Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 563 (14.7.1936)
- Date
- 1936-07-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit© 2 DIE STIMMI Nr. 563 — Wien, Dienstag1, 14. Juli 1936 Jeden Sonntag billige Ferien-Sonderfahrten mit der Czernowltzer Allgemeinen Zeitung Polen.. Czsmowltz Abfahrten: 19., 26. Juli Anmeldungen ausschließlich Reisebüro Marlcnbrflcke“, I. RotenturmstraBe 86 Telephon R 24-2-80/87 Aus dem Brief von Stefan Lux an Anthony Eden Genf, 12. Juli. (J. T. A.) Der Brief von Stefan Lux an das Generalsekrotariat des Völkerbundes, in welchem Lux seinen Freitod im Völkerbundsaal damit begründet, daß er das Gewissen der Welt gegen die grausamen Judenverfolgungen in Deutschland wachrufen wolle, ist immer noch nicht der Öffentlichkeit übergeben worden. Dagegen liegt bereits der Text des Schreibens an den englischen Außenminister Eden vor. Er beginnt mit folgenden Worten: ,',Sir Anthony Eden. Wenn ein Mensch unmittelbar vor seinem bewußt und überlegt gewählten freiwilligen Tode das Wort ergreift, so hat er einen Anspruch darauf, gehört zu werden. Auch dann, wenn er dieses Wort an den Repräsentanten des immer noch mächtigsten Imperiums dieser Erde richtet. Gestatten Sie mir also, Sir Anthony Eden, daß ich all das unerwähnt lasse, was meine unmaßgebliche Person näher beleuchten und vielleicht erweisen könnte, daß ich auch ohne den Umstand meines etwas unterstrichenen Sterbens qualifiziert wäre, zu Ihnen zu sprechen, und erlauben Sie mir, gleich in medias res einzutreten. Was ich zu sagen habe, ist wichtig wie das Leben und ernst wie der T o d.“ Zum Schluß des Briefes heißt es: „Sir Anthony Eden, ich bitte Sie mit meiner letzten Kraft: Schauen Sie den Tatsachen ins Gesicht, werfen Sie die tödliche Apathie von ©ich, halten Sie ©ich nicht auf mit nebensächlichen Formalitäten. Sie sind — verzeihen Sie, ein Toter darf das zu sagen wagen — zu jung und zu begabt, um schon verknöchert zu sein. Sie müssen als Mensch die Sprache eines Menschen verstehen, Sie müssen menschlich handeln. Reißen Sie die Initiative an sich, Sie sind dazu berufen. Und wenn Ihr Kabinett vor lauter Überlegung nicht begreift, was wirkliche Menschenpolitik ist, dann lassen Sie es weg. Ich rede nicht als Dilettant — außergewöhnliche Gefahr rechtfertigt außergewöhnliche Mittel. Treten Sie vor Ihren jungen König, treten Sie vor Ihr Volk, klären Sie sie auf. Sie -werden Ihnen beide folgen, König und Volk. Und das, Sir Anthony Eden, kann noch die Rettung sein. Der beste Teil der Alten Welt wird an Ihrer Seite stehen. Das große, an Haupt und Gliedern erneute Frankreich mit seiner alten kulturellen und militärischen Tradition, die gewaltige Sowjetunion, die gesamte Kleine Entente, deren illustres Mitglied der geniale Staatsmann Titulescu, eben erst das klassisch schöne Wort geprägt hat: ,Nicht den Völkerbund, die Menschen muß man reformieren/ Machen Sie sein Wort wahr, Sir Anthony Eden. Und Sie werden ohne Frage auch Italien neben sich haben, wenn Sie es rechtzeitig gewinnen. Ich will inbrünstig daran glauben, daß das Wunder geschieht und der Tod eines kaum bekannten kleinen Schriftstellers, eines ,unbekannten Soldaten des Lebens1, etwas Klarheit und Wahrheit verbreitet. In diesem Sinne grüße ich Sie, Sir Anthony Eden, mit den heißesten Wünschen, die Ihnen jemals ein Mensch sandte. In aufrichtiger, ergebener Verehrung (gez.) Stefan Lux. Gen&ve, 1. Juli 1936.“ Anklagen gegen die Londoner Polizei London, 12. Juli. (J. T. A.) Die antisemitische Hetze in England bildete am 10. d. wiederum Gegenstand einer bewegten Debatte im Unterhaus. Das Mitglied der Labour Party, P r i 11, klagte die Polizei an, daß sie offensichtlich die faschistischen Organisationen favorisiere und so weit gehe, daß sie sich bei scharf judenfeindlichen Kundgebungen der Faschisten taub stelle. Lansbury und einige andere oppositionelle Abgeordnete erklärten, der Antisemitismus der englischen Faschisten müsse der Regierung ernstlich zu denken »'eben; dauernd hetzen die Faschisten die britische Bevölkerung zur Verfolgung der Juden auf, wobei sie sicli der Argumente der deutschen Nationalsozialisten bedienen. Es sprachen noch einige konservative Redner, die auch ihrerseits Methoden und Programm der Faschisten verurteilten, aber nachdrücklich erklärten, daß die Polizei sich un^rteiisch verhalte. Der Antrag der Labour Party, .der eine Verurteilung der Haltung der britischen Polizei enthielt, wurde schließlich mit 141 gegen 76 Stimmen abgelehnt. Jahreskonf erenz der Zionisten Amerikas Providence (Rhode Island), 9. Juli (JTA.). Die 39. Jahreskonferenz der Zionistischen Organisation Amerikas bat einstimmig Rabbi Dr. Stephen S. W i s e zum Präsidenten der Organisation und den bisherigen Präsidenten Morris Rothenberg zum Vorsitzenden des Administrative Committee gewählt. Unerwarteter Widerspruch machte sich geltend, als von der Permanenzkommission der Direktor der Paleetine Economic Corporation und Mitglied des Paleetine Development Council, Nathan Straus, zum Vizepräsidenten vorgeschlagen wurde. Der Hauptöchriftsteller der Tageszeitung „Der Tog“, Dr. S. M a r g o s h e s, protestierte schärfstens gegen diese Kandidatur, weil Nathan Straus in einem Telegramm an Dr. Weizmann den Rücktritt des politischen Dezernenten der Palästinaexekutive, Motsohe S h e r t o k, mit der Begründung verlangt habe, daß dieser in seinen Reden einen zu nationalistischen Ton. anschlage. Nach kurzer stürmischer Debatte, in der darauf hingewiesen wurde, daß der American Paleetine Gampaign geschädigt werden würde, wenn man Nathan Straus nicht in die Leitung entsenden sollte, nahm die Jahreskonf erenz seine Wähl zum Vizepräsidenten vor. Der neuen F.xekutive gehören ferner Louis L i p s k y, Ahe Goldberg, Samuel Rocker, Ra)bbi Edward L. Israel und Rabbi Israel Herbert Leventhal an. In einer der von der Jahreskonf erenz angenommenen Resolutionen wird die Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, „den Aufbau Erez Israels fortzußt tzen und als Zeichen unserer unvergänglichen Liebe zu seinem geheiligten Boden im ganzen Lande eine Aktion durchzuführen, die es dem Jüdischen Nationalfonds ermöglichen soll, binnen kürzester Fristan Stelle der frevelhaft vernichteten Bäume 100.000 neue Bäume zu pflanze n“. MÖBEL-WINTER für Ge(e3enheltskfiufe Wien, VIII., Stadtbahnviadukt 23 be! LerdienfelderstraBe Telephon: A 21-5-31 4000-PS«rad-Spe8tde für Wiederaufbau in Palästina Jerusalem, 9. Juli (JTA.) Daß Hauptbüro des Keren Kajemeth hat von einem ungenannten Spender aus Europa 4000 Pfund erhalten. Sie sind zur Erneuerung von Baumpflanzungen des Nationalfonds, die während der Unruhen vernichtet wurden, bestimmt Gefahr in Rumänien Bukarest 12. Juli. (JTA.) Die jüngsten politischen Entwicklungen in Rumänien haben eine kritische Zuspitzung der Lage der dortigen jüdischen Bevölkerung mit sich gebracht. Während bis vor kurzem die Bildung einer Regierungsmehrheit aus den verschiedenen antisemitischen Parteien und Gruppen als ziemlich unwahrscheinlich angesehen und von offiziellen Stellen aus als unmöglich bezeichnet wurde, sind jetzt Verhandlungen zur Bildung eines einheitlichen Wahlblocks der Rechtsparteien aufgenommen worden. An diesen Verhandlungen nehmen die Vertreter der von Prof. A. C. C u z a und dem früheren Innenminister Octavian Goga geführten Christlichnationalen Partei, der „Rumänischen Front“ dos früheren Ministerpräsidenten Dr. Alexander Vaida-Voevod, der Anhänger des früheren Finanzministers Argetoianu, der formell zwar verbotenen, aber als Partei „Totul pentru Tsara“ (alles fürs Vaterland) unter der Führung des Generals Cantacuzino-Graniceru getarnten „Eisernen Garde“ des Zelea Codreauu und der Anhänger des früheren Präsidenten der Nationalbank, Manoilescu, teil. Abgesehen von diesen Einigungsbestrebungon bei der extremen Rechten werden die Aussichten der Nationalen Bauernpartei, das bisherige Regime abzulösen, auch dadurch verringert, daß zwischen dem König und dem für die Bildung eines nationalzaranistischen Kabinetts in erster Reihe in Frage kommenden ehemaligen Ministerpräsidenten Julius M a n i u starke Spannungen bestehen. Maniu hat vor kurzem eine heftigen Kampagne gegen " . 4.^11 ,•/ Berater des Königs begonnen. Das läßt erwarten, daß der König, vor die Wahl zwischen Bauernpartei und Rechtsblock .gestellt, dem letzteren den Vorzug geben dürfte. Der ehemalige Leiter des Unterstaatssekretariats für Presse und Propaganda beim Ministerratspräsidium, V i o r e 1 Tilea, einer der Gründer der „Rumänischen Front“ und die rechte Hand Vaida- Voevods, erklärte in einem Gespräch mit dem JTA.-Vertreter, der Reohtsblook habe zwar alle Aussichten, das kommende Kabinett zu bilden, doch werde das antisemitische Programm gewisser Mitglieder der Koalition abgeschwächt und durch die Formel des „Numerus proportiönalis“ ersetzt werden. Diese Formel zielt nicht auf vollständigen Ausschluß der Juden aus der Wirtschaft und den freien Berufen ab, sieht aber ihre Zulassung „entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis zu der dem Blute nach rumänischen Bevölkerung“ vor; das heißt, daß von hundert Angestellten einer Unternehmung achtzig Rumänen sein müssen, während acht Ungarn, vier Deutsche, vier Juden und vier Angehörige anderer in Rumänien lebender Minderheiten sein können. Keineswegs ist aber anderseits ein Anspruch der Minderheiten auf proportionelle Vertretungen in denjenigen Berufszweigon vorgesehen, in denen sie schwächer, als es ihrem Anteil an der Gesamt,hevölkerung entspricht, vertreten sind. Da die Juden im Gegensatz zur übrigen Bevölkerung fast durchwegs Städter sind und jüdisene Bestrebungen zum Übergang zur Landwirtschaft aus „nationalen Gründen“ stets bekämpft wurden, würde auch die Einführung des sogenannten „Numerus proportionalis“ zur wirtschaftlichen Vernichtung der rumänischen J u d e n h e 11 führen. WfWß* ffcfeeifelilife IsESägSgRi 0oiSbMH0itfta«ftX England und die andere Seite Arabiens Von M. y. Ben-Gavriel Die englische Presse der letzten Tage brachte in großer Aufmachung Artikel und .Bilder über den Empfang des Scheohs der Bahrein-Inseln Sir hamed bin isa el khalifah in London und über die Verleihung eines der höchsten Orden des Empire an diesen Herrscher einer kommerziell durchaus belanglosen Inselgruppe im Persischen Golf. Wenn man aber weiß, daß dieser Empfang vermutlich der Schlußpunkt einet sehr bedeutenden politisch-strategischen Kombination war, wird man die Feierlichkeit des Empfanges verstehen. Vor einem Jahr trat die englische Regierung zwei kleine im Persischen Meer gelegene Inseln Hangarn und Bassido an Persien ab und begann gleichzeitig mit dem Bau von Kasernen, Magazinen und Flugplätzen auf den Bahrein-Inseln. Aus diesen kleinen, das politische Bild der Welt durchaus nicht verändernden Tatsachen . wurde aber manches Unklare im Verhältnis Englands zu Persien, wie überhaupt in den Dingen uim den Persischen Golf und um die Piratenküste klar. So wurden auch die dauernden Proteste Persiens gegen die englische Besetzung Kuweits und Bahreins verständlich, die Proteste des Herrschers von Kuweit vor dem Völkerbund gegen die persischen Ansprüche, die wiederholten Besuche großer britischer Schlachtflotten in den Gewässern der beiden Plätze, wie schließlich auch die Pläne Iraks, eine Bahn von Bassorah nach Kuweit zu bauen. Um die Hintergründe dieser Dinge zu .verstehen, muß vor allem ein Blick in die Geschichte dieser Gebiete am Persischen Meer geworfen werden, dessen Kontrolle England nicht allein befähigt, das Reich des Silbernen Löwen vom freien Meer abzuschneiden, sondern auch ein gegen Indien aggressives Rußland zu schädigen und nicht zuletzt die maritime Verbindung des Irak mit der Welt jederzeit zu unterbinden. Persien, der Irak (früher die Türkei), die Wahhabistaaten und England interessieren sich seit jeher für die Duodezfürstentümer an der Ostküste Arabiens, deren wirtschaftlicher Wert — abgesehen von der unter der Weltkrise und unter der japanischen Kunstperlenproduktion sehr leidenden Perlenfischerei und einem kleinen Fisohöl-Export — kein nennenswerter — war. Kuweit steht seit 1861, in welchem Jahr England einen Schutzvertrag mit den Häuptlingen abschloß, unter britischer Kontrolle, Persien aber, das hier bis zuim Jahr 1784 die Herrschaft ausübte, leitet aus dieser ein wenig lang verflossenen Tatsache Herrscheransprüche ab, die es immer wieder in Genf und in London vertritt. Britannien erklärte zwar 1913, als die Türkei formell auf ihre Rechte verzichtete, daß „die Bahrein- Inseln niemals dem British Empire einverleibt werden, und wenn auch 1927 die Wahhabi Englands Protektorat über diese, an ihren Lebensraum grenzenden Gebiete anerkannten, gibt sich Persien doch nicht damit zufrieden. Was sind also die Hintergründe dieses ewig schwellenden Konflikts? Wie überall in Arabien Englands Glacispolitik gegen Rußland zur Sicherung des indischen Herrschaftsraumes und die Existenz großer Onlvorkommen ln beiden Gebieten. Gerade der letztgenannte Umstand läßt es erklärlich erscheinen, daß keiner der beiden Teile geneigt, ist, seine Ansprüche aufzugeben. England, das gemeinsam mit der amerikanischen Standard, Oil Co. die Bahrein Petrol Co. Ltd. gegründet hat, wolcho bereits arbeitet, hat die Interessen des in Mos ul engagierten englischen J^etooloumkapi'talii jsu._ schützen und kann daher nicht dulden, daß in der Nähe ein Konkurrent auftaucht, der unkontrollierbare Mengen von Petroleum fördert. Wenn auch nicht anzunehmen ist, daß in den nächsten Jahren aus den Gebieten in der Nähe der Piratenküete sich ein ungeheurer ErdöLstrom über die Welt ergießen wird, muß die Sache doch fest in Englands Händen sein, eben, um diese preisdrüokende Möglichkeit zu verhindern. Dies ist klar und verständlich; Persien anderseits, das heute der fünftgrößte Petroleumproduzent der Erde ist (und bei richtiger Ausbeutung seiner Quellen di© Produktionsmenge der Vereinigten Staaten, also 65 Prozent der Weitproduktion erreichen könnte), ist aus ähnlichen Gründen an den erwähnten Gebieten interessiert. Um zu erkennen, wie stark das Interesse Englands au den Petroleumgesohäften im Mittleren Osten ist, das heißt, in welchem Maß sich die beiden Interessenflächen an einander reiben, muß man sich nur den berühmten Konflikt um die d'Arceykonzession vor mehr als drei Jahren in Erinnerung rufen, der zur Niederbrennung’der Bueros der Anglo-P ersinn Oil Co. durch Perser und zum ultimativen Einlaufen einer englischen Panzerflotte ira persischen Oelhafen Abadan führte. Neben Petroleum aber betont die Wichtigkeit des Besitzes der beiden Gebiete für England die geopolitisebe Situation von Kuweit und Bahrein auf der greßen Reiohsstraße Gibraltar—Indien. Die Wichtigkeit dieser Verbindung aber stieg in jenem Augenblick ins Ungemessene, da der letzte Offizier der englischen South Persia Riffes im Jahr 1921 persisches Gebiet verließ, wodurch Südpersaen als Aufmarsohraum für England nicht mehr in Betracht kam, während Rußland an Persiens Nordgrenae sein Eisenbahnnetz zu modernisieren begann. Als nun gar Persien den Vertrag mit England löste, das das Ueberfliegen persischen Gebietes durch englische Indienfliegor gestattet hatte, lag nichts näher, als daß Kuweit und Bahrein aus dem Märchenschkif ihrer perlenflschenden Romantik erweckt und zur weniger romantischen, aber uim so wichtigeren Flugsfcabionen ernannt wurden. Solange also Petroleum eine Existenzbedingung für seefahrende Großuationen ist, haben Persiens Ansprüche wenig Aussicht auf Erfüllung und dor Scheck der Bahrein wird stets ein gerngesebener Gast in London sein. Die verschiedenen Dementis, die bezüglich dor Anlage von Fortifikationeu aus irakisch-englischen Quellen kamen, sind dazu angetan, an ein großangelegtes Programm Englands in diesen Gegenden zu glauben. Anderseits aber ist auch der merkwürdige Freundschaftsbesuch des Königs deT Wahhabi letztbin beim Herrscher von Kuweit — in Begleitung einer Ehrongarde von nicht weniger als siebenhundert schwerbewaffneten Kamelreitern — keine Zufälligkeit, sondern der Ausdruck eines sbhr brennenden Interesses der Wahhabi an Kuweit. Dieses Kuweit (und die anderen Gebiete an der Ostküste Arabiens bis hinab nach Oman) ist, geologisch gesehen, ein Teil der Hasah, der Ostproviuz dös Wabhähi- Reiohs. In dieser Hasah aber, und das Ist die Ursache des merkwürdigen Besuches, muß es Petroleum ln großer Menge geben, und diese Tatsache ist auch der Anlaß einer immer akuter werdenden Meinungsverschiedenheit zwischen dem Wahhabi Ihn Saud und England. Die trotz mancher Verträge niemals richtig bestimmten Grenzen zwischen Saudiya und den englischen Schubastaaten am Golf sollen endlich festgesetzt werden, was Iibn Saud aber im direkten Einvernehmen mit diesen Staaten tun will, während England darauf beharrt, selbst, im