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Die Stimme · 1936-05-01 · Heft 544 (1.5.1936) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 544 (1.5.1936)
Date
1936-05-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. m - T. Mai 193C Die STIMME Sette 5 Ein neues Bibel-Drama Jüdische Kulturstelle! Eingeladcn vom Jüdischen Hocbschulaus- Bchuß, Jas vor kurzem Ehrw. Rabbiner Doktor 'Armand K a m i n k a Teile aus dem Manuskript seines historischen Dramas „K 0 n i g Aha b“ vor. Dr. Kaminka, bekannt als hebräischer Dichter, hat diesen packenden Stoff aus dem ersten Buch der Könige ln der Sprache der Bibel gestaltet, jedoch eigens für dio Vorlesung wichtige Teile aus seinem Werk in deutsche Verso übertragen. Drei monumentale Gestalten der altißraclitischcn Geschichte werden in Kaminkas Drama zu neuem Leben erweckt: der Prophet Elijahu, dio bedeutendste religiöse Persönlichkeit nach Moses; König Ah ab, im Grunde seiner Seele edel und gottesfürehtig, aber zeitweise dem Einfluß seiner Gemahlin, der phönikischon Königstochter I s c b c 1 unterliegend, eines dftmon i s c h o n Weibes, das mit Gewalt im Reiche den Baalskult einzuführen bestrebt war. Das Drama hält genau an die Überlieferung der Bibel, die es nur dort, wo Lücken fühlbar sind, mit weiser Einfülilungskraft und scharfer Psychologie ausfüllt. So wird uns jono fürchterliche Zeit des Sittcuverfalls, der Hemmungslosigkeit, der Selbstzucht und der politischen Zerklüftung des Judentums verdeutlicht in der berühmten Episode vom Weinberg dos Nabotb, dos Mannes zu Jcsreel, den Isebel zuerst verleumden, dann steinigen ließ, um sich in den Besitz des Unschuldigen zu setzen. Elijahuß wundertätige Größe wird in diesem Drama uns besonders in der Szene kund, wo die Erweckung des Sohnes der Witwe zu Z a r p a t h geschildert wird. Kaminkas Drama ist reich an Schönheiten der Sprache und an Hofen Gedanken. Nach den dargebotenen Proben zu schließen, ist es allerdings mehr ein Buchals ein Blihnendraina. Auf jeden Fall stellt es eine Bereicherung jener Literatur dar, die ihre Anregung aus dem niemals versiegenden Brunnen der Bibel schöpft. Dr. A. W. Jüdische Heirat. Junger Kaufmann, 30 Jahre, von Polen stammend, Schweizer Bürger, in der Schweiz ansässig, Gesehäftsteilbaber, wünscht Heirat mit sehr junger, schöner, großer schlanken Tochter aus guter Familie. Da nur wenige Wochen als Tourist in Palästina anwesend, wären sofortige Angaben mit Geburtsdatum und neuestem Photo, welches rotoumiert wird erbeten. Diskretion zugesichert. Zuschriften unter „Chiffre 5788“ an die Annoncon-Expedition Gers hon Bon, The Rudolf Mosso Agency, Tol-Aviv, POB. 1094, Palästina. Sevilla Pastor als CHasIe Kolbojnik In ihrer neuesten Rolle als Chaskele spielt der Liebling des jüdischen Theaters einen Tausendsassa, der d.io Pläno eines egoistischen Spießbürgers durchkreuzt. Er spielt ihm manchen Schabcrnak, und nützt eine überaus drollig© Verweohslungsszene mit drei Bräuten dazu aus, um jede dem Manne zuzuführen, den sie lieben. Das Stück ist mit jüdischen Melodien untermalt. Die SchlagercoupLets müssen immer wiederholt werdon. Gespielt wird untor A. Beils sicherer Regio ganz ausgezeichnet, insbesondere überraschend diesmal Rosa Siegler, Adolf Bell in drastischen Charakterrollen und besonders B. Sigall in der Figur eines Ghasens aus der Kleinstadt. Auch Erna Siegler, Ella Silber, Dolly Nachbar und M. Pastor tragen zum Erfolg das ihre bei. Urkomisch ist noch der kloino Mundi Hausknecht zum erstenmal in einer Maske. Wer vom Horzen lachen will, gehe zu „Chaskele Kolbojnik“ in die Jüdischen Künstlerspiele. Der großo Lachßclilagor „Chaskele Kolbojnik“ mit Sovilla Pastor in der Titelrolle wurdo die zweite Woche prolongiert. Dio nächsten Aufführungen finden von Freitag, den 1. bis Sonntag, den 8. Mai, halb neun Uhr abends statt. Freitag, den 1. Mai. halb vier Uhr nachmittags, wird „Mast Tow“ aufgeführt, Sonntag, den 3. Mai, nachmittags, goht dio Revue von A. Molsi „Ohne Zortifikat nach Palästina“ in Szene. Das weitere Programm lautet: Montag, den 4. Mai, Sondervorstellung „Dio Sehiokerto“, Dienstag, den 5. Mai, zum erstenmal „Millionär auf Zures“, Mittwoch, den 6. Mai, „Chaskele Kolbojnik“ und Donnerstag, den 7. Mai, „Die Sehiokerto“. In der Jüdischen Kunststoffe (an die österreichische Kunststoffe angeschlossen), T., Franz- Joscfs-Kai 3, R 28-2-36. erhalten dio Mitglieder Karten für sämtliche Privnt-Bundcstheater und Konzerte zu ermäßigten Preisen. Führt: ng: Sonntag, 3. Mai: „Alle und moderne chinesische Kunst“. Leitung: Dr. Gertrude Bondy Treffpunkt: Vor der Sezession, I., Friedrickstraße 4, y3\ 1 Uhr. tk Täglich, 20.45 Uhr, „Dio Grenze“ von Ccdcrlund und Dahlbcrg, deutsch von Albert Ganzere Ludwig F a r dt r o z i t 1 e r t.: (Samstag. 2. Mai) Heinrich Heine, (Sonntag, 3. Mai) Franz Kafka, (Montag, 4. Mai) Puter Altenberg, (Freitag, 8. Mai) Aus der Bibel und biblische Geschichten. Karten in der Jüdischen Kultursteffe. I., Franz-Josefs-Kai 3 (R 28-2-36). Schwere Zelten? Die Jusendfrisdien überwinden sie leichterI Früh lin gspnuscholkuren i. Auskua/tstello: Wien, III., Schwer anbergplatz Nr. 7 (Franeopol), Tel. U17-2-16. Bail Luhacovlce Jüdische Volkshochschule Montag: Dr. II. Weinstein: Hebräisch für Anfänger, i9 bis 2'i Uhr. F. Jonas (in London diplomiert): Englisch für Anfänger, 19 bis 21 Uhr. — Dienstag: Dr. L. Brüll: Hebräisch für wenig Vorgeschrittene, 19 bis 21 Uhr. E. Feldmann: Englisch für Vorgeschrittene, 19 bis 21 Uhr. D. Z. Weinstein: Ilebräisch- Konversatiouskure, 20 bis 21.30 Uhr. — Mittwoch: Dr. L. Brüll: Hebräisch für Vorgeschrittene, 19 bis 21 Ulu. Oberkantor E. Frankel* Entwicklung des Synagogengeeanges. 16 bis 17 Uhr. Doz. Dr. II. Jansky: Arabißch für den Altag, 19 bis 21 Uhr. — Donnerstag: Prof. Dr M. Papo: Biblischee Hebräisch, 10 bis 20 Uhr. Prof. Dr R. Kupfer: Religion im Alltag, 20 bis 21 Uhr. F. Jonas: Englisch für Anfänger, 19 bis 21 Uhr. Muttertagsfeier der „WIZO“ Am 9. Mal d. J. um 20.45 veranstaltet die „WIZO“ im Oß'enbaoh&aal, IV., Treitlsfcraße 3, ihre diesjährige Muttortagsffeiex zugunsten des Jüdischen NatkmalfoncLs (K. K. L.) und des Palä&tiina-Frauenfoncls (Keren Hanaschim) mit folgendem Programm: Festredner: Dr. David R o t hb 1 u m; Rezitation: Maria Gutfcmann; jüdische Lieder: Duno Tendier, Anfang und Schluß: jüdische Lieder, gesungen vom Knabenchor des Stadttempels; Dirigent Kurt F u c h s g e 1 ib mit Begleitung Siegmund Wolfsßolin. WIZO Neubau Am 16. April 1936 fand die konstituierende Generalversammlung der neuen WIZO- Gruppe Neubau statt. Ende Jänner begann dio Leiterin dieser Gruppe, Frau Maiga Groß, eine rege Propagandatätigkeit für die WIZO im 7. Bezirk und cs gelang ihr im Verein mit den Damen Trief, Reiß und J u n g 1 e i b, in knappen zwei Monaten 60 neue Damen anzuwerben. Frau Groß veranstaltete in dieser Zeit mehrere Vorträge prominenter Persönlichkeiten über die Einführung in dio Geschickto des Zionismus und der WIZO. In den Ausschuß wurden die Dämon Dulitzkaja und Jungleib als Stellvcrtjretormncn der Leiterin, sowie eine Reihe von Damen für die einzelnen Referate gowählt. ZUM WEEKEND iiiii gehört ein Koffergrammophon mit den neuesten Schlagerplattcn, auch aus hebräischen Tonfilmen Das Emcklied, die Hatikwa sowie viele neue jüdische und hebräische Aufnahmen sind wieder lagernd. Verlangen Sie den neuen Gratid-Katalog Schallplattcnsprachlchrkursc staunend billig, auch leihweise (englisdj, französisch, italicnism, spanisch und neihebräisdi) RADIOAPPARATE zu günstigen Zahlungsbedingungen, Eintausch veralteter Apparate Huslkhons Excelsior, Wien. I.. Franz-Josefs-Kai 15 Lag* b'Omer-Tag der roligiös-ohaluzischen Jugend unter dem Protektorat des Oberrabbiiiors Dr. D. Feuchtwang. Samstag, 9. Mai, y9 Uhr abends, im Festsaal des Hotol Continental, II., Taborstraßo 6—8. Festprogramm: 1. Gesangschor: Hallelu. 2. Fostrcdo: Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Die musikalische Komödie „Die Schickorte“, die SchlagerroUo von, Frau Sevilla Pastor, wird auch im Rahmen oiiior Sondervorstellung Montag, don 4. Mai, aufgeführt. Zu Ehron des Schauspielere Hermann Kosowsky findet Dionstag, den 5. Mai, oine Sondervorstellung statt. Zur Aufführung gelangt zum erstenmal „Millionär auf Zures“ mit ßovilla Pastor in der Titelrolle. A. Moisols neue große nationale Revue „Hallo, hier Badio-Jerusalem“ wird bereits demnächst in den Jüdischen Künstlerepielen uraufgelührt, Dr. M. R o s o n m a n n. 3. Sprechobor. Bialik: Du Sehor, goh‘, flieh4. Unter Leitung von Erich Mann. 4. Jüdische Dichtungen des Oßtons Erich Mann. 5. Prof. Dr. Israel W e i n s t o o k: Wio erziehen wir unsere Kinder zu waren Juden? 0, Oberkantor Josef Feuer: Neue palästinensische Volkslieder. 7. „Wir von Mischmar Hascharon.“ Erstmalige Aufführung dos neuen interessant on Film boric h tos vom Lohen und Schaffen der religiösen Chaluzizn in Eroz- JIsrael und in der Golah. Begleitworte: Cb. Josoni Hochberger, Delegierter der 8starr, religiösen Siedlung in Erez-Jisrael. „Mischmar Ilascharon“. 8. Gesangschor: Sehir Haboker. Aus „Land der Verheißung“. & Karlen sind zu haben: Bücherstube Rath. 11., Taborstraßc 20 a. — Jüdische Kulturstelle, 1., Franz-Josofs-Kai 3. — Keren Kajeincth, I., Maro-Aurol-Straßo 5. — Buchhandlung J. Belf, 1., Babenßlcig. — Heim dies Hascliomcr Hadati, 11., Kleine Mohrongasso 6—8. Im Sprengel Hetzendorf (XII. Bezirk) hat die Zionistische Bezirkssektion M e i d- 1 i n g und die WlZO-Meidling nach sorgfältiger Vorbereitung am 22. April 1936 einen Vortragsabend veranstaltet. Eß sprach Redakteur Theodor Montoser über „Zionistische Probleme“. Er verstand es, das zahlreiche Publikum völlig in den Bann seiner Gedanken zu ziehen. Dio Veranstaltung war ein Pioniersehritt; in neue« zionistisches, bisher nicht bearbeitetes Gebiet. Man darf erwarten, daß der Gedanke des Zionismus und dio Zionistische Organisation auch in diesem von zahlreichen und wertvollen jüdischen Menschen bewohnten Teil von Wien festen Fuß fassen wird. Dio Veranstaltungen worden nunmehr regelmäßig an jedem Mittwoch bis auf weiteres in der Meierei Silier, Wien, XU., Schönbrunn© r-A 11 e e 66, abgehaltcn. Sprechstundenänderung des Leiters der Wir tschaf tsstelle des Palästin a-A mtes. Die Sprechstunde des Leiters der Wirtschaftsstelle des Palästina-Amtes findet ab 1. Mai 1936 jeden Montag von 2 bis 3 Uhr nachm i 11 a g s in den Räumen der Wirtschaftsstelle, Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5, statt. lülMiOnüMBMMMM— Ring der Alte-Herren-Verbände Am 27. April hat hier der Generalkonvent des Ringes der Alte-Herren-Verbände der zionistischen Verbindungen stattgefunden. Die Beteiligung war äußerst zahlreich. Der Vorsitzende Dr. Felix leitete dio Verhandlungen mit einer eindrucksvollen Trauerkundg o b u n g für die jüdischen Toten in Erez Israel ein. Die neue Leitung wurdo wie folgt zusammengesetzt: Präses: Dr. Moriz II a r n i k, 1. Vizepräses: Franz Kaposi, 2. Vizepräses: Karl Gutwald, Schriftführer: Siegfried Rauch- «werger. In den Ausschuß wurden entsendet: Charnatz, Dr. Pachtmann, Löwy, Dr. Öffenberger. Dr. Löw, Professor Hirschl, Dr. Deutsch, Dr. Feuerstein, Dr. Emil Bondy, Ilans Adler. In das Ehrengericht: Dr. Steiner als Vorsitzender, Kaposi, Dr. Allerhand und Dr. Tuttnauer. Als Revisoren: Dr. Präger und Diamant. Als Vertreter der Verbindungen wurden folgende Herren von den Korporationen designiert: Kadimah: Dr. Weidenfeld, Unitas: Dr. Stern, Ivria: Dr. Steiner, Libanonia: Dr. Sokal, Makkabäa: Kaposi, Jordania: Dr. Tuttnauer, Emunah: Dr. SchrÖtter, Zephirall (Wien): Dr. Ohrenstein, Robur: Dr. Berger, Rede- und Lesehalle: Dr. Jellinek, Hasmonäa: Dr. Allerhand, Hebronia: Dr. Kläger, Zephirah (Czernowitz): Doktor Marem Sommer, Charitas: Ing. Heinrich Siegler, Tikwah: Dr. Josef Ellenbogen, Barissia (Prag): Löwy, Massada: Dr. Adler. Zu Ehren des scheidenden Präses Dr. Felix beschloß der Generalkonvent die Anpflanzung eines Dr.-Felix-Haines in Erez Israel und widmete für diesen Zweck sofort 20 Bäume. Der Generalkonvent nahm unter anderem den folgenden Antrag einstimmig an: „Daß neue Präsidium wird ersucht, umgehend die Klärung der Stellung der Mitglieder des Ringes zum Bund der jüdischen Frontkämpfer in die Wege zu leiten.“ Dio bezügliche Diskussion wird am 4. Mai vom Bundesführerstellvertroter dos Bundes, Ernßt S t i a ß n y, eingeleitet werden. Rabbiner Dr. Kaminka ein Siebziger. In den nächsten Tagen vollendet Raibbinor Dr. Armand Kaminka sein 70. Lebensjahr. Aua diesem Anlaß findet Samstag am 9. Mai um 9 Uhr vormittags im Gcmeindetempol, Wien, II., Temipelgasse, ein feierlicher Gottesdienst statt. Dem Jubilar stoben zahlreiche Ehrungen bevor. Abschied von Oberkantor Rothenberg. Oberkantor Lazar Rothenberg, der demnächst Wien verläßt, um in das Land unserer Väter zu ziehen, hat bei dem Sonntag, den 25. d. M., anläßlich sainee Abschiedes im Bothaus „Liwias Chen“ stattgefundenen Abendfestgottesdienst oine Leistung vollbracht, die sich seiner ersprießlichen Tätigkeit an dieser Betstätto würdig anreiht. Von Nah und Fern eilten dio zahlreichen Anhänger herbei, um noch einmal dos herrlichen Vortrages diesos gottbegnadeten Vorboters zu lauschen, so daß sich das Gotteshaus bis auf das letzte Plätzchen füllte. Mit atemloser Spannung und tiefer Andächtigkeit folgte das Publikum dom Vortrag. — Der Solist des polnischen Tempels Mordeobei Schwarz trug durch einige mit besonderer Innigkeit und künstlerischer Fertigkeit zum Vortrag gebrachte Gesangseinlagen zum Gelingen des Abends bei. Es ist nur zu bedauern, daß die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen die definitive Anstellung einer solch erstklassigen Kraft unmöglich machen. HARRY BAUR wie noch nie in seinem ersten und einzigen Lustspiel „Wenn idi Rothschild war1.." Im: Gartenbau-, Kärntner-, Busch-, Haydn- und Kolosseum-Kino Im Verleih Karl Philipp, Wien, VII. iiiiiiiiiiiniiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiimiimiiiitimiiimmiiiiiiitiiiimiiiiimiiiiiiiinmmii dföccli' die Wett... Nach Christian Morgenstern. Ein JiicV geht einsam durch die Welt, Es ist ein Judsonst nichts, Es ist kein Strauch, es ist kein Feld, Es ist ein Jud’, sonst nichts. Doch dieser Jude hat viel Geld, Er hat viel Geld, sonst nichts, Er hat nicht Baum, er hat nicht Feld, Er hat nur Geld, sonst nichts. Wer braucht den Jud'? Man braucht das Geld\ Man braucht das Geld, sonst nichts; Und ohne Geld, das ist doch klar, Der Jude bloß ein Jude war. Ein Jud5 gehl einsam durch die Welt, Es ist ein Jud’, sonst nichts. Gustav Philip- Empfindliche erlöst die blitzschnelle, glatte, scharf-scbarfe Josef Weidenfeld gestorben. Sonntag ist unter tragischen Umständen Josef Weiden-» fekl gestorben. Dienstag wurde Weidenfeld auf dem neuen jüdischen Friedhof begraben. An dein Leichenbegängnis nahmen einige hundert Menschen aus den verschiedenen Berufs- und Gesellschaftskreisen teil. Namen« des Eethausvereines, dem er als Vorstandsmitglied angehört hat, sprachen zwei Funk-» tionäre, ferner sprach ein Vertreter des Zionistischen Landesverbandes für Österreich. Unsere Teilnahme wendet eich der schwergeprüften Familie eines treuen Gosinnungsgenossen zu, der immer in hervorragender Weise seine Verpflichtung gegenüber des Zionismus erfüllt hat. Bobby Weiser liest am Samstag, den 2. Mai, 7 Uhr abends, im Saal der Judenstaatspartei, I., Werdertorgasso 14, seino Revue „Der achtjährige Krieg“. Musik von Knoffer und Raab. Karben zu S 1.— und 1.50 in der jüdischen Kunststelle. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah1* (Wien, II., Pra-tierefcraßo 11). Samstag, den 2. Mai, Vortrag des Dr. Ernst Dichter: „Nene Weg© zur jüdischen Berufswahl“, Beginn!49 Uhr abends. Eintritt frei. Gästo willkommen. — Bibliotheksstundon: Dienstag und Donnerstag von %8 bis 9 Uhr abends. i Konferenz der Bethäuser Wiens. Über Einladung der Herren Oberrabbiner Dr. D. Fcuehtwang, Rabbiner S. Fürst, Großrabbiner Abraham Heßcihel (Kopcczinoo), Rabbiner Josef Babad, tritt am Sonntag eine Konferenz der Vertreter aller Wiener Bethäuser zusammen, die sich mit der Lage der thoralernendon Jugend Österreichs befassen und über dio Durchführung einer großen organisierten Hilfsaktion Beschluß fassen sollen. Cafe Fürstenhof II., Praterstraße 25 Ein neues Buch über die „Prophetie“ Dr. Abraham Heschel, dessen Maimonide's- Biographio dein Autor dio Anerkennung der wissenschaftlichen Welt oingotragen hat, hat ein Buch unter dem Titel „Dio Prophetie“ geschrieben, das soeben in den Schriften der Polnischen Akademie der Wissenschaften erschienen und durch den Erich-Rciss-Verlag, Berlin W 15, zu beziehen ist. Die völlig neuartige Auffassung der großen prophotischon Persönlichkeiten, dio in diesem Werk gegeben wird, bodeutot eine entscheidende Umorieutierung über dieso zentrale Erscheinung dor jüdischen .Geistesgeschiohto,

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