Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 531 (13.3.1936)
- Date
- 1936-03-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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KV, 531 — 13. März 1986 OIC STIMM! £•?<• s nWE-fDuSIK-UJERBE-UJoCHE XV. Marlahilferslr. 135 Telephon R 31*504 auf der PIRATENINS L - »HAUS PALMHOF« Orchester: RUDI GROSS Jazzsänger: OTTO HAUSER Tanzduo: KASPEROVA Jedem Konzertbesucher In EI II fiFCfHFNHf Der Dame: Ein Flacon Plratcn-Eau de Cologne der MUSIK-WERBEAVOCHE C111 UEilCIlEIlIll Dem Herrn: Eine versilberte SportachlüsselkeUe mit Talisman TÄGLICH BIS 4 UHR FRÜH BESUCHERKARTE INKLUSIVE STEUER 60g Weizmann verhandelt in London Das dec Mienet Zionisten Ist „Die Nacht in Tel-Aviv“, der repräsentative Purimball des Klubs Erez Israel, der Samstag, den 14. März, in den Sophiensälen abgehalten wird. Das Interesse, da© der Veranstaltung entgegengebracht wird, ist gerechtfertigt, denn diese« jtidischo Ballfeet verspricht nach den außergewöhnlichen Vorbereitungen, die der veranstaltende Klub trifft, einen glanzvollen Verlauf. Es ist bis ins kleinste Detail Vonsorge getroffen, daß die Sophiensäle am 14. März wirklich eine Nacht in Tel-Aviv vorzaubern. Die der Devise entsprechenden Saaldokorationen sind von ersten Wiener Künstlern ausgeführt worden und werden dem Besucher die volle Illusion von Tel-Aviv geben. Mi tternachteakadem io und Tombola sowie andere hübsche Überraschungen werden miteinander wetteifern, das Fest ziu einem der schönsten der letzten Jahre zu machen. Als Clou des Abends gelangt die vom Lloyd Trieetino dem veranstaltenden Klub geschenkte Freifahrtkarte Triest—Haifa—Triest zur Verlosung, an der jede Eintrittskarte (4 S 5.—) teilnimmt. Karton- und Logenreservierung: Zionistischer Landesverband, Marc-Aurel-Straße Nr. 5, Tel. U 22-2-11, Klub Erez Israel, Praterstraße 13, Tel. R 42-4-07, und Jüdische Kulturstelle, Franz-Josefs-Kai 3, Tel. R 28-2-36. Der sensationelle Vortrag Dr. Josef Kasteins Das Gesdiiditserlebnis ■iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii des jüdisdien Menschen iiiiiiiiiiiiiiiiii soeben erschienen! Elegant kartoniert S 1*30 Durch jede Buchhandlung! R. Löwit-Verlag, Wien L, Fleischmarkt Nr» 1 Luxemburg lehnt Schächtverbot ab Luxemburg, 11. März. (2. T. A.) Im Namen der luxemburgischen Regierung wieg Ministerpräsident Bech den in der Kammer von dem sozialistischen Deputierten Weirich eingebrachten Antrag, ein Schäohtverbot zu erlassen, energisch zurück. Ministerpräsident Bech, der der katholischen Partei angehört, erklärte in Beantwortung des Antrags, ein Schäcihtverbot würde mit dem in Luxemburg herrschenden Geist religiöser Toleranz unvereinbar ©ein. Alleinerzeugung u. Großvertrleb 0. Sobel, VII., Lindeng. 8 yjirptR'-tmi JABT«, (Besser M&S"*M ^UMfyleanttiuwH Ein Festtag bei den Samaritanern .Au© Jerusalem meldet Paleor: In Sichern. fand vor einigen Tagen die Hochzeit zwischen einem der dortigen Samaritaner und einem jüdischen Mädchen au© Aleppo (Syrien) statt. Die Hochzeit wurde mit großer Pracht gefeiert. Für die Samaritaner, deren ganze Bevölkerung heute insgesamt nur zirka 270 Seelen zählt, war diese Heirat ein besonder© große© Fest, weil die Anzahl der Frauen bei den Samaritanern heute viel niedriger ißt al© die Zahl der Männer, und infolgedessen bei ihnen bereit© seit langer Zeit keine Hochzeit stattgefunden hat. Der Hohepriester der Samaritaner, der die Trauung vollzog, gab der Hoffnung Ausdruck, daß andere samaritanißche Jünglinge .dom Beispiel des Bräutigaon© folgen und ©ich jüdische Frauen nehmen würden. Hug Akademl Ivri. Freitag, den 13. März, findet eine Zusammenkunft statt. Kollege Jakob Glenn spricht über: Rudyard Kipling. Zeit: 8 Uhr abends; Ort: Zontralheim, IX., Alserefraße 26, London, 11. März. (%. T. A.) Präsident Dr. Chiaihn Weizmann ißt, aus Paris kommend, wo er mit führenden jiidi- ©chen Persönlichkeiten Besprechungen über das Problem der Seßhaifttmachung deutscher Juden in Palästina gepflogen hat, am 8. März abends in London eingetroffen und hat hier bereit© Verhandlungen mit englischjüdischen Führern und zionistischen Persönlichkeiten über die Bildung des Council for German Jewry aufgenommen. Am weitesten gereift ©ind die Pläne, die eine Erweiterung der Kolonisationetätigkeit in Palästina ziuim Ziele haben. Es wird er- Jüdische Weltanschauung und Weltbildung Nicht mir der Titel diese© vom „Ring der Alt-Herren-Verbände der zionistischen Verbindungen“ in seinem neuen Klubheim veranstalteten Vortrages, sondern auch der Referent, Herr Oberrabbiner von Wien, Dr. David Feuchtwang, rechtfertigen das große Interesse, das diesem Abend in der jüdischen Öffentlichkeit entgegengebracht wurde. Der Vortragssaal dies Kluibbeims konnte deshalb kaum die Zuhörer und ihre Damen fassen, die sich eingefunden hatten. Vom ersten bi® zum letzten Gedanken folgten die Zuhörer mit einer für Thema und Vor-, tragenden gleich interessierten Spannung, den Erschütternde Nachrichten über die Juden in Kurdistan Aus Irak kommen in der letzten Zeit sehr beunruhigende Nachrichten über die Lage der Juden in Kurdistan (Irak). Die dortige« Juden ©imd sozusagen außerhaib des Gesetzes gestellt. Ihr Besitz und ihr Leben sind vogelfrei. Überfälle, Mordtaten und Raubüberfülle auf Juden sind tägliche Erscheinungen. Über eine« besonder© erschütternden Fall, der in einem der Dörfer Kurdistan© vorgekommen ist, berichtet die palästinensische Presse: Zwei Juden, Izohak beu Abraham wogen, die Mehrzahl der nach Palästina gehenden jungen deutschen Juden, in einer Weiße umzusohiohteu, daß sie für eine landwirtschaftliche Ansiedlung reif werden. Die Jewish Agency wird, wie die JTA erfährt, dem Council for German Jewry detailliert außgearbeitete Kolonisationsprojekte unterbreiten. Die Mitteilung, daß der Council aus vier Zionisten und vier Nichtzionisten und au© Herbert Samuel als Vorsitzenden sich ziusammeusetzen wird, ist, wie die JTA zuverlässig erfährt, verfrüht; die Zusammensetzung des Council steht heute noch nicht fest. tischer Einstellung und blendender Logik zeugenden Ausführungen. Die abstrakte Materie, wissenschaftlich tief fundiert, war von klassischer Gliederung und überzeugender Argumentation. Nach dem Vortrag', zu dem sich auch die prominentesten Ringbrüder, mit <lam Präsidenten der Kultusgemeinde Staatsrat Dr. Desider Friedimann und dem Vizepräsidenten der Kultusgemeinide Oberbaurat Ing. Robert Stricker an der Spitze, eingefunden hatten, verblieben die Teilnehmer des Abends noch lange in angeregter Unterhaltung im Klub, wo der Präsident des Klubs Dr. Eugen Felix, unterstützt von Ringbruder Siegfried Rauchwerger, den Gästen die Honneurs machte. und Mosche ben Jakob Zalach, gingen wie gewöhnlich in ein Dorf, um ihre Ware dort zu verkaufen. In der Nähe des Dorfes wurden sie von Raubmördern überfallen, die sie fesselten, beraubten und hinterher in bestialischer Weise ermordeten. Ein noch schrecklicherer Fall ereignete sich mit zwei anderen Jude«, einem Vater mit seinem 18jährigen Sohn, die als Hausierer arabische Dörfer zu besuchen p 11 egten. Sie wurden überfallen, mit ihre« Gebetrieinen gefesselt und erstochen. Die Familie der Ermordeten fand am Tatort nur Teile der zerstückelte« Leichname. Die letzten Sonntagsaufführungen Das Land der v\\\\\\\\\\\\\\\\W Verheißung mmmmmmmmmmmmmm Sonntag, 15. März, vorm. 11 Uhr Gartenbau-Kino, I., Parkring Ansprache: Dr. Egon Mich. Zweig (Jerusalem) im Beiprogramm: Der Luzerner Zionistenkongreß iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiinimmiiiiimiiiitiiiiKiitimiiiiiiiiiittfniiKKmmuiiimrminuon Karten bei: Jüd.Kulturstelle, I.,Franz- Josefs-Kai 3, T. R 28-2-36, Bücherstube R. Löwit, I., Wollzeile 6, Tel. R 25-4-53f Buchhandlung Lanyi, I., Kärntnerstraße 44, Tel. B 26-3-33 und an der Kinokassa. . „Illegale“ Einwanderer demonstrieren Aus Jerusalem wird gemeldet. Vor dem Verwaltungsgebäude der Jewish Agency in Jerusalem haben sich wieder 150 „illegale“ Einwanderer eingefunden, die forderten, daß die Exekutive Schritte tue, um den Aufenthalt der Illegalen in Palästina zu legalisieren. Die Polizei verhaftete fünf illegal« Einwanderer. Der palästinensische Export nach Österreich Jerusalem, 11. März. (2. T. A.) Der österreichische Handelsattache in Jerusalem veröffentlicht Zahlen, aus denen eine Verstärkung de© palästinensischen Exports nach Österreich zu ersehen ist. Während der Import Palästinas aus Österreich von 348.000 Pfund im Jahre 1934 auf 321.000 Pfund i. Jahre 1935 gesunken ist, stieg der Export nach Österreich von 6532 Pfund im Jahre 1934 auf 29.000 Pfund im Jahre 1935. Provinznachrichten INNSBRUCK Der nächste Geschichtsvortrag des Herrn Rabbiner Dr. E. S. Rimalt findet Dienstag, den 17. März, um 9 Uhr abends im Gasthof „Goldener Stern“, Leopoldstraße Nr. 16, statt. Thema: Jitdeniboykottbewegimg in früherer Zeit. SALZBURG Am Samstag, dien 14. März d. J., findet eine Purimfeier mit. Akademie, veranstaltet vom jüdischen Fraueuverein gemeinsam mit der Ortsgruppe Salzburg der „WIZO“ im Hotel Habsburg statt. Regiebeitrag inklusive Koasumat-iou S 2.50. Besondere Einladungen folgen. Das Damenkomitee ensueht, Spenden für das Buffet am Samstag, 14. März zwischen 15 und 16 Uhr im Hotel Habsburg abzugeben. Legitimistische jüdische Frontkämpfer. Am 18. März findet im Hotel National eine im Einvernehmen mit der Vaterländischen Front veranstaltete Werbeversammlung statt. Es sprechen unter anderem die Kameraden Roth, Herz, Löwy, Kandl und Fürsorgerat Prisehing. Beginn 8 Uhr abends. Mitgebrachte Gäste willkommen! GRABSTEINE uw würdig!* FORM AUS 0 I N WIRKST* II CM WULKAN e* NEUBRUNN *.Rf NNWIG 110' ST. MARX * SEIT 1802 Juden und Japaner. Wir berichteten vor einiger Zeit über das Werk des Japaner* Doktor J. Oyabe „Der Ursprung Japan* mul der Japaner“. Dr. Oyabe will den Nachweis führen, daß die Japaner Nachkommen der verlorenen zehn israelitischen Stämmo seien. Diese Publikation wird gegenwärtig ins Englische übersetzt. Später wird Frau Esther Mieeeß ©ie ins Deutsche übertragen. Histadruth-Jvrlth: Tschernichowsky - Abend. Samstag, den 14. März, 8.15 Uhr abends, findet im Heime, II., Kleine Mohrengas&e 3, ein Tfcchernichoweky-Abend statt. Vortragender: S, Auerbach, EROFFNUNGSANZEIGE_ Gebe höflichst bekannt, daß ich Samstag den 14. März das Cafe Fürstenhof, II., Praterstr. 25, nach Renovierung wiedereröffne, und bitte die geschätzten Gäste und das werte Publikum das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen auch auf mich zu übertragen Hochachtungsvoll Leo Meixner Hallo-Hallo! __ __ Nicht vergessen, im m/M ■ 1a sÄe bi^VniABi^t”XUi: Uvnomk pS Inh. Rudolf Stcpan, II., Taborstraße 4 das Nachtmahl zu essen Vis-ä-vis dem Schweden-Kino •oiiafc\r,r»ll<vn vrtn tlpifiPim WiiS'Sßll. hilStOTlSClh-kn* Das Beste vom Guten sind die in Geschmack und Qualität unübertroffenen, erstklassigaltrenommierten SCHMIDL-MAZZOTH welche unter streng orthod. Aufsicht des 13R3 ÜFin QVD omnn 3C*3rl hergestellt werden. Die Mazzoth werden aus feinstem Mehl erzeugt I Seit vielen Jahren genießen die „S c h m i d I - M a z z o t h" das beste Renommee und werden von allen bevorzugt. Auf die Extraqualität meiner Fabrikate „Marke Schmidl N. B." auf Mazzoth, Grieß und Farvel wird besonders aufmerksam gemacht. Auch beim Kauf von Mazzoth-Grieß wahren Sie Ihr eigenes Interesse und verlangen Sie ausschließlich Schmidl-Mazzoth-Grieß. ZENTRALE: N. BROPETZKY, II. LEOPOLDSG.A3 Telephon Nr.: A 40-0-90, A 60-2-63 und A 48-4-48