Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 571 (11.8.1936)
- Date
- 1936-08-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 011 rriMMi Nr. 571 — Wien, Dienstag, 11. August 1936 Ausdehnung unseres Bodenbesitzes durch Intensivierung und Bewässerung Von Dr. Ing. A. Werber, Tel-Avlv Es ht in letzter Zeit die Frage aufgetaucht. Bodenkauf oder Intensivierung des vorhandenen Bodens? Die Fragestellung ist an eich schon für einem Menschen, der eich mit jüdischer praktischer Kolonisationspolitik in Palästina befaßt, etwa@ merkwürdig. Und ich muß gestehen, es gibt auch führende Persönlichkeiten, denen es sonst nie an gesunder Urteilskraft gefehlt hat, die es auf eine solche Fragestellung ankommen lassen. Ja manche von denen, die auch in diesen Fragen oft mitzusprechen, ja mitzuentscheiden das Recht haben, geben auch zugleich die Antwort: Zuwarten mit Intensivierung des jetzigen Besitzes (da uns das nicht davonläuft), vor allem aber Bodenreserven, Boden um jeden Preis. Dieser Ruf ist etwa nicht nur bei den Vertretern unserer Bodenkaufsinstitutionen zu hören, die sozusagen (man verzeihe mir den Ausdruck) professionell dazu verpflichtet sind, den Bodenkauf allen anderen Aktionen nicht nur vorauszustellen, sondern als ausschließliche Aufgabe der nächsten Jahre zu betrachten, sondern auch bei Personen, die in KolonisatÄnsinstitutionen sitzen, deren Aufgabe es ist, neue Siedlungen zu schaffen und alte auszubauen. Es sind auch einige mehr oder minder Maßgebende vorhanden, welche diese Formulierung sogar als Losungswort in der jüdischen Welt lancieren. Wie jedes Extrem, kann eine solche Auffassung natürlich nicht gesund sein. Es gibt wohl keinen jüd:schen WirtschaftspoUtiker im Lande, der nicht die überragende Bedeutung der Erwerbung von möglichst viel Boden für jede kolonisatorische Tätigkeit im Lande einsehen würde. Ich glaube auch nicht, daß es jemanden geben würde, der nicht aus ganzer Seele dafür Bein würde, die augenblicklich zur Verfügung stehenden und in der nächsten Zukunft zu beschaffenden öffentlichen und privaten Mittel ausschließlich dem Bodenerwerb, und zwar hauptsächlich dem Erwerb ländlichen Bodens, zu verwenden. Nur müßten hiebei zwei Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Es müssen ausgedehnte Bodenflächen vorhanden sein, die möglichst rasch in jüdischen Besitz überführt werden könnten; 2. man müßte dann das Zaubermitte! finden, die Frage zu lösen, wie die Aliah vergrößert, ja wie die vorhandene jüdische Bevölkerung eingeordnet werden könnte, ohne dem Prinzip der Schaffung eines g esunden wirtschaftlichen Körpers im Lande ganz untreu zu werden. Man muß nicht Anhänger unbedingter Autarkie 6ein, um einzuseben, wie nötig es ist, daß wir möglichst viel selbst produzieren müssen, um uns im Lande erhalten zu können. Man braucht auch nicht einmal auf die letzten Ereignisse hinzuweisen, um zum Schluß zu kommen, daß wir desto freiere Menschen sein werden, je mehr wir imstande sein werden, uns selbst zu versorgen. Das ist aber keine Forderung der Zukunft, sondern schon ein dringliches Bedürfnis der Stunde! Zusammenfassung der Fonds Die Aufgabe muß also lauten: möglichst j und ausführen, wenn die ganze Geldbescbafviel Bolen erwerben und Intensivierung I sungspolitik (Aktionen öffentlicher Sammdes vorhandenen jüdischen Bodenbesitzes, lung, besondere Aktionen, Volksanleihen, Es muß eine planmäßige Kolonisationspoli- Privatanleihen, reine Weltmarktsanleihen tik einsetzen, welche diese zwei Teile der usw.) und die Geldverwendungs- Aufgabe so koordinieren, daß sowohl Bodenpolitik von einer einzigen Stelle aus — reeerven für die Zukunft, als Siedmeinetwegen auch von einem einzigen Gelungsmöglich'keitfür die Gegenbiro aus — verwirklicht wäre, wart geschaffen werde. E smuß zunächst Dann könnte es auch niemals dazu komein einheitliches Vorgehen vorhanden men, daß Bodenbeschaffung und Siedlung sein, nicht daß jedes Ressort seine eigenen gegeneinander gestellt werden, dann Wege geht. Ich weiß nicht, ob schon nicht könnte es auch keine Frage geben: Bodendie Zeit da ist, daran zu denken, wenigstens kauf oder Intensivierung. Dann könnte es die Gebarung der beiden nationaauch nic-ht zu einer zweiten einseitigen Auflen Fonds zusammenzulegen: ich weiß, fassung kommen: nützen nur wir den daß die strenge Fondsorthodoxie es als vorhandenen Boden bis zu seiner Ketzerei ansehen werden und mir mit vielen maximalen Ergiebigkeit und -lassen wir den Paragraphen der Grundstatuten die Unge- Bodenkauf für bessere Tage, wenn er billiheuerlichkeit dieser Idee nachweisen werger und leichter zu erwerben sein wird. Es den Aber ich habe eine langjährige Schuist wohl nationalökonomisch denkbar, daß lung im Staatsdienste und kann mich jetzt durch Nachlassen der Kauflust der Juden, nicht leicht in den Gedanken hineinfinden, nach dem Gesetze von Angebot und Nachdaß es einen Staatsschatz gibt, der aus frage, wirklich einmal eine Verbilligung des zwei Teilen besteht, die verschiedentlich Bodens eintreten könnte, verwaltet und gebandhabt werden. Ich sage Man vergißt hiebei jedoch, daß in einer jetzt — früher konnte ich es auch —, da politisch und auch wirtschaftlich 60 kompliwir j-etzt gew’esermaßen der Staat im zierten Atmosphäre wie in der unsrigen, Embryo ßind. Wo gibt es einen Staat, der nationalökonomische Gesetze über den Hauz w e i Finanzminister hat und zwei Staatsfen geworfen werden. Hier muß jede, auch säckel (einen für Agrarreform, vergleichsweis die geringste Möglichkeit, den Bodenbesitz und den anderen für alle anderen Aufzu vermehren, voll ausgenützt werden. (Über gaben). Ich weiß, es ist nicht leicht, zwei uns hängen stets verschiedene Bodengesetze Fonds, die für ganz verschiedene ale Damoklesschwert) Und es muß zu- Zwecke gegründet würden und die demgleich der vorhandene Boden zu dem gemäß eine Unzahl von sich gegenseitig aus- Maximum seiner Ertragsfähigkeit gebraucht schließenden Kautelen besitzen, unter ein werden. Und alles innerhalb der vorhande- Dach zu bringen. Aber welche geradezu nen und der maximal zu schaffenden finanwunderbare Wirkung hätte es, wenn ziellen Möglichkeiten. Für die Stärkung der unserem Finanzverwalter seihst nur die Siedlungstätigkeit auf vorhandenen Koordinierung beider Fonds überant- Boden kommt noeh das Moment hinzu, daß wortefc werden könnte, und zwar dies als private Kapitalien hier viel leichter heran- Bevollmächtigtem der Exekutive und flnangezogen werden können: insbesondere gilt zielle-m Vollstrecker der Kolonisation sdies für die Intensivierung des Bodens durch politik derselben. Welch großartiges ausgedehnte Bewäseerungß- Wirtschaftsprogramm ließe sich da planen anlagen. Platz für Hunderttausende I Ich glaube, daß sich sehr viele von den’ Zahlen, die M. Smilanski zu diesem Problem unlängst gebracht hat, sehr stark beeindruckt gefühlt haben. Er kam bekanntlich zum Schlüsse, daß von den 1,250.000 Dunam, die eich in jüdischem Be-j sitz befinden, etwa 1.000.000 Dunam sich für intensive Bewirtschaftung eignen; hingegen! sind bis heute bloß 150.000 Dunam unter] intensiver Kultur. Man könnte 20.000 neue Wirtschaften auf freigewordenen 500.000 Dunam Boden errichten. Das wäre, folgere ich. d*ie Ermöglichung einer Aliah von 100 000 Seelen, die in der Landwirtschaft tätig und von ihr leben würde, oder einer soz nl vernünftigen Aliah von 300.000 Seelen. Ich weiß nicht, was die Zahlen von Smilnnski. die er durch pri*tische Belsmele illustriert, unseren K'- ^'i’-ern sagen und "’as e'e für dieselben 1 edeuten. Für mich sind sie eine Bestätigung meiner eigenen Studien. Man kann nicht über die Tatsache hinweggehen, daß in Rehowoth 10.000 Seelen von der Landwirtschaft leben und auf derselben Fläche in Ein-Charod und Te-Jossef bloß £egen 1000. Es ist kein Zufallsbeispiel: gerade in unserem Eraek herrscht die extensive Kultur vor. Und man sollte annehmen, wie es ja auch fast allgemein geschieht, daß der Drang nach Intensivierung hier außerordentlich mächtiger ist. Ich weiß, ich werde einen Sturm der Entrüstung provozieren, wenn ich hier diesbezüglich einen leisen Zweifel laut werden lasse. Man hat e* bei un* — nicht ohne zwin gende Gründe — lernen ni'Vmen. j-rle w:rt '(•h''Tf'Vhe T’W .Wb** Vorhaben zur Ve:-d.’}rkunr urigerer Siv-ll'-’n^stärigkeit vom politischen Standpunkt aus zu betrachten. Nun tut man des Guten zu viel und verzwickt alles mit Politik, auch dort, wo es nicht unbedingt nötig und forderlich, ja sogar schädlich ist. Das Problem der Bewässerung Das erste Mittel zur Intensivierung unserer Landeskultur, ohne daß jede weitere Verbeeserungsmaßnahme zwecklos bleibt, ist die Bewässerung. Große, zusammenhängende Flächen können jedoch in der Regel nur durch großangelegte Zentralen lagen (Waeserfassungen, Kanalleitungen, Rohrleitungen, Stauweiherbauten usw.), das heißt durch geeignete Landbewässerungsanlagen, dauernd und ausreichend mit Wasser versorgt werden. Nun sind viele gegen eine solche vernunftgemäße Bewäeeerungswirtschaft, weil sie auch den anderen nützen können, also dieselben „intensivieren“ und „entwickeln“ würden (auf unsere Kosten). Und wir sind des Gebens schon müde. Solche Meinungen werden zu Postulaten, geradezu zu Losungsworten erhoben. Nun, ich kann noch immer so viel Politik verstehen, um einzusehen, daß der Moment für ein reibungsloses, großangelegtes Zusammenarbeiten mit den anderen auf wirtschaftlichem Gebiete bisnun noch nicht gegeben ist. Man vergißt jedoch hiebei, daßvieleeoiche Zentralanlagen im jüdischen Besitzsektor möglich gind, ohne irgend welche nennenswerten Störungen seitens fremden Besitzes, oder Schaffung von großem Nutzen (wohlgomerkt, auf unsere Kosten) für die anderen. Ebenso vergißt man, daß der Kauf von Boden von Arabern vielleicht mehr beiträgt, dieselben zu „entwickeln“. Es ist leider hier eine Naturnotwendigkeit geworden, daß wir duch unser Vorwärtskommen auch den anderen dazu verhelfen müssen. Es ist ja übrigens auch eines der wichtigsten Argumente für unsere Ansiedlung überhaupt. Aber gerade der Emek Izrael ist ein Musterbeispiel dafür, daß man viel machen kann, und zwar bloß für Juden. Weshalb geht man also nicht hier mit ganzem Herzen daran, die Aufgabe großzügig zu lösen, warum begnügt man sich mit Kleinarbeit? Warum ist man hier nicht für volle und unbedingte Intensivierung? Welcho politische Hemmnisse gibt es noch, dia gegen eine Verfünffachung der Siedlerzahl und eine Verdreifachung (mindestens!) der jüdischen Produktion sprechen! Dreißigtausend neue Wirtschaften Ich spreche über einen konkreten Vorschlag, den ich, technisch und ökonomisch fundiert, unseren maßgebenden Siedlungsfaktoren unterbreitet habe, für die Bewässerung von 70.000 Dunam im westlichen Emek, wodurch etwa 3000 neue Wirtschaftseinheiten errichtet werden könnten (in Form von Kwuzoth oder Individualsaedlung, das soll dahingestellt bleiben). Da.s würde 15.000 neuer Menschen in der Landwirtschaft bedeuten und weitere 30.000 Menschen als Ansiedler auf dem flachen Lande. Und eine Sicherung der Lebensmittelversorgungausreinjüdischer Wirtschaft eines wachsenden Haifa und Tel-Aviv. Dieser Plan wird jetzt auf Veranlassung der maßgebenden Faktoren geprüft. Eg ist nicht der einzige Plan, der so gelagert ist, daß eine Wasserversorgung, das heißt Intensivierung der Landwirtschaft, innerhalb des eng jüdischen Sektors möglich wäre. Ich kann zwar nicht annehmen, daß alle 500.000 Dunam, welche Smilenski vom jetzigen jüdischen Bodenbesitz als unmittelbar zu intensivieren für möglich betrachtet, mit eigenen Wasserversorgun^nuellen ausgestattet werden könnten, aber ein ganz erheblicher Teil hat diese Möglichkeit. Ich bin der Ansicht, daß die Fläche, welche sich in jüdischem Besitz befindet und intensiviert werden kann, weit mehr als eine halbe Million Dunam beträgt. Es sind bestimmt 800.000 Dunam, die durch Bewässerungsanlagen sozusagen in vier Millionen Dunam auszudehnen möglich wäre. Die Anzahl der Wirtschaftseinheiten kann um mindestens 30.000 vermehrt werden, was einer Bevölkerung von 450.000 Menschen die Möglichkeit bieten würde, teilweise in der Landwirtschaft selbst, teilweise als ergänzende Landbevölkerung, zur Ansiedlung zu gelangen. Allerdinge wird ein -großer Teil der hiebei zu schaffenden Anlagen auch den anderen zugute kommen müssen. Es entsteht nun die Frage, ob all diese Projekte, welche den anderen Sektor berühren, jetzt ganz beiseitegeschoben werden sollen und an Stelle dessen mehr Bodenreservem zu schaffen wären. Allen Boden intensivieren! Wenn die Möglichkeit bestünde, in der in Frage kommenden Zeit so vorzugehen, ohne die Ansiedlung auf dem Lande und somjt auch die Aliab zu hemmen, so müßte man ein solches Vorgehen unbedingt billigen. Wenn abeT dieser Vorgang auch nur eine zeitweise Verringerung der Siedlungs- oder Einwanderungsmöglichkeit zur Folge hätte, so wäre er für unsere ganze Zukunft als schädlich zu betrachten. Denn nichts ist uns dureh die letzten Ereignisse so deutlich geworden, als daß wir mit allen Kräften danach streben müssen, sofort Lebensraum für viele neue Einwanderer zu schaffen. Wir müssen allen zur Verfügung stehenden Boden intensivieren, selbst wenn der später zu erwerbende Boden dann im Preise steifen würde (was einer der Argumente der Int-wivierungsgegner ist). Denn wir müssen uns mit der Tatsache abflnden, daß wir eben den Boden stets teuer bezahlen müssen. Aber wir können auf unserem Besitz in kurzer Zeit neue Wunder schaffen: die Bevölkerung mehr als verdoppeln, und zwar durch größtenteils produktive Elemente. Ich habe mich jetzt bei der Behandlung der Frage, die in Finanzierung solch großer Unternehmen absichtlich nicht eingelassen, da sie ein Problem für sich bildet, das von Maßgebenderen, oder m i t Maßgebenderen zu behandeln wäre. Die Bewässerung von 800.000 Dunam Boden allein ist schon eine Sache von vielen Millionen Pfunden, die Errichtung von 30.000 Wirtschaften kostet noch viel mehr. Es ist ein Kapital von nicht weniger als 20 Millionen Pfund nötig. Es ißt eine phantastische Ziffer, wenn man an eine Kolonisierung nur durch Fonds denken würde. Nun sähen wir jedoch, daß in die jüdische Wirtschaft jedes Jahr viele Millionen investiert werden, daß es also reale Ziffern sein können, wenn vorhandene und anzuwerbende Kapitalien in richtige Wege geleitet werden. Es tut also nur not, diese Kanäle entsprechend auszubauen und zu leiten. Ein großangelegter, meinetwegen Fünfjahrplan, tut also not. Gottesdienst anläßlich des Esperanto- Kongresses Anläßlich der Eröffnung des Esperanto- Kongresses fand Sonntag, den 9. d., im Seitenstettentempel ein feierlicher Gottesdienst in Anwesenheit deß Präsidenten der Kultusgemeinde Staatsrates Dr. Friedmann, des Amtsdirektors Dr. Löwenherz und des Kultusvorstehers Ing. Buchbinder statt. Es erschien eine Delegation des Esperanto-Kongresses mit Dr. Samenhof aus Warschau, dem Sohn des Erfinders der Esperanto-Sprache. Die kantoralen Funktionen versah Oberkantor Fischer mit Chor. Dr. Leo Faust gestorben Am 7. August ist in Salzburg Dr. Leo Faust, Rechtsanwalt in Wien, plötzlich gestorben. Dr. Faust war Rechtskonsulent der Austro-polnischen Bank, an deren Spitze seinerzeit Finanzminister a. D. Doktor B i 1 i n s k i stand. Der Verstorbene war auch der Berater der polnischen Hocharistokratie und erfreute sich sowohl in den Kreisen seiner Klienten wie darüber hinaus in der Wiener Gesellschaft großer Wertschätzung. Der zionistischen Bewegung ist er sehr nahe gestanden. Er förderte nach Kräften alle zionistischen und palästinensischen Organisationen. Der Jüdische Klub der Jungen (J. K. J.) veranstaltet am Samstag, den 22. August, auf dem Motorschiff „Neptun“ eine lustige Nachtfahrt mit Akademie. Abfahrt 19 Uhr ab Morzinplatz. Fahrkarten S 2.50. Bei Regenwetter findet die Fahrt am 29. August statt. Gäste willkommen! Das Begräbnis Dr. JoseS Friedmanns Freitag fand unter starker Beteiligung das Leichenbegängnis des verstorbenen Dr. Josef Friedmann statt. Der Verblichene war einer der angesehenste« Ärzte der Leopoldatadt und war seit Jahren Obmann der Sektion II der „Bereitschaft“. Ala soloher hat er eine äußerst segensreiche Tätigkeit auf karitativen Gebiete entfaltet' und in unzähligen Fällen di© Not jüdischer Familien gelindert.