Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 529 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 DIE STIMME 520 — 6. Mär« 199Ö SONDERZUGE zu Ostern ««h Polen und Czernowitz Abfahrl 1. und 5. April i,ORBIS", I., Kärntnerstraße 41, Tel. R 21-5-78 OESTERS. VERKEHRSBÜRO, I.. FriedriehstT.7, Tel. B27-500 u. OESTERS, VERKEHRSBÜRO, I„ Graben 20, Tel. U 20-0-35 Reisebüro „IRUT". I., Karlsplatz 1, Tel. ü 44-5-79 au? dieser Erbärmlichkeit der privaten Fehden und Polemiken hinaiuszut,roten in eine Betrachtung, wobei Anfangspunkt und Zielpunkt der Betrachtung der Zustand de? jüdischen Volkes ist und nicht die ganz und gar uninteressante private Meinung. Es muß begriffen werden, daß bei diesem Kampf um die jüdische Welt nur das schonungslose Aussprechen dessen, was ist, zur Klärung führen kann. Eine solche Eindeutigkeit unterbleibt oft aus äußeren Gründen, aus der Angst heraus, man könnte den Nichtzionisten Argumente gegen den jüdischen Aufbau in die Hand geben. Zur Kritik des jüdischen Aufbaus ist mir derjenige legitimiert, der diese Dinge als seine eigenen Geschehnisse empfindet. Wer den Heroismus und die Schicksale von drüben nicht miterlfeben kann als seine eigenen Schicksale, dem bleibt nur eines übrig: respektvoll schweigend draußen zu stehen und dem Heroismus der jüdischen Pioniere die Achtung zu zollen, die er den Pionieren aller anderen Völker reichlich und freiwillig zu zollen bereit ist. Wenn der Nichtzionist hört, daß bei uns scharfe Kritik geübt wird, so soll er nicht glauben, daß wir ihm Argumente in die Hand geben. Er soll wissen, daß es sich bei uns um eine ernste innere Auseinandersetzung handelt ■Das sind die Voraussetzungen, unter denen wir jetzt die 'Wirklichkeit Palästinas be trachten wollen. In dieser Wirklichkeit gibt es neben unendlichen Antrieben auch unendliche Hindernisse. Eines der allerschwersten Hindernisse kommt von außen. Es ist die Politik der englischen Mandatarmacht. Es muß generell gesagt werden daß fast alle Fortschritte im Lande nicht infolge, sondern trotz der Mandats Verwaltung gemacht worden sind. Ein großer Teil der entscheidenden Regierungsbeamten sind ganz offen Antisemiten und Proaraber. Es gibt gewiß heute noch Träumer, die die Balfour-Deklaration als ein Geschenk Englands an das jüdische Volk ansehen, aber es gibt auch schon realpolitisch denkende Juden, die endlich verstehen, daß man uns noch niemals etwas geschenkt hat und daß angebliche Geschenke immer sehr egoistische Zwecke hatten. So ist auch die Balfour-Deklaration nur eine Handhabe für England gewesen, sich Palästina zu sichern. Inzwischen hat sich die angebliche Mandatspolitik längst als englische Kolonialpolitik herausgestellt. Die ganze Sorge der Regierung ist dr.rauf gerichtet, den Überschuß des jüdischen Wirtschaftssektors in dem arabischen u. Antiquariat G. Szelinskl &Co. Wien, 1. Bezirk, Schottengasse Nr. 9 bietet dem interessierten Leßer reichste Auswahl in- und ausländischer Literatur. Alle Werke von Kastein und HerzI lagernd. Sektor hinüberzupumpen und so mit dem Gelde und dem Fleiß des Juden die immer größer werdenden arabischen Ansprüche zu befriedigen. Die Auswirkung einer solchen Politik auf die Haltung der Araber kann natürlich nicht ausbleiben. Der Araber versteht, daß er nur ungebärdig zu sein braucht, um sofort Konzessionen zu bekommen. Jede Revolte wird sofort belohnt. Vor dem Araber hat England Furcht, denn hinter dem palästinensischen Araber stehen andere arabische Völker. Vor dem Juden hat England keine Angst, denn hinter dem jüdischen Nationalheim steht durchaus nicht die ganze Judenschaft der Welt. Damit wir nicht eines Tages zwischen Hammer und Ambos liegen, zwischen dem englischen Imperialismus und dem arabischen Nationalismus, ist es nötig, daß wir endlich zu einer jüdischen Politik kommen, einer einheitlichem Einstellung der jüdischen Massen zu diesen gefährlichen Problemen urid einer einheitlichen Leitung. Aber es gibt noch keine öffentliche jüdische Meinung, noch gibt cs kein gebundenes Gemeinschaftsgefühl. Statt dessen haben wir im Lande eine Unsumme von Parteien, die sich gegenseitig kaum die Luft zum Atmen gönnen. Wer von Europa her an das Parteiunwesen gewöhnt ist, erlebt hier noch seine freudigen Überraschungen. Hier wird nicht nur der alte europäische Gegensatz ^wischen dem Arbeitet: und dem Bürgen zwischen links und rechts, sklavisch nachgeahmt, sondern cs wird noch sorgfältig abschattiert. Hier stehen wir vor einer bitteren Erbschaft der Jahrhunderte, vor dem kleinen Bezirk der Kehilla-Politik. vor der Wert Schätzung des talmudischen Pilpul, nur daß uns leider der Robbe fehlt, der mit «einer Autorität eine Frage entscheiden könnte Denn Autoritäten sind im Lande verpönt, weil jeder seine eigene Autorität ist. Es gibt Völker, bei denen jeder einzelne von mittelmäßiger Bildung und Intelligenz ist, und wo doch die Gesamtheit ungewöhnliche Klugheit zeigt. Dazu gehören die Engländer. Es gibt aber auch Völker, bei denen jeder einzelne außergewöhnlich, fast unerträglich intelligent ist, und die Gesamtheit ist unwahrscheinlich unbegabt. Das sind — nicht die Engländer. Wenn os sich aber nur um die mangelnde politische Begabung handelte, so könnte man wenigstens hoffen, daß wir eines Tages aus den bitteren Fehlschlägen unserer Politik Erfahrung sammeln und daraus lernen können. Aber hinter dem Umwesen der Parteien steckt noch etwas viel Schwereres: nämlich der Geist der Wirtsehaftskümpfe, wie sie sich in Europa abspielen. Wir wollen aber keineswegs verkennen, daß an diesem gefährlichen Wirtschafteindivid'ualismus die jüdische Not der Welt einen großen Teil Schuld trägt. Von einem geringen Bestand wirklich chaluzischer Elemente abgesehen, kommen heute im wesentlichen Menschen in das Land, die von der Not gejagt werden. Die meisten wollen nicht den Zionismus realisieren, sondern sie wollenleben. Und sie nehmen, was sich bietet, und wie es sich bietet. Wenn sie ein wenig- Geld haben und nicht all zu viele moralische Hemmungen, dann werden sie Bodenspekulanten, berufsmäßige Diebe am Volksvermögen. Oder wenn ihnen das Risiko zu groß ist, fügen sie zu den zehn in einer Straße bestehenden Läden den elften hinzu. Es gibt eine ganz kleinbürgerliche Schicht, deren Ideal die Errichtung eines Lebensmittelgeschäftes ist. Wir vergessen immer wieder, daß der Aufbau einer Gemeinschaft nicht Angelegenheit einer prosperity ist, sondern Angelegenheit einer ganz bewußten und klaren Entscheidung, bei der man sich nicht nur im Wort, sondern auch in der Tat zu einem produktiven Leben bekennt, zu einem Leben der Urbetrufe, der wirklichen Hervorbringung von Dingen aus der Urquelle der Nahrung, aus dem Boden. Ein solches Leben ist gewiß nirgends leicht, und besonders schwer ist es in Palästina. Hier hat die Landwirtschaft mit dem Nichts beginnen müssen, mit dem Nichts an Mitteln und an Erfahrungen. Sie hat schwere Opfer an Geld, Kraft und Men sehen bringen müssen, aber sie hat auch Erfolge erzielt, die uns einen tiefen Respekt abnötigen. Aber zu diesen Erfolgen war noch ein ganz besonderes Opfer nötig, ein Opfer, vor dem die Mehrzahl der bürgerlichen Elemente im Judentum eine grauenhafte Angst hat: das Opfer des Individualismus. Aber es ist heute schon die Feststellung möglich, daß der Jude im Lande mit Erfolg nur kolonisieren kann in jener Gemeinschaftsform, die ich als das idealste Ergebnis des jüdischen Aufbaues ansehe: in der Form der Kwuzah. Die individuelle Landwirt Schaft in Palästina stellt mehr körperliche Anforderungen, als die Mehrzahl leisten kann. Neben ims lebt eine primitive, völlig anspruchslose arabische Bauernschaft, und der Jude kann die Konkurrenz nur dann bestehen, wenn er durch Ausnutzung aller technischen Mittel die Gestehungskosten senkt, da er doch nun einmal nicht imstande ist, auf das Lebensniveau des Fellachen herunterzugehen. Diese technischen Mittel kann nur die Gemeinischaftsarbeit liefern. Daß für die Anfänge einer solchen Gemeinschaft im Lande geschaffen haben, ist unser stolzestes Ergebnis und hier müssen wir wachsam «ein, daß uns diese Anfänge nicht durch eine besitzhungrige und verdienetsüchtige bürgerliche Masse zerstört werden. Die Wirklichkeit Palästinas hat zwei Gesichte, ein kulturelles und ein materielles. Beide stehen einander vorläufig noch ohne GRABEN-KAFFEE Harry Head mit großem Orchester spielt täglich — Nachmittags-Konzert Abends Jazz, Tanz und Btihnenschau und Programm Ausgleich gegenüber. Die Kultur des Lan des ist im Begriff, eine hebräische Kultur zu werden, das heißt: sie bedient sich mehr und mehr der hebräischen Sprache. Damit ist noch nicht gesagt, daß es schon eine jüdische Kultur ist. Ehe wir eine solche Kultur haben, werden noch Generationen vergehen, weil erst diese furchtbare Mischung der verschiedenen Völkerschaften zu einem einheitlichen Volke werden muß. Heute sind wir noch kein Volk, sondern eine Völkerschau. Dennoch dürfen wir mit einigem Optimismus sagen, daß das junge kulturelle Lehen im Lande sich durch eine Tatsache von dem Kulturleben anderer Länder unterscheidet: es ist. nicht auf diesen und jenen sozialen Stand beschränkt, sondern durchzieht alle Schichten gleichmäßig. Nirgends wird wohl so viel gelesen wie in Palästina, sind die guten Theater so voll — allerdings auch die schlechten Kinos —, sind die Konzerte so besucht wie dort. Noch leben idealistische Träumo nebeai einer grauenhaften Wirklichkeit, und noch fehlt der Mut, diese Wirklichkeit anzupacken, ehrlich und selbst grausam zu sein. Denn zu der großen Not der Juden in der Welt ist der produktive Mensch, der ■ verantwortungsbewußte Jude verpflichtet, noch eine neue Not hinzuzufügen, damit nicht alles verlorengeht. Wir freuen uns gewiß über jeden Juden, der ins Land kommt und den jüdischen Jischuw stärkt. Aber es ist eine Freude mit verkrampftem Herzen, denn es muß mit schonungsloser Deutlichkeit gesagt werden, daß die Wirklichkeit des Landes und die Wirklichkeit der zionistischen Idee heute nicht in der Lage sind, die Not der jüdischen Massen aufzufangen. Ein Volk baut man nur auf einer ganz breiten, mit dem Lande verwurzelten Schicht von Menschen, mit dem schlichten, erdgebundenen, im vollen Sinne des Wortes produktiven jüdischen Menschen. Und nur für ihn ist noch Raum im Lande. An den anderen werden wir eines Tages ersticken. Und wir werden schon genug zu kämpfen haben, um nur die Menschen unterzubringen, die zur Scholle zurück wollen. üb wir es uns eingestehen wollen oder nicht: hier stehen wir wenige Schritte vor der Katastrophe. Die Regierung hat ihr Versprechen, uns freies Land zur Verfügung zu stellen, natürlich nicht gehalten. Unser erster High Commissionar, der Jude Herbert Samuel, hat es vorgezogen, das uns versprochene Land an Araber zu geben. Einen Teil haben wir dann mit schweren Opfern von ihnen zuriiekkaufen können. Eine Gesellschaft wie die Pica, die noch sfroße Landmengeri besitzt, besonders in Transjordanien, verpachtet sie an Araber. Die jüdische Bodenspekulation, das verächtlichste Gewerbe, das es auf der Welt geben kann, treibt die Preise in so schwindelhafte Höhen, daß praktisch ein Kauf von irgendwie beachtlichen Flächen nicht mehr \ in Beitracht kommt. Es kommt hinzu, daß alle Bodenhungrigen sich in der Ebene zusammendrängen und eich das Gesetz von An-1 gebot und Nachfrage auf einem Verhältnis-1 mäßig kleinen Raum auswirkt. Die zionistischen Fonds werden dadurch in ihrer Kaufkraft erheblich geschwächt, ganz abgesehen davon, daß es in der zionstischen Bewegung zu wenig Menschen gibt, die iTgend eine große und konstruktive Idee zu vertreten haben. i Damit ist aber keineswegs gesagt, daß es nicht noch genug Boden im Lande gibt und daß man nicht noch viele Hunderttausende von Dunam erwerben könnte. Aber man kann es nicht dort tun, wo man es bisher getan hat, und man sehr lange in der Gallith gesessen, und wir kann es nicht so machen, wie man es haben Angst vor den Bergen! Berge sind bisher getan hat. Es gibt ja in Palästina hart und umbarmiherzig. In der Ebene lebt nicht nur Ebenen. Es gibt ja auch Berge, es sich viel bequemer. In der Ebene ist der jene Gebirge, In denen einmal Millionen Großgrundbesitz möglich, der in den Bergen Juden gelebt und so viel produziert haben, nicht existieren kann. In der Ebene kann daß Palästina eine erhebliche Ausfuhr auf-! m.aa Pardeesim. bauen und damit die Landweisen konnte. Wenn wir uns aus unserer j Wirtschaft m eine Industrie verwandeln. In der Ebene kann man Großstädte bauen und sich die Illusion verschaffen, man habe E uropa eigentlich gar nicht verlassen. In der Ebene ist noch die Meneer Nomadentum beendet. Dort sind wir Kleinbauern geworden, die zähe und leidenschaftlich und arbeitsam an der Scholle hingen. In den Bergen sind wir so stark geworden, daß wir da unsere ersten nationalen Heiligtümer errichten und damit das Land im allertiefsten Sinne in Besitz nehmen konnten. Nie haben wir Heiligtümer in der Ebene gehabt. Und als es uns im Gebirge ziu eng wurde, als wir mehr Raum für das vermehrte Volk brauchten, sind wir in das Hügelland hinunter gestiegen und haben die einheimischen Kanaanäer gezwungen, in uns aufzugehen. Und von dort aus sind wir erst in die Ebene hinuntergestiegen. Bis dahin waren wir nur ein Volk, aber bei dem Hinuntersteigen in die Ebene haben wir uns unsere nationale Einheit geholt. Denn da trafen wir auf die Philister, auf jene, die fast gleichzeitig mit uns, vom Meer her, in das Land gekommen waren, und die es uns jetzt streitig machen wollten. Da haben wir zum erstenmal begriffen, wie stark wir an dem Lande schon hingen, wie wir darin verwurzelt waren, so sehr, daß es kein Weiterwandern mehr gab, sondern nur noch den Untergang oder den Sieg. Wir hätten aber die Philister nie besiegt, zumal sie uns mit ihren materiellen Mitteln unendlich überlegen waren, wenn wir nicht das zähe und entschlossene Volk aus den Bergen gewesen wären. Und. erst als wir gesiegt hatten, als die Kraft der Berge das ihrige zur endgültigen Formung des Volkes getan hatte, da haben wir uns auf dem höchsten Berg des judäisehen Gebirges das zentrale Heiligtum als den atw schließenden Akt der Besitzergreifung errichtet. Und wie ist es heute? Heute verläuft der, Vorgang in umgekehrter Folge, Heute 'kommen wir vom Westen, über das Meer. Heute besetzen wir die Ebenen. Heute sind wir, von der Geschichte des Landes aus gesehen, die Philister. Heute haben' wir ihre materielle Überlegenheit und ihre technischer! Hilfsmittel. Aber ihren Kampfmut und ihre Stoßkraft haben wir nicht. Denn wir haben 4 erstklassige Tennisplätze am Hakoahplatz, hervorragend gelegen, für die ganze Saison, auch einzeln, zu günstigsten Bedingungen zu vermieten. Auskünfte im Sekretariat, Wien, I., Wiesingerstraße 11, Tel. R 25-0*10 Geschichte einmal vergegenwärtigen, welche ungeheuren Tribute das kleine Judäa immer wieder an die Eroberer hat zahlen können, und wenn wir uns zugeben, daß wir dieses Geld ja schließlich I ßcbengatfcung möglich, die in den Bergen . u ' “ IriMmn« IJlnt.. U.n «• . /-I A« IrlmnA ' / T,T1 n/l V-% rt fi ri f I' nicht aus Raubzügen gesammelt haben, MciMen als $ell> unb EtfrifAunggfletränf ärjtttl) cmbfofjlcn $reblatter dann wissen wir, daß wir es aus dem Boden herausgewirtschaftet haben, nicht nur aus der Ebene, sondern auch aus den Bergen mit ihren voll angebauten Terrassen. Und da wir doch mit unserem heutigen Tun bereit sind, die Geschichte unseres Volkes fortzusetzen, so wollen wir uns noch einmal vergegenwärtigen, welche Rolle denn diese Berge mit ihren Hochtälern in unserer Geschichte gespielt haben. * Als wiT zur ersten Eroberung in das Land kamen, haben wir denWeg vom Ostep genommen. Wir sind über das transjordanische Gebirge gestiegen, hinunter zum Jordan, und von dort, von unter der Meeresoberfläche her, hinauf in die Berge. Dort, in diesem schweren Gelände, haben wir unsere ersten Siege erfochten. Dort haben wir u nkeinen Platz hat: der kleine Zwischenhändler, der Agent, der Makler, der Treuhandverwalter, der Mann mit dem kleinen Krämerladen. Und kann man schon in der Ebene keine Heiligtümer errichten, so kann man doch dort Synagogen von erstaunlicher Häßlichkeit bauen. Und so werden wir, Heimkehrer und Philister zugleich, so lange behaglich und blind in der Ebene sitzen, bis die andern von den Bergen heruntersteigen, bis sie sich beim Abstieg in die Ebene ihre nationale Einheit erkämpfen, und bis sie uns auf den schmalen Streifen beschränkt haben, den wir an der Küste besetzt halten. Dann wäre wieder einmal ein Abschnitt jüdischer Geschichte zu Ende, und wir könnten sie irgendwo in der Welt forfcsetzen. Man wende nicht ein, eine solche Auffassung spräche von Pessimismus und Resignation. Sie ist überhaupt nur denkbar, wenn man sich noch don vollen Glauben I) e w a h r t h a t, daß ' jüdische Mopscheu wirklieh irristando sind, nicht nur Ideen zu produzieren, sondern sie auch zu