Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 569 (4.8.1936)
- Date
- 1936-08-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sir. 569 — Wien, Dienstag, 4. August 1936 DIB STIMME Soft« 5 und Kultur der Araber in Von Prof* Dr* Josef Klausner ' Mit Mördern, Mordbrennern und Bomiben- TOrfem kann man nicht verhandeln, solche Gesellen verstehen nur die Sprache der Ta.t. Alber unter den Arabern gibt os auch ehrliche Nationalisten — und mit ihnen kann und soll man diskutieren. Wenn ich mit einem arabischen Nationalisten spreche, versuche ich über ihn erst dann zu urteilen, wenn ich mich in seine Lage versetzt habe. Ich versuche vor allem klarzustellen, warum die arabischen Nationalisten vor dem Zionismus Angst haben. Können wir schließlich glauben, daß die Juden, wenn sie einmal die überwiegende Majorität im Lande bilden werden, den Arabern irgend welche nationalen Rechte rauben würden? Die Juden, die in der ganzen Welt für ihre Gleichberechtigung k&mpfen, sollten in ihrem Staate den Arabern, die 1300 Jahre in dem Lande leben, nationale Rechte verweigern? Was für eine Gefahr also droht ihrer Religion, ihrer Sprache, oder ihrer Kultur seitens einer jüdischen Majorität? Gibt es irgend einen ’Dummkopf, der glaubt, daß die Juden die Araber aus Palästina vertreiben werden, diese Araber, die dank des jüdischen Einflusses sich derart vermehren und verstärken, wie in keinem andern arabischen Lande? Oder aber glauben sie, daß die Juden einen Keil in den arabischen Staatskörper, der zur vollkommenen Einigung strebt, treiben werden? Ist es denn für die Araber nicht leichter, zu einem Ausgleich mit einem kleinen Judenstaate zu kommen, als zu einem Ausgleich mit einer europäischen Großmacht? Europa wird es sowieso nicht zulassen, daß das Schicksal des Landos, das dreien Religionen heilig ist und in der Nähe des Suezkanals liegt, auf das Sah'ickealsniveau einer syrischen Provinz sinkt. Wo liegt also die Angst der Araber vor dem Zionismus? Darauf kommt wieder eine einzige Antwort: „Wir wollen nicht, daß das arabische Antlitz von ,Felestin1, das nur ein Teil ,Südsyriens‘ ist, durch die ,Verjudung‘ des Landes verändert wird.“ Diese Antwort ist wenig befriedigend. Glauben denn die Araber, daß das Gesicht des Landes, in dem alle heiligen Schriften und der größte Teil des „Neuen Testamentes“ geschaffen wurde, und das einer Milliarde Kulturmenschen heilig ißt, dadurch verwischt werden kann, daß es ein Teil des arabischen Syriens wird? Darauf antworten dio arabischen Nationalisten: Wenn Eroberer christlicher Staaten Palästina beherrschen, ist eine Hoffnung vorhanden, daß das Land ein Teil Großarabiens bleibt, denn Eroberer kommen und gehen. Aber wenn Juden das Land besetzen, wird das Land sein arabisches Gesicht verlieren, von den andern arabischen Ländern abgerissen und zu einem separaten jüdischen Staat werden. Gibt es eine arabisdie Freiheitsbewegung? Aber auch diese Antwort genügt nicht. Das ist ein arabischer I m p e r i a 1 i sm u s, der jeder Gerechtigkeit entbehrt. Die .europäische und amerikanische Welt wird nie die Tatsache anerkennen, daß ein Volk, das den besonderen Wert dieses kleinen und armen Landes nioht geschaffen hat, einen „Anziehungspunkt“ der ganzen Welt zu einer unbedeutenden arabischen Provinz hecrunterdrückt. Außerdem wird sie fragen: Weil den Arabern die Struktiurwandhmg eines kleinen Teiles von Syrien oder die Separation eines geringfügigen Teils von „Großanaibden“ nicht angenehm ist, soll ein großes Volk, das den ganzen Wert dieses Ländohiens geschaffen hat und um derentwillen Jahrtausende in Sehnsucht lebte, die einzige Nation der Welt bleiben, die keine staatliche Heimat hat und als Asyl von schrecklichen Verfolgungen kein Fleckchen Erde besitzen, auf dem sie ausruhen kann? „Aber“ — so entgegnen heute Araber und Nichtaraber — „man kann gegen den arabischen Nationalismus nichts ausrichten. Er ist so in der Tiefe verwurzelt, daß er nicht einmal auf den kleinen Teil eines arabischen Landed verzichten kann. Gegen die Freiheitsbewegung eines Volkes mit so starkem nationalen Bewußtsein läßt sich nichts unternehmen.“ Es gibt unter uns heute viele Zionisten, die wirklich glauben, daß tatsächlich eine große arabische Freiheitsbewegung existiert, hinter der Hunderttausende von Arabern stehen, die alle bereit sind, ihr Blut und Vermögen auf dem Altar der Befreiung des Landes von Engländern und Juden zu opfern. Solch eine tiefe nationale Bewegung muß aber letzten Endes siegen und keine Gegenkraft kann diesen Sieg verhindern. Ich glauibe, daß diese Anschauung dom Zionismus gefährlicher ißt als alle Progrome und Morde der Araber, da sie viele wirklich treue und ehrliche Zionisten zur Verzweiflung bringt. Auch die britische Regierung und die Palästinenser selbst stützen sich darauf und schließen auf unsere Rechnung mit den Arabern Kompromisse. Aber ist diese Meinung wirklich richtig? Seit 17 Jahren lebe ich ständig im Lande, beobachte die Araber, ihr gesellschaftlich es Verhalten, ihre Literatur und ihr Kulturleben. Als kompromißloser Nationalist kann ich andere Nationalitäten schätzen, wenn säe auch Gegner des Judentums sind. Und deshalb sage ich, in voller Betonung meiner Verantwortung für diese Worte, daß noch auf viele Jahre hinaus der arabische Nationalismus weder tief noch begründet ist, weil er einfach keine Tiefe und keinen Grund hat. Wirklicher Nationalismus beruht auf Kulturelementen. Wenn die zahlenmäßig kleinen Völker Europas über viel größere Massen in Asien und Afrika regieren, so kommt das, weil Kulturvölker immer über kulturlose Völker, Völker einer niedrigen Kultur, oder solche, deren Kultur bereits gestorben ist, regieren. So war es im Altertum und ist es auch heute. Nur Japan, das sich gewisse, europäische Kulturformen angeeignet hat, ist Europa nicht unterlegen. Sein Nationalismus ist im staatlichen Sinne echt, wirtschaftlich selbständig und kulturell origiual. Andere Nationen, die kulturell noch nioht gänzlich entwickelt sind oder deren Kultur zugrunde gegangen ist, sind längst unter die Vorherrschaft der Europäer gelangt oder müssen, wenigstens auf gewisse Zeit, dorthin gelangen. Das ist ein trauriges Gesetz, aber ein historisch es, aller in obigem Sinne „kulturlosen“ Völker. Ich spreche hier nicht von den Arabern in Ägypten, Syrien und Irak und auch von den Arabern in Palästina will ich nicht behaupten, sie wären kulturlos, aber minderer Kultur, bezw. Träger einer teilweise abgelebten Kultur i.n en twi cklungsg es eh i eh tlichem Sinne sind eie ohne jeden Zweifel. Arabisdie und judisdie Kultur Palästina hat im Laufe von 1300 Jahren, seit die Araber im Lande leben, keinem wirklichen arabischen Dichter oder Philosophen erzeugt. Außer zwei bis drei mittelmäßigen Schriftstellern hat es keinen kulturellen Repräsentanten hervorgebracht. Wir sprechen dabei nicht von ein oder zwei Generationen, sondern von 1300 Jahren. Dabei sprechen wir von einem Lande, in dem die Juden u. a. Männer wie die Propheten, Christus und die Apostel hervorgebracht haben. Auch als die Juden — nicht durch ihre Schuld — zu einer kleinen Minderheit im Lande wurden, im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, sind noch in der herrlichen Zefatperiode aus ihrer Mitte Männer wie Rabbi Josef Karo, Philosophen wie Arie und sein Schüler Ghaim Wital und ein großer Dichter wie Israel Negara hervorgegangen. Und was haben die Araber an literarischen und wissenschaftlichen Leistungen in unßerer Zeit vollbracht? Außer mittelmäßigen Zeitungen, deren ganze Arbeit sich in Hetzartikeln erschöpft, haben sie nichts geschaffen. Keinen wirklichen Roman, kein episches, philosophisches oder wissenschaftliches Werk von irgend welchem Werte. Alles wird vom Auslando importiert, a/us Ägypten, Syrien oder Irak. Im Lando gibt es zwar eine ziemlich große Zahl arabischer Ärzte, aber nur wenig arabische Techniker und Chemiker. Alle technischen Faoharbeiten müssen die Araber, oib sie wollen oder nicht, einem Juden überlassen. Die Mehrheit der Araber sind Fellachen. Die Araber haben im Lande hunderte von großen und kleinen Dörfern — wieviel arabische Agronomen gibt es1 da? Und wie viel jüdische gibt es auf dem leider kleinen Stückchen Boden, das von Juden bebaut wird? Man sollte einmal darüber nachdenken. Die Juden im Lande besitzen die verschiedenartigsten Institutionen für hygienische, soziale und oharitative Arbeit, besonders aber viole Kulturverbände für Wissenschaft, Literatur und Kunst. Ich habe nachgeforscht, ob die Araber einen einzigen Verband im Lando haben, der für die Volksgcsundlicit sorgt, für verwahrloste Kinder oder schwangere Frauen und Wöchnerinnen und ich habo keinen gefunden. Sie haben diesem Gebiete stellt. Sie selber haben dafür nicht gesorgt, nicht in der Türkenzeit und nicht jetzt. Uber die arabische Kunst arbeitet ein jüdischer Professor, in der arabischen Forschung des Altertums sind Christen und Juden in Europa tätig, die arabische Poesie wird in der hebräischen Universität crfonscht. Auch Schulen haben sie nioht gegründet wie die Juden es taten. Die „räuberische“ Regierung hat sie ihnen vom Golde der jüdischen „Ausbeuter“ errichtet. Und wie viel Araber gibt es heute, die lesen und schreiben können? Wer sorgt für ihre Witwen und Waisen, ihre Kranken und ihre Säuglinge, die mit allerlei Krankheiten belastet sind? Wenn man sich ein wenig von den Städten entfernt, die unter dem Einflüsse von Juden und europäischen Christen stehen und von den Dörfern, die in der Nähe jüdischer Kolonien liegen, eo sieht man sofort, daß die Araber in demselben kulturlosen Zustande leben wie vor 1300 Jahren. Kein Nationalismus ohne Kultur Wo aber keine wirkliche Kultur ist, gibt es keinen wirklichen Nationalismus. Es gibt nur einen Pseudo-Nationalismus, der keinen Boden hat im Leben des Volkes und keine Wurzel in seiner Seele. Wenn aber einer sagt: „Man sieht ja, daß daß Volk sich uin seine Führer seihart. Der Streik dauert ja schon viele Wochen. Man wagt den Lebenskampf gegen eine Regierung, die eine Großmacht repräsentiert — ißt denn dies alles kein Beweis, daß die Araber in Palästina politisch reif geworden sind und damit auch ihr Nationalismus?“ Wenn einer das fragt, so antworte ieh: Nein und nochmals nein! Streik, Mord und Brand sind keine Beweise für nationale Reife. Ein primitives VoLk neigt immer zu Terror und Zerstörung. So wie Kinder alles zerbrechen, was ihnen in die Hand kommt und ihre Freude daran haben, so hat es auch das primitive Volk. Wer nioht, die Freude gesehen hat, mit der die arabische Jugend Steine und Bomben wirft, um gleich darauf davonzurennen, hat nie im Leben gemerkt, daß Kinderfreude und die Freude des Primitiven im Ausdruck identisch sind. Ein so unentwickeltes Volk muß von starken Hand gezügelt werden, bis man es zu einem ruhigen Kulturleben erzieht. Den Arabern ißt ein großes Unglück passiert. Die Türken, die dort hunderte Jahre regierten, konnten es. zähmen, aber nicht erziehen. Nach dom Kriege aber sind sie mit dem englischen Volke zusammengetroffen, dessen ganze Staatsführung für eo ein primitives Volk überhaupt nicht paßt. Es ist zwar richtig, daß die Engländer über viele primitive Völker regieren. Aber in anderen Ländern haben es die Engländer nur mit den Eingeborenen zu tun und beherrschen sie mit fester Hand. Hier in Palästina ist auch ein dritter Partner vorhanden — die Juden. Die Engländer wissen nicht recht, was sie in ihnen sehen sollen: Eingeborene oder Europäer? Und die Araber wissen, daß die Juden keine Militärmacht besitzen und daß sie auf die Engländer angewiesen sind. Aber sie wissen auch, daß sich die Engländer wogen der Juden nicht dem arabischen Haß aussetzen möchten. Auch bemerken sie, daß die Engländer, die überall stark sind, in Palästina auf Kosten der Juden schwach werden. Die Engländer lassen es zu, daß die arabischen Zeitungen Haß und Lügen durch viele Monate hindurch verbreiten, sie erlauben Streiks in einer Atmosphäre von Mord und Brand, gestatten, daß Städtevorsteher antistaatliohe Politik betreiben und daß das Gegenteil von dem geschieht, was der Oberkommissär befiehlt. Und alles bleibt straflos. Soll bei soL ohen Zuständen ein primitives Volk nicht denken, daß die Regierung schwach ißt, die Juden vogelfrei sind lind es selbst stark und mächtig ist? Mordbrennerei ist nicht Nationalismus Kein Nationalismus, der wert ist diesen Namen zu tragen, hat solche Taten gezeitigt wie die, deren wir zum vdertenmal seit der Balfour-Deklaration Zeugen sind. Morde aus dem Hinterhalt, Bombenwerfen, Getreideverbrennen, Vernichtung von Pflanzungen und Bäumen sind keine nationalen Taten., Einmal fragte mich ein amerikanischer Geschichtsprofeßsor, nachdem ich ihm erzählt hatte, was für einen großen Nutzen die Araber Von der jüdischen Einwanderung haben: „Warum treiben dann alle arabischen Politiker eine antijüdisoh© Politik?“ Ich antwortete: Wenn Sie, Herr Professor, nicht gegen irgend ein Volk Politik betreibe n würden, was würden Sie tun? Sie würden ein neues historisches Werk schreiben. Und wenn der amerikanische Politiker keine solche Politik betreiben würde, was würde er tun? Er würde in sozialen Verbänden mitarbeiten usw. Aber die arabischen „Führer“, die keine Bildung haben und sich um keine Kultn ranigel eg enh eiten kümmern, womit sollen sie sich beschäftigen, wenn nicht mit antijüdischer Politik, die ihnen Ehre und Popularität bringt? Sogar der Hochkommissar und der englische Kolouialminister werben dann um sie, um mit ihnen zu verhandeln. Das ist der Kommentar zur „Führerschaft“ und „Freiheitsbewegung“ und dem ganzen Höllenspektakel, vor dem unsere Hochkommissare solche Angst haben, oder so tun, als ob sie sie hätten. Würde man eine wirkliche Volksbefragung ohne Terror in Palästina durchführen können und die Araber fragen, wio sie sieh zur jüdischen Einwanderung stellen, so wäre ohne Zweifel die erdrückende Majorität für die Juden. Es wird der Tag kommen, da das primitive arabische Volk, das in Palästina wohnt, eich entwickelt und eine wertvolle Kultur geschaffen haben wird,, auf deren Grund ein wahrer Nationalismus entstehen wird, mit dem man sich aüseinandersetzen kann. Aber diese Entwicklung wird mindestens noch ein halbes Menschenalter erfordern. Inzwischen wird das Land eine jüdische Majorität haben. Die Araber werden sich dann überzeugen, daß: 1. dadurch ihre Rechte weder geschmälert weiden, noch ihre Religion, Sprache oder Kultur Nachteil erleiden; 2. daß die Welt nicht darein einwilligt, Palästina als „syrische Provinz“ zu sehen und Jerusalem, dio „Leuchte der Welt“ — als eine Vorstadt von Damaskus; 3. daß wogen des „Strukturwandels des arabischen Gesichtes des Landes“, dos Davids und Salomos noch zu Zeiten der Hasmonäer hatte, ein großes alte-s Volk nioht in der Welt zerstreut und ohne Heimat und Staat bleiben kann. Es muß seinen Platz haben, auf dem es ausruhen und dadurch zur Lösung der Frage beitragen kann, di© die ganze Welt beschäftigt: der 'Judenfrage. („Haolam“) nur das, was dio Regierung ihnen auf1 weder oin arabisches Antlitz zu Zeiten Die Hälfte der jüdischen Bauern auf K. K. L.-Boden Aus Jerusalem meldet Paleor: Auf dem Boden des jüdischen Nationalfonds in Palästina gibt es heute über 100 ländliche Siedlungen, die 6203 Einzelwirtschaften der: folgenden Kategorien zählen: 5183 Wirtschaften auf einer Bodenfläche von je 9 bis 150 Dunam, 650 Hilfswirtschaften (die der betreffenden Familie nicht in vollem Umfange den Lebensunterhalt gewähren und deren Besitzer sich infolgedessen auch mit anderen Arbeiten befassen) auf einer Fläche von je 2 bis 7 Dunam pro Familie und 350 Wirtschaften bei Kolonien mit einer Bodenfläche von je 1 bis 2 Dunam. Ferner sind auf dem Boden des K. K. L. vorhanden: 44 Arbeiterlager auf einer Fläche von 911 Dunam, 6 Arbeiterinnenwirtschaften (in Judäa, Scharon und Emek) auf einer Fläch© von 679 Dunam, 7 Lehrfarmen auf einer Fläche von 280 Dunam und 3 landwirtschaftliche Versuchsstationen in Rechobot, Neß-Ziona und Gewath auf einer Fläche von 2500 Dunam. Die Bevölkerung auf diesen landwirtschaftlichen Bodenflächen des K. K. L. beträgt 22.300 Seelen, auf dem städtischen Boden des K. K. L. über 10.000 Seelen. Ende des Jahres 1934 zählte die Bevölkerung aller jüdischen Kolonien Palästinas 64.000 Seelen, darunter teilweise auch solch© Personen, die sich nicht mit der Landwirtschaft befassen. Es ergibt 6ich, daß auf dem Boden des K.K.L. mehr als ein Drittel der gesamten jüdischen ländlichen Bevölkerung Palästinas lebt. Tatsächlich ist jedoch der Prozentsatz der jüdischen ländlichen Bevölkerung auf dem Boden des K. K. L. viel höher, weil sich in den anderen jüdischen Kolonien nur 60 Prozent der Gesamtbevölkerung mit der Landwirtschaft befassen, während in den Siedlungen auf Boden des Nationalfonds insgesamt 90 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. Dies bedeutet, daß über die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Palästinas, die sich tatsächlich mit der Landwirtschaft befaßt, auf Boden .des K. K. L, iefefc,