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Die Stimme · 1936-06-26 · Heft 559 (26.6.1936) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 559 (26.6.1936)
Date
1936-06-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. n.“f) — Wien, Freitag, 96. Juni 1996 Oll STIMM! Seite 3 RESTAURANT STEFANIE ll.f Taborstraße Nr. 1« Ttf3 Hugo und Julie Herllnger, geb. Zöllner Bekannt gute KUche / GepFlegte Getränke Aufmerksamste Bedienung / Zeitgemäße Preise Reichhaltige billige Menüs, sowie alle Spezialitäten / Schöner schattiger Garten An die luden Österreichs! Da« österreichische Komitee, für den Jüdischen Weltkongreß veröffentlicht folgenden Aufruf: 16 Millionen Menschen, durch Abstammung, Religion und Kultur untrennbar verbunden, 16 Millionen Juden, in alle Länder der Welt zerstreut, stehen .ohne Vertretung da. Wohl vertritt die vom* Völkerbund anerkannte Jewish Agency das jüdische Volk beim Aufbau Erez Israels, aber in der Diaspora ist es wehrlos und stumm, weil niemand da ist, der in seinem Namen vor dem Forum der Kulturvölker das Wort führen und handeln kann. In hartem Schicksal sind seine Teile vereint, aber zersplittert und zerschlagen ist es, wenn es gilt, dem Unrecht und der Gewalt zu begegnen. Sollen die Juden nicht zugrunde geben, soll nicht das älteste Kulturvolk die Beute grausamer und schimpflicher Verfolgung werden, dann muß diesem Zustande stummer Wehrlosigkeit ein Ende gesetzt werden. Den Juden aller Welt eine Vertretung zu geben, die, getragen vom Vertrauen des ganzen Volkes, für dieses Volk 'sprechen und bandeln kann, das ist Sinn und Zweck des Jüdischen Weltkongresses. Nach gewissenhafter Prüfung aller maßgebenden Umstände ist das von Vertretern aller Länder beschickte Komitee für die Vorbereitung des Kongresses zu dem Entschluß gekommen, den Ersten jüdischen Weltkongreß für den 8. August 1986 nach Genf einzuberufen. Die Tagesordnung des Kongresses wird der Erledigung folgenden Programms gewidmet sein: Ziel des Kongresses: Schaffung einer ständigen Repräsentanz des jüdischen Volkes. Aufgaben des Kongresses und der von ihm wählenden Instanzen: 1. Verteidigung der Gleichberechtigung der Juden (nationale und bürgerliche Rechte). 2. Wiederherstellung der Gleichberechtigung der deutschen Juden. 3. Kampf gegen den Antisemitismus. 4. Schaffung der Grundlagen für eine jüdisch-ökonomische Politik. 5. Rationalisierung und Demokratisierung der_.jüdischen Hilfsarbeit. ....... 6. Beteiligung am Aufbau des jüdischen Palästina). 7. Jüdische Emigration und Kolonisation. _ 4 8. Schaffung eines Volksfonds für die Durchführung dieser Aufgaben. Wahlmödus: Wahlberechtigt ist jeder Jude und jede Jüdin, welche sich zum Programm des .f'icPschen Weltkongresses bekennen und das 18. Lebensjahr überschritten haben. Wählbar ist jeder in die Wahlliste eingetragene Jude (Jüdin), welcher das 24. Lebensjahr überschritten bat. Juden Österreichs! Die harte Zeit, in der wir leben, macht es überflüssig, weitere Worte über die große Bedeutung dieser historischen Tagung zu verlieren, die nicht nur für das jüdische Volk eine Lebensfrage bedeutet, sondern für die ganze Kulturmenschheit von größter Wichtigkeit ist, weil die gerechte Lösung der Judenfrage dazu beitragen wird, den Frieden in der Welt zu fördern. Wo die Vertreter der Weltjudensohaft versammelt sind, dürfen die Vertreter der österreichischen Juden nicht fehlen. Korßula S 115, S 149, S 165, Kastei Stari S 138, Korfu S170; 2 Wochen Wien-Wien komplett. „Relsedlenst Austria“, Reisebüro Klea, VI., Mariahilferstr. 85, B 29-0-81. Die ersten Wahlen zum Weltkongreß Paris, 23. Juni. Das Zentralbüro des Comitö des Delegations Juives und des Jüdischen Weltkongresses teilt über die ersten durchgeführten, beziehungsweise in Gang befindlichen Wahlen zum Jüdischen Weltkongreß mit: Amerika: In Washington fand am 13. und 14. Juni ein« vom American Jewist Congriess einberufeno Konferenz statt, um die amerikanische Delegation zum Ersten Jüdischen Weltkongreß in Genf zu wählen. Anwesend waren 1361 Delegierte, die aus Wahlen von 3616 Idealem jüdischen Organisationen und 24 Landesorgamisationen aus 99 Städten und 32 Bundesstaaten der USA. horvorgeigangen waren. Die amerikanischen Juden werden etwa 70 Delegierte. nach Genf entsenden, di« mehr als 2 Millionen Juden vertreten werden. In Jugoslawien haben die Wahlen am 4. Juni stattgofunden. Es wurden die folgenden drei Delegierten gewählt: Großrabbiner von Jugoslawien Dr. Isak Alkalay Präsident der Zionistischen Organisation Jugoslawien Dr. Alexander Licht, ürlnuli am rißer Präsident des Jüdischen Gemoindeverbandes Jugoslawiens Dr. Friedrich P o p s, ferner drei Ersatzdelegierte. ln Spanien wurde der Präsident der Zionistischen Organisation Spaniens und der Madrider jüdischen Gemeinde Ignacio Bauer-Landauer gewählt. In Portugal fanden die Wahlen am 17. Mai statt. Zum Delegierten wurde der Präsident der Israelitischen Gemeinde in Lissabon Prof. Dr. Moses Bensabat A m z a 1 a k gewählt. In Italien, England, Finnland, Estland, Argentinien und Uruguay werden die Wahlen von Delegierten zum Jüdischen Weltkongreß im Verlauf des Monats Juni, in Frankreich, Belgien, der Tschechoslowakei, Österreich, Griechenland, _ Brasilien, Chile, Rumänien und Polen Mitte Juli stattfinden. 48 Stunden Arbeit in welchem Beruf immer, das ist eine ganze Woche einseitiger Betätigung. Diese einseitige Betätigung führt zu erhöhter Ermüdung der bei der Arbeit besonders beanspruchten Körperpartien, aber auch zur Erschlaffung der minderbeanspruchten. Sport und Natur sind der gebotene Ausgleich, ebenso der Gebrauch von DIANA- Franzbranntwein mit Menthol Tägliche Massage mit DIANA erfrischt, regt den Blutkreislauf an, erhöht die Spannkraft. Gleich wertvoll zur Mund- und Haarpflege Verlangen Sie ausdrücklich „DIANA“ Weisen Sie minderwertige Nachahmungen zurück In jedem besseren Geschäft erhältlich Der Präsident des American Jewis.li Congreß Dr. Stephan S. W i s e wird an der am 28. Juni stattfinden dien Londoner Konferenz, in der die englischen Delegierten gewählt werden, teilnehmen. Sodann unternimmt Dr. Wise eine große Reise durch Europa und wird in Paris, Wien sowie in dein Hauptstädten Rumäniens und Polens an großen Kundgebungen für den Jüdischen Weltkongreß teilnehmen. Infolge plötzlichen Ablebens meiner Frau während der Reise von Tel-Aviv nach Wien bin ich genötigt, Tel-Aviv Balfourstraße 19, seit Jahren Pension Basch mente in bestens eingeführte nebst Mittagstisch zu verkaufen*, Anfragen Basch bei Wawra, Wien, XHL, Auhofstraße 11. // Tel. A 54-9-33. Ausgestaltung des Spitals der Israelitischen Kultusgemeinde Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde hat in seiner Sitzung vom 24. Juni die zwei für die internen Abteilungen des Spitals der Kultusgemeinde ausgeschriebenen Primariate mit den Herren Professor Dr. Herbert Elias und Professor Dr. Leo Heß besetzt. Mit Professor Elias und Professor Heß ziehen zwei Männer in unser Spital ein, die als Internisten und akademischer Lehrer einen ausgezeichneten internationalen Ruf besitzen. Es wird kaum ein Spital in Wien geben, dessen interne Abteilungen so glänzend besetzt sind wie jetzt die des Spitals unserer Gemeinde und wir sind davon überzeugt, daß die neu ernannten Primarien sowohl als Kliniker als auch in der Ausbildung jüdischer Jungärzte Hervorragendes leisten werden. Der Kultusvorstand hat bei seiner Wahl unter zahlreichen guten Bewerbern die besten herausgesucht und damit volles Verständnis für das Spital und den ärztlichen Nachwuchs bewiesen. Die jetzt vorgenommenen Ernennungen sind nur die erste Etappe zur Ausgestaltung des Spitals der Israelitischen Kultusgemeinde. Der Kultusvorstand hat beschlos¬ FERIENHEIM SS für 3- bis 14-jährige Schloß Ginseiberg, Neustift b. Scheibbs, N.-ö., herrliche Lage, vorzügliche Kost. Fremdsprachen — Schulnachhilfe Arzt im Heim Mäßige Preise Leitung: dipl. Montessorilehrerin LORE REINIGER Telephon A 48-3-89, II., Große Schiffgasse 5 sen, eine eigene Herzstation zu errichten. Die Stelle des Leiters gelangt zur Ausschreibung. Weiters gelangt ein physikalisch-therapeutisches Institut zur Errichtung. Das chemische Laboratorium wird erweitert und ab 1. September in der Lage sein, alle medizinisch-chemischen Untersuchungen vorzunehmon. Schließlich wird am 1. September 1936 oiue eigene Radiumstation .er-/ richtet und die Errichtung von selbständigen Ambulatorien wird vorbereitet. Diese Beschlüsse, die getreu dem zionistischen Programm, den ganzen jüdischen Lebensbereich in die Tätigkeit der Jüdischen Gemeinde einzubeziehen, gefaßt wurden, werden dem zionistischen Kultusvorstand sicher die Anerkennung der jüdischen Bevölkerung eintragen. herrlicher Sommeraufenthalt de- „Rrlth Zlonuin einer erstklassige . Pension, direkt am Meer gelegen. Aufenthalt mit reichiielie, Verpflegung, Fahrt Wien Riccione—Wien. inkl. Strand Kabine, Bedienung usw. und eintägigem Aufenthalt i > Venedig S 185*—. (Für Nichtstudenten Bahnzusehla - S JO’—). Abfahrten nur am 18. u. 25. Juli, 1. u. 15. Augut' nachts. — Anmeldungen und Auskünfte: Zion. Lande* verband T., Marc-Aurel-Slraße 5, Tel. U 22-2-11; „Brith Zion" Prater, II.. Stnwerstraße 1. Tel. R 40-1-86 L. . RICCIONE 3 WOCHEN Zionisten und Auchzionisten In dem Organ des Bundes jüdischer Frontsoldaten vom 15. Juni 1936 versucht ein Herr H. S. in einem mit dem Titel „Zur Frage der jüdischen Einheitsfront“ überschriebenen Artikel den Nachweis zu erbringen, daß die vom B. J. F. für das jüdische Leben in der Galuth gefundene Form nicht nur ein Prachtstück durchgeistigter Konzeption darstellt, sondern daß auch die Zionisten dankbar dafür sein müßten, daß im B. J. F. zionistische und nichtzionistische Kameraden mit vereinten Kräften daran gehen, die ureigenen Werte des Judentums aus der Tiefe, in die sie versunken sind, wiederum ans Licht zu bringen. Natürlich ist H. S. sichtlich darüber befriedigt, daß schon der erste Spatenstich — die vom Bund ausgegangene Initiative zur Bildung einer nach nichts sagenden Richtlinien aufzubauenden Einheitsfront — die Spuren von reinem Gold weltanschaulicher jüdischer Erkenntnis bloßgelegt hat. Es bestünde für uns kaum ein Anlaß, uns mit den Ausführungen dieses seltsamen Rutengängers näher zu beschäftigen und wir könnten uns mit der in unserer Nummer vom 19. Juni veröffentlichten Antwort des Zionistischen Landesverbandes an den B. J. F. begnügen, wenn H. S. es nicht für notwendig befunden hätte, sich zum Beweis für die Richtigkeit seiner Argumentation auf das Zeugnis des verstorbenen Oberrabbiners Dr. Chajes zu berufen. Herr H. S. schreibt: „Die Aufgaben der jüdischen Gemeinde sind durch ihre Statuten umschrieben. Dazu gehört die Politik nicht, soferne man nicht das jüdische Erziehungswesen als Politikum betrachtet. Niemand hat es klarer erkannt und mit ‘größerem Freimut ausgesprochen, daß die Aufgaben der jüdischen Gemeinschaft weit größersind, als es die der Gemeinde sein können, als der große Jude Chajes.“ Wer aber den im Nachlaß des verstorbenen Oberrabbiners Vorgefundenen Aufsatz über „die Aufgaben der jüdischen Gemeinschaft“ (Rosenfeld, I. Band, Seite 303) nachliest, erkennt auf den ersten Blick, daß der Autor des Artikels in der „Jüdischen Front“ seinen Sinn entweder nicht erfaßt, oder absichtlich mißverstanden hat. Der Aufsatz ist vom April 1924 datiert und enthält eine wuchtige Polemik des verstorbenen Oberrabbiners gegen die Auffassung der damaligen unionistischen Majorität über die der Gemeinde obliegenden Aufgaben. Er macht der damaligen Vorstandsmehrheit zum Vorwurf, daß sie für die drei wichtigsten Aufgaben der gegenwärtigen jüdischen Generation: erstens die Anteilnahme an dem Aufbau Palästinas, zweitens die jüdische Politik, drittens die jüdische Erziehung — nicht das notwendige Verständnis auf bringt. Chajes wendet sich dagegen, daß die jüdischen Gemeindevertreter und Behörden sich auf den Standpunkt stellen, „sie hätten nur die Interessen der hier lebenden Juden zu besorgen und der Aufbau Palästinas sei eine Angelegenheit, welche die in Wien lebenden Juden nicht interessiert.“ Der verstorbene Oberrabbiner mißbilligt es, daß ein Teil der österreichischen Juden die Meinung vertritt, daß es in ihren Wohnländern keine jüdische Politik gibt. Es kann aber auch für jeden, der zu lesen versteht, nicht einen Augenblick zweifelhaft sein, daß Chajes die von der Union vertretene Meinung, daß nach dem Statut die Gemeinde ausschließlich nur für die religiösen Bedürfnisse ihrer Mitglieder zu sorgen hat, im gleichen Maße als abwegig und verfehlt ansieht, wie ihre Teilnahmslosigkeit gegenüber dem Aufbauwerk in Palästina und ihre Feindseligkeit gegenüber der jüdischen Schule. Es ist schade, daß Herr H. S. die Reden und Vorträge des verstorbenen Oberrabbiners nicht naohgelesen hat, bevor der Bund jüdischer Frontsoldaten seine „Richtlinien“ veröffentlichte. Als Zionist wäre er dann vielleicht doch dafür eingetreten, daß der B. J. F. die .drei großen Aufgaben, die Chajes nennt, sich für seine Einigungsaktion zu eigen gemacht hätte und es wäre ihm erspart geblieben, seinen Artikel schreibet/ zu müssen. Herr H. S. sagt in seinem Artikel weiter. „Der Sinn des Zionismus war und ist, daß der in ihren Wohnsitzen verbleibenden Judenheit von Palästina aus immer wieder neue Impulse zu einem besseren, würdigen, jüdischen Leben gegeben werden. Ob sich diese Hoffnung erfüllen wird, läßt sich heute nicht sagen.“ Damit beweist H. S., daß ihm die ungeheuren Impulse fremd geblieben sind, die seit Jahren aus dem jüdischen Palästina in die Galuth ausstrahlen, daß er kein Verständnis hat für die Leistungen des Jischuw, auf die die Massen der Galuth mit ehrfürchtigem Erstaunen blicken, und daß er nicht erkennt, in welchem Maße das Vorbild unserer Chaluzim unseren eigenen Lebensmut wieder erweckt. Nachdem H. S. noch nebenbei der zionistischen Organisation eins am Zeug flickt, indem er ihre hauptsächlichste Betätigung in den Sammlungen für die nationalen Fonds erblickt, landet er schließlich bei der Erkenntnis, daß für die Juden, die in ihrer Heimat bleiben wollen, sich im B. J. F. der Weg zu einem neuen, bewußten Judentum eröffnet, in dem sich das aufrichtige Bekenntnis zum Staate mit der Erkenntnis ureigener Werte verbindet. Daß das Bekenntnis zum Staate, in dem wir leben und dessen Bürger wir sind, einen integralen Bestandteil des Programms aller jüdischen Gruppen bildet, daß in diesem Punkte keinerlei Verschiedenheiten, nicht einmal Nuancierungen, bestehen, ist hinlänglich oft und nachdrücklichst unterstrichen worden und wir wollen nicht glauben, daß der B. J. F. durch die besondere Betonung seiner vaterländischen Gesinnung dahin zielt, sich von anderen jüdischen Gruppen zu distanzieren. I Landaufenthalt für jüdischen Knaben Mittelschullehrer mit 2 Knaben, 11 und 13 Jahre, nimmt 1 Knaben passenden Alters mit aufs Land an Salzkammergutsee für 2 Monate oder kürzer. Beste Verpflegung. Auf Wunsch Nachhilfeunterricht. Bedingungen nach Vereinbarung. Anfragen telepb. U 18-6-87, täglich 2 bis 3 Uhr. Es bleibt somit für den vom B. J. F. in Angriff genommenen Neuaufbau bewußt jüdischen Lebens kaum etwas anderes übrig, als die Besinnung auf die ureigenen Werte, 'die nach unserer zionistischen Auffassung ausschließlich und allein nur in der nationalen zionistischen Renaissance auferstehen und fortleben werden. Wenn sich unter dem Buchstaben „H. S.“ als Autor Herr Dr. Heinrich Sokal verbirgt, also einer, der viele Jahre in unseren Reihen gestanden ist, so beweist dies nichts gegen den Zionismus. Es gibt in jeder Bewegung Menschen,, die auf Irrwege geraten und es gibt Zeiten, wie die, welche wir jetzt durchleben, in denen Menschen die Unterscheidung dafür verloren geht, was vorübeigehenden Zeitwert hat und was unerschütterliche, an die Zeit nicht gebundene Wahrheit ist. Damit aber Herr Dr. Sokal nicht noen weiter sich in assimilatorischen Gedankengängen verstrickt und es am Ende noch für seine zionistische Pflicht hält, dahin zu wirken, daß durch eine Einheitsliste den Nichtzionisten und Antizionisten der Weg in die Kultusgemeinde geebnet wird, so empfehlen wir ihm zur Lektüre Theodor Herzls Eröffnungsrede zum zweiten Kongreß, er wird sieh dann vielleicht über den Sinn des Herzl-Wortes „Erobert die Kultusgemeinden“ klar werden. „Wer nicht für uns ist, der ist gegen ups.“ Dieses Wort gilt auch für Herrn Dr. Sokal und seine „zionistischen“ Freunde im B. J. F. Wir aber werden, auch wenn die ideologischen Grundlagen mancher Frontkämpfer, die sich noch Zionisten nennen, ohne es zu \

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