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Die Stimme · 1935-03-29 · Heft 438 (29.3.1935) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 438 (29.3.1935)
Date
1935-03-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 438 — 29. Mürz DIE STIMME Seite 5 Ri'shon le Zion nur dieser Name bürgt für Echtheit und Güte beim Einkauf von Palästina :W ein \ { . •>>*<> /feSfob- Ufflf. VEREINIGTE GROSSKELLEREIEN RISHON LE ZION Der Allgemeine Zionismus vor dem 19. Kongreß Von Dr. Abraham Schmerler, Obmann der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt. Aus der jüdischen Presse_ BHnMMMMBMi Die Sabbatheiligung „D oar Hajo m“ (Jerusalem) beklagt die häßlichen Demonstrationen, die in Tel- Ariv als Protest gegen, die Nichtbeobachtung des Sabbats statlfinden. Tätliche Angriffe auf Männer und sogar auf Frauen, die den Sabbat nicht beobachteten, sind nicht der richtige Weg, um für die Heiligkeit drs Sabbats zu wirken. Derartige Methoden sirid unjüdisch, und diejenigen, die für die Demonstrationen verantwortlich sind, haben nichts für die Heiligung, sondern nur für die Entheiligung des Sabbats getan. Durch derartige Methoden könne ein Widerstand gegen die Heiligung des Sabbats entstehen, der unerwünscht ist. Für die Heiligung des Sabbats müsse man mit schöneren Mitteln arbeiten. Das Unterrichtsbudget „Da war“ (Tel-Aviv) führt darüber Beschwerde, daß die Palästinaregierung für Unterrichtszwecke in ihr Budget eine Post von 206.000 Pfund aufgenommen hat, wovon dem jüdischen Unterrichtswesen nur 28.000 Pfund zukommen. Das steht im argen Mißverhältnis zu den von den Juden aufgebrachten Steuersummen, zur Zahl der jüdischen Kinder und zum Anteil der Juden an der Bevölkerung. Die Jude)!, haben das Erziehungsbudget der Regierung erst ermöglicht und es ist daher unangebracht, daß die Juden einen so kleinen Teil des Budgets für ihre Unterrichtszwecke erhalten. RESTAURANT HOTEL STEFANIE (vorm. Opercr) ll., Taboratraße 12 Telephon R 40-5-57 MtskkBk Ausgiebige Braten-Menüs S 1*00 It/J „ Geflügel S 2.20 Ifc'-J Vorzügliche Zubereitung 'Schwechater Biere- Natur weine Großer Saal mit Bühne lllr Veranstaltungen und Hochzeiten abzugeben Vergrößerung des jüdischen Bodenbesitzes im Emeh Die Gesellschaft „Hanegew wehzaphon“ (Der Süden und der Nordeu) hat ein großes Bodenareal in der Gegend von B e t hsli a n, das an die Kolonien im Eroek Jezreel grenzt, erworben. Der Boden gehört zu dem besten und fruchtbarsten im Emek. Die Gesellschaft geht jetzt daran, auf demselben ein großes landwirtschaftliches Zentrum zu gründen. Neuer pästlicher Legat für Palästina Dieser Tage ist in Jerusalem der neue päpstliche Legat für Palästina, Ägypten, Arabien und Cypern, Monsignore T i e s t o, eingetroffen. Der frühere päpstliche Legat, Mgre. B a r t o I i n i, ist vor einigen Jahren in Jerusalem plötzlich gestorben. Nach Polen und Czernowitz veranstalten eine billigo Ostor-Sonderfahrfc mit Sammelpaß die Reisebüros „Orbis“. I., Kärntnenstraßo 41 (Tel. lt 26-1-43), uml „1RUT“, I., Karlsplatz 1 (Tel. U 44-5-79), Referent S. Rosenkranz. Die Abfahrt erfolgt am 14. April, die Rückkehr am 1. Mai. — Verlangen Sie den Die zionistischen Flügelparteien waren es seit Jahren gewohnt, eine Verstärkung ihrer Anhänger aus den Reihen der Allgemeinen Zionisten zu holen. Die traurigen Erfahrungen, die seitens der Allgemeinen Zionisten in den Fragen der Alijah, der Organisierung des Aufbaues und der sozialen Struktur in Palästina gemacht wurden, haben eine starke Ernüchterung herbeigeführt und beschleunigen die Bestrebungen, die Allgemeinen Zionisten straff zu organisieren. In jenen Ländern, in denen die Allgemeinen Zionisten sich der praktischen Palästinaarbeit zuwenden wollen, so zum Beispiel in Österreich bemerkt man eben auf Schritt und Tritt, daß die Einwanderungsbedingungen so abgefaßt sind, daß sie hauptsächlich dem linken Flügel der Bewegung zugutekommen. Man kann hier nicht einwenden, daß die Einwanderungsbestimmungen von der Palästinaregierung erlassen wurden. Das ist wohl richtig, aber das Einwanderungsdepartement der Exekutive erläßt seine eigenen Bestimmungen, die eben auf die Interessen der Mittelklassen viel zu wenig- Bedacht nehmen. In dem Augenblicke, wo die Allgemeinen Zionisten es ablehnten, sich nur mit der Arbeit für die Stärkung der Organisation in den einzelnen Ländern und mit der Arbeit für die Fonds zu begnügen, sondern ihren Anteil bei der Bodenverteilung und bei der Einwanderung für ihre Söhne verlangten, schwand eine gewisse wohlwollende Reserve der herrschenden Partei gegenüber dem Allgemeinen Zionismus. Plötzlich entdeckte man, daß der Allgemeine Zionismus ein Konkurrent ist und nun begann eine heftige, ideologisch verbrämte Agitation gegen die Konsolidierung, des Allgemeinen Zionismus. Man würde es noch verstehen, wenn diese Agitation von der Arbeiterpartei allein geführt würde. Weniger verständlich ist es aber, daß auch Allgemeine Zionisten, so zum Beispiel Herr Blumenfeld und die von ihm gegründete Kidmah gegen den Allgemeinen Zionismus vorgehen. Interessant ist auch folgendes: Als im August des Vorjahres die Konferenz des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten in Krakau stattfand, lehnte es die unter Vorsitz von Jizchak Grünbaum tagende Konfernz der Zionisten in Kongreßpolen ab, die Krakauer Weltkonferenz auch nur zu begrüßen. Bald aber ging man zur Offensive über und forderte in Zirkularen einzelne Zionisten und Landesverbände von Warschau aus auf, dem Weltverband nicht beizutreten. In weiterer Folge überlegte man sich wieder die Sache und verlangt nun selbst den Eintritt in den Weltverband der Allgemeine« Zionisten. Gleichzeitig verdächtigt man aber den Weltverband der Allgemeinen Zionisten, daß er reaktionär ist und die Kidmah und andere Gruppen beeilen sich, die Erklärung abzugeben, daß sie fortschrittlich sind. Das ist offenbar bereits Wahlpropaganda zum Kongreß. Denn es ist klar, daß der Weltverband der Allgemeinen Zionisten nicht reaktionär ist. Er kann es ja auch gar nicht sein, weil die allgemein-zionistischen Jugendlichen als Arbeiter nach Palästina gehen wollen und keineswegs als Unternehmer, die etwa* die Arbeiter in Palästina ausbeuten wollen. Man darf sich also nicht bluffen lassen. Wir streben nicht nach irgend welchen Machtpositionen, sondern wollen nur das Interesse der allgemein-zionistischen Jugend und jener Mittelständler vertreten, die es ablelmen, in Palästina eine soziale Struktur zu schaffen, die volksfremde Ideale nach Palästina bringt. Das große Geschrei, das gegen den Weltverband der Allgemeinen Zionisten erhoben wird, beweist nur, daß der Allgemeine Zionismus verschiedenen Faktoren unangenhm zu werden beginnt. Deswegen behauptet man, daß wir „reaktionär“ sind. Da wir Allgemeinen Zionisten aber den Primat des ganzen Volkes vertreten, haben wir uns um diese gegen uns gerichtete Propaganda nur soweit zu kümmern, als wir verpflichtet sind, die zionistische Öffentlichkeit aufzuklüren. Die Schekelpropaganda in Wien hat begonnen und die bisherigen Erfahrungen zeigen, daß weite Kreise, die uns bisher lau gegeiiüberstandon, durch die extremo Politik der Flügelparteien und das ungerechte Einwanderungssystem sich uns Allgemeinen Zionisten zu wenden. Wir lassen uns daher durch eine gegnerische Propaganda nicht auf ein Nebengeleise abdrängen. Uns geht es nicht um Positionen für einzelne Führer Prospekt. lins Me vom liiifeu sind die in Geschmack und Qualität unübertroffenen, erstklassigaltrenommierten SCHMIPl-MAXZOTH welche unter streng orthod. Aufsicht des “DNS ST! DfcO Dnmn 2£''3n hergestellt werden. Die Mazzoth werden aus feinstem Mehl erzeugt I Seit vielen Jahren genießen die „S c h m i d I * M a z z o t h" das beste Renommee und werden von allen bevorzugt. Auf die Extraqualität meiner Fabrikate „Marke Sdimidl N. B." auf Mazzoth, Grieß und Farvel wird besonders aufmerksam gemacht. Auch beim Kauf von Mazzoth-Grieß wahren Sie Ihr eigenes Interesse und verlangen Sie ausschließlich Schmidl-Mazzoth-Grieß. ZENTRALE: N. BRODETZKY, II. LEOPOLPSG.43 Telephon Nr.: A 40-0-90, A 60-2-63 und A 48-4-48 9 Hühneraugenpflaster um das hartnäckigste Hühnerauge samt Wurzel zu entfernen. Burgit- Hühn era ugenpflaster entfernt restlos und schmerzlos Hühneraugen in der Bewegung, sondern um das Schicksal des Volkes. Wir müssen uns daher in fo4r gender Richtung konzentrieren: 1. Wir sind gegen jeden Klassenkamp?, ob er nun von links oder von rechts kommt, und wir erstreben einen vernünftigen Ausgleich der Interessen der verschiedenen Volksgruppen. Wir sind dafür, daß in Palästina eine Gesellschaftsordnung eingerichtet wird, die auf jüdische Prinzipien und nicht auf Klassenkarnpf beruht. 2. Wir verlangen die Erziehung der allgon mein-zionistischen Jugend in diesem Sinne und ihre Umschichtung zu manuellen Be-: rufen und zur Landwirtschaft. Wir verlangen für unsere Jugend das Recht auf Arbeit und auf Boden, weil die allgemeinzionistischen Jugendlichen bisher durch ein ungerechtes Einwanderungssystem behindert wurden. Wir verlangen die Herausgabe neuer und gerechter Einwanderungsbestim« mungen durch die Exekutive. 3. Wir verlangen, daß die Zionistische Weltorganisation nicht nur mit Worten, sondern auch in der Tat beweist, daß sie endlich gesonnen ist, den Mittelstand sowohl in den Einwanderungsbestimmungen als auch in der Ansiedlung mehr Aufmerksamkeit und Entgegenkommen zuzuwenden und wir verlangen, daß die Exekutive dem nächsten Kongreß diesbezüglich einen konstruktiven Plan vorlegt. 4. Wir verlangen, daß der Allgemeine Zionismus endlich einsieht, daß er verpflichtet ist, in Palästina wirtschaftliche Positionen zu errichten, die mit Unterstützung der Fonds und durch Gründung von Kreditinstituten den von uns ins Land gesendeten Ansiedlern zu Hilfe kommen. Es sind nicht immer die Fortschrittlichen, die den Fortschritt auf ihre Parteifahne geschrieben haben. Wir müssen den Vorwurf, reaktionär zu sein, weit von uns weisen und wir müssen durch die Tat beweisen, daß wir Allgemeinen Zionisten geeignet sind, praktisch am Aufbau Palästinas teilzunehmen. Wenn eine Änderung in der Zionistischen Weltorganisation eintreten soll, dann müssen möglichst viele Allgemeine Zionisten zum Kongreß kommen, die dio Prinzipien vertreten, die hier festgelegt sind. Es wird daher Aufgabe aller Allgemeinen Zionisten sein, die nicht volksfremden Idealen und persönlichen Machtgelüsten einzelner, sondern dem Ideal des Allgemeinen Zionismus dienen wollen, eine rege Schekelarbeit zu entwickeln, um für die Durchsetzung unserer Prinzipien beim nächsten Kongreß zu sorgen. Jüdischer General leitet italienh sehen Kriegsschiffbau Der Generaldirektor der Werften der italienischen Kriegsflotte, General Umberto Pugliese, wurde zum Vorsitzenden der Kommission für Schiffsbauprojekte ernannt. General Pugliese, einer der bedeutendsten Fachleute des Schiffbaues in Italien, ist J u d c. Hamans Grab Der Generalkonsul von Iran (Persien) Keg Ostoyan in Schanghai erklärte in einem Interview, wie „Israels Messenger“ (Schanghai) meldet, daß die persische Regierung, die das Grab der Königin Esther restauriert habe, nun daran denke, das vernachlässigte Grab Hamans restaurieren zu lassen.! Heute abends! RAiNEHDÜLi (Cafe Erzherzog Rainer) WIEN IV.. Wiedner Hauptstraße Nr. 27/29 Täglich Pianist und Tenor Mayerhofer!

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