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Die Stimme · 1935-01-18 · Heft 418 (18.1.1935) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 418 (18.1.1935)
Date
1935-01-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 DIE STIMME Nr. 118 — 18. J;iuner 15*35 RABENSTEIG^ HIMMELWORTOJ KOLLHERHOFC. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WÄSCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLIG! FÜHREND IN ETERNÄ- HEMDEN (von S 680 aulw.) ■ras. Krakau, 14. Jänner. (2. T. A.) Wie der JTA-Vertretcr erführt, hatdn.s Zentralkomitee der Revisionistischen- Partei in Polen mit Dr. Wdowinski a.n der Spitze am Freitag abends heenbeseh 1 os<s en. zu rü ck z u t renach mehrtägigen deten Beratungen teil. Die Generaldebatte In der General k batte vertrat Jach im* son (Boßsara.bien) die Position der Maximalsten und (sprach sieh gegen die Neigung der revisionistischen Leitung zu Kompromissen, wie sie in der Eröffnungsrede von Jabotinsky zum Aucslruok gekommen ist. aus. Dr. Steiner (Warschau) tritt okmfalls für die Fortsetzung der negativen Beziehungen zu der Zionistischen Organisation mvi zu England ein. Dr. C z o r t o k (Lemberg) fordert., daß sich die Revisionistische Konferenz als Kongreß proklamiert. Dagegen hält Lern er ('Warschau) den Frieden mit der Zionistischen Exekutive für gut. Auch Ing. A Ipern (Lodz) polemisiert, gegen die maxknali&tischen Redner und erklärt, das Primat der revisioivstisohen Disziplin bleibe in Kraft, eine Isolierung der revisionistischen Bewegung sei nicht wünschenswert. Legi n (Warschau) hält eine Föderation mit der Zionistischen Organisation für unmöglich Ben-Chorin (Palästina) verteidigt die 'Politik de<r revisionistischen Leitung ' C. K 1 a r m a n (Warschau) bezeichnet« das Friedensabkommen als einen politischen Er folg und erklärte, falls die Revisionisten zum Zionristenkongreß gehen, müssen eie sich dessen Disziplin unterordnen. Z-um Kon Kongreß aber könne man nur gehen, wenn eich dieser auf die Basis des Judenstaates stellt. Ben-Chorin (Palästina) verliest "ein Schreiben palästinensischer Revisionisten -an Ja.botinsky, worin Jabotineky ersucht wird, der Anarchie im Palästina-Revisionis mus ein Ende zu machen und die Maximalsten zur Disziplin an zuhalten. Dr. D r u k 6 (Polen) spricht für Rückkehr in die Zionistische Organisation und Wiederheranziehung Meir Großmans, Richard Lichtheims uni Robert Strickers. Jabotinßky ruft dazwischen: Niemand habe Großman a liege schlossen, er «ei selbst gegangen. ..Werden die Judenstaatler daß revisionistische Primat anerkennen, so «ei ihr Ort wieder an meiner Seite.“ Lus an a (Tunis) spricht gegen Frieden mit der Zionistischen Organisation. Brau n (Palästina) entwickelt die Ideologie der Maximalieten, wonach dem Präsidenten die uneingeschränkte Macht gehört. Die Mnxinialisten. schloß er, halten zu Aohi Meir. Die nationale Gewerkschaft Der Führer der Nationalen Gewerkschaft (Histadruth Owüim LetrniLm) E. Braun referierte über die rovusiomstirsche Arbeiterbewegung. Die Nationale Gewerkschaft in Palästina, engte er, zähle heute 5500 Mitglieder. Die linke HUtadruth könne »schon darum nicht flir sich dies ausschließliche Rocht zur Verteidigung der Rechte der jüdischen Arbeiter in Anspruch nehmen, weil in ihr auch arabi.se li e A r b e i t o r organisiert sind. Unter den breiten Mas-r-n der Histadruth bestehen starke Sympathien für die »Sowjetunion: die« könne sich gefährlich auswirketi, fall« es notwendig werden sollte, eino einheitliche nationale Front zu »schaffen. Wold würden dann Ben Gurion, Remez und andere ältere Führer mitgehen, die von ihnen erzogene Jugend aber nicht, denn diese Jugend sei in der Klassen-Ideologie befangen und gefährde so die Suprematie der nationalen Interessen und die nationale Eieheiitsfront. Jabotinslty über ökonomische Abwehr des Judentums der Woltkonforenz fung einer Off entliehen Transfer-Organisation wirke jedoch demoralisierend. „Nie“, sagte Jabotinsky, „habe ich von .zerbrechen1 di Histadruth gesprochen, ich sprach nur übe Brechung ihre« Monopols. Brechen mit allen Mitteln aber muß ma.n da« Tra.nsfer-Alikom men.“ Die Ziele des Keren Tel Chaf Auf der Sonderkonferenz des Koren Te Chaj referierte Jabotinsky über Ziele und Aufgaben dieses Aufbaufonds der Rovisio nisten. JaboMneky erklärt, nicht die Fonds sondern private Initiative baue Eroz Israel Unter großer Spannung der Woltkonforenz auf; die Fonds haben nur die Aufgabe, Be hielt Jabotinsky ein Referat über öko- [ dingungen zu schaffen, unter denen sich dii nomischo Abwehr de« Judentums. Er berich-; Privatinitiative in der gewünschten Rieh Ij Voraus muß man denken/ |t|; •;!ii!i;i!!ii;|j sidisichern — versichern .. Phönix il"-'! '!i|,| Allgemeine Versidherungs« liNü!l'hl! ' ij Oei.»Wlen(IX./Alierplah3 . |i|li tote über die Gründung einer zentralen Institution in Paris mit der Aufgabe gegeneckiger Informierung der Länder hinsichtlich der Zieh' und Mittel der ökonomischen Selbstverteidigung gegen Nazi-Deutschland. Den Beschluß der Londoner Anti-Hit.ler- Boykott-Konferenz zur Schaffung eine« Zentrnlbüros hält Jabotinsky für nicht befriedigend; man m(is«e eine stabile Weltzentrale schaffen. Der Prager Ziouistenkongreß habe der Boykottaktion einen schworen »Schlag versetzt, die Revisionisten »sind es. die die Ehre das .Judentums gerettet haben. Zur Frage de« Transfer« Palästina—Deutschland erklärte Jabotinsky, wohl könne man nicht« gegen einen Juden sagen, der sein Voraus Deutschland rettet, die Schaf- ( ö mögen ttmg entwickeln könne. Koren Tel Chaj müsoo vor allem die Nationale Gewerkschaft dann aber auch die Umwandlung der Juden in ein Seevolk fördern. Die wichtigste Auf gäbe aber bleibe die Versorgung der Land a.rbeiter mit eigenen Wirtschaften mindestens filr die zweite Hälfte ihres Lebens. Indom die Revisionisten für den Tel Chaj.Fonds arbeiten, wollen sie keinem anderen Fonds Konkurrenz machen. (Das ist unmöglich, die Konkurrenz besteht. Die Red.) Unter Vorsitz von Frau Hausmann fand eine Beratung der Revisionistischen Frauen Organisation „Veref“ statt. Es wurde ein Generalßokrf'tariat. in Wien unter der Lei tung von Frau v. Weisl und Frau Kreite geschaffen. Palästina meldet: na Zehn Millionen PJund 1934 ln Palästina investiert Jerusalem, 16. Jänner. (2. T. A.) Wie der ITA mitgeteilt wird, sind nach provisorischen Schätzungen etwa z e h n M i 11 i o n e n P f u n d S t o r 1 i n g im Jahre 1934 in Palästina investiert worden; davon in städtischen Bauten 4,500.000 Pfund, in Bauten in den Kolonien 800.000 Pfund, in Orangenplantagen 1,600.000 Pfund, in anderen landwirtschaftliche Kulturen 250.000 Pfund, im Transportwesen 1,000.000 Pfund, der Rest in Bodenkäufen, öffentlichen Arbeiten in Tel-Aviv u. dgl. Die Kapitalsijivestitionen im Jahre 1934 sind gegenüber 1933 be d eutend ges ti egen. TebAviv protestiert gegen die Ausbürgerung Achi'Melrs und Dr. Yevins Tel-Aviv, 16. Jänner. (2. T. A.) Der .Stadtrat von Tel-Aviv erhob in einer Resolution Protest gegen die Verfügung de« Einwanderurigsamtes der Palästina-Regierung, durch die Abbi A c h i - M e i r und Dr. Y e v i n die palästinensisch e Staats I) il r g e r s c h a ft a bgesproc h e n wird. Histadruthde'egierte bei den Chaluz - Transporten Die „Palcor“ meldet aus Jerusalem: Um die »Sicherheit zu haben, daß der größte Teil der neuen, nach Palästina komm enden Chaluzhu auf landwirtschaftliche Arbeit geht, beschloß die Einwanderiingszontrale der Histadruth, daß die nach Palästina reisenden Chaluzi/m in größeren Gruppen l>ofOrdert werden sollen. Hiebei wird jede Gruppe auf dem »Schiff von einem palästinensischen »Sonderdolegierton bogloitot werden, der den Ghaluzim bis zum Hafen, in dem sie die Schiffe besteigen, Konstantza oder Triest, ontgegenfaliren wird. Der erste Delegierte, ein Mitglied der landwirtschaftlichen Zentrale d e r H i s t aruth, ist bereits nach Konstantza einer Gruppe von OhaJuzim ontgegongefahren, die vou Polen und Galizien mit dom am 2. Jänner abgehendon »Schiff ankomtnon werden. Es handelt sich, wie man erkennt, nicht um unparteiische Vertreter der Exekutive, sondern um Organe der Histadruth, die die Ziele Ihrer Partei verfolgen. Die Exekutive wird gegen di wen Unfug ein,schreiten müssen. Wir sind davon überzeugt, daß eine Beeinflussung der Ohaluzim, tun sie von der Landflucht abzuhalten, notwendig ist. Während otner kurzen Seereise kann daß aber nicht geschehen, sondern nur durch eino systeraa tische, ideologische »Schulung in der Galuth Dort haben allerdings, wie die traurigen Erfolge beweisen, dio Soh'lichini der Histadruth versagt, was jetzt auf den »Schiffen durch neue Abgesandte der Histadruth geschehen soll, ißt gekirnter »Soolenfang. Ausländische Kredite für die Baubewegung in Paläst na Jerusalem. (Palcor.) Auf einer Pressekonferenz in Tel-Aviv teilte Herr A. S. II o o f i c n, der leitende Direktor der Anglo-Palostine Batik sowie ihres Tochterinstituts. de.r Allgemeinen Pa lästinensiisehen Hypothekenbank, eino Reihe sein wichtiger Einzelheiten über die Erhöhung und Verbilligung des IlypoMirkarkredits in Paiästina mit. Für die vor einigen Jahren durch den Keren Hajessod und aus «einen Fonds bei der Anglo-Paiestine Bank gegründeten Hypothekenbank hat sich jetzt der Geldmarkt der Lon d oner City geöffnet. Eino große englische Bank, so erklärte Herr Iloofien, hat cs übernommen, der Hypothekenbank jeden Betrag,. den sie für die Gewährung von Ba.iikroditen in Palästina braucht, zur Verfügung zu steilen. Sollto eich die Banbewogung im Lande i.m Jahre 1985 in dein Maße verstärken, daß das einheimische Kapital für Ilypot.liekonkredito nicht ausreicht, «o ist daß englische Kapital boroiit, joden Kredit zu i n v oorforderlieheu stieren. Die Hypothekenbank hat in den letzten beiden Jahren eine sehr rasche und starke Entwicklung erlobt. Die Obligationen der Bankwurden in diosor Zeit für mehr als 800.000 Pfund verkauft. Auch das Grundkapital der Bank ist von 80.000 Pfund auf 200.000 Pfund gestiegen. Die Hypothekenbank hat jetzt beschlossen, eino Konversion ihrer Obligationen votrzunohmen. Ai» Juli 1935 wird sio für die Obligationen statt 7% nur ö% jährlich zahlen. Die Bank wird fomer dio Zinsen, dio «io für Hypoth kredit nimmt, verbilligen. Die Bank ist bereit, jeden Hypothekarkredit in größtem docken. »Sie wird auch die genösse ns c h u f 11 i o h o Bau b e worb u n g fördern. Filr den Aufbau der Wohnviertel in der Haifa Ba.y hat sie beschlossen, einen Kredit von 100.000 Pfund zu gewähren. Die Aktienmohrheiit der Hypothekenbank beflnlekar- Bedarf Umfang an zu det sich im Besitz der Anglo-Pa.lestino Bank. Die Bank zahlt jetzt ihren Aktionären eine Dividende von 6%. Die Verbilligung des II y p o 11» ekarkredits in Palästina und die weiten Möglichkeiten für die Heranziehung ausländischen Kapitals für die Baubewegung Palästina« wird von den Wirtschaftskreisen des Landes als Wirkung der ersten Ausländsanleihe für die Jewish Agency angesehen. Auch die englischen Kredite für die Hypothekenbank wurden durch Vermittlung der gleichen Personen erzielt, die bei der Realisierung der Anleihe für die Jewish Agency mitgeholfon haben. 25. Schuljahr Tel. U 43-4-37 Neues Wiener Konservatorium Muslkverelnsjjebäude, l„ B'dscndorterstraßo »2 l'nt<*rriiMit Iti (»Vsan^, Klnvf^r und idh'n Or>*»]A.«t»*rinotrTiin»’ii((!ii von (J('n crsli'n Anl'iiiiffeu l»iü /ur lil.nstIcrisclion A'js* hihlunfr. K i g »• n » K i » d « r »» b l e i I u il x. AnmeUliins»m und AuJmUiinsiirtllnnf,' tii^lich vor- und nncliniittAffs u 11 hschlii’Ulich im Sltisikvorolnnirehaiirle. Hacfescharah fSr Allgemein- Zionistische Chauzim Der Hecha.lnz Haklal Zioni in Wien hat. die Möglichkeit, .80 C h a 1 u z i m gegen mäßige Vergütung für Koßt mid Quartier auf einem in jüdischem Besitz befindlichen. Gute in S ü d t i r o 1 unterzubringen. Der Gutshof befindet sich in der Nähe Bozens in gesunder und landschaftlich prachtvoller Lage. Die Ghaluzim werden unter Leitung eines Agronomen Landwirtschaft, Gärtnerei und W o i n b a u praktisch erlernen. Ein Lehrer für Hebräisch und Englisch wird vom Gutsbesitzer beigestellt. Interessenten mögen sich sofort beim Ileclialiiz Haklal Zioni, Wien, IL, Innstraße 6, melden. »Sprechstunden täglich außer Samstag von 10 bis 12 Uhr vormittags. Kinoprogramme der Woche KREUZ-KI i., Wollzcil Ift Tel. K 24-2-IG ATom 18. bis 21. Jlinner 1035 Beginn: 4, •/4ß, '/s8, V4IO Uhr eopoidstddter l/olkskino II. UuiunsternuiiHBu Telephon K 49-0-23 Vom 18. bis 21. Jänner 1935 mit Franslska Gaal WochonluRB V,ß. ’/«8, */*I0 Uhr. Sonn- und lolertnRs V,4 Uhr Rochus-Kino Ein Landstr. Hauptstr. 25/27 rl olephon B .53-0-92 Am 22. und 24. Jlinner 1935 (In deutscher Sprache.) WocheutiigSs ’/iO. 7, 9 Uln , Sonntags: '/A VA 0 Uhr 'CHAFFER-KIHO Vom 18. bia SIIIy-Micky VI., Mar’aliilferslraPe 37 Telephon B 20 203 Vom 18. bia 21. JUnnui 1935 Beginn : %4, '/40. ‘/*8, 1 JO Uhr IX., WäiiringcrHtrulle 12 Telephon A 18-3-90 Vom 18. bis 24. Jilnnoi 1036 UotlvporK-Kino Vom 18. bis So endete eine Liehe mit Paula Wessefy Täglich: 4, V, %S, V410 Uhr

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