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Die Stimme · 1935-03-29 · Heft 438 (29.3.1935) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 438 (29.3.1935)
Date
1935-03-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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ME SfiMME Seit« 7 Nr. 438 — 39. MSrz össe begegnet, beinhaltet in seinem gewählten Programm eine Reihe von klassischen und modernen Meisterwerken. Karten durch die Jüdische Kunststelle und bei den Kasse» der Konzertdirektiou Georg Kugel. Konzert. Der Chor verband ..FT a s i m r a h“ veranstaltet Sonntag, den 30. d.. 8 Uhr abends, im Festsaale des (’afe Neptun, NX., Gaußplatz Nr. 7, eine mit Tanz verbundene Festakaderniö unter Mitwirkung erstklassiger KunslkrUfte. Tempel-Konzert. Sonntag, den 31. d., halb 8 Uhr abends, findet, im Tempel. FF., Pazmnnitengas.se 0. ein großes Tempel-Konzert, statt. Mitwirkende: Oberkantor .1. L. Müller. Oberkantor U. Funke, sowie der große Männerehor ..Hanigun“ und der verstärkte Chor des Pazmaniten-Tenipels unter der Leitung der Dirigenten FF. Schon- und R. Ilirsehmann. Karten in der Tempelknnzlci, II., Pazmanitengnsse 0, Telephon H-11-704. In tiefster Trauer geben wir Nachricht, daß unser geliebtes Familienoberhaupt Kommerzialrat Siegmund Stiassny Seniorchef des Großhandlungshauses Stiassny & Schlesinger in Innsbruck, Grilnder der FLmen Gebrüder Stiassny in Brünn und Bozen im 73. Lebensjahre am 20. März 1935 in Meran plötzlich verschieden ist und am 20. d. M. auf dem israeiitischen Friedhofe in Wien zur ewigen Ruhe bestattet wurde. W i e n -1 n n s b r u c k - G e d e r a h (Palästina), im Mär/, 1935. Marie Stiassny, als Gattin. Ernst ti. Anny Stiassny, Dr. Desider u. Elly Friedmann, Dr. Franz u. Käte Stiassny, als Kinder. Hanna Stiassny, Tina u. Hedi Friedmann, Robert u. Peter Stiassny, als Enkel. Im Namen sämtlicher Verwandten. Die panarabische Bewegung in Seit Beendigung des Weltkrieges ist es i das polnische Volk, das als Minorität der Traum der arabisch-nationalen Kreise, Rußland, Deutschland und Österreich lebte eine Föderation aller arabischen Staaten zu-1 nun seinen Staat hat, der alle polnischen woge zu bringen. Besondere Hoffnung j Länder umfaßt. Wenn auch ein Vergleich setzen die Verfechter dieses Planes auf den i zwischen europäischen und asiatischen Ver Wahabitenkönig Jbn Saud, der erst vorI hältnissen schwer möglich ist, darf doch die wenigen Monaten den Imam von Uedsehas entscheidend geschlagen hat. Die dem englischen Kolonialanit nahestehende Zeitung „The N e a r East a n d India“ (London) vom 21. März bringt nun einen Bericht eines Korrespondenten unter dem Titel: „Der puritanische König von A r a b i e n“, der eine einzige Lobeshymne auf den Charakter und die Politik Ibn Sauds ist. Er wird als der große unabhängige Monarch der arabischen Halbinsel gepriesen, als Wächter der heiligen Städte Mekka und Medina. Es wird von ihm gesagt, daß er mit den großen Staaten auf gleichem Fuße verhandelt. Er könne es sich erlauben, den Amerikanern Ölkonzessionen zu geben und sie den Engländern zu verweigern. Er engagiere russische Flieger an Stelle von britischen Fliegern. Es werden seine großen diplomatischen Fähigkeiten gewürdigt, »eine Kunst, die wilden Stämme ' Arabiens zu bezwingen, eine gute Verwaltung einzuführen usw. „Die westlichen Nationen haben keine Möglichkeit, in das wa.habitische Glashaus Steine zu werfen“, heißt es schließlich im dem Bericht. Der Artikel erinnert weiter an den Tramm der arabischen Nationalisten, ein geeinigtes Arabien zu schaffen und meint, es sei unmöglich vorher zu sagen, ob dies möglich sei. Im Zusammenhang mit diesem Artikel ißt es auch notwendig, auf einen Bericht der „Times“ vom 20. März zu verweisen, der lautet: „Wir erhielten weitere Details über die Antwort, die Ibn Saud der syrischen Delegation erteilte, die bei ihm erschien, um ihm vorzuschlagen, er solle an die Spitze der zu bildenden arabischen Föderation treten. Der König soll geantwortet haben, daß der ihm vorgetragene Plan nach seiner Meinung nicht praktikabel sei, und daß die verschiedenen arabischen Staaten gut daran tun würden, an der Verbesserung ihrer gegenseitigen, kulturellen und kommerziellen Beziehungen zu arbeiten.“ Aus dieser Antwort ist. zu ersehen, daß Ibn Saud ein kluger Diplomat ist. Er sieht offenbar die Zeit für oino panarabischo Föderation noch nicht gekommen, zeigt aber den Weg, auf dem eine Verwirklichung dieses Planes in einer ferneren Zukunft möglich «ein kann. Weder England, noch Frankreich oder Italien werden zwar jemals geneigt sein, ihre Machtpositionen in den mohammedanischen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens freiwillig zu räumen. Wir müssen uns aber daran erinnern, daß zum Beispiel » Iiihi Iiffr -tlfri <1R> iiR* ft OfciOfc .A rflfc Rfti <1fc ständig wachsende Macht des nationalen Ge dankeus in den arabischen Ländern nicht unterschätzt werden. Man wird daher in zio nißtisehen Kreisen .gut daran tun, die ara bische Bewegung nicht nur aus dem engen Gesichtswinkel Palästinas zu beobachten. Ebenso wie in Europa nach dem Weltkriege sind in Asien Umwälzungen möglich. Eine kühl abwägende und vorausschauende zioni stisoh-e Politik kann dem jüdischen Palästina auch für diesen Fall eine dominierende Rolle kn Nahen Osten sichern Gegründet 1918 KUPAT-AM BANK LTD. Autorisiertes Kapital £ 50.000 Zentrale: TEL-AYIY - Filialen: JERUSALEM, HAIFA Durchführung aller Bankgeschäfte zu günstigsten Bedingungen. * Korrespondenten in allen Handelszentren der Weit. ¥ Während der letzten Jahre wurden von der Bank (i"/„ Dividende gezahlt. * Zuschriften betreffend Kauf von Gesellschaftsanteilen sind direkt an die Zentrale oder an die löllnlen zu richten. Traveller-Schecks sind in unseren Geschäfts^ räumen erhältlich. JÜDISCHER SPORT 100 Wiener Makkabiah-Teilnehmer nach Palästina abgereist Mittwoch abends reiste die 'österreichische Expedition zur II. Makkabiah, 96 Mitglieder stark, von der Südbahn nach Triest ab, wo sie gestern mit einem Sonderdampfer nach Palästina w'eiterfuhr.' Eine zweitansemlköpfige Menschenmenge hätte sich am Südbahnhof zum Abschied eingefunden, ebenso war zum Abschied von offiziellen Stellen in Vertretung des Obersten Spoftführers Generalsekretär Baron S o i f e r t i t z, für den Hauptverband für Körpersport Vizepräsident II o f e r erschienen. Vom Wiener Palästinaamt waren die Herren Dr. Rothenberg und Ignatz M ü 1- 1 e r erschienen. Lange vor Abgang des Zuges harschte auf dem Bahnsteig, lebhafter Andrang. Nahezu 2000 Personen hatten sich eingofimdou, um den jüdischen Sportlern einen herzlichen Abschied zu bereiten. Infolge des großen Andranges entfiel die geplante Abschiedsfeier im Wartesaal. Uni so lebhafter ging es aber auf dem Perron zu. wo Freunde und Sportknmernden Aufstellung genommen hatte». Nachdem zu den neun Pullmannwage» der Östrreieber noch wertere Waggons mit dreihundert tschechoslowakischen Teilnehmern gestoßen waren, setzte sich der Zug unter| lebhaftem Tüchcrsclnveuken und Iledad-i Rufen'in Bewegung. I Daß die zur Makkabiah nach Palästina aufbrechende Ilakoab es unterlassen! hat, beim Abschied die „IJatikwah“ zu sin-! gen. war für die zahlreichen Z i o u i s t e n, die zum Abschied gekommen waren, mehr | als befremdend. Schließlich: Makkabiah ver-' pflichtet! (Anm. d: Red'.) Vor der MaUhabiah Tel-Aviv, 20. März. Auf dein Stadion von Tel-Aviv werden die letzten Vorbereitungen zur zweiten M a k k a b i a h getroffen. Das Stadion | ist bedeutend erweitert worden und besitzt.1 jetzt ein Spielfeld, das 110 Meter lang und 70 Meter breit ist, zwei halbkreisförmige Übungsplätze für Diskuswerfen* Sprungübungen und andere leichtathletische Sport,-' arten und eine 400-Meter-Laufbahn, die j 7.20- Meter breit ist und auf der sechs Läufer j gleichzeitig starten können. Die Tribünen! haben über 7000 Sitzplätze und über 40.000 ( Stehplätze. . I Etwa 1000 j ü di s che Sportsleute a u s d e m Ausla nd werden an der zwei-! ton Makkabiah teilnchmen. Die Mannschaft! aus Deutschland wird 134, die ö s t e r r e i c h i s c h e 96, die polnische 90, die eug- Bronia Feldmann Wien XVIII. Jlsthajahu (Ossy) Premlnger Wien V. V«rlobte im März 1935 lische 48, die französische 22, die ägyptische (einschließlich arabischer Sportler) 29 Mitglieder umfassen. Weitere Mannschaften kommen aus Amerika, Rumänien, Belgien. Holland, Tripolis, Tunis usw. Südafrika stellt eine 20 Mann starke Gruppe. Aus Palästina selbst werden mehrere tausend Sportler aus der Makkabiah teilnehmen. Unter den Ehrengästen werden sich mehrere Mitglieder des englischen Parlament« befinden. Hasmonea—Makkabi: Sonntag, den 31. d., Meisterschaft gegen Heimhilfe auf dem ülym-, piaplafz um 16 Uhr. Vorher 14 Uhr Spiel der zweiten Mannschaft gegen Pratersportvereinigunjr II. Kaufmann, flmeri’nnner derzeit in Wien, sucht charaktervolle, hübsche Dame großer Statur, eventuell Witwe oder geschieden, ohne Anhang, im Alter von 55 bis 62 Jahren zwecks Ehe. Zuschriften unter „LebensglUck“ an die Administration dieses Blattes. EoKalcßronilc JÜDISCHER KALENDER 29. März—4. April 1935 23. Weadar—1. Nissan 5695 Freitag (29.) Sabbath-Elngang.6 Uhr 20 Samstag (30.) Sabbath-Ausgang . . . . . 7 Uhr 5 Wodiena bsdinitt: Scheminl Oönnersfagf4. April) Rosd» Chödesdi Zionistischer Vortragshälender Freitag, 29. März 1935: 2. Bez., Sektion Prater: II., Jungstraße 8, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. Vortrag N. Frosig: Maimonides. 4. Bez.,' - Sektion IV/V.. IV., Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. 10, Bez., Sektion X, X., I-Iasengasse 17, 8 Uhr abends: Onegg' Sabbath. 20. Bez,, Sektion XX, XX..; Jägerstraße 30, 8 Uhr abends: Vortrag Isaak Schötifeld. Samstag, 30. März 1935: Zionistischer Landesverband für Österreich, III., Lothringerstraße 20, Mittlerer Konzerth,aussaal, 8 Uhr abends, Dr. Josef Kastein: „Ahasver, oder die Überwindung eines Mythos.“ 1. Bez.. Wizo, L, Schot.tenring 25, 146 Uhr abends: Onegg Sabbath. Dr. Luise Farchy: ,Die Bibel.“ 9. Bez., Sektion VIII/IX, Währingerstraße Nr. 6—8. .4. Uhr nachmittags: Onegg Sabbath. Leitung: Dr. Ch. Tartakower. „Biallk“, Gesang. Sonntag, 31. März 1935: 6. Bez., Sektion VI/VII, VI., Loquaiplutz 11: Fünf-Uhr-Tee. Montag, 1. April 1935: 2. Bez., Sektion II. IT.» Pratefstraße 18. Tranergedcnkfeier für Archivar und Bibliothekar Saul Cha.jes s. A. Gedenkrede: Oberrabbiner Dr. Taglieht und Dr. Chaim Tartakower. Kantorale Funktion: Oberkantor Margulies, 8 Uhr abends. . . 4. Bez., Jugendgruppe der Sektion IV/V. IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Drasehepark), halb 9 Uhr abends: Vortrag. 12. Bez., Sektion und Wiizo XII, XIT„ Seehshanserstraße 52: Cafe Mariensäle, J4 9 Uhr ibends, Dr. Ludwig Nemanu: „Aktuelle Probleme der Wirtsehalts- und Siedluagspolitik in Palästina.“ Dienstag,. 2. April 1935: 3. Bez., Sektion III, Wiener Ringcaie, I., Stuhenring 18, l/,9 Uhr ab; Gesellige Zusammenkunft. 4. Bez., Sektions IV/V, IV.. Hauslabgasso 2 (Eingang Drasehepark), x/>9 Uhr abends, Doktor Benjamin Doll: „Maimonides, der große jiiische Arzt und . Philosoph.“ C. Bez., Soktion VI/VII, VI., Loquaiplatz 11, %9 Uhr abends: Dr. Rieh'. Taus&ig: Kurs füfl allgemeine Geschichte unter Berücksichtigung der jüdischen Geschichte. 9. Bez., Sektion VIII/IX., IX., Währingei* straffe 6—8, x/2% Uhr abends: Zusammenkunft' der Jugendgruppe. 9. Bez., Sektion VIII/IX, IX., Währingerstraißa Nr. 6—8, % 8 Uhr abends: Hebräisches Seminar* Leitung: Prof. Wiesen. — x/2 9 Uhr abends! Chug Ivri „Safruth Chadaschah.“ Prof. Kesten* bäum. 20. Bez., Sektion und Wizo XX, XX., Jäger* Straße 30, x/29 Uhr abends: Vortrag Samuelyj „Philosophie im Judentum.“ Mittwoch, 3. April 1935: 6. Bez., Klub Junger Zionisten, VI., Loqual* platz 11, x/2 9 Uhr abends: Gesellige Zusammen* kunft. 10. Bez,, Sektion X, X., Hasengasse 17* 8 Uhr abends, Dr. Emil Gutheil: „Zur Psycho-* logie des Antisemitismus.“ Donnerstag, 4. April 1935: 1. Bez., Sektion I, I., Neutorgasse 6, halb 9 Uhr abends, Dr. Benjamin Doll: „Maimonides* der große jüdische Arzt und Philosoph.“ Wizo, Prater. Die zionistische Fraueagruppo: Wizo, Prater, veranstaltet am Sonntag, den 31. d„ um 4 Uhr nachmittags, eine Kinderpurimfeier. Reichhaltiges und lustiges Programm. Karten im Sektionsheim,, I., Jungstraße 8, ab 9 Uhr früh. Die Wizo, Prater, ver* anstaltet wie alljährlich einen zweiten Seder* Abend für 100 arme Kinder des Bezirkes iin Heim, Jungstraße 8. Anmeldungen täglich bei Frau Windschauer, II., Obermüllnerstraße 5, und bei Frau Mühlbauer, II., Vorgartenstraße Nr. 150. Zionistische Bezirkssektion IV/V. Montag, den 1. April, 8 Uhr abends, beginnt ein neuer hebräischer Kurs für Anfänger. Anmeldungen werden jeden Montag und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr abends im Tempelgebäude Siebeubrunnengasse 1 a, entgegengenommen. Histadruth Ivrith, II,, Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 30. d„ 8 Uhr abends, im Heim, II., Kleine Mohrengasse 3, Vortrag des Herrn Mordeehal Gottfried über: „Mhscheh ben Maimon.“ Seminare der Histadruth. Bialik-Seminar, Samstag, den 30. d., halb 6 Uhr abends, Währingerstraßo 6 bis 8, Leiter; Dr. Oh. Tartako* wer. Paralleles Bialik-Seminar, 6 Uhr abends,- Kleine Mohrengasse. 3, Leiter: S. Auerbach, 7 Uhr abends, Bialik-Seminar, Leiter: Prof. I. Gelernter. Mittwoch, den 3. April, 8 Uhr abends, Rambamseminar, Leiter: Rabbiner AaA. «AhodRhi *41*. 2. Vorlrag Dr. Josef Kastein in Wien Samstag, den 30. März 1933, um 8 Uhr abends, im Minieren Konzerthaussaal hält KASTEIN alTÄ™. „Ahasver oder die Überwindung eines Mythos" Sichern Sie sich noch heute die restlichen Karten im Zionistischen Landeskomftee, i., Marc-Aurel-Straße 5, Tel. U 22-2-11 ■W

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