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Die Stimme · 1936-05-22 · Heft 550 (22.5.1936) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 550 (22.5.1936)
Date
1936-05-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 550 — 22.. ijai 10:56 Oll SriMMl Seite J» { FÜRS JÜDISCHE KIND: DAS JÜDISCHE FERIENHEIM „ATID" in Spital am Semmering (820 m) für 4- bis 16-jährige! Ideale Lage, modernes, gepflegtes Helm, ständige Brzt- : liehe Aufsicht, individuelle pädagogische Beeinflus-; sung (pädagogischer Leiter A. Taglicht), Sport, Üymi nastik, Schwimmen, eigene Bibliothek, Heimkino, ] vorzügliche rituelle Verpflegung, Mast- und Diätkuren. Eigene Kleinkinderabteilung. Fremdsprachige Konversationsgruppen. Anmeldung, Prospekte, Photos : usw. im Wiener Sekretariate, DL, Sehwarzspanlerstr. 12, i Tel. A 28-3-73 Aktion »Jüdische Kinder aufs Land« Die Not unter der zu einem großen Teile arbeits- und erwerbslosen jüdischen Bevölkerung in Wien ist so drückend geworden, daß darunter die Gesundheit der jüdischen Kinder auf das schwerste leidet. Um wenigstens die alleränusten und schwächsten Kinder einer Sommererliolung zuführen zu können, wendet sich die Kultusgemeinde auch in diesem Jahre an ihre Mitglieder um Hilfe, in einem Aufruf, dem wir folgendes entnehmen: „Die Loslösung von Kindern aus ihrer IciUerfüllten, bedrückenden Umgebung auch nur für kurze Zeit, vermag Wunder zu wirken; wenige Wochen ungetrübten Jugendglückes in Luft und Sonne genügen, verhärmte Kinder aufblühen zu lassen, ihre Seele für Gutes und Schönes wieder empfänglich zu machen. In dieser Erkenntnis ist die Kultusgemeinde, unterstützt durch gleichgerichtete Bestrebungen humanitärer Vereine, seit jeher bestrebt, arme jüdische, an ihrer Gesundheit gefährdete Kinder während der Schulferien in Ferienheimen, Heilanstalten, Tagesheimstätten usw. gründlicher Erholung zuzuführen. Im Vorjahre wurden mehr als 3500 Kinder betreut, wofür durch die Kultusgemeinde allein weit über hunderttausend Schilling verausgabt wurden. Aus den Mitteln einer hochherzigen Stiftung der verewigten Eduard und Rosa Gottlieb wurde im vergangenen Jahr ein Besitz in Payerbach erworben, das Kinder-Erholungsheim der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, das derzeit jährlich 300 Kindern Aufenthalt bietet, aber noch wesentlich erweiterungsfähig ist. Die Knappheit der zur Verfügung stehenden Mittel zwingt uns, die Aufnahme von Kindern auf die in sozialer und gesundheitlicher Beziehung allerdringendsten Fälle zu beschränken. Nur durch den Beistand unserer Gemeindemitglieder könnten die größten Härten bei Behandlung der nach Tausenden zählenden Aufnahmsgesuche vermieden werden. Die Kosten eines vierwöchigen Landaufenthaltes eines Kindes betragen rund S 100. Nähere Auskünfte über die in Aussicht genommenen Ferialaktionen erteilt gern die Fürsorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 2. Telephon U 25-5-85. FERIENHEIN für 8- bis 14-jährige Schloß Ginseiberg, Neustift b. Scheibbs, N.-ö., herrliche Lage, vorzügliche Kost. Arzt im Heim Mäßige Preise Leitung: dipl. Montessorilebrerin Lore REINIGER Telephon A 48-3-89, II., Große Scbiffgasse 5 Verein jüdischer Tierfreunde Dieser nunmehr in die jüdische Öffentlichkeit tretende Verein hat statutengemäß folgende Zwecke: Zusammenfassung jüdischer Tierbesitzer; Kampf gegen Tierquälerei; belehrende Vorträge über Fragen der Tierhaltung vom Standpunkt jüdischer Interessen, Unterricht über Tierhaltung, zum Beispiel Geflügelzucht, Milchproduktion an Auswanderer, die nicht über Faohkenntnisße vorfügen und sich mit Tierzucht usw. bofassen wollen. Umschulung. Obmann und Cheftierarzt ist D r. T u c hn o r, gewesener Militär- und Landgemeindotievarzt; Vizeobmann dos Vereines Doktor Saß, Syndikus und Schriftführer ist Doktor Reizes. Der Verein wird auch im Ausland Zweigstellen erhalten und erfreut eich schon jetzt der Sympathie all jener tierfreundlichen jüdischen Persomen. die das Märchen von der Tiorfeindlichkeit der Juden zerstreuen wollen. Oberrabbiner Dr. Grunwald in Baden ist Ehrenmitglied dee Vereines. Die Kanzlei dos Vereines ist: Wien, II„ Praterstraße 40, Tierarzt Dr. Tuelmer, Jeder jüdische Tiorbceitzer, jeder Fleischhauer, Gutsbesitzer troto ln eolnem und des jüdischen Vol'-ea Interesse dem Vereine jüdischer Tierfreunde bei. Auskunft, auch schriftlich gegen Rückporto; Prat&rebraße 40, Dr, Tuchner* »Im allgemeinen herrscht Ruhe!« Ein SMaiH-los piii auch iii der n J«. ÜMitHUanlf am I Haifa, im Mai. Die amtlichen Berichte, die die palästinensische Regierung seit Beginn der Unruhen, fein ordentlich numeriert, herau3gibt, beginnen in den letzten Tagen meist mit dem Satz: „Im allgemeinen herrscht Ruhe“. Nun wollen wir einige Momentbilder vorüberziehen lassen und der Leser möge sich ein eigenes Urteil bilden. Der Lokomotivführer. Ein Großteil der Brände auf den Feldern kn Emek — dem Tale Jesreel, das die Juden zu einem Paradiek verwandelt haben — ist durch glühende Kohlen, die von den vorbeifahrenden Lokomotiven der nach Semach führenden Eisenbahn binausgoworfen wurden, entstanden. Einige Kolonien haben direkte Anklagen an die Eisenbahnverwaltung gerichtet. Von Bestrafungen dieser nationalen Kämpfer ist nichts bekannt geworden. — In der Umsteigstation Ras-El-Ein, in der die aus Tel-Aviv kommenden Passagiere auf den Zug von Ludd warten, um nach Haifa zu fahren, rangiert eine Lastzugslokomotive. Der Lokomotivführer findet es erlaubt, die wartenden Passagiere plötzlich — aus „Reinlichkeitsempfinden“ mit Wasser zu bespritzen. Der Stationsvorstand interveniert, was den Lokomotivführer nicht hindert, sein Spiel fortzusetzen. Die Regierung bezahlt den Streik. Die arabische und jüdische Presse berichtet — short and sweet —, daß die armen Jaffaer Hafenarbeiter für ihren Streik 40 Millionen täglich erhalten. Dieser Betrag wird zur Hälfte von der Regierung, zur Hälfte von der Jaffaer Stadtverwaltung getragen! Die Streikleitung reist durchs Land. Zur Aufmunterung der Streikenden kündigt die hiesige Presse öftere den Besuch der Streikleitung, alle Namen sind bekannt, an, die ein-: mal nach Jaffa und einmal nach Haifa reist, um die arbeitswilligen und streikmüden Araber wieder anzueifern. Obgleich Versammlungsverbot ist, finden diese Hetzer stets Gelegenheit, Versammlungen abzuhalten und zwingen immer wieder die Kaufleute und Arbeiter, im Streik zu verharren oder den abgebrochenen Streik wieder zu beginnen. Di© Streikleitung führt stets die Streikkassa mit sich! Ein Tankkorps gegen die Peldbrände. Der Highcommissioner, ein Freund der Landwirte, hat den Hilferuf der jüdischen Kolonisten vernommen, sie besucht und am darauffolgenden Tage durch Radio mitgeteilt — er kommt nur selten in diesen schweren Tagen ans Mikrophon! —, daß zur weiteren Verhütung ergänzendes Militär angesprochen wurde. Nun rollten aus Ägypten ganze Züge mit leichten Tanks heran, die dazu dienen sollen, um die seither immer mehr um sich greifenden Wald- und Feldbrände zu löschen. Die Araber haben seither sogar den Sport, ihre Brandlegungen gegenüber den palästinensischen Polizeistationen zu veranstalten. Sie scheinen^ ihrer Sache sehr sicher zu sein. Der Autobusverkehr im Lande. Die jüdischen Autobusse, die bei Beginn ihren Verkehr durch das Land ganz eingestellt hatten, fahren jetzt spärlich und dann fast immer unter Polizeioskorte! Trotzdem werden täglich die Autobusse, die von Tel-Aviv nach Jerusalem fahren, mit Steinen beworfen,! am helliohten Tag fallen plötzlich Schüsse aus 'den Orangengärten längs der Chaussee. Schutz gegen Sabotageakte. Der Streik der Araber ist gut organisiert. Man spürt fremde Einflüsse. Es klappt militärisch. Der Terror tut seine Wirkung. Die Jugend ist die Avantgarde! Sie wird vorausgeschickt, sie „spielt“, meinen dann die Führer, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden. Man streikt nicht nur zum Protest — wogegen? —, sondern, da man fühlt, daß Handel und Wandel im Lande auch ohne dio Araber in diesem Lande möglich ist, werden allerhand Satotagcakte nach europäischem Muster verübt. Da streut man Nägel auf dio Straßen, damit die Autos behindert werden, da werden Steine und Bomben, echte und primitive, auf die Vorbeifahrenden Wagen geschleudert. Hin und wieder wird Bahufrevel verübt. Die aus arabischen Dörfern und aus dem benachbarten Syrien horbeifahronden Lobensmittelwagen werden angegriffen und so fort. Die Chauffeure, die auch in diesen Tagen tatsächlich Mut und Entschlossenheit bewiesen haben, schützen eich gegen solche Terrorakte. Vor die Räder haben sie kleine Besen aufmontiort, die die Nägel wegkehren, um den Ohauffeursitz wurden Eisengitter angebracht. Da fährt ein Autobus vom Hadar Hakarmel in Haifa zur Nazarothstraße, am hellen Nachmittag. Plötzliob wird eine Handgranate in den Autobus geworfen, Kxirz ent- I schlossen greift der Chauffeur nach der Hand- I granato und schleudert sie wieder hinaus, wo sie erst zur Explosion gelangt und fast keinen Schaden anrichtet. Skandal um Tul-Karem. Eines der Hauptzentren der arabischen Hetzer ist Tul-Karem. Die Bahnstrecke Tel-Aviv—Haifa führt an dieser Stadt vorbei. Tul-Karem zeichnet sich auch dadurch aus, daß sie die vom Juden Kaddoorie gespendete landwirtschaftliche arabische Schule besitzt, deren Schüler —- nach europäischem Muster — die ärgsten Judenhetzer sind. Der Skandal in Tul-Karem besteht darin, daß auf der Station die vorbeifahrenden Züge, respektive die darin befindlichen Passagiere in der schändlichsten Weise meiestiert werden. Es genügte, wenn sich auf der Station nur e i n Polizist aufhalten würde. Doch nie ist nur eine Aufsichtsperson der Bahnbehörde zu sehen. Natürlich werden auch hier die Kinder und Jungens von den Arabern ins „Feuer“ geschickt. Aushungerung Tel-Avivs. Dieses Schlagwort, von dem wir bereits berichteten, beherrscht noch immer die arabischen Hetzreden. Daß davon nicht nur keine Rede sein kann, daß sogar die Lebensmittelpreise sich seither überhaupt nicht erhöht haben, die Araber aber in ihren Gemüsen, Eiern, Obst ersticken, das interessiert die arabischen Führer nicht. Die „Tnuvah“, die die städtische Bevölkerung Palästinas nicht nur mit Milchprodukten, sondern auch mit erstklassigstem Gemüse und frischem Obst versorgt, leistet wundervolle Dienste. Man spürt jetzt so recht, wie wertvoll unser ländlicher Besitz, wie grandios unsere fast „geschlossene“ eigene Wirtschaft funktioniert. Der gefährliche Freitag. Vor jedem Freitag werden Gerüchte irgend welcher bevorstehender Ereignisse verbreitet. Tatsächlich sind die Freitage für die arabische Agitation sehr wichtig. Sie rechnen mit einem Zustrom in ihren Moscheen, wo sie anstatt zu beten politische Reden und Instruktionskurse abhalten. Und dann wird in jeder Moschee immer nach dem „anwesenden Jahudi“ gesucht, der sich hereingeschlichen hat. Es stellt sich dann natürlich heraus, daß der verkleidete Jahudi ein waschechter ungewaschener Araber ist oder bestenfalls ein Christ, den Neugierde dorthin getrieben hat. b. r. Bad Luhaiovice t. 3. R. heilt mit Überraschendem Erfolg Krankheiten der Atmungs¬ und Verdauungsorgane, sowie Herz-, Nerven- und Frauenleiden. — Rekonvaleszenz. Eigene Auskunftstelle: Wien, III., Schwarzenbergplatz Nr. 7 (bei Francopol, Tel. U 17-2-16) und Reisebüros. l'&Cj' dcß sdi'C’ft Das große Sportfest der Hakoali, 'das als Tag der jüdischen Jugend am 14. Juni abgehalten werden wird, ist, wie wir unseren Lesern bereits berichtet haben, um den Leichtathletikländerkampf Österreich gegen Deutschland auf gebaut. Unser Prager Korrespondent meldet uns nun, daß der tschechische Makkabikreis in seiner letzten Sitzung beschlossen hat, ebenfalls ein starkes Team nach Wien zu schicken, das sich ms den besten Athleten Prags, Brünns und Bratislavas referutieren wird. Unter diesen Athleten befinden sich der tschechische Meister und Rekordhälter Engel, der über 100 und 200 Meter an den Start gehen würde, der bekannte Diskuswerfer Freund, der schon 47 Meter geworfen hat, und der Zehnkampfsieger der Makkabiah, Petschau. Das Organisations- und Propa-gandgbüro für den Tag der jüdischen Jugend haz, bereits energisch die vorbereitenden Arbeiten <mfgenommen, an denen sich auch fast alle Wiener Jugendbünde beteiligen werden. KURHÄUSER KflLTEWLEUTGEBEH fl. 6. CHEFARZT PROF. DR. ALOIS STRASSER Sämtliche Kuren und Diäten. Idealer Aufenthalt fUr Kranke und Erholungsbedürftige, Auskünfte: Kaltenleutgeben, Tel. Nr. 3, nachmittags: Stadtbüro, Tel. Nr. U 45-4-34 I) LlGHUIiy Uwll liUJ|Hllbll(«l i Bei der am 20. Mai ßtattgefundenon B-Ziehung der I. Klasse der 35. Klassonlottcrie entfiel wieder der Haupttreffer von S 30.000.— auf das vom Bankhaus Schelhammer und Sohattcra, Wien, I., Stephansplatz Nr. 11, abermals in 8 Anteilen verzollen oder ernsten, lebensnahen Handlung dem Muttergedanken oder dem Willen zum Kind Ausdruck gibt. Für die Preiswerbung eind Filmentwürfe in Form einer 20 bis 40 Schreibmaschinenseiten umfassenden Erzählung ebenso wie ausgearbeitete Drehbücher zugelassen. Bedingung ist, daß der Verfasser österreichischer Staatsbürger christlicher Weltanschauung ist und daß er über die Rechte der Verfilmung des eingereichten Stoffes verfügungsberechtigt ist. Weiß die Leitung der Vaterländischen: Front von dieser Bestimmung „christlicher Weltanschauung“, die offiziell die Beteiligung jüdischer Autoren aufischließt?; Nach ABBAZIA 3m Autocar Jeden Samstag 7 Uhr früh. *2* %■, Fahrpreis toui-retour •# W Vorteilhafte Arrangements für eine oder mehrere Wochen, sowie andere billige Pfingstreieen „ÜBERLAND“ Automobil-Reise- und Betriebs-Ges. m. b. H. Wien, I., Burgring 1, A 35-5-45, A 33-0-33 Jüdische Künstlerspiele II., Praterstraße 34, TeL R 45-4-94. . (| „Hallo! Hallo! Hier Radio J c r Uh s a 1 e m.“ Die mit sensationellem Erfolg uraufgeführte Revue von A. Meiseis bleibt vom Donnerstag, den 21. Mai, bie inklusive Sonntag, den 24. Mai, ständig auf dem Spiel-* plan und wird somit auch Sonntag, den: 24. Mai, nach mittags (bei ermäßigten Preisen in der Premierenbesetzung), gespielt. Es ßmpfiehlt sich, wegen des großen Publikums intern esses Karten rechtzeitig zu sichere Den weitere Spielplan lautet: Montag, den 25. Mai, „Zipke Faver“ und Dienstag, den 2(5. Mai* „Cbaßkele Kolbojnik“. 1 i Eine sensationelle Sond e'r vor* Stellung. Die weltbekannte Revue „Skotzl kimmt“ von Sternberg und Altmann, Musik von Halm, Polak off, Roßen, wird Mittwoch,- den 27. Mai, im Rahmen einer Sondervorstellung zu Ehren der Schauspieler der Jüdischen’ Künstlerspiele Ella Silber und Dolly Nachbar einmalig aufgeführt. Es wird nachdrücklichst darauf aufmerksam gemacht, daß weitere Auf-* führungen von „Skotzi kimmt“ nicht möglich sind. Überdies wird Herr Dolly Nachbar bei dieser Vorstelung im Solo seine erfolgreichsten! Couplets zum Vorträge bringen. Jüdische Kulturstelle Li Kai 3, Tel.: R 28-2-36. Führung; Sonntag, 24. Mai (im Zykluä „Das barocke Wien“): Altes Rathaus, Böhmische Hofkanzlei, Akademie der Wissenschaften (alte Aula), Palais Schwarzenberg, Barockmuseum im unteren Belvedere. Leitung: Hugo Fried mann. Treffpunkt: I., Judenplatz; vor dem ehemaligen Ministerium dee Innern, 10 Uhr vormittags. 6 TAGE im bestbekannten, jüdischen Restaurant David Schey, Baden, An nag. f23 Vom 27. Mai bis inkl. 1. Juni 1936 über nwaw und PFINGSTEN Pension inkl. Zimmer SS 51.— ln Anbetracht der großen Nachfrage VOR¬ ANMELDUNG ERWÜNSCHT. Gute Iiüehe, schölte Speiselokalitäten, aufmerksame Bedienung. Telephon 319 Jüdisches Kulturtheater Täglich 20.45 Uhr „Die Grenze“ von Coden* lund und Dahlberg, deutsch von Albert Ganzere Samstag, 23. Mai, 19.15 Uhr. rezitiert Martin’ Miller im Jüdischen Kulturtheater (I., Franz- Josefs-Kai 8) berühmte Judenrollen (Shylock, Nathan der Weise, Professor Bernhardi u. a.). Karten in der Jüdischen Kulturstelle, I., Fra/nz- Josefs-Kai 3, Tel. R 28-2-38. j Auf vielfaches Verlangen: Sonntag, 24. MaT, bei kleinen Preisen: Nachmittagsvorstellung von Cederlunds und Dahlberga Erfolgsstück „Die Grenze“, deutsch von Albert Gauzerfc, Regie: Walter Steiner. Beginn: 17 Uhr. Das Mutterschutzwerk der Vaterländischen Front „Das Kleine Blatt“ vom 17. d. veröffentlicht die folgende Ausschreibung: „Mutter und Familie,“ Das Mutterschutzwerk der Vaterländischen Front hat einen Preis von 2000 Schilling sowie zwei weitere Anerkennnngepreise von 1000 Schilling und 500 Schilling für ein Filmmanus'kript ausgesetzt, das ein volkstümliches Thema behandelt und in einer Französischer Staatsrat annuUlert provinzielles Schächtverhot Vl Der französische Staatßrat hat ein vom Bürgermeister der Industriestadt Valenciennes, Departement du Nord, noch im November 1930 erlassenes Verbot, nach jüdischem Ritus zu Schächten, annulliert. Der Staatsrat (Conseil d’Etat) erfüllt in Frankreich dio Funktionen des administrativen Obersten Gerichts.

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