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Die Stimme · 1936-02-07 · Heft 521 (7.2.1936) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 521 (7.2.1936)
Date
1936-02-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Wir. 621 — 7. Februar 1936 Ott 8TIMMI Saft« 3 V«faohdtzt ODOL-Zahnpaata Ihre Zahne. ODOL» Zahnpasta reinigt gründlich, ODOL» Zahnpasta macht Zahne wie Perlen I Tube 8 —SO Große Tube S 1AO der dreistem Union-Zeitungmit den Worten verhöhnt, daß die österreichische Regier u n g schon gewußt habe, warum .sie gerade Z i o n i s t e n i n die öffentlichen Körperschaften b orirfen ha b e. Das hat sie allerdings gewußt. Denn wir Zionisten sind die Vertreter jener großen Bewegung, welche diie Judensühaft der ganzen Welt erfaßt hat und sich der Unterstützung und achtungsvollen Sympathie der ganzen Kulturwelt erfreut. Die Unionjuden sind aber ein Museumsstück, cfas auf der ganzen Welt nicht mehr seinesgleichen findet, ein Ul c h e r 1 i c lies Überbleibsel aus der deutschliberalen Zeit Österreichs, von jenem Haß gegen den Zionismus erfüllt, den das Unvermögen überall und jederzeit gegen die zeugende Kraft empfindet, und nur mehr vergleichbar den Naumann-Juden in Deutschland, deren Wurzellosigkeit und ■Schwäche nur dazu hinreichte, das deutsche Judentum, das sich wenigstens in den Tagen des Unglücks gefunden hatte, bei seinen Peinigern anzugoben und zu verleumden. In dieser schweren Zeit haben die Unionieten, um ihre Bedeutungslosigkeit und Schwäche zu verbergen, nichts besseres zu tun gewußt, als den Versuch zu machen, die Behörden dazu zu ermuntern, die Autonomie der jüdischen Gemeinde anzutasten. Über diesen verbrecherischen Anschlag herrscht in der j fi dis c h en B e v ö 1 k cr u m g helle E m p ü r u n g. Das Attentat der Unionistcn wird mißlingen und die jüdische Bevölkerung wird dafür sorgen, daß Herr Oppenheim und seine Knappen nicht mehr in die Kultussfubo oinziehon werden. Es kommt ein Wahltag, der auch der Z a h 11 a g sein wird. Gewerbebund und Verfassung Das Organ des Verbandes der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden Österreichs, „Die Wirtschaft“, schreibt: In der Ständevertretung des Gewerbes, deren Wirken und Geist für das Wohl und Wehe jedes einzelnen von uns bestimmend sein kann, sind Juden nicht zu finden; ja mehr noch, an der Spitze derselben stehen Persönlichkeiten, von denen wir glauben, daß sie Objektivität und Verständnis für unsere Lage kaum werden aufbringen können. Die jüdiiisohen Gewerbetreibenden können es nicht begrüßen, * daß als Träger des Gewerbeetandes gerade jene Organisation (der Gewerbebund) bestimmt wurde, die seit je den Arierparagraphen in ihrem Statut aufwies und antisemitischen Tendenzen huldigte. Aber es hätte den Stachel verloren, wenn mit dem erweiterten Wirkungskreis auch ein erweiterter Gesichtspunkt dieser Organisation zuteil geworden wäre. Das sei jedoch nicht der FaJl und deshalb müsse nüchtern und ohne jedes Sentiment fesfcgestellt werden, daß die jüdischen Gewerbetreibenden im Gewerbestand nicht als gleichberechtigt anzuseheu seien. Jüdische Aufnahmebewerber werden im Gewerbeblind nach wie vor abgelehnt, nur in wenigen Fällen wird eine Ausnahme gemacht, wobei es in diesen Ausnalimefällen besonderer „Protektion“ bedarf. Soweit es sich um das für den Export arbeitende Gewerbe handelt, sind ee vorwiegend Betriebe, die von Juden geführt und geleitet werden (Strickereigowerbe, Wäscheerzeugung, Konfektion usw.). Eine gewaltige Summe von Erfahrung und ein weiter, nicht in engen Grenzen haften bleibender Blick eignet den Trägern dieser Betriebe. Der Gesamtwirtschaft werden die Fähigkeiten jedoch nicht mehr zugute kommen, so wollen es der antisemitische Gewerbebund und seine Führer. Es verstoße nachgerade gegen die verfassungsmäßig fest gelegte Gleichberechtigung, wenn eine als alleinige Interessenvertretung anerkannt öffentlich-rechtliche Körperschaft, in diesem Falle der Gewerbebund, Standesangehörige wegen ihrer verschiedenen Religions- oder Volkszugehörigkeit verschieden behau d e 11. Da könne nicht von Zufällen die Rede sein, es liege ein System darin, allerdings ein System, das mit den wiederholten Erklärungen der obersten Führer des Staates nicht in Einklang gebracht werden kann. Hin Palästina -Tönfilm. Vollständig neu renoviert, modernst C’Ci'QC' Jßk&fato ehemals Cafe Residenz, I. Franz-Josef-Kai 29-31, Ecke Morzinplatz Nr. 5 \\\\\\m\\\\\\\\\\\\\m\\\» Preise Bridge-Saal o Schach-Zimmer o 4 Seifert-Billards o Klubräume o Asphaltierte Kegelbahn Kalte und warme Küche Erstklassige Weine Bier vom Faß Im Souterrain Klubraum mit Kegelbahn noch für einige Tage in der Woche zu vergeben Roosevelt begrüßt das jüdische Palästina-Werk DER HÖHEPUNKTDER FILMKUNST Greta Garbo . Frederic March FREDDIE BARTHOLOMEW nach dem gleichnamigen Roman von Graf Leo Tolstoi Regie: Clarence Brown Ballett: MARGARETE WALLMANN von der Wiener Staatsoper Opern-, Stafa- und Votivpark-Kino Ue&zl-TeiM ünd ttasleinA/wtcag. Wie bereits angekündigt, findet die HerzI- Feier aus Anlaß des vierzigjährigen Jubiläums von Herzls Buch „Der Judenstaat“, Dienstag, den 11. Februar, um präzise halb neun Uhr abends, im Großen Musikvereinssaal statt. Orgelvortrag: Kapellmeister Siegmund Löwenherz. An diesem Festabend spricht Dr. Josef Kastein über das Thema: „Das Geschichtserlebnis des jüdischen Menschen.“ Bis spätestens Freitag, den 7. Februar, 12 Uhr mittags, nicht behobene reservierte Karten werden anderweitig vergeben. Restliche Karten sind erhältlich: Zionistisches Landeskoniitee, I., Marc- Aurel-Straße 5, Telephon U 22-2-11; sämtliche zionistischen Bezirkssektionen: WIZO, I., Schottenring Nr. 25, A 11-6-26; Jüdische Kullurstelle, I., Franz-Josefs-Kai 3, R 28-2-36; Bücherstube Rath, II., Taborstraße 20a, R 45-3-05; Bücherstube Länyi, 1., Kärntnerstraße 44, B 25-6-75, Bücherstube Löwit, I., Wollzeile 6, R 25-4-53, und Kartenbüro Gronner, I., Graben 29, U 22-4-45. Aus Washington wird gemeldet: Der Präsident der Vereinigten Staaten, Franklin Roosevelt, sandte an Dr. Stephen S. W i s e, Vorsitzenden der nationalen Konferenz des United Palestine Appeal, die soeben in Washington zu Ende gegangen ist, das folgende Begrüßungsschreiben: „Ich bin glücklich, die nationale Konferenz für Palästina, die in Washington zusammengetreten ist, um das amerikanische Judentum für die Mitarbeit an den konstruktiven Anstrengungen zum kontinuierlichen Wiederaufbau der jüdischen Heimstätte in Palästina zu mobilisieren, begrüßen können. Jeder Amerikaner weiß um die Liebe der Juden zum Lande ihrer Väter, an welches der große Beginn ihrer Geschiehte geknüpft ist, und jeder Jude hat Anlaß, sich darüber zu freuen, daß diese unsterbliche Treue gekrönt wurde durch die Schaffung des Jüdischen Nationalheims, welches sich auf die sicheren Fundamente der Gerechtigkeit und der Wohlfahrt für alle Einwohner des Landes stützt. Das amerikanische Volk, welches durch Aktionen seiner Präsidenten und durch die von seinem Kongreß einstimmig angenommene Resolution zugunsten der Schaffung des Jüdischen Nationalheims in Palästina Zeugnisse seiner Sympathie für das große Ziel der jüdischen Palästina-Bewegung erbracht hat, wird — ich bin davon überzeugt — auch in Zukunft bereit sein, an dem Sie werden es nie bereuen wenn Sie den Rat befolgen, Ihren Körper widerstandsfähig und widerslandskräftig zu machen. Im Kampf ums Dasein spielt es eine große Rolle, daß Sie keinen Tag verlieren, daß Sie durch keine Erkältuug gezwungen werden, tagelang Ihrem Beruf, Ihrer Beschäftigung fernzubleiben. Gebrauchen Sie ständig jeden Tag- DIANA- Franzbranntwein mit Menthol und Sic schützen sich am besten gegen alle Unbill des Wetters und des Alters. In jedem besseren Geschäft erhältlich. United Palestine Appeal, dessen Zweck es ist, heimatlosen Juden eine Heimat zu schaffen, mitzuarbeiten. Ich hoffe und habe volles Vertrauen dazu, daß diese Mitarbeit des amerikanischen Volkes sich positiv für den weiteren Fortschritt des Heiligen Landes auswirken wird, und daß dieses Land — ich bin dessen sicher — auch in der Zukunft ein Lichtspender und Wegweiser für die ganze Welt werden wird.“ Qberraobsner Dr. David Feuditwang spricht in der FEST¬ AUFFÜHRUNG anläßlich des 40. Gedenktages seit Erscheinen von Herzls »Judenstaat“ Im Beiprogramm: Rund um den Luzerner Zionistenkongreß. Sonntag, 9. Februar, vorm. 11 Uhr, im Imperial-Kino, I., Rotenturmstr. \\\\\\\\mw Karten bei der Jüdischen Kulturstelle/ Franz - Josefs - Kai 3, Tel. R 28-2-36, Bücherstube Löwit, Wollzeile 6, Tel. R 25-4-53, Lanyi, Kärntnerstr. 44, Tel. B 26-3-33 und an der Kinokasse, Tel. U 22-1-12. Ein Kommentar des Oberkommissärs Der High Commissioner Sir Arthur W a uchope hat die Antwort des Kolonienminister? Thomas auf das Memorandum der arabischen Führer auch der Exekutive der Jewish Agency, und zwar in hebräischer Sprache, übermittelt. Der Text war von einem Schreiben des High Commissioner an die Exekutive begleitet, in welchem ausgeführt wird: Die Förderung des jüdischen Nationalheims und die Rücksicht auf die Wohlfahrt der arabischen Bevölkerung machen es erforderlich, daß die Araber in Palästina für ihre Existenz hinreichende Bodenflächen besitzen. Dieses Gebot wurde in der letzten Periode von den jüdischen Bodenkäufern nicht berücksichtigt. In den letzten fünf Jahren hat sich der jüdische Bodenbesitz in Palästina vervielfacht. Die britische Regierung hält es darum f ü r n ö t i g, ein Gesetz zu schaffen, welches Die Exekutive über das Bodenverkaufsgesetz Aus J e r u sa l e m wird uns gemeldet: j r u ng ih r e r ö k o n om is e h en Lag e. ISUQüE» □□m Bq DIE ANGENEHMSTE ÜBERFAHRT NACH PALÄSTINA MIT EINKLASSEN¬ LUXUSDAMPFER «■flüüOSQQDaBMi AUSKÜNFTE: „UNIVERSAL", WIEN I., KÄRNTNERRING 3 - UND IN DEN ANDEREN REISEBÜROS Die Exekutive der Jewish Agency wendet sich mit einer Erklärung an das jüdische Volk, in der betont wird, daß das angekündigte Gesetz über Verbot des Verkaufs kleinerer Bodenflächen den Bestimmungen des Palästina-Mandates und des Briefes des früheren Premiers Ramsay Mac Donald an Dr. Weizmann direkt widerspricht. Artikel 6 dos Palästina-Mandats verpflichtet die Regierung, die jüdische Kolonisation in Palästina zu ermutigen. Die Erklärung' des High Commissioner enthält aber keinerlei Hinweis auf p os i t. i v e Schritte zur Kolonisierung von Juden im Lande, sondern sie kündigt lediglich negative Mittel an, die die jüdische Kolonisation hindern sollen. Es bedarf durchaus keiner Mittel, um die kleine n a r a h i s e h e n B o d o n - besitz er zu schützen. Durch den Verkauf von Teilen ihrer Böden erhalten die Araber erst die Mittel zur Verbesee-, Die Behauptung' der Shaw-Kommission vom Jahre 1929, daß es eine große Anzahl 1 a n dloser Araber gibt, ist später durch eine Untersuchungskommission der Regierung als nichtig erklärt worden; es wurde festgestellt, daß in den letzten zehn Jahren lediglich 650 Araber landlos geworden sind, davon nur ein kleiner Teil faktisch, der größoro Teil hat in anderen Zweigen des Wirtschaftslebens Unterkunft gefunden. Die Jewish Agency drückt zum Schluß ihrer Erklärung die t i e f s t e Enttäuschung über die Politik der Mandatsregierung aus, die den Bqdenverkauf einschränken will und ihre Verpflichtung, aktiv au der jüdischen Landkolonisation mitzuwirken, unberücksichtigt läßt. Die Jewish Agency ist entschlossen, ihren Kampf gegen diese das jüdische Nationalheim schädigende Beschränkung aufzunehmen, und ruft das jüdische Volk auf, sie in diesem ihren Kampf zu unterstützen. den Bodenverkauf im Lande innerhalb eines gewissen Rahmens begrenzt. Zum Schluß betont dev High Commissioner, daß er sich vor der Verlautbarung des Gesetzes mit der Exekutive der Jewish Agency ins Einvernehmen setzen werde. Palästinareisen für PURIM besonders reduzierte Preise Touristenklasse: Schiff, tour-retour, ca... S 350"— I. Klasse: Schiff, tour-retour, ca... S 595"— Palestine-u. Orient-Lloyd - Nord. Reisebüro I., Graben 10 — Tel. R 24-2-31

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