Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 417 (15.1.1935)
- Date
- 1935-01-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
- Aleppo 1× ep/1047811
- Beirut 1× ep/1047833
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Saite 4 PIE STIMME Nr. 117 - 1.’. .Tännor 1933 keiner W teilung i Aü'enrv f :r ihr»' Vn-pflichtim» «■'r >'u. Die Vf-r* Zertifikat»: durch die Jc\vi«h ungcn'r.ht und vmi politis»’h»'n R-'u-.'^o-riindiui diktiert. Das Z-rtitikat wird als Prämie für Parteiinitglb'Ml'rliaft und für treu»? Wahlergiffolgsrhaft g^m'-lxm; durch »hm Knmrrt'ß criiii.lt mau ja di>‘ Zortitiknteschlüssc!. Darum baßen vb'V junge [mute aus dem ».ndcrtui Ir. die zuLt/.t ins Land kamen, geringen Wert für den Aufbau. Anders die Beta,r-.Tugend. <lie bd d*>r Z"ri.ifikat>'\-erteilung so .-ehr bimaditeiligt wird. Mnv-hovieh e.rkliirte. zweck« Vergrößerung der Ein wa.ni lern ngsiin'mdielik'dt eti wnlen sied die IJevisionisten aller Mittel bedienen; denn eine große r»'v.isi»>ni«ti«di»’ Ali ja «ei die Dniniilaire für den Anfltau des jüdf-chen 8laate< /ai bebten Seiten des Jordan. Hierauf referierte Ing. Seheskin über Gegen wa rf «arten t mit Union un« 1 I’rof. A. K.ulisdier über juristiise-he und konstitutioindle Grundlagen der revisionistischen Bewegung. Brit-Trumpetdor-Kanferens beendet Palästina meldet: Jiinner. (?.. T. A.) de< Brif Trumpei- Krakau, Die II. Welt.knnferenz dor wurde nach Annahme von Beschlüssen über Organisation. Iladisoharah und Alija beschlossen, für die Pcssach-Tage 1030 nach Palästina eine Musikorkonferenz einzuberufen, an der sich 1000 Sänger und Musiker beteiligen sollen. Dr. Weizmann über die heu• tige Einwanderung Jerusalem, 6. Jiinner. (Z. rJ'. A.) Di', ( haim \V e i z m a n n, erklärte dein Redakteur des ..Dnar Uajom'b die gegenwärtige Palästinaeinwanderungsbewegung bringe ueben < ’haluzim und anderen konstruktiven Kräften auch Elemente ins Land, die vom Standpunkt des Aufbaus des Na tionalheims als u n o r w fi n s e h t gellen können. Die unverhältnismäßig stark»; L rb a n i s i e r u n g Palästinas sei außerordentlich zu bedauern in einer Zeit, wo die Industrialisierung mit der Entwicklung des Palästinasmarktes »Schritt halten muß. Mein Ideal für den Palästina-Aufbau, sagte Doktor Weizmann, ist (las Entstehen eines Bauerntums mit einem hohen durchschnittlichen Lebensstandard, wir; z. B. in Dänemark; ein solches Bauerntum erst schafft die natürliche Basis für die Entwicklung der Industrie. Die jüdischen Flüchtlinge ln London London, 0. Jänner. (Z. T. A.) In London hat. sich eine Gesellschaft für jüdische Wicdernnsiedlung registrieren lassen, die als ihr Ziel angibt, jüdischen Flüchtlingen zu helfen, sich wieder seßhaft zu machen. Zu den Direktoren der neuen Gesellschaft zählen Sir Robert Waley Cohen, Otto H. Schiff, Leonard G. Montefiore und Miß F. Cohen. Kinoprogramme der Woche KREUZ-KINO i., WollzeU* lt TeL R 24-2-16 Vom 15. bis 17. Jauner 1835 DER BRENNENDE STROM Beginn: 4, */4B, ‘/s8. ‘/410Ubr UODOWstBdter VolksKino 11. Holenaterngaese Telephon R 49-0-23 Vom 15. bis 17. Jänner 1935 mit Franziska Gaal Wochentags V,6. '/t8, '/,10 Uhr, Sonn und feiertags V,4 Uh, III., Landstr. Hauptstr. 25/27 Telephon B 53-0-92 Am 16. und 16. Jänner 1935 Rochus-Kino Am 16. FRASOXJITA Ah 17. Jännet 1035 Jugenddorf Tel-Chaj Für jüdische Kinder aus Deutschland Jerusalem. Eine Gruppe jüdischer Kinder aus Deutschland im Alter von fünfzehn bis siebzehn Jahren, die in Kürze durch die Abteilung für die Ansiedlung deutscher Juden bei der Exekutive der Jewi&h Agency nach Palästina gebracht werden, wird in Tel- C ha j angesiedelt werden. Pie deutsche Abteilung der Jewish Agency hat bereits mit der PICA, der der Boden und die Gebäude von Tel-Chaj gehören, einen Pachtvertrag auf 22 Jahre geschlossen. Die Kinder aus Deutschland werden in Tel-Chaj unter der Aufsicht der benachbarten Kwuz3.l1 Kefar Gileadd stehen, die ihnen bei der Einordnung in die Wirtschaft helfen und sie zur landwirtschaftlichen Arbeit anleiten wird. Die deutsche Abteilung der Agency hat einen Betrag von 1000 Pfund in die Wiederherstellung der alten Gebäude von Tel-Chaj und in die Installation der dortigen Bewässenmgisanlage investiert, um die Siedlung . den Bedürfnissen der Gruppe anzupassen. Die Gebäude Tel-Cbajs waren während der ganzen Zeit seit den Ereignissen des Jahres 1920, als dort Josef Tnimpeldor und seine Freunde fielen, verlassen. Nur der zu Tel-Chaj gehörige Boden wurde durch die Kwuzah Kefar Gileadi bearbeitet,. Jetzt wird Tel-Chaj wieder errichtet und in eine landwirtschaftliche Siedlung für die jüdischen Kinder aus Deutschland verwandelt werden mul libanesische Abgeordnete sollen sich für die Konzessi.onsertc.ilu.ng an die Juden verweinten. die in »lern Erwerb, der Entsumpfung uii'l dom Wiederverkauf d»'s Gelätnte« Ivstidit. Für da.« Projekt sind 170 Millionen Francs Unkosten vorg»'.«»'hen. Eine jüdische Andedlung in diesen Gebieten ist ins Äugt' gefaßt. Ferner vi.nl berichtet, das elsiissischc Juden inn Libanon 12.000 Dtmn.ni Land für 45.0(10 türkische Goldpfund (etwa 75.000 pal. Pfun^P a.us arabischer Hand erworben hätten, um dort Landwirtschaft nach modernen Prinzipien zu treiben. Adoif-Stand-Komitee in Tel-Aviv Tel-Aviv, 11. Jänner. (Z. T. A.) In einer in Tel-Aviv a.bgehaltmnm Versammlung zionistischer Persönlichkeiten, die früher in Galizien ansässig waren, ist beschloss en worden, die sterblichen Beste des 0I1 e m al ige n ös t e r r ei eh i s»di en R e»i eh s ratsabgo - ordnetejn Adolf »Stand von Wien nach P a 1 ä s t i n a z u il b e r f ü h r e n. In der Versammlung wurde darauf hingowiesen, daß nach »Stands Tod eine Sammlung zur Errichtung eines „S t a n d - D 0 r f e s” in Palästina durohgeführt wurde. Die gesammelten Gelder wurden (lern Jüdischen Nation a 1 f0nds übenviesen. Frauenecke Wettkonferenz der Wlzo Die 8. Weltkonferenz der Wizo findet vom 24. biri 31. März 1035 in Tel-Aviv statt’. Diesem Ereignis sieht man in weitesten Kreisen mit allergrößtem ltitere>sse entgegen uwl es sind bereit.« zahlreiche Anmeldungen von Delegierten und totsten zur Teilnahme an der Konferenz und der zu ermäßigten Preisen arrangierten Palästina-Reise eingelaufen. Ein»' besonder« »-tarko Wizo-Delegation ist aus Südafrika und aus England zu erwarten. V'or der Konferenz findet unter Führung der Wizo vom 11. bis 18. März eine Tour durch das Land statt, die allen Teilnehmern Gelegenheit geben soll, wesentliche Gebiete und Einrichtungen de« Landes und die verschiedenen Arbeitsgebiete der Wizo und ihr»' Institutionen kennenzulernen. Bei genügender Nachfrage können vor oder trn Anschluß an die Konferenz weitere WizO- Touren arrangiert, werden. Alle Einzelheiten im Zusa.mnrcnlia.ng mit, der 8. Wdtkon.fercnz der Wizo in Tel-Aviv »sowie Programm und Preise der Reise und Tour fiir Delegierte und Gäste werden auf Anfrage von der Londoner Zentrale der Wizo gern mitgeteilt. Verlegung syrischer Baumwollwebereien nach Palästina Tel-Aviv, 14. dünner (Palnews). Wie die syrische Fros»«e mit teilt, haben zwei große Webcreifahrikanten aus Aleppo nach Damaskus die Absicht, ihre Fabriken nach Haifa zu Vorlegern, um von der zollfreien Garneinfuhr zu profitieren und deu syrischen Markt wahrscheinlich von Haifa aus zu be liefern. mit Boris Karloff Wochentags: Vt8, 7, 0 Uhr. 8onntags: */«l, */»*. V«8, 0 Uhi SCHAFFER-KINO VI., Mariahilferstraße 37 Telephon B 20-203 Vom 15. bla 17. Jänner 1935 N e ues P r o g r a Beginn : %4, 1*6. */*8, ‘ ,10 Uhr Heimat-Kino ^Telephon aTbO-^O1 9 Vom 15 bla 17, Jänner 1035 Neues Pro g ra Wochentag: 5, 7, 9 Uhr, Sonn u. Feiert, ab 3 Uhi (X., Wöbrlngerstraße 12 Telephon A 18-3-96 Vom 15. bla 17. Jänner 1935 Uotlupsfk-Kino Vom 15. bla Viva Villa Täglich i 4, %6, VA V4Q Geringfügige Arbeiterelnwande rung im November Jerusalem (Palnowm). Im November wurden insgesamt 5054 Einwan»Ierer registriert, von denen 554 als Touristen ins Land kamen und nachträglich alß Einwanderer zugelassen wurden. Unter (len selbständigen Einwanderern befinden sich 517 Kapitalisten mit mindestens 1000 Pfund und 116 Handwerker. Die Arbeitereinwan (lerung beläuft sich nur auf 692, so daß auf einen Kapitalisten nur wenig mehr als ein Arbeiter entfällt, während in den vorange gangenen Monaten des Jahres 1934 auf einen Kapitalisten wenigstens zwei bis drei Ar beiter entfielen. Jüdische Konzession in der Amolt1 ebene und Landkäufe im Libanon Jerusalem, 11. Jänner. (2. T. A.) „Lr. Commerce do Levant“ meldet, daß mehrere jüdische Grundstückmaider aus Haifa sieh bei der Regierung de* (im Rahmen der syrischen Republik selbständigen) Sandjaks Alexandrette, um die Übernahme der Konzession der Entsumpfung des Airiokgebietes, ganz im Norden Syriens in der Nähe der türkischen Grenze, bemühen. Der Antrag auf diese Konzession sei bereits im vergangenen Sommer an das Auswärtige Amt in Paris gerichtet worden, das seinerseits die Angelegenheit dem Oberkommissar in Beirut zur Erledigung zuloitete, Syrische Palästina-Import und •Export Jerusalem, 9. Jänner. (Z. T. A.) Dor offiziellen Wirtscbaftssfcatistik ist zu entnehmen, daß im Monat, Juli 1934 der Palästina-Import sich aui 1,143.000 gegen 913.000 Pfund im Juli 1933 belief. Der Export im Juli» 1934 betraf einen Wert von 49.000 Pfund gegen 51.700 Pfund im Juli 1933. Das bedeutet, eine starke Ver vddfacbung des Imports bei gleichzeitiger Verminderung des Exports, wobei freilich zu berücksichtigen ist, daß in die Importziffer dio eingoführten Kapitalien eingeschlossen fcind. Bedeutende Steigerung der Zoll einnahmen der Patästina-Regie rung Jerusalem, 9. Jänner. (Z. T. A.) W ic au* dem soeben veröffentlichten Bo rieht des Hauptzollamtes der Palästinaregie rung hervorgeht, sind die Zolleinnahmen die den größten Teil der Einkünfte der Palästinaregierung au «machen, im Jahre 1934 um fast 900.000 Pfund, nämlich auf 2,927.000 Pfund gegenüber 2,071.370 Pfund im Jahre 1933 gestiegen. 1932 betrugen die Zolleinnahmen 1,511.149 Pfund; 1931: 1,169.924 Pfund; 1930: 1,234.957 Pfund; 1929: 1,161.950 Pfund. Produktionsverlegung am Toten Meer Die Palostinc Potatdi Company, über deren Kapitalorhühung vor einigen Monaten bereits berichtet wurde, soll beabsichtigen, den Schwerpunkt dor Produktion von der Nordzur Südspitze des Toten Meeres zu verlegen, da der Minoniliengohalt im südlichen Teil des Toten Moore« ein höherer als im nördlichen ist und die Produktionskosten an der SUd«pitze «ich infolgedessen verbilligen. Die Maßnahmo dürfte im Zusammenhang mit der Rollo stehen, die A k a b a in Zukunft als Exportbasi« für dio Produktion de« Toten Moores zu ged acht ist. England entfaltet in Akaba im Stillen große Aktivität. Die vorkchrspolitische Bedeutung, die dem Ausbau Akaba»« beigomessen wird, kommt auch in dem Besuch zum Ausdruck, deu dor High Commissioncr in den Woihnaohtstagou Akaba per Flugzeug abstattete. (Palnews.) pM Gdud ririm und Hedialuz Haklal Zioni Sonntag, den 20. Jänner i93), um 10 Ohr vormittag Schäfer-Kino, VC., MarlahlllepStraße 37 ,EI-Hattesth‘, l! (unter an 4 er am 30 Minuten „Neues PaüUulna*') Karten erhältlloh: Zion. Undeskomlteoi I., Maro-Aurel-Straße 5, Helm Gdod Z’lrim, II., Unt. Augartenatr, 26 Zonistisdier 1 Ada Fishmann in der Wizo*); Es wnr beglückende Wirklichkeit, Ada F i s b m a n n in der Wizo sprechen zu hören. Ein ganz großer Genuß, ihren interessanten Ausführungen folgen zu können. Sie, di eso frisch-frohe Erscheinung, angeweht vom ewigen Frühling palästinensischer Gefilde, mit, der Glorie des einzigartigen Heroismus der ersten Chaluzotb unserer Renaiissance-Bewegung, dieser Epoche voll glühender Begeisterung, wahrem Idealismus und unnachahmlicher Selbstdiszipliniertheit, AU das Winkt aus den klugen, sinnversponoenen Augen Ada Fishmanps. Mit Inbrunst, Demut und Glaubensstärke in der stolzen Soeje verkörpert sie den Inbegriff einer Trägerin des jüdischen Freibeitsgedanken*. Einer geborenen Führerin. Unermüdlich kämpft sie für das Recht der Palästinenserin, strebt sic nach zeitgemäßer Umstellung weiblicher Berufe. Sie proklamiert das Recht der jüdische» Frau auf Mitarbeit am gesamten Aufbau unserer neuen Heimat, In ihrem 1930 von der Monzath Hapaoloth und der Wizo herausgegebenem Werk „Die arbeitende Frau in Erez Israel“, bewundern wir ihren schöpferischen Geist wie auch ihren großen Anteil an kulturellen und wirtschaftlichen Erfolgen in Erez Israel. Harte Jahre der Arbeit sind Rückschau der noch jungen Frau. Zäh ontschlo.ssen und zielbewußt, schreitet sie mutig vorwärts. Ihrer bereits imposanten Schar von Jüngorinnen inspiriert .sie heiligen Eifer, Tatkraft und heiße« Wollen. Magie ihrer Persönlichkeit. Und gradlinig ist ihr Weg. Deshalb fordert auch Ada Fishmann nur gerade Wege für dio Einwanderung der jüdischen Frau. Bloß keine Schliche. Keine Schein-Ehen! Freimütig, gehobenen Hauptes, wie es ihrer Würde zukommt, soll unsere weibliche Jugend nach Zioni Und schon schüttet sie wie aus einem Wunderfüllhorn eine Extrazahl von Zertifikaten für diese Jugend aus. Doch findet sie leider nur ganz mangelhaft ausgehildote Aspirantinnen in der Galuth vor. Bei aller Nachsicht, die sie großmütig übt, ist sie in Staunen versetzt. Um ihre Lippen spielt ein wundersames Lächeln. Wie ist es möglich? Diese Mädchen wollen in ihr Mutterland ohne Muttersprache? Sie wollen Kulturträgerinnen werden ohne elementarste Begriffe von Wirtschaft und Hygiene zu besitzen? Das ist beschämend für uns. Um diese Schande abzustellen, richtet Ada Fishmann ihren Appell an alle. Ihre großo und unerbittliche Forderung! Es muß ganze und ernste Vorboroitungsarbeit in der Diaspora getan werden. Vollkommen auagebildet und mit dem perfekten „Jorltha sollen unsere künftigen Zionistinnen ins gelobte Land! Mädchen und Mütter müssen zur Kenntnis nehmen, daß der Ernst unsorer Situation keine Experimente duldet- Unsere Arbeit fordert ganzes Können, ganzes Wissen, vorbildliche Leistungen. Palästina läßt mit sich nicht handeln, feil,sehen. Und richtig ausgobildete Spezialistinnen, wie Gärtnerinnen, Agronominnen unii dergleichen finden jodorzeit, gute Unterkunft Ottilie Gröbl. *) Wegen Raummangela verspätet