Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 544 (1.5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seit® Z ^'KtWEKMKJKff^üNiB: OIE STIMME Nr. 5-11 — 1. Mai 1936 1 BBaflBsasssssassa ■ t i; r i i SONDERFAHRT L* POLEN und CZERNOWITZ mit der Cxernowitzer Allgemeinen Zeitung Abfahrt am 10. und 24. Mai 1926. Anmeldungen ausseh Heil lieh Kclsobflro „iMarienbrücke“, Wien, I., Rotenturinstraßc Nr, 26, Telephon R 24-2-86/87 die Größe der Durchschnittssumme der einzelnen Versicherung wie durch deren besondere Bestandfestigkeit. Aus diesen kaufmännischen Erwägungen heraus hat auch schon vor Jahren die größte und angesehenste englische Versicherungsgesellschaft, die „Prudential“ in London, mit dem Jüdischen Nationalfonds einen Empfehlungsvertrag für Großbritannien und Irland abgeschlossen, der in voller Kraft steht. Selbstverständlich erhält der Jüdische Nationalfonds auch von der „Pudential“ die allgemein übliche Uberprovision. Was wir schon am 3. April betont haben, sei auch hier wiederholt: Hätten sich die anderen Transaktionen des „Phönix“ für ihn so glücklich ausgewirkt wie seine Verbindung mit dem JNF., dann gäbe es heute keine Affäre „Phönix“. Wie bei jedem Unglück sind auch hier die Juden am schwersten getroffen. Wenn sie weit über Österreich hinaus (die auswärtige Produktion stellt sich hier auf elf Zwölftel der JNF.-Gesamtproduktion), vorzüglich dem „Phönix“ die Sicherung ihrer und der Ihren Zukunft übertrugen, so drückte sich darin das besondere Vertrauen aus, das die Judenschaft gerade dieser Versicherungsanstalt mit ausgesprochenem österreichischen Charakter entgegenbrachte. Durch den Zusammenbruch des „Phönix“ nun ist in erster Reihe diese jüdische Klientel in ihrem Vertrauen getäuscht und finanziell aufs schwerste geschädigt worden. Es wäre doppelt und dreifach bitter, wenn die Juden nun noch zum Schaden unbilligen Vorwürfen ausgesetzt würden. Auskünfte B. Marcus & Sotin Wien, I., Rudolfsplatz 2 Telephon U 25-3-16 Gc(jr. 1891 Die Phönix-Liste Am Abend des 31. März hat der Bundeskoimnissär Adam im österreichischen Bundflink die bekannten Mitteilungen über diejenigen gemacht, die beim „Phönix“ — wie er sich ausdriiekte — „genommen“ haben. „Es sei nur erwähnt“, sagte er, daß die politischen Interessen des verstorbenen Leiters der Anstalt sehr bunt und fast unbegrenzt waren. Sein Geld, richtiger gesagt, das Geld, mit dem er wirtschaftete, wurde von Zionisten und Sozialdemokraten, .aber auch von Nationalen und Nationalsozialisten genommen. Natürlich auch von Leuten, die weder mit den einen noch mit den anderen je zu tun hatten. Entscheidend für die Beurteilung der Geldnehmer ist nun die Frage, für welche Zwecke und in welcher Absicht sie es genommen haben. Wo es nachweisbar — ich betone nachweisbar — für wohltätige oder sonst gemeinnützige Zwecke oder für Heirat. Für meinen Sohn, in guter Stellung, suche .schönes Mädchen (22 bis 26 Jahre alt), mit entsprechender Mitgift oder event. spätere Einheirat. Unter „Strebsam“. legale Vereine genommen und auch tatsächlich verwendet wurde, ist eine Schuldfrage kaum gegeben, ob nun diese Zuwendungen auf den Namen einer Organisation oder einer Einzelperson gebucht sind. Daran möge gedacht werden, wenn in der Öffentlichkeit ziemlich waldlos Namen von Geldnehmern genannt werden.“ Aus dieser Rede ist eine wilde ‘ antisemitische Agitation entstanden. Sämtliche zio-- nistischen Organe Österreichs hatten zwei Tage darauf, am 3. April, die Angabe der Namen jener Zionisten verlangt, die vom „Phönix“ Gelder erhalten hätten. Nunmehr ist die Antwort da. Die vielgenannte „Liste“ ist amtlich publiziert worden, und sie wird geziemend von „den Zionisten“ eröffnet, und zwar mit dem Betrage von 3500 Schilling, die „für jüdischnationalo Zwecke“ gegeben worden sind. Der Betrag ist nicht spezifiziert, Namen werden nicht genannt, und so läßt sich mit dieser Angabe auch beim schlechtesten Willen kein Staat machen. Weshalb hat man aber den kleinsten Betrag an die Spitze gestellt? Wie verhält es isch nun mit der Überprovisiou an den Jüdischen Nationalfonds, die aus der Reihe aller anderen Üborprovisionen heraus veröffentlicht wird, wodurch der Eindruck einer unberechtigten Zuwendung entstehen muß? Es handelt sich, wie wir mit aller Entschiedenheit foststellon, nicht um eine Zuwendung, sondern um einen ehrlichen, miihovoll erarbeitenden Verdienst tur besonders .erfolgreiche Tätigkeit. Aut i Grund des im Jahre 1923 mit dem Jüdischen Nationalfonds zustande gekommenen.-Vertrages hat der „Phönix“ Versicherungen mit jüdischen Parteien in der ganzen Welt im Umfang von zirka 21 Millionen Pfund (546 Millionen Schilling), das ist etwa 8*5% des gesamten Lebensversicherungsgeschäftes des „Phönix“, abgeschlossen. Dieser Vertrag hat sich also, wie wir bereits am 3. April schrieben, für den „Phönix“ so gut ausgewirkt, daß es heute keine Affäre „Phönix“ gäbe, wäre dasselbe bei den anderen Verträgen der Fall gewesen. Aus diesem Grunde haben sich auch mehrere andere Versicherungsgesellschaften bemüht, dieses Nationalfondsgeschäft an sich zu ziehen. An diese „Zionisten, die genommen haben“ schließen sich dann einige Angaben, die wohl insgesamt das illustrieren sollen, was wochenlang in Versammlungen und Zeitungsartikeln als die jüdische Korruption hingemalt worden ist. Wir denken da an die verschiedenen, sorgfältig jeder konkreten Textierung ausweichenden Anspielungen von gewesenen, gegenwärtigen und kommenden Führern, an den Artikel des „Bauernbündler“ über die kochende Volksseele und ähnliches. Die jüdische Korruption besteht also darin, daß die Nationalsozialisten 494.000 Schilling bekommen haben, darunter ein gewisser Willi Baclimann, der Devisengeschäfte und — oh, wie hübsch ist das für Gemeinnutz vor Eigennutz —, den Ankauf von Liegenschaften jüdischer Emigranten besorgt hat; die wegen Nationalsozialismus aufgelöste Pfrimer- Heimwehr in Steiermark hat 13.000, der wegen Nationalsozialismus aufgelöste Landbund 182.000 Schilling genommen; ein Dr. Griineisen hat 76.000 Schilling und ein Friedrich Kurl Rokitansky 80.000 Schilling genommen. Im ganzen sind etwa 3 Millionen Schilling ausgewiesen, während anfänglich von 50 Millionen Schilling die Bede war, mit denen der verstorbene Direktor Berliner „gewirtschaftet“ haben soll. In seinem politischen Farbenkasten sind, wie sich jetzt au der Hand der von der Staatsanwaltschaft aufgestellten Liste ergibt, die Zionisten nicht vertreten gewesen. Wohl aber die nationalsozialistischen Antikorruptionisten und einige andere. Die Affäre ist, wie alle Welt weiß, dazu verwendet worden, eine überdimensionierte antijüdische Hetze zu fundieren, ln Verbindung, mit dieser Angelegenheit ist; wieder du die Massen die Forderung nach Verdrängung und Ausschaltung des jüdischen Einflusses im kulturellen und wirtschaftlichen Leben getragen worden, und das „Linzer Volksblatt“ hat den Nationalsozialisten gegenüber darauf verwiesen, daß die neue Führung der Gemeinde Wien auf diesem Gebiet vorbildliches geleistet hat. Wenn wir dazu auch noch die Reden des Staatsrates Kunschak halten und die so aufschlußreichen Erklärungen des Vizebürgermeisters Kresse, wenn wir das stetige Anwachsen der jüdischen Erwerbslosen konstatieren, deren Schicksal nicht von Krisonmomenten bedingt wird, sondern von politischen oder besser gesagt von „Minderheits“-Momenten — so entsteht für uns ein sehr dunkles Bild. Horr Doktor Czermak hat sich in einer am Dienstag gehaltenen Rede vor den Delegierten dpr christlichen Volksvereine mit dieser, wio er sagte, eigenartigen Nervosität beschäftigt, die nach der „Phönix“-Affäre Platz gegriffen hat. Er findet, daß der Ton gewisser jüdischer Blätter übermäßig aggressiv ist. Herr Dr. Czermak, der die Stimmung der jüdischen Kreise zu verstehen sucht, möge das letzte Flugblatt des Freihoitsbundes lesen, er möge insbesondere die Provinzpresso studieren (die Proskriptionsliste der „Vorarlberger Zeitung“), und er mögo. an der Hand der nun publizierten „Piiönix“-Lfste nochmals die Roden üborlesen, die gehalten wurden, und er wird erkennen, daß die Aggressivität nicht auf der jüdischen Seite liegt. Welche Verbindung aber soll zwischen der Spendenliste des Dt. Berliner und seinem Flug zum Luzernor Zionistenkongreß bestehen? Dr. Berliner ist nach London, nach Berlin, nach Prag, nach Warschau geflogen. Weshalb wird gorado Luzern und die Konferenz mit Wcizmann licrvorgehoben? Und wozu die wiederholte Erklärung, daß die Juden nicht in „unsere ohrtstliehen Dingo“ hineinreden sollon? In wolcho christlichen Dinge reden die Juden hinein? Wir sind in Österreich eine Minderheit, aber nicht im staatsbürgerlichen Sinn. Wir arbeiton mit am Staat, zahlen unsere Steuern und erfüllen unsere Pflicht. Daraus ergibt sich, daß wir auch dio Rechte des Staatsbürgers beanspruchen, in genau demselben Ausmaß wie jeder Staatsbürger und unter genau demselben Gesetz. Hat sich jemand vergangen, so bestrafe ihn das Gesotz, aber nicht das von so vielen geforderte Judengestz. Am wenigsten aber kann zur Begründung einer solchen Regelung oder Ordnung dio „Phönix“-Affäre herhaften. Das muß nach der Veröffentlichung der Liste nicht erst bewiesen werden. Vfeltverband jüdischer Ärzte geschaffen Tel-Avlv, 28. Februar. (JTA.) Der Weltkongreß jüdischer Ärzte beschloß die Schaffung eines internationalen -jüdischen Ärzteverbandes. Gegenwärtig befaßt sich der Kongreß mit dem Plan der Schaffung einer medizinischen Fakultät an der Hebräischen Universität Jerusalem. Die Schaffung einer solchen Fakultät ist Sache der jüdischen Ärzte in allen Ländern, die schon viel zur Verwirklichung des Planes getan haben. fcfjafft fidjet Sinbctung 'VlvUWWwl eilte Srintfur mit eauctevumt Lebenshaushalt in Palästina (Ein Beitrag aus der in nächster Zeit erscheinenden InformationsschrifL des Palästina-Amtes) Sowohl für Touristen, diie sich entweder auf einer Urlaubs- oder Informationsreise nach Palästina begeben, als auch für Interessenten, die über lang oder kurz nach Palästina zu emigrieren beabsichtigen, ist es von großer Bedeutung, wie sieh die Lcbonemöglichkciten zu den Haushaltungskosten verhalten. Zum Unterschied vom Lebensstandard in Wien muß vor allem bemerkt werden, daß diie Hanshaltungskosten durch die hohen Wohnungsmieten wesentlich beeinflußt werden. Haifa und Tel-Aviv, welche hauptsächlich von dem Einwanderern aufgesucht werden, da sic dio Zentren der Wirtschaft und Industrie darstcllen, haben fast einheitliche Mietzinse. Es wird in diesen Städten für jedes leere Zimmer mindestens 3 LP pro Monat an Miete bezahlt, wobei vielfach die Bedingung auf Vorauszahlung für ein Jahr gestellt wird. Es kostet daher cino Dreizimmerwohnung mit Nebenräumen mindestens 10 LP pro Monat und wird hierdurch der wesentliche Unkostenpunkt des Lobensbaushaltcs. Die Lebensmittel sind in den meisten Füller, billiger als in Europa, daher kann man für eine gute, ausreichende Kost, jedoch ohne Luxusansprüche, zirka 3 LP pro Person und Monat veranschlagen. Wenn die sonstigen Ansprüche bescheiden gehalten sind, dann sind die monatlichen Ausgaben für eine vierköpfige Familie, die eine Dreizimmerwohnung benützt, zirka 25 bis 30 LP, wobei in diesem Betrage die Haltung einer Hausgehilfin nicht kalkuliert erscheint. Bei Beschäftigung einer Hausgehilfin, für palästinensische Begriffo ein Luxus, erhöhen sich die Ausgaben um weitere 7 LP, da dio Entlohnung zirka 3 bis 4 LP und dio Verpflegung zirka 3 LP erfordert, wobei der Achtstundentag seitens der Arbeitnehmerin streng eingehaltcn wird. Falls ein Kind, das eine Mittelschule besucht, sich in der Familie befindet, so sind weitere 2 bis 3 LP für Schulgeld und diverse Sehulniittel nötig. Ib ' diesen bisher genannten Summen sind naturgemäß weder dio Unkosten der Bekleidung, noch sonstiger nicht regelmäßiger Ausgaben inbegriffen. Einen derartigen Standard können sich nur Personen leisten, die entweder von Haus aus über enteprechendeö Kapital verfügen oder in höherer Rudolf Goldstein, 11., Tuborsiruße 54 ZIVIL- UND UNIFORMSCHNEIDER Position tätig sind. Die Arbeiterfamilien müssen mit fast der Hälfte der oben genannten Beträge Auskommen und sieh hauptsächlich in ihren Wohnungsbedürfnissen cinschränken. Die Nebenausgaben sind in Paläislina billiger als in den meisten europäischen Ländern. So kostet eine oinmaligo Fahrt mit de in Autobus innerhalb der Städte 5 Mils, das sind 14 Groschen, und eine Liberlandfahrt, zum Beispiel dio stark frequentierte Strecke von Jerusalem nach Tol-Aviv. 100 Mil«, da« sind S 2.70. bei einer Entfernung von zirka 75 Kilometer. Auch dio Ärztehonorare sind entsprechend Diedrig gehalten, so zwar, daß für eine Konsultation zirka 10 bis 15 Piaster, Fahrräder 1936 Nähmaschinen güßen Teilzahlung UX., LiechtcnntelnHTrnße 27 IV.. Wledner Hnunfetfraße 8 das sind S 4.—, für einen Hausbesuch 15 bis 25 Piaster, seitdii« eines praktischen Arztes, und 20 bis 30 Piaster für eine Konsultation, respektive 30 bis 35 Piaster für einen Hausbesuch von einem Facharzt berechnet wird. Dementsprechend sind auch dio Verdienstmöglichkeiten. In den Kolonien verdient eia ungelernter Arbeiter zirka x/x LP pro Tag. Die städtischen Löhne sind höher und beträgt der Miiwlesttagcslohn fiir Nichtfacliarbeiter zirka 300 Miis, während der Facharbeiter zirka / LP pro Tag, ja sogar im Baugewerbe bis % LP im Tag verdient. Gut bezahlt erscheinen die Drucker und Bäcker, die bis zu 10 bis 12 LP pro Monat erhalten. Wesentlich schlechter sind die geistigen Arbeiter entlohnt, da ein Beamter zirka. 7 LP, eine weibliche Büroangeßtellto zirka 4 LP und eine Stenotypistin, die mehrere Sprachen beherrschen muß, zirka 8 LP verdient. Diese kurze Darstellung beweist, daß cs so* wohl für geistige als auch für körperliche Arbeiter, die über keine Kapitalsrcserven verfügen, nicht leicht wird, mit dem Verdienst eine entsprechende Lebensweise zu führen. Die« hängt mit dem Umstande zusammen, daß durch dio außergewöhnlich starke Einwanderung in den meisten Erwerbszweigen heute schon ein Überfluß an Arbeitnehmern vorhanden ist,, der die Höhe der Entlohnung nachteilig bocinftußt. Es ist jedoch die unbedingt nötige Einschränkung in der Lebensführung vorhanden, und wird der Lebcnshanshaiifc beschedden geführt, dann ist für jeden, der rührig und fleißig tätig ist, dennoch das Existenz* mlnimuin gegeben. PI.; Anglo-Palestine Bank Aüf der jährlichen Generalversammlung der Aktionäre der Anglo-Palostino Bank, der Tochtergesellschaft der noch von Theodor Horzl zwecks Finanzierung der Paläßtinakolonisation geschaffenen J üdisclien Nationalb ank (J ewish Colonial Trust), wurde beschlossen, den J ewish Colonial Trust wieder zu aktivieren. Es wurde mitgeteilt, daß der Jewish Colonial Trust, der 97% der Anglo-Palestiime Bank besitzt, an den Operationen der Anglo-Palestino Bank mit 250.000 Pfund profitieren wird, so daß er in dio Lage versetzt wird, die meisten seiner noch außstehenden Schulden abzudecken und 1937 sogar emo Gewindmdende auszuschütten. Dio Generalversammlung 'beschloß, das Bankkapital zu erhöhen, um 810.000 nicht ausge-geibene Stamimkiaipitalßaktion in gewöhnliche Aktien ohne Stimmrecht umzuwandcln, von denen 100.284 als eine Extradividende an dio Aktionäre gegeben werden sollen. Hiervon erhält der Jewish Colonial Trust 100.000 Aktien, ferner steht cs ihm zu, von dem Roßt 200.000 Aktien zu Je 27/6 d zu erwerben. Der Jewißh Colonial Trust hat von dieser Option Gebrauch gemacht und hat 300.000 Aktion dor Londoner Bankfirma Robert Bonson and Sons Ltd. zu 35 Schilling pro Aktie abgegeben und fiornit einen Profit von 250.000 Pfund Sterling erzielt. Diese Aktien werden von Robert Bonson and Sons und der Maklerfirma Ozonove, Aokroyd. Groenwood and Company zum Preise von 37/6 d öffentlich angeboten; man erwartet, daß <las Angebot stark überzeichnet sein wird, da die Anglo-Palestine Bank eine steuerfreie Dividende von 8% ausschüttete. Der Nettogewinn für 1935 betrug 130.196 Pfund Sterling; mit den aus 1934 herübergenoinmenen 10.398 Pfund Sterling wurde ein Betrag von 140.594 Pfund Sterling für die Di viel ende verfügbar. 100.284 Pfund Sterling wurden dem Reservefonds ülber-. wiesen und 10.616 Pfund Sterling auf Dividende vorgetragon. Die Gcsainitdepositon betrugen Endo 1935 7 Millionen Pfund. Man glaubt, daß der Jewish Colonial Trust sieh schon in naher Zukunft als ein starkes Element in doc finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas erweisen wird. Hauptdirektor der Anglo-Palestino Bank ist der Londoner Anwalt Leo Istorik; er hat dio Leitung der Bank und des Truste im Jahre 1932 üibernommon, als dem jetzt so aktiven Trust infolge Überschuldung Auflösung drohte. Leo Istorik war eß, der zusammen mit Israel M. Sie ff dio Londoner Finanzkroiso, unter anderen Lloyds Bank und Bonson, für palästinensische Unternehmungen interessiert hat. Dio Leitung in Palästina, dem Ilauptfbetiltigungßfcld der Bank, hat S. H o o £ i o n, zugleich Präsident der Allgemeinen Hypothekenbank Palästinas, inne. ▼ KREDITE btlllqst Ml FINKLER & SOHN HHfl /„ Dorotheergasso 6 Telephon R 23-2-30 Eine neue Siedlung Tel-Aviv, 28. April. Aus Jerusalem wird gonreldet, daß liouto mit dem Bau von K i r j a t - a w o d a (Stadt der Arbeit) zwischen Jawno und llcch ob oth begemneu wurde. Richtigstellung. In der Numimor vom 28. d. befindet sich eine Abgängigkeitsanzeigo betreffend Georg Doutsoh, Köpft vaieo.. Wir stellen fast, daß Georg Deutsch schon seit 1X* Jahren den thlml Z’irim nicht augehört.