Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 551 (26.5.1936)
- Date
- 1936-05-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Mr. 551 — 26. Mai 1036. 0» STIMM! Seite 5 Der Einsatz des Lebens Pdläslmensbdic Problematik von heute und morgen Von Oberrabblner Dr. Robert Serebren'ik, Luxemburg. Um os gleich zu sagen: Palästina mag ein polhieolve® Problem fürr England seim, aber für uns ist es das nicht. Problematisch ist uns nur der neue PalästLnajudiO. Der Judo hat zweitausend Jahre Diaspora und Gallith hinter sich, und ich weiß nicht, wieviele Juden wieviele Jahre Ckduth und Diaspora noch vor siioh haben. Die Unsicherheit der Existenzbedingungen hat in dem Juden einen geschärften Sinn für das unentrinnbare Auf und Ab in Geschichte ünid Leben entwickelt. Au® dem sehnsüchtigen Bedürfnis nach Sicherheit, mich Sicherheit seiner Person und seines Vermögens wind in ihm eine feine Witterung für bevorstehende politische Katastrophen und zu erwartende wirtschaftliche Konjunkturen geboren. So flieht der Jude vor der Krise und zieht nach dem Schauplatz der Konjunktur, nach den befriedeten Punkten der Erdoberfläche. Anders ein Volk, da« das Bewußtsein in sich trügt, auf eigenem Boden zu leben. Ein solches Volk flieht vor nichts, weder vor Krise, noch vor Krieg oder Unterjochung. Es bleibt auf dem Boden, der es selber und seine Nahrung wachsen läßt, mag auch die Nahrung noch so kärglich sein, mag sie a/uoh mit noch so großen Entbehrungen und mit noch so soll wer en moralischen Opfern erkauft werden müssen und diie politische Konstellation zeitweilig ganz trübe Aussichten bieten. Unter diesem Blickwinkel muß man die Wandlung bedenklich Anden, die sich seit kurzem in der Einstellung vieler Juden zur zukünftigen Entwicklung Erez Jferaels vollzogen hat. In den letzten Monaten hat der Einstrom von Menschen und Kapitalien nach Palästina sichtlich nachgelassen, und bei vielen, die ursprünglich Erez- Ji/sraol als das selbstverständliche, natürliche und unau&weohselibaire Ziel ihrer Auswanderung im Auge gehabt haben, ist Amerika, Südafrika oder ein anderes Überseeisches Land en voguo gekommen. Wenn man nach dem Grund der geänderten Haltung dieser Juden zu Palästina forscht, so findet man ihn schließlich in einem gesunkenem Vertrauen zur Sicherheifc des dortigen Aufbauwerkes. Der Komjunkfnriustinkt läßt sie andere Wege gehen, weil säe Palästina nicht mehr als krisenfest, nicht als wirtschaftlich, moralisch und politisch .hieblind stiohfeet betrachten, weil ihnen der Glaube an die gesicherte Zukunft des jüdischen Jischuw fehlt, den säe von politischen Unruhen und dann auch von sozial ökonomischen Umwälzungen bodrolif schon. Und die Ereignisse der jüngsten Zeit scheinen ja ihren Befürchtungen recht gegeben zu haben. Die Bedenken, die angesichts dieser Erscheinung auftauchen, lassen eich nicht dadurch zerstreuen, daß wir une sagen: Paläetina kann und muß auf solche Menschen verzichten. Sicherlich repräsentieren sie als Menschen, die in Palästina eine Konjnnkturursacho sehen, nicht den Typus, der allein dem Aufbau des Landes und des Volkes bowerks tolligen kann, don Typus des Juden, der in Paläetina Erez J i s r a e 1, das heißt die H e imat ei eilt und dom das Leben in der Heimat durch kein bosserce Angebot aufgewogon werden kann. Die entscheidende Frage ist darum: Wieviele solcher Menschen haben wir in Erez, und wieviele noch in der Diaspora lobende, aber palästinageriebtete Juden gibt es, die in dem altiiiHien Land ihre Heimat erblicken? Dazu gehört ein wenig mehr als hinübergöhon und dort arbeiben und investieren; dazu gehört mehr als Klugholt, Geschäftigkeit, Betriebsamkeit, Organisationstalent, Bowüsserungwtochnik, Elektrifizierung, nouo Geniein.sehaftsformen, religiöse Renaissance und oin vielfarbiges Parteigotriebe. Dazu gehört ganz einfach: das Leben eInsetzen können! Zweitausend Jahre Galuth sind an uns nicht spurlos vorfiborgogangen. In starkbotontor Diosscitigkeit will ein jeder von uns noch persönlich den Messias erleben. Diese Tatsache, daß der Jude für eine Idee lieber 'eben als sterben möohte, gibt ihm geistig und kulturell gesehen, unzweifelhaft einen überragend hohen menschlichen Wert, aber 9ie reicht nicht aus, um eine Heimat zu bauen und zu halten. Von dom neuen Palästinamen sehen verlangt die Geschichte in Gegenwart und Zukunft mehr. Wird er im Ißtfalle die Naivität des normalisierten Menschen, die im Ernstfälle unerläßliche und dann »ich bewährende Primitivität de« heimatgobundenen Menschen unter Beweis stellen, der aiuch zium Einsatz «eines Lebens bereit ist? In dieser Fragestellung Hegt das Wesentliche palästinensischer Problematik vcxn heute und morgen. Alle anderen Momente, die Mer hineineplclen und als Tatsächlichkeiten und Begleiterscheinungen den Aufbau Erez Jisraels beeinflussen, Wie England und seine WeltmachtpolitLk, Pipeline, Flottenbasis, Orientsituation, der abessynisohitalienische Konflikt, die religiösen Bewegungen im felam, der erwachende Nationalismus der Araber ußw. rücken davor in den Hintergrund. Wohl ist England in bedeutendem Maße an Palästina interessiert,, aber damit ist noch nicht bewiesen, daß diese Interessen und ihre Wahrung dauernd proportional sind zum Wachsen des zionistischen Aufbauwerkes und zu einem stetigen Ansteigen der jüdischen Einwanderung. Die Araber — und sie sind nicht die einzigen — können sich ein zivilisatorisch auf die Höhe gebrachte« und den britischen Interessen dienendes Palästina auch ohne Juden oder ohne viel Juden oder ohne noch Juden vorstellen. Wir haben ja instinktiv und aus historischem Denken heraus gewußt, daß die Errichtung der Heimstätte Konflikte mit eich bringen wird. Manche sind sogar diesem Ausflug Englands ins Land der Sentiments mit ziemlichem Mißtrauen gegenübergestanden. Wir sagten an- Die Lehren der Palästinaunruhen Von Dr. Cfia Die Unruhen haben noch nicht aufgehört und doch ergeben sich aus ihnen für uns Lehren. Interessanterweise decken sie sich mit unseren bisherigen Erfahrungen. Vorher wollen wir noch einen kurzen Vergleich ziehen zwischen unserer Zeit und der der Rückkehr aus Babylon. Der Vergleich sehr lehrreich. Einst: Wie war die Stimmung der Judenhoit in Babylon nach der größten Katastrophe, die Über sie gekommen war (die Zerstörung des Tempels und der eigenen Staatlichkeit)? Der Prophet Jecheskel gibt sie in Kapitel 37, Satz 11, wieder: „Siehe, sie sagen, unsere Gebeine sind verdorrt, unsere Hoffnung ist verschwunden, verloren sind wirl“ Als die Cyrus-Deklaration kam, kehrten alF diejenigen, „denen Gott den Geisterweckt hatte“ nach Erez Israel zurück. Ihre Zahl betrug über 40.000 Personen. Welche Stimmung beherrschte nun die Heimkehrer unter Führung de® großen Staatsmannes Nechemja und de« großen geistigen Führers Esra? Nehemia, Kapitel 9, Satz 36 und 37, gibt darauf eine kurze, aber klare Antwort: „Siehe, wir sind jetzt Kheühte, und das Land, das du unseren Vätern'gegeben, daß wir dessen Früchte und Güter genießen, wir sind Sklaven darin. Und sein Ertrag mehrt sich für die Könige, die du Über uns gesetzt in unseren Sünden, und über unsere Leiber schalten sie und mit unserem Vieh© nach ihrem Willen, und in großer Bedrängnis sind wir.“ Wie verhielt fach die bisherige Landbevölkerung zum neuen Aufbauwerk? Esra 8, Satz 4, gibt die Antwort: „Da machte das Volk des Landes die Hände des Volkes Judas lässig, und schreckte sio ab vom Bauen.“ Die Bevölkerung des Landes wandte eich an diie „Miandatanrnacht“ mit Deklarationen, die dem Perserkönig mitteilten, daß „die Juden, die von dir heraufgozogen, die aufrührerische und böse Stadt bauen usw., daß man in ihr Empörung getrieben seit uralter Zeit, weshalb diese Stadt zerstört wurde.“ Und was tat die Mandatarmacht? Sie ging auf die Verleumdungen ein und stellte den Bau der Stadt ein. Und wer siegte schließlich? Jüdischer Aufbauwille gepaart mit unerschütterlichem Glauben. Jetzt: Wir zählen jetzt im Lande zehnmal soviel Juden als in der nachbabylonischen Zeit: 400.000. Unsere Alterszusammensetzung ist günstiger als die arabische. Wir drücken schon heute wirtschaftlich dem Lande den Stempel auf. Und gerade deswegen, well unsere Leistungen so groß sind, und obwohl sie der einheimischen Bevölkerung nur Gutes gebmoht, wird jetzt im entscheidenden Moment neuerlich versucht, unser Vordringen zu verhindern. Unter Gewisen ist rein: Nooh nie hat ein Volk ein Land kolonisiert wie wir, auch zum Wohle der Einheimischen, bewußt und nebenbei: Die Araber haben kein moralisches Recht unser Work zu hindern, denn sio haben das Land verwüstet, wir haben es aufgebaut. Unser Werk macht ihnen das Bleibon im Lando möglloh — ihre Auswanderung hat nufgöhört, umgekehrt sie haben Zuzug bekommen: die berüchtigten Hauraner. Es besteht keine Gefahr, daß Wir ßlo — wenn wir zur Mehrheit geworden sein werden — unterdrücken könnten. Sio habon mächtige Länder um Palästina, das jüdische Palästina wird gözwungon sein, gutnachbarliche Beziehungen zu don arabischen Staaten zu unterhalten. Das „Reoht“ der Araber, uns im Aufbau zu hindern, ist ein Mißbrauch des Staatsbegriffes und darum wird er in unserer Zoit — dio Im Tartakower nach sozialer und nationaler Gerechtigkeit sich sehnt — für die Dauer sich nicht halten. Wir haben vor aller Welt das Recht, uns in Erez Israel durch unsere Arbeit, unser Kapital, unser© Opfer unser Heim zu errichten und wir werden es errichten. Nun zu den „altneuen“ wirtschaftlichen Lehren: a) Das Problem der jüdischen Arbeit. In vielen Fällen haben arabische Arbeiter, die in den jüdischen Orangenpflanzungen beschäftigt sind, den Agitatoren gehorchend, ihre Arbeit verlassen. In der neugeschaffenen Atmosphäre stellen sie für die Kolonien, die sie beschäftigen, eine große Gefahr dar. Verschiedene Versuche wurden unternommen, um bei dieser Gelegenheit den Pardeß-Besitzern, die fremd© Arbeiter sechäftigen, die Bedeutung einer hundertprozentigen jüdischen Arbeit in den Kolonien klarzumachen. Eine Vermehrung der Zahl der jüdischen Arbeiter würde dazu beitragen, die Verteidigung der Siedlungen und ihre wirtschaftlich© Unabhängigkeit zu sichern. Damit taucht auch wieder die Frage der Schaffung von Hilfswirtschafton bei den Kolonien sowie von Arbeiterlagern und Wohnvierteln auf, durch die eine Reserve landwirtschaftlicher Arbeiter entstehen würde, die an ihren Arbeitsplatz gebunden sind. b) Das Problem der gemischten Wirtschaft. Der arabische Streik hat von neuem bewiesen, wie wichtig die gemischte jüdisch© Landwirtschaft (Gemüse, Milch- und Geflügelwirtschaft usw.) für die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Jischuw ist. Di© landwirtschaftlichen Siedlungen auf dem nationalen Boden des Emek Jesreel, des Emek Chefer und des Scliarontales waren ein entscheidender Faktor für den Widerstand der jüdischen Bevölkerung gegen die Wirkungen des Streiks. Es unterliegt keinem. Zweifel mehr, daß die Ausdehnung der gemischten Landwirtschaft in allen Teilen des Landes heute die dringendst© Aufgabe des Jischuw ist. Wenn ein gleicher Streik vor fünf oder sechs Jahren ausgeb rochen wäre, so wäre die jüdische Stadtbevölkerung einer Lebensmittelknappheit ausgesetzt gewesen. Diesmal sind di© Preise für Milch und Gemüse fast nicht gestiegen, vor allem dank der Tenuva, die den Verkauf der Produkte der in ihrer Mehrzahl auf KKL-Boden /gelegenen landwirtschaftlichen Siedlungen in Händen hat. Im Jahre 5696 (Oktober 1934 bis September 1935) betrug die landwirtschaftliche Produktion der jüdischen Siedlungen, abgesehen von der Orangenwrrtschaft, LP. 1,170.000, ihre Produkte können den Konsumbedarf des Jischuw schon zum Teil befriedigen. Man darf aber nicht außer acht lassen, daß die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse im selben Jahre nach zuverlässigen Schätzungen die Summe von LP. 2,600.000 erreicht hat, wovon 60 Prozent durch die Juden konsumiert wurden. Außerdem werden in normalen Zeiten auch zahlreiche Produkte durch die Araber an Juden abgesetzt. Die jüdische landwirtschaftliehe Produktion befriedigt also nicht mehr als ein Dritted des gewöhnlichen Bedarfs. In dem Maße, als die jüdisch© Einwanderung steigt, müssen immer mehr neue landwirtschaftliche Farmen geschaffen werden, di© auf gemischter Wirtschaft basieren. Wir müssen noch’ tiefere Wurzeln im Lande (in der Landwirtschaft) schlagen. Wir dürfen wegen dor Riutopfer nicht ängstlich werden. Ein Land erwirbt man nicht im Tanze. Das höchst© menschlich© Reoht ist auf unserer Beite —■ fügen wir ihm die erdgobundene wirtschaftliche Macht hinzu. Dann werden aucfi die Araber mit uns Frieden schließen, weil sie ihn werden schließen müssen. fangs: die Engländer geben uns eine Chance, unseren jüdischen Beitrag zur Weltkultur zu leisten. Und als da« nicht mehr zog — weil Baifour und sein Kreis ausgeßtorben war —, versuchten wir es mit dem Nachweis des politischen und ökonomischen Nutzens. Wir sind nicht müde geworden, aufzuzeigen, welch gute« Geschäft die Engländer sowohl als auch vor allem die arbeitenden Schichten der arabischen Bevölkerung mit une machen. Diese Tatsache ist sicherlich unbestreitbar, und zwar nach beiden Selten hin. Aber die Araber zum Beispiel behaupten, daß sie bereite au&gelernfc haben, daß sie nun schon selber Orangonplantagen anlegen, künstliche Bewässerung einrichten, moderne Häuser aufführon und Exporthandel treiben können, und ebenso sind sie in Jugendbewegung, Pfadfinderwesen und Parteienunwesen eingedeokt. Und englische Kreiß© sind der Ansicht, Großbritannien hätte «ich auch mit dem schon Getanen einen humanitären Ruhmestitel erworben, denn es sei kein Geringes, 300.000 bis 400.000 Juden ein Asyl zu schaffen. Er-! klärt doch Sir Mosley, die Balfour-Deik!aration laufe den englischen Interessen im Vorderen Orient zuwider; Großbritannien, habe mit unzähligen Kolonialvölkeorn Schwierigkeiten, und jetzt, lade man sich noch mit’ den ewig unzufriedenen, ichbezogenen und hartnäckigen Juden frevelhaft neue Schwierigkeiten auf; diie Ralfour-Deklaration sei geradezu Hochverrat, sowohl für die englischen Juden, als aueih für die englische Re-» gierung, die jene durchführe oder fördere« Das jüdische Volk wird trotz alledem nicht zulassen, daß man die Balfour-Dekla-i ration zu einem chiffon de papier degra-» diere. Wir werden auch weiterhin trotz aller Enttäuschungen den Weg der Kooperation mit England gehen und ehrlich Ver-» ständigung mit den Arabern suchen. Aber in unserem Verhalten, m unserer Beredt* ßchaft und in den unentrinnbaren, entscheä*» denden Augenblicken geschichtlichen Schicksals müssen wir uns darauf einstelhm, als o b es kein England mit einer Balfour-Deklaration und militärischen Machtmitteln und keine unmittelbare Veratändigungsboreitschaft der Araber gäbe, mit anderen Wor-» ten, als ob wir nur auf uns selber ange-» wiesen wären. Dio letzten Sicherheiten wer-» den nie von anderen gegeben. Seiner selbst muß man sicher sein, auf sieh selber rech* nen können. Wir dürfen nicht die tragische! Erfahrung anderer großer Nationen machen, die dio Sicherheit der eigenen Existenz von anderen gestellt wissen wollen, uml darum unausweichlich immer wieder enttäuscht: werden. Wir können nicht verlangen, daß England Erez Jisrael durch' unsere Brille! sehe. Und ebensowenig können wir fordern, daß nur andere unsere Schrittmacher seien. Wir brauchen nicht Menschen, die nach Erez zu gehen bereit sind, wenn es drüben mit Garantie für die nächsten 50 Jahre po-» litisch ruhig, ökonomisch fest, sozial friecL lieh und religiös hundertprozentig geworden sein wird. Was wir brauchen, sind Menschen, die diese Errungenschaften selber und aus eigener Kraft zu erarbeiten bereit sind. : Wir vertrauen auf England und .seine Treue zum gegebenen Wort und zu den ein* mal eingegangenen internationalen Verpflichtungen. Aber für das jüdische Volk ist der Aufbau Palästinas kein Objekt von Versprechungen und Vertrügen bloß, sou-i dem ganz einfach die E x i s t e n z f r a gn, Dieser Unterschied hat sich in ganz deut-» lieber Weise beim Briefwechsel zwischen Sir Thomas und Lord Melohott gezeigt. Sir Thomas redete eine feine diplomatische Sprache und trieb gescheite Vertrag^exe-» gese, und dor andere sprach von Lebens-» interessen des jüdischen Volk es! Selbst wenn, wie nach dien Erklärungen Weizmamnsl unzweifelhaft feststeht, Zusicherungen in betreff de® Fällemlassen« der Einrichtung des Legislative Council gomacht worden, sind, so ändert dies nichts an der prinzipiellen Soito des Problems. Niemand wünscht' sehnlicher als wir dio friedliche, von keinerlei tragischen Zwischenfällen unterbrochene Aufwärtsentwicklung Palästinas. Aber unterdessen müssen wir verstehen lernen, daß eine Heimat nicht im Spazierengehen gebaut wird. Und wenn wir erkannt haben wer-, den, daß die Geschichte wohl Gelegenheiten bietet, aber sie nicht wiederholt, dann werden wir begreifen, daß man, um elnor solchen einmaligen Ohanoa willen auch zum Einsatz des Lebens bereit sein muß.