Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 436 (22.3.1935)
- Date
- 1935-03-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 436 — 22. März 1935 DIS STIMMI Saite 7 $ Für das Pessachfest b»n«r ptt marin Palästlna-Mazzoth, Karmel-Weine-Kognac aut Rlshoit Le Zion, Shemen-Oliven-Salatöl und Seifen, Jaffa-Orangen-Grape Fruit und Orangeade (Asis) Orangenbluten-Honig, sowie sämtliche Spezereiwaren und Sliwowitz P1DÖ vtt? liefert zu sehr billigen Preisen ins Haus Samuel Halpern, Wien, II., Förstergasse 6, Tel. 46-4-12. Auch Provinzversand lleprilsentanti.il der jüdischen Frau sein will. Wenn sie es nicht will, hat eie ihre wirkliche Aufgabe verfehlt; wenn sie es will (und niemand von uns zweifelt daran) so gebe sie der Föderation, das heißt der Histadruth Nash im Zionioth, die Möglichkeit zu ganz großer, umfassender, produktiver Kulturarbeit unter den Frauen des Landes. Vom Niveau dieser Föderation wird das Ansehen der Gesamtorganisafcion der Wizo abhängig sein. lO-Jahr-Feter der Jung-Wizo i „Mirjam“ Aus Anlaß ihres zehnjährigen Gründungs* juibiläums veranstaltete die Jung-Wizo (.Mirjam“ einen Festabend, der einen außerordentlich eindrucksvollen Verlauf nahm. Die Veranstaltung zeigte, in wie hohem Maße die Tätigkeit der Mirjam“ die Sympathien breitester Schichten der Wiener zionistischen Bevölkerung findet. Man sah unter den Anwesenden Oberrabbiner Dt. David Feuehtwang, das Präsidium der „Wizo“ mit Frau Sophie Löwenherz an der Spitze, Herrn Dr. Klaber als Vertreter des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Paul Berger, Vtoepräsidcnteii des Zionistischen Landeskomitees, und zahlreiche Förderer und Freunde der Jung-Wizo-Bewegung. In eindrucksvollen Worten wurde die Jung-Wizo „Mirjam“ anläßlich ihres Jubiläums von Herrn Oberrabbiner Dr. Feuehtwang, Frau Löwenherz, Herrn Dr. Klaber und Frau Doktor Lichtenstein als Vertreterin der Wiener Jung- Wizo-ZentraJe begrüßt. Frau Beate Teller, als Führerin der Jung-Wizo „Mirjam“, ein jüngeres Mitglied der Jung-Wizo „Mirjam“ und ein kleines Mädchen aus der Kindergruppe der Jung- Wizo „Mirjam“ hießen die Anwesenden in h eb r ä i s c h e r Sprache willkommen und gaben die Versicherung des unermüdlichen Arbeitswillens für das Wohl ihrer Organisation im Sinne der jüdischen Aufbaubewegung in Palästina. Den Höhepunkt des Abends bildete der Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der „Mirjam“ in den zehn Jahren ihres Bestandes, der von Frau Marie Pollak, der Gründerin und Führerin der „Mirjam“, erstattet wurde. Frau Marie Pollak verwies auf die Lage im jüdischen und zionistischen Leben, die zur Gründung der „Mirjam“ führte, und zeigte, wie diese Bewe- J gung, die ursprünglich Menschen aus völlig assimilierten, dem Judentum entfremdeten Kreisen dem Judentum wieder zurückftlhren sollte, allmählich immer mehr an inniger Beziehung zu Palästina gewann und heute bereits auf eine starke chaluzische Bewegung in ihren eigenen Reihen zurücbbLioken kann, so daß eine Anzahl zum Teile gerade der wertvollsten Menschen ihre Alijah nach Erez entweder bereits vollzogen haben oder in nächster Zeit vollziehen werden. Die „Mirjam“ hat sich nicht nur numerisch entwickelt, sondern auch ihr Programm immer mehr erweitert. Neben der jüdisch-kulturellen Arbeit und der Vorbereitung für Palästina nimmt a.uch die soziale Fürßorgearbeit innerhalb der „Mirjam“ einen breiten Raum ein. In diesem Zusammenhänge seien die Blindenifüreorge, die Ohaluz-Fürsorge und die Errichtung einer Tagesheimstätte für Frauen des verarmten Mittelstandes erwähnt. Der Jung-Wizo „Mirjam“ ist es auch gelungen, sich ein eigenes Heim zu schaffen, das zu einem wirklichen Zentrum der Jung- Wizo-Arbeifc geworden ist. Es muß noch darauf hingewiesen werden, daß von Wien aus die Organisierung der Jung-Wizo des Kontinents erfolgt ist und daß die von der Londoner Wizo-Exekutive anerkannte Zentrale für die kontinentale Jung-Wizo in Wien ihren Sitz hat. Frau Pollak hob den Anteil der Wizo an dieser Entwicklung der Jun^-Wizo hervor und schloß mit dem Hinweis auf die Größe der Verantwortung, die der älteren Generation gerade in der heutigen Zeit der Jugend gegenüber zufällt. j Der Bericht brachte ein anschauliches Bild über die Leistungen der Jung-Wizo „Mirjam“, der es in mühevoller Kleinarbeit gelungen ist, die Erziehung der jüdischen weiblichen Jugend in einem zionistisch und menschlich wertvollen Sinne zu leiten. Er ließ auch das Bild der Persönlichkeit der Führerin, die dieses Werk goschaffen hat, klar hervortreten. Frau Marie rollak war begreiflicherweise Gegenstand einer aufrichtigen Begeisterung seitens aller Anwesenden. , Der künstlerische Teil brachte ganz ausgezeichnete Darbietungen. Frau Frieda Richard vom Deutschen Volkeühoater las mit hinreißender Verve jüdische Dichtungen, Cellovirtuose Prof. Stutachewsky brachte die so oft gehörte und ebenso oft packende und ergreifende Kol-Nidrei-Melodio von Engel zu Gehör und Frau Bertha Kretsberg sang voll Innigkeit hebräische Lieder von Kre in und Engel. Hierauf brachte Ernst Deutsch die Novelle „Bonze Schweig“ von Perez und Beer- Hoffmanns „Schlaflied für Mirjam“ in meisterhafter Weise zu Gehör. Den Abschluß des Fest, abemlß bildete der Sprechchor der „Mirjam“, geleitet von Dr. Oskar Telilor, mit dem Vortrag des „Ein Volk — ein Land“ von Joachim Prinz. Dieser Chor schildert in eindrucksvoller Weise den Untergang dos jüdischen Staates und die Sehnsucht de« jüdischen Volkes nach seinem Lande bis zu deren Verwirklichung in der Gegenwart. So zeigte auch der künstlerische Teil des „Mir,jam“-Festal>eüdß das Bestreben der „Mirjam“, ihre Feste nicht nur gut, sondern auch schön zu feiern. Dies möge ein Symbol für die weitere Arbeit der Jung-Wizo „Mirjam“ bilden. w Mit der am Samstag, den 9. d. ln der Sezession veranstalteten „Mirjam“-Redoute, die unter der Devise „Mit dem Heifär^greß Tel-Aviv“, einen sehr animierten Verlauf nahm, fand die 10-Jahr-Feier des „Jung-Wizo Mirjam“ einen hübschen Abschluß. Ausbildung im Garten- und Gemüsebau. Die WIZO-Wien mietete in Lainz eine Parzelle, um dort junge Mädchen unter Führung eines bewährten Gärtners im Garten- und Gemüsebau auszubüden. Der Unterricht beginnt Der Delegiertentag des Oesamtverbandes jüdischer Hochschüler Österreichs „Judäa“ Am 9. März fand in Anwesenheit des Oberrabbiners Dr. David Feuehtwang, Bundeskulturfates Hofrat Dr. Frankfurter, der Vertreter der Kultusgemeinde des Zionistischen Landeskomitees, sowie zahlreicher zionistischen und jüdischen Körperschaften der diesjährige Delegiertentag des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler satt. Präsident Dipl. Kfm. Isaak Engeiberg eröffnete die Tagung, worauf der Tagespräsident Dr. Eduard Pachtmann einen; warmempfundenen Nachruf für die im vergangenen Jahr verstorbenen Führer des Judentums und Freunde der Studentenschaft hielt. In seiner Begrüßungsansprache wies Oberrabbiner Dr. Feuehtwang auf die schwierige Situation der jüdischen Akademiker hin, | die einer fast aussichtslosen Zukunft entgegensehen. Die jüdische Studentschaft muß bei aller Staatstreue die volle Gleichberechtigung fordern und die Ehre des Judentums wahren. Er hält es für wünschenswert, daß ein eigenes jü dis ch es Schu 1 w es en aufgebaut wird, das vom Staate erhalten wird, öberrabbiner Feuehtwang appellierte an das jüdische Bewußtsein der Studenten, die bei allen Kämpfen und friedlichen Verhandlungen in erster Linie ihre jüdische Überzeugung in den Vordergrund stellen sollen. Bundeskulturrat Hofrat Dr. Frankfurter, Ehrenmitglied der „Judäa“ erinnert, daß er seit vielen Jahren mit dem verewigten Oberrabbiner Dr. Chajes zu den Delegiertentagen der jüdischen Studentenschaft immer zu kommen pflegte und er es bis heute als seine Pflicht halte zur jüdischen Studentenschaft zu kommen und mit ihr zu sprechen. Als Vertreter des Kulturvorstandes übermittelte der Obmann der Schulkommission der Kultusgemelnde Prof. M. Rath in hebräischer Sprache die Grüße und Wünsche dee Vorstandes, der es sich immer angelegen sein läßt, für die Interessen und Rechte der jüdischen Studentenschaft einzutreten und auch in Zukunft bereit ist, der jüdischen Studentenschaft moralisch und wirtschaftlich zu helfen. Am 10. d. hielt Dipl. Kfm. E n g e 1 b e r g oinen ausführlichen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Jahr, an den sich eine äußerst lebhafte, längere Generaldebatte anschloß. Im Namen der Kassarevisoren beantragte Dipl.' Kfm. Wand dom abtrotenden Ausschuß das Absolutorium zu erteilen, was vom D. T. einstimmig angenommen wurde und dem Ausschuß der Dank für die vergangene Tätigkeit ausgesprochen wurde. Hierauf wurde zum Präseö des Jüdischen Hochschulausschusses einstimmig per Akklamation Dipl. Kfm. laak Engel* borg wiedergewählt. In dep Ausschuß wurden gewählt: abs. jur. Jakob Landau, Doktor Arnold Sonnenschein, eand.-jur. Maroell Paclitmann, cand.-med. Paul Szm/uszkowicz, oand,- ing. Max Haber und jur. Kurt Grünborger. Zum Vorsitzenden des Sehieds- und Ehrengerichtes wurde Dr. Eduard Pachtmann, zum Stellvertreter Dr. Adolf Leser, zum Verbandsanwalt Dr. IIan8 Bronner gewählt. Zu Kasearevisoren die Herren Dipl. Kfm. Norbert Wand, Kalman Singer und Paul Raber. — Mit dem Absingen der Tikwah wurde der Delegiertentag geschlossen. 4t Vorlesung Dr. Kurt Sonneufetd. Auf Einladung des jüdischen Hochsohulausechusses j hält der. bekannte Schriftsteller, Dr, Kurt Sou-1 von 17 bis 22 Jahren werden hiermit aufgefordert, sich im Sekretariat der WIZO, I., Schottenring 2Ö, zwischen 5 bis 6 Uhr nachmittags, pereönlich anzu meiden, wo sie die Leiterin dieser Aktion der WIZO, Frau Berta Berger, antreffen. Im Rahmen dieser Vorbereitung für Palästina finden auch Kurse für hebräische Sprache statt. Kursbeitrag S 5.— monatlich. nenfeld Dienstag, den 26. März 1935, um 8 Uhr abends, im Heim der Judäa, 9. Bez., Alserstraße 26, eine Vorlesung aus seinen Romanen Eintritt frei. Gäste will kommenl JÜDISCHER KALENDER 22.-28. März 1935 17.-23. Weadar 5695 Freitag (22.) Sabbath-Elngang . . . . . 6 Uhr 10 Samstag (23.) Sabbath-Ausgang.7 Uhr Wodienabsdinitt: Zaw Samstag — Smoienskin-Feier Anläßlich der Wiederkehr seine« 50. Todestages findet die Feier Samstag, 23. März, 8 Uhr abends, im Festsaale des Hotels Continental, II., Tabonstraße 4, statt. Es sprechen: Der Präsident des zionistischen Landesverbandes Doktor 0. Grünbaum, der Präsident der Histadruth Ivrith Dr. D. Roth bl um (hebräisch) und Dr. Z. F. Fink eiste in. Ferner wirken mit: Violinvirtuose Kurt Fuchsgelb und Klaviervirtuose Walter Robert Spitz. Pension Eckstein - Mm Zionistischer Vortragshalender Freitag, 22. März: 2. Bez., Sektion Prater, II., Jungstraße 8, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. Vortrag Prof. W-e-inetock 4. Bez., Sektion IV/V, IV., Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. 10. Bez., Sektion X, X., Hasengasse 17, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. 20. Bez., Sektion XX, XX., Jägerstraße 30, 8 Uhr abends: Vortrag Isaak Schönfeld. Samstag, 23. März: 2. Bez., Histadruth Ivrith — Zionistischer Landesverband — Kadimah, Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstraße 4. Große Perez- Smolenskln-Feler. 8 Uhr abends. Eröffnung: Dr. Oskar GrUnbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes für östereich. Dr. David Rothblüm, Präsident der Histadruth: „Smolenskin als Schriftsteller.“ Dr. Z. F. Finkeistein: „Smolenskin als Vorläufer Herzls.“*Dr. M. N. Schalerer: „Erinnerungen.“ Mitwirkend: Violinvirtuose Kurt Fuchsgelb und Klaviervirtuose Robert Spitz. 2. Bez., Verein Zionistischer Hochschüler: „Theodor Herzl.“ I., Hotel France, ^chottenfing, Sechzig-Semesterfeier, 149 Uhr abends. Eröffnung. Dr. A. Groß, Festrede: Prof. A. Freu d. 1. Bez., Wizo,. I„ Sehottenring 25, Kö Uhr abends: Onegg' Sabbath, Dr. Luise Farchy: „Die Bibel.“ 2. Bez., Sektion Prater, und Wizo, Kadermannsäle, Ausstellungsßtraße, 9 Uhr abends: Gesellschaftsabend mit Tanz. Mitwirkend: Sevilla Pastor, Hilde Dulizkaia, Adele Bauminger, Sarah Stuckaft, Karl Gerdo, Dr. Max Hönlg, Munio Schmidt. .9. Bez., Sektion VIII/IX., Währingerstraße Nr. 6—8, 4 Ulu nachmittags: Onegg- Sabbath. Leitung: Dr. Oh. Tartakower. „Bialik“, Gesang. Sonntag, 241 März: 2. Bez,, Sektion 11, II., Reinbrandtkino, Malzgasse 2, 1410 und 11 Uhr vormittags, Palästina- Film von Dr. Philipp Rezek: „Palästina, Oktober 1934.“ (Karten von S 0.50 bis S 1.50.) 6. Bez., Sektion VI/VII, und Wizo, Loquaiplatz 11, J48 Uhr nachmittags: Kinder-Purimfest. 14. Bez., Sektion XIV/XV., Herklotzgaße 21. Gemeinsame Veranstaltung der beiden Kindergärten der Sektion 4 Uhr nachmittags: Kiudernachmittag anläßlich des Purirarestes: Bewegungs-, Märchen- und Puriraapiele, Montag, 25. März: 1. Bez,, Wizo, I., Schottenring 2B, 6 Uhr abends: Jüdische Presseschau. yKl Uhr abends, Frau Dr. Klara Kahn: „Die Frau als Hausärztiu.“! 12. Bez., Sektion, und Wizo, XIV., Sechshauserstraße 52. 8 Uhr abende, Frau Dr. Ilona Löwy: „Die Frau und ihre Beziehungen zu Land und Boden “ Dienstag, 26. März: 1. Bez.. Wizo, I., Schottenring 25, 6 Uhr abends, Melly Weiß: „Die sprachliche Erziehung des Kindes.“ 3. Bez., Sektion, m., Landstraßer Hauptstraße 9, J49 Uhr abends: Kfar-Kremnenetzky- Vcrsammlung. Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Chaim Tartakower. 4. Bez., Sektion IV/V, IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Draschepark), 8 Uhr abends: Vortragszyklus über jüdische Geschichte. Leitung: Dr. Alfred Apsler. 6. Bez., Sektion VI/VII.. VL, Loquaiplatz 11, 149 Uhr abends: Dr. Rieh. Taussig: Kurs für allgemeine Geschichte unter Berücksichtigung der jüdischen Geschichte. 9. Bez., Sektion VIII/IX., IX., Währingerßtraße 6—8, 348 Uhr abends: Zusammenkunft der Jugendgruppe. 18. Bez., Sektion XVIII, und Wizo, Weimarerstraße 7, 8 Uhr abends. Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde: „Allgemeine Lage der Juden.“ 20. Bez., Sektion XX, XX., Jägerstraße 30r. -Uhr abends, Dr. Emil Gutheil: „Zur Psychologie des Antisemitismus.“ Mittwoch, 27. März: 1. Bez., Wizo, I., Schottenring 25. 6 Uhr abends, Dr. Alfred Apsler: „Die soziologische Struktur der Juden und das Umschichtungs* Problem.“ Donnerstag, 28. März:' 1. Bez., Wizo, I.* Schottenring 25. ö Uhr abends, Ing. Oskar Bauer: „Sendung des Judentums.“ 6. Bez.. Sektion VI/VII, VL, Loquaiplatz 11. 8 Uhr abends, Dr. Karl Schieber: „Palästina von gestern und heute, mit der Kamera ge-- sehen “ (Mit Lichtbildern.) 9. Bez,, Sektion VIII/IX., IX., Währingerstraße 6—8. 348 Uhr abends: Hebräisches Seminar. Prof. Wiesen. 19. Bez., Sektion XIX, XIX., Billrothstraße Nr. 49, Caf6 Döblingerhof. 149 Uhr abends,, Staatsrat Dr. Desider Friedmann, Präsident der- Israeütischen Kultusgemelnde: „Jüdische Tagesfragen,?* Prof, Dr. Wilhelm Stein: , Ansiedlung österreichischer Juden in Palästina.“ Abschiedsfeier für Julie Braunstein. Vor einigen Tagen fand in den Räumen detl zionistischen Büros eine von der zionistischem; Beamtenschaft veranstaltete Abschiedsfeier ftifl die langjährige und verdienstvolle Beamtin: des Wiener Keren Hajeesod, Fräulein Juli4 Braunstein, anläßlich ihrer Alijah nach Pa». Iästina, statt. In liebevollen Worten rühmte# sämtliche Redner des Abends, in erster Liniä der Leiter des österreichischen Keren Hajesi*. sod, Prof. Freud, 'der in jahrelanger Zn* sammenarbeit die besonderen Qualitäten des Zionistin und des Menschen Fräulein Braun« etein kennen und schätzen zu lernen Gelegen« heit hatte, die aufopferungsvolle Tätigkeil Fräulein Braunsteins, mit der sie seit Be* stehen des Keren Eajessod ihren Agenden oh* lag. Es kann wohl kein schöneres Zeugnis fü< die scheidende Braunstein sein, als die F«sk Stellung, daß ihre Übersiedlung nach Palästinas hier eine Lücke zurückläßt. Die Redner schloß* sen mit den besten Wünschen für ihre neue Wirkungsstätte im Lande ihrer Selmsucht, im Erez Israel. Die Abschiedefeier für Fräulein Braunsteinl wurde mit einer Feier für die bewährten zioni« arischen Beamtinnen Anna B a 1 1 i fl (Keren Hajessod) und Helene H i 1 b e r g (Ke* ren Kajemeth) verknüpft, die anläßlich ihrea zehnjährigen Arbeitsjubiläums in den Fondehl Gegenstand zahlreicher ehrender Aufmerksam* keiten waren. Zionistische Bezirkssektion und Wizo Wieden« Margareten, IV., Hauslabgasse 2, Eingang durch den Garten. Jeden Samstag Ö-Uhr-BridgeteO* Unser Kindergarten erinnert dfe jüdischem Eltern, daß noch oinige Plätze frei sind. Fref« tag, den 22. März, spricht boim Oneg Schabath Herr Dr. Benjamin Doll über „Ethik in Bibel und Talmud“, nachher Gesang von Herrn Kam**, tor Ehrentbal. Einen Englisch-Kurs für Anfätt-* ger unter Leitung des Herrn Weißkopf bät unsere Jugendgruppe eröffnet. Jeden Mittwoch von 348 bis 349 Uhr abends. Kursbeitrag 1 S. monatlich. Unsere Hebräiech-Kurse für Anfän«' ger und Fortgeschrittene finden nach wie vor! im Tempelgebäude, V., Siebenbrunneugasse 1 a, jeden Montag und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr statt. Neuaufnahmen daselbst Am Samstag, den 28. März, große Nach-Purimfeie£ der Zionistischen Bezirkssektion mit Jugendgrüppe und Wizo. Aufführung der Revue „Wir* bei in Sohuechan“, und mit Tombola. mmmsmmmmummmmmmmmmm Zum Ableben unseres unvergeßlichen B Mitgliedes, Herrn Archivar Saul Chajes s. A., I sprechen wir seiner Gattin, Frau Esther fl Chajes, unser tiefempfundenes Beileid aus. S Zionistische Bezirkssifktion fl Leopoldstadt g| in den allernächsten Tagen. Mädchen im Alter £otealcßroniIc \