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Die Stimme · 1935-04-05 · Heft 440 (5.4.1935) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 440 (5.4.1935)
Date
1935-04-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nt. 440 — 5. April 1035 OIE STIMME Seite 5 schließen; 2. dem Allgemeinen Zio n i s m u s treu zu bleiben; 3. sich für die Wahl einer auf der Koalition der Parteien basierenden Zionistischen Exe kutive einzusetzen. PALASTINAJiELDET; Achte Weltkonferenz der Wizo in Tel-Aviv Auf der achten Weltkonferenz des Weltverbandes zionistischer Frauen (Wizo) er statteten Frau Rebekka S i e f f, Frau Goodman und Frau Hadassa Samuc Referate über die Tätigkeit der Hauptleitun gen der Wizo in London und in Jerusalem Frau B. I d e 1 s o n berichtete über die Tätigkeit der Moazath Ilapoaloth .(Arbeiterinnenrat). Nach Erstattung des Finanzberichtes wurden verschiedene Arbeitskommissionen eingesetzt. Hierauf wurden die Berichte aus den ein zeinen Ländern angehürt. Fräulein Dr. Celina Sokolow, die Tochter des Präsidenten der Jewish Agency, und Frau Epstein berichteten über die Arbeit in England, hieran schlossen sich Berichte über die Arbeit in Polen, Rumänien, Südafrika, Tschechoslowakei und anderen Ländern an. Frau YeraWeizmann hielt ein Referat „Über die Lage“, Frau Ada Fishman sprach über ehaluzische Hachscharah für Mädchen und Frauen in der Galuth und in Palästina. Über die Kulturtätigkeit in den Galuth-Ländern referierte Frau Professor Hanna Steiner, Prag. Den Berichten und Referaten schloß sich eine lebhafte allgemeine Aussprache an. EPHRUSSI&CO. GEGRÜNDET 1856 Bankgeschäfte aller Art Abteilung für Wertpapiere WIEN, IX., WASAGASSE 2 Die Palästina'Einwanderung aus den verschiedenen Ländern Bekanntlich hat die jüdische Einwanderung in Palästina im Jahre 1934 42.359 Personen (gegen 30.327 im Jahre 1933) betragen. An der Spitze der Einwanderung 1934 stand Polen mit 18.829, es folgten Deutschland mit 7010 (nicht eingerechnet 1585 niichtcleutsche Juden, die aus Deutschland nach Palästina wanderten), Rumänien mit 1751, Griechenland mit 1504, Jemen mit 1307, Vereinigte Staaten mit 1028, Litauen mit 900, Lettland mit 886, Österreich mit 720, Tschechoslowakei mit 706, Rußland mit 578, Türkei mit 343, Bulgarien mit 212, Ungarn mit 194, England mit 153, Holland mit 100, Frankreich mit 91, Belgien mit 70, Kanada mit 49, Danzig mit 44, Ägypten mit 42, Schweiz mit 38, Argentinien mit 31, Südafrika mit 29, Mexiko mit 24, Brasilien mit 23, Estland mit 18, Uruguay mit 15, Syrien mit 12, Irak mit 12, Luxemburg mit 8, Schweden mit 7, Spanien mit 7, Finnland mit 6, Australien mit 5, Norwegen mit 4, Kostarika mit 4, Dänemark mit 3, China mit 3, Saargebiet mit 2, Guatemala mit 2, Nikaragua mit 2, Panama mit 1 Personen. Ferner kamen im Jahre 1934 364 Staatenlose und 520 ohne bestimmte Staatsangehörigkeit nach Palästina. Von 26.400 jüdischen Touristen, di© 1934 Palästina besuchten, waren 21.653 aurückgeroist, der Rost verblieb im Lande. Der Schiffsverkehr zur Mahhabfaäe Aus Triest wird uns berichtet: Es war zu erwarten, daß der Reiseverkehr nach Palästina anläßlich der Makkabiade eine außerordentliche Steigerung erfahren würde. In Voraussicht dieser Entwicklung hat der „Lloyd Triestino“ bewiesen, daß er auch außerordentlichen Anforderungen gewachsen ist: In der Zeit vom 20. März bis zum 5. April sind nicht weniger als elf Schiffe des „Lloyd Triestino“ abgegangen, weiche die Menschenmassen in gewohnt guter Unterbringung, durchwegs in Außenkabinen von zwei und mehr Betten2 mit bgkangi ptqg Xer-, Ridion-Ie-Zio» Auf diesem Namen beruhen Weltruf und Güte der Palästina-Weine. Achten Sie deshalb auf die Etikettenbezeichnung Ri dion - le-Zion \ ^X if AUTOR. ALLEINVERKAUF: GUSTAV WILDER WIEN IV., RAINERGASSE 3I TEL. U 42-4-84 pflegung, nach Palästina brachten. Am bedeutsamsten war hiebei die Entsendung des Riesenozeanschiffs „Roma“ vom 28. März, welches etwa 1800 Passagiere an Bord hatte und die Fahrt in kaum drei Tagen bewältigte. Die Maimonides - Jubiläumsfestlidikeiten in Cordova Bei dem Empfang der Vertreter der fremden Regierungen, der jüdischen Gemeinden und wissenschaftlichen Institutionen des Auslands im Rathaus von Cordova hielt der Bürgermeister die Begrüßungsansprache, in der er die Persönlichkeit des Maimonides als ein leuchtendes Leitgostirn in der Nacht der Menschheit von heute bezeichnete. Der Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde Sarajevo und Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes von Jugoslawien Fr. Moritz L e v i hielt eine Rede in spanischer Sprache, in der er Spanien dazu beglückwünschte, daß es den Geist Torquemadas beseitigt und 6ich heute die Achtung der ganzen Welt errungen hat. Der Leiter des Wiener Maimonides-Instituts und Generalsekretär der Israelitischen Allianz, Rabbiner Dr. Armand K a m i n k a, hob die von Spanien gemachten Bemühungen hervor, sich den Grundsätzen Maimonides’ anzupassen und die Versöhnung mit den Juden herbeizufUhren. Der Delegierte der Jerusalemer Universität, Professor Roth, sprach hebräisch. Er wies auf die Tatsache hin, daß Moses Maimonides heute von Nichtjuden gerade deshalb geehrt wird, weil er in seinem ganzen Wesen tief jüdisch war. Ebenso werde die in Palästina angestrebte Pflege jüdischen Geistes und die Verwirklichung des jüdischen Palästina-Ideals sich mit Bestimmtheit die Achtung der Welt erringen. Im Namen der jüdischen Gemeinden Spaniens hob der Vorsitzende der Madrider jüvor lästigen Verfärbungen s c h 0 f z I ODOL-Zahnpasta ihre Zähne. ODOL- Zahnpasta reinigt gründlich, ODOL- Zahnpasta macht Zähne wie Perlen! i#3 Kleine Tube S —SO Große Tube S 1.40 disohen Gemeinde, Don Ignacio B a u e r, die Bedeutung der hebräischen Sprache und der in ihr geleisteten Kulturschöpfungen hervor. Als Vertreter der amerikanischen Judenheit verlas Herr Fishmann eine Botschaft von Rabbi Dr. Stephan S. Wise, in der dieser der spanischen Regierung und dem spanischen Volk für ihre in der letzten Zeit dem Judentum und dem jüdischen Volk gegenüber bewiesene Haltung den Dank ausspricht. Am folgenden Tag© wurde am Eingang zu der vor kurzem ausgegrabenen alten Cordovaer Synagoge eine Marmortafel mit einer Inschrift enthüllt, in der dem unsterblichen Geist des Judentums gehuldigt wird. Cordova, 2. April. (2. T. A.) Die eindrucksvolle Schlußversammlung der Maimonides-Woche in Cordova stand im Zeichen einer überwältigenden Kundgebung der Freundschaft zwischen dem neuen Spanien und der Juden heit. Infolge der Regierungskrise war es dem Staatspräsidenten Z a m o r a und dem Ministerpräsidenten Lerroux nicht möglich gewesen, an der Feier, wie sie es beabsichtigt hatten, teilzunehmen. In herzlich gehaltenen Telegrammen brachten sie ihr Bedauern hierüber zum Ausdruck. Zu Beginn der Kundgebung wurden Grußbotschaften hrevorragender Persönlichkeiten aus allen Teilen der Welt verlesen, darunter solche von Lloyd George und Sven Hedin. Ansprachen hielten der Bürgermeister von Cordova, der ZiviD gouverneur der Provinz und der frühere Ge* sandte Jaen. Bei dem Gottesdienst in der historischen Synagoge amtierte der Kantor Ben Achim aus Gibraltar. Die Sidrah wurde aus zwei Thora-Rollen verlesen. Grandrabbin Julien Weil! aus Paris sprach Gebete für den spa* nischen Staatspräsidenten Zamora und füij die spanische Republik. Nach der Feier statteten die Delegierten der jüdischen Verbände und Gemeinden den spanischen Behörden offizielle Abschieds-! besuche ab. Als Schlußpunkt des Festprogramms wurde am 31. März ein traditioneller s p £W nischer Stierkampf veranstaltet. RESTAURANT HOTEL STEFANIE (vorm. Taboretraße 12 Operer) Telephon R 40-5-57 ^«Ma« Ausgiebige Braten-Menüs S 1*60 «»»»*» Geflügel- „ SZ.äOWJ VorzüglfdieZubereitung-SchwechaterBfere-Naturweine Großer Saal mit Bühne tür Veranstaltungen und Hochzeiten abzugeben Aus der jüdischen Presse Eine breitere Exekutive. „Haares“ (Tel-Aviv) befürivortet ein& Verbreiterung der Exekutive. Es sei wohl richtig, daß Sokolow, Brodetzky, Ruppin und Lipky keine Linken seien, aber sie sind auch nicht Repräsentanten bestimmter sozialer und ökonomischen Prinzipien wie Ben Gurion und, Locker. Es sei notwendig, die Exekutive zu verbreitern, ln der Exekutive muß Platz für Repräsentanten der Landwirtschaft und der Industrie sein, mit denen ein Programm der Kooperation vorher festzustellen seL Es werde gut sein, wenn die Führer der Linken noch vor dem Kongreß diesen Ge* danken ericägen. DANDY EXPRESS: putzt färbt bügelt U-31-1-82, B-37-4-81 Warum verlangen Alle Schmidl-Mazzoth weil Die Mazzoth werden aus feinstem Mehl erzeugt I Seit vielen Jahren genießen die »Schmidl-Mazzoth« das beste Renommee und werden von allen bevorzugtl Auf die Extraqualität meiner Fabrikate „Marke Schmidl N. B.“ auf Mazzoth, Grieß und Farvel wird besonders aufmerksam gemacht. Auch beim Kauf von Mazzoth-Grieß wahren Sie Ihr eigenes Interesse und verlangen Sie ausschließlich Sch midi- Mazzoth-Grieß. Schmidl-Mazzoth in Geschmack und Qualität unübertroffen sindl Schmidl-Mazzoth werden unter streng orthodoxer Aufsicht des ran nvn ümrtn -ikm hdt* ann hergestellt Zentrale: N. Brodetzky II., Leopoldsgasse 43, und in allen besseren einschlägigen Geschäften erhältlich Telephon A 40-0-90, A 60-2-63 und A 48-4-48 Spaltung im Brith Trumpeldor. „He int“ (Warschau) berichtet über die Spaltung m Warschauer Betar. Die von Jabotinsky irregeleitete Jugend beginne sich, zu besinnen, insbesondere seit der Anord* nung des Boykott der Fonds. Der Tel-Chay* Fonds existiere, habe aber keine Anziehungs* kraft auf die Jugend und leiste nichts irt Palästina. Die Tatsache der Sezession man* eher führender Mitglieder des Brith Trum* peldor sei symptomatisch dafür, daß der Revisionismus zum Untergang verurteilt sei, wenn er nicht loyal mit der zionistischen Organik sation Zusammenarbeiten werde. Der abgelehnte Friedenspakt „T he j'ewish Chro n icle“ (London) drückt seine schwere Enttäuschung über die Ablehnung des Friedenspaktes durch die Histadruth aus. Durch die Ablehnung wird die Feindseligkeit der Araber neu auf gestachelt und der Widerwillen aller Juden verstärkt, die durch das Parteigezänk schon genug zum Schaden des Aufbauwerkes an gewidert sind. — Wenn die verschiedenen zionistischen Gruppen sich nicht selbst regieren können, dann werden viele Beobachter fragen, wie dann die Zionisten hoffen könnet^ den Jiscftuw vernünftig m regieren^

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