Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 514 (14.1.1936)
- Date
- 1936-01-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nu 514 — 14. Jänner 1936 Seit® 7 DIS 6T1MMB heißt, zu allem, was wächst, was sprießt, was lebt und auf der Welt ist. Da zieht mich etwas an und treibt mich irgendwie. Da haftet mir irgend ein Tand im Sinn, ein schönes Gesicht, eine herrliche Form — ein Grashalm, ei.n Baum, eine Rose, ein Vogel. „Aber, aber“, wird man sagen, „schämt Ihr Euch denn nicht, ein bärtiger Mann, ein Mensch, der Nahrungs- Borgen, der Frau und Kinder hat, der nach dem Lauf der Natur Sorgen haben, naohdenken und grübeln muß, daß es einen Zweck habe?l Und außerdem, schämt Ihr Euch denn Picht ganz einfach, an solchen Unsinn zu denken, Natur — papperlapur, solch Bubenteug!“ Ach, ich weiß es, ich weiß es sehr wohl, daß so etwas für einen Juden unpassend ist, aber was soll ich denn anfangen, wenn das bei mir eine angeboren Schwäche ist, ein Trieb, der mich wie ein Magnet anzieht. Und gar noch gerade dann, wenn ich mich mit ernsten, wichtigen Dingen beschäftige, wie mit Jiidischkeit zum Beispiel oder mit GeßchäftscLingen. Mitten in der Mondweihe — stellt euch vor, mittendrin im besten Beten, im Körperschütteln unter den Leuten, reißt es mich gleichsam zu dem schönen blauen, bestirnten Himmel mit dem versonnen, schwermütigen, herrlichen Mond empor, meine Gedanken sind Gott weiß wo, bei hellen Gesichtern, schönen brennenden, nachdenklichen Augen, Geseufze, Geranne, dlchtbeasteten Linden... Man könnte mich unter Eid fragen, ich wüßte nicht, was mein Mund plappert. Mein Nebenmann sagt zu mir: „Friede über Euch“ und ich erwidere ihm: „Komm, o Freund, der Braut entgegen!“ ... Ebenso ist es mit dem Eßreg, mit dem Lielew, mit dem Sc-hanes. Ich vergesse die Mizwe, die Intention auf Einung, die in ihnen liegt, und denke nicht weiter an Gott und seine Glorie, sondern erquicke mich daran, wie wunderschön und frisch sie duften. Der Gang zu Tasc-hlech, eine so ernste jüdische Angelegenheit, da man die Sünden von sich wirft, wird mir gar zu einem schönen Spaziergang. [Wenn ich dort die Gebete spreche, dann gehauen meine Augen auf den Fluß, auf die grüne Flur, die sich drüben auf dem anderen Ufer weit in die Feme erstreckt. Ich sehe das laufende, murmelnde Gewässer vor mir, stolz schwimmende Gänse, ein Lüftlein weht, hochgewaobsenes Schilfrohr flüstert, ein Weldenbäumlein spiegelt sich und badet seine Zweige im Wasser. Klar ist der Himmel, die Luft frisch, göttliche Stille in Tälern, auf Hügeln, in Wäldern überall. Irgend etwas reißt an meiner Seele, Sehnsucht, Verlangen — oh, mein Gott! — ich weiß selbst nicht, wonach... Für Spazierengehen gebe ich mein Leben her. Auf dem Felde und im Walde bin ich gar nicht der gleiche wie in der Stadt, da bin ich frei, da bifi ich des Joches ledig. Was schert mich da meine Frain und meine Kinder, was Jude, ■was Sorgen! Ich bin froh, ich ergötze mich in seliger Wonne an den Werken des Herrn, ich gebe mich mit allen Sinnen hin und gehe unter im Gottes Welt, in Gottes schöner Welt!... Diese arge Leidenschaft, o weh, war es, die in mir bohrte und brummte: „Mendel, der Buchhandel ist wie für dich geschaffen! Und wenn du etwas versetzen mttßtes, das bißchen Schmuck deiner Frau — kaufe ein Pferd und einen Wagen, packe ihn mit Büchern voll und fahre in die weite Welt! Verdienen hin, Verdichnen her, das ist ganz gleich, die Hauptsache ist das Reisen, die Freude, die du haben wirst,' wenn du unterwegs so viel Schönes siehst und hörst. Du wirst da a,uf der Fahrt behäbig wie ein Kaiser auf deinem Wagen liegen und jetles StUcklein an den kunstvollen, schönen Werken Gottes betrachten, seine Geschöpfe in Bergen und Tälern, auf Feldern und in Wäldern. Das Rößlein wird ganz, ganz langsam zockeln, und du wirst schauen und schauen. So wird es unterwegs sein, und wenn du in Städtlein und Städte kommen wirst, da Avirst du verschiedene Menschen sehen, feine Leute, große Herren, sonderbare Geschöpfe, allerlei Personen, gebogene Rücken, hochgehobene Nasen, langhändige, klebrigfingrige, alle möglichen Arten, vom alten und vom neuen Schnitt, dann wirst du von ihnen Geschichten zu erzählen wissen, du wirst zu singen und zu sagen haben. Nun, wißt ihr es jetzt, meine lieben Juden? Heute, da ich eine ziemliche Weile umhorgereist, bin, bohrt und brummt der böse Trieb wieder in mir: „ Geh'“, sagt er, „geh', drucke die Geschichten, die du von den Juden aus der ganzen Zelt zu erzählen hast, da du dich unter ihnen herumgetrieben hast! Oh, sie dürfen es ruhig hören, es wird ihnen, behüte, nichts ßchaden!“ „Na, meinetwegen“, überlegte ich's mir, „Ich iw<erde. es. tun,“ Ich glaube, ich habe alles gesagt, was nottut. Übrigens bin ich ja nicht mehr als ein Mensch, sollte ich etwas vergessen haben; dann werde ich es, wenn ich mich erinnere, in einem meiner späteren Bücher sagen. Und wenn jemand ungeduldig sein sollte und alles sofort bis auf den I-Tipfel wissen wollen wird, dan mag er so gut sein, und mir schreiben, er wird von mir bald eine klare Antwort haben Meine Adresse ist: „Mendelju Jidelewitschu Moieheru Sfuremu uw gorodie Heuchlingu“ — An Mondei Jidelewit&ch Moicher Sfurim in der Stadt Heuchlingen. Den Titel „Gospodinu jewreju“, „An den Herrn Juden“, braucht man nicht schreiben, man wird es auch ohne wissen. Die Tätigkeit der Israelitischen Kultusgemeinde auf dem Gebiete der Jugendfürsorge wurde in den letzten Jahren bedeutend erweitert und umfaßte außer der Säuglingsfürsorge die vorschulpflichtigen Kinder und die schulpflichtigen Knaben' und Mädchen bis zum 18. Lebensjahr. In der Abteilung für Jugendfürsorge standen im Jahre 1935 5070 Knaben und Mädchen in Fürsorge; von diesen Jugendlichen entstammten 4289 aus gesetzlichen Eheverbindungen, 245 aus unehelichen Verbindungen, 124 aus sogenannten rituellen Ehen; in 402 Fällen konnte die Abstammung nicht genau festgestellt werden. Von den Befürsorgten sind 3898 Kinder in Wien geboren, in Österreich 99, im Ausland 453 (hauptsächlich in Deutschland), in 620 Fällen konnten der Abteilung der Jugendfürsorge keine Dokumente vorgewiesen werden. Die Eltern der befürsorgten Kinder und Jugendlichen sind fast in allen Berufen tätig gewesen; die Zahl der Kinder intellektueller Berufsstände, ^welche von der Kultusgemeinde befürsorgt werden müssen, wächst stetig. An Verpflegskosten, für die in Heimen ständig untergebrachten Kinder zahlte die Kultusgem-einde im Jahre 1935 über 75.000 Schilling; außerdem unterhielt die Kultusgemeinde je einen Kindergarten im 2. und 20. Bezirk für rund 150 Kinder und subventioniert Kindergärten von verschiedenen Vereinigungen in mehreren Bezirken Wiens. Im Jahr 1934/1935 konnte ein Jugendheim im 20. Bezirk, Denisgasse, und im Dezember 1935 eine Tagesheimstätte im 2. Bezirk, Aspernbrückengasse, für Jugendliche eröffnet werden. Eine besondere Ausdehnung erfuhr die Sommeraktion, die sich auf 3295 Kinder und Jugendliche erstreckte. Aus den Mitteln der Gottlieb-Stiftung erwarb die Kultusgameinde in Payerbach ein eigenes Haus mit 56.000 Quadratmeter Park- und Wiesengrund. Die traurigen Erfahrungen, die bei der Unterbringung jüdischer Kinder in gemieteten Objekten gemacht worden waren, veranlaßten die Kultusgemeinde, ein eigenes Objekt zu erwerben und der Jugendfürsorge zur Verfügung zu stellen. Im Jahre 1935 konnten dort in drei Serien 289 Kinder untergebracht werden. Die geplanten Erweiterungsbauten werden im Jahr 1936 die Unterbringung einer bedeutend größeren Anzahl jüdischer Kinder in diesem Heim ermöglichen ln der Tagesheimstätte in der Ruthgasse konnten 500 Kinder auf Kosten der Kultusgemeinde Erholung finden, wogegen das Sonneutagesheim in der Rauscherstraße 332 tuberlulösverdächtigen Kindern Unterkunft und Verpflegung gewährte. In Ferienheimen verschiedener Vereine und Stiftungen sind mit Unterstützung der Kultusgemeinde 240 Kinder untergebraoht worden, wogegen für die Unterbringung von 463 Kinder Einzelbeiträge geleistet wurden. Im Ein vernehmen und mit Unterstützung der Vaterländischen Front fanden in den Sommermonaten in burgenländischen Gemeinden 284 Kinder Unterkunft und Erholung; ferner waren in 18 Jugendgruppen 1550 Jugendliche in verschiedenen Bundesländern Österreichs untergebracht. Die Gesamtkosten dieser Sammelaktion erhöhten sich inj Jahr 1935 auf 107.379.73 Schilling. Die Vaterländische Front refundierte der Kultusgemeinde rund 18.000 Schilling, so daß der Rest von zirka 88.000 Schilling aus eigenen Mitteln der Gemeinde gedeckt werden mußte. Die Gemeindo übte in 44 Fällen die Vormundschaft au« und befaßte sich mit 662 Jugendgerichtsfällen. Die Kleideraktion der Jugendfürsorge ermöglichte! die [Verteilung vor Kleidungs-- Die Vizepräsidenten der Kultusgemeinde In der Kultusgemeinde wurden die Neuwahlen für die Stellen der beiden Vizepräsidenten vorgenommen, die durch den Ablauf des Mandats Dr. Josef T i c h o s und die Mandatsniederlegung durch Dr. Josef Löwenherz freigeworden waren. Dr. Ticho wurde wiedergewähit, während zum Nachfolger Löwenherz’ Oberbaurat Ing. Robert Stricker gewählt wurde. In den Kultusvorstand trat an Stelle Löwenherz’ Dr. Samuel Beer ein. stücken an 676 Personen, unter anderen gelangten zur Verteilung 491 Paar Schuhe, 337 Mäntel, 215 komplette Anzüge und 251 komplette Kleider für Frauen. Die Auslagen der Kultusgemeinde für Zwecke der Jugendfürsorge erreichten im Jahr 1935 die sehr ansehnliche Summe von rund 300.000 Schilling. Das von der Kultusgemeinde erhaltene und vom Herrn Prof. Zappert glänzend geleitete Kinderambulatorium im 20. Bezirk ermöglicht jüdischen Eltern dieses und des angrenzenden 2. Bezirkes unentgeltliche Behandlung ihrer Kinder. In das Gebiet der Jugendfürsorge gehört auch die Förderung des Umschichtungsprozesses der Jugend beiderlei Geschlechtes. Sowohl die bestehenden Chaluzorganisationen wie die verschiedenen Jugendgruppen, die sich mit der Ausbildung der Jugend für die Landwirtschaft und Handwerkberufe befassen, werden von der Kultusgemeinde im weitesten Maß gefördert. Man kann wohl ohne Übertreibung behaupten, daß die Jugendfürsorge der Kultusgemeinde mustergültig geführt wird und daß sie soziale Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes leistet. Das zionistische Heim im Prater Am 4. ds. wurde das neue Heim der Zionistischen Bezirks&ektion Prater (ü., Stuwerstraße 1) eröffnet. Es gehört zu den schönsten zionistischen Heimen Wiens, und es zeigte sich gleich vom Anfang an, daß die Neuschaffung einem tiefen Bedürfnisse entsprach. Schon der Onegg Sabbath vor der offiziellen Eröffnung war so massenhaft besucht, daß viele Einlaßsuchende abgewiesen werden mußten. Die Eröffnung begegnete einem so starken Interesse, daß sieh die Veranstalter nur auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern beschränken mußten. Trotzdem war das Gedränge ein sehr großes. 1 Der Obmann der Sektion, Jehuda Schm i d t, eröffnete mit einer hebräischen Ansprache den Abend und schilderte, deutsch fortfahrend, die Entstehung und den Werdegang der Sektion Prater, die vor 18 Jahren ins Leben gerufen wurde. Sodann begrüßte er den Oberrabbiner Dt. Feuchtwan g, den Präsidenten Doktor Oskar Grünbaum, Frau Dr. Löwenherz, Führerin der „WIZO“, Dr. Josef Löwen herz, Dr. Ohaim Tartakower. die Vertreter des BJF., der Judenstaatspartei Prater, der Zion. Bezirkssekfcionen und hob die besonderen Verdienste des Herrn und Frau Di-, N. Frey um der Schaffung des neuen Heimes hervor. Oberkantor Gereon Margulies sang das „Mismor sehir chanukkah habait“ und brachte am Schluß der Feier das Emeklied und ein zweites Lied des neuen Erez Israel. Oberrabbiner Dr. Feuchtwang hielt eine gehaltvolle Rede, an die dann die weiteren Sprecher anknüpften. Der Präsident der Kultusgemeinde, ßfcaatsrat Dr. Desider Friedmann, konnte wegen Unpäßlichkeit an der Eröffnung nicht teilnehmen, weswegen er ein sehr herzliches Schreiben an die Sektion sandte und auch eine Ansprache in schriftlicher Form, die bereits von der „Stimme“ veröffentlicht wurde. Dr. N. Frey dankte namens der Baukommission allen Gesinnungsgenossen, die die Gründung des Heimes ermöglicht hatten. Im Namen der WIZO Prater sprach ihre Präsidentin Frau Dr. M a 1 w i n e Frey über die Tätigkeit und die Aufgaben der WIZO und dankte allen Damen des Vorstandes für ihre Mithilfe an der Gestaltung des Heimes. Präsident Dr. Grünbaum entwarf ein Bild der gegenwärtigen Situation des Judentums und wies auf den revolutionierenden Charakter des Zionismus hin, während die ab- 8terbeude Welt der Assimilation dem Zionismus nur Negatives eutgegenzustellen vermöge. Weiters beschäftigte sich Dr. Grttobaum mit He reis „M&uschel“, der noch heute, trotz Hitler-Deutschland, in der jüdischen Gasse auftaucht. Mauschel versucht wieder und wieder sein Haupt zu erheben. Wir aber, die aufrechten Juden, werden uns dieses Parasiten zu entledigen wissen. Wir haben stets das von HerzI gesteckte Ziel vor Augen: Z i o n i s i erung der jüdischen Massen —s Judenstaat in Palästina. Dann sprach Dr. L ö w e n h e r z, der erklärte, zum erstenmal nach langer Zeit als Privatperson vor der Öffentlichkeit zu sprechen, da er im jetzigen Augenblick kein Amt bekleide. Er habe sich in allen Lebenslagen als Diener des Zionismus gefühlt, dem er auch künftighin mit allen Fasern seiner Seele dienen werde. In der jüdischen Gemeinde, in deren Leitung er sich seit 11 Jahren befand, habe er stets die Interessen der Gesamtheit gewahrt. Die Rede Dr. Löwenherz1 entfesselte einen wahren Beifallssturm. Der Obmann der Sektion, Jehuda Schmidt, versprach im Namen aller Anwesenden dem Präsidenten des Zionistischen Landesverbandes für Österreich, Dr. Oskar G r ü n b a u m, treueste Gefolgschaft zu leisten, und dankte Dr. Josef Löwenherz für seine Bemühungen um die Verbreitung der zionistischen Idee und für seine hervorragenden Leistungen in der Kultusgemeinde. Weiters dankte er allen Anwesenden für ihr Erscheinen. Mit der Hatikwa schloß der schöne Abend. Palästina-Film in Graz Die Zionistische Ortsgruppe Graz bringt Sonntag, den 19. Jänner 1936, halb 11 Uhr vormittags, im Union-Kino, Graz, Annenstraße 34, den preisgekrönten Palästina-*- Film „Land der Verheißung“ zur Aufführung. Als Vorprogramm wird der „Kongreßfilm*4 gezeigt. Karten zum Preise von S 1.— bis S 2.50 sind hei den Mitgliedern und bei den Firmen Alexander Landskroner, Annenstraße 28, O. Lichtenstein, Jakominiplatz 4, A. Welisch, Herrengasse 7, Karl Zilz, Annenstraße 11, erhältlich. Die Zionistische Ortsgruppe ladet nochmals auf diesem Wege alle Grazer Juden ein, dieser einzigen Aufführung des Films in Graz beizuwohnen. Zionistischer Veranstältungs- _ heilender Dienstag, 14. Jänner 1936. 1. Bez.: Zionistischer Landesverband für Österreich, I„ Marc-Aurelstraße 5. 49 Uhr abends. F. Bernstein (Rotterdam): „Die Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und Organisation beim Palästinaaufbau“. Einlaß nur gegen Vorweis der Einladung. 2. Bez.: Sektion Prater, Stuwerstraße 1, 149 Uhr abends, Univ.-Prof. Hofrat Dr. S. F rank für t er: )rältj üdisches Erziehung sw e s en.“ 3. Bez.: Sektion TU, Wiener Ringcafe, Stubenring 18, 149 Uhr abends, gesellige Zusammenkunft. 4. Bez.: Sektion IV/V, Haußlabgasße 2, 8 Uhr abends, Zusammenkunft der Jugendgruppe. 20. Bez.: Sektion und WIZO XX, Jägerstraße 30, 149 Uhr abends, Oberkantor I. L. Müller: „Synagogale Musi k.“ Mittwoch, 15. Jänner 1936. 1. Bez.: WIZO I, Schottenring 25, 145 Uhr abends, Klub jüdischer Frauen: Vortrag. 6. Bez.: Klub junger Zionisten, Loquaiplatz Nr. 11, 149 Uhr abends, Vereinsabend. 9. Bez.: Jugendgruppe der Sektion VIII/IX^ Währingerstraße 6—8 (Hörigasse 2), 8 Uhr abends, Zusammenkunft der Mitglieder. 9. Bez.: Sektion VI1I/IX, Währingenstraße Nr. 6—8 (Eingang Hörlgaese 1), 7 Uhr, Schlomo Auerbach: „Jesaja.“ — &9 Uhr: Professor Kestenbaum: „Awoth.“ Donnerstag, 16. Jänner 1936. 1. Bez.: WIZO I, Scliottenring 25, 146 Uhr abends, Prof. Dr. Wilhelm Stein: „Der Gestaltswandel Europas und die Jude n.“ L Bez.: Sektion I, Neutorgasse 6, 149 Uhr abends, Dr. Eduard B i r n s t e i n: „M a x B r o d“. 2. Bez.: Sektion II, Praterstraße 13, 149 Uhr abends, Prof. Dr. Wilhelm St e t n: „Die J uden im neuen Europo.“ 2. Bez.: Sektion Prater, Stuwevstraße 1, %9 Uhr abends, Univ.-Prof. Dr. Hans Königstein: „W issenswertes über die 6. Bez.: Sektion VI/VII, Cafö Kandlhof, Kaiserstraße 61, 149 Uhr abends, Werbevortrag! Es sprechen Herr Prof. A. Freud und Frau Dr. Henny R a p p a p o r t. Neuer Anfängerkurs der Zionistischen Bezirkssektion Leopolds tadt. Montag, den 20. Jänner 1936, wird in der Zionistischen Bezirkssektion, n., Praterstraße 13, ein neuer hebräischer Anfängerkurs unter Leitung Lehrer H e r z b e r g s eröffnet. Anmeldungen täglich von 5 bis 10 Uhr abends. Verein zionistischer Hochschfiler „Theodor Herzl“, II., Krummbaumgasse 10. Dienstag, 14. Jänner, %8 Uhr, Seminar über die Grundlagen des Zionismus. Leiter Dr. Adolf Engel- 9 Uhr, Vortrag des Herrn Aron Schwertfiuger über die Gründe des Austrittes der Revisionisten aus der zionistischen Organisation. Hochßchülex: willkommen! Die Leistungen der Kultusgemeinde in der Jugendfürsorge Von Sophie löwenherz