Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1936-08-14 · Heft 572 (14.8.1936) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 572 (14.8.1936)
Date
1936-08-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3053752-3054243-3054328--6080-3061890
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 572 Wien, Freitag, 14. August 1936 Oll ITIMMI Sette 3 Billig« IRUT-Relse nach Polen und Czernowitz am 16. und 23. August 1036 IRUTf I., Karlsplate 1, Tel. U 44-5-79 Eine neue innere Alijah So tragisch die Flucht der Juden aus Jaffa bei Ausbruch der blutigen Unruhen im April war, hatte sie doch eine gute Folge: sie öffnete dem ganzen Jischuw die Augen über die schreckliche physische und moralische Umgebung, in der diese 10.000 jüdischen Seelen, die in der Mehrzahl orientalischen Gemeinschaften angehören, leben. Jetzt erst bemerken wir, daß sie Seite an Seite mit der arabischen Unterwelt gelebt haben. Wir wissen, daß viele ihrer Kinder keine Schule besuchten und wie Unkraut in den engen, schmutzigen Gassen Jaffas aufwuchsen. Die Gefahren, die jungen Mädchen in den verrufenen Straßen einer levantinisehen Hafenstadt drohen, machen unser Blut erstarren. Die sanitären Bedingungen waren schrecklich und die Immunität gegen Krankheiten in solcher Umgebung natürlich gering. Als die Jaffaer Flüchtlinge nach Tel-Aviv strömten, wurden sie brüderlich willkommen geheißen. Viele öffentliche Gebäude wurden in Flüchtlingsheime umgewandelt, Ernährung und ärztliche Hilfe sofort bereitgestellt. Vom Auslande kamen telegraphische Anfragen, ob man Hilfssammlungen einleiten solle, aber die Antwort lautete, der Jischuw werde mit eigenen Mitteln für die Flüchtlinge sorgen. Man dachte anfangs, die Unruhen würden im Laufe einiger. Tage beendet sein, so daß die Geflüchteten in ihre Häuser zurüekkehren könnten. Da sich nun die Ereignisse von Woche zu Woche, von Monat zu Monat hinziehen, ist das Fliichtlingsproblem sehr akut geworden. Die Leute können nicht nach Jaffa zurück, wo die Verhältnisse noch höchst unsicher sind, ganze * Straßen in Jaffa wurden von den Behörden gesprengt, und Araber, die ihre eigenen Häuser verlassen mußten, haben die leer gewordenen jüdischen Häuser besetzt. Unter diesen Umständen ist es nötig, den Flüchtlingen in einer umfassenden und aufbaueraden Weise zu helfen. Sie müssen geeignete Wohnungen bekommen und wieder instand gesetzt werden, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Vor allem bedürfen die Kinder besonderer Fürsorge. Der Jischuw war in letzter Zeit mit den Sorgen für die Einordnung des von außen cinströmenden neuen Menschenmaterials so in Anspruch genommen, daß er sich viel zu RESTAURANT STEFANIE nt&D II.. Taborstraße Nr. 12 Hugo und Julie Herlinger, geh. Zöllner! Bekannt gute Küche / Gepflegte Getränke Aufmerksamste Bedienung / Zeitgemäße Preise Reichhaltige billige Menüs sowie alle Spezialitäten / Schöner .schattiger Garten wenig um diejenigen Menschen kümmerte, die sich schon im Lande befanden. Die Unruhen zwangen uns die Erkenntnis ihrer Not auf, und heute wissen wir, daß wir gegen diese unsere Brüder gesündigt haben, die wir nicht länger sich selbst überlassen dürfen. Ihr Leben muß nicht nur um ihrer selbst, sondern um das Wohl des gesamten Jischuw« willen gebessert werden. Sehr große Summen sind natürlich nötig, um ein gründliches soziales Aufbauwerk zu leisten. Nicht weniger als 168.00 Pfund Sterling, so schätzt man, müssen verausgabt werden, um den Flüchtlingen wieder normale Lebensbedingungen zu schaffen. Daher haben die Jewish Agency, die Knesseth Israel und die Stadtverwaltung von Tel- Aviv, als Vertretung des gesamten organisierten Jischuw, eine Aktion für konstruktive Hilfe eingeleitet. Jeder Jude in Palästina wird um einen Beitrag angegangen, nicht um Almosen, wie für einen Pogromfonds, sondern um so viel, wie ein jeder nur irgend beitragen kann für die konstruktiven Pläne, die die Lage des Jischuw als Ganzes festigen sollen. Neue Viertel werden auf nationalem Boden, den der KKL b e r e i 18 t e 111, fiiT die Flüchtlinge gebaut werden. Zum Bau ihrer Häuser werden die Flüchtlinge langfristige Anleihon erhalten. So wird man ihnen ermöglichen, auf den Ruinen des alten ein neues, gesundes Leben aufzubauen und ein ebenso nützliches und fortschrittliches Element des Jischuw zu werden, wie die Einwanderer aus der Diaspora. Ein Viertel des Fonds für konstruktiv p II! 1 F o wird für n a t. i om a 1 e ii llo denk a u f d u r c h d c ri K eren Kajemeth reserviert bleih e n. Dieser Beschluß ist ein weiterer Beweis dafür, welebe wichtige Rolle 4er KKT. im Wiederaufbau der jüdischen Heimstätte spielt, und daß er sich des vollen Vertrauens des Jischuw erfreut. Die Geschichte wiederholt sich: Das Projekt neuer Viertel für Jaffaer Flüchtlinge ist das Gegenstück zur Gründung des Nordiah-Viertels von Tel- Aviv nach den Unruhen von 1921. Die Beistellung von Boden für Wohnstätten für die Flüchtlinge aus Jaffa wird nur eine von vielen Leistungen des Fonds im Rahmen jener Aufbaupläne sein, welche als Folge der Unruhen durchgeführt werden sollen. So haben wir aus den Erfahrungen der letzten unglücklichen Wochen eine weitere Moral zu ziehen: Die Leistungsfähigkeit des KKL erhöhen, heißt Pfeiler für den Aufbau der nationalen Heimstätte schaffen. Bodenkauf durch Juden in Palästina ist die Zielscheibe für ernsteste Angriffe: Daher müssen die größten Anstrengungen gemacht werden, um in Palästina so schnell wie nur möglich immer mehr Boden in nationalen Besitz zu erwerben. Der Keren Kajemeth ist unser Instrument für die Erlösung des Bodens und steht bereit, um dieser Aufgabe im weitesten Sinne zu dienen. Die palästinensischen Juden werden aufgefofdert, zum konstruktiven Hilfsfonds in weitestem Umfange beizusteuern, so schwere Rückschläge die Geschäftslage im Lande durch die Unruhen auch erlitten hat. Aber nachdem vandalistische Akte soviel Leben und Hab und Gut vernichtet haben, wird der Jischuw von ganzem Herzen für Wiederaufbau in erweitertem Rahmen beitragen. Stcrn’sdie Lehr-und | Erziehungsanstalt I I., Werdertorgasse 12, Tel. U 28-1-97 I Volksschule f. Knaben u. Mädchen (9 Uhr H Schulbeginn) / Oeffentlichkeitsrecht / ■ Hauptu. Fortbildungsschule, Tagesheim, H Internat, Sport, Fremdsprachen, Musik ■ Neue Technik der Bandenabwehr Von M, T# Ben-gavrlel Die Landstraßen von Jerusalem nach Tel- Aviv, Jaffa und Haifa gehören in normalen Zeiten zu den meistibefabrenen Straßen. der Welt. Heute ist der Verkehr auf diesen Strecken, sieht man von den Militärfahrzeugen ab, wohl nicht viel größer als auf einer Straße in Tilbet oder duTcih die brasilianischen Urwälder. Die wenigen Autos, die den Verkehr zwischen den Städten aufrechterhalten, fahren als Konvoi, in Gruppen unter militärischer Bedeckung. Diese Bedeckung besteht aus mehreren Mannschaftswagen, einem oder zwei „Lewis-Gun“, ein bis zwei Maschinengewehren, einem leichten, auf einem Auto aufmontierten Geschütz, Radiowagen, eventuell auch einem Tank und einem Arabulanzauto. Überdies wird die Strecke dauernd durch Flieger kontrolliert, die in steter Verbindung mit dem Konvoi stehen. Trotz diesen Vorsichtsmaßregeln wunden die Autos, wie man weiß, seit drei Monaten fast täglich überfallen, und zwar beinahe immer an den gleichen Punkten des Gebirges.' Die Banden, die jeden Pfad und jede der vielen Höhlen des Gebirges genau kennen, liegen derartig gut versteckt, wenn sie, zumeist in sehr breiter Frönt zu beiden Seiten der Straße, den Konvoi beschießen, daß die gelegentlichen Verluste, die sie erleiden, reine Zufalls Verluste sind. Weder die Maschinengewehre noch die Kanonen können viel mehr tun, als die Komitatschis zu hindern, ihre Verstecke zu verlassen und im Nahfcampf die Kolonne anzugreifen. Gefährlicher für die Banden sind natürlich die Flieger, die die Schlupfwinkel leichter entdecken und den Angreifern durch Masohinengewehirfeuer und durch Bomben Schaden zufügen. Da aber auch die Flieger durch das unübersichtliche Terrain in ihren Aktionen stark gehemmt sind, zeigt es sich schließlich, daß durch kein noch so starkes Aufgebot die Initiative den Banden aus der Hand genommen werden kann, solange das Militär sich darauf beschränkt, auf der Straße zu bleiben und in die Berge selbst nur im Fall der Verfolgung fliehender Banden geht. Dieses letztere geschah immer erst dann, wenn die Autokarawane bereits Verluste erlitten hatte und der Zweck des Bandenkrieges, die dauernde Beunruhigung der Verbindungswege erreicht war. * Die Eisenbahinverwaltung, deren von den Palästinensern übrigens stets wenig in Anspruch genommenen Linien gleichfalls ein sehr beliebtes Angriffsotojekt der Banden sind, hat sich entschlossen, einen Teil ihres Wagenparks zu panzern. Die Autogesellschaften natürlich können diesem Beispiele nicht folgen. Da aber endlich nach drei Monaten die Regierung einsieht, daß es doch nicht angeht, daß die so notwendigen Fahrten von einer Stadt in die andere zu Angelegenheiten von Solibstmordkandidaten gemacht werde, gab das Militär in den letzten Tagen schließlich doch die reine Defensivtaktik auf und sucht dio Konzentrierung der Banden an den gefährlichen Punkten von vornherein zu verhindern. Tag für Tag, einige Stunden, ehe die Karawane passiert, gehen nun starke Militärabteilungen mit Maschinengewehren und Gobirgsgeschützen in die Berge und besetzen die strategisch wichtigen Punkte, von denen aus die Feuerülberfälle erfolgten. Diese Aktionen werden natürlich durch Flieger unterstützt. Um fünf Uhr abends, wenn die Nachricht kommt, daß der letzte Konvoi vorbei ist, verläßt das Militär die Posten, um sie am nächsten Tag wieder zu beziehen. Diese ziemlich einfache Maßregel, die zu finden, man drei Monate nicht imstande war, hat sofort ihre Wirkung geäußert. Seit (beinahe einer Woche wunde auf den Hauptstraßen kein Auto überfallen, denn die Banden vermeiden ängstlich jede Art von offenem Angriff. * Weit schwieriger aber ist das andere Sioherungsproblem, an dem England direkt interessiert ist, nämlich das des Schutzes der Petroleum leitung von Mosul nach Haifa. Diese zum größten Teil durch die Wüste verlaufende Rohrleitung ist, trotz strenger Kontrolle, seit Wochen ein beliebtes Ziiel kleiner Sabotagegruppen, die die Rohre so lange beschießen, bis das Erdöl ausfließt, daß dann angezündet wird. Dieser etwas kostspielige und gefährliche Sport wird besonders in Transjordanien betrieben. Den Banden, deren Ziel die Schädigung der Pipe-line ist, macht es durchaus nichts aus, daß ein einige hundert Meter breiter Streifen rechts und links der Leitung unter Ausnahmszustand gesetzt wurde, daß heißt, daß jeder, der diesen Streifen bei Nacht betritt, erschossen werden kann, ihre Tätigkeit konnte bis heute auch nicht durch die andern Maßnahmen der Regierung, wie durch die Zusammenziehung großer Teile der Transjordan. Frontier Force und großer Kontingente britischen Militärs unterbunden werden. Nacht für Nacht wird die Leitung irgendwo beschossen und immer wieder aufgerissen. Da Gewehrschüsse natürlich nur verhältnismäßig kleinen Schaden zufügen, ist es Ziel der Banden, durch Sprengungen den Schaden zu vergrößern. Eine derartige, die Petroleumvensorgung der englischen Flotte in Haifa gefährdende Aktion zu verhindern, muß natürlich erste Sorge der palästinensischen und transjordanischen. Regierung sein., Die Bedrohung, der in der Nähe der Leitung lagernden Bodminenstämme mit Kollektivstrafen hat wenig Wert, da die Stämme sich in die Wüste zürückziebem und erklären, daß sie, schon der Entfernung wegen, mit der Sache nichts zu. tun haben. (Wobei natürlich nicht gesagt wird, daß schnelle Kamelreitergruppen bei Nacht immer wieder vorstoßen können.) Da aber eine Bedrohung der Pipe-line einer Bedrohung vitaler Interessen des Empire gleichkommt, gibt es hier, anders als in den palästinensischen Angelegenheiten, keine politischen Rücksichten, die die Sioherungsmäßuahmen verzögern oder hindern. Hier greift England mit großer Umsicht und unter Entfaltung aller notwendigen Machtmittel sofort durch. So brachte man dieser Tage ein schweres Schiffsgeschütz, das bisher in Schohem, dem Zentrum des Aufstandes „arbeitete“, nach Beth-sh’an, dem Zentralpunkt der Leitungsülberwachung, um eeibet mit schweren Granaten diese Lebensader des Imperiums zu schützen. Kaum aber hatten die Banden, die über einen sehr gut arbeitenden Naohricihtenapparat verfügen, vom Abzug des sehr gefürchteten Geschützes Wind bekommen, als sie auch schon von vier Seiten, besondere vom Eval und vom Garisim herab, ein konzentrisches Feuer auf die Militärlager bei Schohem eröffneten. Die zionistischen Mittelschul Verbindungen Wir erhalten die folgende Zuschrift: Zwecks Gründung eines Alten-Herren-Verbandes werden die alten Herren der zionistischen Mittelschulverbindungen Awodah, Balfonria, Barissia, Gamal ah, Giskalah, Häsin o n ä a, H y r k a n i a, J e d i d e a, J o r d an i a, J u n g - J u d a, Massada, M a t h at hi a, N e h e m i a, Neure Jehuda und S y k a r i a ersucht, ihre Adressen an den Ring der Alte-Herr en-Veibände der zionistischen Verbindungen zu Händen Hans C har matz, Wien, I., Eßlinggasse 16, bekanntzugoben. Die Zertifikate Jerusalem, 11. August. (Palcor.) Die Regierung hat der Jewish Agency 140 Zertifikate zugestellt, von denen 100 für deutsche Jugend und 40 f ü r das TT u l> e r m a n - Orchester bestimmt sind. Die deutschen Jugendzertifikate waren bisher, wie die Zertifikate für Studenten in einem besonderen Schedule vorgesehen, für das die Jewish Agency eine Anzahl von 450 beantragt hatte; diesem Anträge ist jedoch seitens der Regierung nicht stattgegeben worden. Der Hafen von Tel-Aviv Tel-Aviv, 11. August. (JTA.) Die Pläne zum Ausbau des Hafens von Tel-Aviv werden weiter verfolgt. Wenn entsprechende Baggerversuche erfolgreich sein werden, soll eine Möglichkeit für das gleichzeitige Anlegen von sechs Leichtern an der Landungsbrücke geschaffen werden, während gegenwärtig nur drei zugleich anlegen können. Der Lloyd Triestino soll, wie es heißt, bei der Mandatsregierung um die Erlaubnis eingekommen sein, seine Passagierdampfer vor Tel-Aviv ankern zu lassen. Gegenwärtig werden im Durchschnitt am Tage 300 Tonnen Waren gelöscht oder geladen. Ein hervorragendes Mittel zur Körperpflege, insbesondere für Frauen und Kinder an heißen Tagen zu, Abreibungen (Massagen) vor oder nach dem Waschen (Baden), als Zusatz zum Wasch-(Bade-) Wasser, auch bei Fußbädern, ist der altbekannte DIANA- Franzbranntwein mit Menthol Wirkt kühlend, erfrischend, belebend, behebt Schweißplage und Schweißgeruch, verhütet den häßlichen Fettglanz des Gesichtes, leistet auch zur Mund- und Haarpflege die wertvollsten Dienste. Verlangm Sie ausdrücklich „Diana" und nehmen Sie nur „Diana". Minderwertige Nachahmungen sind energisch zuriickzuwelsen. — In jedem besseren Geschäft erhältlich. Einwanderungssperre amtlich dementiert Jerusalem, 11. August. (JTA.) Die Palästinaregierung ließ der Presse eine Mitteilung zugehen, in der die in arabischen Zeitungen erschienene Meldung, daß der Kolonienminißter Ormsby-Gore den High Commisöioner Sir Arthur Wauchope ermächtigt hat, die jüdische Einwanderung einzustellen, falls er es für gut findet, als ohne jede Grundlage (bezeichnet wird. Neues Wiener Konservatorium MusikverefnsgebSude / 27. Schuljahr / Tel. 46-4-37 Unterricht in Musiktheorie, Gesang, Klavier und allen Orchesterlnstrumenten durch erstklassige Lehrkräfte. Von den ersten Anfängen bis zur Staatsprüfung und letzten künstlerischen Ausbildung. Opern, Schauspiel und Operettenschnle Staatspraiunnsknrs, Kammermusik. Kinderabtei lang (für 6 bis J2jähr. Schüler) mit eigenem, auch rhythm. Gymnastik, Kinderkammermusik, Gehörbildung und eine lebende Sprache umfassenden Lehrplan. Auskünfte und Prospekte aussehlleBIleh i. Musikvereinsgebäude, I. Bösendorferstraße 12. Daselbst ab 1. September Anmeldungen und Aufnahmsprüfungen. Gartenfest am Samstag, den 1$. August Das Gartenfest der Sektion Zwischenbrücken, das am-Sam stag, den 15. August, um J49 Uhr abends, im Garten des 1. Kaffeehauses (Hauptallee) stattfinden wird, verspricht einen großen Erfolg. In der Akademie werden unter andern J. Segal Rosenbach, da« Heitere Jüdische Quartett, Frl. Lili R i e g l e r, Kapellmeister Beck und G r i m i n g e r nutwirken. Tanz im Freien. Jazzkapelle Oppermann. Außerdem wird eine Schönheitskonkurrenz mit Preisen stattfinden. Restliche Karten ä S 1.— an der Abendka&sa. Die Schwimmeisterin Frl. Lucie Goldner hat ihr Erscheinen zu diesem Gartenfest zugesagt. „Die Einheit“ hat vor Monaten die Verabreichung von Mittagessen eingeführt, das aus Suppe, Fleisch, Gemüse und Mehlspeise besteht und nur 50 Groschen kostet. Die Gäste werden von Kellnern bei weißgedeckten Tischen bedient. Dadurch bietet die „Einheit“ ganzen Familien, welche sonst nicht in der Lage wären, eich ein Mittagmahl zu gönnen, die Möglichkeit, täglich ein Essen mit Fleisch für billiges Geld zu erhalten. Die Besucherzahl, welche täglich zunimmt, beweist die Wichtigkeit und Dringlichkeit dieser neuen Einrichtung der „Einheit“, Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisoliallon und Mittelstaqd^cben, Wien, TT.. Mate-..; -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.