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Die Stimme · 1935-07-12 · Heft 465 (12.7.1935) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 465 (12.7.1935)
Date
1935-07-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nt: m — 12. Juli 1935 DIB STIMME Seit« 7 Von Dt. Alexander Bein, Jerusalem '(Schluß.) Herzl hat die Verwandtschaft mit Lassa,11c «eit seiner Jugend gefühlt, innnoherlei Äußerungen zeugen dafür. Da« sogenannte Jugcndtagobuoh von 1882 zeigt, daß er sich damals mit Lassalles Persönlichkeit eingehender beschäftigte. Dessen Abfertigung des liberalen Literaturhistoriker« .Julian Schmidt bezeichnet Ilerzl als kl ns sie ehe« Huch. Lassallo ha.be einen Augiasstall ausgemistet, wie es noch viele gäbe. ..Aber die Herkulesse und die Lassalle sind selten, und selbst dies«; Seltenen kommen nicht hervor“. — so heißt os mit dem unausgesprochenen Hinweis auf sich selb«! — „weil sie erbittert ochen. daß «ich der kaum erst ausgemistete .Stall alsbald wieder mitneuem Unrat füllt und die Juliane aller Sorten wandeln mit stolzer. denn je erhobenem Haupte in der Sonne, während da« heiße Herz, der große Ueist, die mannigfachen und tiefen Kenntnisse, die seinen gelehrten Kopf erfüllten, mit, den körperlichen Behältern in der Erde modern.“ Und als er sieh am folgenden Tage mit Diihiings „Judenfrage“ nusomaudersetzt, tief getroffen von dem systematischen «Judenhaß, der ihm daran« entgegenschlug, da. wies er scharf dessen Angriffe auf Lassafle zurück, „der mehr Ehrlichkeit. Volksnahe, Wiesen, Verstand, Charakter und Eigennutzlosigkcit gehabt habe, als hundert, alstausend solcher weggejagter, ärgerlicher, ordinärer Professoren, solcher schäbiger Freiheitspfaffen, vom lumpigen Schlage de« Herrn Diihring.“ Diese Äußerungen stehen am Anfang seines ersten großen Versuchs einer Selbstbesinnung, den er mit diesem Tagebuch machte. Fast ein Dezennium später begann dann in Pari« die eigentliche Auseinandersetzung mit der Welt und mit «ich selbst. Der franzöbische Staat und die französische Ge« eil Schaft lagen, a-nfgerissen von den Wirren des Panamakanals, vor seinen Augen, der Antisemitismus trat ihm auf Schritt und Tritt entgegen, am sichtbarsten üunäcltsf durch die Duelle zwischen Juden und Antisemiten, mit denen französische Juden die Ehre des Judentums zu wahren buchten. Damals träumte HerzI, ganz im Stil dieser Tage, davon, einen der großen österreichischen Autisomitenführer zum Duell m zwingen. Wäre er dabei erschossen worden, eo sollte sein hinterlaesoner Brief die Welt auf diie Ungerechtigkeit der antisemitischen Bewegung aufmerksam machen, als deren Opfer er falle. Hätte er aber seinen Gegner erschossen, so wollte er — wie er später aufzeichnete — vor dem Schwurgerichte „eine gewaltige Lassallesche Rede halten“ und dadurch, wie Lassalle, die Geschworenen und das Gericht so erschüttern, daß man ihn freisprach. — Als er dann wenige Jahre später «eine Aktion begann, hat er Wiederholt Äußerungen getan, die auf eine innere Verbindung mit Lassalle ich ließen lassen. In der redaktionellen Vorbemerkung zu dem erwähnten Vorabdruck von Briefen Lassalles in der „Neuen Freien Fresse“ spricht er von dem „herrischen und hinreißenden Wesen des merkwürdigen Mannes“, und wie eine Bemerkung über sein eigene« Leben klingt es, wenn er dabei von Lassallo feststellt, daß der Sturm seiner Agitation ihn selbst im Tiefbton aufgerüttelt habe. Tatsächlich bestand ja auch in Ihrer Auffassung der Politik eine weitgehende Übereinstimmung. Beide kämpften gegen ein zufriedenes liberales Bürgertum, da« in seiner Behaglichkeit nicht gestört werden, die wirklichen Verhältnisse nicht sehen und die «indrängewlc Not mit den Mitteln de« Mitleids und der Barmherzigkeit lösen wollte. Der erste Grundsatz bei beiden war, die Frage, die sie im Eigentlichen interessierte — die (soziale Frage hier, die Juden frage dort —: der Behandlung durch hochmögeiide Philanthropen zu entziehen und zum Gegenstand der Politik zu machen. Politik — du« hieß beiden: Macht! Wohl waren sie überzeugt, daß ihre Lösungen dein waltren Rocht entsprächen und daß deshalb der Rechtsgedankß eine Waffe für sie dar«teilen müsse. Aber ebenso fest stand für sie, daß in der Politik, auf absehbare, oder besser gesagt, unabsehbare Zeit Macht vor Recht gehe — nicht 'umsonst bewunderten sie beide Bismarck; clor jenen GtriuKlsafe mit zynischer Offenheit aussprach und nach ihm handelte. Als macht- und mandallosc Individuen erkannten beule, daß, wie cs Ilerzl zu Beginn formulierte, da« Geheimnis in der Bewegung liege. Diese Bewegung zu schaffen, durch die die .Schwerkraft überwunden werde, war beider Streben. Und auch die Mittel, zu deren Anwendung die Verhältnisse zwangen, waren iui Wesen gleich: Es galt, die Mächtigen durch die vereinigte Kraft ihrer Anhänger vorwärtiszudrängen und zugleich eben diese Anhänger durch die offensichtlichen Beziehungen zu den Mächtigen zu ermutigen und au stärken. Sie mußten also, um aus diesem Circulus vitiosus herauszukommen, „Politik machen“, auf jede Weise nach der Gewinnung von Terrain streben, von der Geradlinigkeit der Theorie mitunter abwoichen und taktische Umwege machen, „mit der Idee listen“ (wie es Lassalle formulierte) und dadurch in Konflikt kommen mit den Theoretikern der Bewegung, die diese kompromißfreudige Handlungsweise nicht verstanden. Auch in ihrem Ziel waren sich die beiden nicht so fern, wie es auf den ernten Blick erscheint. Sein ganze« Loben lang luat auch Ilerzl mit der sozialen Frage gerungen, nicht weniger als Lassalle strebte er aus tiefstem Herzen nach einer gerechten Gesellschaftsordnung, in beiden glühte das Ethos der Propheten. „Und wie müssen wir uns diese besseren Tage vorstellen, die I heute noch jenseits unsere« Gesichtskreise« liegen?“ fragte Herzl in «einer Rede zur Eröffnung de« zweiten Kongresses. „Ist ihr Inhalt erschöpft in Landbesitz, vermehrtem Ansehen, ungetrübter Ruhe? Nein!, Gerade diejenigen unter uns, die heute ihre ganze Person daranzusetzen bereit sind, würden bedauern, auch nur einen .Schritt dafür gemacht zu habeJi, wenn es nur gelänge, eine neue Gesellschaft einzu richten und nicht auch eine „gerechtere“* Im „Judenstaat“ sprach er bereits von zahlreichen Details dieser Neuordnung, vom Siebenstundentag, den er einführen und sogar in der Nation alfahne symbolisieren wollte, von der Arbeitshilfe, die niemandem durch Almosen, jedem durch Arbeit helfen sollte, von dem großen Arbeitßheer, das da« Land durch Arbeit erobern sollte. Die Wanderbe wegung sollte zugleich eine aufsteig ende Klaseenbowegung darstellen, ln seinem Pragrammronian „Alt- Neuland“ hat er diene Gedanken dann noch weiter ausigebaut und zum Teil weitergeführt. Dieses „Alt-Neuland“ ist vollständig auf genossenschaftlicher Basis errichtet, jene Produktivgenossenschaften, die Lassalle forderte, bilden dort die Grundlage de« ganzen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem«. Anderseits hat der junge Lassalle, Avie Avir bereits hörten, dem Herzl der Mannesjahre in seinem Streben nahegestandem. Er ist ein Verehrer des neuen Breslauer Rabbiners Abraham Geiger, den er sogar durch einen Zeitungsaufsatz in seinem Kampf mit dem orthodoxen Rabbiner Tiktin zu unterstützen suchte. Gleichzeitig spricht er, wie die eingangs zitierte Äußerung zeigt, von den Juden als Volk, leidet unter dessen Erniedrigung und träumt davon, ee mit Waffengewalt Avieder in seine Heimat, zur Achtling und Selbständigkeit zu führen. Drei Monate später fanden in Damaskus jene Ausschreitungen gegen die Juden statt, die durch ihre mittelalterliche Grausamkeit die ganze Welt und besonders die Jmleuheit der Welt in Aufregung versetzten. Wie war cs möglich, fragte man sich, daß in der Mitte diese« erleuchteten Jahrhunderts Julien von einem Pascha unter dor Blutanklage gefoltert wurden, gefoltert wurden unter den Augen des französischen Konsul«, des Vertreters des Landes der Menschenrechte? Auf den jungen Lassalle wirkte erschütternder als dieses unbegreifliche Verhalten der Aitßenivelt gegenüber den Juden das feige Verhallten der Juden gegenüber diesen Gewalttaten. Mit scharfen Worten reagiert er darauf in seinem Tagebuch: „0, es ist (schrecklich zu lesen, schrecklich zu hören, ohne daß die Ilaaro starren und sieh alle Gefühle des Herzens in Wut verwandeln. Ein Volk, das dies erträgt, ist schrecklich, es räche oder dulde die Behandlung. Wahr, fürchterlich wahr let folgender Satz dies Berichterstattern: ,Die Juden dieser .Stadt erdulden Grausamkeiten, wie sie mir von diesen Paria.s der Erde ohno furehtluiro Reaktion ertragen Averden können.4 Also ßogar die Christen wundem eich über unser träges Blut, daß Avir uns nicht erheben, nicht lieber auf dem Schlachtfeld als auf der Tortur sterben Avollcn. Waren die Bedrückungen, um deren Avillen sich die Schweizer ein«t erhoben, .größer? Gab es jo eine Revolution, Avelehc gerechter wäre als die. wenn die Juden in jener Stadt a.ufständen, sie von allen Ecken i anzündeteri, den Pulverturm in die Luft | sprengten und «ich mit ihren Peinigern töteten? Feiges Volk, du verdienst kein besseres Los! Der getretene Wurm krümmt «ich, du aber bückst dich nur tiefer! Du weißt nicht zu sterben, zu vernichten, du weißt, nicht, Avas gerechte Rache heißt, du weißt nicht, dich mit deinen Feinden zu begraben und sie im Todeskrampi': noch zu zerfleischen! Du bist zum Knecht geboren.“ (Tagebuch, 21. Mai 1840.) ZAvei Monate später beißt cs im Tagebuch (30. Juli): „Wieder die abgeschmacktem Geschichten, daß die Juden Christenblut bräuebten. Dieselbe Geschichte Avio in Damaskus, auch in Rhodos und Lemberg. Daß aber aus allen Winkeln dev Erde mau mit diesen Beschuldigungen ii er vortritt, scheint mir anzudeuten, daß die Zeit bald reift ist, in der Avir in der Tat durch Ohristenblut uns helfen werden. Aide toi et le ciel t’aidera. Die Würfel liegen, es kommt auf den Spieler an.“ Diese Eintragungen des jungen Lassalle in sein Tagebuch sind die letzten dieser Art, die Avir A'on ihm besitzen. Nicht, daß er sich plötzlich nicht mehr für diie Juden interessiert habe: es gibt noch manche Bemerkungen positiver und negativer Natur über sie, keine aber voll so starken Zornes und Tatwillens. Man hat den Eindruck, als sei mit dem Erlebnis von Damaskus eine Saite :in ihm gerissen: Er glaubte nicht mehr an die Zukunft de« jüdischen Volkes. Als ihn im Februar des folgenden Jahres ein Schulkamerad, dem er tags zuvor die Tür gewiesen hatte, besucht, um mit ihm Whist zu spielen, da notiert er voll Abscheu über diese unfaßbare Ehrlosigkeit in sein Tagebuch: „Ein widriges Gefühl ergreift midi, wenn ich Leute wie diesen und ähnliche betrachte. Denn ich sehe in ihnen die labenden Gründe, warum das jüdische Volk eo verachtet wurde. Solche Laute waren ©s, die es dahin 'brachten. Diese Niedrigkeit der Gesinnung, diese« Kriechende, diese Gemeinheit — pfui, ein abscheuliches Gemisch!“ Und weitere zwei Jahre später — nachdem er sich inzwischen noch für radikale Reform interessiert hatte, die die Juden als einzelne zur Vermischung mit ihrer Umgebung bringen sollte — am 30. Juli 1844, schreibt er als Student von Berlin aus «einer Mutter einen Brief, in dem er dieses Urteil auf die Gesamtheit des jüdischen Volke,s überträgt: „Die Welt des jüdischen Volkes bietet das Bild der vollendeten Häßlichkeit ..., der äußerstem Gedrücktheit des Menschen Aror Gott, der innersten Zerrissenheit und Haltlosigkeit“, die jüdische Welt ist ihm „die Welt der erbärmlichen Persönlichkeit“. „Die jüdische Religion“, faßt er «ein Urteil zusammen, „ist die Religion der harten Knechtschaft vor dem abstrakten Geiste, Gott; und so ißt auch sein Schicksal das der harten Knechtschaft.“ Er hat sich fortan — ohne die äußere Verbindung jo zu lösen — «ich für das Judentum nicht mehr interessiert... Man hat darauf hingewiesen, daß diese Wandlung sich unter dem Einfluß Hegels vollzog, dessen Philosophie für Lassalle in diesem Jahre zur Bibel Avurdo und zeitlebens blieb. Das ist sicher richtig; die Frage ist nur, ob Hegel« Anschauungen über diesen Gegenstand so stark auf ihn gOAvirkt hätten, ob er Hegels Ansicht, daß das jüdische Volk seine ihm von der Geschichte zugewiesene Rolle au,»gespielt habe, übernommen hätte, wenn nicht diese früheren Eindrücke den Glauben an die Zukunft seines Volkes so sehr erschüttert hätten. Lehren Avandeln den Menschen im allgemeinen nur, wenn sie einer in ihm bereite vorbereiteten, noch nicht recht bewußt gewordenen Wandlung don klaren und allgemeinen Ausdruck geben, das Gefühl und Denken des einzelnen mit den Anschauungen anderer verbinden und «o die individuelle Meinung zur Höhe eine« allgemeingültigen Grundsatzes erhoben. Das geschah hier mit Lassallo. Hegel gab seiner eigenen Meinung, oder besser, seinem enttäuschten Glauben und Gefühl dio philosophische Form und Prägung. Damit kommen Avir zu dem Kern seiner Ähnlichkeit und Verschiedenheit mit, Ilerzl. Die Wurzel für «eine Abwendung vom Judentum Avar verletzter Stolz. Sein Ehrgefühl wehrte «ich gegen jenen Typ Aon Juden, die Herzl später „Mauschel“ genannt und als Gegenbild der Avahreu Juden bezeichnet hat, jener Juden, denen Ehre durch Druck und Not langer Jahrhunderte zu einem fremden Begriff geworden, denen männliche« Bewußtsein und männliche Kraft fehlten zu einem aufrechten und geachteten Menschentum. So führten ihn seine Anlagen und «ein Ehrgeiz nach Großem in die Reihe der Kämpfer für Freiheit, für Demokratie, für soziale Demokratie, für eine neue, gerechtere Gesellschaft. Verletzter Stolz Avar auch die Basis für Herzls Wandlung. Auch er haßte jenen Typ von Juden, auch er konnte die Mißachtung nicht ertragen, die die Welt den Juden entgegenbrachte. Nur kam er vom gleichen Ausganspunkt, zu einem anderen Ziel: er wollte die Ehre der Juden Avioderhers teilen, die herabgekommemen Juden wieder emporführen zu einem geachteten Volksdasein, er glaubte an diese Möglichkeit, mehr noch: er war der Überzeugung, daß es die einzige Lösung für eine Frage sei, die mit den Juden auch die ganze Welt belästigte. So ist im letzten Grunde der wesentlichste Unterschied der beiden ein Unterschied der Generation: darin liegt die Wahrheit der eingangs zitierten Äußerung Herzls über Lass-alle. Lasßalle entetammte der Gene-, ration, die noch um die Emanzipation kämpfte, die noch glauben konnte, daß mit der Gleich,Stellung der Juden als Menschen und Bürger, die Judenfrage zu lösen «ei: die Juden würden «ich an die Umwelt angleichen, als Volle untergeben, als Individuen in den Völkern aufgehen, die demokratische Freiheit werde diese Unterschiede beseitigen wie die harten Schranken zwischen den Völkern, und wenn nicht durch daß Bürgertum, so durch den vierten Stand, die Arbeiter, deren Sieg die Klassenunterschiede au« der Welt schaffen würde, werde jener Zustand geschaffen werden, in dem es eine Judenfrage nicht mehr gäbe. Herzl entstammte der Generation der bereits rechtlich Emanzipierten. Als einer ihrer feinfühligsten Vertreter erkannte er unter dem Eindruck des neuen Antisemitismus,, daß die individuelle Emanzipation keine Lösung sei, daß ihr Sinn nur darin bestehen könne, Stufe zu sein zu jener zweiten, jener hauptsächlich durch die Juden selbst zu vollziehenden, wirklichen Emanzipation, der Emanzipation als Volk, die kommen'müsse, weil sie eine geschichtliche Notwendigkeit sei. Eine geschichtliche Notwendigkeit! Und darin wieder waren sie beide gleich: sie glaubten — trotz des Unver«tändnis«es ihrer Zeitgenossen — an ihre Berufung als Vollstrecker einer historischen Mission, sie Pension Eckstein - Semmering wollten nicht hochmütig sich über ihre schlechte Zeit erheben, sondern Mir dienen, sie zu ihrer eigentlichen Aufgabe führen. Der eine tat. es, indem er, vom Judentum kommend, in den Kreis der Umwelt eintrat und dort für eine Weltfrago wirkte, bis zuletzt verurteilt, auf fremdem Boden zu pflügen und nie ganz in sich beruhigt — wie ein Symbol für diese Disharmonie sei nee Lebens wirkt sein jäher Absturz in den Tod. Der andere kehrte aus der umweltlichen Fremde zum Judentum zurück, er üaiwl in dieser Bescheidung sich selbst und gab den Anstoß zu weiterwirkenden Entwicklungen. Beide Avaren Ausdruck für dio zukunftweisiendeten Kräfte ihrer Zeit und gaben diesen Kräften mit dem vollen Einsatz ihrer Person Richtung, Ziel und Weg. „Von beiden pflegt mau zu sagen“, schrieb Lassallo einmal, indem er Lessing mit Friedrich dem Großen verglich, „daß sie ihrer Zeit unendlich überlegen seien. Aber seiner Zeit noch so überlegen sein, heißt nur: eie zum vollständigsten A u sd r u c k zu bringen.“

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