Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 568 (31.7.1936)
- Date
- 1936-07-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3053752-3054243-3054324--6053-3061859- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4 Oll ST1MMI Nr. 668 — Wien, Freitag, 81. Juli 1986 Herzl-Ausstellung in Jerusalem Von Dr. E. M. Zweig (Jerusalem) Unter einer schweren Wolke von Mord und Brand setzt der Jiß oh uw, gestützt von der zionistischen Weltorganisation, unentwegt sein Aufbauwerk fort. Noch nie zuvor war der Geist Herzls, des Gründers und rastlosen Wegebahners unserer Freiheit« Bewegung, so lebendig in seinem Volke wie eben jetzt. Es war deshalb eine glückliche Idee und eine verdienstvolle Tat, die Wiederkehr von Herzls Todestag am 20. Tarnus zu oiner Gedächtnisausstellung in der Hauptstadt Erez Israels zu benutzen welche das Wesen dieses einzigen Mannes zur Anschauung bringt. Die Initiative für diesen Plan und seine Ausführung ist Dr. Herlitz, dem langjährigen Leiter des Zionistischen Archivs, und seinem Mitarbeiter, dem bekannten Herzl-Biographen Alex Bein zu danken. Das Archiv, welches früher in der Berliner Meineke-Straße untergebracht war, ist vor drei Jahren, also noch rechtzeitig, nach Jerusalem und in das Haus der Nationalen Institutionen überführt worden. Hauptsächlich aus diesen reichen Arohivbeständen sowie aus Leihgaben der Hebräischen Universität, welche über den Nachlaß David Wolffsobns verfügt, und einiger zionistischer Veteranen, wie Justizrat Dr. B o d e n h e i m e r, kam das Material zur Herzl-Ausstellung. Voll Genug tuung erkennt der Zionist, welche Schätze hier — obsohon iim engen, bescheidenen Rahmen — pietätvoll zusammengetragen sind. Als Ausstellungsraum hat im Nationalfondsflügel des Amtshauses Herr U s 8 i s c hkin sein Arbeitszimmer zur Verfügung gestellt. Ein weiter Ausblick bietet sich von hier aus auf die ewige Stadt dar. Auch sonst ist es ein kongenialer Rahmen, wenn bedacht wird, daß ein Stockwerk höher das vom KKL. treulich gemietete Herzl-Zimmer gelegen ist. Das Material der Ausstellung besteht vorwiegend aus Briefen, welche von Herzls eigener Hand stammen — je mit einer beigehefteten hebräischen Legende —, dann aus Büchern, Broschüren und Bildern, alles in einigen Vitrinen, in einem Schrank sowie den Wänden entlang geschmackvoll angeordnet. Hier ziehen sich apch Spruchbänder hin, welche — natürlich wieder in hebräischer Übertragung — charakteristische und aktuelle Aussprüche Herzls wiedergeben. So aus dem „Judenstaat“: „Im Zeichen der Arbeit ziehen die Juden in ihr Land.“ Oder wie lebendig spricht einen das Zitat aus jenem Briefe an Wolffsohn an: „In solchen Schwierigkeiten, wie sie sich jetzt zeigen, müssen wir standhaft bleiben wie im Sturm am Meere. Wir sind ein seefahrendes Volk!“ Der Schrank birgt die Werke Herzls voran die verschiedensprachigen Ausgaben seines „Judenstaat“, zuletzt auch in Esperanto, und eine Auswahl der Literatur über Herd, darunter als jüngste Broschüre jene von Dr. Paul Diamant, „Dr. Herzls väterliche und mütterliche Vorfahren“. Auch sonst stößt man immer wieder auf Wiener Reminiszenzen. So lernen wir in der Abteilung „Der Schriftsteller Herzl 1874 bis 1895“ ihn als Korrespondenten der „Neuen Freien Presse“ kennen, der — laut der photographisch wiedeigegebenen Artikelproben — an sein Blatt von da und dort und hauptsächlich aus Paris über Politik, Theater und dien denkwürdigen Prozeß Dreyfuß Bericht erstattet. Die Abteilung „Judenstaat 1896“ bringt unter anderem die historische Adresse des V e tbandes Zion und der acht zionistischen Studentenverbindungen und -Vereine in Wien mit dem Gelöbnis treuer Gefolgschaft für den neu erstandenen Führer. Eine vertraute Lichfcbildaufnabme versetzt uns in das Hinterzimimer des Wiener Caf6s Louvre, wo die Gründung der „Welt“ beschlossen wurde; von den dort um Herzl versammelten Mitstreitern ist nur noch ein Häuflein — Gruß ihnen! — am Leben, wie die Dootores Schnirer, I. Margulies, R. Wagner und S. L o e b 1. „Der Zionistische Führer 1897 bis 1899“ zeigt eich uns vor allem als Schöpfer des Jewish Colonial Trust, dieses Finanzinstruments der Bewegung. Auch das ging nicht glatt ab; siehe den mit hastendem Bleistift entworfenen Appell an Ing. Ussischkin in Ekaterinoslajw, er möge doch seine Bedenken gegen die Fassung des Bankstatuts zurückstellen! Der fügte sich und die Prospekte flatterten in den damaligen Hauptspracheu — Deutsch, Russisch und Jüdisch — hinaus. Unter „Gründung der Zionistischen Organisation 1897“ erliegt .hier das bescheidene Protokollbuch des Engeren Aktionskomitees in Wien mit Skizzierung heißer Debatten — über Subventionen von 10 Gulden aufwärts. Viel Mühe hatte Herzl augenscheinlich auch auf die Vorbereitung de« I. Kongresses gewandt, bis Arbeitsprogramm, Mitglieds- und Journalistenkarten in schönstem Druck er scheinen konnten. Die Jahre „1899 bis 1904“ seiner Führerschaft enthüllen sich uns als solche voll Sturm und Drang. Ein hoffnungsvoller Brief aus Konstantinopel 1901, nach Empfang beim Sultan, an Prof. Mandelstamm: „Wir stehen vielleicht Erew Charter.“ Daneben liegen auch gleich Charter-Entwürfe für die türkische und ägyptische Regierung aus den Jahren 1899 und 1903. Von vielen Karrikaturen auf Herzl wird uns als Beispiel die eine aus dem Anti-Ugandablatt „Schlemiehl“ gezeigt, welche dem ,großen Führer“ in der Länge seiner Beine verspottet. Um so erschütternder wirkt dann der in seinem Nachlaß Vorgefundene ,3rief an das jüdische Volk“ vorn November 1903, worin Herzl für den Fall der Spaltung der Zionistischen Organisation in Judenstaatler und Ohowewe Zion die Demission ambietet. Der Riß wurde zwar bei der AC.-Sitzung vom April 1904 noch vermieden, doch um Herzls Lebenskraft war es getan. Kaum zwei Monate vor seinem Hintritt schrieb er an Wolffsohn aus Franzeoshad mit wankenden Schriftzügen die Mahnung: „Lieber Daade, macht keine Dummheiten, wenn ich tot bin!“ Aus der Gruppe „Herzl und Erez Israel“ seien auf gut Glück drei Dokumente erwähnt. Ein Zirkularbrief des AC. vom Jahre 1899 (!) über die geplante Aussendung einer neunköpfigen Forsehungsexpedition naoh Erez. (Schließlich fuhr nur der Wiener Student Kohn, der jene Photoaufnahmen machte, welche dann die „Jüdische Zeitung“ im Kunstverlag Max Jaffe drucken ließ. Eines dieser Bilder „Die Herzl Zypresse in Moza“ prangt an der nächsten Wand.) Im selben Jahre kaufte Herzl, schon mit dem Plan des 1902 erschienenen „A 11 neuland“ befaßt, in der Wiener Volks buchhandlung „Brand“ laut vorliegendem Lieferschein einschlägige Werke, wie von Kautsky und Bernstein. Und welch frohe Genugtuung klingt noch zuguterletzt, 1904 aus dem Schreiben an Prof. Wanburg über die ersten Bodenkäufe des KKL. in Ben Schemen und Hulda! An der Wand hängen zwei, diese Gruppe illustrierende Tableaus. Das eine mdt Auf nahmen aus Herzls denkwürdiger Palästinafahrt anno 1898. Hier gleich das Bild seiner Begegnung mdt dem deutschen Kaiser in Mdkweh Jisraell Der aufgeregte Wolffsohn hatte falsch geknapst, so daß auf der Platte der Kopf des kaiserlichen Pferdes und der ganze Herzl fehlte; durch Ptootomontage wurde nachträglich dem Kaiser das Pferd seines Adjutanten unterschoben und Herzl mit dem Tropenhelm in der Hand hinzu gefügt. Einiges zu denken gibt die Auf nähme Herzls, wie er friedlich mdt Doktor Schnirer und Ing. Seidener vor seinem Jerusalemer Wohnhaus in der Mamilla Straße steht; das war zu türkischen Zeiten —• heute kommt dort ein Jude schwer vor bei, ohne einen Messerstich zu riskieren, Das zweite Tableau enthält eine reiche Aus wähl bisher unbekannt gebliebener Auf nahmen von der 1903 in Herzls Auftrag nach El Arish, dem „ägyptischen Palä stina“, geführten Forsehungsexpedition. Ne ben dem als Scheich gekleideten Oberst Goldsmid ist Architekt Oskar Marino r e k aus Wien zu sehen. In einer besonderen Abteilung wird „Herzls Persönlichkeit“ gewürdigt. Sie spiegelt sich in seinem tiefbewegten Dankbrief an das AC. für dessen Beileid zum Tod des Vaters wieder, in dem Schreiben Jüdisches Flugwesen für Palästina Von Simon Advokat [Wien} Die Einrichtung eines national-jüdischen Flugwesens in Palästina ist für den Aufbau des Landes ebenso wichtig, wie alle übrigen bereits bestehenden national-jüdischen Schöpfungen. Die Einstellung der Araber zu unserem Kolonisationswerk verpflichtet uns, ausnahmslos auf allen Gebieten nationale Institutionen zu schaffen, deren wir uns in ruhigen und unruhigen Zeiten nach eigenem Ermessen bedienen können. Neben der englischen Administrative, die zweifellos konstruktiv arbeitet schaffen auch wir Juden unaufhörlich. Wir wirken auch auf enen Gebieten, die in anderen Ländern eigentlich nur den Verwaltungsbehörden Vorbehalten sind. Im Straßenbau betätigen wir uns ebenso wie im öffentlichen Schul- oder Sanitätswesen, weil die Regierung nicht alle unsere Bedürfnisse erfüllen will oder erfüllen kann. Ein Beispiel: Die englische Verwaltung baut eine Hauptstraße. Für uns ist eine Seitenstraße als Verbindung zu einer jüdischen Kolonie notwendig. Wenn unser Verlangen nach dem Bau dieser Verbindungsstraße von dem zuständigen Departement abgelehnt wird, so bauen wir sie selbst. Aus der Not heraus entstanden und entstehen immer neue jüdische öffentliche Schulen, Ambulatorien und Spitäler. Wir errichteten jüdische Theater und Museen, jüdische Verkehrs- und Transportunternehmungen und eine jüdische Messe. Seit zwei Jahren verkehren auch schon jüdische Schiffe und in den letzten Wochen haben wir in der rein jüdischen Stadt Tel-Aviv mit dem Bau des jüdischen Hafens begonnen. In richtiger Erkenntnis begann man zuerst mit der friedlichen Erlösung des Bodens, dann kam die friedliche Erschließung des Meeres und nun soll die friedliche Eroberung der Luft folgen. Die erste Vorbedingung für das nationale Flugwesen ist die Errichtung von Flugplätzen in der Hauptstadt und in den anderen jüdischen Zentren Palästinas. Auf den Flugplätzen müssen Hangars für die Einstellung von Flugzeugen vorhanden sein. Der Verkehr soll sich zwischen den einzelnen palästinensischen Stationen untereinander und mit dem näheren und ferneren Auslände ab wickeln. Verwendung sollen grundsätzlich nur Flugzeuge finden, die eine glatte Aufstiegs- und Landungsmöglichkedt sowohl auf dem Wasser als auch auf dem Lande gewährleisten. In ruhigen Tagen benötigen wir Juden das Flugzeug für die rasche Personen- und Güterbeförderung, für wissenschaftliche und propagandistische Zwecke und für sportliche Betätigung. Auf wissenschaftlichem Gebiete spielt das Flugzeug hauptsächlichst bei Erforschung der Luftströmungen in :ier Meteorologie eine besondere Rolle und erlangt hiedurch für die Landwirtschaft eine eminente Bedeutung. Da unser Kolonisationswerk auf Landwirtschaft basiert, ist das Flugzeug für uns ein unentbehrliches Hilfsmittel. In unruhigen Tagen, wie die jetzigen, brauchen wir dos Flugzeug außerdem npeh für Beobachtungs- und Verbindungs zwecke. Wir müssen Mittel besitzen, mit denen wir rekognoszieren, bedrängten Brüdern Hilfe bringen und uns bei Einkreisung und Blockade mit der nichtfeindlichen Außenwelt verbinden können. Wenn uns während der jetzigen Unruhen Flugzeuge zur Verfügung gestanden wären, hätten wir sicherlich geringere Verluste an Toten und Verwundeten zu beklagen und es wären oft Ausrodungen, Waldfbrände und gar manche Vernichtung der Ernte verhindert worden. In Verbindung mit dem palästinensischen Flugwesen soll auch der ganze Komplex des Luftschutzes stehen. Der Jischuw soll, wie es in allen europäischen und in vielen außereuropäischen Staaten geübt wird,, über die Gefahren des Luftkrieges, über die Einwirkungen von abgeworfenen Bomben und von Gasangriffen aufgeklärt werden. Er muß alle modernen Schutzmittel und alle bekannten Abwehrmaßnahmen kennenlernen und gegen jede Möglichkeit einer feindlichen Aktion geschützt werden. Der Schutz des Jisohuws ist eine Lebens beding ung des ganzen jüdischen Volkes. Die Organisierung des national-jüdischen Flugwesens in Palästina erfordert neben der Errichtung von Flughäfen und Einstellung von Flugzeugen die Erfassung von jüdischen Menschen in der ganzen Welt, die nur irgendwie mit einem der vielen Gebiete des Flugwesens in Verbindung sind oder sein wollen. Es kommen Menschen in Frage, die sich kapitalistisch und idealistisch betätigen wollen, ferner Spezialwissenschaftler, Flugtechniker, Konstrukteure, Berufspiloten, Sportflieger, Verkehrs- und Propagandafachleute. Die jüdischen Sportvereine in Palästina und in der Diaspora sollen Pionierarbeit leisten, indem sie ihren jetzigen Sportbetrieben Flugsektionen angliedern. Sie müssen das Interesse ihrer Mitglieder für den Flugsport wecken und so durch den Sport das Studium der Flugtechnik und die Ausbildung von Piloten bewirken. Man vergesse nicht, daß die ersten Arbeiter und Helfer bei Errichtung des jüdischen Hafens io Tel-Aviv jüdische Wassersportler waren. Erst dann, und zwar sehr geschwind, kam das Groß- und Kleinkapital und mit ihm die Organisation auf kaufmännischer Grundlage. Die Einrichtung des nationaljüdischen Flugwesens in Palästina bedeutet die Ausfttllun einer Lücke in unserem Kolon sationswerk und muß mit der größten BesohleuoilijEung erfolgen. Restaurant Billet •uw Bestrenommierte Küche wa Reichhaltige Menüs ä S 1*90 u. 2*60 ll.,Hammerpurgstal!gas$e3 (nächst Sa!ztorbrQ<ke) an Dr. Elias Mühlhausen, der zur Fortsetzung seine« Kampfes gegen die bürokratische Erstarrung der Alliance ermuntert wird, in dem Geleitwort für die Wiener Jugendzeitschrift „Unsere Hoffnung“, in rückhaltlosem Lob und Tadel an den „Chajal“ Wolffsohn wegen diverser zionistischer Fragen, und zuletzt — Anfang 1904 —- in der entrüsteten Ablehnung an ihn5< weil er dem todkranken Führer einen Ehrensold von der Organisation angeboten hatte. Mit der vorstehenden, ach so nüchternen Aufzählung ist noch wenig ausgesagt. Man miuß sich zugleich das Publikum ansohauen, welches sich da zwischen den Vitrinen der Ausstellung hinschiobt und nicht genug staunen, deuten und fragen kann. Wahrlich, ein demokratisches Volk! Dort erklärt zum Beispiel Dr. Bergmann, der Rector magnificus der Jerusalemer Universität, zwei Gafirim (Hilfspolizisten) aus Talpioth, welche es sich trotz ihres ermüdenden Nachtdienstes nicht verdrießen ließen, herzueiilen, eine schwierige deutsche Stelle aus einem Herzl- Brief. Und da kommt unter Führung ihres Lehrers eine ganze Schulklasse angerückt, Knirpse von etwa 10 Jahren, und viele exotische Volksgenossen aus Marokko, Yemen und Kurdistan. Sie alle richten beim Eintritt schon ihre schwarzen glänzenden Augen ehrfürchtig zum Bild Theodor Herzls empor, der bartumwallt und gütig wie ein Vater zu ihnen niederblickt; hier wollen und werden sie mehr über diesen großen Führer ihres Volkes erfahren. Erst wenn es einem vergönnt war, «olche Szenen mitzuerleben, kann man das Verdienst der Initiatoren dieser Ausstellung richtig einschätzen. Dabei versichern sie — und man darf es ihnen glauben —, daß das nur ein erster tastender Versuch war. Weitere Ausstellungen, in breiterem Rahmen und noch verbesserter Aufmachung, werden zu friedlichen Zeiten folgen und von Jerusalem aus wandernd durch den ganzen Jischuw und vielleicht noch weiter hinaus durch die Golah ziehen. Dann soll und muß die Judenbeit in aller Welt begreifen, welch lebendigen Quell historischer Anregung wir in unserem zionistischen Archiv besitzen, und wie Not es tut, in ihm alle Denkmäler des Werdeganges unserer Bewegung zu konzentrieren und sorgsam für unsere Enkel, als die Vollender des von Herzl geträumten Judenstaates, zu hüten. Streng rituell I il tll BADEN, ROLLETTGASSE 7 Ganzjährig geöffnet, Zentralheizung, fließendes Kalt- und Warnawasser. Telephon 856/11 Vorstandssitzung der oster* reicfiisch * palästinensischen Handelskammer Unter dem Vorsitz des Handelskammerpräsidenten Josef Kremenezky fand am 21. Juli d. J. in den Räumen der österreichisch-palästinensischen Wirtschafts- und Handelskammer eine Vorstandssitzung statt, in welcher ein Bericht der Geschäftsführung über die letzten Ereignisse in Palästina den wesentlichen Inhalt der Tagesordnung bildete. Die Vorgänge in Palästina haben einen starken Rückschlag herbeigeführt. Durch die alarmierenden Nachrichten aus Palästina ist eine gewisse Unruhe auch bei den österreichischen Lieferanten zu konstatieren. Die Einfuhr ißt bedeutend gesunken. Abschließende Ziffern liegen noch nicht vor. Der Groß, ger Geschäftsführer der Kammer, wies auf die am 25. Juni d. J. stattgefundene Ausprache bei der Exportkonferonz des Exportförderungsinstitutes hin, in welcher das Interesse der österreichischen Kaufmannschaft am . palästinensischen Markt hervorgehoben wurde. Vom österreichischen Exportförderungsinstitut ist auch an die Kammer ein Brief eingegangen, in welchem eine Zusammenarbeit in palästinensischen Fragen als besonders wünschenswert bezeichnet wurde. Der Bericht der Geschäftsführung über die beabsichtigte Gründung einer Treuhandstelle für den Geschäftsverkehr zwischen Österreich und Palästina, welche von einer palästinensischen Bank in Verbindung mit einem bedeutenden österreichischen Kreditinstitut geplant ist und für welche die Mitwirkung der Kammer gewünscht wird, wurde vom Vorstand zur Kenntnis genommen. Geschulter Vorbeter für Scbachritb, Mussaph. Bai Koreh auch Scboferblasen, sucht in der Provinz Stelle für die hohen Feiertage. — Auf WunRch Referenzen. A. Hesses, Wien, II, Ferdinandsstraße 4/9.