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Die Stimme · 1935-01-29 · Heft 421 (29.1.1935) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 421 (29.1.1935)
Date
1935-01-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. '421. — 29. Jänner 1935 DIE STIMME Seite 3 Plc Einweihungsfeier im Versorgungshaus gegen die Beschränkung der Zahl der Rechtsanwälte an bestimmten Orten aufgetreten werden. Auch hier besteht die Gefahr, daß sich eine derartige Bestimmung in erster Linie gegen jüdische Rechtsanwälte auswirken könnte, die einen Domizilwechsel vornehmen wollen. Dieses unsinnige System besteht in Deutschland, wo Anwälte nur bei bestimmten Gerichten zugelassen sind. Aber auch aus Gründen der Staatsräson besteht für die Regierung die Notwendigkeit, die Freizügigkeit und die Freiheit der Advokatur zu erhalten und keine Gesetzesänderungen zuzulassen, die «schwere Gefahren für die ohnehin schwer um ihre Existenz kämpfenden jüdischen Anwälte herbeiführen und eine Gleichschaltung an deutsche Verhältnisse bedeuten könnten. Das würde eine Verletzung der Verfassung und der Bestimmung des Friedensvertrages bedeuten, wonach die Gleichberechtigung der Minoritäten weder durch Gesetze, noch durch Verordnungen oder Verwaltungsakte verletzt werden darf Pension Eckstein - Semmering Strafanzeige gesen „Stürmer" in Danzig Danzig, 27. Jänner. (Z. T. A.) Der Schriftsteller Sami Glückemann (Danzig), Verfasser der vor kurzem erschienenen Broschüre „Die Fälschungen der antisemitischen Literatur“, hat der Danziger Staatsanwaltschaft eine juristisch begründete Strafanzeige überreicht, in welcher er die Bestrafung des Hauptschriftstellers dies „Stürmer“, Julius Streicher, und seiner Mitarbeiter wegen Gotteslästerung und Betruges fordert. Der Strafanzeige liegt im wesentlichen der Umstand zugrunde, daß 'der „Stürmer“ in seiner Nummer 2, 1935, die B i b e 1 als einen , ,s chauerMcih-s ohaurigen Kriminalroman“ ,in dem es von „Mord- und Blutschande, Betrug und Slittlichlkeitsverbreohen wimmelt“ bezeichnet. Sami Gücksmann führt in seiner Strafanzeige aus, daß der ,,Stürmer“ nicht allein ein heiliges Werk der jüdischen Religionsg esellschaft, sondern die religiöse Substanz aller positiven Religionen öffentlich verunglimpft hat. Die am „Stürmer-Unternehmen beteiligten Nutznießer wissen genau, daß sie Lügen verbreiten. Sie tun dies, 'weil eie aus dem Antisemitismus Kapital schlagen, wodurch sie den Käufer eines „Stürmer“-Exemplares um den Kaufpreis betrügen. Die Zuständigkeit des Danziger Gerichts stützt Sami Glücksmann darauf, daß der „Stürmer“ in größeren Mengen auch innerhalb der Freien Stadt Danzig vertrieben wird. Die „Protokolle“ Wie das „P r o t e s t a n t e n b 1 a 11“ (Berlin) mitteilt, veröffentlichte die „Allg. evgl.-luth. Kztg.“ einen Bericht über die Vorgänge beim Berner Prozeß, betreffend die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“. Die Zeitung zitiert die Zeugenaussagen und die Gutachten dieses Prozesses, die den Tatbestand einer Fälschung eindeutig ergeben haben und schreibt zum Schluß: „Es wäre zu wünschen, ist aber kaum zu hoffen, daß es nun endlich ein Ende hätte mit der Verwendung dieserFälschung im Kampf gegen das Judentum.“ In diesem Zusammenhang ist es von Interesse, daß auch eine offizielle katholische Schrift, die dem Amtsblatt mehrerer katholischer Erzdiözesen Deutsch- Lands als amtliche Beilage beigefügt war, sich ausführlich über die Frage der Protokolle äußert. In dieser Schrift wird in gedrängter Form und sehr instruktiv der ganze Sachverhalt, um deu es sich hier handelt, dargestellt. Es heißt dabei unter amcLeren: „Daß die Russen, dlie 1905 die »Protokolle4 herausgegeben haben, sie nach dem französischen ,Dialogue aux enfens* fabriziert haben, daß also Juden nichts mit ihrer Entstehung zu tun haben, ist für den, der seihst die Möglichkeit hat, den »Dialogue aux enfers4 neben die Protokolle4 zu legen, einfach evident... Jedenfalls müssen die Protokolle4 jetzt als erledigt gelten, und ihr Inhalt sollte auch nicht mehr indirekt herangezogen werden.“ Zu bemerken ist, daß von offizieller katholischer Stelle bisher gegen die Schrift des Pater Gaston RittOT noch nicht eingesohritteu worden ist. Die feierliche Einweihung des neuerrichteten Zubaues zum Versorgungshaus in der Seegasse ist Sonntag vormittags vorgenommen worden. Eine stattliche Festversammlung fand sich im Festsaale des Heimes ein und wurde von dem Präsidenten der Gemeinde, Staatsrat Doktor Desider Friedmann, den beiden Vizepräsidenten Dr. Löwenherz und Dr. Tic ho und Amtsdirektor Regierungsrat Fuchsgelb begrüßt. Außer Bürgermeister Schmitz waren erschienen: in Vertretung des Staatssekretärs für Unterricht Ministerialrat Dr. F o h r, in Vertretung des Polizeipräsidenten Staatsrat, Hofrat und Stadthauptmann Streitmann, Oberstadtphysikus Dr. W i 11 s c h, vom Stadtbauamt Baurat M i s c h e k, der Vorstand des Fürsorgeinstituts für den 9. Bezirk, Walenta, dann: Altpräsident der Kultusgemeinde, Generaloberstabsarzt Prof. Dr. P i c k, mit Altvizepräsidenten Doktor 0 r n s t e i n, Bundeskulturrat Hofrat Prof. Dr. Frankfurter, Oberrabbiner Doktor Feuchtwang mit den Gemeinderabbinern Rat der Stadt Wien Dr. Ehrlich, Spitaldirektor, Generalstabsarzt Doktor Raschkes, Generalmajor Sommer, Ministerialrat Dr. H e r t z k a, Altpräsident Julius Stern, die vormaligen Gemeinderäte Melcher und Dr. P1 a s c h k e s, Oberbaurat Stricker, der Bundesführer der jüdischen Frontsoldaten, Hauptmann Edler v. F r i e d m a n n, der Bezirksleiter der Vaterländischen Front, Oberstleutnant N i t s c h m a n n, die Obmänner der Bezirkskommissionen und der Bethausvorstäude der Kultusgemeinde, die Mitglieder der Zentralkommission für jüdische soziale Fürsorge,. daß Präsidium des Zionistischen Landesverbandes, Vertreter der Judenstaatspartei, der „Union österreichischer Juden“, des Bundes jüdischer Frontsoldaten, der Legitimistischen jüdischen Frontkämpfer, die Vorsitzende der jüdischen Helferinnen des Frauennotdienstes, Frau Sophie L ö w e n h e r z, die Präsidenten der weiblichen Fürsorge, Frau Direktor U11 m a n n, der Großpräsident der B’nai B’rith, Universitätsprofessor Dr. Ludwig Braun, die externen Mitglieder der Baukommission und der Kommission für die Versorgungsanstalt und von den Stiftern, denen die Errichtung des Zubaues zu danken ist: Frau Berta L e s s i n g, Präsident Wilhelm Kux und die Herren Max Stern und Kommerzialrat Samuel Bernhardt, sowie vieler hervorragende Mitglieder der Kultusgemeinde, die Beamten der Anstalt u. v. a. Der Obmann der Kommission für die Versorgungsanstalt, Dr. I. H. Körner, begrüßte die Festgäste. Nach Anbringung der Mesusah durch Oberrabbiner Dr. Feuch tw a n g sang Oberkantor P o s t o 1 o w mit dem von Kapellmeister Kurt Fuchsgelb geleiteten Chor des Stadttempels den Festgesang. Dann ergriff Oberrabbiner Dr. Feuchtwang das Wort zur Festrede. Er sprach aus, daß das Haus durch sich selbst geweiht ist, da seine Räume dem höchsten Ziele aller Religionen, der Bewahrung reiner Menschenliebe, dienen. Redner knüpfte an das alte Bibelwort „Die Welt wird durch Liebe gebaut“ an und betonte, daß die jüdischen Gemeinden seit jeher es als ihre wichtigsten Aufgaben betrachtet haben: Lehre, Gottesdienst und werktätiges Liebeswerk. „Alle Sünden sind verziehen dem, der Menschenliebe übt.“ Dr. Feuchtwang erinnerte daran, daß Respekt vor dem Greisenalter strenges biblisches Gebot sei. Deshalb habe auch die Gemeinde die Errichtung von Heimen für Greise und Altersschwache als religiöses, ethisches Gebot erkannt. Jede Pflichterfüllung erhöht den Grad der Heiligkeit. Der Redner pries das hohe Verdienst des Vorstandes der Gemeinde durch Errichtung des Zubaues, der unter der Leitung des Baumeisters Arnold B a r b e r ausgeführt wurde. Alle hier Mitarbeitenden sind erfüllt von hohem Verantwortungsgefühl, vor Gott und Mensch. Mit dem Wunsche, daß alle, die im Heime wohnen, ein glückliches Greisenalter verbringen, schloß der Oberrabbiner. Der Erbauer des Zubaues, Architekt Leopold Ponzen, gab eine kurze Geschichte des Baues. Ministerialrat Ing. S c h 1 ä fr i g dankte dem Präsidium der Gemeinde für dieses Werk der reinsten, edelsten Menschlichkeit, das Zeugnis ablege für den Gemeinsinn der jüdischen Mitbürger zur Ehre Österreichs. Der Präsident der Kultusgemeinde. Staatsrat Dr. Desider Friedmann, gab zu Anfang eine geschichtliche Übersicht des Bodens, auf dem das Versorgungsheim steht, und an den der uralte jüdische Friedhof grenzt. Mehr als 334 Jahrhunderte Geschichte der Wiener Judenschaft sind mit dem Grundstück verknüpft, Leid und Freud. Redner erzählte, wie anno 1670 bei Vertreibung der Juden die Familie Koppel Fränkel den Boden von der Stadtgemeinde um eine beträchtliche Summe für ewige Zeiten gekauft, und wie der Friedhof, als 1784 die Friedhöfe aus dem Weichbild der Stadt verlegt wurden, bestehen blieb, wie dann der Hoffaktor Samuel Oppenheimer 1698 das Spital für israelitische Glaubensgenossen gründete, das bis 1873 bestehen blieb und dank der Hilfe des Baron Anselm Rothschild in den Neubau auf dem Währingergürtel übersiedeln konnte. 1844 schon war anschließend an das frühere Spital von Sigmund Nanette Wertheimstein das im Jahre 1854 zum Versorgungsheim erweiterte Haus gestiftet worden. Zur Feier des 40jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers Franz Josef ist aus Stiftungen und Spenden das neue Haus errichtet worden a 1 s Zeichen jüdischer Opfer Willigkeit, sozialen Verständnisses und allzeit patriotischer Gesinnung der Judenschaft, die in Ehrfurcht emporblickte zu dem Fürsten, der in Liebe für alle Stämme seines Reiches die Geschicke des Vaterlandes weise gelenkt hat. Redner berichtete von den seitherigen Erweiterungen des Baues, von der Errichtung des Siechenhauses im Anschluß an das Versorgungshaus, bis schließlich 400 Armen, Alten und Siechen Unterkunft, Verpflegung und Betreuung in der Anstalt geboten werden konnte. Aber immer noch mußten Hunderte Bittsteller abgewiesen werden. Durch Stiftungen und Widmungen edler Menschen wurde nun der Zubau mit 58 Betten ermöglicht. Er wurde am 12. August vorigen Jahres begonnen und am 14. d. M. vollendet. Präsident Dr. Friedmann schloß mit dem Wunsche, daß dieses Haus auch fernerhin im Geiste der heiligen jüdischen Tradition geführt werden möge. Nach dem Gesang „Hallelujah“, der freudig die Tatsache der Vollendung kündete, ergriff unter allgemeiner Spannung Bürgermeister Schmitz das Wort. Er habe der Einladung zu der Feier um so lieber Folge geleistet, als er dadurch zum Ausdruck bringen wollte, daß es auf dem Gebiete der Hilfsbereitschaft für die Bresthaften und Hilfsbedürftigen keinen Unterschied geben dürfe, sondern nur die Gemeinschaft des guten Willens, was möglich sei, zu tun. Die Erweiterung der Anstalt aus privaten Mitteln beweise hohes soziales Verständnis und verdiene Anerkennung, besonders, da die Stiftung aus religiösen Gemeinschaften hervorgegangen sei. Redner bekenne sich offen zu der Auffassung, daß ein Heim, in dem Kranke, alte, bresthafte Leute aufgenommen werden, am besten geleitet sei, wenn es vom Geiste der religiösen Gemeinschaft erfüllt sei, damit die Insassen in der Stunde der Heimsuchung Trost finden, zurückfinden zu ihrem Gotte. Der Bürgermeister schloß mit dem Wunsche für das Haus und seine Insassen, daß es seiner heiligen menschlichen Aufgabe immer treu bleibe. Für die Unterrichtsverwaltung sprach nun Ministerialrat Dr. Fohr Worte der Begrüßung: „Möge dieses Heim der Liebe dienen, möge es seiner edlen Aufgabe ganz und voll nachkommen, möge es der Gemeinschaft dienen und mit dazu beitragen, alles Trennende zurückstellen!“ schloß Redner. Nun übergab in solenner Form der Präsident der Kultusgemeinde Dr. Friedmann das Haus in die Obhut des Obmannes der Kommission für die Versorgungsanisfcalt, Dr. Körner. Die Sängerknaben des Chores sangen die Bundeshymne. Nach der Feier besichtigte Bürgermeister Schmitz mit den Festgästen das Heim ©etterölüerfatmttlttttg her SulitiS SÖleittl 21. ©.?ludj 1934 befriebiflcuber ßtefd)äft3göitf| Unbcrönbcrte Sibtbeitbe ttt bet .f>öl)e tooit 8%i ^afivc 1934 ift e* triebet gelungen, bie ©efcljäfisergcbmffe auf bet bisherigen öö()c j$u halten. £te Untfä(3e, bet brutto* unb bet Jteingehnrm ftitb unbetänbetf ge* blieben. Xie 2lb|cf)teibitngen hntvfoen 6i3 ben höchft ^nläffigen Sähen borgenominen unb ba3 SBilan^bilb ift triebet außetotöentltdj Itquiö. ©3 trirb auch heuet eine 8%ige 2)i* btbenbe au3gefcf)üttet. 2)ie ©nttrtdilung bet; Äonjernnntetne^ntnngen iji ^uftieben* ffeffcnb; in einigen au3läribtfdjen .ton^ern* gefellfdjaften mürbe bet 21u3bau bes ©e* fdjäfteS mit eigenen Ulittdn fortgefefat bet bet (©enetalbetfammlung folgen* ben iBeriraltungstatfiijung mürben triebet? gemälzt: gum Sßräfibenten ÜteneralfonfuI Julius SDceinl, gum SBigepräfibenten $om* mcrjialrat SRatboIf $rau§. 35ie 2)iribenbe ift entmeöer bet bet £>aupt* Jaffa bet $uliu§ Sfteinl 21. (©., 2Bten, 16. 23eg., Sftaufeagaffe 59/63, beim 23anf* fjau3 Üu£, 231od) & ©o., SBten, 1. 23eg., $of)anne3gaffe 7/9, ober bei bet genital* europäifdjen Sänbetbanf, SBten, 1. Seg., föohenftaufengaffe 1/5, gegen ^Beibringung be§ 2)tbibenbenfcl}eine3 91t. 15, für ba§ $af)t 1934 ab 1. Februar 1935 gu beheben. * . * * bet SfnipM'Cfje be3 ^räfibettte« bet ©e* [efffchaft, bes §errn ©eneralfonful $ulm§ 9ftetnl, ift berüor,3u()e6en bet £>titmet§ auf bie außer* orbentlidje Sermefjning bet föartbefsbhtbentiffe auf ber gangen SBelt, ineldje in bet ghrm boit 3öÜcn, ©infufjrberbotcit unb 5>cri|enbefcbränfun* aen beit internationalen tpaitbel in fdjlintntfter Sßcife Beljtnöertt. abgelaufenen fjafjre Jjabert fidj btefe •lpirtbemi|fe 6ebauerlid)cth>etfc nod) bet* mehrt, fo bafj ba§ ^anbelsbolumen bet gangert Sßelt neuerlich einen ftarfen 9Rücfftf)Iag erfahren hat. 23ebor nicht bie groben 2Birtfd)aft§ntcicf)te mit gutem SBetfptel borangehen unb totebet auf bie1 Karen Stnteit internationaler 2ßirtfd)aft§fü.h* rung gutitefgtetfen, ift eine baiterhafte Seffetung bet 2isitirtj.d)aft§iatge nicht 5« erhoffen. 21n btefet ©teile batf bet gnnluetä nicht unter* bleiben, bafo e§ gerabe öfterreidj gelungen ift, bte bereits eingeführte Sebtfenbelüirtftfiaftung toiebec abjubauen' unb ftd) au§ btefet Reffet be§ SBirt* fdhaftsllebenä gu befreien; e§ loäre gu ioünfdjett, bafj e§ auch in bet Buhtnft beiffnelgebenb auf bent ©ebtef ber inneren unb aufreren SötrifdjaffS* politif toirft. und den neuen Zuibau, der zwei große Räume für Sieche und Räume für bewegliche alte Menschen enthält. Luft und Licht durchströmen die Säle, die den Blick auf den urtalten Baumbestand dos ältesten jüdischen Friedhofes gewähren. Liege- und Erholungsterrassen sind vor dem alten Trakt angelegt. Überall ist das Höchstmaß an Hygiene durch Licht, Luft, Sonne und Freundlichkeit erreicht. Bürgermeister Schmitz ging von Bett zu Bett und sprach mit den Männern und Frauen, die da,? Haus betreut. Er erkundigte sich nach;L.*m Be-: finden der Greise und Greisinnnen und sprach besonders lange mit der 9-Jiährigen Amalia R o 11 e r, die wohl die älteste Be-* wohnerin des Hauses ist. Zwei neue Bezirkskeime Samstag abends wurde das neue Heim der Bezirksßcktion IV/V (V., Rauslabgasse Nr. 2), und Sonntag abends das neue Heim der Bezirkssektion XVIII (XVIII., Wei-i marerstraße 7) eingeweiht. Diese Tatsachen' geben am besten Zeugnis vom Wachstum der allgemein-zionistischen Organisation in Wien. Über die beiden Eröffnungsfeiern werden wir noch berichten. Bte jüdischen Filmschaffen* den in Österreich Demnächst sollen neue Verträge zwischen den österreichischen Filmpraduzenten und den Vertretern Deutschlands vereinbart werden, durch welche sowohl das Verhältnis der österreichischen Filmerzeugung zum deutschen Markt als auch die Übernahme deutscher Filmerzeugnisse für den österreichischen Markt geregelt werden sollen. Schon jetzt, sind jüdische Filmschaffende in Österreich, wo auf den deutschen Markt Rücksicht genommen wird, stark in den Hintergrund g edrängt. Nun verlangen die Deutschen weitere Zugeständnisse, die ihnen geradezu eine Monopolstellung in der österreichischen Filmindustrie verschaffen würden. Die jüdischen Filmkünstler in Österreich würden auf diese Weise ganz dem Diktat der deutschen Herren ausgeiiefert werden.

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