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Die Stimme · 1934-12-21 · Heft 411 (21.12.1934) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 411 (21.12.1934)
Date
1934-12-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 DIE STIMME Nr. 411 — 21. Dezember 1034 3xBERGMANKU (RABENSTEIGjä „HIMMElPfORTG. 5 KÖLLHERHOFG. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WASCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLIG! FÜHREND IN ETERNA-HEMDEN (von S 680 aufw.) in so besonderem Maße widmet, ist für die gesamte Entwicklung im Aufbau des jüdischen Landes von weittragender Bedeutung und rechtfertigt jede mögliche Unterstützung durch alle maßgebenden Faktoren. Es bleibt die große Aufgabe der Wizo nach wie vor, in diesem Sinne für die Hnchschnrah der Mädchen in der Galuth zu sorgen. Frau Fishmann hofft, daß ihre Besprechungen und Konferenzen mit den Führerinnen der Wizo auch hier in Wien von segensreicher Wirkung begleitet sein werden. Zum Schluß teilte noch Frau Fishmann mit, daß die nächste W e 11 k o n f e r e n z der ..Wizo“ im März 1035 erstmals in Palästina zusammentreten wird. Im Mittelpunkt der Beratungen, glaubt. Frau Fishmann, werden Fragen der Gegonwartsnrboit. der Wizo in der Galnth, der Arbeit zur Produktivierung der Frauenberufe sowohl in den Galuthländern als auch in Palästina, fern« r die Beziehung der Wizo zur Chnluzbevpgung stehen. J. R. ¥ Frau Sophie Löwenherz von der Wizo- Zentrale nach Palästina eingeladen Im Zusammenhang mit der im März zusammentretenden Weltkonferenz der Wizo hat Frau Fishmann während ihres Wiener Aufenthaltes im Namen der Palästina-Zentrale der Wizo Frau Sophie Löwenherz eingeladen, schon im Jänner nach Palästina zu kommen, um an der Ausarbeitung des Arbeitsprogrammes der Weltkonferenz, insbesondere in bezug auf die Frage der Mädchenhachscharah, teilzunehmen. PALÄSTINA MELDET: Die schwedische Kronprinz zenfamilie in Palästina Der schwedische Kronprinz, die Kronprinzessin, die Kinder des Kronprinzenpaares und das gesamte Gefolge der Kronprinzenfamilie besuchten am 14. Dezember die jüdische Kolonie Nahalal im Emek Jezreel und wurden dort von Führern des Jischuw und der gesamten jüdischeg Bevölkerung des Distrikts herzlich begrüßt. Die Ivronprinzenfamilie besuchte u. a. auch die Mädchenschule der Wizo, eine private jüdische Farm und plant auch den Besuch anderer jüdischer Siedlungen. Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem besuchten die Gäste am gleichen Abend das hebräische Theater II ab im ah. Es wurde als Festvorstellung der „Ewige Jude“ gegeben. Das Theatergebäude war mit der schwedischen, der englischen und der jüdischen Nationalflagge dekoriert. Nach Schluß der Vorstellung, der auch der lligh Commissioner General Sir Arthur W a u c h o p e mit den höchsten Beamten der Regierung als Ehrengäste beiwohnte, wurden die schwedische, die englische und die hebräische Hymne gespielt. Der High Comrnissioner hat im Zusammenhang mit dom Besuch der Kronprinzenfatnilic in den jüdischen Kolonien 100 Pfund für konstruktive Arbeit im jüdischen Kinderdorf M e i r S h f e i a gespendet. Zwei Jahre Gefängnis für einen jüdischen Koloniewächter Das Kreisgericht von Nablus hat unter dem Vorsitz des Richters C r e s s a 1 und unter Mitwirkung von zwei arabischen Beisitzern den 20jährigen Wächter von Beth Alpha, II i 11 e 1 G1 a s e r, zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er am 31. Mai d. J. zwei Beduinen, die ihre Herden auf die Koloniefelder getrieben hatten und Glaser angritfen, als er sie zum Verlassen des Gebiets aufforderte, durch Flintenschüsse verletzt hatte. Einer von ihnen hatte eine schwere Verletzung an einem Auge, der andere eine leichte Verletzung davougetragen. Die Verhandlung gegen zwei andere jüdische Wächter wurde vertagt. Der Richter erklärte, dem Gebrauch von Schuß-1 wallen müsse entgegengewirkt werden, I freiem Fuß belassen. .Man fürchtet, daß das Gegen Gesetzesverletzungen einzuschreiten Urteil von Beduinen als Aufmunterung, ihre sei Sache der Polizei. Glaser wurde gegen I Herden auf jüdischem Boden zu weiden, unfeine Kaution vou 200 Pfund vorläufig auf •' gefaßt werden wird. Jüdische Nationalversammlung in Palästina Jerusalem, 19. Dezember. (2. T. A.) ln der Sohlußbagung der Assefath H a n i w c h a r i ni, der dritten seit der Ein-etzung der britischen Mandats Verwaltung g e w ä h 11 e n j ii d is c h e n N a t i on a 1 v «> r s :i m m hing Palästinas, fiel es auf, daß die Delegierten nicht nach Parteigruppen geordnet saßen. Allgemeine Zionisten, Sephardim, Jemeniten und Arbeitervertreter hatten vereinigt Platz genommen. Dr. Waechitz von der revisionistischen Partei und Rabbi Ostrowsky von der Oppositionsgruppe des Mtsraohi saßen gemeinsam an einem kleinen Tisch. Wenn auch diese Sitzordnung durch die Beschränktheit des Raumes bedingt sein mochte, wurde sie doch als ein Anzeichen der friedlicher gewordenen innerjüdischen Beziehungen aufgefaßt. 200.000 jüdische Wähler Im Rechenschaftsbericht des Waa.d Lcumi wurde an gekündigt, daß an den 'Wahlen zur nächsten Assefah, die in einigen Monaten nach einem Zensus der passiv Wahlberechtigten vorg'enommen werden sollen, voraussichtlich etwa 200.000 erwachsene Mitglieder der Knesseth Israel beiderlei Geschlechts teilnehmen werden. Allgemeiner starker Beifall begleitete die Glückwünsche, die Ben Zwi an J. Amikam anläßlich des ersten Erfolges seiner Aktion für die Einführung der hebräischen Schrift in den Telegrammverkehr Palästinas richtete. Nachdem auf Grund eines von David Remez im Namen der Permanenzkommission erstatteten Vorschlages in das Präsidium der Tagung Frau Rathschewa H a i k i n und die Herren Joseph S p r i n z a k, Rabbi Asaph und Dr. Benzion Mossinsohn gewählt worden waren, übernahm der letztere den Vorsitz und bat auf Wunsch eines revisionistischen Delegierten den Direktor des Keren Ha.je^sod Leib J a f f e, der Versammlung Mitteilungen über die Aktion zur Schaffung einer Rothschild-Godächtnis-Siedlung zu machen. Eine Resolution zu diesem Gegenstand wurde der Permaiienzkommission überwiesen. Das Budget Das hierauf von Elijahu B e r 1 i g n e vorgelegte Budget für das Finanzjahr Oktober 1934 bis September 1935 sieht E i nn ah men in der Höhe von 113.171 und Ausgaben in der Höhe von* 122.841 Pfund vor, darunter 93.525 Pfund für Erziehungsarbeit; dieser Posten setzt sieh aus folgenden Einzelbeträgen zusammen: 28.000 Pfund Regieruugszusoiiuß, 20.000 Pfund Zuschuß der Jewish Agency, 42.175 Pfund aus Beiträgen der lokalen Bevölkerung und 3350 Pfund von der Pica. Für Sozialarbeit ist ein Beitrag der Jewish Agency in der Höhe von 3000 Pfund für Einwanderer aus Deutschland in den Voranschlag aufgenommen. Dr. A. K a t z n e I s o n berichtete über die Verhandlungen mit der Regierung betreffend die Beihilfen für jüdische öffentliche Dienste und die Schwierigkeiten, die sich hiebei ergaben. Miß Henrietta S z o 1 d befaßte eich mit den Problemen der sozialen Fürsorge für arme und zurückgebliebene Kinder und jugendliche Verbrecher. Unter Beifall erklärte Miß Szold, daß sie diesen Ausdruck nur zögernd gebrauche, denn „die Verbrecher sind wi^“. Sie trat für die Schaffung weiterer Einrichtungen für solche Jugendliche ein, da auf diesem Gebiete von der Regierung selbst nicht genügend Vorsorge getroffen wurde. Über den Rahbinischen Rat berichtete Rabbi O s t r o w s k i. Aus der jüdischen Presse Der wieder aufgelebte russische Terror mit seinen vielen Hinrichtungen erweckt das Mitgefühl der Kulturwelt. Das summarische Verfahren in Rußland erinnert an den 30. Juni in Deutschland, und beides zusammen ist symptomatisch für die barbarischen Methoden, die in diesen Tagen der Unruhe möglich sind. Die Parallele zwischen Rußland und Nazideutschland ist bemerkenswert. In beiden Ländern sind die Regierungen durch Gewalt ans Ruder gekommen und erhalten sich durch ein System der Willkür unter Mithilfe der geheimen Polizei, ln beiden Ländern herrscht Kampf gegen die Religion und ein Terror, der ein Ausfluß der eigenen Unsicherheit ist. Gewalttätige Regierungen können sich nur durch Steigerung der Gewaltanwendung am Ruder er lullten. Sie finden daher nicht ihre Stärke in sich selbst, finden aber noch Zelt, andere Nationen zu bekämpfen, die auf Grund des Volkswillens regiert werden. begrüßt in einem von Smüansky gezeichneten Leitartikel die Gründung der Organisation der jüdischen Bauern, die schon 100 Mitglieder zählt. Smilansky erblickt die Aufgabe dieser Jugend darin, sich der jüdisch-kulturellen Arbeit zu widmen und beklagt die Vernachlässigung des jüdischen Buches unter der Jugend in den Kolonien. Die zweite wichtige Aufgabe der neuen Organisation wird es sein, mehr Arbeitsgelegenheit für jüdische Arbeiter in den Kolonien zu schaffen und gute Beziehungen zu den in die Kolonien eingewanderten jüdischen Arbeiter zu schaffen. Dieselbe Zeitung kritisiert das derzeitige 11 achscharah-System. Es sei notwendig, so viel jüdische Arbeiter als möglich nach Palästina zu bringen, und sie seien insbesondere unter den jüdischen Landarbeitern in Polen und der Ukraine auszusuchen. Es gehe nicht an, daß Bevorzugungen stattfinden. Die Zertifikate müßten unter den Juden verteilt werden, die erfahrene Arbeiter sind, und zwar auch daun, wenn sic keiner sozialistischen Organisation angehören und älter als 35 Jahre sind. Die Erfahrung zeigt, daß Männer im Alter von ungefähr 40 Jahren die tüchtigsten Arbeiter sind. Es sei notwendig, die Altersgrenze für diese Kategorien von Arbeitern auf 45 Jahre hinaufzusetzen. schreibt, die Reise des antizionistischen Präsidenten der jüdischen Gemeinde, Stahl, nach Palästina beweise am besten die Sinnesänderung der anlizionistlschen Juden in Deutschland Stahl sei jetzt nach Palästina gefahren, um dort Beschäftigungsmöglichkeiten für jüdische Lehrer und Wissenschafter, sowie für tausende jüdische Handwerker aus Deutschland zu suchen. Kürzlich sei ein anderer Anti- Barbarische Methoden „The Jewish C h r o n i e 1 e“ - (London) schreibt: Die jüdische Bauernjugend „B u s t n a i“ (Tel- Aviv) Antizionisten in Palästina „The New Palostine“ (New York) -KtfZJ RESTAURATION Ungarische Küche WIEN, U, VOR LÄUFST KASSE 2 Telephon U 21-2-82 Volkstümliche Preise, beste Bedienung Viii-ti'illiiil'lo Arr.tug-ortii-iifm Ihr IIi„-!r/"ilrn u. Dinrrs zionist. Dr. Landesbergcr von der Reichsverlrelung der deutschen Juden, bekehrt aas Palästina zurückgekehrt. Dr. Landesberger. der auch eine führende Rolle im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, die, bisher als antizionistisch bekannt war, innehabe, sei von Palästina begeistert, das tausenden deutschen Juden, die sonst rettungslos verloren gewesen wären, eine neue Existenz geschaffen habe. Er habe nach seiner Rückkehr aus Palästina erklärt, daß ohne Rücksicht auf die Stellungnahme des einzelnen Juden zu jüdischen Problemen die zionistischen Erfolge in Palästina zur Erkenntnis führen müssen, daß das jüdische Palästina und die aktive Beteiligung an seinem Aufbau die Pflicht jedes deutschen Juden sei. Arbeitsmänfel kaufen Sie in der Spezialerzeugüng Berta En-el Marc-Aurel-Straße 3 (Eing. Sterng.) Tel. U 25-6-36 Unverbindlicher Besuch sofort Aerztemäntel.. von S 6.40 Modelfmäntel ...... . von S 8.4 O Servierkleid kompL .... . von S 8.40 auch nach Maß I Kinoprogramme der Woche KREUZ-KINO feÄS Vom 21. Ws 21. Dezember Uraufführung! 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