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Die Stimme · 1936-01-31 · Heft 519 (31.1.1936) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 519 (31.1.1936)
Date
1936-01-31
Page
– (sequence 5)
Language
German
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' Nr. 519 — 31. Jätmw 1939 Off STIMM! Sette 5 DER KLEINE EROBERT WIEN! RONACHER IM FEBRUAR.PROGRAMM Die Arbeit des Keren Kajemeth Goldbuch-Eintragung: Direktor Ignatz Guttmann und Frau Erna Guttmann. Dieses Ehepaar, welches seit vielen Jahren in wahrer Hingebung und an führender Stelle zionistisch tätig ist, wird jetzt ins Goldbuch des KKL. eingetragen werden. An den KKL. wurden bereits die ersten Spenden für diese Eintragung abgeführt. Direktor Prof. Dr. Leo Kellner, der Schöpfer und Leiter des Ohajes-Gymnasiums, wird durch Verehrer seiner bedeutenden jüdischen Erziehungsarbeit in das Ehrenbuch des jüdischen Volkes — ins Goldbuch des KKL. — eingetragen werden. Die erste Sammlung ist bereits eingegangen. Große Purim-Sammlung des Keren Kajemeth: Der KK. plant mit behördlicher Bewilligung eine Sammlung bei den jüdischen Familien Wiens durchzuführen, mit dem Ziel, die Kolonie der österreichischen Juden zu vervollständigen, CR.ABSTE 1 NE in würdiger f Oft AA AUS 0 1 N WERKSTATT TN WULKAN e. NEUBRUNN Hl. RE NN WEG 110- ST. MARX' SEIT 1 &0Z die den Namen des ersten Direktors und Organisators des KK., Johann Kremenezky, führen wird. — Alle Zionisten werden dadurch in die Lage kommen, einen Großteil ihres Selbstkontingentß für den KKL. aufzubringen. Die Monats-Zusammenkunft der KK.-Kommissäre der Gruppen und Föderationen sowie der WIZO fand am Donnerstag, den 30. Jänner, statt. Die Besprechung der Machleketh- Hanoar des KKL. findet Dienstag, den 4. Februar, um Y%1 Uhr abends, statt. Mit behördlicher Bewilligung findet am Purim, das ist am 8. März 1936, und am Schuschan Purim (9. März) eine Sammlung z ugunsten des KK. in den Wohnungen der Wiener jüdischen Familien statt. Der Ertrag wird zur Gänze für die Kolonie der österreichischen Juden auf Namen Johann Kremenezky verwendet werden. Der KK. gibt hiomit allen Zionisten Gelegenheit, ihrer Werbepflicht für den KK. Genüge zu leisten und so ihre Pflicht zu erfüllen. Eir ersucht hiermit, alle zwei Gruppen und Einzelzionister, sich für diese Tätigkeit dem KK. zur Verfügung zu stellen. Die in dier jüdischen Bevölkerung erwachte Liehe zu unserem Lande und die Bereitwilligkeit an dem Aufbau von Volk und Land mitzuwirken, muß von jedem Zionisten für unseren Volksfonds — Keren Kajemeth — benützt werden. Bei Angina pectoris, anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend, verbunden mit Angst- und Bekle/mmungsgefiihlen, ißt es empfehlenswert Magen und Dam mit dem rein natürlichen „Franz-Josef“-Bitterwasser früh morgons durchzuspülen. „Ärztlich bestens empfohlen.“ Jüdischer Hochschulausschuß. Donnerstag, den 6. Februar, um 8 Uhr abends, findet im Chajes-Saal der „Judäa“, IX., Alserstraße 26, ein Diskussionsabend statt. Thema: „England und wir“. Gäste willkommen! Nationalistische Bewegung in Syrien Nach Meldungen aus Damaskus ist es letzten Sonntag in Syrien zu schweren nationalistischen Kundgebungen gekommen, die zur Verhängung des Belagerungszustandes Anlaß gaben. Die Nachrichten über die Unruhen beweisen erneut die starke Bewegung, die heute den ganzen Vorderen Orient durchzieht. Am bemerkenswertesten an den Vorgängen in Syrien ist die Annäherung der syrischen Nationalisten an die christliche Sekte der Maroniten im Libanon. Bisher bestand zwischen den Christen des Libanons und den mohammedanischen Arabern der anderen Provinzen Syriens ein scharfer Gegensatz, und dies war auch der Grund, warum Frankreich den Libanon, der ja schon vor dem Kriege eine besondere christlich protegierte Verwaltungseinheit in der Türkei gebildet hatte, als besondere Republik konstituierte. Die Vereinigung Syriens mit dem Libanon ist eine der Hauptforderungen der syrischen Nationalisten. Nunmehr wird berichtet, daß eine Botschaft des Patriarchen der Maroniten in der Omajaden-Moschee in Damaskus verlesen und dort lebhaft akklamiert worden ist. Dies würde den Versuch darstellen, auch in Syrien durch einen weltlichen Nationalismus die religiösen Gegensätze zu überbrücken. Ferner wird berichtet, daß die syrischen Nationalisten eine besondere Garde als „Grünhemden“ (nach ägyptischem Muster) aufzustellen beabsichtigt haben. Aus diesem Grunde hat die Regierung die nationalistischen Klubs in Damaskus und Aleppo geschlossen und zwei Nationalistenführer an die syrisch-türkische Grenze deportiert. Bei den darauffolgenden Studentenunruhen in Damaskus kam es zur Verbrennung einer Straßenbahn. Die Geschäfte in Damaskus und zum Teil auch in anderen syrischen Städten wurden zum Zeichen des Protestes geschlossen. Die „Jüdische Rundschau“ in Berlin weist darauf hin, daß der maronitische Patriarch im Libanon den Juden freundlich gegenübersteht und vor einiger Zeit auch sich zugunsten einer jüdischen Ansiedlung in Syrien ausgesprochen hat. Man hat diese seine Haltung zuweilen auf den Wunsch zurückgeführt, das Minoritäten-Element gegenüber den Moslems zu stärken. Vorsichtsmaßnahmen in Palästina Aus Jerusalem meldet die L T. A.: Die arabischen Unruhen in Syrien haben bis jetzt auf die Lage in Palästina keinerlei Einfluß ausgeübt; dennoch besteht in Regierungskreisen eine gewisse Besorgnis, und es wurden alle Vorkehrungen zur Verhütung jedes Widerhalls dieser Unruhen bei den palästinensischen Arabern getroffen. Die Grenze nach Syrien wird scharf bewacht, die Grenzwachen wurden durch 40 kleine Militärautos und vier bewaffnete Loren verstärkt. Die Regierung hat den arabischen Jugendorganisationen, von denen einige versucht hatten, Solidaritätskundgebungen für die syrischen Araber zu organisieren, eine ernste Warnung zugehen lassen und jede Art solcher Kundgebungen verboten. Trotzdem wurde in Nablus eine Konferenz der Istiklal abgehalten, der Delegierte aus ganz Palästina beiwohnten und in der beschlossen wurde, in Palästina eine antibritische und in Syrien eine antifranzösische Politik zu betreiben. An die arabischen Könige und an den Völkerbund wurden Telegramme gesandt, in denen der Völkerbund für die syrischen Unruhen verantwortlich gemacht wird. Für 29. Jänner wurde eine Sitzung der palästinensisch - arabischen Führer anberaumt, in der die syrische Situation besprochen und über die Haltung der palästinensischen Araber zu derselben beschlossen werden wird. In arabischen Kreisen haben Gerüchte, daß in an die Adresse von Kolshners Fabrik gesandten Chemikalien - Tonnen Waffen gefunden wurden, starke Erregung hervorgerufen. Die Regierung erließ eine Mitteilung, in der die Gerüchte als grün d- 1 o s erklärt, werden. Man nimmt allgemein an, daß die Gerüchte von extremistischen Arabern zu Provokationszwecken verbreitet wurden. Die Unruhen dauern fort Aus Jerusalem wird uns gemeldet: Nach telephonisch hier eingegangenen Meldungen dauerten die nationalistischen Araberunruhen in Damaskus auch dem ganzen gestrigen Tag über an. Bei Zusammenstößen wurden ein Polizist getötet und eine große Anzahl Demonstranten verletzt. Von den ISO arabi- Hin Palästina -Tonfilm. FESTv\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\’ AUFFÜHRUNG v\\\\\\\\\\\\\W anläßlich des 40. Gedenktages seit Erscheinen von H e r z I s »Judenstaat“ Sonntag, 9. Februar, vorm. 11 Uhr, im Imperial-Kino, I., Rotenturmstr. Festansprache: OBERRABBINER Dr. David Feuditwans v\\\\\\\\\\m Karten bei der Jüdischen Kulturstelfe I., Franz-Josefs-Kai 3, Tel. R 28-2-36, Bücherstube Löwit, Wollzeiie 6, Tel. R 25-4-53, und Lanyi, Kärntnerstraße 44, Tel. B 26-3-33. sehen Demonstranten, die während der Unruhen am Montag festgenommen worden sind, wurden 30 zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt. Die arabische Bewegung gegen die französische Mandatsherrechaft hat nunmehr, wie bereits seit Beginn der Unruhen in Syrien befürchtet wurde, auch in Transjordanien, dem englischen Mandatsgebiet, Sympathien gefunden. Gestern ist in Transjordanien der Generalstreik proklamiert worden. Die nationalistischen Araber in diesem Gebiet wollen dadurch für die arabischen Nationalisten Syriens demonstrieren. Der Führer der syrischen Nationalisten, S a a d, der angeblich der geistige Urheber der amtifranzösischem Bewegung ist, wurde nach Meldungen aus Beirut zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Wie weiter verlautet, soll von den syrischen Nationalisten an Sultan El Atrasch, dem Führer des blutigen Drusen-Aufstandes im Jahre 1925, der sich jetzt im Exil in Transjordanien befindet, das Angebot gerichtet worden sein, sich dem Aufstand anzuschließen. Das Wiener Montagblatt „D e r Morgen“ veröffentlicht den Roman „Der elektrische Stuhl“ von Schalom Asch. Amerikas größter Sensationsfilm Wthfmm, mit EDWARD G. ROBINSON und JEAN ARTHUR Ab Heute: BUSCH-KINO II. KRUGER-KINO I. STAFA-KINO VII. VOTIVPARK-KINO IX. Sara Friedtnann gestorben Vorige Woche verschied in Wien nach langjährigem Leiden Sara Friedmann im 55. Lebensjahr. Sie war die Tochter des bekannten Ottyniaer Rabbi und lebte 35 Jahre als Gattin des Husiatyner Rabbi Israel Friedmann. Dieser im Judentum des Ostens hochangesehene Zaddik ist der einzige noch lebende männliche Enkel des berühmten Riziner, des Begründers dieser Zaddikim- Dynastie. Die verewigte Großrabbinerin begründete vor zwölf Jahren den Kranken- und Wöchnerinnenverein, den sie bis zu ihrem Tode mit außerordentlicher Liebe leitete. Dieser Verein entioickelte eine besonders segensreiche Tätigkeit für kranke jüdische Frauen. Frau Rabbinerin Friedmann icar unserer Bewegung mit ganzer Seele ergeben, sie betätigte ihre zionistische Eingabe durch große Pflege der Keren-Kajemeth-Büchse und durch K.-H.-Leistungen. Sie war auch eine allgemein und jüdisch sehr gebildete Frau. Das Wiener Judentum hat durch den Tod dieser Frau einen wirklich großen Verlust erlitten. Anspruchsvolle, Starkbärtige, Empfindliche, Eilige, nehmen nur die sanft-scharfe SW IN Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 31. Jänner 1936, werden bei den um 4 Uhr 50 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5: Oberrabbiner Dr. I. Taglicbt. — VI., Schmalzhofgasse 8: Rabbiner Dr. J. Drobinsky. — VIH., Neudeggergasse 12: Rabbiner Dr. M. Bauer. — IX., Müllnergasse 21: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. — X., Humboldtgasse 27: Rabbiner Dr. A. Weiner. — XVI., Hubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach. — XIX., Dollinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter. —• XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. — Samstag, den 1. Februar 1936, beim Vormittagsgottesdienste Scbrifterklärungen: XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. — XXI., Holzmeistergasse 12: Rabbiner Doktor M. Rosenmann. Die zionistische Bezirkssektion und Wizo Prater, gratulieren Herrn und Frau Windschauer anläßlich der Barmizwah Ihres Sohnes Leo aufs herzlichste. Israelitische Jugendgottesdienste. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler(schülerinnen): Samstag, den 1. Februar 1936, um 8 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen. Besondere Jugendgottesclienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II., IX. und XX. Bezirke: Samstag, den 1. Februar 1936, um Yi 5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter-Tempel, II., Tempelgasse 5, und in den Vereins-Synagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend. Freitag, den 81. Jänner 1936, um YYl Uhr abends, im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. Ansprache Rabbiner Professor Dr. Kalman Kupfer über: „Aufgaben der jüdischen Jugend.“ Zionistische Bezirkssektion und Wizo Prater, II., StuwerstraOe Nr. 1 Montag, den 3. Februar I. J., 7,9 Uhr abends SCHALOM ASCH: »Unsere Not und unsere Hilfe« Karten von S bla S 3«- Im Sektlonshelm und bei Optiker Karl Said na r, I., Franz - Josef» - Kal Nr. 33, Telephon U 28-9-6«, erhältlich

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