Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 500 (19.11.1935)
- Date
- 1935-11-19
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 DIC STIMM! Nr. 500 — 19. November 1935 a „Das Land der Verheil|ue Bilder aas dem großen Palästina*Tonfilm des »Keren Hajessod« ftm UettmaM*,dtt$cUop$u des fUms, ti&ee sei* Weck Jerusalem, im November. Einige Wochen, bevor ich als „Produktionsleiter'' des Fiiltns meine Kameramannschuft kreuz und quer durchs Land zu fuhren begann, fuhr ich einmal mit Jaffe und einer Gruppe von mehr als 150 südafrikanischen Juden ins Emek. Wir zeigten ihnen das Land und die Leistungen des Keren Hajessod. Mittag verbrachten wir in der Kvuzah Gevah. Im großen Saal stand der tceißgedeckie und blumengeschmückte Tisch, und alle Gäste ivhirden mit Tomaten >.veißem Käse, Brot, Biutter und Obst und zum Schluß mit Tee bewirtet. Die Reden, die gewechselt wurden, waren nicht zu lang und Harzfeld führten den Chor der Lieder. So war alles schön gelungen. Eine Dame aus Johannesburg war besonders begeistert und fragte mich, natürlich ganz vertraulich ob denn die Kvuzah oder der Keren Hajeswd für dieses gute Mahl die sicherlich nicht kleinen Kosten trage. Ich beruhigte sie mit der Antwort, daß die Veranstaltung den Keren Hajessod im großen und ganzen nicht mehr als 12.000 bis 13.000 Pfund gekostet habe. Diese Geschichte erzählte ich einmal, als man mich in New York in Filmfachkreisen, natürlich ganz vertraulich, nach den Gestehungskosten unseres vortrefflichen Films fragte. Ich sagte, er hätte den Keren Hajessod etwas über fünf Millionen Pfund gekostet und meine Freunde und ich hatten, von gewaltigen Vorarbeiten abgesehen, etwa fünfzehn Jahre an ihm gearbeitet. So gehört der Film nicht nur mit seinen Bildern, sondern auch mit seinem Geist, mit seinem Rhythmus im Aufbau und der Dynamik seiner Aktion in die Geschichte des Keren Hajessod. Er ist nicht nur abschließender Bericht und Zeugnis für Geleistetes und Fertiges. Er ist aus derselben Kraft entstanden, der wir das Werk des Keren Hajessod verdanken und von dessen Gelingen Mitarbeiter in allen vier Ecken dm Welt jetzt Kunde hören. Das Werk ist nicht nur als eine kolonisatorische Leistung zu erfassen. Es ist auf dem großen Hintergrund der Jahrtausende alten Sehnsucht unseres Volkes gewachsen und auch die kleinste Leistung, die zu seinem Gelingen beigetragen hat, ist in unlösbarer Beziehung zu Vergangenheit und Zukunft, zu geschichtlichem Urgrund und zum Ziel der Bewegung. ln diesem Sinne reicht der Film, glaube ich, in die zeitliche Tiefe, die unser Werk vor anderen auszeichnet, in deren Spiel sich nur Oberfläche spiegelt. Ebenso fehlt ihm nicht die Beziehung zum nicht jüdischen Leben im Land, in das unser Tun Wandlung bringt. Zionistisches Wollen läßt sich nicht klar machen, ohne daß an den arabischen Nachbar in seiner Arbeit und auf seinem Gebetsteppich, ohne das an . Kreuz und Kirche nachdrücklich und achtungsvoll erinnert wird. Einige Sommerwochen hindurch ist dieser Film Juden in Deutschland gezeigt worden. Wenn ihn dort bisher erst 60.000 bis 80.000 unserer Brüder gesehen haben, bleibt noch einer fünffachen Zahl dieser Film als Ausblick in die Welt unseres Werkes Vorbehalten. Jetzt beginnt der Film, im internationalen Wettstreit der Film in Venedig ausgezeichnet, auch seinen Zug durch Erez Israel und durch Amerika, durch die anderen europäischen und überseeischen Länder Möge er vielen nicht nur das „Land dei Verheißung“ sein, sondern auch Aufruf und Weisung im Sinne des Titels, den ich ihm in der hebräischen Fassung gegeben habe. Lee ha im C hadas c hi m — Zum neuen Leben1 «11 Ls lilil üpi