Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 440 (5.4.1935)
- Date
- 1935-04-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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IIPM’Uli Seite 4» DK STIMMI Nr. 440 — 5. April 193$, RABENSTEIG 3 HIMMELPFORTG. 5 KOLLNERHOFG. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WASCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLIG! FÜHREND IN ETERNA- HEMDEN (von S 680 aufw.) Palästinensischen Arbeiterpartei (Mapai). erklärte. keine Exekutive bisher habe so viel positive Arbeit wie die jetzige geleistet. Wir werden, fuhr Roniez fort, die Revisionisten aus der Zionistischen Organisation nicht hinaustreiben, aber auf eines müssen wir bestehen: Disziplin muß gehalten w e r d e n. Niemandem soll es erlaubt sein, die zionistischen Institutionen zu zerbrechen. Ing. Reis, einer der Führer der zionistischen Arbeiterbewegung in Tölen, sprach sich entschieden g egen die B i 1 d u n g s 0 p r ater 0 r g a n i s a t i o n e n innerhalb der Zionistischen Organisation aus. Sodann wurden fünf Kommissionen gewählt: Eine neungliedrige pol i t i s c h e K o m m i s s i o n: eine vierzehngliedria'f* 0 r g a n i s a t i o n 5 k o m m i s s i o n: ei in neungliedrige F i n a n z k o m m i s s i o n eine neungliedrige E i n w a n d e r u n g sk o m m i s s i o n: schließlich eine Dreierkommkrion zur Berichterstattung über die Frage der Überführung der st e r bliehen Reste Theodor Herzig a u s W i e n na c h P a 1 ä s ti n a. | The 1 ASHRAI BANK Coop.Soc. Ltd. §j P. 0. B. 119, Telephone 963-964 I Cable address: „A5HRAIBANK" Tel-AV/V 1 TEL-AVIV Wyndham Deedes über die Tragödie der Juden I111IIIIB1H =5 •imiuumiiiinminiiintmmmnintmmmrimMMUniimtmiumimiimmmtmmiinttumuiimiiMiim» | Ausführung samt). Bankgeschäfte | Spezialabteilung für palästinensische | und ausländische WERTPAPIERE sc mimnumnrnimumitunsmmnnfxmmsvmumnnnminuimmmnumnutjmmuiimminniunim I The | PALESTINE ASHRAI BANK LTD. i Hadar Hacarmel | P. 0. B. 950, Telephone 344 | Cable address: „ASHRAIBANK" HAIFA s HAIFA London. Auf einer Kundgebung des Central British Fund anläßlich des dritten Appells für Hilfe an die deutschen Juden, die im Londoner Stadtteil Goldcrs Green stattfand, hielt der frühere Chefsekretär der Palästina-Regierung, General Sir Wyndham Deedes. eine Ansprache, in der er unter anderem aiisführte: „Ich verdolmetsche hier die Gefühle von Zehntausenden Christen angesichts der vielleicht größten Tragödie, die die Jtidenheit. erlebt. Schließlich ßind doch die Christen für die Lage der Juden in Kuropa verantwortlich: darum sollten die Christen mit Freuden ihrer Sympathie für die leidenden Juden Ausdruck geben und eine Schuld zu liquidieren versuchen, die sie niemals voll werden rückerstatten können. Die Tragik ist um so größer, als die aus einem Lande, in dem sie seit Jahrhunderten leben, verstoßenen Juden in den übrigen Ländern Europas vor zugeschlagen en T ii r e n stehen. Ein Land gibt es noch, das viele Tausende Juden hereinläßt; er. Deedes, sei stolz darauf, daß er vor zehn Jahren geholfen hat, diese Tür zu öffnen. Das jüdische Problem ist ein Weltproblem. Der Grund der Zivilisation eines Landes zeigt sich in der Art der Behandlung seiner Minderheiten, besonders seiner Juden. Aber wären auch die Juden so, wie die Antisemiten sie manchmal schildern — sie sind aber nicht so —, so wären sie nur eben das, was die Christen in den Jahrhunderten aus ihnen gemacht haben, indem sie sie verfolgt und auf gewisse Erwerbszweige beschränkt haben.“ Sir Wyndham Deedes schloß: „Drei Jahre habe ich in Palästina Dienst getan. Meine Eindrücke dort waren so stark, daß ich mich verpflichtet fühlte, sie den Juden in der ganzen Welt mitzuteilen. Mit Stolz k a n n ich sagen: Ich h a b e a m Auf b a u des Jüdischen National h e i m m i t g e w i r k t. Es gibt nur eine Lösung des Judenprobleins: Zionismus. Die Rettung kann allein von Palästina kommen.“ Also treffen wir uns bestimmt... an den Sederabenden bei AjBarschak Wien, II., Gr. Schiffgasse 3, Tel. A 46-4-39 Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Josef Babad Berühmt sind seine ungarischen Weine, Palästinaweine, Meth, Slibowitz, Cognac von S 2’-- per Liter aufw. ~ Besonders empfehlenswert : seine streng koschere Küche. pidb iwd Jerusalem, 3. April. (2. T. A.) Im weiteren Verlauf der Generaldebatte auf der Tagung des Zionistischen Aktionskomitees in Jerusalem übte Dr. Chaim Weizmann Kritik an den gegenwärtigen Kolonisations- und Einwanderungsmethoden und legte dem Aktionskomitee ein Projekt planmäßiger nationaler Kolonisation für eine Reihe von Jahren im Huleh-G^biet, Beisan-Gobiet. in Südpalästina und Transjordanien vor. Die politischen Bedingungen für eine solche Kolouisationsarbeit. seien gegeben, wenn auch die Arbeit, mehrjährige Vorbereitung erfordere. Es müsse aber Vorsorge dafür getroffen werden, daß es nicht an nationalem Kapital für die Durchführung dieser Projekte mangle. Dr. Ben Zion M o s s i n s o n (Weltverband dpr Allgemeinen Zionisten) verlangte, daß die nächste Exekutiveder Zionistischen Organisation auf der Grundlage einer großen Koalition gebildet werde. Der Aufdruck der Disziplinklausel auf den »Schekelformularen werde die tatsächliche Einhaltung der Diszi plin nicht gewährleisten. Cafe Erzherzog Rainer IV., Wiedner Hauptstraße 27-29 Beliebter Rendezvousort der guten Gesellschaft Einen ähnlichen Standpunkt vertrat der Misrachi-Führer Rabbi Meir Berlin. Der Redner schlug die Einsetzung einer siebengliedrigen Kommission zwecks Erzielung einer Verständigung vor. Auf Antrag der Linken wurde die Abstimmung über diesen Vorschlag vertagt. Dr. Nalvum G o 1 d m a n n forderte die Exekutive auf, Schritte zu einer Herabsetzung der gegenwärtigen 50%i.gen Vertretung der Nichtzionisten in der Jewish Agency zu unternehmen, und legte einen diesbezüglichen Antrag vor. Namens der Revisionisten richtete Dokt-or Iloffmann an das Aktionskomitee den Appell, eine formale Mehrheit nicht dazu zu benutzen, Hunderttausende von Revision! sten aus der Organisation hinauszudrängen Auch er forderte die Einsetzung einer Kom mission, zwecks Erzielung einer Versbändi ffung. Der Führer der Judenstaatspartei, Meir Großman. wandte sich gegen das Ab kommen Ben Gurion-Jabotinsky, weil es nur eine zweiseitige Vereinbarung ist und nicht alle zionistischen Gruppen bindet. Den Aufdruck der Disziplinklausel auf den Schekel formularen bezeichnete er als überflüssig Die Allgemeinen Zionisten hiel ten eine Fraktionssitzung ab, in der be schlossen wurde, die übrigen Gruppen zur Entsendung von Delegierten in eine V er ständig u ngskommission a/ufou fordern. Dieser Beschluß kam unter dem Eindruck eines von dem 70.000 Mitglieder umfassenden Verband der Allgemein-zioni stischen Jugendorganisationen an die A. C. Mitglieder gerichteten Telegramms zustande, in dem die Allgemein-zionistischen Mitglieder der Aktionskomitees aufgefordert wer den, die Revisionisten zu einer Modifizierung ihres »Standpunktes zu veranlassen, da die Zionistische Organisation durch den Austritt der Revisionisten erheblich ge schwächt werden würde. Ferner wurde beschlossen, eine Tagung des Weltverbanides der Allgemeinen Zionisten für den Monat Mai nach Lemberg einzuberufen. M. M. U s si s c h k i n erklärte, es sei unklug, in den Text der »Schekelformulare die Disziplinklausel hineinzunelimen. Anderseits wandto sich Ussischkin gegen politische Separataktionon, die die politische Arbeit der Zionistischen Organisation gefährden Die revisionistische Petition an den Völkerbund habe die »Stellung der Zionistischen Organisation geschwächt. Der Jüdische Nationalfonds werde an der Erschließung dos Huleh-Gebietos trotz ihrer Kostspieligkeit teilnehmen. Ussischkin schlug die Einsetzung einer Ständigen Kommission vor, die sich mit den Verhältnissen der jüdischen Arbeiter in dieser Kolonisation befassen soll. Meir Jaari (Hasehomor Hazair) fordorte den Ausschluß der Revisionisten aus der Zionistischen Organisation. B e r 1 Katzenelson, sprach sich gegen den Ausschluß aus, verlangte aber, daß man den Geist des Revisionismus bekämpfe. Den Chaluzim des Betar in Herzlia, die den Kampf um das Prinzip der jüdischen Arbeit in diesor Kolonie führen, entbot der Redner seinen Gruß. Schließlich polemisierte er gegen die Gedankengänge Weizmanns in bezug auf die gegenwärtige Kolonisationsarbeit. »S uprasky wies auf die Notwendigkeit verstärkter Einwanderung hin und bekämpfte den »Standpunkt Weizmanns, der seiner Meinung nach 4ie Ind/ustrie zu wenig berücksichtige. Der Revisionist. Dr. J. S c h c c h t m a ii n behauptete, die Exekutive besitze keinen Arbeitsplan. Sie habe mehr Glück als Verstand. D I B ELEGANTESTE FRAU DES FILMS Jabotinsky: Round T cable- Konferenz ist letzte Chance New York. Nach Bekannt werden des negativen Ergebnisses des Plebiszits unter den Ilistadruth-Mitgliedcrn in Palästina, betreffend das zwischen Ben Gurion und Jabotinsky in London formulierte Abkommen, erklärte Jabotinsky Vertretern der jüdischen Pressej Nach Ablehnung des Londoner Abkommens durch die Histadruth bietet eine Round! Tablc-Konfcrcnz aller zionistischen Parteien die letzte Chance zur Rettung des Zionist inus. Din faktische Niederlage der gesamten alten Histadruth-Führung zeugt davon, daß jener Flügel, der Versöhnung nicht will un<J nach totaler Diktatur über die Zionistisch^ Organisation verzweifelt strebt, definitiv di$ Herrschaft über die Histadruth angetreterß hat. Zum Schluß betonte Jabotinsky: Die bereits abgeschlossenen Pakte, betreffend Verbot jeder Gewaltanwendung, durch die auch die Sperrung 'der Einwanderungszertifikate! für den Betar aufgehoben wurde, bleiben vom Ergebnis des Histadruth-Referendums unberührt; sie sind weiter in Geltung-. voRSt.: ik\' ■%&"’MS* W Schluß der Generaldebatte — Verständigungskommission gewählt Jerusalem, 3. April. (2. T. A.) Zur Lösung der akuten Frage der Stellung der Revisionisten zur Zionistischen Organisation hat das Aktionskomitee eino „Verständigutigskowniission“ gewählt, in der dio einzelnen Parteien im Verhältnis zu ihrer Stärke vertreten sind. Der Kommission gehören drei Linke, zwei Allgemeine Zionisten, zwei Revisionisten, zwei Misrachiston, der Radikale Dr. Nalium Goldnnimi und der Judenstaatsparteiler Meer Großman an. Ben Gur io n führte zur Ablehnung des Londoner Abkommens durch die Iüsta drutli aus, er sei traurig über diese negative Resultat, aber auch stolz darauf, daß die Histadruth ihren Standpunkt verteidigt hat. Eine Verständigung mit den Revisionisten sei nur möglich auf der Basis kontruktiver Arbeit zwecks erhöhter Einwanderung. Dr. Ruppin wandto sich gegen Weizrnanns Theorie, nur Qualitätsware zu erzeugen. Shertok und Kaplan schlossen dio Reihe der Redner der Exekutive ab. Die Vorständigungskonimission hielt unter Mossinsons Vorsitz ihre orste Sitzung ab. Da« Aktionskomitee wählte eine Kommission zur Lösung der Frage der Überühr u n g der H e r z 1 - G o b o i n e; der Kommission gehören Ussischkin, Kaplansky, Rev. Goldbloom, Dr. Mayer Ebnor an. Vertreter der Jerusalemer und der Haifaer Jüdischen Gemeindo brachten vor der Kommission ihre Gründe für die Beisetzung in der einen oder der anderen Stadt vor, „Palästina über den Parteien!“ Am 31. März begann im Pennsylvania* Hotel zu New York die Konferenz d e i Zionistischen O r g a n i s a t i o it Amerikas, die sich in der Hauptsache mit dem kommenden .19. Zionistenkongreß befaßt. Der Konvention liegt ein Bericht des Verwaltungskomitees der amerikanischen Ziüiiisteiiurganisation vor, in dem did Erwartung ausgesprochen, wird, daß die voit der Konvention zu nominierenden Delegierten Amerikas zum Kongreß die Initiative zur Ausbalancierung der Kräfte auf dem 19. Zionistenkongreß gemäß dem vom Ver* waltiingskomit.ee ausgearbeiteteu Programm! ergreifen werden. Laut diesem Programm soll die Parole der amerikanischen Dolos gierten auf dem Kongreß sein: „P a 1 äs 1 s t i n a über de n Partei e n!“ Das Verwaltungskomitee fordert Konvention auf, den amerikanischen gierten die folgende Marschroute für Kongreß zu geben: 1. sich weder den ten noch den linken Extremisten diel Doles dein rechanziH Kundmachung Die Wiener Molkerei bringt auch heuor Pessach-Koschermilch in ullon ihren Filialen zum Verkauf. Die Pessach-Koschermilch wird in ihren Meiereien in Niedemsterreicli unter streng ritueller Aufsicht der von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenniann bestellten religiös verläßlichen Organe DVTTOft erzeugt. Jode Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, respektive einer Schleifo ver.sehen mit dom Aufdruck HD3 'yo “HW 3^0 Vom 17. April bis 25. April in allen Vorkaufstellen erhältlich Wiener Molkerei