreitigkeiten zu überwinden .und ein Weltorgan zu schaffen, das den Willen des jüdischen Volkes vertritt, dann werden wir in dem gegenwärtigen Zustand der Anarchie verbleiben. In einer Zeit, da der antijüdische Terror von den Ufern des Rheins und der Weichsel bis zu denen des Jordans reicht, müssen wir einig sein und müssen die Partelieidenscbatt vergessen, die seit jeher der gefährlichste Feind unseres Volkes war. Wir müssen einen machtvollen internationalen Bund aller jüdischen Minderheiten der ganzen Welt bilden. Bericht über den Jüdischen Weltkongreß Der Ring der Alte-Herren-Verbände veranstaltet am Donnerstag, den 20. d., eine Zusammenkunft im Festsaale des Hotels Exzelsior (Wien, I., Rotenturmstraße), bei welcher die Ringmitglieder Dr. Moritz H a r n i k, Oberbaurat Stricker und dipl. Kaufmann Ernst S t i a s n y über den jüdischen Weltkongreß, an welchem sie als Delegierte teilgenommen Lnbon. referieren werden. Beginn 8 Uhr abends. In diesem Aufsatz entwickelt der Autor neue Gedanken und Vorschläge für die Schaffung einer völkerrechtlich anerkanten Vertretung des gesamten Judentums der Welt. Es erscheint uns wichtig, ihn der Öffentlichkeit zu übergeben, denn Dr. Samstags Ideen sind geeignet, eine fruchtbare Diskussion einzuleiten und den Weg von der Atomisierung bis zur Erreichung eines einheitlichen aktiven Willens zu zeichnen. I. Allerwellsmlnderhell Die Tragödie der Juden Deutschlands, die in immer dramatischerer Zuspitzung der unvermeidlichen Katastrophe entgegeneilt, ist die Tragödie des jüdischen Volkes. Sie ist die Tragödie jeder Gemeinschaft, welcher vom Schicksal auferlegt wurde, als unorganisierten Minderheit inmitten einer andersartigen Mehrheit ungeschützt zu leben. Ab Albigenser oder Hugenotten, ob Armenier oder Juden, zu allen Zeiten und in aller Herren Ländern sind wehrlose Minderheiten dem Mehrheitsvolke auf Gnade und Ungnade ausgeliefert. Dieser Erkenntnis verdanken die in Staatsverträgen und Verfassungen verankerten Minderheitsrechte, als deren oberster Hüter der Völkerbund gedacht ist, ihre Entstehung. Doch wie kann ein Wächter, der machtlos sich selbst nicht zu schützen vermag, andere vor Schaden bewahren? Um den Minoritätönschutz wirksam zu gestalten, müßte der Völkerbund erst gefestigt, müßten ihm Machtmittel zur Durchsetzung seines Willens zur Verfügung gestellt werden. Und das ist auf keine andere Art denkbar, als daß die Mitgliedstaaten einen winzigen Bruchteil ihre r ängstlich behüteten Machtfülle zürn allgemeinen Besten auf den Völkerbund übertragen. An den Minderheiten selbst aber liegt es, sich im Rahmen der in ihren Vaterländern bestehenden Gesetze zielbewußt zu organisieren. Dann wird man dazu gelangen, eine Art Protektorat des Völkerbundes in Form eines völkerrechtlichen Kondominiums über die verschiedenen Minoritäten einzurichten, eine gemeinschaftliche Herrschaft des Protektors oder seines Beauftragten und des Staates, in dem die zu schützende Minderheit lebt. Der Völkerbund nun könnte das Protektorat entweder selbst ausüben, oder auf Verlangen der betreffenden Minorität mit dessen Ausübung jene Institution oder Macht betrauen, deren Schutz sich die Minderheit gemäß ihrem Selbstbestimmungsrechte freiwillig unterwirft. Das wird bei völkischen Minoritäten in den meisten Fällen das Mutterland sein, jenes Land, in welchem dieses Volk die Staatsnation bildet. Das Mutterland gewährleistet zufolge seines besonderen Interesses an der Minderheit dieser auf jeden Fall ein Höchstmaß an Schutz, ist jedoch darüber hinaus ebenso wie das Vaterland für das Schicksal des gemeinsamen Schützlings völkerrechtlich verantwortlich. Wenn sich auf diese Weise die Schutzgewalt des neu erstarkten Völkerbundes über Grenzen hinweg auf die zu schützende Minorität erstreckt, wenn jede Verletzung der Minderheitsrechte einen Vertragsbruch, jeder gegen die Minderheit gerichtete Angriff eine feindselige Handlung gegenüber dem Völkerbund und seinem Beauftragten bedeutet, dann ist es mit der bisher so häufigen Vergewaltigung von Minoritäten für alle Zukunft vorbei. II. Die Aufgabe des Welfe kongresses Das jüdische Volk hat noch kein Mutterland, weil es nirgends die Staatsnation bildet. Es ist in aller Welt nur unorganisierte Minderheit, wehrloses Opfer der Ohnmacht des Völkerbundes, dessen Schutz papieren ist wie er selbst. Dennoch ist der Versuch nicht zwecklos, den schwankenden Gedankenbau des Minoritätenschutzes zu stützen und ihn auf tragfähigerer Grundlage der Vollendung entgegenzuführen. Und wie es jüdischem Schöpfergeist vergönnt war, den Grundstein dieses Bauwerkes zu legen, so mag jüdische Tatkraft berufen sein, es mit dem Schlußstein zu krönen. Hier erwächst dem ständigen Exekutivkomitee des jüdischens Weltkongresses eine seiner Bedeutung würdige Aufgabe. Die vom Kongreß zu schaffende „Gesaratvertretung der Juden“, gleichsam als Regierung des jüdischen Volkes berechtigt, in seinem Namen zur übrigen Welt zu sprechen und in seinem Aufträge auch zu handeln, hätte zunächst die erforderlichen Schritte zu unternehmen, um die völkerrechtliche Anerkennung als rechtmäßige Repräsentanz der Weltjudenheifc vom Völkerbund und von allen Staaten der Erde zu erlanr gen. Auch die Jewish Agency ist ja als jüdische Vertretung völkerrechtlich anerkannt. Während sich aber ihre Kompetenz in der Mitwirkung an der Errichtung der jüdischen Heimstätte in Palästina erschöpft, soll die „Gesamtvertretung der Juden“ in a 11 e n die Judenheit betreffenden Fragen zuständig sein. Gleichzeitig mit den Bemühungen um völkerrechtliche Anerkennung wären mit allem Nachdruck Verhandlungen wegen Schaffung des Völkerbundprotektorates über die jüdischen Minoritäten und wegen Betrauung der jüdischen Gesamtvertretung mit der Ausübung dieses Protektorates in die Wege zu leiten. Hand in Hand mit dieser diplomatischen Arbeit und deren Ergebnisse vielfach vorwegnehmend, ja bedingend, wird die Organisierung der jüdischen Minoritäten in den verschiedenen Ländern der Zerstreuung in Angriff zu nehmen sein. Diese heikle Arbeit muß natürlich in der den besonderen Verhältnissen eines jeden Staates angepaßten Form unter Auswertung gegebener oder Schaffung neuer gesetzlicher Möglichkeiten vor sich gehen, wobei die Zusammenfassung der einzelnen jüdischen Minderheiten zu einer übergeordneten zwischenstaatlichen Organisation nicht außer acht gelassen werden darf. Unumgängliche Voraussetzung aber ist, daß nichts geschehen soll, was geeignet wäre, die bisherige Rechtsstellung der Juden als Staatsbürger ihrer Aufenthaltsländer zu gefährden oder zu beeinträchtigen. Auch darf nichts unternommen werden, was als Einmischung in die inneren Angelegenheiten irgend eines Staates ausgelegt werden könnte. Ohne allweltliche Organisation des jüdischen Volkes kann der Weltkongreß keinen politischen Einfluß entfalten. Ohne sie wäre er eine Art Parlament, das den Willen der Judenheit wohl kundtun, ihm aber weder innerhalb des Volkes noch nach außen hin Geltung verschaffen könnte. Was nützt das Organ der Willensbildung, das Gehirn gleichsam, wenn der Körper fehlt, dem es, Herr und Diener in einem, zugleich gebietet und gehorcht? Der formlose Volkskörper muß erst Gestalt annehmen, er muß als Halt ein Knochengerüst, eine festgefügte Organisation, erhalten, und er muß Organe bekommen, welche seinen Willen in die Tat umsetzen. Dann wird er sein Dasein inmitten einer meist feindlichen Umwelt behaupten und an der Gestaltung seines politischen Schicksals mittätig teilnehmen können. III. Im Aufträge des Völkerbundes Nach Erfüllung dieser Voraussetzungen wäre die jüdische Gesamtvertretung in der Lage, das Protektorat über die jüdischen Minderheiten im Aufträge des Völkerbundes wirksam auszuüben. Durch Staatsverträge nach Art der päpstlichen K onk ordate sollen die Juden in ihren Wohnländern unter solehe'Bedingungen gestellt werden, daß sie ihre religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten selbst verwalten, daß sie also unter günstigeren Umständen als es bisher möglich war, bei voller Wahrung ihrer staatsbürgerlichen Gleichberechtigung ein nationales Eigenleben führen können. Den immer mehr an Böden gewinnenden Bestrebungen, die Juden aus dem Kultur- und Wirtschsaftsleben ihrer Umwelt auszuschalten und sie hinter neu errichteten Ghettomauern körperlich und geistig verkümmern zu lassen, muß der unbezwingbare Lebenswillen der organisierten Gemeinschaft, die unbeugsame Entschlossenheit zur Abwehr, die schöpferische Kraftentfaltung aufbauender Selbsthilfe entgegengesetzt werden. Den Weg vom stillen Erdulden zur tätigen Schicksalsgestaltung kann wirksam nur die Gesamtheit beschreiten. Das Ziel, ein machtloses Volk wehrhaft zu machen, ist viel zu weit gesteckt, als daß es ohne Einsatz der gesammelten Volkskraft erreichbar wäre. Der Weltkongreß und seine Organe sind dazu berufen, Träger und Vollstrecker des geeinten Willens zu sein, Führer in eine Zukunft der Gleichberechtigung des jüdischen Volkes im Kreise anderer Nationen. Wenn die Tagung in Genf mehr gewesen sein soll als ein willkommener Anlaß zu schwungvollen Reden und schönen Resolutionen, dann müssen sich die Vertreter der Judenheit auf die eigentliche Aufgabe des Weltkongresses besinnen, das jüdische Volk, bisher wehrloses Opfer fremder Machtgelüste, zu einem wehrhaften und aktiven Faktor der Weltpolitik zu machen. Ein Wort an die jüdischen Angestellten! Unter allen Schichten der arbeitenden Bevölkerung ist der Angestellte stets derjenige, der die Auswirkungen der Weltkrise am meisten zu spüren bekommt. Und gerade der jüdische Angestellte ist da am schlechtesten daran. Ist er noch in Stellung, so hängt stets das Damoklesschwert des Abbaues oder der Gehaltskürzung über ihm. Er kann über Nacht arbeitslos sein... Wer hilft ihm? Der jüdische Angestelltenverband „Emunah“, Wien, II., Praterstraße 11, der seit sieben Jahren seine segensreiche Tätigkeit ausübt, ist der Sammelpunkt aller jüdischen Angestellten. Vom Praktikanten bis zum Prokuristen, vom Lehrmädchen bis zur Disponentin hat alles Platz in der „Emunah“. Diese Vereinigung, die vollkommen unpolitisch ist, bietet ihren Mitgliedern kostenlosen Rechtsschutz, ärztliche Beratung, Auskünfte in allen sozialpolitischen Fragen, wie Pensions-, Urlaubsfragen usw. Der Verband sorgt ferner für geselligen Zusammenschluß, für Sport und Unterhaltung, Urlaubsreisekassa, eine reichhaltige Bibliothek steht den Mitgliedern zur Verfügung, ferner geeignete Aufenthaltsräume mit Zeitungen und Gesellschaftsspielen jeder Art. Und nicht zuletzt will der Verband auf seine unentgeltliche Stellenvermittlung aufmerksam machen. Für den Herbst sind wieder Sprachkurse in Aussicht genommen, und zwar: Hebräisch, Englisch, Französisch und Spanisch, ferner ein Buchhaltungskurs (doppelte und amerikanische Buchhaltung), ein Stenographie- (Gabelsberger) und ein Maschinschreibkurs. Weiters sind ein Säuglingspflegekurs sowie ein Koch- und Tanzkurs in Vorbereitung. Die Einschreibgebühr beträgt 50 Groschen, der Monatsbeitrag 50 Groschen, Jugendliche und Arbeitslose zahlen 30 Groschen. Neben seinem sonstigen Verein soll jeder und jede jüdische Angestellte dem Verbände „Emunah“ angehören. Das Verbandsheim ist täglich ab 3 Uhr nachmittags geöffnet und unter der Telephonnummer R 40-1-56 U erreichbar, Feiertagsgottesdienst der Sektion Prater. Die zionistische Sektion Prater teilt mit: Wie alljährlich veranstalten wir auch heuer im Lokale „Zum Marrokaner“, anläßlich der hohen Feiertage ein Minjan. Für gute Vorbeter ist gesorgt. Der Beginn des Karten verkauf es wird noch bekanntgegeben werden. JÜDISCHER SPORT Madarasz wieder in großer Form Anläßlich eines internationalen Meetings in Budapest gewann der jüdisch-ungarische Athlet Madarasz das Diskuswerfen mit der ausgezeichneten Leistung von 48.44 Metern. Madarasz ist heute noch Phil Levy der zweitbeste jüdische Diskuswerfer der Welt. Hecks Zweiter beim Straßenlauf Beim Straßenlauf Pardubitz—Bohdan ec belegte der bekannte jüdische Prager Langstreckler Hecks den zweiten Platz in der Zeit von 33:54.4 Minuten. Die Strecke war etwa zehn Kilometer lang. de Zuceo wird italienischer Meister Bei den italienischen Scbwimmeisterschäften gewann Italo de Zuceo, ein jüdischer Sportler aus Trienst, die 100-Meter-Rticken in der guten Zeit von 1:13.4 Minuten. Jüdische Tennismeister in USA. Bei den Tennismeisterschaften der Oststaaten sicherte sich der Vorjahrsmeister Leon I-Iartmann wieder den Titel im Herreneinzel. Im Finale traf er auf den talentierten und ebenfalls jüdischen Tennisspieler Paul Haber, den er in drei Sätzen schlug. Von den an den Meisterschaften beteiligten Spielern ragten noch Wiliam Lurie, der Meister der New-Yorker „Public Courts“, David Geller, der vorjährige Juniorenmeister Paul Behr und der bekannte Mittelstreckenläufer Magnus Milton Sandler hervor. — Bei den Damen holte sich Miß Noma Taubele, die Edith Moore in zwei Sätzen schlug, den Titel. Makkablboxer werden holländische Meister Die holländischen Boxmeisterschaften brachten dem Makkabi große Erfolge. Die MakkabisportlAr de Vries, Cohen, Degen und Brander wurden Meister von Amsterdam. Der Makkar biahsieger de Vries holte sich außerdem noch den Titel eines holländischen Leiohtgewiehtsmolsters.

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