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Die Stimme · 1936-06-23 · Heft 558 (23.6.1936) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 558 (23.6.1936)
Date
1936-06-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite Z DIB STIMM6 Nr. 558 — Wien, Dienstag, 23. Juni 1936 Jeden Sonntag billige Ferien-Sonderfahrten mit der Czernotvltzer Allgemeinen Zeltnng nach Polsn. Czsmowlfz Abfahrt: 27. Juni 1936 (23‘löUhr) und 6. Juli früh Anmeldungen .ausschließlich* Reisebüro „Dfarlenbrflcke'S 1. RotentnrmstraBc 20 Telephon R 24-2-86/87 wußt. werden, daß England zu han dein entschlossen ist. Feisal-Vertrag echt Am Schluß der Debatte gab der Minister für die Kolonien, Ormsby-Gore, eine ergänzende Erklärung ab. Auf die Anfrage eines Abgeordneten dementierte der Minister nachdrücklich die Gerüchte, daß die Kopie des von König Feisal und Dr. Weizmann seinerzeit Unterzeichneten Abkommens falsch sei. Der Minister machte sodann folgende Feststellungen: Die arabischen Führer in Palästina erkennen selbst an, die Kon trolle über die Lage verloren zu haben. Die Regierung sehe daher vor sich niemanden, mit dem verhandelt werden könnte, solange die Ordnung nicht wieder hergestellt ist. „Wir sind entschlossen“, sagte Minister Ormsby-Gore, „diesen Kampf zu Ende zu kämpfen, auch wenn dies die Anwendung harter Mittel bedeuten wird.“ Woher kommen die Streikgeldei? Der Abgeordnete Johnston fragte, ob der Kolonienminister schon Beweise dafür habe, daß Unruhen und Blutvergießen in Palästina irgendwie durch Mittel aus außerpalästinensischen Quellen finanziell gefördert werden und, wenn dies zutreSe, was für Quellen dies seien. Lord Hartington erklärte, der Kolonienminister sei der Ansicht, es sei kaum daran zu zweifeln, daß vor und während der Anfangsstadien der Unruhen Geld von ausländischen Quellen, die sehr schwer festzustellen seien, an Streikende und andere Personen in Palästina verteilt wurden; der Minister habe vom High Commissioner jedoch keine bestimmten Beweise dafür erhalten, was 3ür~Qtiellen dies seien. Abg. Johnston: Hat der High Com-missio rier einen Beweis dafür, daß ein Teil dieser Gelder aus Rom kam? Lord Hartington wiederholte, er besitze keinen genauen Beweis. Abg. Macquisten: Kam nicht ein Teil aus Rußland? Die Frage blieb unbeantwortet. Reg . »9 l. Adlergasse 8 Völkerbund und Palästina Genf, 19. Juni. (JTA.) Die Eröffnung der diesjährigen Herbsttagung der Mandatskommission wurde für den 15. Oktober festgesetzt. Der Bericht über die am 12. Juni beendete Frühjahretagung wird dem Völkerbundrat im September vorliegen. Diese Tagung des Völkerbundrates beginnt einige Tage vor der für den 7. September einberufenen Völkerbund Versammlung und wird nach dem Schluß der Völkerbundversammlung, d. h. in den letzten Tagen des September, beendet. Die darauf folgende Tagung des Völkerbundrates findet erst Anfang Jänner 1937 statt. MÖBEL« INTER für öelegenheltsklufe Wien, VIII., Stadtbahnvfadufct 23 be! Lerchenfelderstraße Telephon: A 21*5*31 Neue Merkblätter für Auswanderer Die WlrtschaStssteUe des Palästina-Amtes teUt mit: Da vielfach die Erfahrung gemacht wurde, daß die Auswanderer nach Palästina infolge ungenügender Kenntnis der Bestimmungen als auch der notwendigen Formalitäten, Schwierigkeiten verschiedener Art auegesetzt sind, gibt die Wirtschaft<?<steile des Palästina-Amtes nunmehr Merkblätter kostenlos den Auswandernden mit, die über alle für sie wesentlichen Punkte Aufklärung geben. Außerdem werden dieso von nun an auch in den in Betracht kommenden Zeitungen veröffentlicht, damit alle Interessenten sich dieso Neueinführung zu Nutze machen können. Das letzte diesbezügliche Merkblatt enthält Bestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Valuten in Italien. Sie lauten: 1. Personen, die von Italien ins Ausland fahren und vorn Auslände nach Italien kommen, dürfen nicht mehr als 300 Lire in Banknoten und 50 Lire in Metallgeld aus-, beziebungsvyciae 100 St. 36 Gr. 4MRBBMI ALMULY Zigarettenhülsen RAX 100 s<r 30 Or. einfilhren. Mehrbeträge, die auf Grund der Touristenabkommen mitgeffihrt werden dürfen, können nur in ausländischer Währung ausgeführt werden. 2. Personen, die auf italienische Währung lautende und zur Auszahlung in Italien bestimmte Kreditbriefe oder Schecks besitzen, müssen die betreffenden Beträge in Italien verwenden. Eventuelle Differenzen werden in den Herkunftsländern von den Institutionen, die diese Kreditbriefe oder Schecks ausgestellt haben, in der entsprechenden Währung zurückgezahlt. 3. Die „gelben Scheine“, auf denen die Ausfuhr italienschen Gehles bestätigt wird, worden von nun ab nicht, mehr ausgegeben. 4. Der Besitz sämtlicher Valuten, Kreditbriefe, Travollerschecks ttsw. muß an der italienischen Grenze unaufgefordert der Zollbehörde angezeigt werden, die die Angaben im Reisepaß einträgt. 5. Für die Ein- und Ausfuhr ausländischer Valuten gibt es keine Beschränkungen. Jedoch ist die im Punkt 4 enthaltene Vorschrift genauestens zu beachten, um Schwierigkeiten bei der Ausfahrt von Triest zu vermeiden. PI. Erlöset den Boden Von Dr. J. Adler fielt es s-ich hier tun mehrere tausend Menschen. In gleichem Maße ist auch der .stärkere Schutz der landwirtschaftlichen Siedlungen vor allem eine Bodenfrage. Unter diesem Gesichtspunkte gewinnt die Erweiterungs- und Abrundungspolitik des Keren Kajemeth in den letzten Monaten ein besonderes Interesse, z. B. der Erwerb des Taibe-Bodens zwischen Ain Cliarod und Beth Alpha. Auch der private Bodenkauf wird auf Grund der bitteren Erfahrungen der letzten Wochen ga.r keinen anderen Weg mehr gehen können, als an die großen Siedlungskomplexe Anlehnung suchen, wie sie durch den KKL und die PICA geschaffen sind. Unmittelbar jiängt mit der planmäßigen Konsolidierung der vorstädtißchen und landwirtschaftlichen Siedlungen auch der Schutz unserer Ernährungsbasis Wie haben die Araber-Unruhen auf den jüdischen Wirtschaftssektor eingewirkt? Die ökonomische Verlustliste ist bokaaint: Es wurden Häuser, Felder und Pflanzungen verbrannt, über Nacht entstand ein schwerwiegendes Flüchtlingsproblem, als Tausende von Juden Jaffa und dio Altstadt-Viertel Jerusalems räumen mußten. Die Unterbrechung oder Gefährdung wichtiger Verkehrsverbindungen im Lande zwangen auch zahlreiche jüdische Arbeiter zu unfreiwilligem Feiern. Das Ausbleiben von Lebensmittellieferungen seitens der arabischen Landwirtschaft und von Baustofflieferungen seitens arabischer Steinbrüche, Kalkwerke usw. brachte viele Unzuträglichkeiten für unsere Konsumversorgung und für den Fortgang unserer Bauarbeiten mit sich. Das plötzliche Aufhören und seitherige Stocken des wirtschaftlichen Kontakts mit dem arabischen Wirtschaftssektor war von empfindlichen Einbußen für nicht wenige jüdische Geschäftsleute begleitet, und schon aus - . , diesem Grunde kann es uns nicht gleichgülzusammen. Gewiß, als aas arabische Ei, tig sein, wie sich das Schicksal der p®13^ und Obst ü,beF Nach,fc von unseren arabischen Wirtschaft, die sich Wirkten verschwand, ist deshalb noch niedurch den Streik geradezu ™aüd verhungert. Unsere Siedler gaben sich selbst zerfleischt, künftig gestalten d3e .äußerste Mühe, die Verbraüoher in den w}r^ Städten gut und preiswert zu beliefern. Es wäre in diesem Moment ein müßiges Außerdem gelang es jüdischer kaufmänni Beginnen, all die erwähnten Schäden und Initiative, un Lebensmittel-Import aus Verluste auf so oder so viel. Zehntausende ^en und Ägypten, bisher hauptsächvoa Pfunden berechnen zu wollen. Das ist .!JA aratftseben Htodön lag, erstmals stär Sache eines späteren Termins, und es. wird ktfrlWz^teenvAber80 erfreulich es auch bestimmt nicht versäumt werden, Sc ha- W hiiötoeh Ebener Gesdiaftszweig d e n e r s a t z z u v e r 1 a n g e n, vor allem an die .jüdische. WlrtSbhäf t angegliedert -und von einer Regierung, die einen lhre Abhängigkeit vom arabischen Sektor Überschuß von fast sieben Milentsprechend vermindert ^wurde, kann es lionen aufhäufte, während sie doch nidh# auf die Dauer > befriedigen, mit primitivsten sicherheitsdaß e!n typische. Agrarland wie Palästina, polizeilichen Vorkehrungen mit semer besonderen Eignung für Geflügelgeizte. Ohne dieser Abrechnung heute zucht und Gemüsekultur, immer noch auf vorzugreifen, fragen wir jetzt: Wie können den..Import.angewiesen, ist, während es viel wir dafür sorgen, daß in Zukunft Verluste, m6bf em Exportland — z. B. für Fruhwie sie diesmal unser Wirtschaftsleben tragemuse, Kartoffeln, Tomaten . sein konnte fen, vermieden werden? Die Antwort darauf u?d P1®1 z®.lSfc ®m besondere lautet: Ohne die unumgängliche Notwendig- Z*®! für die Fortführung unserer keit einer Kooperation mit der arabischen landwirtschaftlichen Kolonisation Ein paar Wirtschaft zu negieren (z. B. hinsichtlich ^ablen machen das recht deutlich: Wir hader gemeinsamen Förderung des Orangen- ^ahre 1935 eine jüdische Eierpro Exportes!), müssen wir dennoch aus reinen ^U)P10? von e^wa 18 Millionen Stuck ge SelbsterhaltungsgTünden uns von gefährbabt,_ dagegen rund 76 Millionen Auslandsliohen Abhängigkeiten zu befreien suchen. eier importiert. Für Kartoffeleinfuhr gaben Esdarfnichtwiedergeßchehen, wuir,1111 l^n.Jah.r97.208 für Frischdaß Jaffa auch nur auf die Idee obst' und Gemuseeinfuhr LP 204.235 aus. kommt, uns vom Weltverkehr Dem arabischen Demagogen wird die abzuschneiden oder gar „Tel- Lust zu künftiger Wiederholung ihrer Streik- Aviv auszuhungern“. Es darf nicht und Störungsmanöver um so eher vergehen, mehr dabei bleiben, daß Juden vereinzelt in je deutlicher wir ihnen zeigen, daß an der arabischen Quartieren wohnen und über- Größe, der Unabhängigkeit, an der Kraft raschenden Ausbrüchen wilder Feindselig- und Geschlossenheit unseres Wirtschaffcskeit preisgegeben sind, und es muß unbe- Sektors ihre Vorstöße wirkungslos abpraldingt dafür gesorgt werden, len. Je einheitlicher die jüdischen Wohn- und n 0, .. . . , . . Siedlungsgebiete sich präsentieren, je geffrnRprnS«»jr«6p.m1?wSraUf dem LantIe, nauer ihre Gtitererzbugung, vor allem ihre £Ä,äSj®“tS, G/'“Pp‘eru5f.H,erf0,8‘! Lebensmittelproduktion, aut den eigenen um dadurch die Sicherheit der Siedler und Bedarf eingespielt ist, um so höher dio Sicherheit im weitesten politiihrer Felder und Pflanzungen zu erhöhen. Die schon nach der „Abessinien-Depression“ des vorigen Herbstes aktuell gewordene Forderung nach einem allgemeinen Bodenerwerbs-, Siedlungs- und Produktionsplan, der neben dem Kolonisationswerk der Jewish Agency auch auf die Maßnahmen der Privat-Initiative seinen Einfluß ausüben soll, erscheint heute dringlicher als je zuvor. Viel Geld und Kraft ist in der Vergangenheit zersplittert worden durch planlosen Bodenkauf, zusammenhangloses Siedeln. Künftig muß das anders werden, auch wenn die Lage sich wieder „normalisiert“ hat. . Einen Ausgangspunkt gowähren bereits die Notmaßnahmen des gegenwärtigen Augenblicks. Viele Flüchtlinge, heute provisorisch untergebracht, werden nicht wieder nach Jaffa und nach der Jerusalemer Alttadt zurückkehren. Dor Aufbau neuer Wohnquartiere, möglichst in Form von vorstädtischen Siedlungen, verbunden mit Gartenbau und Kleinviehzucht als Hilfswirtschaft, ist daher eiligstes Gebot der Stunde. Billiger Bode n u n d Bau k r e d i t sind dabei die Hauptsacke. Allein in Tel-A,viy hanschen und ökonomischen Sinne. JVas wir hinsichtlich der Lebensmittellieferung bemerkten, bezieht sich in ähnlicher Weise auch auf den Baustoff bedarf, auf unsere Selbstversorgung mit einheimischen Steinbruchprodukten. Wiederum tritt dabei die Bodenfrage in den Vordergrund, der Erwerb und Aufbau von Prqduktionsstätten, die in sicherer Nähe jüdischer Siedlungszonen liegen. Ein Gegenstand besonderer Sorge ist gegenwärtig das Verkehrsproblem. Zwar hat das jüdische Palästina den Schlag, der mit der Lahmlegung des Jaffaer Hafens gegen uns geführt werden sollte, geschickt dadurch pariert, daß es einen eigenen Hafenoetriob am Tel-Aviver Strande, an derJarkonraiindung, eröffnete, und es gehört zu den unvergeßlichen Erlebnissen dieser Tage, wie die breiten Massen der Bevölkerung ihre Spargroschen zu den Banken trugen, um Anteile am Hafenbaufonds („Ozar Mifale Jam“) zu zeichnen. Aber es handelt sich hier nicht nur um die „Hafen-Autarkie“ Tel-Aviv« und überhaupt des jüdischen jjnd, Hochinteressante billige Gesellschaftsreise nach BUKAREST (und SSIHIElVHCltGKN) Vbfahrt: 5. Juli« Rückfahrt: 10. Juli und spater Rofortnnmeldungen Reisebüro „IIUJT“ I., Karlsplatz 1. Telephon U 41-5-79 SUdpalästina, sondern auch ferner um das Problem der Sicherung der großen Uberlandverbindungen, namentlich der Straße Tel-Aviv—Haifa, die direkt durch das Scharon baldigst, vollendet werden muß, um uns nicht mehr den Terroristen Tulkarms und J-enins auszusetzen. Mit diesem Straßenbau hängt auch wiederum dio Erschließung des Emek Chefer eng zusammen. Hier zeigt sich ebenfalls eines der nächsten Ziele unserer praktischen und politischen Arbeit. Ob Fragen der Siedlung oder der Produktion oder des Verkehrswesens, immer wieder führt die aktuelle Betrachtung zum Zentralproblem des Aufbauwerks zurück, zum Bodenproblem. Wir sind heute fast ein Drittel der Geeamtbevölkerung Palästinas; das ist unsere Stärke. Aber wir besitzen noch keine 7 Prozent des Territoriums; das. ißt unsere Schwäche. Je mehr jüdischer Boden, um so mehr Raum für neuo Einwanderung, desto sicherer die Siedler und ihr Heim und ihr Feld, um so gewisser die unabhängige Selbstversorgung, um so leichter lösbar die Verkehrefragen. „G e u. 1 a t h Haare z“, trotz allem und erst recht! Die Finanzlage der Jewish Agency Berlin, 17. Juni. (JTA.) Auf der Beiratstagung der Jewish Agency für Deutschland hielt nach dem Referat des Mitgliedes der Exekutive der Jewish Agency, Dr. Werner Senator (Jerusalem), der Vizepräsident des deutschen Keren Hajessod, Dr. Michael Trau b, ein Referat über die Finanzlage der Jewish Agency. Im ersten Halbjahr des Jahres 5696 sind von der Jewish Agency 178.430 Pfund ausgegeben worden, während an Einnahmen nur 134.000 Pfund zu verzeichnen waren. Das Defizit von 44.330 Pfund ist durch Überschüsse von Budgotzahlungen und durch diverse Kontokorrents und Bankverrechnungen gedeckt worden. Die Ausgaben sind in Höhe von 84.065 Pfund für landwirtschaftliche Kolonisation, von 10.582 Pfund für die landwirtschaftliche Versuchsstation, von 24.585 Pfund für Alija und Haebschara und 16.969 Pfund für öffentliche Arbeiten verwendet worden. Die übrigen Ausgaben entfallen auf Erziehungs- und Kulturarbeit, Gesundheitsdienst, nationale und religiöse Anstalten, Verwaltungsspesen und anderes mehr. Mit sämtlichen Siedlungen sind bereits die Verträge auf Rückzahlun der Schulde n an den Keren Hajessod abgeschlossen worden. Die in Frage kommenden Beträge belaufen sieh bei den alten Siedlungen auf 795.513, bei den neuen Siedlungen (Emek Chefer) auf 139.387 Pfund. Die Rückzahlungen der alten Siedlungen beginnen mit dem Monat September 1936, die der neuen im März 1987. Für neue Koiomisation in den Moscliawim, Moschawot, den kooperativen Siedlungen und in der Mittelstandskolonisation sind im letzten Halbjahr 51.285 Pfund verwendet worden. Außer dem regulären Kolonisationsbudget von 84.065 Pfund sind in dieser Periode 21.600 Pfund in der Hule-Gesellschaft investiert worden. In der allernächsten Zeit werden vom ordentlichen Budget des Jahres 5696 50.000 Pfund in die palästinensische Gesellschaft für landwirtschaftliche Kolonisation angelegt werden. Das Kapital dieser Gesellschaft beträgt 50.000 Palästina-Pfund; sämtliche Gründungsaktien besitzt der Keren Hajessod. Die Gesellschaft wird aber außerdem weitere Kapitalien mobilisieren. Durch diese Neugründung erhält die Jewish Agency die Möglichkeit, sowohl privates als auch öffentliches Kapital zu konzentrieren und gemeinsam mit dem nationalen Kapital das Kolonisationswerk des Keren Hajessod fortzusetzen. Es soll ferner die Gründung eher Agrarbank erfolgen, die den Kolonisten, die ausschließlich jüdische Arbeiter beschäftigen, Darlehen gewähren wird. In diese Gesellschaft wird der Keren Hajessod 5000 Pfund, die Anglo-Palestine-Bank 25.000 Pfund inve-< stieren. Die Bank wird auch Obligationen verkaufen, um dadurch privates Kapital beranzuzichen lunid, jihxen Wirkungskreis zu

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