Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 565 (21.7.1936)
- Date
- 1936-07-21
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 565 — Wien, Dienstag, 21. Juli 1986 Oll ITIMMI Seite 5 yaa Stephan Lux zum Gedenken Prag, 17. Juli. (J. T. A.) Zum Gedenken an Stephan Lux, der während der Tagung der Völkerbundversamnaluritg in Genf sein Leiben opferte, um da« Weltgewissen gegen den Nationalsozlulismus wachzurüttelin, veranstaltete die ts oh e cb o s 1 o\va kische Liga zur Bekämpfung des Antisemitismus eine Kundgebung, in der Dr. Arnold Hahn ein Lebensbild seines Freundes Stephan Lux zeichnete, eine Reihe Gedichte und Aufzeichnungen des Schriftstellers Lux sowie ßeine vor dem Selbstmord in Genf geschriebenen Briefe vorlas. Dr. Hahn appellierte an die Juden überhaupt, dahin au wirken, daß die Resonanz der Opfertat Stephan Lux’ möglichst stark sei und bleibe, damit sie ihre Wirkung tue und Stephan Lux alt ein jüdischer Held, der er war, in der Geschichte eingehe. Um zu zeigen, welche Wirkung — im Gegensatz au Prag — Stephan Lux* Opfertat, in Genf ausgeübt hat, verlas der Redner die Trauerreden, die am Grabe Stephan Lux‘ auf dem Genfer jüdischen Friedhof gehalten wurden. Robert Dell, der Präsident des Verbandes der beim Völkerbund beglaubigten Journalisten, versicherte, daß Stephan Lux im vollkommenen Gleichgewicht war und daß er kaltblütig und mit genauer Abwägung der Wirkung seiner Tat gehandelt hat. „Wir können“, schloß Dell, „vor deinem Sarge, Stephan Lux, versichern, daß wir nie die Sache der menschlichen Solidarität verlassen werden, ftte welche du dein Leben geopfert hast, und daß wir niemals gegenüber dem Verbrechen neutral bleiben werden.“ Der Präsident der Jüdischen Gemeinde in Genf, M. L 6 vy-Wal 1 is ch, sagte. .. Im Namen der Israelitischen Gemeinde von Genf will ich in ihren friedlichen Acker die sterbliche Hülle eines Märtyrers aufnehmen. Stephan Lux, ich verneige mich ehrerbietigst vor dem Grabe, das du stoisch freiwillig geöffnet hast. Ich wünsche, daß deine Frau und dein Kinl den Trost haben mögen, daß in einer nahen Zukunft deine Entsagung und dein Opfer nicht vergebliche gewesen sind. Ich wünsche, daß die Menschen menschlich werden und daß die religiösen und rassischen Verfolgungen aufhören mögen!“ Der Oberrabbiner von Genf, M. S. Poijakov, wie Stefan Lux' ehemaliger Frontkämpfer und Kriegsverwundeter, sagte: „In einem Lande, für welches er sein Blut vergossen hat, sah er seine Redigionsgenossen geplündert, ruiniert und zu einem langsamen Tode verurteilt. Und der Jude Stephan Lux stellte sich die Frage: Als wir unser Vaterland verteidigten, machten die Granaten und die Kugeln keinen Unterschied zwischen Katholiken, Protestanten und Juden. Warum schweigt jetzt die zivilisierte Welt? Und wie ein Soldat, der einen letzten Appell ausruft, einen Trompetenstoß hiinausstößt, um die vom Schlafe benommenen Menschen ziu wecken, beschließt der Jude Stephan Lux, ehemaliger Kriegsteilnehmer, Freiwilliger des Weltkrieges, der vom Kriege her noch eine Kugel in der Bruat trug, in voller Überlegenheit und kaltblütig, sich mit eigener Hand zu opfern; um damit an das Gewissen des Völkerbundes zu appellieren, der die Stimme des Schwachen ersticken läßt.' Wir Juden, denen die Religion verbietet, iihr Blut zu vergießen, wir verstehen ihn gut und bewundern Ihn. Das ist eine symbolische Geste, die voll ist von Größe und Noblesse. Als ich ihn ira Spital besuchte, wo er sterbend lag, sagte, er mir mit einer überlegenen Klarheit und Ruhe: Jch weiß, daß ich nur mehr wenige AugenibUcke zu loben habo. Helfen Sie mir sterben! Ich will als guter Jude sterben.* Und er nannte mir seinen hebräischen Namen: ,Samiuel Mosche ben Abraham.* ,Wenn ich tot sein werde*, fügte e<r hinzu, ,begraben Sie mich bei den Israeliten, die ich so geliebt habe, für die ich gelitten und für die ich mein Leben hergegebeu habe.* Ich sagte hebräisch das Sterbegebet und unserer beider Hände, Hände ehemaliger Kriegsteilnehmer, schlossen sich ineinander...“ Rabbi Poljakov schloß: „Sie sehen vor sich eine Witwe und ein Waisenkind, die mit Würde am Sarge dessen, der ihre Stütze war, stehen, unschuldige Opfer der Gerechtigkeit, und etwas verlangen: njeht für sich selbst, sondern für die vielen Unterdrückten. Was warten Sie, meine Herren? Wir sind Juden und Sie sind Christen, aber haben wir nicht dasselbe Gewissen, die gleiche Seele, sind wir nicht ,allo Kinder des gleichen Gottes? Sie allein können alle diese Verbrechen zum Verschwinden bringen. Gott, Ihr Gewissen, nie h t trägt es Ihnen auf. Sie haben das Recht, zu schweigen!“ Zürich, 19. Juli. Die Redaktion des „Isr. Wochenblattes für die Schweiz“ hat si'h an den Völkerbund mit der Bitte gewandt, ihr den ldtzten Brief von Stophan Lnx an den Generalsekretär Avenol zur Verfügung zu stellen, damit sie ihn der Welt bekannt gebe, wie es der letzte Wille des Verstorbenen war. Der Generalsekretär des Völkerbundes hat diesen Wunsch a bgdehnt; er hält den Brief nicht für die Veröffentlichung geeignet. Dazu schreibt das Blatt: „Wir können nicht glauben, daß, wie von anderer Seite behauptet wird, der Generalsekretär dte Völkerbundes den Zorn von Hitler fürchtet, weil Stephan Lux in seinem Abschiedsbrief die Wahrheit schrieb. Oder enthält der Brief auch einige Gedankengänge, die in allen Völkern vielleicht nicht die Diplomaten, wohl aber das Volk selbst sich zu eigen gemacht hat?“ Tragik der /üdischen Arbeitslosigkeit Von Dr• A. Schmerler (Wien) Die jüdische Arbeitslosigkeit ist ein Problem der Notlage weiter Kreise der jüdischen Bevölkerung; infolge ihrer sozialen und wirtschaftspolitischen Struktur und infolge dor Gesamtwirtschaftslage. Sind doch jüdische Arbeiter und Angestellte aus der Urproduktion (Landwirtschaft, Bergbau) und aus wichtigen verarbeitenden Gewerben und Industrien (Eisen, Metall, Papier, Graphik, Chemie, Elektrizität) fast ausgeschlossen! Durch einschränkende Maßnahmen im Handel und Verkehr verschwinden allmählich ganze Berufe: Vertreter, Reisende, Bank- und Speditionsbeamte, Ratenhändler, Hausierer, Marktfahrer, Inkassanten usw. Dazu kommt, daß unter den zahlreichen jüdischen ungelernten Arbeitern sich die in Krisenzeiten erfolgende Arbeitsbeschaffung der öffentlichen_ Hand (Straßenbau, Flußregulierung, Siedlungsaktion) nicht auswirkt. Im öffentlichen Dienst findet man schwer Unterkunftsmöglichkeit. Man ist oft der Meinung, daß eine Berufsumschiohtung Remedur schaffen könnte, allein bei gründlicher Erfassung des Problems gelangt man zur Überzeugung, daß bei den gegebenen Verhältnissen von einer Umschichtung, d. h. von einer den Realitäten des Wirtschaftslebens entspre ohenden rationellen Überführung jüdischer Schichten in werktätige Berufe unter Bedachtnah me auf die Interessen der nicht jüdischen Bevölke rung nicht die Rede sein kann. Bei der jetzigen Struktur der Wirtschaft wäre die umschichtungsweise Überführung der Erwachsenen zur Industrie und zum Gewerbe nur durch Aufnahme von Juden als Arbeiter in die schon bestehenden Fabriken und Werkstätten möglich. Allein diese Aufnahme stößt auf Schwierigkeiten, da nicht nur der niohtjüdisohe, sondern auch der jüdische Fabriksbesitzer nicht gewillt ist, jüdische Arbeiter zu beschäftigen. Traurig wirkt das Ausschalten des jüdischen. Menschen aus dem Wirtschafts- Srozeß, das durch die Nichtanstellung von uden in jüdischen Unternehmungen vor sieh geht. Diese Erscheinung ist bedenklich, denn sie bedeutet selbstverursachte Minderbewertung, Minderberechtigung und Selbstvernichtung — kein Wunder, daß bei den jüdischen Arbeitslosen Notlage, Hunger, Obdachlosigkeit, Abstieg, Verarmung und Verelendung vorwiegen. Die Zahl der jüdischen Arbeitslosen und Erwerbslosen ist besorgniserregend. Das Problem der Berufswahl Die Arbeitslosigkeit auf vielen Gebieten macht die Berufswahl für Kinder und Eltern zu einem ernsten und schwer lösbaren Problem, aber noch schwieriger ist dieses Problem der Berufswahl für jüdische Eltern und ihre Kinder, denn für sie besteht die Arbeitslosigkeit auf allen Gebieten. Eine Tatsache muß festgehalten werden: Unsere männliche Jugend zeigt heute wenig, beziehungsweise gar kein Interesse für den Verkaufs- und Büroberuf. Sie zeigt wenig Interesse für kaufmännische Berufstätigkeit, denn sie kennt allzu gut das Schicksal ihrer erwerbslosen Eltern. Der Großteil der schulentlassenen Jugend strebt Lehrstellen bei Mechanikern, Elektrotechnikern, Friseuren, Fleischhauern, Bäckern, Buchdruckern, Optikern, Gärtnern, Schneidern usw. an. In allen diesen Berufen sind die jüdischen Berufsanwärter fast ausgesperrt. Eine große Zahl von Berufen (Graphik, Chemie, Elektrizität) verschließt sich ihr automatisch. Oft ist der jüdische Unternehmer im orwünschten Beruf ohne Beschäftigung und kann daher die entsprechende Ausbildung nicht gewähren, die sozialen Lasten nicht tragen. Viole Berufe sind industrial!* sierb, beziehungsweise mechanisiert, wie zum Beispiol die K1 ei de rk onf ek tion — und können daher keine Lehrlinge aufnehmoü. Die Lösung der Aufgabe dor Umschichtung in einer Zeit, in der alle Tore verschlossen sind, ist ungemein erschwert; doch müssen wir an die Aufgabe berangehen, der Jugend praktische Berufe zu er schließen. Nur wenn die jüdische Offent lichkeitin dieser vitalen Frage willig und verständnisvoll mitgeheti wird, könnte man die Schwierigkeiten und Hindernisse der Arbeitslosigkeit der jüdischen Jugendlichen zum Teil beseitigen. Bei den gegebenen Verhältnissen muß in Ermangelung erwünschter handwerklicher Lehrstellen ein Großteil der männlichen Jugend, die Vorliebe für technische Berufe nat, die technischen Fachschulen in Anspruch nehmen, deren Lehrziel in der Vermittlung aller für die technischen Arbeiten in Industrie und Gewerbe erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse besteht. Durch den Besuch dieser Schulen können dann Schlosser, Mechaniker, Gas-, Wasserleitungs- und Elektroinstallateure, technische Betriebsleiter usw. beruflich ausgebildet werden. Die jüdische weibliche Jugend Die Berufswiege für Mädchen sind viel günstiger als die für die männliche Jugend Hier besteht die Tendenz, sich auf die typisch fraulichen Berufe zurückzuziehen. Dazu kommt, daß die heutige Frau sich bewußt ist, daß sie als Leiterin des Haushaltes, als Gattin und Mutter die ihr in Harem eigenen Wirkungskreis zukommenden Arbeiten selbst zu leisten hat. Die Führung des eigenen Haushaltes setzt hauswirtschaftliche Bildung, wie Koch- und Nähkenntnisse, Hauswirtschafttskunde, Gesundheits- und Kinderpflege, Erziehungslehre, Gartenbau u. a. voraus; denn nur diese Kenntnisse können das Gedeihen der Familie gewährleisten. Bei vielen Frauen ist heute steigendes Interesse für Fürsorge-, Pflege- und Erziehmigsberufe wahrzunehmen. In der Tat finden Frauen nach entsprechender Ausbildung ein Betätigungsfeld als Kindergärtnerinnen, Kinder- und Krankenpflegerinnen, Erzieherinnen, Kunstgewerblerinnen usw. Ein großer Teil der Hauptsohülerinnen findet die Möglichkeit der beruflichen. Ausbildung für Verkauf und Büro. Ein Teil der Lehrstellensuchenden will das Schneidergewerbe und die Modisterei erlernen. Auch hier muß die behördlich genehmigte Fachschule für Schneiderei den Mangel an Lehrstellen ersetzen. Bei der Berufswahl wirken sieh drei Faktoren aus, und zwar die Beruf smeigung, die Berufseignung und die Berufsmögiichkeit. Die Vorliebe des Kindes für einen bestimmten Beruf wird im Wege der Berufsberatung unter Berücksichtigung von Neigung und Begabung ermittelt. Erfahrene Ärzte untersuchen die körperliche Fähigkeit der Berufsanwärter, geschulte Psychoteohniker erforschen durch Beratungsgespräclve und psychologische Prüfungen den Grad der Allgemeinbegabung, der praktischen Intelligenz, der Bewältigung einfacher, technischer Probleme, des Gedächtnisses usw. Die Ergebnisse der Eignungsprüfung und der ärztliche Befund sind dann bei der Berufswahl ausschlaggebend. Die jüdischen Arbeitgeber Unter den vielen Tausenden vorgemerkter jüdischer Arbeitsloser sieht man im „Jüdischen Arbeitsnachweis** viel Unglück^ Not und Leid. Man trägt das jüdische Schicksal wie man kann und muß. Und doch wirkt nichts so deprimierend wie die Gleichgültigkeit der jüdischen Arbeitsgemeinschaft den jüdischen männlichen Arbeitslosen gegenüber, in deren R e i hen qualifizierte Arbeiter und Gro.ßkaufleute von gestern glücklich wären, eine Dienerstelle zu erlangen, um den Hunger ihrer Angehörigen zu stil- 1 e n. # Jüdische Unternehmer! Wenn Ihr Angestellte und Arbeiter braucht, wendet euch an den „Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis“, L, Kohlmessergasso 4, Tel. U 27-065. Außenstände In Palästina Schon im Herbst 1985 ist infolge der gespannten Weltlage und des Ausbruches dee italicnisoh-abessinischen Konfliktes eine Störung in dor früher ausgezeichneten Wirtschaftslage Palästinas eingetreten. Die Stagnation hätte unter normalen Verhältnissen infolge der Einbringung der Orangenernte, der alljährlich im Frühjahr einsetzenden Fremdensaison sowie durch Vermittlung der Levante-Messe leicht überwunden werden können. Leider sind im April die arabischen Unruhen ausgeb rochen, welche mit ihren Begleiterscheinungen das wirtschaftliche Leben zum Teil lahmgelegt halben. Die Folge hievon ist ein großer Rückgang der Warenumsätze und eine Verschlechterung der Zahlungsweise, welche vom arabischen Sektor nunmehr auch auf den jüdischen Wirtschaftssektor überzugreifen drohen. Die wesentlich komplizierten Rechtsverhältnisse in Palästina, welche neben modernen angelsächsischen Rechtsvorschriften zum Teil noch altes türkisches Recht enthalten, lassen es angezeigt erscheinen, rechtzeitig die Ansprüche österreichischer Lieferanten zu wahren. Die österreichisch-palästinensische Wirtschafts- und Handelskammer in Wien, I., Schellinggasse 1, mit ihren Korrespondenzstelien in Palästina steht sämtlichen österreichischen Firmen" bei der Durchsetzung ihrer Forderungen zu Verfügung. Dollfuß-Trauergedenkfeier Der Vorstand dor Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet anläßlich der zweiten Wiederkehr des Todestages Dr. Engelbert Dollfuß s. A. in der Hauptsynagoge (I., Seitenstettengasse 4) am Freitag, den 24. Juli d. J., um 7 Uhr abends, einen Trauergottesdienst. Zum Zeichen der Trauer werden alle Gebäude der Kultnsgemeinde mit Traueis fahnen beflaggt. In sämtlichen Tempeln und Bethäusern wird am Vorabend des Todestages das für solche Anlässe vorgesohriebeno Gebet für das Seelen«* heil des Verstorbenen verrichtet. // Puzzi" oder „Ein Leben im Schatten Liszts" Wenn im Juli in Europa die Feier "des fünfzigsten Todestages von Franz Liszt begangen werden wird, so dürfte unter den vielen Namen von internationalem Klang, die sieh einst um das Leben des genialen Musikers gruppiert haben, einer vermutlich fehien. Weil sein Träger nur ganz am Rande der Lis&tschen Ruhmeslaufbahn aufgetaucht ist, weil er, kometengleich schießend, sinnlos verlosch. Aber für die Geschichte der Wunderkinder ist ,die Gestalt Hermann Cohens ebenso interessant wie für gewisse Probleme eines ungesicherten jüdischen Lebens Inmitten einer Assimilation, die berauschte, aber nicht stärkte, Walther Victor, der über Heine mancherlei farbige Literatur-Reportage geschrieben hat und kürzlich unter dem Titel „Marchesa Spinola“ ein Gemälde um Anton van Dyck pinselte, hat in diesem Jubiläumsjahr Cohens Gestalt aus dem Dunkel gezogen. Für Franz Liszt war das junge Hamburger Judehkind, 'Sohn eines ehrsam arrivierten Bankiers, eine Anekdote, die ihm der Zufall erzählte, für Cohen aber die Begegnung mit Liszt blendendes, einmaliges Glück, in dessen Feuern enj verbrannte. Der Name Cohen freilich ist in den Memoiren um den Meister, in den Briefen Marie d’Agoults oder der Amazone George Sand, für die der Knabe ein delikates Zwischenspiel war, nicht zu finden. Man findet nur den Namen „Puzzi“, den sich der Knabe geholt hatte, als ihn Heine Liszt in Paris vorstellte, und dieser den Vierzehnjährigen mit den Worten „Das ist ja ein putziger Herr“ begrüßte. Vierzehn Jahre war Puzzi, als er, nunmehr Liszts Schüler, in seiner Piamistenkarriere Paris begeisterte. Er lebte ein traumhaftes Dasein in den Salons der Seinestadt. Sein bester Freund war der Philosoph und frühere Priester Lammenais. Das Wunderkind war mit wunder- I. Kleine zionistische Bücherei Soeben erschienen: Olgerd Boczkowski: Das Nationalproblem. 100 Seiten. Preis . . . S 2,—* Dr. Arthur Bergmann Adolf Pollak: Die zionistischen Fonds. 60 Seiten S 1.—* Adolf Pollak: Keren Kayemeth Leisrael. 83 Selten. Preis S —.60 Bestellungen und Geldüberweisungen an: Zionistisches Landeskomitee, Wien, I., Maren Aurel-Straßo 5 (M 22-2-11).