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Die Stimme · 1935-06-07 · Heft 456 (7.6.1935) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 456 (7.6.1935)
Date
1935-06-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. m — 7. Juni 1935 D16 STIMME Seit« 3 BLED Jugoslavien Hotel-Pension Olympit Streng orth. TvTD Wiener Küche Am Ufer des Sees, an der Hauptallee, mit allem Komfort, fließendes Kalt- und Warmwasser Aufenthalt in den prachtvollen Julischen Alpen Prospekt auf Wunsch Juden auf der britischen Ehrenliste Anläßlich des 70. Geburtetages und des 25jährigen Herrsoherjubiläums des Königs Georg V. wurde der Verkehrsminister Leslie Hore-Beiisha, ein Jude, zum Privy Council (Staaterat) ernannt. Der Palästinavertreter des Economic Board of Palestine und der Palestiue Corporation Abraham Goldwater und die Stadträtin in Tel- Aviv, Frau Schoschana P e r s i t z, erhielten den Orden des Britischen Reiches für öffentliche Dienste in Palästina. Isaac Elarzari-Volcani in Jerusalem wurde zum Ehrenmitglied dieses Ordens ernannt. Den gleichen Orden erhielten Frau Tilly Jacobson für Dienste in Süd-Rhodesien und Elijah Silverstone für Dienste in Kanada. Eine größere Zahl höherer n i c h t j ü d i- Bcher Beamten in Palästina wurde ausgezeichnet; u. a. erhielt der Chefsekretär der Palästina-Regierung John Hathorn-Hall das Großkreuz des Ordens St Michael und St. Georg. Emir Abdullah von Transjordanien wurde zum Ritter des Großkreuzes des Ordens St Michael und St Georg ernannt Amnestierungen in Palästina Jerusalem, 3. Juni. (2. T. A.) Offiziös wird mitgeteilt, daß anläßlich de9 70. Geburtstages des Königs Georg von England, der auf den 7. Juni fällt, 37 im Zusammenhang mit den Unruhen in Palästina im Herbst 1929 verurteilte Person 211 amnestiert wurden. Zehn der Amnestierten wurden bereits in Freiheit gesetzt, unter ihnen befinden sich die beiden Juden C h i n k i n und U r p h a I i. Den übrigen Verurteilten wurden die Strafen herabgesetzt. Außerdem wurde mehreren arabischen Dörfern, denen in Zusammenhang mit den Unruhen kollektive Geldstrafen auferlegt wurden, der Rest der noch nicht gezahlten Bußen erlassen. Insgesamt betrafen diese Bußen 35.000 Pfund, von denen bis jetzt 8500 Pfund eingezahlt wurden. In Regierungskreisen wird die Amnestie damit begründet, daß die öffentliche Sicherheit im Lande befriedigend sei. * Eine weitere Meldung aus Jerusalem besagt: Amtlich wird bekauntgegeben, daß der zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilte ehemalige Korporal der Palästinapolizei Simoha C h i n k i s sowie 13 wegen Teilnahme an den Ausschreitungen des Jahres 1929 verurteilte Araber auf Grund der anläßlich de« Geburtstages des englischen Königs und seines Regierungsjubiläums gewährten Amnestie sofort freigela sen werden. Die Freilassung des zweiten im Zusammen mit den Palästinaunruhen des Jahres 1929 verurteilten Juden, Josef U rphali, wurde für den 1. August 1936 angekündigt. , SCHWEDEN- PLATZ HCTaamu-i Es ge$/ ums Ganse iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Von Dr. I. Sthwarbart (Krakau) mrs* <tes t Riömkefjstßfn'Fifms Q?m\mmum-l i FlOTTEN-yi. VÖTIVPABK1* I Brodetshy - Präsident des Verbandes der Universitätslehrer Englands Liverpool, 4. Juni. (2. T. A.) Prof. Dr. Selig Brodetzky wurde zum zum Präsidenten des Verbandes der Professoren und Dozenten aller Universitäten von England und Wal es gewählt. Der Verband,dem 1616 Universitätslehrer angehören, hat auf seiner an der Universität Liverpool abgeha.ltenen Konferenz ein Gastfreundschaft-Komitee ernannt, das mit dem Hilfskomitee für die Akademiker-Flüchtlinge aus Deutschland Zusammenarbeiten soll. Brodetzky wird den Verband auf der vom 9. bis 12. Juni in Grenoble tagenden Internationalen Universitätskonferenz vertreten. Die Schekelaktion zum 19. Kongreß geht zu Ende. Die spätere Wahlakten wird nur ein begrenztes Tätigkeitsfeld haben, denn sie wird sich nur auf die Schekelkäufer beschränken müssen. Aus diesem Grunde bildete die Schokelaktion die eigentliche Wahltätigkeit. Wenn es keinen einheitlichen Schekel gäbe, sondern wenn, wie früher, eine jede Gruppe einen besonderen Schekel hätte, so würde die Beendigung der Sehekelaktion ein genaues Bild der Kräfteverteilung ergeben. Da aber der Schekel einheitlich ist, wird man das Verhältnis der Kräfte erst bei der Wahl beurteilen können. Nichtsdestoweniger betreibt jede Gruppe eine. Schekelaktion ausschließlich unter ihren eigenen Anhängern und Sympathikern und bildet sieh so ein eigenes Wählerreservoir. Es handelt sich jetzt darum, daß wir Allgemeine Zionisten das Reservoir unserer Anhänger und Sympathiker restlos erfassen. Die Linke hat in ihren vertraulichen Zirkularen die Parole ausgegeben, hauptsächlich die Wählerschaft Kleinpolens für sich zu gewinnen. Denn hier sei das Bollwerk des Allgemeinen Zionismus. Fast ein Drittel der Allgemein-Zionistischen Mandate am BADCASTEIN Hot.l Eliiabethhof Zeitgemäße Preise Kein Mahlzeitzwang Terror in litauischen Kleinstädten Kaunas, 8. Juni. (2. T. A.) Belm Minister des Innern sprach eine Abordnung der Judenschaft des Städtchen* Kurschan, Kreis Schaulcn, vor und hat um Hilfe gegen die Überfälle auf die Juden des Ortes. Die Mitglieder der Abordnung erklärten, seit etwa einem Jahr stehen die Juden von Kurschan unter einem unaufhörlichen Terror, der ihnen das Leben unerträglich macht. Der Minister versprach, Abhilfe zu schaffen. Die Juden Litauens hoffen, daß diese Abhilfe sich auch auf vjole ander*- Ortschaften der Kreise Tauroggen und ß c h a u 1 e n erstrecken sircL EPHRUSSI&CO. GEGRÜNDET 1856 Bankgeschäfte aller Art Abteilungen für Wertpapiere u. Devisen WIEN, IX., WASAGASSE 2 ten uns in den letzten 30 Jahren nicht dazu aufraffen, eine Industriebank zu gründen. Für die Chaluzhilfe „Esra“ geben wi gemeine Zionisten Geld, aber wenn ei darum handelt, unseren Chalutiira in stina in den ersten und schwierige fangen zu helfen, dann besitzen wir finanzielle Institution dazu. zionistischen Patrioten, die stets „Ganze“ und das ganze Volk, und nicht Partei im Auge hatten. Wer, wenn nich wir, hat die Nationalen Fo dank deren sich die ländli nationale Kolonisation < 18. Kongreß stammt aus Kleinpolen. Diese Festung will nun die Linke um jeden Preis erobern, wenn auch um den Preis eines ermäßigten Schekels. Die reichen Kassen der Linken können ohne weiteres die Differenz zwischen dem Minimalpreis des Schekels und dem tatsächlichen Verkaufspreis decken. Die Linke hat sich für diesen Zweck einen großen Reservefonds geschaffen. Wir Allgemeine Zionisten aber, die dio zionistische Bewegung seit Jahrzehnten finanzieren und das größte Kontingent für die nationalen Fonds und für alle Aktionen der zionistischen Bewegung aufbringen, sind, wenn sich um unsere eigenen propagandistischen Ziele handelt, die ärmste Gruppe. Die Linke hat hunderte bezahlter Agitatoren in fast alle Länder der Galuth geschickt, wählend unsere Propaganda nicht einmal ein Zehntel dieser Ausgaben sich leisten kann. Denn wir, die verschrieenen „Ausbeuter“, haben nur Geld für Zwecke, dio allen dienen; wir gaben sogar Geld für die „Kapais“ und „Tel-Ghais“. Wir hatten eine offene Hand für alles. Wir hatten Geld für die Arbejterbaok (und mit Recht)* aber wir kona- J a h r z e h n t e 6 M i 11 i o n e n für die Fonds aufgebracht? Wer, wenn nicht dieser „Mittelstand“, der von den Linken so herabgesetzt wird? Wenn wir wenigstens eine objektive Würdigung unserer Leistungen erfahren würden! Nein, im Gegenteil: Man verlacht und bechimpft uns, man zeiht uns reaktionärer Gesinnung gegenüber den Arbeitern, denen wir Allgemeine Zionisten ihre produktive Arbeit erst ermöglicht haben und die heute dank unserer Opfer zum Wohlstand gelangt sind. Wir haben dies alles aus tiefer Überzeugung getan, aus Sorge um alle Volksstände, und für das alles hat die Linke eine Parole ausgegeben, den Allgemeinen Zionismus zu liquidieren. Sie hat uns ausgenützt, und jetzt heißt es „liquidieren“! Schließlich spielt sie die Rolle des arglos Attackierten und Unterdrückten. Wenn wir nun endlich, ernüchtert aus dem Traum erwacht, dazu übergehen, unsere Reihen zu stärken und nach dreißig Jahren darüber nachzudenken, daß wir das Recht haben, Palästina nach unseren nationalen Begriffen aufzubauen und nicht nach klassenkämpferischen Idee so erhebt sich ein Entrüstungssturm: „Die Reaktion marschiert!“ Man ungarnt unsere Jugend und versucht sie mit verschiedenen Lockmitteln für sich zu gewinnen. Und wir? Es ist höchste Zeit, daß wir den aufgezwungenen Kampf aufnehmen und unsere Organisation mit Konsequenz ausbauen. Die Linke hat sich eine Parole zurechtgelegt, die Gegner zu verdrängen und in ihre Reihen einen Keil zu treiben. Die Linke hat die Reihen des Misrachi gelockert und sie hat durch ihre Emissäre den sogenannten „progressiven“ Allgemeinen Zionismus ins Leben gerufen, um in unsere Reihen einen Keil zu treiben und um eine Konso lidierung unserer Gruppe nicht zuzulassen. Sie hat den „Haowed“ organisiert, den „Hapoel“ ausgebaut, und das alles, damit unsere Reihen zersetzt werden. Sie lockt unsere Jugend unter dem Vorwand der Einheitsfront der Arbeiter, um diese in der Histadruth zu verschlingen. Sie geht in allem klug und systematisch vor. Ihr Sy- Schon Kinder sollen die Zahne mit O DOL-Zahnpasta pflegen. ODOL-Zahnpasta erhält die Zähne schön und gesund Kleine Tube S —.90 Große Tube S 1.40 stem ist kalt und konsequent. Die Linke: bildet ihre Zellen innerhalb unseres Lagers, um im geeigneten Augenblick, wenn der Zersetzungsprozeß reif sein wird, das Terrain für sich zu anektieren. In der Tschechoslovvakei war der „Mak kabi H» zair“ ein Bollwerk des Allgemeinen Zionismus. Mit Hilfe desselben betrieb die Linke innerhalb des dortigen Allgemeinen Zionismus ihre „progressive“ Politik. Was ist nun jetzt geschehen? Diese Jugend ist in Palästina in den Verband der K w u z o t K Gordonia eingetreten. Die Linke hat diese Jugend verschlungen. Unwiderruflich* Wozu hat man dann diese Jugend im Allgemein-Zionistischen Lager erzogen? Wozu hat man sie mit Allgemein-Zionistischen Parolen gefüttert? Warum hat man in der h | " HOTEL SMETANA 1* _ . . w * Bao Luhmce. C.S.R. n s 50 gut eingerichtete Zimmer ® mit kaltem und warmem fliessenden Wasser. g Erstklassige streng rituelle Küche, vorteilhafte Pensionarrangements* Galuth so viel Energie für die Organisierung der Allgemein-Zionistischen Jugend verwendet, wenn diese später im Meere der Linken in Palästina verschwindet? Man könnte diesen Beispielen ähnliche; Erscheinungen aus anderen Ländern hinzufügen. Die Allgemeinen Zionisten müssen; endlich einmal sich aufraffen und vom bisherigen Weg, der zur Vernichtung führt, abkehren. Die Linke hat uns zum Kampf herausgefordert. Gut, wir müssen diesen Kampf auL nehmen. Deshalb hat die gegenwärtige Schekelaktion eine besondere Bedeutung — wie noch nie. Der Kampf geht ums Ganze! Wim DOUOLQS FQIRBflNKS jun. ADOLPHEMEMJOlfl ELITE-KINO* SCHOTTEN RlNIfit Die Palästinaeinwanderung im Mai Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur meldet, betrug die jüdische Palästina-Einwanderung im Monat Mai 4110 Personen. Unter ihnen befanden sich 350 Einwanderer der Kapitalistenklaeee. Dr. Bachradl, Badsastein hat seine kurärztliche Tätigkeit wieder aufgenommen.

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