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Die Stimme · 1935-02-01 · Heft 422 (1.2.1935) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 422 (1.2.1935)
Date
1935-02-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 DIE STIMME Nr. 422 — 1. Februar 1035 bBEAGNMELj .RABENSTEIG 3 I - „HIMMlLPFORTö. 5, KOLLNERHOFG. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WASCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLIG! FÜHREND IN ETERNA- HEMDEN (von S 680 aulw.) ernstlieb, wirklieb ernstlich für die Einfuhr nach Palästina interessieren, die machen auch das Geschäft. .Die Artikel a-nzugeben. die Österreich bisher liefern könnte, ist nicht möglich. Palästina braucht alles, was man in Europa braucht, wenn man nicht gerade Wintersportartikel meint. Nur muß die Qualität stimmen und1 die Preise. Und zuletzt, aber nicht zuletzt die Zahlungskondition. Wer also Interesse hat für den Export nach Palästina, wende sich, sei es um eine verläßliche Auskunft, t>ei es um einen verläßlichen Vertreter, an eine der hier genannten Stellen, wo ihm bereitwilligst und kostenlose Auskunft erteilt wird. (Mitgeteilt von der österroicbiscb-Paiästinenßiechen Wirtschafts- und Handelskammer in Wien, IX., Alserplatz 3.) Geschäftsbeziehungen zwischen Österreich und Palästina . Seitens der Austro-Palästinensischen Handelskammer in Tel-Aviv, Achad-Haam-Straße Nr. 48, P. 0. ß. 601, wird eine Liste nachstehender Artikel verlautbart, für welche neue Geschäftsbeziehungen von österreichischen Finnen gesucht werden. Interessenten wollen sich an obige Adresse wenden. Liste der Artikel: ■ Oberleder und Schuhzubehör, Holzspielwaren, Knallkorke, Kleiderbügel, Haushaltungsgegenstände aus Holz, Lacke und Farben. Ultramarinfarben, Schlosserwaren und Baubesohläge. Patentsicherheitsschlösser, Gassparbügeleisen und sonstige technische Neuheiten, Pullover und Bettjacken, Handschuhe, Kappen und Schals, Blusen und Kleider, Leinenwaren, Herrenhüte, Kragen. Manschetten und Plastrone, Plomben und Metallwaren, Heimsparkassen in Buchform, Pappscheiben, Bandagen und orthopädisches Zubehör, Haararbeiten, Perücken und Transformationen, Spengler- und Kupferschmiedwerkzeuge, Orangenkisten, Bau- und Portalmöbeltischlerei, Wasserhähne, Maschinen für Brot- und Weißgebäck-Bäckereien, Maschinen für Teigwaren und Waffelfabrikation und für rituelle Mazzothbäckereien, Elektroschweißwerk, Apparate für die chemische und Nahrungsmittel-Industrie, Behälter und Kessel. MODEUENTWORFEunom*ss I. MARC AURELSTR.3 US üÄiii mm« AUCH FÜR PENSION t. b«i Bcrvifiunfählakclt INVAUOITSTS-RINTEH *. für «In lorfllo««* Ah«» aitiimihtin 13. im AbUbcntfaU« hintirbubbcnin-rchten’ ZU GUHSTIGZN BEDINGUNGEN VE R SICH&RUN G S-ÄKTII NrCES, PENSIONS-VEREIN .WIEN, I., SCHELLINCCAS»E,1. Aus der jüdischen Presse Reform der ln. der VZioni- Organisation .s*11 s c h c IV o c h“ (Lemberg) lehnt Dr. S. A. Jabot iuskys Vorschläge ab, daß die Zionistische Organisation durch die Kooperation von. Föderationen wirken soll, wobei sowohl das Majoritätsprinzip als das Prinzip der Disziplin ausgeschlossen sein soll. Dieser Vorschlag sei für die Allgemeinen 'Zionisten u n a n n e h m b a r. Anderseits dürfe nicht verkannt werden, daß man es auf die Dauer nicht hinnehmen könne, daß eine Majorität von etwa 51 Prozent den Kongreß restlos beherrschen könne. Hier sei eine Änderung notwendig, wenngleich die Allgemeinen Zionisten sich einer Auflösung der Zionistischen Organisation in ihre Bestandteile widersetzen werden. Man könne zum Beispiel beschließen, daß eine Gruppe am. Kongreß, die 50.000 Schekelzahler vertrete, ein Mitbestimmungsrechl in allen Fragen habe, ohne daß man sie ohne weiteres majorisieren könne. Das Statut der Organisation muß reformiert werden, aber nicht wie Jabotinsky es meint, sondern in der Richtung, daß die Organisation gestärkt und vereinheitlicht wird. Der Arbeitsfrieden ln „Hazioni Ha- Idali“ (Tel-Aviv) schreibt S. Schwarz, es sei schwer zu verstehen, was die Allgemeinen Zionisten hindern könne, eine eigene Gewerkschaft zu gründen. Warum habe die Histadruth nur mit den Revisionisten und nicht auch mit jenen Allgemeinen Zionisten, die ihre eigene Gewerkschaft haben wollen, Vergleichsverhandlungen eingeleitet? Da gibt es nur die Antwort, daß die Allgemeinen Zionisten keine TJ nab hängig keit haben und „Sklaven“ bleiben sollen. Würde man ihnen eine gewisse Selbständigkeit einräumen, dann würden sie Anstrengungen machen, um auch mit anderen Gruppen zu einer Verständigung zu gelangen. Die Spekulanten ln der „Zionistischen Woch“ (Lemberg) warnt Dr. Rottenstreich die Exekutive, eine Verringerung der Kapitalisteneinwanderung zuzulassen, um die Spekulation einzudämmen, die unter andern/ eine Folge davon sei, daß kein nationales Kapital vorhanden sei, um Häuser für zehntausende Einwanderer zu bauen und ihnen Boden zu verschaffen. Rottcnstreich beklagt die Auswüchse der Spekulation. Man müsse über einen Unterschied zwischen Spekulantentum und Privat kapital machen. Letzteres habe sich große Verdienste um den Aufbau erworben und man müsse es aal jede Weise ermutigen, in Palästina zu arbeiten. Gegen die Spekulanten aber solle die Exekutive eine Pressekampagne einfeilen and die Spekulanten an den Pranger sielten, ln jedem einzelnen Falle solle der Schaden nachgewiesen werden, der dem Jischuw durch das Hinauflizifieren der Preise za gefügt, werde. Das Schulwesen The So u t h A f r iin Palästina c an J ewi s h C hr on icle (Kapstadt) beschäftigt sich mit dem Schuhoesen in Palä-\ stina und beklagt es, daß die politischen Parteien die Schulen i n ihre Abhängigkeit gebracht hab e n und die vom Unterrichtsamt ausgegebenen Weisungen nicht beachten. Die Misrachisten und die Linken erhalten aus politischen Gründen ihre eigenen Schulen, in denen die Kinder politisch bearbeitet werden. Die Erfolge sind unglückselige, ln Palästina ist praktisch jeder Lehrer ein Parteimann. Das beeinflußt seinen Unterricht in einer Weise, daß die Kinder schon zu „Politikern“ werden, kaum daß sie aus den WHekeln heraus sind. Die bösen Erfahrungen über den Unterricht in den Schulen Deutschlands sollten abschreckend wirken. Es sei wohl richtig, daß es schwer sei, das Unterrichtswesen in einem Land zu kontrollieren, in das jeden Monat tausende Kinder aus den verschiedensten Ländern kommen. Aber man müsse ernsthafte Anstrengungen machen, um dieser parteimäßigen Bearbeitung der Kinder ein Ende zu bereiten, ln Palästina müsse eine neue Generation herangezogen werden, die nicht nur physisch, sondern mich moralisch stark sei. Der Arische Geschäftsweiser Die Firma Joh. Anderl & Söhne, Wien, VI., Liniengasse 12, schreibt uns: 29. Jänner 1935. An die Redaktion der „Stimme“ Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5. Sie haben uns Ihr B'att Nr. 410 vom 18. Dezember v. J. mit der Absicht zugesendet, weil in dieser Nummer ein Artikel über „Antisemitismus und Geschäft“ steht und in einer Firmenliste auch unsere Firma genannt ist. Wir haben hiezu zu bemerken, daß es durchaus nicht in unserer Absicht gelegen iet, antisemitisch zu wirken, da wir sehr viele jüdische Geschäftsfreunde besitzen, und daß wir auch nichts von Tendenzen wußten, die von Ihnen aus der Einleitung dieses Büchleins zitiert werden. Da wir, wie eingangs erwähnt, jüdische Lieferanten und jüdische Kunden haben, so wäre es unsererseits wohl eine kaufmännische Ignoranz, zwischen jüdischen und christlichen Kunden unterscheiden zu wollen. Nachdem unsere Firma im besten Einvernehmen init der jüdischen Kundschaft seit über 100 Jahren gelebt hat, so können Sie daraus unsere Tendenz am besten ersehen. Wir werden diese unsere traditionelle Stellung auch weiter beibehalten. Wir ersuchen Sie um gefällige Kenntnisnahme und Weitergabe. Hochachtungsvoll Joh. Anderl & Söhne Hans Anderl ppa Oth. Anderl. Jüdische Inserate in einem Hakenkreuzblatt. Die „Freiheit“ in Teplitz-Schönau veröffentlichte eine Notiz, in deT eie ausführte, daß der ,,T e p 1 i t z - S c h ö n a u e r Anzeige r“ in einer Nummer rückwärts um zirka 1500 Ts che oho krönen jüdische Inserate brachte, während auf der ersten Seit'1 ein Bericht über die Vorgänge im tschechoslowakischen Parlament kommentarlos a-bgeclruckt war, nach welchem Schollich den Kampf der Nationalsozialisten und Deutsohnationalen im Reich als einen Kampf gegen die „jüdische Weltherrschaft und d e n j ii d i s c h o n Geist“ bezeicJme te. Diesen Artikel klagte die Firma C. W e ig e n d als Inhaberin des „Anzeigers“ ein, da darin ein unlauterer Wettbewerb sichtbar vsei und das Blatt bei den jüdischen Geschäftsleuten auf Grund diese r N o t i z weniger Inserate erhalten habe. Diese Klage wurde nun vom Kreisgericht in Leitmeritz kostenpflichtigabgewiesen und die Firma Weigern! schuldig erkannt, an Kosten 2249*40 Ts oh rieh okronen dem Anwalt der „Freiheit“ zu bezahlen. mne arabische Terroristen• gruppe Vor kurzer Zeit wurde im Dorfe Kulonia bei Jerusalem ein Araber ermordet, der sieh mit der Vermittlung von Bodonverkäufen an .luden befaßte. Als Ergebnis der INSTALLATIONEN ELEKTRISCHE KRAFT-, MODERNE BELEUCHTUNGS- UND RADIO¬ ANLAGEN /ELEKTR.HAUSHAL- TUNGSGERÄTE/LLSTER /RADIO Fachmännische Beratung kostenlos Paul Heller, l.f Lichüensfeg 1 Tel. U 21-9-12 polizeilichen Untersuchung winden zwei Araber des Morde.-, beschuldigt. Bei der ölTenUirlieii Untersuchung des Fa11es dnn'lt den deru-ale ner Kicliter Howard, die einige Tuge dmierie und damit endefe, daß die BeselinIdig!.-n dem Gericht, übergeben wurden, wurde eine Reihe sensationeller Einzelheiten über den Charakter des Mordes enthüllt. Es stellte su-h nämlich heraus, daß im Dorfe Kulonia eine ganze Gruppe von Terroristen vorhanden war, die plante, die Bodenmakler aus dem Wege zu räumen und ihnen Drohbriefe sandte. Die beiden jetzt angeklagten Araber wurden nach den A ugnstereig nissen ries Jahres 1929 beschuldigt, die jüdisch«' Familie Mäkle ff beim Überfall auf Mozah ermordet zu baßen wurden jedoch damals aus Mangel an Beweisen freigesprocheri. Aus den Erklärungen eines der Zeitigen, der ein Gespräch der beiden Angeklagten in ihrer Gefängniszelle belauscht ha.t, ergibt sich, d a ß s i e mit de nt J erusalemer Mufti in einer gewissen Verbindung gestanden haben. Der Richter motivierte seinen Beschluß, die beiden Beschuldigten dem Gericht zu überantworten, mit der Aussage der Zeugen, die bei der öffentlichen Untersuchung gehört wurden. Kinoprogramme der Woche KREUZ-KINO Urau FUhiung: Der i., VVoflzeil 16 Tel. R 21-2-16 lange Schatten mit William Poweil Beginn: 4. ‘-jo Uhr '.eonontstflater 1/oMino Teleiihnn H JO-O-2;-» Ein Stein fällt vom Himmel mit Joseph Schmidt WochonlatfH '/.fl 7,H '/.KMIhi, Sonn und teicrlnpR’/.4 Uhr SCHIFFER-K1H0 vS5MflB*S.,aÄ37 Vom 1. bin 1. Februar 1035 Viva Villa Beginn : %4, b4(i. '/48, 1410 Uhr Ä e I m n t - K i n o Vom 1. bis 4. Februar 1035 UraufUfrrung: Bosniaken Wochentag: 6. 7, 9 Uhr. Sonn u. Fe en, ab 3 Uhr Uotiupark-Kmo Vom I. bla 4. Feoruar 1035 BOLERO mit George Ratt (ln deutscher Sprache) l’äülieh 4. 11.6. '/,R Sin Uli» Zionistische Beiirksrekticn Hietzing, Hietzinger Hauptstraße 22, Cafe Hietzingerhof, Donnerstag, 7. Februar 1935, Vfe9 Uhr abends Dr. Oskar Grünbaum. Präsident des Zionistischen landesverbandes für Oesterreich „Die Aufgaben des Allgemeinen Zionismus in der Galuih und in Palästina"

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